Beiträge von Eric

    Zitat

    Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass die Kehlbalken immer doppelt sind, muss also in den Zwischenräumen fummeln. 🧐🥴

    Eine Lösung hierfür gibt es auch bei Isover-live mit Stellbrettern. Deren Erklärvideos sind gut und brauchbar. Wer außer Isover soll denn überhaupt wissen, wie die luftdichte Ebene in den kritischen Bereichen handwerklich richtig auszuführen ist.


    In Deinem Fall:


    Die Winddichtheit, die u.a. auch der Auskühlung der Dämmung vorbeugen soll, ist durch die von Dir beschriebene Unterspannbahn vorhanden, Sie ist nach Deinen Angaben, wie zwischenzeitlich in der Norm gefordert, auch an den Überlappungen verklebt. Mehr an Schutz gegen Auskühlung der Dämmung hast Du auch an den Dachschrägen nicht.


    Ich würde die vom DG kommende raumseitige Dampfbremse unter- und oberhalb der Kehlbalkenlage durchverlegen und luftdicht an die Dachschrägen anschließen. Diese Dampfbremsen würde ich mit einer Dampfbremse an den Leibungen der Treppenöffnung zum Spitzboden verbinden. Damit sollte es dann auch in Ordnung sein.


    Auf der rundum verlegten und luftdicht verbundenen Dampfbremse kannst Du dann im Spitzboden OSB 2-Platten und an den Leibungen der Treppenöffnung Gipskarton anbringen. Luftdichte OSB 3-Platten mit luftdicht verklebten Stößen sollten auch gehen.


    Die Verlegung der Dampfbremse durch die Kehlbalkenebene hindurch ist eine Arbeit für einen " Uhrmacher " und wäre mir zu zeitaufwändig und zu fehlerträchtig.

    Den Unterschied zwischen raumseitiger Dampfsperre und Dampfbremse sollte man als Bauphysiker schon kennen. Dampfsperren haben einen sd-Wert von > 1.500.


    Zum geschilderten Fall:


    Die laut Elopant vorhandene Luftschicht reichte nicht aus. Bei einem Flachdach in Holzbauweise mit Zwischensparrendömmung reicht eine stehende Luftschicht oberhalb der Dämmung nicht aus. Erforderlich ist bei einer solchen Dachkonstruktion das Vorhandensein einer funktionsfähigen Hinterlüftung, die nach den Bildern 1 und 5 in #38 aber offenbar fehlte. An den Dachrändern befand sich eine mit Zink eingedeckte Attika und eine Randbohle. Wo soll da die Zu- und Abluft der Luftschicht/ungehinderte Hinterströmung gewesen sein?


    Die kurze überlebenszeit des Flachdachs wurde durch die grob fehlerhafte Ausführung der raumseitigen Dampfbremse, die zudem noch einen sd-Wert von > 100 aufwies, " begünstigt ". Das Flachdach hätte aber auch mit einer besser ausgeführten Dampfbremse mit deutlich verringerten sd-Wert vom max 2 m die übliche Lebensdauer eines normgerechten Flachdachs von rund 25 Jahren wohl kaum erreicht. Das Flachdach wurde offensichtlich noch nach der überholten DIN 4108-3 aus dem Jahr 2001 ausgeführt, deren Anwendung zu gravierenden Feuchtigkeitsschäden geführt hat.


    Typisches Beispiel eines selbstkompostierenden Flachdachs in Holzbauweise, wie es bereits auf den Aachener Bausachverständigentagen 2016 vorgestellt ( siehe dort Tagungsband, S. 50 ff ) und danach von Kehl in der Zeitschrift Der Bausachverständige, 2017, 35 ff abgehandelt worden ist. Ursachen also seit Jahren hinlänglich bekannt. Gleichwohl wird es auch heute noch falsch ausgeführt ( jüngster Fall Anfang 2022 vor Fertigstellung entdeckt und Rätselraten, wie es jetzt vor dem Einzug noch zügig behoben werden kann ).

    Was möchtest Du jetzt wissen?


    Geht es jetzt um die Genehmigungsfähigkeit des als Büro genutzten Spitzbodens?


    Gebäudeklasse 4 ist in der LBO definiert. Die Anforderungen an den Brandschutz in dieser Gebäudeklasse sind jedenfalls in NRW schon ziemlich heftig, wenn ein Haus nicht in allen Geschossen eine Betondecke hat.


    Ausstiegsfenster besagt nichts.


    Es muss mindestens ein DFF vorhanden sein, dass hinsichtlich der lichten Breite und Höhe im geöffneten Zustand (!) den Anforderungen an ein Notausstiegsfenster genügt. Ob dies der Fall ist, siehst Du an dem Aufkleber auf dem Fensterrahmen. Wenn der Abstand zur Traufe zu groß ist, bedarf es zusätzlich noch eines Rettungswegs auf der Dachaußenseite.

    Zitat

    ....... typischerweise eine Folie als Dampfbremse/luftdichte Ebene auf der Dachschalung verlegt und am innen verputzten Mauerwerk luftdicht angeschlossen.

    Dann kläre mich mal bitte auf, warum beim TE die Dampfbremse nicht fachgrecht auf dem Kopf der Giebelwand angeschlossen oder - vielleicht noch besser - auf der Außenseite des Giebelwand mit Einputzbänder von z.B. pro clima eingeputzt worden sein kann. Denn den Anschluß an das raumseitige Mauerwerk mit Einputzbändern kann ich mir nicht zu richtig vorstellen, insbesondere wenn es dort oder an der Traufseite auch noch einen Dachüberstand geben sollte.


    Hast Du einen Link, der den luftdichten Anschluß der von der Dachschalung kommenden Dampfbremse auf der Innenseite der Wände zeigt?

    Zitat

    Das kann man gar nicht ohne Prüfung der Situation vor Ort entscheiden.

    Richtig und das gilt natürlich auch für das Notausstiegsfenster aus dem Spitzboden und den zusätzlich erforderlichen Rettungsweg vom Notausstiegsfenster bis zur Traufe. Ob da Tritte ausreichen oder stattdessen eine Fluchttre von z.B. Heuel angebracht werden muss???


    Im Übrigen: Eine Dampfsperre braucht der TE mit Sicherheit nicht, sie wäre grottenfalsch.

    Welche Dampfsperre?


    Aber lassen wir es besser sein. Der TE versteht nicht, dass es sich bei seinem Vorhaben um eine Nutzungsänderung handelt, die der vorherigen Genehmigung der Baubehörde bedarf. Im Zuge der Einholung der Genehmigung kann er all seine Fragen mit dem Bauvorlagenberechtigten klären. Vielleicht kommt der zum Ergebnis, dass überhaupt keine Chance auf Erteilung der Genehmigung besteht.

    Sowieso-Kosten


    Gar nicht so einfach, dies einem Nichtjuristen zu erklären. Und selbst die Juristen verstehen es mitunter nicht.


    Insofern etwas weiter ausgeholt:


    Eine Leistung kann auch dann mangelhaft sein, wenn der AG die Leistung erbringt, die die Parteien vertraglich vereinbart haben. Denn der AN schuldet beim Werkvertrag keine bloße Tätigkeit, sondern einen Erfolg. Er muß also gegebenenfalls nachleisten, wenn die vereinbarte Leistung nicht zum Erfolg führt.


    Dies gilt - entgegen landläufiger Meinung - selbst und gerade dann, wenn der AG oder dessen Architekt die Leistung im LV vorgegeben haben, aufgrund dieser Vorgabe ein Vertrag zum Preis X zustandekommt, das LV aber unzulänglich ist und es deshalb zu einem Mangel ( = sog. Ausführungsfehler ) kommt. Denn der AN hat als Fachmann eingehend und gründlich zu prüfen, ob er mit der vereinbarten Leistung den vertraglichen Erfolg herbeiführen kann. Er muss den AG warnen, wenn er hieran Zweifel hat oder haben muß ( sog Prüf- und Hinweispflicht nach § 242 BGB bzw. § 4 Abs. 3 VOB/B direkt oder analog ). Er wird von dem Ausführungsmangel nur befreit (!), wenn er den AG vor der Ausführung darauf hingewiesen hat, dass die ausgeschriebene Leistung nicht zum Ziel führen wird ( sog. Freizeichnung ).


    Fall 1: Kommt der AN seiner Hinweispflicht nach, dann ist es Aufgabe des AG, dem AN Weisung zu erteilen, wie mit dem geäußerten Bedenken umzugehen ist und bis dahin ist die weitere Ausführung erst einmal gestoppt. Schließt der AG sich dem Bedenken an, dann muß er bei vergessener oder unzulänglicher Leistung " aufsatteln ", dafür dann aber dem AN den dafür erforderlichen Mehraufwand vergüten. Verschließt er sich dem vom AN angeldetem Bedenken und kommt es dadurch zum Ausführungsmangel, dann ist der AN von dem Ausführungsmangel befreit, d.h. er kann nicht auf Nachbesserung in Anspruch genommen werden.


    Fall 2: Versäumt der AN den Bedenkenhinweis, muss er den hierauf beruhenden Ausführungsmangel beheben. Aber auch hier nicht vollständig unentgeltlich. Er kann vielmehr vom AG diejenigen Kosten nachfordern, die entstanden wären, wenn er seiner Hinweispflicht rechtzeitig nachgekommen wäre, es daraufhin redlicherweise zu einem Nachtrag gekommen wäre, wodurch der Ausführungsmangel von Anfang an vermieden worden wäre.


    Bedeutet im vorliegenden Fall:


    Der entstandene Spalt zum Sparren ist allenfalls ein optischer Mangel. Mit dem Putzer wird eine Putzstärke vereinbart worden sein, anderenfalls wäre die übliche Putzstärke maßgeblich. Die vereinbarte oder die übliche Putzstärke waren hier mit Sicherheit nicht die + 2 cm Putz, die zur Vermeidung des Spalts erforderlich gewesen wären. Der Putzer hätte also darauf hinweisen müssen, dass er mit der vereinbarten oder der üblichen Putzstärke den Spalt nicht verdecken kann und demzufolge ein optischer Mangel entstehen wird. Als Lösung hätte er anbieten können ( mußte er aber nicht, die Problemlösung ist die alleinige Aufgabe des AG ), dass entweder der Zimmermann seinen Sparren näher an die Wand verlegt oder er die Wand mit einer dickeren Putzschicht verputzt. Hätte der AG die Weisung erteilt, dicker zu verputzen, dann hätte er dem AG hierfür eine höhere Vergütung zahlen müssen. Das ändert sich ( s.o. ) natürlich nicht dadurch, dass der AN den Bedenkenhinweis versäumt hat. Er hat Anspruch auf die sog. Sowieso-Kosten.


    Der Anspruch auf die Sowieso-Kosten hat allerdings die Krux, dass die Kosten der Nachholung der versäumten Leistung meist deutlich über die Kosten der von Anfang an richtigen Leistung hinausgehen. Hier: der Putzer müßte den Boden abdecken, die Decke und den Balken sowie die angrenzenden Wände gegen Verunreinigungen schützen, wahrscheinlich einen zusätzlichen Haftgrund aufbringen und könnte erst dann zusätzliche 2 cm aufputzen. Er hätte also deutlich mehr Aufwand. Der Mehraufwand ist Folge ( Strafe ) des versäumten Bedenkenhinweises. Der Putzer bekommt daher den Mehraufwand nicht vergütet.


    Jetzt könnte der TE natürlich auf die Idee kommen, den Putzer in Anspruch zu nehmen, weil es ihn ja nicht mehr als " von Anfang an richtig " kostet. Da dürfte er aber mit einiger Sicherheit " auf Granit " stoßen, weil der Putzer ihm " Unverhältnismäßigkeit " entgegenhalten dürfte. Denn vorhanden ist ja " nur " ein rein optischer Mangel, der sich auch mittels einer Abdeckleiste sehr gut beheben läßt.


    Außerdem wird er darauf hinweisen, dass die Quelle allen Übels beim Archi und beim Zimmermann liegt. Also wird es sich wahrscheinlich vom TE verklagen lassen und dem Archi und dem Zimmermann den Streit verkünden. Darüber kann man dann lustig über mehrere Jahre vor Gericht streiten.


    Es spricht allerdings nichts dagegen, dies auch nochmals von einem ortsansässigen Anwalt intensiv prüfen zu lassen.

    Die Hütte reißt man wohl besser ab und baut neu, wenn man sich die Ansichten und den Schnitt A-B ansieht.


    Wie bei dieser Dachkonstruktion ( Pultdach ) eine zureichende Wärmedämmung mit mindestens 2 cm freiem Lüftungsquerschnitt unterhalb des dampfdiffusionsdichten Trapezblechdachs hergestellt werden soll, hat ja bereits der TE als dickes Problem erkannt ( Stichwort: selbstkompostierendes Dach ). Ob ein Warmdach die bessere Alternative wäre und die es lohnt ????


    Was ist eigentlich mit den Wänden und deren Dämmung?

    Zitat

    Ich habe im Dachboden über der Dämmung Rauhspund verlegt, der im ganzen Dachboden links und rechts bis an die Mittelpfette anschließt (Foto).

    Ich habe leider keine Vorstellung, wovon der TE redet.


    Offenbar will er auch den Friesengiebel ( Spitzboden ) dämmen ( wo ? ) und darauf dann auch wieder Rauspunt verlegen, um dort Koffer o.ä. abzustellen. Hierzu müßte er zunächst die Kehlbalkendecke aufdoppeln, sofern die das hergibt.


    Ob er die darunter befindlichen DG-Räume mit einer raumseitigen Dampfbremse vom Boden über die Kehlbalkendecke bis zum gegenüberliegenden Boden versehen hat, schreibt der TE nicht.

    In erster Linie ist es wohl ein Problem des Planers. Vielleicht ist es ein Bauträgerhaus. Da hatte der TE keinen eigenen Planer.


    Der Zimmerer hätte den Streichsparren selbstverständlich näher an die Wand legen können. Aber hat er denn gewußt, wie viel Putz oder Trockenbau auf die Wand kommt? OK, er hätte nachfragen müssen.


    Dem Putzer wird die Putzstärke im Vertrag vorgegeben worden sein. Klar hätte auch er vor der Ausführung Bedenken nach § 4 Abs. 3 VOB/B direkt oder analog anmelden müssen. Aber was hätte der TE dann als Weisung erteilt. Den Putz um 2 cm dicker auftragen oder hätte er gejammert, weil dann der Raum um 2 cm x ... Meter Länge " kleiner " geworden wäre?


    Deckleisten auf beiden Seiten der Wände ist doch als Problemlösung völlig ausreichend. Mehr wird´s auch vor Gericht nicht geben.


    Bleibt nur noch die Frage, wer die Anbringung der Deckleisten zu bezahlen hat. Der Putzer jedenfalls nicht. Denn für den sind die Deckleisten genauso wie der Mehrputz Sowieso-Kosten.


    Bleiben nur noch zwei übrig. Der Planer - sofern vorhanden - haftet für den Planungsfehler voll. Der Zimmerer nur mit einer Quote, weil der TE sich den Planungsfehler zurechnen lassen muß.


    Und das ganze Theater für ein paar Deckleisten?

    Ziemlich wirr das Ganze.


    Die DHH steht in einem Gebiet mit hohen Grundwasserständen. Der Keller ist hiervon aber offenbar nicht betroffen. Von Feuchtigkeit im Keller wird jedenfalls nichts berichtet. Aber jetzt soll die Terrasse im Bereich der rückseitigen Außenwand abgebraben und abgedichtet werden, obwohl es dort über die Dauer von 40 Jahre keine Probleme gab, nur weil auf der Terrasse ( mit welchem Unterbau ? ) ein " Kaltwintergarten " in Gestalt eines " Glaskastens " aufgesetzt werden soll.


    Der Hochkeller unter dem Gebäude ( Bild 2 ) soll an der freigeschachteten Außenwand zur Terrasse gedämmt werden. Warum die Kellerdämmung nur auf einer Wandseite mit dann verbleibender Wärmebrücke an der ( vermutlich ) gemeinsamen Gartenmauer angebracht werden soll, erfährt man nicht. Nutzung des Kellers völlig unklar.


    Von Innendämmung des Kellers mit Calciumsilikatplatten ist die Rede als Alternative zu " Terrasse lassen ".


    Klingt so, als soll der Keller künftig als Wohnraum genutzt werden mit einem Kellerfenster im Bereich der Hausecke vor dem Kellerabgang.


    Du solltest zunächst einmal klären, ob der angedachte " Kaltwintergarten " aus Glas und was sonst noch alles einer Baugenehmigung und/oder einer nachbarrechtliche Zustimmung bedarf. In diesem Fall benötigst Du eh einen Architekten, der Dir helfen wird, die Gedankengänge zu ordnen. Der Architekt kann sich dann auch darum kümmern, ob der - im Gegensatz zum Nachbarn - bereits ausgebaute Spitzboden einer Erweiterung der baurechtlichen Genehmigung entgegensteht.

    Bis ins Mauerwerk eingeputzte Holzklötze waren Anfang des vergangenen Jahrhunderts zur späteren Befestigung der Sockelleisten mit Nägeln völlig normal. Warum in Deinem Fall hierfür Latten angebracht wurden ???


    Aber warum entfernen, wenn sie noch fest sitzen und hieran die neuen Sockelleisten angebracht werden können?

    Ist halt - schon von der Idee her - wie bei meinem Bruder:


    Der hat auch seinen Unterboden aus Nadelholz freilegen und schleifen lassen. Schon nach der Einweihungsfeier mit u.a. Stöckelschuhen war die Optik für die Tonne.


    Ich bleib dabei: Das Geld fürs Abschleifen war jetzt und erst Recht auf Dauer gesehen vergebliche Liebesmühe. Dass ein Unterboden selbst heute noch zum Oberboden mit Sichtfunktion umfunktioniert wird, habe ich bislang eh nur in Berlin erlebt. In einem Fall waren die Nadelholzdielen so stark/oft geschliffen, dass man befürchten mußte, durchzubrechen.

    Es gilt ein üblicher Betrachterabstand und der ist nicht in der Hocke,


    Die genagelten Holzdielen waren nie für die Direktnutzung vorgesehen. Bring wieder einen Belag auf und alles wird gut, auch für etwaige fremde Nutzer unterhalb Deiner Wohnung ( Trittschalverbesserung ).

    Preisexplosion und Architektenhonorar
    Architektin A wendet sich mit folgender Frage an die Architektenkammer: „Im Jahre 2018 habe ich mit meinem Bauherrn einen Architektenvertrag über die LPH 1-8…
    www.aknw.de


    Wenn ich mich richtig erinnere:


    Der Architekt muss die fehlende oder - wie hier - unzutreffende Kostenberechnung zur Fälligkeit/Prüffähigkeit seines Honorars nacholen. Außerdem muß er sich die Kürzung des Honorars wegen versäumter rechtzeitiger Erstellung der Kostenberechnung gefallen lassen.


    Dies beruht meiner Erinnerung nach auf der Janusköpfigkeit der Kostenberechnung. Zum einen ist sie zwingende Voraussetzung für die Honorarberechnung und zum anderen dient sie dem Informationsbedürfnis des Bauherren an den zu erwartenden Baukosaten. Das Informationsbedürfnis kann aber nicht mehr erfüllt werden, wenn der Architekt die Kostenberechnung erst in der Ausführungsphase nachholt ( hier indem er auch noch die Angebotspreise eines Unternehmers übernimmt, denn dann muß er ja bereits in der LPH 7 gewesen sein ).


    Die Angebotspreise der Unternehmer haben natürlich nichts in der Kostenberechnung verloren. Insofern ist die Kostenberechnung des Archis offensichtlich falsch und muss neu erstellt werden.

    Zitat

    wende mich dann an eine Firma die diese auch einbaut ,wie das ganze nun fachgerecht auszusehen hat ist ja deren Job

    Viel Glück. Du benötigst drei Gewerke: Türbauer, Abdichter und Maurer. Also gibt es ein Schnittstellenproblem und das ist von einem Fachmann als einheitliches Ganzes zu planen und zu beaufsichtigen.

    Zitat

    aber mein Fazit ist glaube ich, dass so eine barrierefreie türschwelle doch schon ein gewisses Risiko mit sich bringt und von daher werden wir es glaube ich nicht machen

    Habe Dir oben bereits beschrieben, dass eine barrierefreie Türschwelle bei Dir nicht funktioniert, es sei den Du hebst den Belag Deiner Terrasse um 70 mm an.


    Nach meinem Vorschlag wird es eine Türanlage mit Schwelle von 70 mm vor und direkt am unteren Fensterprofil, das in den Boden einbindet und die gleiche Höhe wie der Fliesenbelag im Haus hat. Der höckerartige hervorstehende untere Rahmen der Fenster-Türanlage - Dein Problem - würde also wegfallen.


    Zitat

    Diese Probleme hätte ich aber nicht, wenn ich die neue terrassentür mit so einem Rahmen wie den jetzigen einfach belasse?

    Das von mir geschilderte Problem des seitlichen Anschlusses der Bauwerksabdichtung am Wandsockel auf die beiden seitlichen Rahmen bleibt. Sieh Dir nochmals den Link zu Wetzel an.


    Aber vielleicht gibt es bei Dir überhaupt keine regelkonforme Sockelabdichtung. Wäre bei der vorhandenen Türausführung nicht verwunderlich.


    Klar, da sollte ein Fachmann mit der Planung beauftragt werden. Es ist allerdings - zugestandermaßen - höchst schwierig, einen Fachmann zu finden.


    Ich bin derzeit an zwei größeren Objekten als Projektsteurer tätig. Was ich da an " Fachwissen " erlebe, ist erschreckend. Und ich habe mit Stararchitekten zu tun. Minunter habe ich den Eindruck, dass alles, was die Experten hier völlig richtig schreiben, terra incognita ist.


    Den Stars geht es um die Optik, Normen behindern angeblich die Optik und sind daher eh weitgehend unbekannt. Dass die Optik mit den aRdT zu verknüpfen ist und dies, sofern man sie nur kennen würde, auch funktioniert, ist mein täglicher Kampf. Die Grundsubstanz muss stimmen und darauf hat die Optik aufzubauen.

    https://www.ift-rosenheim.de/documents/10180/1620059/FA_Jehl_Benitz_Abdichtung_bodentiefer_Fenster_und_Tueren/8a1131bc-0cb3-c2eb-d8eb-133232b84f2f


    dort Kapitel 4. Viel Aufwand, wenn man es fachgerecht machen will.


    Unteren Türrahmen bündig mit Fliesen auf der Raumseite einbauen. " Podest " mit Fliesen = Höhe 70 mm vor dem Türrahmen auf der Terrassenseite ( außen ) entfernen. Dann Abdichtung an Fenster-Türanlage wie in Kapitel 4 gezeigt. Problem: Bauwerksabdichtung auf der Außenwand von mindestens 15 cm über OK Terrassenplatten - sofern vorhanden - befindet sich hinter den Verblendern auf dem Hintermauerwerk und muss in der genannten Höhe an die seitlichen Türrahmen angeschlossen werden. Hierfür sind 4 Verblender-Steine auf beiden Seiten im Weg und müssen entfernt werden ( siehe Abb. 11, Abdichtung ).


    Zur Verdeutlichung des Problems siehe hier:


    https://www.ziegelindustrie.de/fileadmin/user_upload/pdf/vortrag-Wetzel-Der-vergessene-Anschluss.pdf


    Rinne vor der Tür wegen der Überdachung und neuer, versetzter Schwellenhöhe direkt vor der neuen Fenstertüranlage = 70 mm wahrscheinlich nicht unbedingt erforderlich. Aber zu empfehlen, wenn sich die Rinne ohne viel Aufwand an ein naheliegendes Entwässerungsrohr anschließen läßt.


    Für Kapitel 5 liegt der Terrassenbelag zu tief,

    Gut gewählte Worte


    Zitat

    jedenfalls brauchte man das nicht in den ersten 9 Monaten des Jahres 2022.

    Änderungen deuten sich an. Bei den ständig steigenden Bauzinsen kann selbst der gehobene Mittelstand die derzeit noch geforderten und völlig überzogenen Preise bezahlen. In Aktien geparktes Geld wird immer weniger. Die Angst um den Arbeitsplatz, vor der Inflation und den geradezu utopischen Heizkosten wächst. Mieter wird der Staat unterstützen. Hauseigentümer als angeblich Vermögende werden wahrscheinlich selbst zusehen müssen, wie sie mit den Verwerfungen klar kommen.


    Die Bauwirtschaft wird eingedampft, wenn es nicht bald ein Ende mit den Problemen mit Russland gibt. Aber wie hat Hebeck so schön gesagt: Die Unternehmer machen Ihre Geschäfte zu. Das bedeutet aber nicht, dass sie insolvent sind.

    Wenn es das jetzt angebotene " Grundstück " bei immoscout unter der Rubrik " Haus zu verkaufen " ist, hat er das inserat korrigiert:


    Zitat

    Provision für Käufer 3% inkl. MwSt. Die Maklertätigkeit ist für die Auftraggeber gebührenpflichtig aufgrund der Doppeltätigkeit und -provision – Paritätisches Halbteilungsprinzip (§ 656c BGB n.F.). Die Höhe der Courtage richtet sich nach den ab dem 23.12.2020 in Kraft getretenen gesetzlichen Regelungen zur Teilung der Maklercourtage. Hiernach wird die Courtage regelmäßig für beide Parteien (Verkäufer und Käufer) 3,00% auf den Kaufpreis einschließlich gesetzlicher Mehrwertsteuer betragen und ist bei notariellem Vertragsabschluss verdient und fällig.


    Wenn Kaufgegenstand nur ein Grundstück wäre, würde der im Courtagehinweis angeführte Halbteilungsgrundsatz nicht gelten. Er zeigt in den Bildern Grundrisse eines Neubaus, die Bilder vom Haus sind aber auch eingestellt.


    Deutet eher darauf hin: " Käufer mag selbst entscheiden, ob er das Haus behält oder neu baut. Ich bekomme in jedem Fall 3 % vom Käufer und vom Verkäufer ".


    Das muss er dann aber auch so durchziehen --> Nachweispflicht zur Fälligkeit der Käuferprovision!

    Der von Ralf Dühlmeyer angeführte Hinweis auf die Gefahr eines selbstkompostierenden Dachs bei kombinierter Auf- und Zwischensparrendämmung ist ernst zu nehmen. Auch die Lasten sind zu klären.


    Wir haben hier ( leider ) keine Glaskugeln. Du solltest einen Fachmann hinzuziehen, der a.) klärt, ob bislang alles fachgerecht gemacht worden ist und b.) wie der weitere Ausbau weiter gehen soll/kann. Den Fachmann hast Du Dir bislang erspart, hast also keine Mehrkosten, wenn Du jetzt nachholst, was von Anfang an hätte gemacht werden müssen.


    Sachdienlich wäre ein größeres Ingenieurbüro, das die Fachrichtungen Bauphysik ( Feuchteschutz ) und Tragwerksplanung ( Statik ) abdeckt.

    Zitat

    Wenn Du dieser (Provisions)Regelung vertraglich zugestimmt hast, dann kannst Du diese nicht so einfach nachträglich (einseitig) ändern. Was machst Du wenn der Verkäufer sagt, er ändert den Kaufpreis und möchte 100.000,- € mehr? Da würdest Du Dich doch auch bedanken.

    Warum soll er " einseitig " ändern, wenn alles, was geschrieben wurde, von Gesetzes wegen unwirksam ist. Der TE " ändert " nichts, wenn es eh wegen des getürkten " Abrisshauses " Null und nichtig ist.


    Die Unwirksamkeit des Maklervertrags führt nicht zur Unwirksamkeit des Kaufvertrags. Also ist die Frage nach dem " wenn der Verkäufer " auch belanglos.


    Nicht gut, was Du als Laie an Rechtsmeinung hier mitunter ausführst. Einfach auch mal die Finger still halten.


    Die Sachverhaltsschilderung zu dem weiteren, bewohnten " Abrisshaus " des Maklers spricht erst Recht für eine bewußte und gezielte Gesetzumgehung. Mit dem Kauf tritt der Erwerber in den Mietvertrag des Verkäufers mit allen Rechten und Pflichten ein. Der Erwerber kann also wegen Eigenbedarf kündigen, aber nicht wegen des vom Makler " angedachten Abrisses ", wenn das Haus sich nicht in einem Zustand befindet, der eine Gefahr für Leib und Leben des Mieters, der Nachbarn usw. darstellt. Wenn es aber so sein sollte, dann hätte der Erwerber als Rechtsnachfolger des Vermieters/Verkäufers möglicherweise auch noch Schadensersatzansprüche des Mieters am Hals, weil es dem Mieter unter diesen Umständen wohl kaum vor einem Jahr hätte vermietet werden dürfen. Oder soll es erst nach der Vermietung vor einem Jahr zur Abrißnotwendigkeit gekommen sein? Wohl kaum.


    Also völlig aberwitzig, was der Makler da treibt und worauf sich der Verkäufer offenbar einlässt.


    Gibt es denn einen Link zu dem Inserat? Würde mich als gebürtiger Frankfurter und Rechtsberater eines Frankfurter Haus- und Grundbesitzervereins interessieren.

    Man sollte zuvor erst einmal klären, warum Zarge und Türblatt derart stark beschädigt sind. Dann mag Lego oder die Holzklötzchen aus der Spielkiste, mit denen ein Turm aufgestapelt und dann wieder vorsichtig demontiert wird, verbaut werden.


    Gäbe es nicht die Bilder, hätte ich auf einen Fake getippt.

    Also raumseitige Dampfsperre = sd-Wert über 1.500 wäre nach den aRdT schon einmal nicht richtig.


    Hoffentlich wurde die Baumaßnahme, bestehend aus einer kombinierten Auf- und Zwischensparrendämmung ( Beitrag # 8 ), vorher bauphysikalisch berechnet und fachgerecht ausgeführt.