Beiträge von KatMat

    Die Mineralwolle ist nicht kanzerogen vergleichbar mit Asbest. Sie ist lediglich in die Einstufung "Verdacht auf krebserzeugende Wirkung" übernommen, weil man es nicht ausschließen kann.

    Ich meinte das ja auch nicht auf Dich bezogen sondern allgemein, durch den Beitrag von Skeptiker getriggert. Ist ja eine ständige Gratwanderung zwischen meist angebrachter Beruhigung der Fragesteller und eher schädlicher Bagatellisierung.

    Auf nur vor 1988 würde ich mich nicht verlassen wollen, eher 1993.

    Mit dem Verunsichern der diversen Forumsteilnehmer mit Asbestphobie ist es so eine Sache: die Verunsicherung ist ja permanent unterschwellig da und sucht sich Objekte zur Manifestation. Da ist es auch nicht hilfreich tatsächliche Problemchen zu verschweigen oder geringe Gefährdungen als völlig unbedenklich darzustellen.

    Wenn in unmittelbarer Nähe noch natürliche Bodenverhältnisse existieren kann man das in etwa am Bodenprofil erkennen. Grundsätzlich sind in Weiterstadt aber keine großen natürlichen Höhendifferenzen zu erwarten, flächige Abgrabungen auch nicht.

    Das sollte man wirklich beproben:

    Im ersten Bild sieht das nach aufgekämmtem schwarzen Kleber aus, der dann mit einiger Wahrscheinlichkeit asbesthaltig wäre.

    Die Schicht darüber könnte eine Pappe von einem alten Belag sein (möglicherweise asbesthaltig).

    Also Lehm ist bei weitem nicht gleich Lehm. Lehm ist generell ein Gemisch aus Sand, Schluff und Ton zu variablen Anteilen. Wenn der bindige Anteil ganz überwiegend aus Schluff besteht (Lösslehm) hat der Boden trotz guter Speicherkapazität auch noch Belüftung. Wenn der Tonanteil zu hoch wird speichert er zwar Wasser wenn es denn endlich mal eingesickert ist, hat aber keine Durchlüftung und das Wasser ist zum großen Teil nicht pflanzenverfügbar. Viele Nährstoffe durch das reduzierende Milieu dann auch nicht.

    H-Sauger würde ich leihen. Professionell gemacht wird sowas durch Asbestsanierer. Restfaserbindung fein zerstäuben ist wie Tiefengrund und wsl auch durch diesen ersetzbar. Ist mit Putz, Farbe ... kompatibel. Freimessung wäre jetzt nur für die Beruhigung. Wsl wäre die jetzt schon negativ außer vlt in dem Raum, wo geflext wurde.

    Also mit HEPA-Filter allein ist keine gute Idee. Da gibt es welche mit zu viel Durchlass (auch welche, die ok wären).

    H-Sauger oder Restfaserbindung sprühen oder nichts machen. Bei der Restsanierung wird der Staub entfernt oder gebunden.

    Nicht dass ich da die Gefahr hochspielen möchte.

    Aber erstens stirbt man an asbestinduzierten Krankheiten nicht in jungen Jahren oder kurz nach der Exposition. Zweitens wird bei der Sterblichkeitsanalyse sicher nicht erfasst, ob man vor 30 Jahren in einem bestimmten Schwimmbad war.

    Selbst wenn die Sterblichkeitsrate da bei 10% läge blieb das unter dem Radar.

    Also so ein altes Schwimmbad ganz ohne Asbest wäre ein Wunder. Allerdings waren das meist keine Produkte, die stärker emittiert haben.

    Üblich waren Flanschdichtungen (kein Risiko), Kitte (kein Risiko), Rohre (kein Risiko), Brandschutztüren (kein Risiko) sowie auch andere Anwendungen wie in sonstigen Gebäuden auch.

    Wenn da keine unterschiedlichen Bauphasen erkennbar sind braucht man auch keine Mischprobe. Wenn bei den Öffnungen unterschiedliche Materialien auffallen, muss man die getrennt beproben.

    Analyse auf Asbest und KMF bei uns etwa 150 EUR, PAK 40 EUR, FCKW sind überflüssig, HBCD mittlerweile auch, zumindest hier.

    Also, Asbest schmilzt schon. Auch bei Temperaturen, die mit einer Gasfeuerzeugflamme erreicht werden können. Aber er schrumpft nicht in der Flamme und bildet auch keine mehrere cm lange Faserbüschel in diesen Dicken, zumindest nicht in technischen Anwendungen.

    Außerdem wäre da auch keine quantifizierbare Gefährdung zu erwarten, wenn es Asbest wäre.

    Aber was veranlasst Dich denn, Einschätzungen aus einem Forum nachzufragen wenn all diese Informationen über Wikipedia einfach zugänglich sind. In einem Forum wirst Du immer alles mögliche lesen. Versuche Dich doch mal etwas intensiver zu informieren um Deine Angst wenigstens von der rationalen Seite aus besser in den Griff zu bekommen.

    Nichts, was Du oder Deine Kinder tun (können) wird jemals zu einer messbaren Gefährdung ihrer Gesundheit durch Asbest führen.

    Wenn Du jetzt an einer in den letzten drei Monaten nicht gesaugten/gewischten Stelle eine Probe (Staubprobe) entnehmen liessest und da nichts nachweisbar wäre würde Dich das beruhigen? Mehr Sicherheit wirst Du nicht bekommen können.

    Seite 4, grüne Hervorhebung, 2. Absatz:

    "Ein Faserjahr wird als das Produkt aus einer einjährigen durchschnittlichen Schichtexposition (an 240 Arbeitstagen) gegenüber 1.000.000 Asbestfasern/m3

    mit einem Durchmesser kleiner als 3 μm und einer Länge von mehr als 5 μm definiert."


    Also 0,5 Faserjahre sind schon deutlich mehr, als irgendjemand jetzt noch erreichen wird, der nicht früher ungeschützt mit Asbest gearbeitet hat.
    Auch bei einer angenommenen Konzentration von 10.000 F/m3 (die recht schnell erreicht wird) über einen längeren Zeitraum bleibt da kein signifikant erhöhtes Risiko übrig. Allerdings sind ntl auch bei denen, die "nie" exponiert waren mit Sicherheit Fälle unbekannter Exposition dabei.

    Hier mal ein Fazit aus einer umfangreichen und guten Studie bzgl. Asbestexpositionen mit geringer Konzentration:


    "Akzeptanz- und Toleranzkonzentrationen – Faserjahre

    Um die Exposition und das damit verbundene Krebsrisiko zukünftig zu begrenzen, wurden Akzeptanz- und Toleranzkonzentrationen

    in der TRGS 910 festgelegt. Die Akzeptanzkonzentration (als Schichtmittelwert) beträgt 10.000 Asbestfasern/m3, die bei einer

    40jährigen Exposition an 240 Arbeitstagen pro Jahr insgesamt 4 zusätzliche asbestbedingte Krebsfälle pro 10.000 exponierte

    Personen verursachen würden."


    sowie der vollständige Link: https://www.google.com/url?sa=…9Qme&ust=1681291462361026