Beiträge von Eric

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    Und dass Berlin noch nie vernünftig wirtschaften konnte


    sehe ich leider auch so. Warum wurden die so tollen 65.000 oder waren es jetzt 100.000 Wohnungen nicht zum Spottpreis von 100,00 €/m² den Mietern angeboten? Damit hätte man die Eigentumsbildung einer großen Anzahl von Haushalten befördern können. Aber nein: War offenbar zu viel Aufwand, wie es hätte funktionieren können, wußte auch niemand und der Erlös sollte halt schnell in die Kasse kommen. Ein Witz, dass der Senat jetzt wieder beginnt, einzelne Wohnungen teuer zurückzukaufen.


    Ein Witz ist auch, dass der Senat den Mietern die nachzuzahlenden Mieten vorfinanziert, obwohl diesen eindringlich empfohlen worden ist, den eingesparten Teil der Miete wegen des laufenden Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht zurückzulegen, rund 40.000 Mieter sich hieran aber nicht gehalten und das ersparte Geld gleich ausgegeben haben.


    Wie mein Vorredner schon erklärt hat, besteht ein wesentlicher Teil des Problems un den niedrigen Kredit- und Anlagezinsen und der Flucht in den vermeintlich " sicheren Hafen " Immobilien. Anfang des Jahrtausendes wurden Immobilien noch zum 15-fachen Jahresmietwert gehandelt. Heute wird der 50-fache Jahresmietwert aufgerufen und es gibt immer noch genügend Menschen, die zu diesem Preis kaufen.


    Auf der einen Seite ist es Gier und auf der anderen Seite Angst und Dummheit. Wer zu diesen Preisen noch einsteigt, kann natürlich nicht für 6,00 €/m² vermieten. Die Quittung für die Dummheit bekommt er spätestens dann, wenn die Zinsen wieder steigen. Wer bereits Immobilien hat, kann diese nach dem Gesetz nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete anheben bzw. mit einem Zuschlag von max. 10% neu vermieten.

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    Die Scheune würde wir ( = die Tochter ) Umsonst erhalten mit der Bedienung das nur meine Frau im Grundbuch steht.

    Gemeint wohl, das Grundstück oder der noch abzuteilende Teil des Grundstücks, auf dem die Scheune steht, wird von den Eltern im Wege der vorweggenommenen Erbfolge an die Tochter geschenkt.


    Das neue Gebäude folgt dem Eigentum am Grundstück, würde also ebenfalls Alleineigentum der Ehefrau. Ehemann ginge leer aus, darf aber das Darlehen ( mit ) abbezahlen.


    Wie soll die Regelung aussehen, wenn die Ehe in die Brüche gehen sollte und was passiert dann mit dem gemeinsam aufgenommenen Darlehen über 600.000,00 €. Enthaftung Ehemann für die Zukunft und wie, sofern die Ehefrau das Darlehen nicht sollte allein zurückzahlen können ). Ausgleich für den Ehemann, der das Darlehen über Jahre mitgetilgt hat ??? Nur über Zugewinnausgleich?


    Das würde ich nur über eine quotenmäßige Beteiligung am Grundstück mitmachen.


    Beispiel:


    Grundstück hat einen Verkehrswert von 200.000,00 € und das neue Haus einen Wert von 600.000,00 €.


    Ehefrau 5/8 Miteigentumsanteil und Ehemann 3/8 Miteigentumsanteil. Die Eltern erhalten ein Rück- oder Vorkaufsrecht im Falle des Verkaufs. Damit hätte die Eltern doch alles erreicht, was sie wollen: Der Ausgangswert des verschenkten Grundstücks verbliebe in jedem Fall der Tochter.

    Gehört die Dachterrasse zu einer Eigentumswohnanlage?


    Dann ist gegebenenfalls zusätzlich noch die Zustimmung aller weiteren Eohnungseigentümer erforderlich ( bauliche Veränderung und/oder Änderung des äußeren Erscheinungsbildes = Sichtbarkeit für andere Wohnungseigentümer ? ).

    Den in der Bestellungsurkunde hauptsächlich verwandten Begriff " Trennmauer " kennt das Gesetz nicht. Richtig: Durch Verwendung der Worte " einer gemeinsamen Trennmauer des Eigenheims zu dem benachbaqrten (sic) Eigenheim " wird der Notar damit tatsächlich die erst im letzten Halbsatz erwähnte " Kommunmauer " gemeint haben.

    Beidseitige angebaute Kommunmauer ( = Nachbarwand in NRW ) ist Grenzeinrichtung . Rechte und Pflichten an der Kommunmauer ergeben sich demzufolge aus §§ 921, 922 BGB. Grenzeinrichtung iSd Vorschrift sind ferner die auf der Grenze zweier Grundstücke erstellten Terrassen- oder Gartenmauern.


    § 922 S.1 BGB: Recht zur Nutzung nur insoweit, als nicht die Mitbenutzung des anderen Nachbarn hierdurch beeinträchtigt wird. S.3: Beseitigungs- und Änderungsverbot unter Einschluß von Beeinträchtigungen der Standsicherheit, des Brand-, Schall- und Feuchteschutzes.


    Verschärfung gegenüber dem Gesetz sehe ich lediglich darin, dass nach dem reinen Wortlaut der Bestellungsurkunde in der " Trennmauer " überhaupt keine Leitungen für Wasser und Abwasser verlegt werden dürfen, selbst wenn hiervon keine Beeinträchtigungen für den Nachbarn ausgehen ( aber fraglich, ob eine derart weitgehende Regelung nach S.1 überhaupt zulässig ist bzw. tatsächlich gewollt war ).

    Zitat

    Die Eintragung schützt den rechten Nachbarn vor grundlegender Veränderung der Bebauung auf dem belasteten Grundstück. Das ergibt hier insofern Sinn, da damals gleichzeitig drei gleiche Doppelhäuser gebaut wurden. Der Bebauungsplan lässt hier sehr viele Freiheiten. Ohne Grunddienstbarkeit könnte planungsrechtlich ein sehr großes Mehrfamilienhaus errichtet werden. Wenn ich davon ausgehe, dass gleichartige Eintragungen bei den anderen fünf Doppelhaushälften vorhanden sind, kann diese Bestandsicherung nur im Einvernehmen aller sechs Eigenheimbesitzer aufgehoben werden.

    Kennst Du den Bebauungsplan oder bist Du am Mutmaßen?


    Off-Topic:

    Wenn ich davon ausgehe,


    ja wenn,... Und warum hat der TE bislang nichts davon berichtet, dass er ein gleichartiges Recht in Bezug auf die Nachbargrundstücke hat?


    Zitat

    Wozu dann die ausdrückliche Erwähnung des Leitungsverbotes. Selbst wenn jemand auf die Idee käme, eine Abwasserleitung in einer Sichtschutzwand zu verlegen, verdiente der Schutz davor keine gundbuchliche Sicherung.


    Glaub nur nicht, dass ich mich das nicht auch schon gefragt habe. Aber in die Brandwand dürften Leitungen ja wohl auch so schon kaum eingebaut werden. ( Brandschutz und Schallübertragung und normierte Schlitztiefen in Wänden und Miteigentum, das ohne Zustimmung nicht verändert werden darf ).


    Also vielleicht deswegen, weil derartiges eine Terrassenwand schwächt und die Gefahr birgt, dass die Wand durchnäßt oder was die damaligen Besteller sich sonst noch dabei gedacht haben.


    Zitat

    Sehe ich anders. "Trennmauer des Eigenheims zu dem benachbarten Eigenheim" ist für mich eindeutig die Wand, die die Wohnhäuser gemeinsam haben. Sicher würde ein Lageplan hier für noch mehr Klarheit sorgen.

    Deine Auslegung funktioniert schon nach dem Wortlaut nicht. Denn dort ist ausdrücklich die Rede von " einer " Trennmauer. Und von " Wänden " der Wohnhäuser in der Nachbarschaft und " Eigenheim " steht dort auch nichts.


    Interessiert die Juristen aber auch nicht. Denn wenn allgemeines Rätselraten herrscht, dann ist das Recht nicht hinreichend bestimmt. Die Bestimmtheit hat auch einen zureichenden Grund: Das Recht muß aus der Urkunde hervorgehen, damit auch spätere Erwerber wissen, was damit gemeint ist. Der Erwerber und auch ein Richter muss nicht Nachforschungen außerhalb der Bestellungsurkunde anstellen ( z.B. Befragung des Notars und der damaligen Parteien ), was diese damit gemeint haben.


    Ganz am Anfang des Beitrags hat der TE berichtet, von einer Mauer, die auf seinem Grundstück steht !


    Und jetzt? Er hat halt gegen den eisernen Grundsatz verstoßen, dass man nichts kauft, was man selbst und auch der beurkundende Notar und der Verkäufer nicht versteht.

    Da hat der Notar offenbar selbst nicht gewußt, was er regeln soll und welche Mauer gemeint ist. Einen zusätzlichen Plan zur Urkunde mit Einzeichnung der Mauer in Farbe oder mit Buchstaben gibt es offenbar nicht. Den Pateien, die die Grunddienstbarkeit bestellt haben ( vielleicht war´s auch nur der Verkäufer vor Verkauf ) war ja klar, was gemeint war, und die notwendige Bestimmtheit ( auch ) für spätere Eigentümer wurde offenbar nicht bedacht. Schwache Leistung des Notars. Kenne ich hier nur von den Und-Notaren.


    In der Bewilligungsurkunde ist die Rede von " einer gemeinsamen Trennmauer " und von einer " Kommunmauer " und das Ganze für die Eigentümer zweier Grundstücke.


    Wäre die Gebäudeabschlußwand ( Brandwand ) zwischen den beiden Doppelhaushälften, die bereits wegen des Miteigentums in Ihrem Bestand geschützt ist, gemeint, dann ist nicht ersichtlich, warum auch noch einem weiteren ( entfernten ) Nachbarn hieran noch ein Recht ( Grunddienstbarkeit ) bewilligt worden ist.


    Denn " gemeinsam " ist die " Mauer " nur dann, wenn die Doppelhaushälften auf einem Grundstück oder aber die " Mauer " auf der Grenze zwischen dann zwei Grundstücken steht.


    Das Wort " Trennwand " würde für mich eher auf die Wand zwischen den Terrassen der beiden Doppelhaushälften als Sichtschutz hindeuten. Aber auch dafür ist nicht ersichtlich, warum der Eigentümer des entfernter liegenden Grundstücks hieran Rechte bewilligt bekommen hat.


    Könnte also sein, dass die Grunddienstbarkeit mangels Bestimmtheit der " Mauer " nichtig ist, Bestimmt ist ein Recht nämlich nur dann, wenn es auch für einen objektiven Dritten, der an der Beurkundung nicht teilgenommen und den wahren Willen der seinerzeit Beteiligten nicht kennt, klar und eindeutig beschrieben ist. Deswegen werden einer solchen Urkunde idR auch Pläne beigefügt.


    Im Falle der Nichtigkeit würde die gesetzliche Regelung gelten und auch danach darf die " Mauer " zumindest ohne Zustimmung des Eigentümers/Miteigentümers der anderen Doppelhaushälfte nicht entfernt werden.

    Zu den Bauteilschichten habe ich auch nichts gesagt. Sind völlig in Ordnung, wenn es denn im Bestand mit Zwangspunkten, insbesondere an Treppen geht.


    Nur an der Ausgleichsschicht könnte er einsparen, wenn er die Verlegung von Leitungen auf der Rohbetondecke unterläßt. Aber was soll das für eine " Betondecke sichtbar mit Lasierung " sein?

    Kontext ist diese uralte Entscheidung: Schweinemästerfall


    Klassiker: Schweinemäster-Fall - Rechtsanwalt Markus Domanski


    Der Pferdehof mußte unbedingt verhindern, dass in seiner Nachbarschaft eine weitere Wohnbebauung stattfindet. Deswegen hat er sich auch als " Beteiligter " an dem Genehmigungsverfahren gegen die Baugenehmigung ausgesprochen und hätte wohl geklagt, wenn erneut ein " Amigo " auf die Idee gekommen wäre, sie zu erteilen.


    Kann man ja verstehen: Wer läßt sich schon seine Existenz vernichten, wenn die Wohnbebauung immer näher rückt und dann ein Wohneigentümer auf die Idee kommt, gegen eine beantragte Erweiterung des Pferdehofs zu klagen, weil das zusätzlichen Gestank verursacht.


    Also: nicht der TE mußte geschützt werden, sondern der Eigentümer des Pferdehofs.


    Im Außenbereich gilt grundsätzlich ein Bauverbot, es denn das BVH ist priviligiert, z.B. landwirtschaftlicher Betrieb

    Und Deine Frage, ob es fachgerecht ausgeführt ist, kann nur ein Fachmann vor Ort durch entsprechende Untersuchungen feststellen. Wir haben hier keine " Glaskugeln ", die Dein Dach zeigen.


    Dein Fachmann hat nach Deinen eigenen Angaben nur die Bilder aus der Bauzeit gesehen. Er hätte zumindest mal einige Ziegel an den besonders kritischen Stellen ( Traufe, Brandwand, Dachflächenfenster ) aufnehmen und die Konstruktion - gegebenenfalls nach partiellem Aufschneiden der USB - prüfen können.


    Aber, wenn Du meinst, dass ein Anwalt anhand der spärlichen Angaben des Dachdeckers ( außer Holzlatten über den Brandgiebel hinweg , ist klar! ) Beweisfragen für ein selbständiges Beweisverfahren formulieren kann, dann versuchs halt. Daran denken, dass Ausforschungsfragen, wie


    " Wurde das Dach vom Dachdecker x im Jahre 2017 ordnungsgemäß eingedeckt und die Dämmung sowie die Dampfbremse ordnungsgemäß verbaut ? "


    nach der ZPO nicht zulässig sind und zur sofortigen kostenpflichtigen Zurückweisung des Antrags führen werden. Aber das wird Dir auch der Anwalt sagen, sofern er denn vom " Bauen " etwas versteht.

    Ausgangspunkt war das hier:


    Zitat

    Ich habe bei windigem Wetter Lufteintritt an der Innenverkleidung der Dachfenster.

    Also scheint die Luftdichtheit nach DIN 4108-7 nicht vorhanden zu sein. Das könnte dazu führen, dass im Bereich der Sparrenlage und an den Sparren Tauwasser ausfällt. Dann kann es zu Durchfeuchtungen und Verrottung der Dachkonstruktion aus Holz kommen. Ausgeführt wurde offenbar eine sog. Dachsanierung von oben. Hierzu giibt es ausreichend Lesestoff im Internet , u.a. eine Broschüre mit Anleitung bei Isover. Zu empfehlen wären auch die entsprechenden Filme, die die richtige Ausführung einer solchen Sanierungvariante zeigen unter www.isover-live.


    Ob die Luftdichtheit nicht gegeben ist, kann nur ermittelt werden durch partielle Öffnung des Dachs von oben bzw. durch einen raumseitigen Blower-Door-Test mit Leckageortung. Hierzu gibt es auch ausreichenden Lesestoff im Internet.


    Die Ausführung am Brandgiebel ist in jedem Fall falsch, da nach allen mir bekannten Landesbauordnungen über den Brandgiebel kein brennbares Material ( hier: Holzlatten ) hinweggeführt werden dürfen. Ob hier auch noch der Brandgiebel bis 30 cm über Dachoberkante = Ziegeleindeckung ) hätte hinweggeführt werden müssen, hängt davon ab, in welche Gebäudeklasse das Reihenhaus fällt.


    Die Wärmedämmung ist durch die fehlende Dämmung auf den Sparren geschwächt. Ob dies zu einem Schaden geführt hat, kann nur vor Ort überprüft werden. Wenn raumseitig noch eine Untersparrendämmung ausgeführt worden ist, sehe ich kein Problem. Die Untersparrendämmung widersprcht allerdings dem Prinzip der Dämmung von oben mit schlaufenförmiger Verlegung der Dampfbremse. Denn diese macht man nur dann, wenn man die raumseitige Verkleidung der Dachuntersichten erhalten will.


    Die von Dir gezeigte Sanierung/Dämmung von oben wird in den Broschüren als " einfach " dargestellt, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Knackpunkt sind die luftdichten Anschlüsse an den Giebeln und an den Traufen. Dort ist altes ausgefranztes Mauerwerk, dass vor der Verlegung der Dampfbremse überarbeitet werden muß. Hinzu kommt der ständige Wechsel der Ebenen durch die schlaufenförmige Verlegung. Die Luftdichtigkeit gelingt daher allenfalls dann, wenn der Unternehmer entweder " supergut " ist oder er permanent überwacht wird, was hier nicht der Fall war.


    Die Gewährleistungsansprüche verjähren nach BGB 5 Jahre nach dem Tag der Abnahme, also irgendwann in 2022. Mithin wird´s Zeit, das Dach von einem versierten Fachmann eingehend überprüfen zu lassen. Dadurch werden die Schwachpunkte/Mängel geklärt und man kann im Streitfall entscheiden, ob man ein selbständiges Beweisverfahren oder gleich ins Klageverfahren einsteigt. Der Privatgutachter wird schon vorher benötigt. Denn wie willst Du die Beweisfragen formulieren, wenn nicht bekannt ist, ob und welche Mängel/Schäden an dem Dach vorhanden sind?

    Die Antwort des Anwalts zum vertraglichen Bau-Soll erscheint mir etwas vorschnell und aus der " Hüfte " geschossen.


    Wo ist der in diesem Thread ursprünglich vorhandene Plan des Bauträgers ( ? ) mit eingezeichneter Dusche 100 x 100 cm abgeblieben? Außerdem: Gibt es keinen Schriftstück zu dem Sonderwunsch Dusche 100 x 100 cm? Mitunter steht so etwas bereits im Kaufvertrag. Wenn der Sonderwunsch hingegen erst nach Kaufvertragsabschluß vereinbart wird, wird hierzu in der Regel korrespondiert und zwar schon allein deswegen, weil der Sonderwunsch teurer ist und der BT den zu zahlenden Mehrpreis schriftlich fixiert haben möchte Im Übrigen sprechen für Deine Behauptung zwei Indizien:


    - die Anordnung des Bodenablaufs 50 cm und nicht 45 cm von der Wand.

    - die Aussage des Handwerkers " ging leider nicht wie vorgesehen ".


    Klar: Wenn das Bau-Soll schon nicht zu beweisen ist, was nach Deinen Beiträgen aber bislang als gesichert hingestellt wurde. lohnt es nicht einen Gutachter zu befragen, ob auch eine Dusche 100 x 100 cm hätte eingebaut werden können, ( wovon ich ausgehe, das Problem war und ist allein der Bodenablauf ).

    Gute Idee, einen Fachmann vor Ort mit der Überprüfung zu beauftragen. Hier im Forum bringt das nichts, weil Du keine Fotos aus der Bauzeit hast.


    Wenn der von Dir vorgelegte 1. Plan das vereinbarte Bau-Soll war, dann haben die sich ja an nichts gehalten, auch nicht im Bereich des Waschtischs und das in einem so kleinen Badezimmer. Die geplante Ablage am Waschtisch von 8 cm war allerdings auch " grenzwertig ".


    Der vorhandene Duschablauf hat mit Sicherheit ein Rohr zur Treppenhauswand und ist dann mit Bögen hinter dem TECEprofil entlang der Treppenhauswand zum Fallrohr im Bereich des WC´s geführt worden, was dann weiterhin die Tiefe der deckenhohen Vorsatzschale von 20 cm erklärt.


    Es bleibt also dabei, dass die Abwasserverrohrung nicht hinter, sondern seitlich vom TeCe in die Vorsatzschale hätte eingeführt werden müssen. Ob hierfür der Bodenaufbau in der Dusche ausgereicht hätte?? Pläne zum Bodenaufbau über der Rohbetondecke gibt´s wahrscheinlich nicht.


    Sind das Fliesen oder Estrich vor und seitlich der hellen Bodenfliesen in der Dusche. Wenn es der Estrich sein sollte, würde ich auch die Verbundabdichtung und das Vorhandensein der Dichtbänder an der Boden-Wand-Fuge gleich mitprüfen lassen. Silikon alleine würde die Dichtigkeit der Fuge nicht gewährleisten.

    Nachtrag: Achte auch darauf, dass die Vorsatzschale aus GKB und die gesamte Dusche ordnungsgemäß mit einer Verbundabdichtung abgedichtet wird. Wird nach meiner Erfahrung häufig falsch gemacht, insbesondere dann, wenn es auch noch eine bodentiefe Dusche ( ohne Duschtasse ) sein sollte.

    Hier


    TECEprofil: Badmodule / Bidet- & Duschmodule | TECE


    siehst Du das Problem. Das Duschmodul hat allein schon eine Tiefe ( je nach Modell ) von 80 - 98 mm und es mußte so weit vor der Treppenhauswand aufgestellt werden, dass dahinter u.a. noch das Dusch-Abwasserrohr zur Abwasserfallleitung vor der Außenwand geführt werden konnte. Also Aufbautiefe = mindestens 80 + 70 + Abwasserrohrdämmung von x + Beplankung = rund 200 mm bei Tect-Duschmodul.


    Denn der Ablauf ist lt. Planung an der Wandecke zum Flur. Optimierung hätte möglicherweise darin bestehen können, den Ablauf auf die Duschecke rechts zu verlegen und erst links hiervon ein Modul für die Dusche als Halterung für die Armatur und die Wasserversorgung der Dusche anzubringen.


    Problem war also das Abwasserrohr in der Duschecke links zum Flur.


    Detailplanung fehlt offensichtlich ---> Planungsfehler des Architekten oder des Bauträgers, sofern es eine neu erstellte ETW ist, ist aber egal.


    Wenn die Sanitärfirma den Architektenplan zur Ausführung hatte, hätte sie sehen müssen, dass eine Vorsatzschale von nur 10 cm Tiefe vorgesehen ist und 20 cm nicht funktionieren. Also hätte sie vor der Ausführung auf Bedenken hinweisen und eine Lösung abwarten müssen Das hat sie offenbar nicht getan. Hätte sie auf Bedenken hingewiesen, hätte man die Möglichkeiten einer anderen Ausführung ( s.o. ) klären können, aber einfach ausführen - wie immer - war keine zulässige Option und führt auch bei der Sanitärfirma zum Mangel. Wenn was anderes ausführbar war, dann bleibt es beim Mangel und es muß auf Verlangen zurückgebaut werden. Sollte eine andere Lösung nicht möglich sein, dann bleibts bei der derzeitigen Ausführung, weil 100-er Dusche im Bestand ( Rohbau ) von Anfang an unmöglich war.


    Jetzt liegt es an Dir, nachzuweisen, dass auch eine 100 er Vorsatzschale bei der gebotenen reiflichen Überlegung ausführbar gewesen wäre. Der Architekt wird " mauern ". Also brauchst Du einen externen Planer, wenn die Sanitärfirma bei der Behauptung verbleibt " technisch nicht anders umsetzbar ".

    Wenn ich mir das Bild " Eindeckungen " ansehe, frage ich mich, ob denn die Brandschutzanforderungen erfüllt sind.


    In NRW wäre es jedenfalls so, dass die Brandwand zwischen den beiden Reihenhäusern, bis 30 cm über das im Bild zu sehende linke Reihenhaus mit nachgerüsteter Aufdachdämmung hochzuführen ist. Was das " Trennblech " zur Verhinderung des Brandüberschlags bringen soll, vermag ich nicht nachzuvollziehen.

    Kalle meint wahrscheinlich 2010 erstellt und schon jetzt zerfleddert.


    Kunstoffbezüge der Stühle meiner Tochter, die raumseits im Bereich der Dachterrassenschiebetüranlage standen, waren schon nach 5 Jahren zerfleddert. Da wars aber mit ziemlicher Sicherheit ein UV-Schaden.


    Zerfledderte USB habe ich auch schon reichlich gesehen. Eine habe ich auf meinem Dach und sie ist von Dörken, Seitdem ist diese Fa. für mich gestorben.


    Danke Kalle für den Link! Er beruhigt ungemein. War schon am Überlegen, wann ich die Umdeckung ausführe.

    Zitat

    Die Holzbalkendecke ist punktuell vom Hausschwamm befallen und diesbezüglich nach den Vorgaben eines bereits vorliegenden Gutachten zu sanieren. Die Kosten hierfür teilen sich nach Kaufvertrag Käufer und Verkäufer mit einem definierten Schlüssel.

    Dann ist der Fall doch klar. Die Vereinbarung ist im Licht des Sanierungsgutachtens zu verstehen. Denn das Gutachten war die Grundlage der getroffenen Vereinbarung. Gegenstand des Gutachtens ist eine punktuell mit Hausschwamm befallene Holzbalkendecke und das Gutachten gibt vor, wie ( und wahrscheinlich auch bis wo ) die Sanierung auszuführen ist. Also Gutachten lesen und nicht irgendeinen Unsinn unter Verweis auf ein falsches Wortverständnisses erfinden: Decke gehört zum Dachstuhl. Und wenn es - wie nicht - so wäre, ist dann das Gutachten hinfällig???


    Der Hausverwalter ist offenbar ein " Meister " der Rabulistik.

    Und wie kommt der Anwalt des Käufers dann auf die Idee, dass die Sanierung auch den Dachstuhl umfassen soll, wenn der vom Käufer eh erneuert wird???


    Hierbei gehe ich davon aus, dass man die Holzbalkendecke auch ohne Antasten des Dachstuhls sanieren kann.


    Müssen zur Sanierung der Decke Teile des Dachstuhls entfernt werden und steht die Erneuerung des Dachstuhl nach den Absprachen der Parteien noch in weiter Ferne, dann hat der Verkäufer ein Problem. Es hätte dann besser vereinbart werden sollen, dass die Sanierung der Decke und die Erneuerung des Dachstuhls " Hand in Hand " laufen. Der marode Zustand der Decke hat aber möglicherweise gerade das verhindert.

    Zitat

    Bezogen auf den Fall von Alfons Fischer scheint aber klar zu sein, dass sowohl AG als auch AN sich einig waren, dass es die Arbeiten mit dem Harvester ohne Entfernung der Wurzelstöcke sind. Und dann ist es auch juristisch egal, was andere / die Mehrheit darunter verstehen bzw. was "korrekt" ist.Nach den Angaben von Alfons wurde getrennt ausgeschrieben. Der eine Unternehmer hatte also " Roden " im Auftrag, hat aber die Wurzeln nicht entfernt. Das wurde erst vom zweiten Unternehmer gemacht. Waren beide Unternehmer über den jeweils anderen Auftrag unterrichtet, dann hätten sie als Fachleute erkennen müssen, dass der Ausschreibende den Begriff " Roden " falsch verwendet und der " Roder " hätte möglicherweise nachfragen müssen, was der AG denn genau als " Roden " haben will.


    Aber so " verquer " kann der Fall wohl kaum gewesen sein. Alfons wird den Fall nicht genau kennen, weil er bei der Ausschreibung und Vergabe offenbar nicht dabei war ( Sachverhalt vom Hören-Sagen ).


    Zitat

    Bezogen auf den Fall von Alfons Fischer scheint aber klar zu sein, dass sowohl AG als auch AN sich einig waren, dass

    Nein, bei getrennter Vergabe, gibt es zwei AN.


    Dazu folgendes Beispiel:


    A bittet B, ihm 1.000,00 € für die Dauer von 3 Monaten zu überlassen. B ist damit einverstanden, wenn er dafür 3% Zinsen p.a. erhält. Damit ist der A einverstanden. A und B setzen ein Schriftstück auf, in dem steht: B leiht A für 3 Monate 1.000,00 €, die spätestens in 3 Monate zurückzuzahlen sind. Bestätigung A, dass er das Geld erhalten hat. Unterschrift A. B fordert 3 Monate später 1.000,00 € + Zinsen. A endet ein, von Zinsen steht nichts im Schriftstück und dort ist von Leihe die Rede.


    Lösung: Leihe ist unverzinslich! Aber beide Parteien haben die Zahlung von Zinsen gewollt: Diese Angabe ist allerdings im Schriftstück vergessen worden.


    Wenn der B den wahren Willen beider Parteien beweisen kann ( wogegen zunächst einmal das Schriftstück spricht -> es hat die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit! ), dann haben die Parteien sich lediglich in der Wortbedeutung " Leihe " vergriffen und es gilt das, was sie übereinstimmend gewollt haben = Darlehen mit 3 % p.a. Zinsen, rückzahlbar in 3 Monaten ab Geldempfang.


    Wenn B den wahren Willen nicht beweisen kann, dann hat er mit den Zinsen Pech gehabt.


    Bezogen auf den Einwand von Alfons:


    Wenn der AG und der " Roder " bei der Auftragsvergabe über das, was sie unter roden verstehen, geredet haben und den Begriff hierbei übereinstimmend nur als Fällen von Bäumen verstanden haben, dann war auch nur das gewollt und beauftragt.


    Wie heißt es so schön: Es kommt darauf an.

    Zitat

    Ich hatte mal mit so einer Baumaßnahme zu tun, da wurde das getrennt ausgeschrieben:

    Rodung der Fläche und Entfernen der Wurzelstöcke. Da rücken auch unterschiedliche Firmen an.

    Da hat einer nicht gewußt, was " Rodung " bedeutet. Ausschreibungsfehler. Wegen des " und " sind dann offensichtlich zwei Firmen angerückt und haben sich beide vor Lachen auf die Schenkel geklopft.

    Zitat

    Es gibt eine ausdrückliche vertragliche Vereinbarung über die Kostentragung der Sanierung der Decke, aber nicht des Dachstuhls (nach meinem Verständnis, das Original liegt mir aber noch nicht vor). Die Decke soll saniert werden, der "Dachstuhl" nicht, weil er eh abgerissen und anders neu gebaut werden soll. An dieser Stelle "Dachstuhl" und "Decke" könnte der Vertrag ungenau formuliert sein. Strittig ist nunmehr nach Einschaltung von Anwälten lediglich, ob die Decke nicht vielleicht auch Teil des Dachstuhls sein könnte. Deshalb wurde ich befragt, was genau ein "Dachstuhl" ist. Eine in dieser Hinsicht belastbare Definition fehlt mir bisher.


    Was soll vom Verkäufer nach dem Vertrag saniert/erneuert werden? Decke und/oder Dachstuhl?


    Der Wortsinn, ist nur eines von mehreren Elementen, der bei der Auslegung eines Vertrags zu hinterfragen ist. Er gilt nur dann, wenn er klar und eindeutig ist und von beiden Parteien auch nur in diesem Sinne verstanden worden ist/verstanden werden konnte. Du mußt also weiter fragen, was die Parteien mit der Vereinbarung bezweckt haben und welche näheren Umstände der Vereinbarung zugrunde lagen. Die Vereinbarung kam ja wohl kaum aus " heiterem Himmel " . Es wird dazu eine Vorgeschichte geben und auch die gilt es zu hinterfragen.

    Es handelt sich um einen Kaufvertrag mit Nebenleistung - Roden der Bäume -, die aber nicht dazu führt, dass aus dem Kaufvertrag ein Werkvertrag wird.


    Zurückbehaltungsrecht in Höhe der Rodungskosten ergibt sich aus § 320 Abs. 2 BGB. Nach fruchtlosem Ablauf einer zuvor gesetzten Frist zur Durchführung der Rodung entsteht für den TE ein Schadensersatzanspruch in Höhe der Rodungskosten. Damit kann er gegenüber dem Kaufpreisanspruch aufrechnen. Fristsetzung möglicherweise entbehrlich, wenn die bisherigen Erklärungen des Verkäufers als endgültige Verweigerung der Rodung zu verstehen sind und dessen Erklärungen beweisbar sind ( z.B. in einem Schreiben so erklärt ) ---> § 281 BGB.


    Was unter Rodung zu verstehen ist richtet sich nach dem allgemeinen Wortgebrauch ( beliebt bei Richtern das Nachschlagen im Duden ) und zusätzlich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls ( = Auslegung nach §§ 133, 157 BGB ). Hier wurde das Grundstück zur Bebauung erworben und deshalb ist dort auch von der " Rodung und dem Abtransport des Wäldchens " die Rede. Der Verkäufer hat also das Herrichten des Baugrundstücks übernommen und diese Leistung war im Kaufpreis mit eingerechnet.


    Der Notar hat Verträge zu beurkunden und nicht über Streitigkeiten, die aus dem vor ihm beurkundeten Vertrag entstehen, zu entscheiden. Insofern wird sich ein Notar nie zu derartigen Streitigkeiten konkret äußern. Er wird - wie hier - darauf verweisen, dass die streitige Klausel auszulegen ist.

    Holzdielung runter und dann vielleicht das hier:


    Knauf Integral - Altbausanierung


    Im Bad ist eine Verbundabdichtung erforderlich. Danach kannst Du im Internet " googeln ".


    Mich wundert, dass Du auf die vorhandenen Böden ( nicht nur im Bad ) scheinbar wahllos weitere Schichten aufbauen willst. Hat das Haus keine Treppen? Dort müssen die Anschlußhöhen beachtet werden. Bei unterschiedlichen Tritthöhen fällst Du beim Begehen der Treppe auf die Nase.