Beiträge von R.B.

    Gestern Abend kam die Abkühlung.

    Regen 10l/m², und in der Nacht ging die Temperatur auf 13,1°C zurück.

    Luftdruck steht jetzt bei 1.015mbar, Temperatur bereits 18,8°C. Ostwind mit 6km/h und Böen über 10km/h.


    Heute soll es warm werden, und in den kommenden Tagen geht es wohl weiter bergauf. Ich schätze mal, ab Mitte der Woche können wir dann über die hohen Temperaturen jammern. ;)

    Laut Vorhersagen sind 35°C möglich.

    Ach das wird in der praxis bei Fertighäusen schon praktiziert.

    ISt also schon längst am laufen.

    Richtig.

    Das führt aber leider auch dazu, dass dieses System für Gebäude eingesetzt wird, für die es an sich ungeeignet ist. Ich erinnere an einen Fall im Forum der am Ende vor Gericht gelandet ist.


    Luft als Wärmeträger wird auch in Industriegebäuden schon seit Ewigkeiten eingesetzt, aber unter ganz anderen Bedingungen. Da stört es dann auch nicht, wenn die Heizung Krach macht, mit sagen wir mal 40 oder 50dB(A), In meinem Schlafzimmer möchte ich das nicht haben, auch wenn bei einem EFH die Geräuschkulisse deutliche leiser ist. Empfindliche Naturen führen sich bereits gestört, wenn eine KWL nur , einen Mindestluftdurchsatz sicherstellen soll..


    Bei einem wasserführenden System kann es zwar auch zu Geräuschen kommen, die spielen aber in einer ganz anderen Liga.


    Die spez. Wärmekapazität von Luft ist mit ca. 0,34Wh/m²K (abhängig von Dichte/Feuchtegehalt) relativ gering. Man muss also im Vergleich zu Wasser eine deutlich größere Menge (Volumen) bewegen um die gleiche (Wärme)energiemenge zu übertragen. Was bei einem Passivhaus mit seinen typ. 10-15W/m² spez. Heizlast noch funktioniert, ist bei einem "normalen" Haus mit vielleicht 40W/m² oder gar 50W/m², von älteren Gebäuden mit deutlich höherer spez. Heizlast ganz zu schweigen, schnell zum Scheitern verurteilt.


    Am Ende spielt auch immer der Preis eine Rolle. Durch den Verzicht auf Heizflächen kann man natürlich ein paar Euro sparen. Andererseits muss man auch bei einer Lüftung die Warmluft erst einmal im Gebäude verteilen.

    Es gibt auch Konzepte mit einem Klimagerät und mehreren Innenteilen. Das wird von der Anschaffung noch günstiger, man verzichtet dann aber auf die Lüftungsfunktion, muss die Lüftung also von Hand sicherstellen.


    Wer längerfristig denkt, hat immer auch die Betriebskosten im Hinterkopf. Durch die relativ hohen Stromkosten in DE werden WP immer unattraktiver. Also wird schnell noch eine PV Anlage ergänzt, was aber die Investitionskosten wieder erhöht.


    Vor lauter "Heizung" sollte man auch die WW-Erzeugung nicht vergessen. Bei solchen Konzepten werden dann noch ein WW-Speicher mit E-Heizstab, oder ein/mehrere DLE, oder eine BW-WP fällig. Das gibt es auch nicht gratis.


    Man muss sich dann fragen, ob eine augenscheinlich günstige Lösung am Ende nicht doch teurer wird. Hier spielt der Planungshorizont eine Rolle. Wenn ich im Alter von 30 Jahren ein Haus baue dann sieht die "Planung" eben etwas anders aus, als wenn ich im Alter von 70 Jahren an ein Rentendomizil denke.

    Ja, es ist Mode.

    Übrigens, es ist noch gar nicht so lange her, da waren bunte Fassaden in Verbindung mit weißen Fenstern "in".

    weißen Fenstern in weißer Fasade sehen irgendwie fast alle aus wie "da hat das Geld nicht mehr für was Schönes gereicht" aus.

    Da hat es nicht einmal für einen Eimer Farbe gereicht. ;)


    Es gab auch Zeiten, da waren Meranti Fenster "in", wenn möglich dann noch mit Lasur dunkler gemacht. Und innen am besten noch "Eiche rustikal".


    Wer weiß, wer sich heute "weiße Fenster" einbauen lässt, in weißer Fassade, setzt vielleicht auf den Trend in der Zukunft. :D


    Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und Trends wechseln so alle 10 Jahre (nach meinem Gefühl). Interessant ist, dass man sich dadurch trotzdem beeinflussen lässt, von sehr wenigen Ausnahmen mal abgesehen.

    Ganz grob überschlagen ergibt das eine Heizlast von 3kW (Transmission) + 1,5kW Lüftungsverluste (je nachdem wie "dicht" das Gebäude ist).


    Diese Energiemenge ausschließlich über die Luft zu übertragen erfordert einen entsprechenden Volumenstrom (Zugerscheinungen in den Räumen?) oder eine hohe Lufttemperatur (Effizienz der "WP" geht in den Keller).


    Hinzu kommt, dass man einen zusätzlichen Wärmeerzeuger für die WW-Erzeugung benötigt.


    Das Lüftungsgerät liefert ca. 3kW an thermischer Leistung, zusätzlich gibt es el. Heizelemente mit denen die Gesamt-Heizleistung auf 4kW erhöht werden kann (bis -10°C AT). Der sich ergebende COP ist aus den technischen Daten schwierig zu ermitteln, weil anscheinend automatisch auch die WRG mit eingerechnet wird. Das erschwert den Vergleich mit anderen Lösungen.

    Es gibt auch Modelle mit höherer Leistung, das ändert aber am Konzept (Vor- und Nachteile) nichts.

    Probleme die Räume aufgeheizt zu bekommen . Die Wände sind ungedämmt, oder?

    Das kommt noch erschwerend hinzu. Bevor man eine FBH plant sollte erst einmal die Heizlast der Räume bekannt sein. Bei älteren Gebäuden ist die, ohne umfangreiche Sanierungs-/Modernisierungsarbeiten, relativ hoch. Das kann dazu führen, dass sich eine FBH nicht sinnvoll planen lässt (Heizwassertemperatur, Oberflächentemperatur etc.).

    Ich denke, jetzt kommen wir der Sache näher. Ihr seid allgemein unzufrieden mit der Qualität des Hauses und man sieht diese mangelnde Qualität anhand der Ameisen?

    :thumbsup:

    Das war auch mein Eindruck beim Lesen.


    Wenn ich mit der "(Bau)Qualität" einer angemieteten Immobilie nicht zufrieden bin, dann hilft eine andere Wohnung/Haus.

    Es gibt sicherlich Mängel die ein Vermieter abstellen muss, aber ein hermetisch dichtes Haus habe ich noch nicht erlebt.


    Ameisen finden immer einen Weg, notfalls machen sie sich einen Durchgang. Das lässt keine Aussage über die Bauqualität zu.

    ... und dann, bei Kunststoffprofilen, zur bogenförmigeN Durchbiegung wie bei jedem Bimetallthermometer.

    Richtig.

    Die Frage ist, wie stark sich das auswirkt, da ja nur ein "kleiner" Teil des Rahmens überdämmt wird.

    Das Profil wird sich erwärmen und ausdehnen (inkl. Stahlkern). Da stehen dann 5-7cm "bestrahlte" Oberfläche den 1-2cm überdeckten Oberfläche gegenüber.

    Der Bodenaufbau ist ca 3-4 cm.

    Im Obergeschoß nehme ich normale Heizkörper.

    Unter diesen Voraussetzungen würde ich auf eine FBH verzichten. Auf 3-4cm Höhe, evtl. auch noch inkl. Oberbelag, lässt sich eine wasserführende FBH nicht sinnvoll aufbauen.


    Ich würde Heizkörper vorsehen, evtl. 3 lagig. Man könnte auch über eine Wandheizung nachdenken, wenn es eine Flächenheizung werden soll.


    Bei einer Gastherme als Wärmeerzeuger und 2 Heizkreisen (Heizkörper und FBH) ergibt sich kein nennenswerter Effizienzvorteil, gegenüber "nur" Heizkörper. Die einzigen Vorteile wären Optik und eine gleichmäßige Erwärmung, wobei sich die gleichmäßige Erwärmung vor allen DIngen in (sehr) großen Räumen positiv bemerkbar macht.



    Problem2

    Kellerdeckenisolierung

    Wie soll ich die Kellerdecken isolieren. Die Höhe im Keller ist 2,10m und ich möchte so wenig wie möglich an Höhe verlieren. Was soll ich tun.

    Welcher U-wert soll erreicht werden?


    Vakuumpaneele sind schwierig zu verarbeiten, und man kann darüber streiten, wie lange die Wärmedämmeigenschaften erhalten bleiben. Zudem nicht ganz billig.


    PU Dämmplatten in WLG 020-025 sind noch einigermaßen bezahlbar. Die Frage ist, wie soll die Oberfläche gestaltet werden?

    Eher positiv, weil weniger Rahmenfläche besonnt wird und sich aufheitzen kann, oder eher negativ, weil sich ein Teil aufheitzt und der andere Teil kalt bleibt, sodass innerhalb des Kunststoffs Spannungen entstehen?

    Ich würde mal behaupten, dass Letzteres zutrifft. Das Aufheizen des Rahmens geschieht ja primär über die direkte Sonneneinstrahlung, sprich IR. Dieser Anteil wird durch die Überdämmung etwas abgeschirmt. Der Bereich unterhalb der Überdämmung erwärmt sich somit überwiegend (nur) durch Wärmeleitung im Kunststoff, und es kommt zu Differenzen in der Oberflächentemperatur.


    Ob das gleich zu einem Schaden führt, darüber kann man streiten.

    Ameisen finden wohl immer eine Ritze.. so dicht ist kein Haus.

    Genau so ist es.

    SIe bleiben auch nicht nur auf dem Boden, sondern marschieren die Wände hoch, wenn es sein muss, bis unte´s Dach. es ist unmöglich, ein Haus hermetisch dicht zu bauen.



    Also entweder erträgst du die Ameisen, oder du bekämpfst sie chemisch - das ist auch einigermaßen nachhaltig, denn das Gift wird ins Nest getragen und stirbt dann komplett..

    Auch dazu, Zustimmung. Die vielen Hausmittelchen helfen geringfügig bis gar nicht. Wenn es einen Befall gibt, dann muss man schwerere Geschütze auffahren um erfolgreich zu sein.

    Wenn man Sand vom Strand nimmt, sollte es Sand aus der Wüste auch tun, von dem es genug gibt. Ich meinte eher, dass geeigneter Sand immer knapper wird.

    Sand aus der Wüste funktioniert anscheinend nicht, da die Körner rund geschliffen sind. Deswegen muss der Sand für Bauvorhaben in den Emiraten (als Beispiel) über weite Strecken angekarrt werden.

    Ich habe das Thema mal hier in den Bereich Fassade und Innenputz verschoben. Unter Support hatte das nichts verloren.


    Zur Frage, ich würde erst einmal die technischen Merkblätter studieren, dort steht alles beschrieben (mehrlagig, Schichtdicken, Untergrundvorbereitung usw.).


    Warum soll die Oberfläche für eine "Garage" so glatt ausgeführt werden, dass Filzen nicht ausreicht? Das verstehe ich nicht. Natürlich kann man die Oberfläche nahezu beliebig "glatt" ausführen, alles eine Frage des Aufwands und handwerklichen Geschick. Mehrlagig, Oberputz, spachteln, schleifen, möglich ist fast alles. Mit entsprechender Erfahrung geht so einiges, aber ob das ein Laie hinbekommt, da habe ich so meine Zweifel. Ich habe schon einige m² verputzt, und auch schon eine Menge Lehrgeld bezahlt, da kennt man irgendwann seine Grenzen, auch wenn es manchmal ein schmerzlicher Lernprozess war (Geld gespart hat man dabei nicht wirklich).


    Ich würde überlegen, ob es sinnvoll ist, die Anforderungen so hoch zu schrauben. Eventuell ist es besser kleinere Brötchen zu backen, dann kommt man leichter zum Erfolg. Eine einfache gefilzte Oberfläche wäre in meinen Augen für eine Garage ausreichend und mit deutich weniger Aufwand verbunden.


    Ob eine Armierung mit 10x10 Gewebe für diesen Anwendungsfall sinnvoll ist, dazu kann ich nichts sagen. Die Maschenweite erscheint mir auf den ersten Blick etwas groß.

    zusätzlich für den Schallschutz eine 12cm Zwischensparrendämmung mit Glaswolle.

    Auch "Glaswolle" bewirkt keinen hohen Schallschutz, zumindest für tiefere Frequenzen.

    Ich würde auch über das Thema Hitzeschutz nachdenken, gerade bei Räumen unter dem Dach.


    PU erzielt eine hohe Wärmedämmung, liefert aber ansonsten eher nur mittelmäßige Ergebnisse (Hitze, Schall). Ich würde mir daher überlegen, ob man der Wärmedämmung wirklich oberste Priorität geben sollte, oder ob es nicht besser wäre, wenn man Schall- und Hitzeschutz höher gewichtet.


    Ein möglicher Aufbau wäre ansonsten, Holzfaserplatten auf die Sparren, Zwischensparrendämmung, und raumseits dann Dampfsperre und Gipskarton doppelt beplankt. Sicherheitshalber sollte vorher die Statik überprüft werden, Sparren mit nur 12cm Höhe könnten bei einem schweren Aufbau schnell an ihre Grenzen kommen.


    Bei der Dacheindeckung wäre Hinterlüftung ein Thema, und man sollte überlegen, ob man unbedingt eine Farbe wählt, die das Dach bei Sonneneinstrahlung extrem aufheizt.


    Die Überlegung hinter dem o.g. Aufbau wäre, dass die Holzfaserplatte die Hitze aus dem Dachaufbau bestmöglich fern hält. Dazu braucht es eine funktionierende Hinterlüftung der Eindeckung, und die Dachziegel sollten eine Farbe haben, die dafür sorgt, dass sich diese nicht so extrem aufheizen. So wird die Wärmeübtragung zwischen Außenwelt, sprich Dacheindeckung, und Holzfaserplatte minimiert, und zwar sowohl hinsichtlich der Übertragung über die Luft, als auch IR.


    Für die Wärmedämmung wäre dann hauptsächlich die Zwischensparrendämmung zuständig. Die verfügbare Sparrenhöhe sollte augenutzt werden. Möchte man hier noch ein wenig die Schalldämmung optimieren, dann wäre zu überlegen, ob man "Glaswolle" nimmt. Evtl. erzielt man mit Steinwolle (dichter) ein besseres Ergebnis. Wolle hat gegenüber Platten den Vorteil der leichteren Verarbeitung. Man kann diese einfacher an die Sparren anpassen.


    Raumseits dann die bereits erwähnte Dampfsperre, Unterkonstruktion (evtl. auch ausgedämmt) und dann die Beplankung. Eine doppelte Beplankung mit Gipskarton unterstützt durch das Mehr an Masse den Hitzeschutz, und verbessert die Schalldämmung.


    Nicht vergessen, ob so ein Aufbau am Ende auch wirklich funktioniert, hängt nicht nur von den Materialkennwerten ab. Die Verarbeitung entscheidet über Erfolg ode MIsserfolg.

    Interessanterweise kam es vor 10 Tagen zu einem deutlichen Preisrückgang, seitdem bewegt sich der Preis bei uns in der Region bei ca. 63-65Ct./l inkl. MwSt. bei Abnahme von min. 3.000 Liter.

    Wer nachkaufen muss der könnte jetzt auf Nummer sicher gehen und sich einen Wintervorrat anlegen. Mutige Naturen spekulieren auf einen weiteren Preisrückgang. Es gibt, wie üblich, sowohl Argumente für eine Preisanstieg als auch für einen Preisrückgang. In den letzten 4 Jahren ging es in der 2. Jahreshälfte bergauf mit den Preisen, es gab aber auch schon Jahre, beispielsweise 2015, da erfolgte in der 2. Jahreshälfte ein regelrechter Absturz.


    Man könnte jetzt darauf spekulieren, dass es zu einer weiteren Eintrübung der Wirtschaft kommt, und der Preis weiter bergab geht. Ob und wie sich so eine Eintrübung auf den Ölbedarf auswirkt ist zweitrangig, es geht eher darum, wie dann die Argumente durch die Presse verbreitet werden. Alleine die Stimmungslage könnte dafür sorgen, dass der Ölpreis noch einmal deutlich sinkt.

    Insgesamt 3,9l/m² in den letzten 24h. In der Zwischenzeit wurde der NIeselregen durch ein wenig Sonnenschein abgelöst.

    Luftdruck 1.017mbar, Außentemperatur 18,7°C. Immer noch windstill, die grauen Wolken verziehen sich nur langsam.

    DIe Heizung lief nun 3 bzw. 4 Jahre, Druck ca. 1,2bar, und der war plötzlich weg. Die Therme heizte teilweise auf über 85°C.

    Dann wurde empohlen auf 2bar zu füllen um nach Leckagen zu suchen. Letzteres hat er wohl missverstanden und als "normalen" Betriebsdruck interpretiert.


    Es ist also sehr wahrscheinlich, dass er einfach den Druck reduzieren muss damit er wieder in den normalen Arbeitsbereich des MAG kommt. Vorher sicherheitshalber den Vordruck im MAG prüfen, und alles wird gut.

    und sonstens alles passabel läuft,

    Er möchte doch wissen, warum es zu dem plötzlichen Druckverlust kam, und da vermute ich eben eine falsche Betriebsweise. Ein defektes MAG wäre nach 2 Jahren eher untypisch.

    Sollte die Betriebsweise ursächlich sein, dann wäre die erneute Befüllung der Anlage auf 2bar sinnfrei, und es wäre auch gut möglich, dass das gleiche "Problem" wieder auftritt.

    Also Betriebsweise anpassen, und schon wird alles gut. Dazu muss man aber zuerst einmal wissen, wie die Anlage korrekt zu betreiben ist.

    Dann ist das aber falsch eingesetzt und falsch eingestellt.

    Das hatte ich ja oben beschrieben, ich arbeite mit einem Vordruck um die 1,2bar im MAG. Bei 2bar äre es funktionslos.


    Ich weiß nicht warum der PinCho seine Anlage mit 2bar befüllt, und ich bezweifle, dass das so geplant war. Es würde mich auch nicht wundern, wenn das MAG beim Einbau mit "Werksdruck" eingebaut wurde, und die 2bar werden halt eingestellt, weil es auf dem Manometer an der Stelle einen "Strich" gibt, oder einen grünen Balken oder was weiß ich.


    Eine Heizung funktioniert auch ohne MAG, die Frage ist nur, wie lange und wie zuverlässig. Deswegen meine Vermutung, dass nun eine Situation auftrat, die zum Auslösen des SV geführt hat.


    Deswegen MAG überprüfen und dann Anlagendruck entsprechend einstellen. Danach kann man beobachten, und ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Probleme beseitigt sind.

    Nö R.B. das geringe Aufheizvolumen im Kessel kann nicht der Grund für einen überhöhten Druckanstieg sein.

    Richtig. Denkfehler lag auf meiner Seite, ich hatte zu sehr ein bestimmtes Anlagenschema im Hinterkopf (4 Wege Mischer etc.).

    An sich wollte ich auf das Überschwingen hinaus das bei der Dimensionierung gerne mal vergessen wird.

    Mein Kessel heizt bei WW Erzeugung mal locker um +10K nach. Würde ich meine Anlage mit 2bar befüllen, dann wäre das MAG funktionslos und könnte bei diesem Überschwingen das SV auslösen.

    Vielleicht noch zur Erläuterung (vereinfachte Vorgehensweise).


    Im EFH Bereich hat man es eher mit geringen Anlagenhöhen (stat. Höhe) zu tun. Meist bewegt sich die Anlagenhöhe, also gemessen vom tiefsten Punkt zum höchsten Punkt, irgendwo im Bereich 5m-10m, entsprechend 0,5bar bis 1bar. Meine Anlage hier im Haus hat beispielsweise eine Anlagenhöhe von etwa 8m (Keller, EG, OG, DG).


    Der Mindestdruck für eine korrekte Funktion wäre somit 0,8bar.


    Mein Wärmeerzeuger ist für einen maximalen Druck von 3bar spezifiziert. Ich habe daher ein SV mit 2,5bar verbaut. So wird der spezifizierte Grenzwert am Wärmeerzeuger niemals erreicht.


    Der maximale Druck für eine korrekte Funktion wäre somit 2,5bar.


    Beim Betrieb der Anlagen sollten die beiden o.g. Grenzen also niemals überschritten werden. Deswegen rechnet man auch mit einem Enddruck der 0,5bar unter dem Auslösewert des SV liegt, und einem Mindest(betrieb)druck der über dem o.g. Mindestdruck liegt (Wichtig für die Dimensionierung des Volumens des MAG).


    Eine typische Dimensionierung für den Vordruck im MAG wäre: statische Höhe + 0,3bar.


    Für meinen Fall wären das 0,8bar + 0,3bar = 1,1bar


    Man würde das MAG also mit 1,1bar befüllen, und danach die Anlage auf einen Wert der etwas über dem Vordruck liegt (typ. +0,1 bis 0,2bar), also beispielsweise 1,2bar.


    Würde man die Anlage mit 2bar befüllen, dann wäre das MAG komplett mit Wasser gefüllt, also ohne Funktion.

    Die Druckhaltung funktioniert also nur, so lange sich der Anlagendruck in einem Bereich bewegt den das MAG auch noch ausgleichen kann.


    Bei der obigen Betrachtung habe ich die Größe des MAG bewusst ignoriert. Ich gehe mal davon aus, dass dieses korrekt entsprechend der Anlagengröße (und Temperatur- und Druckverhältnisse) gewählt wurde.

    Bestehen Zweifel an der korrekten Dimensionierung, dann sollte man auch die Größe des MAG einmal nachrechnen. Bei den Anlagengrößen im EFH Bereich und den typischen Betriebstemperaturen, wird die Mindestgröße aber meist erreicht.

    Bei Anlagen mit großen Pufferspeichern, Holzkessel und/oder Solarthermie mit entsprechend hohen Temperaturen, sollte das MAG auf jeden Fall ordentlich berechnet werden.


    Bei einem 1.000 LIter Pufferspeicher an einem Holzkessel, erhöht sich das Volumen beim Aufheizen schnell mal um 3-4%, also 30-40 Liter.

    Nun sind alle Stelltriebe aber geschlossen. Was passiert nun?

    Kann dadurch der Druck steigen?

    Weil der Druck glaub erst dann weg war.

    Das würde meinen obigen Punkt bestätigen (analog zu meinen Ausührungen bei der WW Erzeugung).

    Wenn die Thermostatventile geschlossen sind hat die Anlage nur noch eine geringe Wassermenge mit der sie arbeiten kann. Es werden schnell relativ hohe Temperaturen erreicht. Arbeitet das MAG bereits am Anschlag, dann kann der Druck bis zur Auslöseschwelle des SV ansteigen, vor allen Dingen dann, wenn immer nur die Anlage mit Wasser auf Druck gebracht wird, ohne zuvor das MAG zu kontrollieren.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das MAG in den 2 Jahren so viel Druck verloren hat, dass es im Moment quasi außer Funktion ist. Hinzu kommt, dass es anscheinend von Beginn an grenzwertig ausgelegt, oder zumindest grenzwertig betrieben wurde. Da bleibt dann nicht mehr viel Spielraum für Toleranzen.

    Der Faden handelt vom plötzlich verschwundenen Druck in der Heizung. Da hat Deine Wasserleitung nichts mit zu tun.

    Genau so ist es. Wenn wir jetzt noch eine weitere Baustelle aufmachen, dann blickt keiner mehr durch, am wenigesten der TE.

    Es wäre besser die Sache mit den Rohrdurchmesssern in einem neuen Faden zu diskutieren.


    Also, zurück zur Druckhaltung.

    Seltsam ist halt das er fast zwei Jahre den Druck hält und von heut auf mirgen ist er bei null.

    Und nun hält er den Druck bei 2 bar.

    Ich weiß nicht, ob Deine Anlage 2bar benötigt. Bei einem EFH eher unüblich. Je weiter man in Richtung Auslösepunkt des SV befüllt, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieses mal auslöst, vor allen DIngen dann, wenn das MAG auf einen anderen Anlagendruck befüllt ist.


    Vielleicht sollte man sich einmal hinsetzen und die Druckhaltung rechnen. Evtl. wurde da nie etwas eingestellt sondern einfach nur die Anlage befüllt. Wenn das MAG mit Auslieferungsdruck (typ. 1-1,5bar) eingebaut und die Anlage mit 2bar befüllt wurde, dann arbeitet das MAG am Anschlag. Erhöht sich der Anlagendruck (Aufheizen, WW Erzeugung) dann kann das MAG diese Erhöhung nicht mehr ausgleichen und das SV löst aus.

    Ein schleichender Druckverlust im MAG, der an sich normal ist, verschärft die Situation.


    So ein Auslösen des SV kann insbesondere dann passieren, wenn im Sommer die Anlage nur im WW Betrieb läuft. Beim Beladen eines WW Speichers, inbseonsdere bei hohen WW Temperaturen (Legionellenschaltung) kommt es gerne mal zu "Kesseltemperaturen" die deutlich über der Solltemperatur liegen. Das liegt daran, dass ein WW Speicher nur eine geringe Last für den Wärmeerzeuger darstellt, insbesondere dann, wenn der WW Speicher seine Solltemperatur nahezu erreicht hat. Schafft es der Wärmeerzeuger nicht seine Leistung schnell genug zu regeln, dann kommt es gegen Ende der Beladungsphase des WW Speichers noch zu einem Überschwingen der Kesseltemperatur. Diese hohe Kesseltemperatur führt zu einer entsprechend hohen Ausdehnung des Wassers im Kesselkreis.


    Nachdem die Anlage nun den Druck wieder hält, ist es sehr wahrscheinlich, dass man einfach nur mal die Druckhaltung überprüfen sollte. Vorgehensweise habe ich oben beschrieben.


    Auch die Berechnung der Druckhaltung ist nicht sonderlich kompliziert, man benötigt halt ein paar Anlagedaten (statische Höhe, Anlagenvolumen, Temperaturen, Daten zum SV).

    Lass uns doch einfach bei Deiner "Merkliste" oben bleiben und diese kritisch betrachten und wo erforderlich korrigieren, damit die Laien hier im Forum etwas davon haben!

    Danke!


    Genau darum ging es mir als ich angeraten habe, den Text als Thema zu veröffentlichen. Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass es gut wäre, wenn mehrere Augen über den Text schauen, und bei Bedarf Fehler korrigieren. Es ist gut möglich, ja sogar sehr wahrscheinlich, dass man dem Text noch etwas Feinschliff verpassen muss. Da hatte ich auf die Schwarmintelligenz gehofft. Niemand weiß alles, aber Viele wissen eine ganze Menge.


    Wenn es am Text etwas auszusetzen gibt, dann bitte begründen, im besten Fall mit Belegen. Ich bin mir sicher, dass die finale Fassung dann auch für die Mitleser von Interesse sein dürfte. In fast jedem Haus gibt es ein oder mehrere Geländer, man nimmt das als selbstverständlich hin, kaum jemand macht sich wirklich Gedanken darüber. Das betrifft nicht nur Bauherren bzw. Hauseigentümer, sondern auch viele Firmen, die primär an´s Verkaufen denken.


    Auf viele weitere interessante Beiträge. :bier: