Beiträge von KatMat

    die Älteren von uns kennen den Geruch noch vom Straßenteeren in den frühen 1960ern.

    Aktuell kann man das noch riechen, wenn man bei heißem Wetter an einer alten Bahnstrecke mit impränierten Holzschwellen entlanggeht (oder an alten Telefonmasten).

    Die gesundheitliche Belastung kann ich nicht quantifizieren; sie ist aber bei minimalern Konzentrationen und nur gelegentlicher Exposition mit Sicherheit gering bis vernachlässigbar.

    Bei einer vernünftigen Verbrennung entstehen keine PAK bzw. in unbedeutenden Konzentrationen. Und wenn ein Edelstahlzug im Schornstein ist können eigtl auch keine PAK aus ehemaliger Nutzung "ausgewaschen" werden.

    Was man sich vorstellen kann ist, dass durch die zunehmende Erwärmung des Schornsteins im Lauf des Tages dort (noch) vorhandene PAK und andere mittelflüchtige Stoffe mobil werden.

    Wenn andere Leute das aber nicht wahrnehmen können die Konzentrationen auch nicht allzu hoch sein.

    Also natürlich können bei Mischungen die übrigen Materialien brennen. Es ging mir nur darum, das Grundmaterial zu prüfen.

    Im Fertighausbau kenne ich auch Holzfaserplatten mit Asbestanteil. Aber das da ist ja eine DIY-Lösung mit damals gängigen Materialien.

    Also, CV haben eine Art Pappe untergeklebt und sind oft so pseudofliesengeprägt.

    Kosten kann man nicht sagen, das hängt eben auch stark vom Begeher und der Anzahl der zu untersuchenden Proben ab.

    Bei Putz und Spachtelmassen kann niemand ohne Probe eine definitive Aussage treffen. Entweder lebt man mit dem Risiko oder nimmt (Misch)proben; die dann in der Untersuchung wegen der Vorbehandlung etwas teurer sind.

    Also, gerade aus der empfangsfreien Pampa zurück:

    Ja, es gab asbesthaltigen Putz und vor allem Spachtelmassen. Eigtl fast immer sehr geringe Asbestgehalte, so ca. 20% der Untersuchungsfälle. Wenn nur die Tapeten nass abgelöst werden würde ich mir keine Gedanken machen.

    Wenn man im Putz wühlt sollte man je nach Ängstlichkeit und Größe der Baustelle eine Mischprobe untersuchen lassen.

    Aber auch vorher überlegen: was tue ich wenn....

    Gussasphalt von 1975 sollte eigtl nicht mehr stark PAK-haltig sein. Abgesehen davon ist das beim Entsorgungspreis auch nicht viel Unterschied, wie R.B. schon schrieb.

    Probe auf PAK kostet so um die 40 EUR netto.

    Die Wellpappe ist Wellpappe und unproblematisch.

    Das Faserige ist wsl ein Malervlies (auch meist unproblematisch) aber wenn ich mich nicht täusche sieht das helle Zeug wie Steinholz aus. Müsste dann aber auch entsprechend leicht sein. Vlt täuscht das aber auch auf dem Bild (1 und 2).

    Also gesundheitsfördernd sind KMF-Stäube sicher nicht. Aber die Gefährdung muss man doch in einer völlig anderen Größenordnung sehen als bei Asbest.


    Da ist noch nicht mal was bei den anerkannten Berufskrankheiten dabei.


    Berufskrankheiten | Regierungspräsidium Darmstadt


    Asbest kann man bei den Dämmmatten übrigens (fast) ausschließen.


    Also wie bereits beschrieben:

    Dichte Kleidung anziehen und Staubschutzmaske,

    In Säcke verpacken,

    lüften und feucht reinigen - feddisch.

    Also zu Frage 1: sehr gefährlich war es ganz sicher nicht. Die Beschreibung im Kataster deckt sich mit den meisten Befunden bei Putz oder Spachtel: die Fasern sind meist sehr dispers verteilt und der Anteil äußerst gering. Vmtl werden da einige Fasern freigesetzt worden sein aber das ergibt noch keine hohe Gefährdung.

    Feucht reinigen hilft. Danach hätte ich auch keine Bedenken zu saugen.

    Wirklich zur Selbstreinigung raten kann (darf) man nicht. Aber wenn, dann alles möglichst nass, insbesondere Tapeten ablösen. Die nächste dann am besten mit Untertapete (Makulatur).

    Teerpappen und sonstige Teerprodukte wurden bis etwa Ende der 60er verbaut. Dann gab es keine Gaswerke mehr und auch keinen Teer.

    1979 bestimmt nicht mehr. Nur im Straßenbau wurden alte Beläge aufgearbeitet.

    Aber insgesamt sieht mir das mittelrweile etwas so aus, als könnte das doch früher gebaut sein.

    das hängt von der tatsächlichen Kornverteilung und natürlich von der Verdichtung und dem Untergrund unter dem Schotter ab. 30 cm Aufbau sind auf einem lehmigen Boden vmtl zu wenig.

    Normalerweise wird das Planum eingeschätzt und dann ggf. zusätzlich zum Regelaufbau Bodenaustausch verordnet.

    In der RSTO12 sind da beispielsweise für Bauklasse 0,3 (PKW-Verkehr mit gelegentlich LKW) 42 cm frostsicherer Oberbau (+ 5 cm für Frosteinwirkungszone II) vorgegeben, wenn der Boden die 45 MN/m2 bringt.

    Wenn der Boden frostsicher ist und mehr bringt kann man davon natürlich auch nach unten abweichen. Meist ist es andersrum.

    Brandschutztüren werden nicht ohne Grund in der Asbestrichtlinie pauschal in die Kategorie "nach 5 Jahren neu bewerten" eingestuft. Das ist in dem Fall eine Formalie, weil es die am wenigsten gefährliche Kategorie ist.

    Also Schlüsselloch abkleben und sonst nichts machen. Oder halt wegen Fuktionsmangel austauschen.

    Also, die Verteilung und Zusammensetzung von Bauschutt im Boden ist mit einer "normalen" Baugrunduntersuchung nur schwer festzustellen.

    Wenn größere Bauschutbrocken quer liegen wars das mit der Bohrung. Da braucht man entweder großes teures Bohrgerät oder Baggerschürfe.

    Ja, Kosten für die Entsorgung der Auffüllung können schon recht hoch werden. Aber um die vorher halbwegs zuverlässig zu ermitteln braucht es auch einiges.

    Versucht euch doch mit dem Verkäufer abzusprechen. Wenn Ihr den vom Verdacht informiert kann er das Grundstück ohnehin nicht mehr arglos verkaufen.

    das sieht aus wie Gipskarton. Evtl als Brandschutz gedacht. Allerdings wurde sowas (auch Asbest) normalerweise eher in den Rolladenkästen oder Jalousiekästen bei Bürobauten verbaut.