Stromverbrauch ca 4.500 -5.000 kWh/a, Tendenz am ehesten bei 4.800kWh/a. Home Office.
Ich weiß, jetzt komme ich mal wieder mit den unangenehmen Rückfragen um die Ecke, aber hast Du schon einmal Deinen täglichen Stromverbrauch genauer angeschaut?
Jahresverbrauch ist ja schön und gut, aber wenn dieser primär auf die Abend-/Nachtzeiten fällt sieht die Sache anders aus, als wenn sich der Verbrauch relativ gleichmäßig über den Tag verteilt. Wenn die Rahmenbedingungen nicht passen dann machen 50kWp auf dem Dach genau so wenig Sinn wie 1 Modul am Balkongeländer, vom Speicher ganz zu schweigen. Es lohnt sich also genauer hinzuschauen.
Du könntest beispielsweise für eine typische Woche den Zählerstand morgens um 08:00 Uhr und am Abend um 20:00 Uhr notieren. Das ist in etwa der Zeitraum in dem eine PV Anlage Erträge liefern kann (je nach Jahreszeit, Ausrichtung der Paneele usw.). Liegt der hauptsächliche Bedarf in den Abendstunden, wie bei uns, dann lohnt es sich darüber nachzudenken, den Ertrag des Tages mit Hilfe von Speichern in die Abendstunden zu schieben. Liegt Ihr hingegen um 20:00 Uhr alle schon im Bett, dann wäre es evtl. sinnvoller die Kosten des Speichers in Module zu investieren. Ideal ist es wenn Du Verbraucher hast die Du steuern kannst, wenn beispielsweise das Auto die meiste Zeit des Tages zuhause steht, und es egal ist, wann es geladen wird. Etwas anders sieht die Betrachtung aus wenn an mit dem eigenen PV Strom "heizen" möchte, denn im Winter kann man die Heizung nicht so einfach abschalten, ohne zu frieren.
Ich habe gehört, von Balkonkraftwerk zu PV wechseln ist nicht ganz so einfach?
Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Aus technischer Sicht ist fast alles machbar, auch wenn man nach der Erweiterung nicht alle Teile des BKA weiter verwerten kann.
Es wäre aber gut möglich, dass man anhand der obigen Betrachtung zu dem Ergebnis kommt, dass es sinnvoller ist eine "normale" PV Anlage aufzubauen. Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.
Die nächste Alternative wäre, vergiss das Rechnen und Optimieren, kaufe Dir für ein paar kleine Scheine eine Mini-Anlage, Stecker in die Steckdose, fertig. Freue Dich über jede kWh die Du erzeugen und verwerten kannst, und den Minderertrag durch die fehlende Optimierung nimmst Du einfach in Kauf, dafür hast Du kaum Investitionskosten. Die Anlage wird sich auf jeden Fall amortisieren, und ob das in 2 oder 5 Jahren geschieht, das ignorierst Du einfach. Damit kannst Du auch Erfahrung sammeln, und wenn Du Spaß daran hast, dann kann man immer noch erweitern. Solltest Du bei der Erweiterung ein paar Euro "Altmaterial" abschreiben müssen dann ist es eben so. Dann kriegen die Meeris 2 Module für eine Beleuchtung und Solarheizung, oder Du machst daraus eine Tischtennisplatte, oder was weiß ich.