Beiträge von Eric

    Hier eine Zusammenfassung der Ergebnisse von Stiftung Warentest zum FireAngel ST 620 ( Erstlieferung ) und ST 630 ( Ersatzlieferung ) :


    Fireangel Stiftung Warentest "GUT"


    Leider alles Fake. Bei der Erstlieferung waren die angeblichen 10 Jahresbatterien nach 2 Jahren und bei der Ersatzlieferung nach 5 Jahren leer. Aber es wird weiterhin mit den Tests der Stiftung Warentest geworben.

    In 2013 und 2014 haben Verwandte und ich ingesamt rund 200 Rauchmelder FireAngel ST-620 und ST-622 mit Herstellergarantie für den Akku für die Dauer von 10 Jahren verbauen lassen. Die Wahl fiel auf diesen Hersteller, weil die Geräte in der Zeitschrift " TEST " mit sehr gut bewertet wurden. Ab dem Jahr 2014 fingen die Geräte an zu piepen ( = Akkuleerstand ). Im September 2015 waren 40 Geräte defekt.


    Daraufhin habe ich die Geräte bei dem Vertriebspartner von FireAngel, der Fa. EPS Vertriebs-GmbH in Havixbeck, reklamiert. Deren Geschäftsführer Hövelmann hat zunächst erklärt, es könne kein Ersatz geliefert werden, weil die Geräte nicht von einem geschulten Handwerksbetrieb eingebaut worden seien. Auf meinen Einwand, was die angeblich fehlende Schulung des einbauenden Unternehmers mit dem Defekt an den Akkus zu tun haben soll, tauschte die EPS Vertriebs GmbH alle gelieferten Geräte im Oktober 2015 aus. Die Einbaukosten haben die allerdings nicht ersetzt.


    Seit dem Jahr 2019 fallen auch die Ersatzgeräte reihenweise aus.


    Die EPS-Vertriebs GmbH hat sich jetzt für unzuständig erklärt und direkt an den Hersteller FireAngel in Großbritanien verwiesen. Laut user-Mitteilungen im Internet-Portal von " TEST " soll die EPS-Vertriebs GmbH die Lieferbeziehung zu FireAngel eingestellt haben. Auf der Internet-Seite von EPS werden die Rauchmelder von FireAngel aber nach wie vor beworben.


    Die Reklamation an FireAngel ist unterwegs. Ich werde berichten, wie sich dieses Unternehmen aus Großbritanien zu der Reklamation verhält.


    Fazit: Großspurige Versprechungen des Herstellers, die nicht gehalten werden können. Merkwürdig nur, wie " TEST " zu dieser Bewertung gekommen ist und warum von dort zumindest jetzt nicht klar und eindeutig vom Kauf abgeraten wird.


    Rauchmelder Fireangel ST-630 - Der Feuerengel piept zu früh - Stiftung Warentest

    Ich bin davon ausgegangen, dass der G-SV das vor Baubeginn erstellte Bodengutachten hatte, es sorgfältig gelesen und sich damit auseinandergesetzt hat, d.h. insbesondere die Feststellungen am SCH2 überprüft hat. Wenn nicht, dann wird auch das wieder ein Fall wie bei Rodop.


    Mit hat ein G-SV mal gesagt: Für mich zählt nur die Beweisfrage. Die Gerichtsakten lese ich nicht, denn dann würde ich nie fertig und für die Parteien würde es zu teuer werden. Anwälte würden eh nur viel Unfug schreiben.


    Den G-SV mußte ich über das Gericht anweisen lassen, die Gerichtsakten zu lesen. Das hat er murrend getan und danach das erwartete Ergebnis geliefert. Erwartet insofern, weil ich aus einer orientierenden Untersuchung wußte, dass ein Mauersperrbahn nicht vorhanden ist. G-SV hat im 1. Termin nur die Feuchtigkeit der Wand gemessen und danach, weil es zuvor über Monate nicht geregnet hat, erklärt, die Wand sei trocken, also kein Mangel. Im 2. Termin hat er dann an einer Stelle geöffnet und war völlig erstaunt, dass die Mauersperrbahn tatsächlich fehlte.

    So steht es in den Fachregeln und ist auch logisch, weil auch die Fliesen von den aufgehenden Bauteilen entkoppelt werden müssen. Der Randstreifen stört bei richtiger Ausführung den Fliesenleger nicht, verhindert aber, dass Fliesenkleber und Fugmaterial an die Wand/Türzarge kommt und sich eine Schallbrücke/Einspannung ergibt.


    Mit den abgerundenten Estrichrändern kann der Fliesenleger wenig anfangen. Aber das wird er Dir aufgrund seiner Hinweispflicht bestimmt noch sagen.

    Zitat

    Am Ende können es auch 55dB werden, oder gar mehr, aber die 50dB sollten immer erreichbar sein (worst case). Das gilt analog für den Trittschall, denn auch da werden die 50dB sehr wahrscheinlich unterschritten, vor allen Dingen wenn man ein klein bisschen mehr Aufwand in den Aufbau investiert.

    Ich denke mal, Knauf hat richtig Ahnung und hat die in der pdf dargestellten Konstruktionen ausgiebig getestet.


    Ausgangspunkt für eine Holzbalkendecke sind 27/90 dB. Ich finde Deine > 50/< 50 dB nicht auf S. 34 der von Knauf getesteten Holzdeckenkonstruktionen. Bei 25 mm Fireboard auf der Deckenunterseite, die der TE sicher nicht hat und oben Knauf Brio stehen 53/65 dB.


    Kannst Du mir bitte weiterhelfen? Wo finde ich Deine Angaben?

    Dann sind wir uns ja zumindest darüber einig, dass bei Deinem Aufbau hinsichtlich der Luftschalldämmung der Mindestschallschutz knapp und der von Dir nicht bewertete Trittschall ohne Überarbeitung der Deckenunterseite deutlich verfehlt wird. Man könnte sagen, besser als nichts.


    Entscheiden kanns eh nur der TE nach eingehender Beratung durch den Architekten. Der TE muß nur wissen und verstehen, was geht und was die jeweiligen Konstruktionsarten in Bezug auf die spätere Nutzung bedeuten. Wie viel er ausgeben will, entscheidet er alleine nach ordnungsgemäßer Beratung und Vorlage einer Kostenschätzung für die in Betracht kommenden Alternativen durch den Architekten.

    Die Art der Verlegung des Estrich-Randstreifens war halt schnell und wenig aufwändig und wird dazu führen, dass Du große Fugen zwischen Estrich und den aufgehenden Bauteilen haben wirst. Wenn kein Belag mehr draufkommt, siehts murksig aus und die Fugen werden mit der Zeit zum Dreckloch. Kommen z.B. noch Fliesen drauf, könnte sich über den zu breiten Fugen Bruchgefahr ergeben.


    Du kannst derzeit ohnehin nichts ändern. Näheres ergibt sich erst dann, wenn der Randstreifen bündig abgeschnitten ist ( sollte man bei Fliesen aber an sich nicht machen ).

    @RB


    Was Du schreibst ( nur oberseitige Dämmung ) erbringt bei einer von Natur aus hinsichtlich des Tritt- und Luftschalls schlechten Holzbalkendecke noch nicht einmal die grottenschlechten und nicht mehr zeitgemäßen öffentlich-rechtlichen Mindestanforderungen der DIN 4109. Der TE müßte daher, wenn es denn statisch funktioniert, auch eine zusätzliche Entkopplung der Unterseite der Decke in Erwägung ziehen, z.B. Deckenabhängung mit Federschienen oder Hutprofilen oder gleich eine freitragende Unterdecke, sofern das Vollgeschoß dies hinsichtlich der verfügbaren Raumhöhe zuläßt.


    In der pdf ist nachlesbar, welche Konstruktion was an Schalldämmwert erwarten läßt. Aufgabe des Architekten ist es, den TE zu beraten, was machbar ist und was die in der pdf genannten Dämmwerte in Bezug auf die Minderung der zur Zeit als unzumutbar befundenen Schallbelästigungen bedeuten: was ist bei welcher Konstruktionsart an Belästigungen aus dem Dachgeschoß noch zu hören. Dafür gibt es orientierende Klangproben.

    R.B.


    Das, was Du schreibst, ist leider nicht richtig. Der Auftragnehmer darf nach § 632a BGB Abschlagszahlungen nur für bereits erbrachte Leistungen in Höhe deren Werts fordern, aber keine Vorauszahlungen. Denn bei Vorauszahlungen hat der AG noch nichts erhalten und trägt das Insolvenzrisiko, wenn der Auftragnehmer seiner Verpflichtung nicht nachkommt. Dies sieht man am besonders krassen Fall vom TE, der sich ohne Rechtspflicht und ohne Not auf eine Vorauszahlung eingelassen hat.


    Im Übrigen: Nichts bringt den AN schneller auf Trapp als die Aussicht, Geld für hoffentlich gute, fertige Arbeit zu erhalten.


    Wenn der Auftragnehmer Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des AG hat, sollte er überlegen, ob er überhaupt einen Vertrag abschließt. Will er das Risiko gleichwohl eingehen, stellt ihm das Gesetz in § 650 e und § 650 f zwei probate sicherungsmöglichkeiten, nämlich Sicherungshypothek und Zahlungsbürgschaft einer Bank, zur Verfügung. Damit sind seine Interessen hinreichend gewahrt. Denn es geht um einen Ausgleich der widerstreitenden Interessen: Auf Seiten des AG nur Zahlung gegen Leistung, auf Seiten des AN Leistung nur, wenn spätere Zahlung gesichert ist.


    Richtig ist, dass viele Unternehmer entweder die Rechtslage nicht kennen oder sich bewußt darüber hinwegsetzen. Mitmachen sollte man das aber in keinem Fall!


    Der hiesige Fall zeigt erneut: Bauen ist ein ein großes " Abenteuer ". In Zeiten der fortschreitenden Geldentwertung und im Streben nach dem Tausch von Geld in Sachwerten, gehen immer mehr Menschen das " Abenteuer " ein, ohne zu wissen, was sie erwartet. Vorherige und Beratung während der Bauzeit kostet Geld. Das wird eingespart. Wenn es dann schiefgeht, ist das Jammern groß.


    Und zur Beratung: die verhindert die absehbaren und dicksten Fehler. Selbst bei einer Rundumbetreuung bleibt das Bauen ein Abenteuer.

    Da geht begrifflich beim TE sehr viel durcheinander: GU und Verkäufer???


    Fakt ist jedenfalls: Fenster wurden beim Hersteller bemustert und anschließend wurde vom " GU " eine nach § 632 a BGB unzulässige Vorauszahlung angefordert und leider auch bezahlt. Die beauftragten Fenster wurden aber nicht geliefert und eingebaut, obwohl der TE hieran schon mehrmals erinnert hat. Der GU kann nicht liefern und montieren, weil der Fensterhersteller Vorkasse vom GU verlangt und diese offenbar " mangels Masse " nicht zahlen kann.


    Insofern ist eine Fristsetzung mit Kündigungsandrohung angesagt und die hat der Anwalt lt. Aussage des TE auch ausgesprochen. Nach fruchtlosem Ablauf der gesetzten Frist ist der Vertrag zu kündigen und die Vorauszahlung zurückzuzahlen, sofern denn noch Geld da ist.


    Kommt kein Geld, kann man über eine Strafanzeige wegen Eingehungsbetrug, Insolvenzverschleppung nachdenken. Geld wird die allerdings auch nicht bringen.

    Das von Dir in #536 wiedergegebne Zitat aus dem Schriftsatz des 1. instanzlichen Anwalts besteht aus Rechtsausführungen, die mit den zitierten BGH-Urteilen übereinstimmen.


    Die Frage ist nur, ob der konkrete Sachverhalt sich unter den Rechtsberiff " Unverhältnismäßigkeit " subsummieren läßt,


    Das hat der Anwalt in seinem letzten Satz verneint und Gegenteiliges steht bis heute nicht fest. Die bloße Verneinung reichte erst einmal aus, da der Beklagte für die " Unverhälrnismäßigkeit " ( hier besser: gleichwertiger und kostengünstigere Nachbesserungsmöglichkeiten ) darlegungs-und beweispflichtig ist.


    Sieht ja auch das OLG so, in dem es im Beweisbeschluß aus 2016 von der " Behauptung des Beklagten " spricht --> Beklagte muß es beweisen !

    Wir sind offenbar einer Meinung, dass der Beweisbeschluß aus 2016 für die " Tonne " ist und das OLG es leider noch nicht erkannt hat.


    Eigentlich bedauerlich, nachdem der 1. G-SV nach langem " Kampf " einräumen mußte, dass er befangen ist und damit all seine Gutachten unbrauchbar sind.


    Der Anwalt der Klägerin sollte die Sach- und Rechtslage nochmals in einem Schriftsatz zusammenfassen, um dem Gericht zu verdeutlichen, dass der Beweisbeschluß aus 2016 wegen der Abberufung des 1. G-SV nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.


    Wenn die Klägerin das nicht will, bleibt nur zu hoffen, dass der neue G-SV die Akten gründlich liest und sich nicht am Wortlaut des Beweisbeschlusses festklammert. An sich kann er die Kosten der Nachrüstung von Streifenfundamenten ja eh nur ermitteln, wenn er sich vorher Gedanken darüber gemacht hat, wie er die Streifenfundamente in Anbetracht der anstehenden Boden- und Wasserverhältnisse fachgerecht unter die ( zu dünne ) Bodenplatte bekommt. Und ob das dann billiger ist als der Abbruch und Neubau, steht in den Sternen.

    Der Beweisbeschluß ist aus dem Jahre 2016 und beruht auf den bis dahin erstellten Gutachten des zwischenzeitlich abberufenen G-SV. Dessen Beurteilung ist jedoch durch die Abberufung wegen Befangenheit insgesamt hinfällig geworden. Er hat auch nicht alle beanstandeten Mängelpunkte zur Bodenplatte untersucht.


    OLG geht offenbar davon aus, dass sich die seinerzeitigen Grundlagen des Beweisbeschlusses hierdurch nicht geändert haben???


    Wenn tatsächlich nur der Aufstandspunkt der Außenwände auf der Bodenplatte mangelhaft wäre, sich dies unter Einhaltung der aRdT durch die Nachrüstung von Streifenfundamenten ohne bleibende Nachteile in Bezug auf Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit beheben liese und dies kostengünstiger als der Abbruch und Neubau wäre, dann stellt sich die Frage der Unverhältnismäßigkeit tatsächlich nicht. Denn es dürfte einsichtig sein, dass der AG bei mehreren gleichwertigen Nachbesserungsmöglichkeiten die kostengünstigere zu wählen hat. Dies würde er ja auch tun, wenn er keinen Schädiger hätte.


    Aber ist es denn hier tatsächlich nur der Aufstandspunkt, der bemängelt wird oder gibt es nach dem Vortrag der Klägerin noch weitere zu begutachtende Mangelpunkte???


    Was sagt Euer Anwalt dazu, dass das Gericht den Beweisbeschluß aus 2016 aufrecht erhält, obwohl die Gutachten des bisherigen G-SV, dem der Beweisbeschluß aus 2016 zugrundegelegen hat, für die " Tonne " sind und er zudem erklärt hat, dass Streifenfundamente jedenfalls in der von ihm vorgeschlagen Art und Weise eh nicht funktionieren?


    Gibt es im vorliegenden Fall überhaupt eine zugelassene Konstruktionsart zur Nachrüstung von Streifenfundamenten?? Danach wird der neue G-SV aber nicht gefragt. Wertet er den Beweisbeschluß streng nach seinem Wortlaut, dann hat er nur die Kosten x-beliebiger Streifenfundamente zu kalkulieren, unabhängig davon, ob sie im konkreten Fall funktionieren oder nicht.


    Die Vorfrage ist ausgeblendet, ob der statische Mangel überhaupt durch Nachrüstung von Streifenfundamenten zu beheben ist und wie die beschaffen/einzubauen sind. ( übliche Beweisfrage: Welche Maßnahmen sind erforderlich, um den Mangel zu beheben ) Nur dann lassen sich auch etwaige hierzu abgegebenen Kostenermittlungen überprüfen.


    Kostenermittlung kommt aus dem Ingenieurwesen ( HOAI ) und stellt selbstverständlich eine vorherige Planung des G-SV voraus.


    Der Anwalt der Klägerin müßte dies beim OLG beanstanden. OK, wir wissen, dass Du das nicht willst.

    Dann war das vor Baubeginn erstellte Bodengutachten ( angeblich zu erwartendes aufstauende Sickerwasser --> deswegen auch WW ) falsch und dies war ursächlich dafür, dass die Anbringung der Dämmung mit Luftschicht ( batzenweise Verklebung ) beanstandet worden ist. Das hat Kosten in Gestalt des weiteren Bodengutachtens ausgelöst und für die haftet bei unrichtigem Bodengutachten der Erstgutachter.


    Insofern wäre an eine Streitverkündung gegen den Erstgutachter zu denken, um die Verjährungsfrist zu hemmen ( sofern nicht bereits verjährt ist ) und ihn an den Ausgang des hiesigen Rechtsstreits zu binden. Nebeneffekt wäre, dass der Erstgutachter sein angeblich unzutreffendes Bodengutachten als Dtreithelfer, sofern er beitritt, verteidigen müßte. Auch in Bezug auf die sich jetzt stellende Frage, ob eine WW überhaupt erforderlich war. Ob die Streitverkündung jetzt noch sinnvoll ist, muß von Deinem Anwalt geklärt werden.


    Prozeß ist deswegen aber nicht gänzlich verloren. Es bleibt, dass Oberflächenwasser hinter die Dämmung lauft, weil offenbar am Kopf der Dämmebene ein offener Spalt ist. Der hätte von Anfang an mit KMB geschlossen werden müssen, damit kein Fassadenwasser in den Hohlraum zwischen Wand und zulässigerweise batzenförmig montierter Dämmung laufen kann. Hier läuft allerdings ( so der Architekt ) auch noch Wasser von der mit Gegengefälle montierten Terrasse in den Spalt. Also zwei Fehler, aber insoweit wohl gesamtschuldnerische Haftung. Für diesen Mangel ( offener Spalt ) haftet der Architekt nur, wenn ihm insoweit ein Planungs- und/oder Bauüberwachungsfehler unterlaufen ist.


    Abdichtungsfehler am Lichtschachtfenster bleibt auch nach dem neuen Gutachten. Haftung des Architekten auch hier nur bei fehlerhafter Planung und/oder Bauüberwachungsfehler.


    Konnte leider niemand ahnen, dass das Erst-Bodengutachten sich jetzt offenbar als unrichtig herausgestellt hat.

    @PinCho: So wie in Deiner Skizze wird sich das der G-SV wohl kaum gedacht haben. Dränrohre wird er sich maximal in einer gedachten Linie von der Außenkante der Bodenplatte vorgestellt haben. Je nach Auskragung des Gründungspolsters auch eher weiter links auf Deiner Skizze, also weiter weg von der Bodenplatte. In Deiner Skizze hast Du die Auffüllung über dem Gründungspolster vergessen. Dränrohre müssen frostfrei verlegt werden, also an der höchsten Stelle mit mindestens 80 cm Überdeckung. Wo liegen OK Gelände und OK Fertigfußboden?


    Siehe zum generellen Problem auch diesen Link:


    Abdichtung der Bodenplatte bei Gebäuden ohne Keller

    " Umwidmung " ist falsche Wortwahl. Stört mich auch ständig bei Ingenieuren. Liegt wohl daran, dass Ingenieure schon in der Schule sehr gut rechnen, aber keinen Aufsatz schreiben konnten. Die vielen Zahlen vernebeln offenbar die verständliche Wortwahl.

    Zitat

    " Aber wenn die gerichtlich bestellten SV sowieso keine "Planung" machen "

    Wie kommst Du darauf. Wenn G-SV gefragt wird, wie der Mangel zu beheben ist, muß er selbstverständlich vorher die von ihm vorgeschlagenen Nachbeserungsarbeiten planen. Nur das Ergebnis seiner " Planung " mitzuteilen, reicht in schwierigen Fällen nicht aus. Er muß seine Planung vielmehr dem Gericht und den Parteien so offenlegen. dass diese nachvollzogen werden kann.


    Machen viele Sachverständige aber nicht von sich aus. Dann müssen sie hierzu von der Partei über das Gericht aufgefordert werden. Die Gerichte machen es jedenfalls nicht. Warum und wie auch. Die verstehen meist eh nicht, wovon der G-SV schreibt und lesen nur dessen Zusammenfassung. Die muß kurz und prägnant sein, damit sie ohne viel Aufwand ins Urteil übernommen werden kann.


    Der vorangegangene G-SV ist hieran offensichtlich gescheitert. Denn der hat gemeint, wenn etwas 10 Jahre steht, dann hat es sich bewährt und steht auch noch in 50 Jahren " wie eine Eins ".

    Zitat

    "Ebenfalls kann eine Bewertung der statisch möglichen Umplanung der Gründung (wenn dies duchr den Baugrund möglich ist) meinerseits erfolgen."

    rodop : Hast Recht. Das wird vielleicht wieder nichts. Schon die Satzbildung des neuen G-SV ist unverständlich. Nimmt man den Satz auseinander, dann ergibt sich:


    1. Bewertung ist dem Sachverständigen möglich ( kann sie also durchführen ). Aber Bewertung von was? Der " Umplanung " der Gründung oder deren Durchführbakeit oder der vom Gericht unter 2. angefragten Kosten?


    2. Der in Klammern gesetzte Satz


    " wenn dies durch den Baugrund möglich ist "


    bezieht sich auf die Beweisfrage 1. des Gerichts und hat Vorrang gegenüber dem vorangegangenen Satzteil. Bedeutet: Er will zunächst den Baugrund untersuchen und dahingehend überprüfen, ob er eine " Umplanung " der < vorhandenen > Gründung ermöglicht und zwar in statischer Hinsicht.


    Er will aber nicht sagen, dass diese auch " möglich " ist.


    3. Mit " Umplanung " wird er einen Vorschlag meinen, ob und wie die " Gründung " so nachgebessert werden kann, dass sie in statischer Hinsicht funktioniert. Das Ergebnis müßte dann allerdings den aRdT entsprechen.


    Wenn der G-SV tatsächlich nur diesen einen Satz und keine weitergehenden Erläuterungen an das Gericht geschriben haben sollte, bliebe nur, in durch das Gericht auffordern zu lassen, seinen " Micky-Maus-Satz " näher zu erläutern.


    Wahrscheinlich wird das Gericht ihn zunächst aufgefordert haben, mitzuteilen, ob er die beiden Beweisfragen beantworten kann. Und dann kam dieser Satz, obwohl " kann ich " gereicht hätte.

    1. Der G-SV agiert hier noch im Beweisverfahren, denn er wurde vom Gericht beauftragt zu klären, ob a.) das Abdichtungsproblem durch eine Drainage zu lösen ist und diese in Deinem Fall b.) ausnahmsweise und entgegen der Entwässerungssatzung vom Landratsamt genehmigt wird. Dementsprechend haftet er nach § 839 a BGB nur, wenn sei Gutachten a.) unrichtig ist und dies b.) auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht. Außerdem muß der Geschädigte, der die Unrichtigkeit des Gutachtens erkannt hat, sich vergeblich bemüht haben, den Schaden durch Gebrauch eines Rechtsmittels abzuwenden, § 839 Abs. 3 BGB.


    Hieraus folgt, dass Du nicht verlangen kannst, dass der G-SV wie ein Fachplaner tatig werden soll und demzufolge schon für leichte Fahrlässigkeit haften soll.


    2. Normalerweise verlangt die Behörde einen Plan, in dem das zu genehmigende Vorhaben nach Ort und Lage dargestellt ist. Denn der Plan ist auch hier die " Sprache am Bau ". Der G-SV hat aber offenbar keinen Plan erstellt. Man könnte jetzt daran denken, es darauf ankommen zu lassen, ob die Behörde den vom G-SV erstellten Antrag mangels zugehörigem Plan zurückweist. Erscheint mir aber gefährlich. Womöglich " kennt man sich und winkt den Antrag auch ohne Plan durch ".


    Der Plan wäre aber wichtig, um zu verdeutlichen, wo und wie die Drainage verlegt werden soll. Die Ausführungen des G-SV zum Drainvlies verstehe ich dahingehend, dass der G-SV die Drainage direkt an die Schotterschicht unterhalb der Bodenplatte anbinden will. Denn er führt aus, dass zwischen Schotterschicht und Kiesschicht der Drainage kein Vlies angebracht werden soll. Da er das offenbar nicht zeichnen will, muß man ihn zu einer Verdeutlichung drinrt Planung zwingen und zwar in der Weise, dass man von einem Fachmann einen Plan nach seinen schriftlichen Angaben fertigen lässt, ihm diesen Plan über das Gericht vorlegen und befragen läßt, ob dieser Plan mit seinen schriftlichen Angaben übereinstimmt. Dein Anwalt muß dann nur begründen, warum diese Klarstellung erforderlich ist. Am besten wäre es wahrscheinlich, wenn Dein Anwalt die mündliche Anhörung des G-SV beantragt und ihm dort den von Deinem Fachmann angefertigten Plan vorlegt. Das gericht hat diesem Antrag stattzugeben. Der G-SV kann dann nicht mehr ausweichen.


    Denn: Ich habe schon früher geschrieben und drei von Dir befragte Unternehmer haben sich gleichlautend geäußert, dass die Planung wohl kaum funktionieren wird. Die Gefahr eines Grundbruchs bei Freischachtung der Schotterpackung bis 40 cm unter die Unterkannte des Bodenplatte dürfte viel zu hoch sein. Aber auch das solltest Du vorher durch eine Probeschachtung in Anwesenheit eines versierten Fachmanns ( = Statiker ) klären lassen. Denn in Bausachen sollte man nichts behaupten, was man nicht vorher für sich geklärt hat. Den Statiker nimmst Du dann als präsenten Zeugen mit zu der Anhörung

    des G-SV.


    3. Die Dränage hilft Dir nicht, wenn die Rückstauklappe geschlossen ist und zur gleichen Zeit ein z.B. Starkregen zu einem Aufstau führt. Ob das bei der von Mark vorgeschlagenen Pumpe anderrs ist, vermag ich nicht zu beurteilen.


    4. Du mußt das GA des G-SV entkräften. Was soll der " arme Richter ", der vom Bauen keine Ahnung hat und es während seiner Ausbildung auch nie gelernt hat, tun, wenn Du ihm keine begründeten Einwendungen gegen das Gutachten präsentierst ? Er wird dem G-SV glauben und damit ist für Dich " Feierabend ".

    Nochmals zur Unverhälnismäßigkeit:


    1. Sie muß zunächst, um vom Gericht überhaupt berücksichtigt zu werden, vom Auftragnehmer eingewandt werden. Das steht im Gesetz ( ... AN kann verweigern ). Weil es ein klagevernichtender Einwand ist, hat auch der AN die der Unverhältnismäßigkeit zugrundeliegenden Umstände darzulegen und im Falle deren Bestreitens durch den AG zu beweisen.


    2. Die Kosten der Mangelbeseitigung, egal wie hoch sie seien wollen, sind kein Kriterium für die Unverhältnismäßigkeit. Es kommt vielmehr darauf an, ob - vereinfacht ausgedrückt - dem AG das Bestehenbleiben des Mangels ( gegen Zahlung einer bloßen Wertminderung ) zugemutet werden kann. Die Unverhältnismäßigkeit ist daher eine rechtliche Bewertung, der sich der Sachverständige zu enthalten hat. Der Richter kann den SV allenfalls dazu befragen, welche Nachteile sich für den AG bei Nichtbeseitigung des Mangels ergeben können und wie hoch deren Schadenspotential ist. Dient die verletzte DIN-Norm der Gefahrenabwehr, erübrigt sich auch diese Frage für das Gericht.


    Siehe hier:


    aktuelles.php?mod=ctext_show&ctext_id=68&cl=lang


    Das Problem scheint zu sein, dass manche Richter die Relationstechnik verlernt haben und Dinge fragen oder vom Sachverständigen wohlwollend beantworten lassen, die sie selbst zu klären haben.


    Bei einer klassischen Relation, notiert der Jurist auf einem Blatt Papier auf der linken Blattseite den wesentlichen Vortrag des Klägers und auf der rechten Blattseite des wsentlichen Vortrag des Beklagten. Dazu schreibt er sich die Blattseite der Akte auf, auf der der jeweilige Vortrag steht, damit er später nochmals nachblättern kann.


    Sodann prüft er unter Zuhilfenahme seiner Notizen , ob der Vortrag des Klägers im Angesicht der Voraussetzungen des anzuwendenen Gesetzes schlüssig und der Vortrag des Beklagten ( Einwendungen ) erheblich ist. Hierbei hat er auch zu klären, ob der Beklagte hinreichend zum schlüssigen Vortrag des Klägers Stellung genommen hat. Denn die ( negative ) Bestreitenslast richtet sich gerade in Bausachen nach der Höhe und Güte des Vortrags des Klägers. Der beklagte Bauunteernehmer kann folglich bei fundiertem Vortrag des Klägers zum Bau-Ist und Bau-Soll nicht einfach " stimmt nicht und/oder wird bestritten " sagen, Das reicht nicht aus. Er muß sich vielmehr in gleicher Höhe und Güte mit den Argumenten des Klägers auseinandersetzen. Das ist ständige Rechtsprechung z.B. des OLG Düsseldorf und des BGH. Das Gericht hat den Beklagten gegebenenfalls auf die fehlende Substantiierung seines Bestreitens hinzuweisen, wenn Anhaltspunkte bestehen, dass dessen Anwalt die Erforderlichkeit weiteren Vortrags übersehen hat. Kommt auch nach diesem Hinweis kein weiterer Vortrag, dann ist das Vorbringen des Klägers als unstreitig zu behandeln.


    Es wäre schon viel getan, wenn Richter diesen Grundsatz berücksichtigen würden.


    Erst nach Klärung der Schlüssigkeit und der Erheblichkeit, hat das Gericht anhand des Gesetzes zu klären, was beweiserheblich ist und welche Partei es zu beweisen hat.

    Es geht hier um den Fall von Rodop und der ist eindeutig skandalös.


    Der G-SV kat ein fehlerhaftes Gutachten erstellt. Das kann vorkommen.


    Auf die Einwendungen von Rodop hat er eingeräumt, das sein Gutachten willentlich und bewußt falsch war. So dreist und dumm muss man erst einmal sein.


    Im Übrigen: Wenn ich es richtig Erinnerung habe, war der Einwand von Rodop, wenn die Bodenplatte umlaufend raumseitig durchtrennt wird, werden sich die Räume von Rodop wegen des unter der Bodenplatte aufstauenden Sickerwassers in ein Schwimmbad verhandeln. Das wollte er offenbar auf keinen Fall zugeben.


    Die Aussage


    "

    Ich habe das Durchschneiden der Bodenplatte der vorhandenen Bodenplatte nur theoretisch vorgeschlagen,

    um soz. Druck aus dem Kessel zu nehmen und mannigfaltigen Fragen vorzubeugen.


    Wenn es praktisch zu einem Durchsägen der Bodenplatte käme, dann käme es zu den realen

    Folgen von Setzungsrissen"


    hielt er offenbar für weniger verfänglich (, obgleich sie das Motiv für sein zugestandermaßen ( in einem völig anderen Punkt ) falsches Gutachten offenlegt. Was wäre denn gewesen, wenn Rodop ihm vertraut hätte und seinem " Vorschlag " gefolgt wäre? Anleitung zum womöglichen Einsturz des Gebäudes als " reale Folgen " billigend in Kauf genommen ).


    Unverständlich ist und bleibt, warum das OLG ihm gleichwohl das Honorar belassen hat. Der G-SV muss ja den Eindruck gewinnen, dass er bei der nächsten Begutachtung erneut " vogelfrei " ist.

    Zum Trost:


    Nachdem ich den Rechtsstreit zur Nicht-Erstattungsfähigkeit von " fiktiven Nachbesserungskosten " mit Teilverlust aufgrund der " Jahrhundertentscheidung des BGH " nach 15 Jahren abgeschlossen habe, habe ich die Kostenausgleichung unter Einbeziehung der Kosten des vorangegangenen selbständigen Beweisverfahrens beantragt. Das LG hat mir daraufhin mitgeteilt, die Akten des selbständigen Beweisverfahrens seien " längst vernichtet " und müßten jetzt mit meiner Mithilfe rekonstruiert werden.


    Lustig war: Zuvor hatte die Rechtspflegerin noch gemeint, die Kosten des selbständigen Beweisverfahrens seien von den Gegnern überhaupt nicht zu erstatten, weil die AS trotz Fristsetzung keine Klage erhoben habe. Dann hätten sich LG-OLG-BGH-OLG also ohne Klage und gewissermaßen " im blauen Dunst " über die " fiktiven Nachbesserungskosten " ausgetobt. Erst nachdem ich der Rechtspflegerin diesen Unfug ausreden konnte, kam sie mit der Aktenvernichtung.