Vielen Dank vorweg für das Interesse allerseits!
Im Anhang stelle ich ein Paar Unterlagen bereit.
Da abseits meiner Fragestellung Neugier zum weiteren Sanierungskonzept bestand, gibts hier noch ein paar Extrainfos:
Der Dachaufbau entspricht der Vorgabe unseres Energieberaters unter Maßgabe des Effizienshausstandards EH85.
-Der Sparren (8x14cm) wurde um 8cm aufgedoppelt
-Es wurde eine Zwischensparrendämmung aus Mineralwolle in 22cm Stärke eingelegt (unter Zuhilfenahme der Siga Majpell 5 als Unterlage und Rieselschutz)
-Auf der Aufdoppelung wurde eine Luftdichtebene mit Meisterling "Das Brett" hergestellt, welche Trauf- und Giebelseitig am Mauerwerk verklebt wurde
-Auf der Luftdichtebene liegt eine Gutex Ultratherm von 8cm Stärke als letzte Lage unter der Traglattung der Dachhaut
Diese Arbeiten wurden von Fachfirmen entsprechender Gewerke durchgeführt.
Zur Frage Materialmix:
Die Kombination aus OSB und GK ist keinem Laiengehirn entsprungen, sondern Ergebnis von kompetenzorientierter Recherche.
Meine Fragestellung dazu war, ob und wie es möglich sei, die Stabilität einer herkömmlichen Trockenbaukonstruktion zu verbessern.
Selbstverständlich bin ich dabei auf Risiken gestoßen, welche sich im wesentlichen aber auf unterschiedliches Ausdehnungsverhalten der Materialien bei Feuchteeinfluss und damit einhergehende Rissbildung beschränken.
Tatsächlich gibt es Verlegeplatten, welche durch Dehnfugen im Nut-/Federsystem und eine feuchteresistente Verklebung besagtes Risiko vermeiden.
Diese Kombination aus GK und diesen OSB Platten hat ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis.
Die auf diese Weise errichteten Wände können ohne weiteren Aufwand als Tragwerk verwendet werden und es bedarf keiner speziellen Befestigungstechnik für Hohlwände. Das war schließlich meine Intention zu dem Materialmix.
Dass diese Technik für die Verarbeitung eine Erleichterung darstellt, habe ich übrigens nicht erwartet.
Zu den Unterlagen:
Kern der Threadführenden Fragestellung ist die Problematik durch Bewegung des Daches gegen den Massivbau.
Ich habe auf Rissbildung in Ecken und Kehlen so gar keine Lust. Wegen der geringen Halbwertszeit von Akrylnähten an solchen stellen, würde ich gern möglichst mit Bewegungsfugenprofil arbeiten. (Beispiel Übergang Giebel/Dachschräge)
Beim Anschluss einer Drempelwand an die Dachschräge wurden zu dieser Vorgehensweise aber bereits Bedenken geäußert.
Mir wurde geraten mich konstruktiv an den Sparren zu orientieren, das Ständerwerk möglichst unbeweglich am Dach zu befestigen und eine Beweglichkeit eher zur Geschossdecke hin (zum Beispiel durch Anschluss mit Metallwinkeln) zu ermöglichen.
Ich gehe daher davon aus, dass das Dach bis zur Stelle des Auflagers in Bezug auf die Oberflächen in den Räumen immer rissgefährliche Bewegung haben kann.
Konkret geht es dabei um Rissbildung im Übergang zwischen Trockenbauwand und Drempel.
Dafür kommen infrage:
-Die Drempelwand (im Entwurf ist die dahinterliegende Abseite gelb markiert)
-Die Wände des Bades
-Die Wände des Flures/Treppenaufgang
Mir ist klar, dass ich um den Umstand nicht herumkomme, dass man wohl Wände in Dachschräge und Kehlbalkendecke befestigen muss und damit eine Verbindung zwischen der Massiven Decke und dem Dach unvermeidbar ist. Ich würde diese Verbindungen nur gerne mit möglichst umfassender Fachkompetenz für das Thema Rissbildung so ungefährlich, wie eben möglich gestalten wollen. Nur dafür wende ich mich an die Mitglieder dieses Forums.
Zuletzt muss ich aus gegebenem Anlass leider noch mal um Toleranz und Verständnis für Eigenleistungen im Allgemeinen bitten.
Nicht jeder ist so vermögend, jeden Bauabschnitt von einem Dienstleister durchführen zu lassen.
Ich bin dankbar über jede Hilfestellung, mit der ich bei der Umsetzung der Sanierung unwahrscheinlicher auf die Nase falle! Auf weiteres verzichte ich hier gern.
Dankeschön!