Beiträge von Kalle

    Das heißt auch für

    Noch einmal die Frage: Gilt das auch für Gewährleistungsansprüche oder nur für Wartungsarbeiten.

    Wenn das für alle Arbeiten auf dem Dach gilt, wie z.B. Reparaturen was wäre dann hier die praktische Konsequenz für Steildächer? Das ganze Dach müsste ja dann an jeder Stelle (es kann ja überall was kaputt gehen) sicher erreichbar sein. t

    Wie ist hier die Bauordnung im Kontext zum rechtlichen Hintergrund der Gewährleistungsansprüche zu sehen(s. Beitrag von R.B.)

    https://publikationen.dguv.de/…inrichtungen-auf-daechern


    Ab Seite 12

    Wenn sich PV, Solar, Gauben, Schornsteine im Dach befinden dann gehören da Leiterhaken und Anschlagsicherung hin - Punkt. Warum sollte sich der DD jedesmal wieder auf das Neue in Gefahr bringen, nur weil der Besitzer zu geizig ist? In 99% der Fälle geht es gut eine Bohle in die Rinne zu packen, die Dachleiter reinzustellen und dann hochzugehen. In 1 % der Fälle schmierst ab und warum?


    Ob nun Sicherheitsdachhaken in Kombi mit Anschlagsicherung oder beides getrennt darf man gerne selber entscheiden. Das sowas in das Dach gehört steht außer Frage. In jedem meiner Angebote sind mind. 6-10 solche Haken angeboten, das sind nicht mal 1% der Angebotssumme. Über was diskutieren wir also?

    Ich muss aber noch mal nachfragen: Wer würde in diesem Fall die Kosten tragen?

    Prinzipiell der Dachdeckerbetrieb. Bei der Fensterbanktiefe (60mm?) ist die „UK“ kaum vernünftig zu erstellen. Ich würde vorschlagen man macht halbe/ halbe und der DD legt noch n Gewährleistungsverlängerung drauf.


    Wie könnte man es ohne Ausbau kaschieren?:


    Man kanntet sich jetzt ein Winkel aus Zink, der die Laibungstiefe hat, etwas mehr abgekantet ist (mind. 2 Materialstärke + Antidröhn) als die jetzige Abkantung. Macht einen Umschlag an die neue Kantung. Klebt auf EPDM basierende Antidrön auf die jetzige Fensterbank. Stülpt das neu gekantete Blech über das Alte und klebt es mit SMP-Kleber auf und falzt den unteren Umschlag um.


    Das ist sicherlich keine super Lösung aber eine Möglichkeit die Optik zu bewahren. Ob Ihr dem zustimmen würdet müsst ihr allein entscheiden.

    Für Flachdächer trifft das aber genauso zu. Ohne Einbaudoku kannst die Einrichtung aber auch vergessen weil da keiner sich dann fest macht. Immerhin hängt das Leben an den Dingern.

    a) VOB und privater BH wird eher juristisch nicht klappen

    Spielt doch keine Rolle, das BGB sieht genauso die Prüf- und Hinweispflichten voraus. Das hat Eric hier doch schon zig Male erläutert. Im Umkehrschluss würde ja bedeuten, dass der Endverbraucher - wäre dem im BGB nicht so - schlechter gestellt wäre als Unternehmer zu Unternehmer. Welchen Sinn sollte das ergeben? In den etlichen Rechtsseminaren, die ich jetzt besuchen durfte, war es immer gleich: Handwerker erfülle deine Prüf- und Hinweispflichten.


    Also Stefan, kann ich als Fachperson ohne tiefes Eintauchen in die Planung feststellen ob die Situation Gefällelos geplant wurde? Kann ich das mit den a.R.d.T - also der Fachregel - abgleichen? Was mache ich mit dem Ergebnis?


    Plakatives Beispiel: Mir liegt eine Ausschreibung vor, dort sollen Dachgullys eingebaut werden. Muss ich prüfen ob Art und Querschnitt ausreichend dimensioniert ist? Muss ich die gesamte Planung bis Mündung Kanal überprüfen? Letzteres obliegt dem Planer, ersteres mit ziemlicher Sicherheit. Ich muss doch für mich schon klar stellen ob das funktioniert was ich gedenke zu bauen.


    Aufbauendes Beispiel: Ich erstelle ein Angebot für einen Endkunden - Flachdachsanierung. Muss ich im Vorfeld, vor Angebotsabgabe, die gesamte Entwässerungsanlage bis Mündung Kanal prüfen und ggf. optimieren? Ja muss ich, nennt sich nämlich Planung und da kein Planer da ist - muss ich seine Aufgabe mitmachen. Ergibt sich also ein Problem, dass genau auf die "fehlende" Planung abzielt - dann ist mein Kopf in der zugezogenen Schlinge.


    Daher auch hier wieder: Wann fangen endlich flächendeckend die Betriebe an sich dieses Risiko zu bezahlen? Oder aber wann wird juristisch hier eingelenkt?


    b) die Fachregel ermöglicht Dächer mit einem Gefälle < 2%


    Ich zitiere mal die Fachregel für Abdichtung, dann können auch Laien verstehen worum es geht:


    Zitat von 2.2 Dachneigung, Gefälle
    (1)

    Die Unterlage der Abdichtung soll für die Ableitung des Niederschlagswassers mit einem Gefälle von mindestens 2 % in der Fläche geplant werden.


    Ich habe das modale Hilfsverb in dem Fall mal fett markiert. Soll bedeutet, wenn ich die Fachregel Grundregeln richtig interpretiere, in diesem Kontext eine Regel die bedingt fordernd ist. Erklärt wird es mit:


    "Durch Verabredung oder Vereinbarung freiwillig übernommene Verpflichtung, von der nur in begründeten Fällen abgewichen werden darf."


    Davon ausgehend führt die Fachregel für Abdichtung weiter aus:


    Zitat von 2.2 Dachneigung, Gefälle
    (2)

    Gefällelose Flächen können in begründeten Fällen, z.B.

    infolge reduzierter Anschlusshöhen an Türen,
    konstruktiv vorgegebene Lage der Entwässerungseinrichtungen, die eine Gefällegebung nicht ermöglichen,
    Bestandsgebäude mit vorgegebener Lage der Entwässerungseinrichtungen,
    Intensivbegrünung oder erdüberschüttete Flächen mit Anstaubewässerung,
    baurechtliche Anforderungen, die eine Gefällegebung nicht ermöglichen,

    geplant und ausgeführt werden.


    Bedeutet also, dass ein Dach <2% Gefälle nur unter den oben genannten Punkten prinzipiell ermöglicht wird. So, und das hat jetzt nichts damit zu tun ob ich das sinnvoll und richtig halte was die Fachregel sagt. Ich sage es noch mal: Ich habe nur drauf hingewiesen was sie vorgibt. Ich weiß noch viel weniger warum die Technikabteilung des ZVDH dies so formuliert hat, wie sie es getan haben.


    Gilt dann, oder besser, was gilt: die Fachregel oder die DIN 18531?

    Die a.R.d.T cool oder? Nicht die DDM in Deutschland haben den Verband gebeten diese jetzige Widersprüchlichkeit zu erzeugen. In dem man sich bewusst von der DIN entfernt hat. Ganz offensichtlich gab es jedoch zu wenig Einspruch gegen den 2.2.(1) damit er es nicht in den Weißdruck schafft.


    Ob dann die Norm, die ebenfalls ein Gefälle <2% möglich macht, aRdT würde, wage ich zu bezweifeln. Dazu könnte Eric vielleicht etwas ausführen.

    Eric wird sagen: Die DIN hat die widerlegbare Vermutung die a.R.d.T darzustellen. Was wird der Jurist also nehmen? Genau, die Norm. Verzeih mir dass ich den Wortlaut der DIN 18533 hinsichtlich dem Gefälle nicht auswendig im Kopf hab und nicht mehr im Büro bin um nachzusehen. Wenn die DIN also gefällelos zulässt ist doch alles gut.


    Also nochmal: was bewegt Euch Fachleute dazu, stoisch auf einem Mindestgefälle von 2% zu beharren und welche Nachteile generiert Ihr bei einer extensiven Dachbegrünung bei einem Gefälle <2%? Ausgenommen wären derartige Wassermassen, die zum Vergammeln der Begrünung führen würden.

    Ich will darauf nicht beharren. Nur MUSS ich mich für mein Werkerfolg an die a.R.d.T halten um schadlos zu bleiben. Es wird keine ersichtlichen Nachteile geben aber:


    Fallbeispiel: Ich erstelle gefällelose Fläche, auf der steht fortan Wasser. Gründach noch nicht drauf. Nun sieht der BH das Wasser, was wird passieren? Er fragt sich ob das richtig ist. Nun hat der Planer den lieben BH nicht über die Gefällelosigkeit aufgeklärt. Der erzürnt in Anbetracht der Kosten, holt sich ein "SV". Der interpretiert nun die Fachregel so, wie ich es getan habe. Der BH will das geändert haben, was dem Unternehmer mindestens das doppelte der angebotenen Summe kosten wird. Was passiert? Man geht vor Gericht. Nun wird Prozessiert und eigentlich hab ich ja als DDM nur ausgeführt was "gewünscht" war. Nun steht man da und sucht den Strohhalm der sagt man hat doch alles richtig gemacht. Der soll dann der "Nachteil" sein oder so was wie "Verhältnismäßigkeit"? Ziemlich dünnes Eis oder?


    Und alles nur, weil ich zu Beginn einfach nicht 1 Stück Papier fertig gemacht hab, was meine Situation um ein vielfaches besser stellt? Wenn das stoisch ist, bitte. Schützt aber langfristig eine Unternehmung, Arbeitsplätze usw.

    Weil du gemäß §4 ABS 3 der VOB/B verpflichtet bist. Mit dem Planer habe ich weder ein Vertragsverhältnis noch irgendwelche anderen Ansprüche. Es mag mir vielleicht positiv ausgelegt werden, wenn jemand fachkundiges involviert ist. Befreit mich jedoch nicht aus meiner Pflicht, meinem AG gegenüber. Du kannst ja wohl schlecht hier auf die „Unzumutbarkeit“ abstellen, denn von einem DDM ist ja zu erwarten seine Fachregel zu kennen. In der steht ja entsprechend der Passus zu dem planmäßigem Gefälle. Ob der sinnvoll ist spielt dabei ja keine Rolle weil keine Argumentationsgrundlage. Worüber ließ sich streiten? Ob die Fachregel a.R.d.T ist oder aber separat vereinbart werden müsste.


    Mir ging es ferner nicht um die Nachteile. Sondern darum die a.R.d.T als gefordertes und geschuldetes Soll darzulegen. Mir hat ein BH noch nie etwas vorgegeben und die „Fachplaner“ schreiben oftmals ziemlichen Quatsch aus, so dass man das sicherlich nicht ruhigen Gewissens ausführen könnte. Für mich müsste die Frage da eher lauten „wann muss ich nicht Bedenken anmelden?“ Als anbietender HW bin ich doch eh immer in der Planungshaftung.

    Und wenn wir schon bei der Fachregel sind, dann muss im vorliegenden Fall seitens des Unternehmers eh Bedenken angemeldet werden müssen. Da die Gefällelosigkeit, sofern nicht durch 2.2.(2) begründet, planungstechnisch eine Abweichung davon darstellt. Auch wenn ich der Argumentation von Stefan folge, ist es ja dennoch nicht gemäß a.R.d.T. Wenn sich das modale Hilfsverb "soll" auf die unter (2) genannten Ausnahmen bezieht.


    Und wie Stefan schreibt halte ich eine zweischalige Konstruktion wie z. B:


    1. Dampsperre variabel
    2. Gefachdämmung mit Einblasdämmung
    3. HFD 35/ 60mm als Unterdeckplatte
    4. 60-80mm Hinterlüftung
    5. N+F Schalung
    6. Abdichtung mit zusätzliche Unterdrucklüftern im Firstscheitel

    für eine ökologisch sinnvollere und bei korrekter Verarbeitung genau wenig anfällige Konstruktion wie der Sondermüllaufbau. Klar in einer idealen Welt würde ich unsere HRB-Anbauten gerne mit Brettstapeldecke, Dampfsperre, Holzfaserdämmstoff als Gefälledämmung, Abdichtung bauen. Das will aber kaum einer bezahlen oder sieht den Nutzen in der zusätzlichen Investition nicht.

    du unterstellst, sie funktionieren. das heisst, sie funktionieren immer.

    Wenn du so argumentierst kannst du auch sagen, dass Warmdächer nicht immer funktionieren. Gibt ja auch ausreichend negativ Beispiele.


    ich seh auch für die 3 randbedingungen (0°, grün, "belüftet") kein indiz

    in den fachregeln/normen/untersuchungen für so eine ausführung.

    Das mag vielleicht hier nicht der Fall sein. Was mache ich, wenn der Platz für ein Aufdachpaket nicht vorhanden ist und das Gefach in der Deckenlage genutzt werden muss? So schön Warmdächer auch sind - das ist der reine Sondermüll.

    Dampfsperre im Flachdach ist für mich >1500 sd. Also eine G200 S4 AL - handelsüblich.


    Da darf man sich bauphysikalisch schon so seine Fragen stellen. Hier geht es wohl um ganz andere Dinge die mit den Infos aber kaum zu bewerten sind. Gibt es Fotos? Wurde die Dämmung als Wanne ausgeführt? Also seitliche Aufkantung mit Bitumenbahn eingefasst?

    Nach den Fotos: Werden es mehr als 25mm, rechne mal mit 35-40mm das wirst du schwer kaschiert bekommen und maximal mit Verstoß gegen die aRdT. Da die Latten die derzeit drauf sind absolut nicht mehr zulässig sind, aus mehrfachen Gründen.


    Dem Bauamt muss dargelegt werden dass Ihre Forderung in der Satzung zu einem völlig mangelhaften neuem Dach führt. Was aus praktischer Sicht völlig hirnrissig ist. Was passiert wenn es neu gemacht werden muss? Verstoß gegen etliche technische Regeln wird billigend akzeptiert? Die haben Sie doch nicht alle....

    Mangelhaft kann die Konstruktion nicht sein, da Bauzeitalter unbekannt und solange nichts angefasst wird zählen auch keine aktuelleren aRdT. Es muss also nicht mangelhaft sein.


    Was der Architekt vorschlägt ist eine Schnappsidee. Mit USB und Konterlatte 24mm kommst ca. 25mm höher, das könnte man kaschieren, wenn auch es bei genauer Betrachtung sichtbar bleiben wird. Die Eindeckung muss jedoch die Gleiche sein. Betondachstein vermutlich?

    Ist es definitiv falsch, dass auf alle Kanalentlüftungen die schwarzen Endstücke mit Kappe aufgesetzt wurden? Die Baugenehmigung müsste ca. 2016 erteilt worden sein.

    Wenn es sich denn um eine Kanalentlüftung handelt, dann könnte man das mit Ja beantworten. Sind es lediglich Strangentlüftungen, gibt es hier keine zwingende Forderung. Für mich persönlich stellt es sich als fragwürdig da ob alle Lüfterkappen zeitgleich die Kanalentlüftung sicherstellen.


    DARF man dann wirklch so schief und aneinandergepresst bauen? Für mich ist das eine Fehlerquelle für die späteren Jahre.

    Fraglich welche Regel/DIN hier gelten soll. Die Flachdachrichtlinie - nach der das nicht zulässig wäre - wird hier schwer als a.R.d.T gelten können. Man könnte sicherlich eine stimmige Analogie auf die Flachdachrichtlinie aufbauen, auf Hoher See am Gericht wird man sich dort dennoch befinden. Wir haben zwar sehr viele Normen, Regelwerke aber wenig "eindeutige" Fälle. Überall dort wo "bewertet und entschieden" werden muss kann es auch zu Ungunsten ausgehen. Hängt vom Richter und SV ab. Eine Schornsteinabdeckung ist halt kein Flachdach und eher in den Metallregeln zu finden, hier ist mir jedoch keine konkrete Regel bekannt. Generell wäre die Konstruktion eher in anderen Gewerken beheimatet, als es bei dem Dachdecker der Fall wäre.


    Sagen lässt sich, dass das Flüssiggematsche keine Abdichtung ist und jemals seien wird. Es handwerklich auch kaum sinnvoll abzudichten wäre, mit diesen Produkten. Nur muss die Durchführung durch die Abdeckung jetzt wasserdicht oder "nur" regensicher sein? Denn die vorgeschriebene Anschlusshöhe nach Flachdachrichtlinie ist gegeben.


    Es wäre daher falsch zu behaupten, auch wenn die Ausführung grotesk aussieht, das es eine eindeutige Nummer ist.


    Terrassenebelag (habe noch ein Foto angehängt) weiterhelfen?

    Was ist denn da die Frage? Die Art deiner "Messung" ist seltsam und bringt mehr Fragen auf als das Darlegen eines Mangels.



    Mit der Dachkante bin ich als Laie auf diesem Sektor auch nicht so ganz zufrieden. Wenn Du noch ein paar Fotos zur Beurteilung benötigst, kann ich die gerne liefern. Welche?

    Es ist nicht Aufgabe des Forums hier ein Gutachten "delight" zu erstellen. Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit: Fachlicher Beistand der eine Bestandsaufnahme forciert und ein Privatgutachten erstellt. Das sollte aber in der WEG abgesegnet werden da es sich hier kaum um Sondereigentum (Dein Terrassenbelag ausgenommen vermutlich) handelt. Nach feststehen sämtlicher Mängel können die weiteren Schritte thematisiert werden.

    Niemand hatte Dich kritisiert oder hatte moralisiert.

    Heldenstatus, Umweltpreis sind schlagwörter die doch einen genauen Sinn bezwecken, sonst würde man sich anders ausdrücken. Wenn ich dir ungefragt und ohne jeglichen Kontext soetwas präsentiere, wie würdest du dich denn fühlen? Das ist in etwa so, als wenn du ein Mitarbeitergespräch damit beginnst was der MA alles falsch macht. Destruktiv nennt man sowas, wenn man will dass die Person einem zuhört. So sind wir nun mal gestrickt, vielleicht magst du da eine Ausnahme sein. Aber ja, ich habe es genau so empfunden, kritisieren und moralisierend - das ich Berufspendler bin. Wobei ja eigentlich jeder Berufspendler ist, sofern man nicht 6 Tage die Woche Homeoffice macht.


    Du selbst hast eindeutig nach einer Einschätzung Deines Pendlerstatus verlangt,

    Nein, ich wollte wissen ob Audible für die 2 Std Fahrzeit sinnvoll sein können. Meinen Pendlerstatus muss ich mit mir, weil es meine Freizeit ist, und meiner kleinen Familie ausmachen. Auch wenn man meint ich müsste mich vor der Ethik "Klimaschutz" rechtfertigen. Nein muss ich nicht, und es wäre diesem auch nicht zuträglich wenn das Fortan jeder müsste. Man weiß ja was passiert, wenn etwas zum Zwang wird.


    Aber vielleicht stellst Du Dir mal die Frage, ob Du diese tägliche Wegstrecke auch auf Dich nehmen würdest, wenn Du Auto und Kraftstoff selbst von Deinem Einkommen bezahlen müsstest, ohne die Allgemeinheit über Steuerrückzahlungen weitgehend dafür aufkommen zu lassen.

    Habe ich bis vor kurzem noch getan. Eigenes KFZ, eigener Sprit. Erkläre mir bitte aber den Unterschied:

    • selbstgenutztes PKW das Jährlich in die Einkommenssteuer eingerechnet wird
    • Dienstwagen, das steuerlich über den Betrieb abgesetzt wird

    In beiden Fällen zahlst du Spritsteuer, in beiden Fällen wirkt es sich mindernd auf die Steuerlasst aus. Ist also jeder, der am Jahresanfang das Häckchen bei der Pendlerpauschale ankreuzt eigentlich ein Schmarotzer der sich auf der Allgemeinheit ausruht? Sicherlich sind die "Vergünstigungen" die ein Betrieb hat, steuerlich etwas anderes. Der Unterschied dürfte jedoch recht gering sein.


    Klimatechnisch wäre es sicherlich sinnvoll die Strecke mit einem E-Auto zu bestreiten, das scheitert aber daran das Zuhause kein "Laden" möglich ist. Ja, ich bin so dreißt mir herauszunehmen das ich nicht nur wegen dem Klima ein KFZ besitze was ich praktikabel nicht in vollem Umfang nutzen kann. In ein paar Jahren wird Eigentum kommen, vermutlich dann auch dichter an der Arbeit - da wäre sicherlich ein E-Auto denkbar, warum nicht. Jetzt stelle ich sicherlich keine Kabeltrommel auf die Straße um irgendwo Strom herzubekommen.


    Es ist auch nicht Aufgabe von Ottonormalo, dass die Politik es nicht geschissen bekommt ein sinnvolles Infrastrukturnetz auch außerhalb der Metropolen zu realisieren. Wie war das letztens bei Hart aber Fair? Die DB AG bekommt 150 Mio für den Ausbau/Erhalt? Na schauen wir mal wie sinnvoll davon der Nahverkehr ausgebaut wird. Und ob Bahn fahren wirklich das Mittel sein wird.


    Was ist eigentlich mit den eigenen Abgaben in Form von Lohnsteuer? Das Prinzip funktioniert ja immer in zwei Richtungen, nicht nur in eine wo nur entnommen wird? Wer gut verdient zahlt ja auch entsprechend horrende Beträge an die Allgemeinheit. Langt das für die Legitimierung oder eher nicht? ;)

    Ist das heutztage normal so zu bauen?

    Ja und nein. Kommt auf den Ausführenden an, auf den Bauherren und seinen Überwacher. Wenn ich mich fragen müsste ob ich das Ergebnis als handwerklich solide Arbeit bezeichnen würde, könnte ich das für mich persönlich nur mit nein beantworten. Nun weiß ich nicht ob der ausführende Betrieb seiner Zeit Bedenken hinsichtlicher dieser Fehlplanung gemacht hat. Wenn ich raten müsste, würde ich vermuten er hat es nicht getan. Denn der Rest dieses Daches zeugt ebenfalls von nicht gemachten Bedenken. Dabei ist das Dach, so will man denken, nicht komplex - schade eigentlich um den Ruf des Handwerks.


    War denn der Dachdecker auch Derjenige, der diese Lüftergebilde eingefasst/montiert hat?


    Sehr gut wäre es, wenn spätestens bei der Endabnahme in 3 Jahren (5 Jahre BGB) diese Konstruktion durchfällt.

    Verstehe ich nicht. Wenn die Abnahme erfolgt ist, dann ist das Thema durch. Ihr - vermutlich als WEG - habt einen rechtsgeschäftlichen Akt begonnen und mit der Abnahme, sofern keine Mängel aufgenommen wurden, den Werkerfolg dokumentiert. Ich kenne keine Endabnahme nach 5 Jahren Gewährleistungspflicht. Nach 5 Jahren wird der Sicherheitseinbehalt fällig zugunsten für den Auftragnehmer. Eine "Nachverhandlung" findet da nicht statt.


    Ebenfalls, ich habe die Penthousewohnung, haben wir seit Anbeginn nach jedem Wind Unmengen von UV-Split auf Terrasse, Mobiliar Markise und auf dem Kuchen (ist bei Besuch passiert). Das wäre angebl. normal !!!

    Was bedeutet Unmengen? Kilo, gramm? Es ist schon bis zu einem gewissen Grad möglich, dass durch Verwehungen loser Schiefersplitt umher geweht wird. Wenn es "Unmengen" sind ist es eine Frage des Materials. Pro Rolle Bitumen kommen da je nach Produkttyp schon einiges an losem Splitt zusammen. Fragt sich also, ist das Material mangelhaft? Das wäre es wohl, wenn auf der Bahn kein geschlossener Splittauftrag wäre. Oder liegt es an der Dachrandkonstruktion? Die mir eh etwas "spanisch" vorkommt, in anbetracht fehlender Infos aber erstmal nicht davon ausgehen will das dass alles mangelhaft ist. Drüber streiten könnte man sich - bringt Euch nur nicht so richtig weiter.

    Schämen wäre vielleicht zuviel verlangt, aber einen Umweltpreis kannst Du wohl nicht erwarten und wenn es noch nicht mal Dein eigenes Geld ist, was da verbrannt wird, sondern gesamtgesellschaftlich subventioniertes, dann kannst Du dafür keinen Heldenstatus erwarten. 😉

    Off-Topic:

    Ich habe jetzt eine halbe Stunden drüber nachgedacht was du mit diesen Zeilen bezwecken wolltest, welchen Sinn da verfolgt wird. Bis auf "sein eigenes Moralkonzept" auf anderen zu stülpen, fiel mir nicht mehr ein. Erhelle mich doch bitte, was ich damit jetzt anfangen soll außer mich ganz schlecht zu fühlen. Weder verlangte ich nach einem Preis, noch will ich Heldenstatus. Im übrigen, wenn es deine Absicht gewesen wäre an das Klima zu appellieren, sollte man mahnende Worte - so sie denn so verstanden wollten - evtl. nicht als sarkatischen Angriff formulieren. Dann wäre die Person ggü. evtl gewillt aufmerksamer zu zuhören. Aber stimmt, in meiner Definition von "Fachbüchern" wird so etwas auch thematisiert. Nennt sich in der Regel Kommunikation.



    Und die gibt es wirklich als Hörbuch???

    Ja gibt es. Nicht so etwas wie z. B. "Brandschutz auf Steildächern" aber Biografien oder für Dinge wie Führung, Marketing usw. Ich nutze die Fahrzeit zur kreativen Denkarbeit. Daher sollen die Hörbücher lediglich dies unterstützen. Musik ist ja eh an, warum also nicht anders nutzen? Ob es sinnvoll sein wird, wird sich zeigen.


    Stelle ich mir spannend vor: Tabellen, Diagramme und Fotos werden vorgelesen und das im morgendlichen Berufsverkehr.🤔

    Um 5 Uhr morgens hast du schon Berufsverkehr in einem überwiegend ländlichem Raum? Das einzige was einem da begegnet sind 20 kreuzende Autos und ggf. mal Wild. Was ist die alternative? Im Auto sitzen, in dem man eh sitzen wird, und seine Playlist hören? Ist mal ganz schön aber wirklich "Nachdenken" kann ich nur auf der Hin- als auch Rückfahrt. Ab 6 im Büro fehlt mir schlicht die Zeit und Ruhe. Wenn ich abends zur Familie komme, will ich die eh schon kurze Zeit nicht mit Gedanken an Arbeit verschwenden ;)


    Wieso vorgelesen? Das Auto hat doch bestimmt einen digitalen Screen! Im Stau brauchst Du eh keinen Tacho...

    Ist das gerade nur ein Gefühl oder muss man sich schämen Berufspendler mit KFZ zu sein? Ich Klimasünder.... Irgendwie werde ich den Eindruck gerade nicht los...