Beiträge von Anda

    Die Anbieter fangen an, die Preise zu senken. Ein Freund von mir möchte ein Haus bauen oder eines kaufen.

    Grundstück hat er gesichert, ist dennoch mit zusätzlich offenen Augen am Markt unterwegs.

    Ihm wurde nun ein Haus eines BT für 50.000 Euro weniger angeboten.

    Auch die Angebote der GUs sind moderater als angenommen.

    Kondensat entsteht durch warme (feuchte) Luft auf kühlere Oberfläche. Denke in dem Zusammenhang an ein kühles Glas Bier im Sommer.


    Im Griff bekommt man das entweder durch Erwärmung der Oberfläche, weniger feuchte Luft oder Weglüften. Du könntest mal einen Ventilator ausprobieren. (keinen Heizlüfter)


    Die Oberfläche zu wärmen könnte schwierig sein, da Einfachverglasung. Vermutlich sind die am stärksten betroffenen Stellen über Kopf?

    Ich weiß nicht, ob ein 30 Jahre alter Ölkessel tatsächlich diese Rolle spielt. Die Aufregung ums GEG aka „Heizungsgesetz“ hat sich gelegt ebenso wie der Aktionismus vieler Leute.

    Ich glaube, dass die Optik und der Standard (und die Lage) tatsächlich die größere Rolle spielen. Optik im Sinne von, ob das Haus gepflegt aussieht und aufgeräumt. Es gibt ja Leute, die anbieten Wohnungen und Häuser für besseren Verkauf aufzuhübschen. Bin allerdings noch keinem begegnet.


    Zurück zu den Sanierungen. Empfehle ich tatsächlich keinem Verkäufer, da die sich nicht lohnt. Man weiß ja nie, was die Käufer vorhaben und oft ist dann ein Stück Sanierung eingerechnet, da man eh die Fenster anders haben möchte zum Beispiel etc. Eine 30 Jahre alte Heizung = Kessel von derzeit 1994 kann noch sehr gut laufen. Je nach Typ auch gut zu reparieren.


    Leider kann ich den Artikel nicht lesen in der HZ, aber was meinen die mit „energetisch gut“. 95%, ne eher 99% der Käufer sind nicht mal imstande, einen Energieausweis richtig zu lesen. Das ist auch komplex - leider.


    Ein Ausweis nach der EnEV 2013 hat beispielsweise nur einen knapp halb so großen Bandtacho wie einer nach der von 2007. Der wurde von 450 KWh/m2a auf 250 KWh/m2a gekürzt. Das ist ungefähr BJ Mitte, Ende 70er bei EFH/ZFH ohne Sanierungen mit NT-Kessel. Alles was älter war, fiel rechts runter. Auch Sanierungen bei älteren Häusern konnten nicht mehr auf diesem Bandtacho abgebildet werden. In Zahlen, ja - auf dem Tacho, nein.

    Rückmeldungen von Maklern ergaben, dass ältere Häuser deutlich zu schlecht bei Bedarfsausweisen bewertet werden und never ever die Verbräuche da waren, wenn man den Endenergiebedarf als groben Maßstab annimmt.


    Seit 2024 müssen wir ja die 18599 anwenden. Seitdem werden die Gebäude ca.30% -40% schlechter und die angenommenen Leitungslängen nach 18599 sind teils abenteuerlich groß.


    Gehen wir mal von einem nach DIN 4108 erstellten Ausweis aus, dann ist das Haus ca. Mitte/Ende 70er und dass das unsaniert nun nicht so reißenden Absatz findet, ist klar. Ich erinnere an die damalige Mode, Badmöbel bevorzugt farbig, gerne in grün, einzubauen. Das ist nun nicht mehr wirklich beliebt.

    Derzeit liegen Gebäude wesentlich länger auf dem Markt. Früher hat die übertriebene Preissteigerung dafür gesorgt, dass auch überhöht angebotene Objekte ihren Käufer fanden und man sie einfach liegen lassen konnte. Dem ist nun nicht mehr so.


    Ich bin ja eher im ländlichen/kleinstädtischen Raum unterwegs. Da sind viele Gebäude wenig energetisch saniert worden. Oft wurde mal bei 60er/70er Jahren Häusern das Dach ausgebaut für ein erwachsen gewordenes Kind und dabei mal gedämmt (wäre so ein Klassiker). Auch Fenster wurden durchaus mal getauscht - je nach Baujahr. Fassadendämmung ist tatsächlich relativ selten. Dachdämmung und Fenstertausch sind die häufigsten energetischen Sanierungen. Fassade sehr selten. Heizung je nachdem.


    Sanierungen spielen also eine Rolle, aber keine wirklich große. Gas- und Ölheizungen sind ja immer noch der Standard im Bestand.

    Interessant sind m.E. höchstens nicht so alte Gebäude, die damals schon erhöhte Ansprüche an der Gebäudehülle erfüllt haben oder komplett sanierte Gebäude.

    jepp. Zwischensparrendämmung 16cm bzw mit 16cm Aufdoppelung nach innen war die erste Überlegung. Ich dachte, die wären mit einem Energieberater in dem Projekt, aber dem ist nicht so.

    Zuerst haben sie BEG Einzelmaßnahme überlegt, aber dann ginge innen zu viel Raum verloren.


    Wie schon gesagt, ich bin nicht involviert.

    Ein Bekannter von mir zieht mit seiner Familie ins Haus seiner Eltern ins Dachgeschoss. Dieses wird hierfür ausgebaut.

    Auf dem Dach liegt eine PV-Anlage, daher dämmen sie von innen.

    Nachdem bei der BEG- Förderung ein Paket von 32cm entstanden wäre und ihnen innen zu viel Platz wegkäme, haben sie sich für „Standard“ entschieden.


    Leider hatten sie dann keinen Kontakt mehr mit mir und heute erfahre ich, dass einiges schief läuft:

    Statt 21cm WLG032 (=0,189 W/m2K) werden nur 16cm WLG 035 (=0,256 W/m2K) eingebaut. Also 0,26 W/m2K statt 0,19 W/m2K.

    Leider hat er einen entsprechenden Vertrag unterschrieben, wo die 16cm 035 auch so drin stehen bzw Sparrenhöhe als Angabe. (Kopf-Tisch) Natürlich kein Architekt oder ähnliches an der Seite.


    Er ärgert sich sehr über sich selbst. Logisch. Frage nun ist: Wie wird sich das auswirken, vor allem im Sommer. (Darüber ist ja immer noch die PV-Anlage).



    16cm WLG035


    21cm WLG 032

    btw, ich widerspreche mal ganz kurz bzgl Baugrundgutachten.

    Ich gehöre zu denen, bei denen eine Torflinse im Sandgebiet drin war. (meinst Du mich Ralf Dühlmeyer ?)


    Das hat bei uns nochmal eine Wendung gebracht, da wir plötzlich mit Keller bauten.

    Das beeinflusst den Entwurf natürlich, da Räume im Dach in den Keller wanderten, der Flur anders war etc.


    Beton in Form von 10 Betonstützen oder Beton in Form eines Kellers - da war’s halt dann nicht mehr so viel mit Mehrkosten für den Keller und wir sitzen jetzt auf 10 Betonfundamenten (für Stützen sind die zu flach) und einer weißen Wanne.

    Off-Topic:

    Das gibt’s auch beim Bayernatlas. Nutze ich gerne mal, da die Fotoschärfe dort unterirdisch ist und ich so zumeist einen Eindruck von den Gauben im Vorfeld bekomme, wenn ich mich auf den jeweiligen Energieausweis vorbereite.

    Je nachdem, wie intensiv der Fitnessraum genutzt würde, könnte man die Microdusche mit dem WC mit dem HAR tauschen. Dann hätte man gleich ne Dusche dort (sonst wird sowas so gut wie nie genutzt) und könnte die Nische für die Garderobe nutzen.

    Und um beim Beispiel zu bleiben.


    Diele 16 m². Das ginge auch mit 8 - 10 m². 8m² weniger = 20.000 Euro weniger.

    Das sehe ich als Grundproblem des Entwurfes: Viel Raum, wenig Platz.

    zusätzlich unnötig viele Kostentreiber (die Loggia geht auch anders - und schöner)

    PS: Ich stand schon auf beiden Seiten: Als Entwerfende (mit Unterstützung von anderen) und als Bauherrin.

    Ein guter Architekt ist auch etwas mit Menschenkenntnis ausgestattet und kann dem Bauherrn allfällige Wünsche ausreden.

    Ich bin heilfroh, dass ich damals bestimmte Wünsche vom Forum ausgeredet bekommen hatte. Erinnert ihr Euch noch, lieber Forumianer ,damals (TM) an meine Speisekammer im Krebsgang?

    Das Bad bekam auch eine Kur.


    Das mit der Loggia kann passen oder nicht. Ich kenne Euch nicht, daher ist das maximal schwer abzuschätzen. Es gibt Dinge, die wirklich so genutzt werden, andere bezahlt man nur teuer.



    Die Konstruktion enthält jedenfalls ziemlich viele Wärmebrücken, geradezu Kühlrippen durch die Loggia und ungünstige Konstellationen (die Garage).

    Am besten vom Konzept her ist kompakt ohne Auskragungen und Einschnitte. Daran dann die Garage. Die heutigen Dämmungen bauen massiv auf. Das sollte man unbedingt mit berücksichtigen.

    Nachtrag, hab mir die Badsituation angeschaut - jetzt enrnsthaft: Wie breit soll diese Dusche sein?


    Das ist etwas, das mir hier auffällt: Es wird unheimlich viel Raum verballert und trotzdem hat man wenig Platz.


    Ich kenne solche Häuser in meiner Arbeit als Energieberater: Viel Raum - wenig Platz. Den mehr-Raum müsst ihr zahlen ohne dass ihr einen Mehrwert davon hättet.