Beiträge von Eric

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    Letztlich, so möchte ich es hier ganz bewusst darstellen und so ist es meine Sichtweise aus nunmehr zwei Jahrzehnten Bauphysik, kauft der Kunde hier keine Leistung, sondern eine Versicherung!Ist doch nichts Neues. Beim Archi und bei allen weiteren Sonderfachleuten ist es nicht anders. Das hat so mancher Laie nur noch nicht verstanden und wurstelt deshalb selbst herum, um Geld einzusüaren ..... ohne die Haftpflichtversicherung der Planer.

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    Ergebnis Duschrinne wurde rausgestemmt und neue eingesetzt.( Selber Hersteller)

    Wie wurde die beschädigte Verbundabdichtung wieder an die Duschrinne angearbeitet?


    Gibt es Bilder nach Ausbau der Duschrinne und über die Arbeiten danach.


    Hinweis: Das Prinzip der Verbundabdichtung ist, dass unterhalb der Fliesen und am Anschluß an die Duschrinne eine lückenlose, wasserdichte Haut vorhanden ist, die verhindert, dass Duschwasser in die Bodenkonstruktion eindringt und diese durchfeuchtet. Denn Fliesen und Rinne sind wasserdicht, Aber nicht die Fliesenfugen und nicht die Übergänge von Fliesen an Einbauteile.

    Die ( bislang unbeantwortete ) Frage ist, aus welchem Grund der TE eine möglichst hohe Trittschalldämmung erreichen möchte. Einen ersten Hinweis gibt, die Beschreibung der Decke als " Holzbalkendecke ", die ohne bereits vorhandene trittschallverbessernde Maßnahmen ( z.B. Federschienen oder freitragende Decke unterhalb der Holzbalkendecke und/oder Beschwerungen auf der Holzbalkendecke ) einen grottenschlechten Trittschallschutz haben. Der TE müßte also zunächst den genauen Aufbau auf und unterhalb der Decke aufzeigen ( kann er als Laie aber mit Sicherheit nicht !) . Erst dann liese sich abschätzen, was die zusätzliche Trittschalldämmung unterhalb des geplanten Laminats noch erbringt. In jedem Fall wäre die Beratung durch einen Bauphysiker zu empfehlen.


    Vermutlich handelt es sich um eine Geschoßdecke in einem MFH mit unterliegender Fremdwohnung und der TE befürchtet, dass sich der Nutzer der Fremdwohnung nach der Verlegung von Laminat über eine höhere Geräuschbelästigung beschwert.


    1. Hinweis: Die Maßnahme kommt überhaupt nur dann in Betracht, wenn der TE Eigentümer der Wohnung ist. Ist er Mieter, bedarf es für die Laminatverlegung der vorherigen Zustimmung des Eigentümers.


    2. Hinweis: Ich habe die Trittschalldämmung von Wineo schon mehrfach in Mietwohnungen auf Holzbalkendecken verlegen lassen und damit bislang gute Erfahrungen gemacht. Es kommt aber darauf an, welches Trittschalldämmmaß die Holzbalkendecke in der Grundsubstanz hat ( s.o. ). Wer den sicheren Weg gehen will und die Kosten für einen Bauphysiker scheut, wählt besser einen Teppichboden mit einenm hohen Trittschallverbesserungsmaß ( siehe die vorangegangenen Threads ). Damit kann man nichts falsch machen.


    3. Hinweis: In rechtlicher Hinsicht ist es nach der Rechtsprechung des BGH so, dass das Trittschallschutzmaß der Holzbalkendecke durch die Laminatverlegung nicht verschlechtert werden darf. Beurteilungsmaßstab ist hierbei das Trittschallschutzmaß, dass die Holzbalkendecke im Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes hatte. Darauf, dass zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes z.B. Teppichboden auf der Holzbalkendecke verlegt war, kommt es nicht an ( BGH-Urteil " googeln " und nachlesen ). Ich halte die Entscheidung des BGH für " grenzwertig ".


    Mit fachgerecht verlegtem Wineo unter dem Laminat dürfte diese rechtliche Hürde zu überwinden sein.


    Den Nutzer der unterliegenden Fremdwohnung könnte die Verlegung des neuen Oberbelags subjektiv gleichwohl stören, weil es für ihn eben lauter werden dürfte als früher mit z.B. Teppichboden. Mit einem gedeihliches Zusammenleben könnte es also schwierig werden, auch wenn der unterliegende Fremdnutzer dagegen rechtlich nicht mit Aussicht auf Erfolg dürfte vorgehen können ( siehe BGH-Urteil ).


    4. Das von Wineo genannte Trittschallverbesserungsmaß von 19 dB dürfte nicht für Holzbalkendecken gelten. Insofern bei Wineo das TVM auf Holzbalkendecken gezielt nachfragen und sich nicht durch die unspezifizierte Aussage blenden lassen.


    5. Hinweis: Sicherheit bringt nur die vorherige Bewertung und Beratung durch einen versierten Bauphysiker( akustiker ).


    Wir im Forum haben keine Glaskugel und kennen den derzeit vorhandenen Deckenaufbau nicht.

    Für die Vermietung bedarfs keiner Genehmigung. Du bekommst aber ne Menge Ärger, wenn Du vor der Vermietung keine Nutzungsänderungsgenehmigung des EFH zum 2-Familienwohnhaus beim Bauamt einholst, das Bauamt hiervon erfährt und mangels Nutzungsänderunsgenehmigung ein Nutzungsverbot erläßt-


    Ob die Genehmigung zu erlangen ist, hängt u.a. davon ab, ob das DG abgeschlossen ost und in dem Haus die Brandschutzanforderungen erfüllt sind.

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    Der Übergang Standrohr/ Grundleitung ist auch nicht ok, da das Rohr der GL nicht frei bewittert werden darf.

    Gemeint wahrscheinlich: Der über OK Erdreich hinwegstehende Stutzen der GL ist nicht UV-beständig. Auf Foto 2 aber richtig gelöst. Möglicherweise auf Foto 4 noch ein Bauzustand.

    Lies Missel Merkblatt Schallschutz


    Downloads


    zu den werkvertraglichen Anforderungen S. 18 ff


    zu Vermeidung von Geräuschsbelästigungen bei Badinstallationen S.52 ff.


    Und selbstverständlich ist die Schallentkopplung auch in EFH sehr wichtig. Die DIN 4109 enhält hierzu zwar nur " Empfehlungen". Werkvertraglich kommt es jedoch auch hier darauf an:


    - enthält der Vertrag ausdrückliche Vorgaben hinsichtlich des geschuldeten Schallschutzmasses oder aber Vorgaben zu dem zu verwendenden Material ---> dann ist der Schallschutz geschuldet, der bei mangelfreiem Einbau zu erreichen ist,


    - wenn nein, dann ist der geschuldete Schallschutz durch Auslegung des Vertrags zu ermitteln und das ist Juristerei am " Hochreck ".


    In Deinem Fall ist schon die Anordnung der Badinstallationen grenzwertig, nämlich auf der Wand zum Kinderzimmer und dann auch noch ohne Schallentkopplung der Wandhalterung. Dicker Planungsfehler, da Schallbelästigungen im KZ zu erwarten sind, die durch einfache und wenig kostenaufwändige Maßnahmen zu vermeiden sind. Das gilt jedenfalls dann, wenn das Badezimmer künftig auch von anderen Bewohnern ( z.B. Eltern ) benutzt werden soll.

    Zur Anzeige beim Nachbarn:


    Die §§ 15 ff des saarländischen Nachbarrechtsgesetz regeln unterschiedliche Fälle und die hierbei zu beachtenden Risiken.


    § 17 verweist nur auf § 15 Abs. 2, aber nicht auf § 15 Abs.6. Das würde ich dahingehend interpretieren, dass die Art des Anschlusses dem Nachbarn angezeigt werden muss. Das ergibt sich m.E. auch schon daraus, dass der Anschluß auf das Nachbareigentum übergreift und tangiert. Mit der Grenzwand als solcher bleibst Du demgegenüber auf Deinem Grundstück. Garagengrenzwände hält der saarländische Gesetzgeber offenbar nicht für so risikoträchtig, dass deren " Errichtung " dem Nachbarn angezeigt werden muß ( Anzeigepflicht gilt offenbar nur bei höherwertigen Räumem auf dem Nachbargrundstück ). Entfall der Anzeigepflicht bei der " Erstellung " von Garagen, bedeutet im Übrigen nicht, dass Du von der Haftung freigestellt bist, falls durch den Bau Deiner Garage Schäden an der Nachbargarage entstehen. Für adäquat-kausal verursachte Schäden wird mit und ohne Anzeigepflicht gehaftet. Dafür schließt man sinnvollerweise eine Bauherrenhaftpflichtversicherung ab.


    Aber frag, wenn Du nicht eh sicherheitshalber anzeigen willst, was in jedem Fall sinnvoll erscheint, gegebenenfalls bei einem saarländischen Rechtsanwalt nach.

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    Über einen Betonsockel habe ich auch schon nachgedacht, da frage ich mich aber ob nicht Kosten / Nutzen von einem Kantblech unterhalb beider Attiken besser ist!? Damit würde erst garkein Wasser eintreten können.Wasser/Feuchtigkeit kann nicht nur " vom Himmel " kommen. Es befindet sich auch im Erdreich und deshalb muß der Sockel ( = unterer Teil einer Wand ) abgedichtet werden ( horizontal und vertikal ) und zwar unter Berücksichtigung des jeweils anstehenden Lastfalls.


    Die Abdichtung des Luftspalts ( = oben gegen einlaufendes Niederschlagswasser ) ist demgegenüber vergleichsweise trivial.

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    Nur leider gibt´s hier vom Planer kein Detail zum Anschluss der Dächer.


    Das Detail brauchst Du aber für die Anzeige beim Nachbarn ( s.o. ).


    Außerdem soll sich der Planer Gedanken darüber machen, wie er den Aufstand Deiner Grenzwand auf der Bodenplatte dauerhaft dicht bekommt!


    Schon merkwürdig wie unbedarft sich manche Planer verhalten.

    Skeptiker ist mir zuvor gekommen. Siehe hier:


    Nachbarrechtsgesetz für das Land Saarland (NachbG Saarland) - Gaius


    § 17 verweist auf § 15 Abs. 2, also vorgerige Anzeige des Anschlusses ( genaue Beschreibung der Maßnahme erforderlich ) nicht vergessen und die Wartefrist einhalten. Denn die Anzeige dient dazu, dass der Nachbar gegen die Art des Anschlusses Bedenken anmelden kann.


    Deine Garagenwand muss als " Grenzwand " unmittebar an die Grenze gebaut werden. " Unmittelbar " ist allerdings nicht als " direkt " zu verstehe. Ein geringfügiger Abstand zur Grenze ist unschädlich. Die Garagenwand des Nachbarn dürfte daher, was das Gesetz voraussetzt !, ebenfalls Grenzwand sein, obwohl sie nach Deinen Angeben 7 cm vor der Grenzer steht.


    Darauf achten/klaren, dass am Aufstand der Wand auf der Bodenplatte kein Stau- oder Grundwasser ansteht, dort also versickerungsfähiges Erdreich ( = Lastfall Bodenfeuchte ) vorhanden ist. Aber selbst dann lohnt es sich darüber nachzudenken, ob die Grenzwand im unteren Teil ( Sockel ca. 15 cm über GOK ) aus wasserundurchlässigem Beton erstellt und mit Fugenblechen oder Fugenbändern an die Bodenplatte angeschllossen wird. Denn Du sagst völlig zu recht, dass Du im entstehenden Zwischenraum von 7 cm die immer und erst Recht bei Ytong erforderliche Sockelabdichtung nicht ausführen kannst. Machst Du das nicht, wird der untere Teil der Wand wahrscheinlich feucht/nass. Also Betonsockel und erst darauf mit Ytong aufmauern.


    Nachbar wird es ja hoffentlich auch so gemacht haben, d.h. die Holzständer auf einem wasserdichten Betonsockel aufgestellt haben.

    Aufbau dürfte sein:


    Durchgehende Bodenplatte vom Waschraum bis zum Treppenpodest. Darauf Estrich und Fliesen, die innen und außen auf etwa gleicher Höhe liegen. Türschwelle fehlt. Aufkantung nur mit einer Türschiene auf den Fliesen.


    Die Fliesen als solche mögen wasserdicht sein, aber nicht die Mörtelfugen und die Anschlüsse an die Außenwände und an die unterste Treppenstufe ( keine wannenförmige Vertikalabdichtung am Treppenpodest erkennbar ). Dort gelangt Niederschlagswasser in den nicht abgedichteten Estrich und durchfeuchtet ihn bis in den Waschraum. Das Wasser/Feuchtigkeit im Estrich und auf der Bodenplatte steigt im ( saugenden ) Innenputz an den Wänden auf.


    Mögliche weitere Ursache: Bodenplatte wurde durch den Einbau der Bodenabläufe beschädigt oder Durchdringung nicht abgedichtet.


    Klärung: Nach stärkerem Regenfall, die beiden äußeren weißen Fliesen und den Estrich in der Waschküche im Bereich der Tür ( rechts und links ) entfernen und prüfen, ob es dort und auf der Bodenplatte nass/feucht ist. Ersatzfliesen gibt es ja hoffentlich noch.

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    Andererseits sollte man vielleicht auch würdigen, wie es dazu kam:

    Im Standardgrundriss des BT hat das Kinderzimmer vielleicht 15qm, damit enstpräche die Fensteröffnung den gesetzlichen Forderungen.

    Der TE hat nun aber seinem Nachwuchs durch das Versetzenlassen einer Innenwand 3qm mehr gegönnt, das Fenster blieb aber gleich groß.

    Es hat da schon etwas Skurriles, wenn man nun argumentiert, dass wegen des größeren Zimmers

    Guter Ansatz! BT hat offenbar " gepennt " und das Fensterproblem bei Vergrößerung des Kinderzimmers übersehen.


    -----------> Sonderwünsche sind grundsätzlich vom Erwerber zu bezahlen. Hier sind beide Parteien offensichtlich davon ausgegangen, dass der Sonderwunsch keine zusätzlichen Kosten verursacht, weil ja " nur " eine Wand versetzt wird und alles andere so bleiben kann ( insofern ist auch der " Betrug " ziemlich weit hergeholt ).


    Der Sonderwunsch " größeres Kinderzimmer " hat zu einem Rechtsmangel geführt: Fenster zu klein und daher als Aufenthaltsraum ( Kinderzimmer ) nicht zulässig ---> Gefahr, dass die Nutzung als Aufenthaltsraum untersagt wird. Aber besteht diese Gefahr tatsächlich: Bauamt kennt ja offenbar den Mangel, unternimmt aber nichts dagegen,


    Problem dürfte sein, wer die Kosten für die Beseitigung des Mangels trägt. Das dürfe davon abhängen, was der TE als Mangelbeseitigung fordert:


    1. Verleinerung des Kinderzimmers durch Rückversetzen der Wand: BT. Das will der TE aber offensichtlich nicht.


    2. Den Raum so belassen und Vergrößerung des Fensters: Dann könnte man an Sowieso-Kosten denken, die vom TE zu tragen sind, allerdings nur in der Höhe, die als Mehrbetrag bei rechtzeitiger Reaktion des BT angefallen wären.


    Insofern wären die vom BT angebotenen 2.500,00 € wahrscheinlich in Ordnung. Umsonst ist nur der Tod.

    Schon merkwürdig, worauf sich Leute einlassen.


    Hier


    Eigentumswohnung in Bester Lage von Düsseldorf Oberkassel am Kaiser-Wilhelm-Ring


    sollen Kellerräume, die ohne Zustimmung der Wohnungseigentümer zu Wohnräumen umgebaut worden sind, zu sage und schreibe rund 7.000,00 €/m² als " Eigentumswohnung " verkauft werden. Aber ohne Zustimmung der Wohnungseigentümer bleibt Kellerraum Kellerraum, auch wenn das Bauamt den Umbau zu Wohnraum genehmigt hat. Wie heißt es so schön in den Bauordnungen aller Bundesländer: Die Baugenehmigung ergeht unbeschadet der Rechte Dritter!


    Bleibt nur zu hoffen, dass zumindest der Notar den potentiellen Käufern eingehend und verständlich erklärt, was der trickreiche Makler im Exposé verklausuliert darstellt.


    Code
    1. BITTE BEACHTEN:
    2. Bei der Wohnung handelt es sich um eine Teileigentumseinheit.
    3. Die Fläche wurde von einer Kellerfläche zur Wohnung umgebaut und baurechtlich durch die Stadt Düsseldorf genehmigt.
    4. Im Grundbuch und in der Teilungserklärung wird es aber immer noch als Teileigentum geführt.
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    Dem Käufer und dem Verkäufer ist bekannt, dass die Wirksamkeit des Kaufvertrages

    über das Hausboot. die Übertragung des ideellen anteiligem Erbbaurechts und des

    anteiligen Eigentums an der Steganlage. nebst schuldrechtlicher Regelung der Nutzung

    der einzelnen nummerierten Stege. der notariellen Beurkundung bedarf.

    Also ein Vertrag, der sich aus mehreren Teilen zusammensetzt, die miteinander in der Weise verknüpft sind, dass sie nur als einheitliches Ganzes gewollt sind, d.h. miteinander stehen und fallen. Ohne Steg kommt der TE nur schwer zum Hausboot ( allenfalls mit Boot oder schwimmend ), ohne Liegeplatz kann er mit dem Hausboot auf dem Gewässer nicht " parken " und ohne Hausboot braucht er weder Steg noch Liegeplatz.


    Etwas merkwürdige Konstruktion: Steg ist anteiliges Eigentum und Liegeplatz offenbar anteiliges Erbbaurecht.


    Ich tippe auf Maastrich.

    Offenbar ein Typengemischter Vertrag über bewegliche Sache + Grundstück, der deswegen der notariellen Beurkundung bedurfte und bis dahin unwirksam ist.


    Wird nicht beurkundet sind die ohne Rechtsgrund bewirkten Leistungen ( hier: die Vorauszahlungen ) aus § 812 BGB zurückzuzahlen. Also könntest Du wählen: 1. Mehrforderung akzeptieren und endlich den Vertrag notariell beurkunden laasen oder 2. Vertrag platzen lassen und die Vorauszahlungen zurückfordern.


    Ich verstehe nicht, wie man sich überhaupt und erst Recht in einer solchen Konstellation auf Vorauszahlungen einlassen konnte.

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    Und dass Berlin noch nie vernünftig wirtschaften konnte


    sehe ich leider auch so. Warum wurden die so tollen 65.000 oder waren es jetzt 100.000 Wohnungen nicht zum Spottpreis von 100,00 €/m² den Mietern angeboten? Damit hätte man die Eigentumsbildung einer großen Anzahl von Haushalten befördern können. Aber nein: War offenbar zu viel Aufwand, wie es hätte funktionieren können, wußte auch niemand und der Erlös sollte halt schnell in die Kasse kommen. Ein Witz, dass der Senat jetzt wieder beginnt, einzelne Wohnungen teuer zurückzukaufen.


    Ein Witz ist auch, dass der Senat den Mietern die nachzuzahlenden Mieten vorfinanziert, obwohl diesen eindringlich empfohlen worden ist, den eingesparten Teil der Miete wegen des laufenden Verfahrens vor dem Bundesverfassungsgericht zurückzulegen, rund 40.000 Mieter sich hieran aber nicht gehalten und das ersparte Geld gleich ausgegeben haben.


    Wie mein Vorredner schon erklärt hat, besteht ein wesentlicher Teil des Problems un den niedrigen Kredit- und Anlagezinsen und der Flucht in den vermeintlich " sicheren Hafen " Immobilien. Anfang des Jahrtausendes wurden Immobilien noch zum 15-fachen Jahresmietwert gehandelt. Heute wird der 50-fache Jahresmietwert aufgerufen und es gibt immer noch genügend Menschen, die zu diesem Preis kaufen.


    Auf der einen Seite ist es Gier und auf der anderen Seite Angst und Dummheit. Wer zu diesen Preisen noch einsteigt, kann natürlich nicht für 6,00 €/m² vermieten. Die Quittung für die Dummheit bekommt er spätestens dann, wenn die Zinsen wieder steigen. Wer bereits Immobilien hat, kann diese nach dem Gesetz nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete anheben bzw. mit einem Zuschlag von max. 10% neu vermieten.

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    Die Scheune würde wir ( = die Tochter ) Umsonst erhalten mit der Bedienung das nur meine Frau im Grundbuch steht.

    Gemeint wohl, das Grundstück oder der noch abzuteilende Teil des Grundstücks, auf dem die Scheune steht, wird von den Eltern im Wege der vorweggenommenen Erbfolge an die Tochter geschenkt.


    Das neue Gebäude folgt dem Eigentum am Grundstück, würde also ebenfalls Alleineigentum der Ehefrau. Ehemann ginge leer aus, darf aber das Darlehen ( mit ) abbezahlen.


    Wie soll die Regelung aussehen, wenn die Ehe in die Brüche gehen sollte und was passiert dann mit dem gemeinsam aufgenommenen Darlehen über 600.000,00 €. Enthaftung Ehemann für die Zukunft und wie, sofern die Ehefrau das Darlehen nicht sollte allein zurückzahlen können ). Ausgleich für den Ehemann, der das Darlehen über Jahre mitgetilgt hat ??? Nur über Zugewinnausgleich?


    Das würde ich nur über eine quotenmäßige Beteiligung am Grundstück mitmachen.


    Beispiel:


    Grundstück hat einen Verkehrswert von 200.000,00 € und das neue Haus einen Wert von 600.000,00 €.


    Ehefrau 5/8 Miteigentumsanteil und Ehemann 3/8 Miteigentumsanteil. Die Eltern erhalten ein Rück- oder Vorkaufsrecht im Falle des Verkaufs. Damit hätte die Eltern doch alles erreicht, was sie wollen: Der Ausgangswert des verschenkten Grundstücks verbliebe in jedem Fall der Tochter.

    Gehört die Dachterrasse zu einer Eigentumswohnanlage?


    Dann ist gegebenenfalls zusätzlich noch die Zustimmung aller weiteren Eohnungseigentümer erforderlich ( bauliche Veränderung und/oder Änderung des äußeren Erscheinungsbildes = Sichtbarkeit für andere Wohnungseigentümer ? ).

    Den in der Bestellungsurkunde hauptsächlich verwandten Begriff " Trennmauer " kennt das Gesetz nicht. Richtig: Durch Verwendung der Worte " einer gemeinsamen Trennmauer des Eigenheims zu dem benachbaqrten (sic) Eigenheim " wird der Notar damit tatsächlich die erst im letzten Halbsatz erwähnte " Kommunmauer " gemeint haben.

    Beidseitige angebaute Kommunmauer ( = Nachbarwand in NRW ) ist Grenzeinrichtung . Rechte und Pflichten an der Kommunmauer ergeben sich demzufolge aus §§ 921, 922 BGB. Grenzeinrichtung iSd Vorschrift sind ferner die auf der Grenze zweier Grundstücke erstellten Terrassen- oder Gartenmauern.


    § 922 S.1 BGB: Recht zur Nutzung nur insoweit, als nicht die Mitbenutzung des anderen Nachbarn hierdurch beeinträchtigt wird. S.3: Beseitigungs- und Änderungsverbot unter Einschluß von Beeinträchtigungen der Standsicherheit, des Brand-, Schall- und Feuchteschutzes.


    Verschärfung gegenüber dem Gesetz sehe ich lediglich darin, dass nach dem reinen Wortlaut der Bestellungsurkunde in der " Trennmauer " überhaupt keine Leitungen für Wasser und Abwasser verlegt werden dürfen, selbst wenn hiervon keine Beeinträchtigungen für den Nachbarn ausgehen ( aber fraglich, ob eine derart weitgehende Regelung nach S.1 überhaupt zulässig ist bzw. tatsächlich gewollt war ).

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    Die Eintragung schützt den rechten Nachbarn vor grundlegender Veränderung der Bebauung auf dem belasteten Grundstück. Das ergibt hier insofern Sinn, da damals gleichzeitig drei gleiche Doppelhäuser gebaut wurden. Der Bebauungsplan lässt hier sehr viele Freiheiten. Ohne Grunddienstbarkeit könnte planungsrechtlich ein sehr großes Mehrfamilienhaus errichtet werden. Wenn ich davon ausgehe, dass gleichartige Eintragungen bei den anderen fünf Doppelhaushälften vorhanden sind, kann diese Bestandsicherung nur im Einvernehmen aller sechs Eigenheimbesitzer aufgehoben werden.

    Kennst Du den Bebauungsplan oder bist Du am Mutmaßen?


    Off-Topic:

    Wenn ich davon ausgehe,


    ja wenn,... Und warum hat der TE bislang nichts davon berichtet, dass er ein gleichartiges Recht in Bezug auf die Nachbargrundstücke hat?


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    Wozu dann die ausdrückliche Erwähnung des Leitungsverbotes. Selbst wenn jemand auf die Idee käme, eine Abwasserleitung in einer Sichtschutzwand zu verlegen, verdiente der Schutz davor keine gundbuchliche Sicherung.


    Glaub nur nicht, dass ich mich das nicht auch schon gefragt habe. Aber in die Brandwand dürften Leitungen ja wohl auch so schon kaum eingebaut werden. ( Brandschutz und Schallübertragung und normierte Schlitztiefen in Wänden und Miteigentum, das ohne Zustimmung nicht verändert werden darf ).


    Also vielleicht deswegen, weil derartiges eine Terrassenwand schwächt und die Gefahr birgt, dass die Wand durchnäßt oder was die damaligen Besteller sich sonst noch dabei gedacht haben.


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    Sehe ich anders. "Trennmauer des Eigenheims zu dem benachbarten Eigenheim" ist für mich eindeutig die Wand, die die Wohnhäuser gemeinsam haben. Sicher würde ein Lageplan hier für noch mehr Klarheit sorgen.

    Deine Auslegung funktioniert schon nach dem Wortlaut nicht. Denn dort ist ausdrücklich die Rede von " einer " Trennmauer. Und von " Wänden " der Wohnhäuser in der Nachbarschaft und " Eigenheim " steht dort auch nichts.


    Interessiert die Juristen aber auch nicht. Denn wenn allgemeines Rätselraten herrscht, dann ist das Recht nicht hinreichend bestimmt. Die Bestimmtheit hat auch einen zureichenden Grund: Das Recht muß aus der Urkunde hervorgehen, damit auch spätere Erwerber wissen, was damit gemeint ist. Der Erwerber und auch ein Richter muss nicht Nachforschungen außerhalb der Bestellungsurkunde anstellen ( z.B. Befragung des Notars und der damaligen Parteien ), was diese damit gemeint haben.


    Ganz am Anfang des Beitrags hat der TE berichtet, von einer Mauer, die auf seinem Grundstück steht !


    Und jetzt? Er hat halt gegen den eisernen Grundsatz verstoßen, dass man nichts kauft, was man selbst und auch der beurkundende Notar und der Verkäufer nicht versteht.

    Da hat der Notar offenbar selbst nicht gewußt, was er regeln soll und welche Mauer gemeint ist. Einen zusätzlichen Plan zur Urkunde mit Einzeichnung der Mauer in Farbe oder mit Buchstaben gibt es offenbar nicht. Den Pateien, die die Grunddienstbarkeit bestellt haben ( vielleicht war´s auch nur der Verkäufer vor Verkauf ) war ja klar, was gemeint war, und die notwendige Bestimmtheit ( auch ) für spätere Eigentümer wurde offenbar nicht bedacht. Schwache Leistung des Notars. Kenne ich hier nur von den Und-Notaren.


    In der Bewilligungsurkunde ist die Rede von " einer gemeinsamen Trennmauer " und von einer " Kommunmauer " und das Ganze für die Eigentümer zweier Grundstücke.


    Wäre die Gebäudeabschlußwand ( Brandwand ) zwischen den beiden Doppelhaushälften, die bereits wegen des Miteigentums in Ihrem Bestand geschützt ist, gemeint, dann ist nicht ersichtlich, warum auch noch einem weiteren ( entfernten ) Nachbarn hieran noch ein Recht ( Grunddienstbarkeit ) bewilligt worden ist.


    Denn " gemeinsam " ist die " Mauer " nur dann, wenn die Doppelhaushälften auf einem Grundstück oder aber die " Mauer " auf der Grenze zwischen dann zwei Grundstücken steht.


    Das Wort " Trennwand " würde für mich eher auf die Wand zwischen den Terrassen der beiden Doppelhaushälften als Sichtschutz hindeuten. Aber auch dafür ist nicht ersichtlich, warum der Eigentümer des entfernter liegenden Grundstücks hieran Rechte bewilligt bekommen hat.


    Könnte also sein, dass die Grunddienstbarkeit mangels Bestimmtheit der " Mauer " nichtig ist, Bestimmt ist ein Recht nämlich nur dann, wenn es auch für einen objektiven Dritten, der an der Beurkundung nicht teilgenommen und den wahren Willen der seinerzeit Beteiligten nicht kennt, klar und eindeutig beschrieben ist. Deswegen werden einer solchen Urkunde idR auch Pläne beigefügt.


    Im Falle der Nichtigkeit würde die gesetzliche Regelung gelten und auch danach darf die " Mauer " zumindest ohne Zustimmung des Eigentümers/Miteigentümers der anderen Doppelhaushälfte nicht entfernt werden.

    Zu den Bauteilschichten habe ich auch nichts gesagt. Sind völlig in Ordnung, wenn es denn im Bestand mit Zwangspunkten, insbesondere an Treppen geht.


    Nur an der Ausgleichsschicht könnte er einsparen, wenn er die Verlegung von Leitungen auf der Rohbetondecke unterläßt. Aber was soll das für eine " Betondecke sichtbar mit Lasierung " sein?

    Kontext ist diese uralte Entscheidung: Schweinemästerfall


    Klassiker: Schweinemäster-Fall - Rechtsanwalt Markus Domanski


    Der Pferdehof mußte unbedingt verhindern, dass in seiner Nachbarschaft eine weitere Wohnbebauung stattfindet. Deswegen hat er sich auch als " Beteiligter " an dem Genehmigungsverfahren gegen die Baugenehmigung ausgesprochen und hätte wohl geklagt, wenn erneut ein " Amigo " auf die Idee gekommen wäre, sie zu erteilen.


    Kann man ja verstehen: Wer läßt sich schon seine Existenz vernichten, wenn die Wohnbebauung immer näher rückt und dann ein Wohneigentümer auf die Idee kommt, gegen eine beantragte Erweiterung des Pferdehofs zu klagen, weil das zusätzlichen Gestank verursacht.


    Also: nicht der TE mußte geschützt werden, sondern der Eigentümer des Pferdehofs.


    Im Außenbereich gilt grundsätzlich ein Bauverbot, es denn das BVH ist priviligiert, z.B. landwirtschaftlicher Betrieb

    Und Deine Frage, ob es fachgerecht ausgeführt ist, kann nur ein Fachmann vor Ort durch entsprechende Untersuchungen feststellen. Wir haben hier keine " Glaskugeln ", die Dein Dach zeigen.


    Dein Fachmann hat nach Deinen eigenen Angaben nur die Bilder aus der Bauzeit gesehen. Er hätte zumindest mal einige Ziegel an den besonders kritischen Stellen ( Traufe, Brandwand, Dachflächenfenster ) aufnehmen und die Konstruktion - gegebenenfalls nach partiellem Aufschneiden der USB - prüfen können.


    Aber, wenn Du meinst, dass ein Anwalt anhand der spärlichen Angaben des Dachdeckers ( außer Holzlatten über den Brandgiebel hinweg , ist klar! ) Beweisfragen für ein selbständiges Beweisverfahren formulieren kann, dann versuchs halt. Daran denken, dass Ausforschungsfragen, wie


    " Wurde das Dach vom Dachdecker x im Jahre 2017 ordnungsgemäß eingedeckt und die Dämmung sowie die Dampfbremse ordnungsgemäß verbaut ? "


    nach der ZPO nicht zulässig sind und zur sofortigen kostenpflichtigen Zurückweisung des Antrags führen werden. Aber das wird Dir auch der Anwalt sagen, sofern er denn vom " Bauen " etwas versteht.