Beiträge von Kalle

    Ich kann ja verstehen das man sich handwerklich betätigen will aber warum überlässt man einen Ausbau nicht Profis? Thermoflex mit luft zu verlegen ist Quatsch. Ebenfalls die doppelte OSB. Dann kannst du auch Weichfaserplatten unter den Sparren Schrauben.


    Unterspannbahnen müssen nicht immer zwingend verklebt sein - es kommt drauf an.


    Was beduetet Ausbau ist vorgesehen? Steht das in der Statik? Oder ist das nur eine Vermutung? Ist der Ausbau Gegenstand der Baugenehmigung 2008 gewesen? Erfüllt er alle Bedingungen an Wohnraum? Belichtung ist wie? Zugang zum DG? Rettungsweg?


    Ich kann mir schwerlich vorstellen dass ein ambitionierter Laie in jedem Themenfeld zumindestens eine Kernkompetenz besitzt um es am Ende richtig zu machen.

    Sind diese Bitumenbahnen notwendig (gegen eindiffundierende Feuchtigkeit vom Boden)?

    Ja sind sie. Sie stellen das korrekte Wasserdampfdruck-Verhältnis her.


    Reicht es, wenn diese wie eine Art Teppich verlegt wurden und anhebbar sind?

    Ja reicht aus, da durch spätere Auflast durch den Estrich alles gehalten wird.



    Müssen diese auf den Betonboden "verflammt"/verklebt werden?

    Nein.

    Im übrigen sind noch alle 8 Dachkuppeln "dicht" und werden es wohl auch bis zu meiner Rente in 30 Jahren sein. 😂

    Es geht in diesem Forum i.d.R um die korrekte Darstellung einer Ausführung nicht darum ob etwas trotz Fehler "dicht" ist. Sondern viel mehr die Wechselwirkung warum etwas gemacht wird, wie es in den a.R.d.T beschrieben ist.


    Ich kann auch viel außerhalb dessen bauen, davon werde ich aber nicht weniger angreifbar was die objektive Bewertung nach a.R.d.T anbelangt.

    Ich bin aber 'mal gespannt, was die DDM wie stefan ibold , Elopant oder Kalle dazu schreiben.

    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll....


    Zum Video nur auf die Schnelle was mir negativ aufgefallen ist:


    Kein Anschleifen von Kunststoffflächen, Kein Grundierung der Bitumenbahn/ Kunststoffe, keine Abklebung der Fläche, Vliesüberdeckung zu gering, Sauberkeit am Arbeitsplatz, zu viel Material über Vliesende vorgelegt. - Danach habe ich aus gemacht, also keine Ahnung was da noch alles witziges folgt. (PS Wie kann man als ehrbarer Dachdecker ein scheiß Blaumann anziehen?)


    Im Neubau kann man selbstverständlich auch Bitumenbahnen nehmen, aber die sind sehr viel schwerer sauber anzubringen und schadensträchtiger.

    Ist quatsch. Es steht in der Flachdachrichtlinie - ja es ist nur eine Emfpehlung! - dass Anschlüsse aus dem gleichen Werkstoff hergestellt werden sollten. Wo also kein zwingender Grund vorliegt, ist dies auch zu beherzigen. An einem Türanschluss, der aufgrund der Lage kaum sinnvoll mit Bitumen einzudichten ist hat FSK seine Berechtigung. Oder an anderen Anschlüssen. Eine Lichtkuppel gehört sicherlich nicht dazu.



    enke ja, das Armierungsvlies habe ich am Ende im feuchten Zustand mit den Kappleisten verschraubt, so hast du eine absolut wasserdichte Abdichtung.

    Womit der oberer Abschluss der Abdichtung zerstört wurde. Wie soll der FSK auch ausreagieren können, wenn man in die frische Masse eine Kappleiste setzt. Was passiert jetzt? Die Längenausdehnung der Alu-Kappleiste überträgt sich auf Vlies und Abdichtung.


    Da die Anarbeitung an aufgehende Bauteile ja gerade unabhängig von einem Anpressprofil funktionieren soll, erscheint mir die dieses Anpressen überflüssig.

    Dann hast Du nicht genau hingehört :p. Flüssigkunststoff-Anschlüsse sind nur dann nicht zu verwahren, wenn der Untergrund ausreichend tragfähig ist. Bestes Beispiel: Ein Nachträglich hergestellter FSK-Anschluss auf einer Putzfassade mit Alt-Anstrich. Kann nicht funktionieren. Also ja, FSK-Anschlüsse sind unter Umständen ebenfalls mit einer Kappleiste zu verwahren.

    Sind Trockenräume als Kellerersatz, daher ist die Optik nicht so schlimm. Daher komme ich ja erst auf die Idee.


    Erste Idee ist handwerklich kaum zu realisieren, denn auch hier muss die Befestigung ja nachgewiesen werden und Holz und Brandschutz? Wir sind hier ja in der Hochbaurichtlinie. Auch wenn das mit MiWO überdeckt ist, was mit Gullys etc? Muss ja alles geschottet werden.


    letzteres wird wohl aus Kostengründen nicht möglich sein, sonst hätte man ja auch den Leca runternehmen können. Nur die Abdichtung im Zeitraum des Abrisses wird dann spannend. Ein Keda-System dürfte seitens des Gerüstbauers ausgeschlossen sein.

    Meine Hochhausdächer bekamen immer Auflast,

    Nicht möglich, abgesehen von den 5cm Bekiesung aus Brandschutzgründen. Die Feldmomente der Tragschale sind jetzt schon überhöht, da auf dem gesamten Dach eine Leca-Gefälleschüttung aufgebracht wurde. Diese soll jedoch nicht entfernt werden. Von mir veranlasste Dübelauszugsproben haben dann zum Vorschein gebracht dass die Stahlbetondecke zumindestens punktuell nicht die notwendigen Auszugswerte vorweist.


    Nun darf/kann ich mir was einfallen lassen. Überlegung war/ist die Dampfsperre mittels mechanischer Fixierung durch die gesamte Decke zu verankern und den nachfolgenden Aufbau in Heißbitumen und Kiesauflast zu regeln. Nur findet sich keiner der das Rechnen kann....

    Firste beziehungsweise Gräte wie hier zu sehen lassen sich nicht ohne weiteres neu vermörteln. Wenn man ein tadelloses Bild will bedeutet dies, den alten noch festen Mörtel abzuschlagen/ abzuschleifen. Dabei werden einige der alten Formsteine brechen. Ersatz? Also werden bei losen Formsteinen nur eine neue Schicht Mörtelschlag aufgetragen und der Rest der festen Formziegel wird neu verstrichen. Das kann also dazu führen dass einige Formsteine am Ende höher stehen wie der Rest.


    Ob das Bild so aussehen muss wie auf den Bildern? Sicherlich nicht. Was war denn genau beauftragt? Wie lautet das Angebot/ Auftrag?

    Ja und? Es gibt welche. Da muss man halt ein wenig Gehirnschmalz einsetzen bei PLANEN. Nicht einfachden Standard draufklatschen.


    Problem? Eigentlich nicht!

    Problem? Natürlich weil diese Variante Gürtel& Hosenträger weder wirtschaftlich noch anderweitig sinnvoll begründbar bleibt. Sie resultiert nur aus der negativen Erfahrung - die zumeist sehr subjektiv ist - des Planenden. Weil dieser seinen Ausführenden nicht traut.


    Denn es bleibt dann ja nicht bei der UDB sondern braucht dann ja auch eine perforationssicherung. Denn letztlich soll ja die UDB die regensichernde ZM sein, nicht die Platte - so verstehe ich das zumindestens.

    Moin Moin,


    wer hat Erfahrungen hinsichtlich der Kombination von Sicherungsmaßnahmen im Rahmen von Flachdächern? Mir war immer so, dass man den rechnerischen Nachweis gar nicht kombinieren dürfte. Also entweder Kleben/ Mechanisch oder per Auflast, jedoch nie im Kombinat.


    Da mir die DIN EN 1991-1-4 nicht vorliegt hoffe ich hier auf ein paar Antworten. In dem entsprechenden Hinweis unseres Regelwerks des ZVDH steht Sinngemäß:


    Bei Kombination ist die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der Kombination durch ein unabhängiges Prüfinstitut nachzuweisen.


    Was steht im Eurocode?


    Tragfähigkeit lässt sich ja über ein Prüf-Statiker nachweisen aber wie bitte weise ich die Dauerhaftigkeit nach? Also doch wie gedacht? Letztlich geht nur eine Variante der Sicherung?


    LG

    Kalle

    a) Kann man eine regensicheres Unterdach für obige Situation nur mit der Folie herstellen oder muss man zumindest noch Rauspund o.ä. unten die Folie packen. Letztlich ist es mir wichtig zu wissen, welche Aufbauhöhe sich ergibt (Folie - vs. Rausund. o.ä. mit daraus folgender Lattung) wenn man in exponierter Lage wohnt (keine Häuser in 50 m Entfernung und keine Bäume - oben auf dem Hügel).

    Wenn es denn ein regensicheres Unterdach sein muss, dann wird das auch nichts mit Folie. Aber ja, eine Schalung oder tragfähige vollflächige Unterlage wäre zwingend erforderlich. Mir stellt sich nur die Frage was die Ausführung eines regensicherem Unterdachs bei dir zwingend erforderlich macht?


    Mir scheint es mangelt hier an Wissen hinsichtlich der unterschiedlichen Zusatzmaßnahmen. Also Unterspannung, Unterdeckung, regensicheres- und wasserdichtes Unterdach.


    Bei deinem hier geschilderten Fall kommen entweder USB oder UDB in Frage die anderen fallen zwecks Wirtschaftlichkeit aus.

    b) Wäre eine diffusionsoffene 6 cm dicke Holzfaserdämmplatte ohne Folie nicht besser, welcher als Unterdach zugelassen ist?

    Was hält wohl länger? 6cm oder 1mm? Rein von der Wertigkeit sind Unterdeckplatten immer vorzuziehen.

    c) Wäre eine diffusionsoffene 2,2 cm dicke Holzfaserdämmplatte auch ok, welcher als Unterdach zugelassen ist? Das hätte vermutlich "nur" den Nachteil bezüglich sommerlichen Hitzeschutz (wobei vermutlich die 24 cm Holzfaserdämmung zwischen den Sparren schon ganz gut ist - diesbezüglich).

    Der sommerliche Hitzeschutz oder viel mehr die amplituden Dämpfung bez. Phasenverschiebung auf die du ansprichst hängt nicht im wesentlichen von der Art der Zusatzmaßnahme ab. Ob 2,2, 3,5, 6 cm macht alles keinen wesentlichen Unterschied.

    Besser ne diffusionsoffene USB auf Holzfaserdämmplatten

    Das hier nicht jede funktioniert bez. es nur sehr wenige Bahnen gibt die dafür geeignet sind ist bekannt?

    Beim TE wäre ich jetzt bei 2 weitere erhöhte Anforderungen (2 wegen Nutzung als hochwertiger, gedämmter Lagerraum).

    2 ergeben sich schon aus der waagerecht gedämmten Kehlbalkendecke. Die Diskussion gab es letztens erst zwischen mir und Stefan Ibold. Eine weitere ergibt sich also aus der Unterschreitung der RDN. Wären vorläufig erstmal 3. Ob es eine 4 gäbe und somit automatisch die nächst höhere Klasse zu nehmen wäre ist unklar.


    Wo ich mir noch nicht sicher bin, ob es hier denn wirklich 3 Grad RDN Unterschreitung sind. Denn der Turmalin ist ein ebener Ziegel mit tiefliegender Seitenfalz. Ich müsste mich schwer täuschen wenn hier die RDN nicht mit 30° gefordert ist. Dann kommen wir langsam in die richtige Richtung. Außer natürlich der Dachziegel wird im Verband gelegt, dann stimmen 25 RDN vom Hersteller.


    Das ist bei Deiner DN schlichtweg falsch! Je nach Nutzung (bewohnter Raum!) und Dachneigung (bzw. Unterschreitung der RDN) ergeben sich immer höhere Anforderungen. Nur eine (an den Stößen verklebte) Folie reicht nicht.

    Das ist so nicht korrekt. Bei keiner RDN Unterschreitung wäre eine nahgesicherte USB-A zulässig selbst bei 2 weiteren Anforderungen die sich in der Regel immer dann ergeben, wenn das Dachgeschoss/ein Teil davon ausgebaut sind.

    (Um es bei genau diesem Schadensbild aus meiner eigenen Erfahrung zu konkretisieren:

    • Holzzerstörende Pilze in den Deckenbalken nicht erkannt / nicht beseitigt
    • stark korrodierten Eisenträger nicht erkannt / instandgesetzt
    • Gefälle mangelhaft ausbildet (weil der Ablauf vermeintlich nicht versetzt werden konnte)
    • Notablauf nicht eingebaut
    • Feuchtigkeit im Bodenaufbau eingeschlossen und so einen neuen Schaden entstehen lassen
    • neue Wärmebrücke gebaut und so einen neuen Schaden entstehen lassen
    • nicht mehr tragfähigen Putz als Beschichtungsgrund gewählt
    • ...

    Ich schreibe nicht, dass es nicht auch (besonders) fitte (hier: DD-) Meister gibt, die auch die Nachbargewerke fachgerecht hinkriegen, aber ich treffe meist genau auf die Fälle, bei denen es gerade nicht geklappt hat. Das ist vielleicht das rollenbedingte unabänderliche Schicksal der SV. Die anderen Fälle sehe ich natürlich nicht. Insofern ist meine Bewertung naturgemäß wohl nicht objektiv, aber das steht ja schon oben: "aus meiner eigenen Erfahrung")

    Rein aus Interesse: In wie weit bereitet das Architekturstudium darauf vor? Verstehe mich nicht falsch, mir liegt es fern zu diskreditieren. Nur ich glaube das junger Architekt vor genau dem gleichen Problem steht wie junger Meister etc. Mal davon ab das Fehler jedem passieren können.


    Mein Vorschlag hier wäre: Tür raus, Notablauf rein, Abdichtung neu und schauen was unter der Abdichtung los ist. Stirnseiten vom Balkon innen schleifen, verputzen, neu beschichten. Aber das Interessante wird wohl sein, den Balkon über die „IST Aufnahme“ trocken zu halten. Denn in der Regel ist bei solchen Dingen ja mit Überraschungen zu rechnen. Gerade wenn es darum geht konstruktiv Deckenbalken auszutauschen.


    Solche Balkone sind in HH aber auch nichts neues. Am Mittwoch schaue ich mir 2 Stück im Neubau an, den ersten Fotos nach ging das wohl ziemlich in die Hose..... Ich glaube das Handwerk muss sich heute nicht mehr darüber vermarkten gewisse Produkte zu verkaufen. Sondern ausreichend „Futter“ hat mit der Dienstleistung auf das Selbe hinaus zu kommen.

    Jede andere Suchmaschine geht auch. Und was ist mit den Ablauföffnungen im Rahmenprofil??? Entweder überdeckst Du die damit, dann staut sich da langsam Kondensat und Co, bis es innen überläuft oder sie bleiben frei, dann sind es Bewässerungsöffnungen, so dicht wie die über der Fläche liegen!

    Ergebnis - ohne feste Schwelle und neue Tür wird das nix.

    Es geht überhaupt doch nur darum erstmal weiteren Schaden zu minimieren. Deswegen steht da ja auch provisorisch.


    Rotklinker1938 ja das meine ich. Immer mit Faser.


    Skeptiker Wie wahrscheinlich ist es, dass hier ein Architekt die Planung übernimmt ? Ist mir in meinen Berufsjahren noch nicht passiert. Welche Probleme siehst du hier konkret die einen Fachhandwerker in der Umsetzung gem. aRdT hindert ohne Planung?


    Oder anders ist das Festhalten an alter Tradition auf Dauer der zielführende Weg? Ausgeschlossen das bei jüngeren Handwerker die selbe Inkompetenz herrschen muss?

    1) Wäre es mit PIR WLG0024 darstellbar, damit wir dann noch unsere Terrasse mit Naturstein und Entwässerungrinne auf Fensterhöhe bekämen?

    Ob es realisierbar ist hängt von der Planung der Randfaktoren ab. Fußbodenhöhe Innen, Position Fenster (Austritt), benötigtes Gefälle, Aufbau Balkonbelag. Möglichkeiten gibt es etliche wie man an das Ziel kommen mag.



    2) Wenn Polyurethan brennt, dann entsteht Blausäure (sagt meine Ehefrau - wenn man unsere Lebensgeschichte kennt, die sehr traurig ist, dann würde man den ängstlichen Hintergrund der Frage verstehen). Wäre es dann doch besser EPDM-Folie anstatt Bitumen zu nehmen, da dann nicht gefackelt wird?

    Wenn durch die Verlegung der Bitumenbahn die Dämmung anfängt zu brennen, wurde irgendwas essentiell verkehrt gemacht.

    In der Flachdachrichtlinie habe ich gelesen, dass 2 % ausreichen - aber besser noch 5 % betragen sollen.

    Steht da so sicherlich nicht. Abdichtungen sind mit einem Gefälle von 2% (Plangefälle) zu planen. Ab einer Neigung von 5% kann mit weniger Pfützenbildung im Nahtbereich gerechnet werden. Bedeutet das ein gefplantes Gefälle von 2% nicht dem tatschächlichen Gefälle entsprechend muss und in aller Regel auch nicht wird.


    Meine Idee: 100 mm WLG035 i.M + 70 mm PU WLG024 und eine höheres Gefälle

    Schnapsidee. Da in aller Regel ein EPS Dämmstoff und ein PIR/PUR Dämmstoff kombiniert werden. Die anderes Schwindverhalten haben. Entweder EPS oder PIR. Wobei ich Balkone ganz grundsätzlich in PIR nehmen würde.

    Richtung der 1,6 m geht um dann umgeleitet zu werden ??????? Meinerseits völlige Ahnungslosigkeit an dieser Stelle.

    2% bei ca. 13m länge machen 26cm Höhendifferenz. Das klappt bestimmt mit der Türhöhe, Fenster usw. Wenn das die endgültigen Pläne sind, die du da eingestellt hast - dann klappt das ganz sicher nicht. Es würde mich nicht wundern wenn hinter der "Einsparung" die man Euch anbietet ein Motiv besteht. Selbst bei hälftig geteiltem Gefälle wird das - wenn EG Decke durchgeschüttet wird - sehr sehr sportlich.

    Meines Wissens ist die MAK für Oxidationsbitumen aktuell auf der selben Stufe bewertet wie der Schleif- und Sägestaub von einheimischen Nadelhölzern wie bspw. das typische Konstruktionsholz von der einheimischen Fischt.

    Und in welchen Bitumenbahnen ist diese Oxidationsbitumen noch enthalten? Sorry aber das Netz ist halt auch mit viel schwachsinnigem Zeug voll. In deinem verleinkten Bericht ist dazu auch die Erklärung "krebsverdächtig" also kann man hier nur sagen, dass die Angst unbegründet ist.


    a) Ist es nicht üblich, dass man Entwässerungsrinnen bei einer solchen Konstruktion hat (vermutlich sieht es einfach viel besser aus, wenn es auf Austrittshöhe liegt)?

    Üblich ist irrelevant. Es zählt was nach a.R.d.T zu liefern ist. bei Unterschreitung der 15cm = Rinne. Bei ebenerdigen Austritt = Sonderkonstruktion. Letzteres ist kein fromer Wunsch sondern eine durch mind. 3 Menschen zuplanenden Angelegnheit. (DD, FB, Archi) An die Tür wird neben der Verriegelung auch erhöhte Entwässerungsanforderungen gestellt, da reichen die Falzentwässerung nicht mehr aus. Der Abdichtungsanschluss muss lückenlos und handwerklich herstellbar sein usw. Kann man bekommen, zahlt in der Regel dafür jedoch auch.


    b) Wofür sind die Entwässerungsrinnen primär - ich gehe davon aus, damit kein Wasser unten ins Fenster eindringt .ä. (wir haben unten einen Fensterrahmen)?

    Drainrinnen sind dafür da, die notwendige Offenporigkeit (mind. 70%) des Belages vor der Tür sicherzustellen. Hier gibt es grundsätzlich 3 Klassen W1-W3 je nach anforderungsprofil dieser ist - also der Faktor wie sehr dieser Punkt beregnet wird - ist zu entscheiden wie die Rinne auszuführen ist. Das geht von "frei entwässernd" bis zu "direkt zur Hauptentwässerung". Damit soll verhindert werden, dass Schneeschmelze oder Schlagregen/Wind die möglichkeit haben Wassermengen über den Fensterfalz in den Innenraum zu lassen.


    c) Welches Gewerk kann mir die Entwässerungsrinnen setzen (.. Dachdecker.. ? ) ?

    Da es im wesentlichen zum Abdichtungskonzept gehört sollte der DD dies eigentlich tun oder zumindestens Derjenige der den Belag verlegt muss entsprechend eingewiesen werden. Klassisches Gewerkschnittstellen-Problem. Deshalb sollte Belag + Abdichtung von einem Betrieb kommen.


    d) Welches Gewerk legt mir die Natursteinplatten auf Stelzen?

    Stelzlager kann funktionieren, bis jetzt habe ich da nur schlechte Erfahrungen gemacht. Sollte jeder DD Betrieb können. Wir sind wieder zu Mörtelsäckchen oder Splittbett übergegangen. Wenn Stelzlager dann lieber mit einer Alu-UK und entsprechenden Verbindern für die Platten.


    e) Scheint der Betrag von € 4.700 als Erstattung für WPC-Dielen und Edelstahlentwässerungsrinnen als angemessen (für ca. 20 qm)?

    Wenn man von 1500-2000 Euro Materialkosten ausgeht und generell 2 Leute 2 Tage mit der Verlegung rechnet, kommt das schon hin. Immer abhängig vom Ergebnis. Man kann das auch an einem Tag hinklatschen mit fragwürdigem Qualitätsanspruch und man kann natürlich bei WPC auch von bis (Voll oder Hohlkammer) in die Geldbörse greifen.

    Natürlich gibt es das, nennt sich hydraulische Berechnung. Wie breit ist der Wasserlauf der Rinne? Vorgehängte Dachrinnen ob Kasten oder Halbrund sind dafür ausgelegt über die vordere Rinnenkante im Notfall zu entwässern. Ist also ein Planungsfehler bei der vorliegenden Konstruktion so etwas zu wählen.

    Desweiteren ist die Vegetation auf dem Dach sehr spärlich, etwa 1/4 grün und 3/4 Granulat welches sich enorm aufheizt.

    Darf nicht sein. Nicht wenn 2017 die Begrünung fertiggestellt wurde. Ab Fertigstellung ca. 1 Jahr bis es zu 3/4 zu sein sollte. Fertigstellungspflege mit regelmäßiger Bewässerung vorausgesetzt.

    Gut. Nach den a.R.d.T. hätte also, bei 10° unterschreiten der RDN sowie zwei erhöhten anforderungen ein wasserdichtes unterdach sein müssen. die a.R.d.T. sind die fachregeln des ZVDH?




    Ja sind sie.



    dörken verspricht ja klasse 2 bei einer unterschreitung um bis zu 10° der RDN. deiner aussage nach kann aber das material klasse 2 nicht darstellen. richtig?




    Dörken verspricht es nicht denn auf deren Seite steht ja:


    "* Die diffusionsoffene Lösung mit DELTA®-FOXX hat sich bereits seit über 20 Jahren in der praktischen Anwendung bewährt, weicht jedoch von der im Regelwerk des ZVDH beschriebenen diffusionshemmenden Lösung ab. Auf diese Abweichung ist im Angebot hinzuweisen."


    Es ist wie in deren technischen Bemerkungen durch den ZVDH in Klasse UDB-A/USB-A eingruppiert. Demnach kann es nicht der geforderten Stoffwahl entsprechen. Wie kann etwas diffusionsoffen - also Gasmoleküle können durch die Folie diffundieren - zeitgleich kann Wasser oberseitig aber nicht eindringen? Eine Bitumenbahn ist in der Regel zwischen 3-5mm dick, eine Kunststoffdachbahn im Schnitt 1,5mm diese Folien haben eine Dispersionsbeschichtung mit vielleicht 0,02mm?


    Sie kann kurzfristige Hitzespitzen bis 150° C ab. Was aber wenn die Bahn da 35 Jahre liegt? Den Abdichtungsprodukten traue ich zu, dass sie immer noch funktionieren. An dieser Stelle MUSS man sich vergegenwärtigen das wir darüber eine Eindeckung haben die ganz sicher tropfbares Wasser hindurchlässt. Bedeutet also die Bahn MUSS dicht sein, ist sie es nicht mehr wird Wasser über kurz oder lang eindringen können.


    und das bausoll hätte erfüllt werden MÜSSEN und ist von mir einforderbar?

    Ja. Wird dich aber Nerven, Geld und einen Prozess kosten. Ich habe schon in einem Post erwähnt, dass fehlen von a.R.d.T nicht zwangsläufig zum Schaden führen muss. Es ist also auf alle Fälle eine Abwägung die du zu treffen hast.


    Nur kann man dir ja schlecht sagen, es ist alles okay, wenn es eben faktisch nicht der Fall ist. Ob die vorliegende Situation einen Rechtsstreit rechtfertigt? Möchtest du meine persönliche Meinung hören? ich betreue mehrere solcher gescheiterten Projekte wo deutlich mehr im Argen ist. Der Architekt und HW soll etwas Federn lassen Gewährleistung verlängern, Geld von der SR streichen und du lebst die nächsten 30/40 Jahre mit dem Wissen. Wenn du dann gezwungen bist zu "sanieren" mach es besser und fertig. Kostet weniger Nerven, weniger Geld und erhält den Seelenfrieden.

    das ist meinem nervenkostüm nun nicht gerade zuträglich

    Zu erst muss unterschieden werden: Was nach a.R.d.T hätte ausgeführt werden müssen und was Einzelvertraglich an Nebenabreden getroffen wurde. Eine Ausführung entgegen den a.R.d.T muss nicht zum Schaden führen und eine Nebenabrede muss grundsätzlich nicht schlecht sein.


    Man sollte nur etwas nicht als das verkaufen, was es nicht ist. Eine USB/UDB Klasse A kann eben keine richtige Stoffwahl für ein regensicheres Unterdach sein. Das kann auch mit Marketing-Gedöns nicht weggeredet werden.


    . kannst du mir kurz erklären, wieso ich kein regensicheres unterdach habe?

    Weil für die verwendete Bahn sicherlich keine Materialgarantie beim ZVDH hinterlegt worde. Somit sind ganz klar die Stoffgüten des Merkblattes des ZVDH umzusetzen und die kennt ab Klasse 2 keine PP/PA basierenden "diffusionsoffene" Folien. Sondern nur Bitumen oder hochpolymere einlagige Abdichtungen. (EVA EPDM, PVC, PIB, IR usw.) aus dem Flachdachbereich. Wesentlicher Unterschied eines regensicherem zu einem wasserdichtem ist die Einbindung der Konterlatte. Bei regensicher ist die Konterlatte nicht einzubinden. Bei wasserdicht ist die Konterlatte mit Zulagestreifen einzupacken aber unterseitig offen zu lassen damit es nicht zum Zersetzen kommt.


    Off-Topic:

    Sollte jeder DD der ein Gesellenbrief hat wissen und ausführen können.


    Also außerhalb der hier geltenden a.R.d.T.


    Herstellervorschriften können punktuell von den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks abweichen und sind vorrangig zu beachten.

    Gewagt! Damit sagt der Hersteller seine Herstellervorschriften sind vor den a.R.d.T umzusetzen. Die a.R.d.T stellt aber das Bausoll da.


    Die Festlegung der
    Zusatzmaßnahme hängt nicht unmittelbar von der Regeldachneigung als solcher
    sondern von der Unterschreitung dieses festgelegten Wertes ab"

    Das ist zumindestens in Formulierung sehr unglücklich. Die ZM hängt immer von der RDN des Deckwerkstoffes, der Unterschreitung der RDN (gestaffelt; 4,8,12) und den erhöhten Anforderungen ab. Denn wenn ich diesen sprachlich missglückten Satz nehme bedeute es ja, Beispiel:


    Glattziegel mit tiefliegender Seitenfalz RDN 30. Bei Anwendung deren Tabelle könnte ich den Ziegel bei DN >20 Grad in Klasse 6 o. 5 der ZM decken. Meine Fachregel sagt mir aber schon das ich mind. 10° Unterschreitung der RDN bin und somit in Klasse 3 oder 2/1 sein muss.


    Dann sind die Fachregeln doch einfach Murks und behindern den technischen Fortschritt komplett.

    Sie schützen Verbraucher und Handwerker. Du kannst alles außerhalb der a.R.d.T vereinbaren. Musst es nur tun. Fortschritt wählst du damit selber und es wird nicht mit dem Gieskannenprinzip des Herstellers verteilt. Nur wird es schwer HW zu finden die dich darauf aufmerksam machen oder es korrekt juristisch umsetzen. Dafür kann der ZVDH aber nichts, genauso wie jeder DIN-Ausschuss.


    Das Risiko müsste in dem Fall zu 100% der Hersteller übernehmen - kann er aber nicht, da ja die Fachregeln im Weg stehen.

    Erinnerst Du dich an das Thema mit dem missglückten Flachdach? Wo Bauder etwas übernehmen sollte? Das war Dir auch Suspekt. Jetzt gibt es den Persilschein mit der Gießkanne? Leg dir mal ein Ziegel bei DN 10° hin, man wird merken das es eine Schnappsidee ist. Deswegen gibt es ja auch eine MDN. Ein Tonziegel/ Betondachstein muss nicht alles können. Es gibt Alternativen.


    planer und wir haben dem zugestimmt. wir als laien auf basis der infos vom ausführenden und planer, dass das so ok ist.

    Damit wurde ja eine Einzelvertragliche Abrede geschaffen und alle haben sich bereit erklärt. Also alles cool.


    sind wir als bauherren, die im guten glauben den rat der fachleute folgten, auch mit "haftbar", da wir die zusatzvereinbarung mit unterschrieben haben?

    Nur dann, wenn man Euch über Folgen aufgeklärt hat. Daran wird es aber gescheitert sein. Also habt ihr etwas zugestimmt ohne die Folgen zu kennen. Also wieder Problem des Archi/HW. Vereinfacht ausgedrückt. Richtig juristisch bitte von einem Anwalt erklären lassen.

    Wenn es vernünftig werden soll wird das nicht billig. Grobe Vermutung würde bei 10.000 starten und dann kommt es drauf an wie es werden soll.

    1. Einrüsten
    2. Geländer weg
    3. Oberseitig mit Vakuumdämmung
    4. Zweiseitig mit PIR
    5. Abdichtung
    6. Kastenrinne
    7. Terrassenbelag + Drainrinne
    8. Deckenuntersichten und Stirn bekleiden

    Wenn da ein brauchbares Ergebnis rauskommen soll wird das wohl an die 2 Wochen dauern. Alternative ist nur es zu lassen, also die Kühlrippe, und oberseitig eine egalisationsspachtelung und eine Oberflächenschutzsystem mit R10 drauf zu machen und den Rest farblich zu beschichten. Gefahr wird aber bleiben, dass Innen im Bereich der Balkonplatte Kondensat entstehen kann + Schimmel. Viel günstiger wird das OS aber auch nicht...

    Du hast in keiner Welt auch nur im Ansatz ein regensicheres Unterdach und das genügt auch nicht. Wenn dann wasserdicht. Es geht eben nicht um Infos die frei verfügbar im Internet sind.


    Das ZVDH kennt diese dusselige Tabelle nicht. Dort sind links die Unterschreitungen der RDN angegeben. Nicht wie beim Hersteller die DN. Traurig das man so verarscht...