Beiträge von Eric

    Zitat

    Sollte sich kein Mangel zeigen, dann werden die Mieter an den Kosten beteiligt.

    Und wo soll sich hierfür die Anspruchsgrundlage ergeben?


    Der Vermieter hat der Beanstandung nachzugehen. Er entscheidet, wie es nach einem Ortstermin mit Vorführung des Problems weitergeht. Macht er nichts, kann der Mieter auf eigenes Risiko mindern, er kann aber auch zur Risikominderung einen eigenen Sachverständigen hinzuziehen und bis zur Klärung die Miete unter Vorbehalt bezahlen. Wird der Mangel bestätigt, hat der Vermieter die SV-Kosten zu ersetzen.


    Was der TE an Belästigungen schildert, kann in einer Doppelhaushälfte Baujahr 2020 nicht die übliche Beschaffenheit sein. Weiß er ja auch aus der vorher bewohnten DHH.


    Aber richtig: Endgültige Klärung bringt im Streitfall erst die Schallmessung, wobei dem Mieter dann die Ursachen und die Art der erforderlichen Mangelbeseitigung nicht interessieren. Das Problem hätte der Vermieter. Minderungsrecht des Mieters gilt ab Mangelanzeige.

    nachbarrecht.pdf


    Lies § 15: 1,20 m hoher Machendrahtzaun, es sei denn die Ortsatzung läßt einen höheren Zaun zu oder höhere Zäune sind ortsüblich ( in der Gemeinde und in weit überwiegender Anzahl ).

    Zitat

    Den Maschendrahtzaun habe ich schon gekauft. Der ist 2m Hoch.

    Wenn der Zaun an/auf die Grenze zum Nachbarn kommen sollte: Erlaubt das denn die Ortssatzung bzw. das hessische Nachbarrechtsgesetz?


    Du wärst nicht der Erste, der einen Zaun auf Einwand des Nachbarn wieder abbauen muss.

    Zitat

    Gerade wurde mir ds Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30.06.2020 "zugespielt".

    Immerhin wurde noch vor der tatsächlichen Änderung Stellung genommen

    Und bist Du mit diesem " fachchinesischen " Schreiben jetzt schlauer? Das Schreiben kannst Du getrost abheften oder gleich in der Rundablage entsorgen.


    Da lob ich mir schon eher den von mir bereits zuvor verlinkten Aufsatz mit Hinweisen und Beispielen.


    Absenkung des Mehrwertsteuersatzes 2020: Probleme in der Praxis | Steuern | Haufe

    Allenfalls die Abschnitte 4 + 5 der VOB/C sind AGB, da sie Abgrenzungen Nebenleistungen --> Besondere Leistungen ( 4 ) und Abrechnungsregeln (5) enthalten. Abschnitte 1 - 3 sind als rein technische Regeln AGB fest, denn sie ergänzen lediglich das Bau-Soll der Baubeschreibung.


    Das OLG Stuttgart hat m.E. den Hintergrund der Übermessungsregel < 2,5 m² nicht verstanden und unterstellt, dass der Unternehmer sich damit bei mehreren Öffnungen an einem Gebäude einen ungerechtfertigten Vorteil verschafft.


    Was gilt aber, wenn die Parteien hierzu nichts ( auch nicht über AGB ) vereinbart haben?


    Wohl kaum, dass dann nur die Leistungen bis an die Öffnung < 2,5 m² in Ansatz gebracht werden und der Rest unter den Tisch fällt. Wenn nichts geregelt ist, dann ist der Vertrag auszulegen. Bei der Auslegung gilt: Wenn nichts mehr hilft, dann ist als letztes Auslegungskriteriom auf die Verkehrssitte abzustellen, d.h. wie am Bauort unter den beteiligten Fachkreisen üblicherweise Öffnungen abgerechnet werden.


    Die Verkehrssitte kennt der Richter als handwerklicher Laie natürlich nicht. Man kann froh sein, wenn er üvberhaupt weiß, was eine " Öffnung " ist und warum die Parteien über deren Abrechnung streiten. Insofern muß er zu Ermittlung der Verkehrssitte einen Sachverständigen beauftragen. Der SV hat dann gegebenenfalls eine repräsentative Umfrage bei den beteiligten Handwerksunternehmen, Planern usw. durchzuführen, wenn er die übliche Abrechnungsregel nicht bereits zweifelsfrei kennt.


    Die Umfrage macht er natürlich nicht, da er das eh nicht kann und es viel zu aufwändig wäre. Also gibt er in seinem Gutachten seine unbelegte Privatmeinung kund nach dem Motto: In all den von mir bislang bearbeiteten Fällen wurden Öffnungen im Ort X nach den Regeln in der VOB/C,, Abschnitt 5 übermessen: ja/nein --> je nach " Tagesform "..


    Richter glaubt´s ihm. Wer das " Baugefühl " des SV nicht akzeptiert, hat den Vorschuß für eine extrem zeit- und kostenintensive Befragung zu bezahlen, ... sofern denn der Anwalt dem Richter lang und breit erklärt hat, dass und warum er in einen dahingehenden Beweisbeschluß zu erlassen hat. Ob´s im Ergebnis auch lohnt???

    Das Urteil des OLG Stuttgart besagt ( leider ) etwas anderes. In einem obiter dictum nimmt es auch dazu Stellung, wie der Fall zu behandeln wäre, wenn die VOB/C als Ganzes vereinbart worden wäre.

    Siehe auch hier mit Darstellung des Meinungsstreits: Sind zumindest die Abschnitte 4 und 5 der VOB/C AGB?


    OLG Stuttgart, Urteil vom 21.02.2008 - 2 U 84/07 - openJur


    Wenn ja, dann könnte der Bauherr im vorliegenden Fall bei ihm mißliebigen Klauseln im Abschnitt 4 und 5 " Rosinenpickerei " betreiben. Denn der Unternehmer wäre als Verwender an die für ihn nachteiligen Klauseln der VOB/C gebunden, während sein Vertragspartner, der Bauherr, die ihm nachteiligen Klauseln im Wege der Inhaltskontrolle aus dem Vertrag " herausschießen " könnte.


    Siehe hierzu den Link zu den Übermessungsregeln in der VOB/C, Abschnitt 5.


    Wieder was gelernt und gut das SirSydom nachgefragt hat!

    Dieser Verfasser meint, die VOB/C gilt auch beim BGB-Bauvertrag.


    Neue VOB/C 2019 – das müssen Sie als Baubeteiligter wissen!


    Ich meine, es spricht zumindest nichts dagegen, sie neben dem BGB zu vereinbaren, da es sich um technische Regeln handelt, die im BGB nirgendwo zu finden sind --> keine Anweichung von der Leitbildfunktion des BGB. Meines Erachtens daher auch über AGB möglich.


    ---> nicht verwechseln mit der Einbeziehung der VOB/B in einen Vertrag durch AGB des Unternehmers beim Verbraucher. Denn die VOB/B enthält vertragsrechtliche Regelungen, die teilweise erheblich zum Nachteil des Verbrauchers vom BGB abweichen.


    Aber Frage: Hat der Bauherr in Deinem Fall Nachteile durch die Geltung der VOB/C? Welche? Würde mich sehr wundern.

    Es steht doch bereits in der zitierten Baubeschreibung, dass der Keller zwar eine Vertikalabdichtung, aber keine Horizontalabdichtung hat:


    * Isolierung: Horizontal
    - sämtliche aufgehende Wände über dem Kellergeschoß und unter der Kellerdecke


    Der Laie hat´s leider nicht verstanden und gleichwohl gekauft.


    Es ihandelt sich offenbar um einen Betonkeller ohne eigene feuchtesperrende Qualität. Danach siehts auch auf den Bildern aus: in den Kellerwänden aufsteigende Feuchtigkeit und dagegen hilft die auf der Außenseite angebrachte Vertikalabdichtung nichts.


    Kondensat? Dazu müßten wir wissen, ob die Kellerwände und die Bodenplatte ungedämmt sind. Außerdem: Der TE hat erkärt, dass überhöhte Luftfeuchtigkeit auch bei längerer Zeit der Nichtnutzung des Kellers auftritt.


    Kondensat wäre durch Kernbohrung abzuklären. Die Feuchtigkeit müßte bei Kondensat in der Tiefe abnehmen.


    Arglistige Täuschung des Verkäufers wegen der Ausstattung denkbar. Aber sehr schwierig zu beweisen.

    Allenfalls " neu " ist, dass der Wohnungseigentümer bei einem anfänglichen Baumangel auch gegen den " rücksichtslosen " anderen Wohnungseigentümer vorgehen kann.


    Ich bin in einem vergleichbaren Fall schon vor vielen Jahren gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft vorgegangen und habe in allen Instanzen bis zum OLG Düsseldorf obsiegt.


    Der Kollege vor mir hatte - wie jetzt im vom BGH entschiedenen Fall - den Wohnungseigentümer verklagt und den Prozeß verloren mit der Begründung, den Wohnungseigentümer, der den Belag geändert habe, treffe kein Verschulden, denn er habe Fachhandwerker mit der Verlegung der Fliesen beauftragt. Diese Entscheidung war also nach dem jetzigen Urteil des BGH nicht richtig und wäre heute nicht mehr vertretbar.

    Nö, m.E. keine Änderung der bisherigen Rechtsprechung.


    Eine Nachricht anzeigen | juris Das Rechtsportal


    Danach ist die streitgegenständliche Wohnung erst im Jahre 1995 erstellt worden und damals galt ein Trittschallschutzmaß von 53 dB. Problem war, dass die Wohnung schon damals diese Anforderung nicht eingehalten hat, also ein sog. anfänglicher Baumangel vorlag. Denn sie war mit Teppichboden ausgelegt, der aber nach der DIN 4109 ( wegen der - wie hier - leichten Entfernbarkeit ) für die Erfüllung eines Trittschalls nach den aRdT nicht ausreicht.


    Frage war also, ob der überliegende Wohnungseigentümer die in 1995 versäumte Schallschutzanforderung nachholen muß. Das hat der BGH verneint. Wahrscheinlich war der überliegende Wohnungseigentümer nicht Ersteller der Wohnung ( vollständiges Urteil bleibt insoweit abzuwarten ).


    Der BGH hat in diesem speziellen Fall entschieden, dass der schon in 1995 normwidrige Trittschallschutz nicht verschlechtert werden darf. Mit ( nicht anrechenbarem ) Teppichboden hatte die Wohnung 53 dB und die muß der Beklagte einhalten. Wie er das bewerkstelligt, bleibt ihm überlassen.


    ".........die Einhaltung der schallschutztechnischen Mindestanforderungen nach der DIN 4109 auch dann verlangen kann, wenn die Trittschalldämmung des Gemeinschaftseigentums mangelhaft ist und ohne diesen Mangel der Trittschall den schallschutztechnischen Mindestanforderungen entsprechen würde ".


    Es bleibt also bei der bisherigen Rechtsprechung. Die Beurteilung der Mangelhaftigkeit wird nach wie vor auf das Herstellungsdatum bezogen: Keine Nachrüstungspflicht, wenn das Trittschallschutzmaß zum Zeitpunt der Erstellung eingehalten wird.

    Der Streifen wird wahrscheinlich deswegen vorhanden sein, weil in Raummitte die Hauptlaufrichtung ist und die Dielen dort weiter " durchgetreten sind " als an den Rändern. Da kam der Experte beim Schleifen mit der Tellerschleifmaschiene weniger gut ran oder hätte zuviel an den Rändern abschleifen müssen.


    Im Übrigen habe ich noch nie verstanden, warum in Berlin die " Altberliner Dielen " auf Holzbalkendecken so " begehrt " sind. An sich sind sie die Tragkonstruktion auf der Holzbalkendecke und die sollte man tunlichst durch Abschleifen nicht schwächen. Unabhängig hiervon wird die Trittschalldämmung in solchen Wohnungen " " grottenschlecht " sein. In den " alten Bundesländern " wird deshalb auf solche Böden zumindest ein Teppichboden verlegt.


    Der Berliner räumt den Oberbelag weg und schleift an der ausgetretenen Tragkonstruktion herum , weil er sich Parkett mit Trittschalldämmung nicht leisen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass der Experte nicht auch noch die Nagelköpfe weggeschliffen hat.

    Wenn der Archi auch die LPH 9 beauftragt hatte, dann begann die5-jährige Verjährung erst mit dem Ablauf der Gewährleistungsfrist der zuletzt abgenommenen Handwerkerleistung. Also rund 10 Jahre nach endgültiger Fertigstellung und Abnahme. Bitter und aus diesem Grund wird die LPH 9 heute von kaum einem Archi noch übernommen.


    Kosten für Abräumen und Wiederverlegen des Belags + Putzüberarbeitung wäre, weil Ausschreibungs- und/oder Bauüberwachungsfehler, Sache des Archis. Zusätzlicher Feuchteschutz wäre Sowieso-Kosten und daher Dein Bier. Anstrich über Sockelputz wieder Archi ( es sei denn es hätte jetzt nach 10 Jahren eh neu angestrichen werden müssen ).


    Jetzt mußt Du rechnen und sicherheitshalber natürlich nochmals den Archi-Vertrag genau durchlesen ( lassen ).


    Die Sanierung ist keineswegs trivial. Du mußt den Putz restlos oberhalb der Horizontalabdichtung des Balkons so weit entfernen, dass Du das WDVS und den Putz auch von der Unterseite mit der Dichtschlämme " einpacken " kannst. Ist hierfür die Aufbauhöhe des Balkons nicht vorhanden, hilft nach der Putztrennung nur noch eine umlaufende verkleidung mit einem Zinkblech.


    Noch besser wäre natürlich ein wärmegedämmter Sockelanschluß = Vertikalabdichtung wird vor der Dämmung der Wand bis 15 cm über OK fertiger Belag hochgeführt und davor gibt ein Trittblech zur Kaschierung der Abdichtung. In diesem Fall wird muß der Balkon fast komplett erneuert werden. Wenn es ansonst eine Wärmebrücke mit der Gefahr des Tauwasserausfalls in dem angrenzenden Raum geben sollte???

    Eine " ( Vertikal-) Abdichtung " sollte der TE hinter dem Putz selbstverständlich auch noch haben. Hier geht´s allerdings nicht um " Abdichtung ", sondern um den fehlenden Schutz des Putzes gegen Feuchtigkeit.


    Ist ein eigenständiges Kapitel und gehört eigentlich nicht in die Normung zur Bauwerksabdichtung.

    Off-Topic:

    Ursache wird vermutlich aufsteigende Feuchtigkeit sein


    So ist es, Ursache richtig erkannt.


    Der Putz steht wahrscheinlich auf der wasserführenden Abdichtung des Balkons auf und bindet in die Splittschicht ein. Es dürfte der Feuchteschutz aus z.B. einer Dichtschlämme, die den Putz von unten und seitlich bis mindestens 5 cm über OK Belag gegen Feuchtigkeit schützt fehlen. Insofern saugt sich der Putz mit Wasser voll. Kommt dann Frost, gefriert der durchfeuchtete Putz. Durch Volumenvergrößerung verliert der Putz die Lust, an der Wand haften zu bleiben. Er wird abgesprengt ---> Ergebnis siehst Du oberhalb des Belags.


    Der fehlende umlaufende Feuchteschutz muß nachgerüstet werden.

    Off-Topic:

    das stimmt nicht, nur gegen die am Prozess beteiligten ...


    Und warum erwähnst Du dann ständig meinen Namen bei Deiner " Lügenkonstruktion " ? Ich habe " Null " finanzielles Interesse an Eurem Fall. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, zu dem verworrenen Fall nichts zu sagen.

    Jede Unterspannbahn ( Funktion: Notdach bei Leckagen an den Ziegeln und Anschlüssen, Schutz gegen Feuchtigkeitseintritt durch Flugschnee und Schlagregen, sichere Ableitung von Leckwasser zur Traufe ) bekommt ( Nagel- ) Löcher beim Vernageln der Lattung. Um an diesen Stellen den Wassereintritt zu verhindern, gibt es Nageldichtbänder, die die Nagellöcher zuverlässig verschließen. Ob die nach den Fachregeln ein " muß " sind, mag Kalle beantworten.


    In der Fläche ( außerhalb der Lattung ) darf es jedenfalls bei einer Neueindeckung keine Löcher geben. Oder wurde etwa eine Unterspannbahn mit Löchern bestellt?


    Angesichts des geringen Beseitigungsaufwands durch Abklebung zur Verhinderung der Gefahr, dass womöglich dort irgendwann im Laufe der üblichen Nutzungszeit von ca. 30 Jahren Leckwasser in die Dachkonstruktion eindringt, ist auch nicht ersichtlich, warum der Dachdecker sich verweigert.

    Deine Einstellung haben wir schon früher geklärt: Für Dich sind Prozesse nichts, weil Du Dir vor Angst in die Hose machst.


    Kein Anwalt kann die Dauer und den Ausgang des Prozesses sicher voraussagen. Er kann aufgrund seiner Erfahrungen eine Prognose abgegeben. Eine Garantie gibt es nicht. Das ist für die Mandanten so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche.


    Recht besteht aus Grundsätzen, Ausnahmen, Rückausnahmen und Meinungen, wie das Recht im konkreten Fall zu verstehen und anzuwenden ist. Zu nahezu jedem Gesetz gibt es unterschiedliche Meinungen in der Literatur und Rechtsprechung --> Mindermeinung, überwiegende Meinung, herrschende Meinung. Etwas Sicherheit bringen Entscheidungen des BGH, an die sich die untergeordneten Gerichte orientieren sollen ( aber nicht müssen ). Aber selbst das hilft nichts, wenn der BGH seine Rechtsprechung wie in der " Jahrhundertentscheidung " über die Ersatzfähigkeit von " fiktiven Nachbesserungskosten " auf einmal völlig auf den Kopf stellt.


    Ob die Einschätzung des Anwalts Deiner Ehefrau unrichtig war, wissen wir (noch ) nicht. Denn der Prozess wird wieder von vorne aufgerollt und befindet sich wieder in der Beweisaufnahme. Das Ergebnis der Beweisaufnahme fällt in den Risikobereich des Mandanten.


    Du hast mithin immer noch nicht schlüssig dargelegt, warum der Anwalt gelogen hat !


    Du bekundest lediglich Deine Enttäuschung darüber, dass der Prozess in Schlagenlinien vor sich hin plätschert und ein Ende derzeit nicht abzusehen ist. Das liegt daran, dass viele Gerichte nicht mehr dazu in der Lage sind, komplizierte Bausachverhalte zu erfassen. Es fehlt bereits am Verständnis. Es reicht eben nicht mehr aus, wenn ein Richter weiß, was ein Hammer ist und vielleicht noch, wie man damit einen Nagel in die Wand schlägt.


    Ein " schlechter " Anwalt hätte nach der Mitteilung des Gerichts, dass es dem ( falschen ) Gutachten des Erstgutachters folgen wird, aufgegeben. Wir haben Deiner Ehefrau empfohlen, dass und warum hiergegen anzukämpfen ist. Und siehe da, das Erstgutachten ist jetzt vom Tisch.


    Ein Dankeschön haben wir hierfür von Dir bislang nicht erhalten. Stattdessen müllst Du das Forum mit Vorwürfen gegen Gott und die Welt zu.

    Die Mehrwertsteuerabsenkung für Bauleistungen ist Unfug, denn sie erzielt nicht den hiermit angestrebten Erfolg. Im Gegenteil kommt es zu massiven Einbußen für den Fiskus und damit für uns alle.


    Da es auf den Zeitpunkt der Abnahme ankommt, profitieren die Bauherren, deren Baumaßnahme lange vor dem 30.06.2020 begonnen, aber erst ab dem 01.07.2020 fertiggestellt und abgenommen werden. Die Wirtschaft wird in diesem Fall nicht angekurbelt; die Umsatzsteuerermäßigung wird vielmehr " unverdient " eingestrichen.


    In den 6 Monaten werden allenfalls Kleinaufträge abnahmefähig hergestellt.


    Also sind Tricksereien zum Nachteil des Fiskus, aber auch der nicht " kooperativen " Unternehmer (!) ---> Abnahmeverzögerungen vorprogrammiert.


    Bauunternehmer und Auftraggeber sollten Abnahmeprotokolle anfertigen, um den Abnahmezeitpunkt gegenüber dem Fiskus zu dokumentieren.

    Und wer hat jetzt wo und inwiefern gelogen?


    Beim Thema 1 hat der Anwalt eine Behauptung aufgestellt, die nicht bewiesen wurde. Also durfte auf die Behauptung bei der Urteilsfindung nicht abgestellt werden. Der Anwalt hätte allenfalls dann fehlerhaft gehandelt, wenn er für seine Behauptung keinen Beweis angeboten hat. Hier hat er zum Beweis auf Urkunden bewiesen. Deren Inhalt hat dem Gericht offenbar zum Beweis nicht ausgereicht.


    Beim Thema 2 hat der Anwalt eine Rechtsansicht geäußert, die im Grundsatz richtig ist, der sich das Gericht im konkreten Fall aber nicht angeschlossen hat.

    Off-Topic:

    ja, aber die Fachanwälte (auch einer, der hier früher schrieb; und auch der Fachanwaltz Eric , der hier ab und zu mal noch schreibt) haben doch der Klägerin erklärt, dass das Urteil angeblich falsch war ... deshalb bin ich ja verpflichtet, ihnen nachzuweisen, dass sie die Klägerin belogen haben ... diese Aufgabe habe ich für die nächsten Jahre von der Klägerin bekommen ...


    " Belogen " hat Dich oder Deine Ehefrau hier niemand. Selbst das OLG geht davon aus, dass das LG Urteil falsch war, weshalb es die weitere Beweisaufnahme angeordnet hat. Wäre es anders hätte das OLG die Berufung schon längst durch Beschluß oder Urteil zurückgewiesen.


    Für die Bewertung des Sachverhalts ist der G-SV zuständig. Aufgabe des mit eigenen gutachterlichen Fachleuten unterstützten Anwalts ist es, auf Fehler in dem Gerichtsgutachten hinzuweisen und bei Gericht auf deren Korrektur hinzuwirken. Das ist dem Anwalt Deiner Ehefrau offensichtlich gelungen: Der G-SV wurde vom Gericht wegen Unfähigkeit und/oder Befangenheit abberufen. Dass er nach der Entscheidung des OLG sein Honorar behalten darf, ist bedauerlich.


    Mit der Abberufung des G-SV wurde das OLG-Verfahren in seinen Ausgangszustand zurückversetzt. Es kommt jetzt darauf an, zu welchem tatsächlichen Ergebis der neue G-SV kommt.


    Was Du offensichtlich nicht verstehst: Das Gericht hat in seinem Urteil einen bewiesenen Sachverhalt nach den hierfür einschlägigen Rechtsvorschriften zu bewerten. Im Baurecht ist es häufig die schwierigste Aufgabe, den Sachverhalt zu klären. Hierzu benötigt der Richter, da er über kein eigenes baufachliches Wissen verfügt, den G-SV als " Wissensvermittler ". Ist das dem Gericht vermittelte Wissen zum Sachverhalt unrichtig, wird auch das hierauf gestützte Urteil falsch.

    Welzel wird der G-SV vielleicht verstehen:


    2012-04__Wetzel__Nicht_unterkellert_und_dennoch_nass.pdf


    Aber nur vielleicht, denn er wirft in seinem Gutachten Fachbegriffe durcheinander und sich verständlich in ganzen Sätzen ausdrücken, kann er offensichtlich auch nicht. Möglicherweise helfen ihm die Bilder im verlinkten Fachbeitrag von Welzel.


    Die in dem Fachbeitrag enthaltenen Bilder zeigen jedenfalls sehr schön, was in den vorangegangenen Beiträgen als " Badewanne " beschrieben worden ist.

    Die Bauwerksabdichtung ist nach Deinen Angaben unter den Sockeldämmplatten bis 30 cm über die geplante GOK hochgeführt und ist damit i.O.


    Hiervon zu unterscheiden ist der Feuchteschutz für den auf der Sockeldämmplatte aufgebachten Putz. Der Putz wird wahrscheinlich bis ca. 10 cm unter die geplante GOK heruntergeführt worden sein. Den mußt Du mit der Dichtschlämme einpacken. Unten ca. 5 - 10 cm vor dem Putz beginnen und bis mindestens 5 cm über tatsächliche GOK hochführen. Damit wird verhindert, dass der Putz von der Feuchtigkeit im Erdreich und von Spritzwasser durchfeuchtet wird.


    Was unterhalb hiervon noch an Sockeldämmung verbleibt, muß nicht mit Dichtschlämme beschichtet werden. Der Sockeldämmung ist die Erdfeuchte egal. Geschützt werden muß nur der später ins Erdreich einbindende Sockelputz und die ca. 5 cm darüber ( Spritzwasserbereich ).


    Wenn Du die entstehende GOK auf den Sockel mit einer Schlagschnur auf den Sockel überträgst, siehst Du, ob Putz und Dichtschlämme richtig ausgeführt worden sind.


    Problem wurde hier bereits zig-fach abgehandelt. Insofern muß jetzt ausreichen der Verweis auf nachstehende RiLi


    Richtlinie Fassadensockelputz (3. Auflage 2013) – Fachverband der Stuckateure (SAF)


    und dort auf die Abbildung auf S. 32.


    Auf den Fotos 1 + 2 ist offenbar bereits die Sockeldämmung angebracht. Es ist daher nicht erkennbar, ob die hinter der Sockeldämmung liegende Bauwerksabdichtung richtig und dauerhaft an den Türstock ( unten und seitlich ) herangeführt und hieran hinterlaufsicher verwahrt ist.


    Hierzu nach " Der vergessene Anschluß " googeln. In diesem Fachartikel wird verständlich erklärt und auf Bildern gezeigt, wie der Anschluß auszuführen ist.


    Tür dürfte zu tief eingebaut worden sein --> keine mindestens 5 cm Abstand zur fertigen GOK + keine Entwässerungsrinne möglich (??? ).

    Off-Topic:

    Hab ich nicht, hätte ihn manchmal gerne.


    Die Aussage haut mich jetzt aber um bei - nach Deinen Angaben - über 800 bereits erstellten Energieausweisen. Das ist doch offenbar eine Art Standard-Kommentierung/Anleitung zur EnEV. Also ich kann ohne Kommentar keinen schwierigen Fall sicher lösen.


    Die Arbeit mit der EnEV ist Rechtsanwendung: Subsumtion eines konkreten Sachverhalts unter eine Rechtsvorschrift. Ich kenne kaum eine Rechtsvorschrift, die aus sich heraus verständlich ist.


    Das gilt insbesondere für die EnEV: Dabei geht´s um Vergleichbarkeit von Gebäuden hinsichtlich der Energieverbrauchs. Und dann wird am Begriff " Gebäude " solange herumgetrickst, bis der nichtssagende Verbrauchsausweis verwandt werden kann.


    Ist derselbe Unfug wie bei der Heizkostenverordnung mit den HKV. Dort hat ja auch die HKV-Mafia erreicht, dem Gesetzgeber Energie-Einsparpotential vorzugaukeln. Inzwischen kassiert die Mafia bei den Nutzern die angeblichen 15% Energieeinsparung als Abrechnungsgebühren ab. Und natürlich war es auch im hiesigen Fall ein " Abrechnungsdienst ", der die drei Verbrauchsausweise für vier Reihenhäuser erstellt hat.


    Zum Grübeln kommt man auch bei der hierauf abstellenden Regelung der EnEV:



    Was sind die Verbrauchsdaten bei Abrechnung von insgesamt 8 Reihenhäusern mit einer Sammelheizung und HKV´s ( ohne Wärmemengenzähler ) und 8 Einzelheizungen in den DG-Wohnungen und wo/was ist da das gesamte Gebäude?




    " Zur Ermittlung des Energieverbrauchs sind
    a.) .......... die


    Verbrauchsdaten aus Abrechnungen von Heizkosten nach der Heizkostenverordnung für das gesamte Gebäude zu verwenden.

    Habt Ihr einen Premium-Zugang zu dieser Frage:


    Kurzinfo: In diesem Praxisfall handelt es sich um große Mehrfamilienhäuser, die aus drei Reihenhäusern bestehen, mit jeweils 20 Eigentumswohnungen. Zur Problematik der Energieausweise für Wohngebäude hat das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT) eine amtliche Auslegung veröffentlicht in der 20. Staffel (Ausstellung von Energieausweisen für Wohngebäude). Gemäß dieser Auslegung ist bei Reihenhäusern für jedes einzelne Reihenhaus ein Energieausweis auszustellen. Dies ist für Doppelhäuser durchaus verständlich. Jedoch im vorliegenden Praxisfall bedeutet es einen erhebliche größeren, zusätzlichen Aufwand, für jedes Reihenhaus einen eigenen Energieausweis auszustellen, der im Grunde genommen zu keinem anderen Ergebnis führt. Die Nachweise müssten gegenüber dem baurechtlich erforderlichen EnEV-Nachweis komplett neu ausgestellt werden. Es stellt sich die Frage des Mehrwertes, da selbst bei Aufstellen der Nachweise für die einzelnen Gebäude, der Energiebedarf für die einzelne Eigentumswohnung nicht geliefert wird. So wird beispielsweise auch eine in der Mitte liegende Wohnung in einem Randhaus sich sicherlich energetisch günstiger erweisen, als eine oberste Wohnung in einem mittleren Gebäude.

    Fragen: Könnten Sie diesen Tatbestand und die angesprochenen Aspekte kommentieren?


    Antwort: 15.11.2018 - wenn Sie unseren Premium-Zugang EnEV-online abonniert haben, lesen Sie die folgende passwortgeschützte Antwort:

    Off-Topic:

    ich möchte eine Wand unseres Einfamilienhauses abdichten bzw. vor Schlagregen schützen.


    Abdichten und gegen Schlagregen schützen sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Insofern Frage:


    Ist denn bereits eine vertikale Bauwerksabdichtung von der Außenwand ( beginnend mindestens 15 cm über GOK im fertigen Zustand ) über das Styrodur hinweg ( geeigneter Verlegeuntergrund für die Bauwerksabdichtung ? ) bis mindestens 10 cm auf die Frostschürze vorhanden und diese sowohl oben ( Wand ) als auch unten ( Frostschürze feuchtigkeitsdicht/hinterlaufsicher angeschlossen ( siehe hierzu Deine Skizze im Beitrag # 4 ). Grund der Frage: Am Aufstandpunkt der Außenwand auf die Bodenplatte bildet sich eine Fuge, durch die Feuchtigkeit in die Wand und ins Gebäude eindringen kann. Hast Du ja schön mit horizontalem, roten Strich eingetragen.

    Skizze im Beitrag #2 ist im Grundsatz richtig mit folgender Abweichung: Reihenhaus a) + b) verspringen um ca. 1/3. RH a.) hat also vorne einen freien Giebel und Haus b.) gartenseitig einen freien Giebel.


    Im voliegenden Fall wurden für den betrachteten Häuserblock drei Verbrauchsausweise ausgestellt6.


    Verbrauchsausweis für RH a.)

    Verbrauchsausweis für Reihenhäuser b.) und c.)

    Verbrauchsausweis für RH d.)


    RH b.) und c.) sind hinsichtlich der Wärmeverbrauchs nur bedingt vergleichbar, denn RH b.) hat einen um 1/3 freien Giebel und RH c.) hat die wärmetechnisch günstigste Situation, weil es auf beiden Giebelseiten angebaut ist, nämlich an RH b.) und RH d.).


    Was ist hier das Gebäude iSd § 17 EnEV? Warum sollen b.) und c.) = 2 RH ein Gebäude sein und a.) und d.) jeweils ein Gebäude? Was ist überhaupt die Definition für " Gebäude " iSd EnEV?


    Meiner Ansicht nach zeichnet " ein Gebäude " die eigenständige Nutzbarkeit aus. Das sind aber im Grunde genommen alle 8 RH nicht, weil sie nur über eine Heizungsanlage für 28 Wohnungen und 8 Einzelheizungen für die DG-Wohnungen verfügen.


    Jedenfall ist nicht nachvollziehbar warum RH b.) und c.) " ein Gebäude " sein soll.


    §§ 17 Abs. 3 iVm 22 EnEV ist m.E. in diesem Fall nicht anwendbar, weil dort nur gemischt genutzte Gebäude behandelt werden. Jedenfalls folgt daraus, dass auch eine horizontale Teilung durchaus in der Vorstellung der EnEV liegt, aber eben nur bei einem gemischt genutzten " Gebäude ".