Beiträge von Madwursd

    Vielen Dank für eure Antworten und die wertvollen Hinweise! Sorry für meine unpräzise Wortwahl. Selbstverständlich wurden die Streifenfundamente vom Tragwerksplaner und Bauunternehmer geplant. Mit meiner Formulierung meinte ich lediglich, dass die bauverantwortlichen Fachleute derzeit die zeitliche Durchführung planen – nicht, dass ich dies selbst übernehme.


    Zudem habe ich gerade nochmals überprüft, ob die Einleitung des Drainagewassers in die Regenwasserkanalisation zulässig ist, ist in unserem Fall tatsächlich erlaubt.


    Vielen Dank für eure Antworten.

    • Gibt es für die Gründung des Gebäudes ein Bodengutachten?
    • Was steht darin als Empfehlung:
    1. zur Gründung?
    2. zur Abdichtung?
    3. zum Bauablauf allgemein?
    • Ist eine lokale Grundwasserabsenkung für die Bauphase und später für den Bestand genehmigungsfähig und genehmigt?
    • Wohin darf das Drainagewasser abgeleitet werden?
    • Weshalb baut man im Jahre 2025 überhaupt noch mit einer Drainage?


    Ja, es liegt ein Bodengutachten vor. Allerdings enthält es keine spezifischen Empfehlungen zur Gründung, da es sich lediglich um die Bohrproben und das Schichtenverzeichnis handelt, die von Statikern und Bauunternehmen für die Planung genutzt wurden. Im Gespräch wurde jedoch eine Drainage nach DIN 4095 empfohlen.

    Nach meinem Kenntnisstand ist für die Grundwasserabsenkung keine Genehmigung erforderlich. Die Einleitung des Drainagewassers wurde mit dem Bauamt abgestimmt und kann über die Revisionsschächte in die Regenwasserkanalisation erfolgen.

    Ich freue mich über Tipps, wie man 2025 möglichst ohne Drainage bauen kann. Genau deshalb bin ich hier – um dazuzulernen.

    Welchen Nutzen soll denn die spätere "Hauptdrainage" bringen und wohin soll sie entwässern?

    Die Hauptdrainage hat das Ziel, um das Stauwasser, welches sich durch den lehmhaltigen Boden bildet, abzusenken. Die Grundwasserspiegel lägen laut Erdbohrbericht tiefer. Die Drainage wird in die Regenwasser-Revisionsschächte abgeleitet.

    Hi,


    wir bauen gerade ein Einfamilienhaus als Massivneubau und haben vor Baubeginn Erdbohrungen durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass der Boden einen hohen Lehmanteil hat. Aufgrund dieses Lehmbodens haben wir ein vergleichsweise hohes Oberflächenwasser – oder ein niedriges, je nach Betrachtungsweise. Die Beschaffenheit ist daher bekannt.


    Aktuell planem wir die Streifenfundamente, und unser Bauunternehmer überlegt, direkt eine Drainage zu verlegen. Eine Drainage hätten wir ohnehin später nah um das Fundament sowie im Garten zusätzlich vorgesehen. Der Bauunternehmer schlägt nun vor, sie bereits jetzt direkt am Fundament zu platzieren, um in der Bauphase die hohe Feuchtigkeit und den matschigen Boden besser in den Griff zu bekommen. Da momentan in der Bauphase der Fundamente bzw. Gründung kein ausreichendes Gefälle hergestellt werden kann, würde die Drainage zunächst nur eingelegt, und mit einer Pumpe betrieben werden. Sobald die Pumpe abgeklemmt wird, könnte sie an die Revisionsschächte angeschlossen werden. Ob sie dann etwas bringt und ein korrektes Fliesgefälle hat, kann man uns nicht beantworten, sie wird eben nur für die Bauphase bzw. die Überbrückung und Trockenlegung eingebaut.


    Nun stellt sich mir die Frage: Sollte diese "provisorische" Bau-Drainage dauerhaft am Fundament verbleiben und/oder als Hauptdrainage zu fungieren, unabhängig davon, wie wirksam sie ist? Oder wäre es besser, zusätzlich – wie ursprünglich geplant – eine saubere Drainage mit Gefälle in einem Abstand von etwa 1 bis 1,5 Metern vom Fundament zu verlegen, um das Wasser weiter vom Haus wegzuleiten? Diese würde vermutlich die Sicherheit der Funktion sicherstellen.


    Ich bin unsicher, welcher Ansatz langfristig die beste Lösung ist und wie man vorgeht, und freue mich über eure Meinungen und Erfahrungen!


    Herzlichen Dank