Beiträge von KatMat

    Machen wir immer so und ist noch nie was passiert, habe ich auch schon gehört.

    Beim nächsten Mal sagen die dann entweder dasselbe oder: "haben wir schon oft so gemacht, ist erst einmal was passiert."


    Grundbruch kommt zwar zum Glück selten vor, aber er kommt vor. Risiko nimmt mit hohen Lasten, bindigem Boden und feuchtem Boden sowie der Breite des ausgehobenen Arbeitsraums zu. Man kann auch das Risiko untersuchen und bewerten lassen. Aber einfacher und wsl billiger ist es, sich an die Empfehlungen zu halten und den Mehraufwand für eine vernünftige Firma in Kauf zu nehmen.


    Aber vor dem Aufgraben zuerst ntl eine richtige Ursachenforschung.


    P.S.: Häuser werden und wurden idR so gebaut, dass nach der Errichtung des KG mit dem Verfüllen begonnen wird und nicht erst, wenn die vollständigen Lasten drauf sind.

    Lästig mit dem Rad ist auf Korsika, dass einen die Schweine auf der Fahrbahn nicht ernst nehmen. Bei einem hupenden Auto stehen die auf; bei einem schreienden Radler nicht. Also nicht zu schnell die Pässe runterfahren.

    Eine Staubprobe sagt nichts über eine Konzentration in der Luft aus. Das ist ein Archiv vergangener Luftbelastungen und dient nur dem qualitativen Nachweis.

    Wenn der Staub sich nicht nachweislich erst nach der Sanierung gesammelt hat ist die Analyse wertlos, weil nicht interpretierbar.

    Nach den getroffenen Maßnahmen ist nichts mehr zu tun; die sind mehr als ausreichend.

    Die beste Lösung wäre mE testen und dann entsprechend verfahren. Chance auf Asbestfreiheit ist relativ hoch.

    Die zweitbeste mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen wie asbesthaltig ohne Analyse entfernen.

    Also für mich sieht das absolut nicht nach Asbest aus sonden nach Kunststofffasern. Das heißt ntl nicht, dass es komplett asbestfrei ist.

    Aber bei jeder Art von Versieglung müsste man da dran herum schneiden stopfen usw. mit dem Ergebnis, dass man Massen von Fasern freisetzt, dass es hinterher nicht zuverlässig dicht ist und dass man dasselbe Problem bei zukünftigen Arbeiten wieder hat.

    Das halte ich für die drittbeste von drei Lösungen.

    Abplanen ist jetzt auch kein Schuldeingeständnis. Abplanen ist Standard, wenn das Material wieder qualifiziert eingebaut oder abgefahren und gewogen werden soll.

    Einmal wegen Verdichtbarkeit und andereseits wegen Gewichtsersparnis.

    Also bei etwa 1/4 bis 1/3 der Fälle findet man in solchen Fliesenklebern Asbest in sehr geringer Konzentration. Aber wenn man rechnet, dass vlt 50% der Fälle ohne Kleber auskommen (Dickbett) ist das doch recht wenig.

    Der Asbest im Putz kommt nach meiner Erfahrung (und auch Literatur) eigtl immer aus Spachtelmassen.

    Das ist aber bei der Probenahme / Analytik oft kaum zu trennen. Ich hatte auch schon Asbest in Putzproben; bei Nachbeprobungen hat sich das dann nicht bestätigt. Der Rückschluss war, dass es eine Verunreinigung durch Spachtelmasse war.

    Mittlerweile liegt die Nachweisgrenze bei etwa 0,001%; da fallen auch Verunreinigungen ins Gewicht.

    In Spachtelmassen hat Asbest für gute Ausziehbarkeit gesorgt, in Klebern für Zusammenhalt. Im Putz hat er schlicht keine Funktion und die anderen Inhaltsstoffe sind billiger.

    Also im Westen waren Spachtelmassen und Fliesenkleber häufiger asbesthaltig. Mörtel und Putze eher nicht.

    In der DDR weiß ich das nicht. Aber da Asbest billig war und die Produkteigenschaften verbessert hat, warum nicht.

    Der zitierte Artikel der Lungensarztzeitschrift ist so alt, dass er den jetzigen Kentnisstand nicht beschreiben kann. Die Nachweismethoden haben sich stark verbessert und in der Folge die Fundstellen augeweitet.

    Immer wenn der Ostwind vom Ural weht steigen in McPomm die Konzentrationen ;)

    Google mal nach "Asbest Stadt"

    Zitat

    Heißt das, dass die Platten theoretisch über Jahrzehnte Fasern abgegeben haben könnten? Dann bekommt man doch nie alles rückstandsfrei raus, kann sich überall abgesetzt haben, in der Dachdämmung, Holzbalken, Dielenritzen etc.

    Deshalb ist es so schwer, die 500 F/m3 zu unterschreiten. Das verlangt schon eine sehr gute Reinigung (und Restfaserbindung). Da wird alles abgesaugt.

    Macht die Sache ntl nicht billiger.

    Gebälkverkleidung ist nicht so ungewöhnlich. Weiter oben schriebst Du allerdings "großflächig", deshalb ging ich von Wandverkleidung aus.

    Die 500 F/m3 werden nicht als solche gezählt sondern mit komplizierten statistischen Verfahren berechnet.

    Tatsächlich reicht auf der ausgezählten Fläche des Goldfilters eine detektierte Faser aus, um an die 500 heranzukommen und bei zwei sind sie definitiv überschritten. Da sind dann auch häufiger 0-Ergebnisse dabei.

    Andererseits kann man natürlich aufgrund der Hintergrundbelastung in der Umgebungsluft die 0 F/m3 nie zuverlässig erreichen. Und wenn, wären sie nach dem nächsten Lüften wieder überschritten.

    Also, nachdem die Verhältnisse unbekannt sind solltest Du Dich informieren, ob bei Euch Grundwasser (oder jahreszeitlich Stauwasser) nahe der Bodenplatte steht. Nachbarn mit Baugrundgutachten fragen oder auch solche mit Gartenbrunnen. Alternativ im Pumpensumpf etwa tiefer bohren und Wasserstände beobachten.

    Wenn der Pumpensumpf nicht als Drainagemöglichkeit unter der Bodenplatte gedacht war ist es wohl eine Art Zwischentank für das Abwasser. dann so weiter wie von ThomasMD oben beschrieben oder WaMa direkt an eine Hebeanlage anschließen.

    Abgesehen von den (grundsätzlich richtigen) Ratschlägen zuvor:

    Wenn es aussieht wie Linoleum ist es entweder Linoleum (unproblematisch) oder PVC-Bahnenware (fast immer unproblematisch) gewesen. Linoleum hat Juterücken.

    Ob man von einer einmaligen starken Asbestexposition Krebs entwickelt kann niemand sagen; aber es ist sehr unwahrscheinlich.

    Meist lassen sich Mesotheliomen als Auslöser stärkere wiederholte Asbestexpositionen zuordnen.

    PAK in höheren Konzentrationen kamen eigtl immer aus Steinkohlenteer. Der wurde in Gaswerken bis Mitte der 60er produziert und ist rabenschwarz weshalb auch Produkte mit stärkerer Beimischung schwarz oder sehr dunkel waren. Der Geruch ist charakteristischm wenn das Zeug erwärmt wird.

    Aber warum sollte man das erkennen wollen. Von dem Klebergeht nur eine Gefährdung aus, wenn er auf die Haut kommt oder sonstwie aufgenommen wird. Das ist allenfalls bei altem Parkett mit Rissen und Spalten so. Kein Aufnahmeweg, keine Gefährdung, kein Problem in der Nutzung.