Beiträge von JanRi

    Hi,


    Die Bremswege werden also bereichsweise nacheinander zurückgelegt und mit deutlich unterschiedlicher Geschwindigkeit, der höchsten an der Schließkante.


    Ich kann meine Testtür mit einem ausgestreckten Finger ohne Anstrengung soweit schliessen, dass die Falle einrastet. Will ich danach die Dichtung soweit zusammendrücken, wie es möglich ist (bis das Türblatt an die Zarge stößt), muss ich mich dagegenstemmen.

    Wir sind auf maximal 450 N gekommen, wenn ich mich richtig erinnere.


    Kann ich gut nachvollziehen... vermutlich ist der Druck, den ich ausüben konnte, auch viel geringer. Da sich aber das Türblatt verzieht und dann nur da anliegt, wo man drückt, dürfte der Druck für die ganze Tür erheblich größer sein.


    Insgesamt denke ich: Bis zum Einrasten der Fall kommt man mit wenigen N aus, danach bis zur vollständigen "Einfederung" der Dichtung eher mit einer dreistelligen Zahl an N.


    Das ist halt der Grund, warum ich da durchaus Potential für das (kräftige) Zurückfedern sehe.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi gleich nochmal,


    Dieses Blech ist offensichtlich eine Legierung aus Butter und Margarine, ein leichter Druck führt zu einer Verbiegung.


    Da stimme ich zu.



    Der verbogene Teil (die dünnste Stelle des ganzen Blechs) liegt rechts auf der Zarge auf. Die (absichtlich, konstruktiv) leicht nach innen verdickte Stelle hat dabei Kontakt zum Untergrund (vielleicht zu dem grauen Plastikteil, was bestimmt stabiler ist).


    Nein. Die verdickte Stelle greift über das Plastikteil drüber. Die Zarge ist hier ausgeschnitten und das Plastikteil reingeschraubt.

    Fällt nun die Tür von rechts kommend auf die Konstruktion, wird das gesamte Blech nach links gedrückt


    Das geht nicht. Was soll da schieben? Die Falle ist "links" ja so geformt, dass sie reingeschoben wird. Sobald die Falle eingeschnappt hat, liegt die Tür satt an der Dichtung an, hätte aber noch ca. 2mm Weg, bis das Holz der Tür auf das Holz der Zarge trifft. Diese 2mm kann sie aber nur überwinden, indem die Dichtung durchfedert.


    Ob das dann zum verbiegen ausreicht... das werden wir wohl nicht herausfinden. Von daher finde ich die Erklärung von ThomasMD sehr gut, dass das Teil schon vorgeschädigt ist durch feinfühlige Justage mit dem Hammer oder ähnlichen Missbrauch. Dann braucht es ja nicht mehr viel.


    Ganz nebenbei... wenn man das Schloss aus so einer Tür ausbaut und sie dann zuwirft, dann bin ich mir sehr sicher, dass sie ein ordentliches Stück zurückkommt. Wer soll das (mit Schloss) auffangen, wenn nicht Falle und Schließblech?


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    ich glaube, wir reden da aneinander vorbei. Ich will keine 60 kg mit Schwung an die Tür werfen... das tut mir und der Tür viel zu sehr weh :-)


    Jene etwa 600N braucht man, um durch Druck an die Tür selbige so an die Dichtung zu drücken, dass diese zusammengedrückt wird.


    Nehmen wir mal an, das Kind wirft die Tür mit v=0,4m/s zu. Der Bremsweg beträgt die 2mm der Dichtung, also s=0.002m.


    v=a*t -> t=v/a

    s=a*t*t/2=a*v*v/(2*a*a)=v*v/(2*a)

    Damit: a=v*v/(2*s)=40m/s^2


    Die Tür wird also mit ca 4 g abgebremst. Wir nehmen mal an, dass von den 40 kg des Türblatts die Hälfte auf der anschlagenden Seite wirksam wird (als grobe Näherung).


    F=m*a, also 20 kg*40m/s^2=800N


    Das reicht vollkommen aus, um die Dichtung komplett "durchzufedern". Logischerweise wird die Dichtung die Tür dann wieder in die entgegengesetzte Richtung beschleunigen und damit das Schließblech belasten.


    Wenn Türenmonteure zum Hammer greifen, steigt mein Blutdruck in gefährliche Höhen.


    Sei froh, dass du den Rest nicht gesehen hast, das wäre eher ungesund für deinen Blutdruck geworden. Ausschäumen ohne Spreizen ist eine tolle Idee. Resultat ist dann, dass infolge der Erfahrungen des Pfuschers die Seite, wo das Türblatt reinkommt, die passende Breite hat, die andere Seite aber bei einer 270er Zarge ca. 2-3 cm schmaler ist. Das sieht man selbst als Laie sofort...


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,


    Da kann gerade nichts federn.


    Wie gesagt... wenn man gegen die verschlossene Tür drückt, federt die Dichtung sehr deutlich. Mit ca. 20kg Druck kann ich sie soweit durchdrücken, dass Holz auf Holz stößt. Dabei verbiegt sich das Blatt aber deutlich. Drücke ich oben und unten, muss ich mich richtig dagegendrücken, um die Dichtung zu komprimieren, aber es geht. Das sind dann vielleicht 60 kg Druck. Das sollte eine Tür beim Zuschlagen problemlos aufbringen können und dann federt sie natürlich auch zurück, denn die Falle ist so eingestellt, dass man sie einrasten kann, ohne die Tür mit viel Kraft an die Zarge zu drücken.



    Die Aussicht, für einen unkontrollierten Wutanfall mit ihrem Taschengeld zu haften, führt seither zu zurückhaltenderem Umgang mit unseren Türen.


    Bei unserem Großen (6 Jahre) zieht genau diese Strategie auch, wobei die dafür nötige Summe schon ziemlich abstrakt für so ein Kind ist. Bei einem Dreijährigen dürfte das nicht funktionieren und auch dessen Kraft hat beim Zuwerfen ausgereicht, um diese Schäden zu erreichen.


    Fakt ist aber, dass außer den Schließblechen (und der einen Zarge an der Kante des Schließbleches) nichts beschädigt ist.


    Vielleicht ist der Erstschaden ja schon beim Einbau entstanden?

    Das kann bei diesen "Profis" natürlich passiert sein. Vermutlich reicht es dazu, ein paar Mal mit dem Hammer das Schließblech zu "richten", damit die Tür besser zugeht. Der finale Einbauer war deutlich gewissenhafter als der anfängliche Pfuscher, aber ich weiss nicht, inwiefern Teile der alten Zargen weiterverwendet wurden. Ich glaube, die wurden inkl. der Beschläge angeliefert, aber ich war nicht dabei, als der Ersatz angekommen ist und zusammengebaut wurde.


    Wenn du Recht hast, dann sollte es ja reichen, die Schließbleche gegen neue zu tauschen und dabei zu versuchen, welche mit mehr Materialdicke oder besserer Qualität zu erwischen. Die aus dem Link von Skeptiker sehen gut aus, passen aber nicht zu diesen Türen. Aber da sollte ich was finden und das dann an ein oder zwei Türen erstmal austesten, ehe ich alle umbaue.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    die Tür geht nach innen, aber das spielt ja dafür keine Rolle. Falls sich da zum fraglichen Zeitpunkt jemand von außen dagegen geworfen haben sollte, dann kann das nur unser Kleiner gewesen sein - zu dem Zeitpunkt knapp unter 10 kg und so klein, dass er die Klinke nicht erreichen konnte. Ob das wohl dafür ausreichen würde?


    Davon abgesehen: Ich habe den genannten Ablauf an der fraglichen Tür mehr oder weniger beobachtet (gerichtet, weggegangen ins Nachbarzimmer, was anderes gemacht, RUMS, Problem wieder da - Dagegenwerfen hätte ich in jedem Fall gehört). Andere Türen (z.B. Bad, Schlafzimmer) weisen die gleichen Symptome auf und diese traten jeweils auf, nachdem die Tür zugeworfen wurde.


    Ich habe gerade nochmal mit meiner Frau geredet: Auch sie hat nie erlebt, dass sich eines der Kinder gegen eine Tür geworfen hätte.


    So eine Vollspantür ist ordentlich schwer - laut JW-Kompendium >23 kg/m^2. Bei 85x200 cm wären das mindestens 40 kg für das Türblatt. Warum sollte die an der Dichtung nicht zurückfedern? Ich habe das gerade mal ausgetestet: Wenn die Tür zu ist, liegt sie satt an der Dichtung an und zwischen der überstehenden Kante des Blattes und der Zarge ist ein Spalt von ca. 1,5-2mm. Ich muss mich mit ordentlich Kraft gegen die Tür lehnen, um sie gegen die Federkraft der Dichtung satt an die Zarge zu drücken. Genau diese Kraft sollte die Tür "zurückwerfen", wenn man sie in die Dichtung wirft.


    Geworfen wurden die Türen definitiv (von den Kindern). An den Zargen und dem Anschluss zum Putz sind KEINE Schäden vorhanden, vermutlich, weil die Dichtung dämpfend wirkt.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,

    Ich denke, vor der Verformung sah das Schließblech etwa so aus:

    Richtig. Die Seite, wo das Gegenstück von der Tür reingeht, ist in der Tat so gewölbt, vermutlich, um dem ganzen mehr Halt zu geben. Scheint nicht so ganz zu klappen.


    Der Türeinbauer hatte gesagt, dass an diese Teile später, wenn sich die Dichtung gesetzt hat, so biegt, dass die Tür gut zugeht und sauber einklinkt. Das absichtliche Verbiegen scheint in Maßen also vorgesehen zu sein.

    Aber bevor man so ein Metall verbiegt, würde ich auch Schäden an der Tür/ am Furnier erwarten. Herausgerissene Befestigungen. What ever.

    An einer Tür ist das Furnier ganz leicht eingerissen (auf der Innenseite am oberen Ende des Schließbleches). Das war die Tür, an der das zuerst passiert ist und ich nicht sofort eingegriffen habe - vermutlich wurde da im verbogenen Zustand noch einmal zugeknallt. Damit hat die Tür mehr "Anlauf" von der zurückfedernden Dichtung bis zum Schliessblech und damit mehr Schadpotential.


    Bei allen anderen Türen habe ich es bislang geschafft, die Verbiegungen zu reparieren, bevor das nochmal passiert ist. Folglich sind die Zargen auch alle unbeschädigt. Kritisch wird es halt, wenn die Tür Spiel hat, also quasi im geschlossenen Zustand "klappern" kann.


    Vielleicht kann ein Beschlagshändler weiterhelfen?

    Das ist eine gute Idee, das werde ich versuchen.


    Die Kernfrage ist halt, ob es hier unterschiedliche Materialqualitäten gibt. Das verwendete Metall ist in jedem Fall sehr leicht zu biegen. Kantholz + Druck reichen zum Geradebiegen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    Das einfachste und nervenschonendste wäre, die Dinger auf eigene Kosten auszutauschen. Das ist zwar nicht der "richtige" Weg mit Anmahnen etc. aber in Deiner Situation würde ich so vorgehen.


    Eventuell kam es nicht rüber: Ich will NIEMANDEN dazu bringen, das zu reparieren. Ich will das auf meine Kosten in Ordnung bringen, alles andere ist weder die Zeit noch die Mühe wert. Das einzige, was ich dazu wissen muss, ist, ob es da bessere Lösungen gibt. Die gleichen Bleche nochmal zu verbauen, hat ja keinen Nutzen. Da kann ich sie ebenso wieder richten (was ich schon mehrfach getan habe).


    Dem Hersteller gegenüber (Jeld-Wen - ich war davon ausgegangen, dass man derlei Namen hier nicht direkt schreibt) habe ich auch nicht eine Nachbesserung verlangt, sondern lediglich höflich (unter Verweis auf die Probleme mit dem Türeinbauer) gefragt, ob es zu diesen Zargen stabilere Schließbleche gibt. Darauf gab es leider keine Antwort.


    BTW auch mich wundert die Verformung nach aussen. EIne Verformung durch Zuknallen kann ich mir kaum vorstellen


    Die Ursache ist 100% klar, weil ich es in einem Fall beobachten konnte: Schließblech war gerade (weil ich es gerade gerichtet hatte), Tür wurde nochmal zugeworfen, Schließblech war wieder krumm. Nach EINEM Zuwerfen. Gerüttelt wurde da nicht, gezerrt auch nicht.


    DIe Türen haben diese üblichen Dichtungen. Wenn man die Tür zuwirft, dann knallt sie auf die Dichtung und federt zurück. Das geschieht anscheinend mit ausreichend Wucht, um diese Schäden zu verursachen. Daraus resultiert die Frage, ob diese Schließbleche für die schweren Vollspantüren überhaupt geeignet sind.


    Wenn das Blech schon verbogen ist, wird das ganze schlimmer, denn dann hat die Tür mehr Platz zum Zurückfedern.


    Das würde vermutlich nicht passieren, wenn man die Tür mit Nachdruck ins Schloss drückt (und dabei das Zurückfedern quasi "auffängt").


    Mein aktueller "Notbehelf" ist, die Türen sehr straff einzustellen, also das Blech so zu biegen, dass es gewissermaßen kein Spiel gibt (das war aber zu Beginn nicht anders).


    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das ganze auch daran liegt, dass die Dichtungen noch sehr neu sind und darum besser federn. Ältere Dichtungen mit weniger "Federweg" könnten da unanfälliger sein.


    Wirklich stabil ist das Material der Schließbleche aber nicht. Obwohl das letztlich ein Metallwinkel ist, kann man das in den meisten Fällen durch reinen Druck mit einem geeigneten Gegenstand zurückbiegen, wobei ich mich nicht als besonders kräftig bezeichnen würde.


    Warum austauschen? 30cm Holzlatte + Hammer würde ich sagen tut's auch


    Wie gesagt... das geht OHNE Hammer und wurde schon mehrfach von mir gemacht. Ich bin auf der Suche nach etwas stabilerem, z.B. Schließblechen, die auch für die etwas schwereren Vollspantüren geeignet sind.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo allerseits,


    ich hoffe, dass meine Frage nicht die DIY-Grenze überschreitet.


    Wir haben in unserem Neubau Türen von J***W*** durch einen "Fach"betrieb einbauen lassen. Besonders gut lief das nicht, denn der Monteur hat die Zargen so unprofessionell (ohne Spreizen, ohne wirkliche Ausrichtung) eingebaut, dass ich mir sicher bin, dass ich das besser könnte (wenn auch vermutlich mit dem zehnfachen Zeitaufwand). Nach Reklamation beim Chef mussten zehn Zargen neu (das haben wir nicht gefordert, aber es war die einzige Lösung): Fehler im Bereich von bis zu 4 cm, auch nach mündlichem Hinweis auf die extremen Fehler wurde weitergepfuscht, bis ich den Monteur rausgeworfen habe - die neuen Zargen hat dann ein anderer Mitarbeiter sehr ordentlich eingebaut. Auch sonst war diese Firma leider nicht sehr professionell und am Ende das Verhältnis so zerrüttet, dass ich mich mit diesem Anliegen ganz sicher nicht an diese Firma wenden kann.


    Es geht um Folgendes: Unsere Kinder (3 und 6) schließen die Türen mitunter etwas unsanft. Bei diesen Türen führt das SOFORT zu heftigen Verbiegungen an den Schließblechen. Wir hatten vorher eine Mietwohnung und auch da wurden ab und an mal Türen härter geschlossen, was niemals irgendwelche Folgen hatte. Hier hingegen reicht ein einmaliges unsanftes Schließen einer Tür durch einen Sechsjährigen, um ein gerades Schließblech so zu verbiegen, wie es das beiliegende Foto zeigt. Wie gesagt... es war vorher gerade und das war eine einzige "Misshandlung". Der daneben gehaltene Pizza-Werbezettel dient als Referenz für "Gerade".


    Ich mag mir nicht vorstellen, was passieren würde, wenn ein Erwachsener so eine Tür zuknallen würde (was vermutlich jeder von uns schonmal gemacht hat... in keiner Wohnung hatte das bislang irgendwelche Folgen dieser Art). Hier reicht ein Kind, um das Schließblech so zu verbiegen, dass die Tür nur noch lose schließt. Wenn das ganze dann noch einmal geschieht, reisst man das Schliessblech vermutlich aus der Zarge, weil die Dichtung ordentlich zurückfedert. Von daher repariere ich das jeweils sofort durch Geradebiegen und wir haben es fast geschafft, dass die Kinder die Türen nur noch vorsichtig bedienen (beim Kleinen, der weniger einsichtig ist, ist die Tür mit weichem Stoff so blockiert, dass man sie nicht mehr zuwerfen kann).


    Aber trotzdem: EIn einmaliges, gar nicht so hartes Zuwerfen (ordentlicher Durchzug würde vermutlich die Tür mit mehr Wucht zuwerfen) kann doch eigentlich nicht solche Folgen haben, oder?


    ich habe J***W*** diesbezüglich angeschrieben, insbesondere unter dem Aspekt, dass die "Fach"firma nicht sehr kompetent war und ich es mir vorstellen kann, dass die Zargen (VZ-6) bzw. deren Schließbleche nicht zu den Türen (Optima 34 Vollspan) passen oder die Vollspantüren für diese Schließbleche schlichtweg zu schwer sind.


    Weiß hier jemand Rat? Gibt es stabilere Schließbleche? Oder hat uns die "Fach"firma hier schlichtweg minderwertige Ware eingebaut?


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan

    Hallo,


    Auch ein Vordach sollte Regensicher sein , ständiges nass werden der Schalung und des Holzes ist weder gut noch sieht es schön aus


    Da hast du natürlich recht.


    Meine Überlegung ging in die Richtung, dass das Eindringen geringer Wassermengen in dem Fall eher ein sehr seltener Vorgang ist (weil nicht in Hauptwindrichtung und im Windschatten des Hauses), aber deinen Worten entnehme ich, dass das quasi andauernd passieren würde, also vermutlich auch bei anderen Wind- und Regenrichtungen.


    Unterdeckbahn auf die Schalung (Möglichst vom Hersteller ) + Tropfblech


    Der beschriebene Aufbau wäre dann quasi "regensicheres Unterdach", nicht aber "wasserdichtes Unterdach"?


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan

    Hi,


    Es ist durchaus üblich, dass man bei solchen Messungen auch mal Leitungen auftrennt oder abklemmt.

    Das ist nicht mein Punkt - dass das für diesen Zweck nötig und üblich ist, ist zumindest mir klar.


    Was ich sagen will: Wenn ich eine Leitung (in einer vermutlich nicht vollständig bekannten Installation) BEWUSST auftrenne (aus welchem Grund auch immer), dann muss ich alle möglichen Konsequenzen bedenken und anderenfalls für die Folgen aufkommen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo noch einmal,


    mal anders gefragt: Welche Mindestdachneigung würdet ihr bei solchen Dachsteinen (Braas Harzer Pfanne) für ein VORDACH denn für sinnvoll halten?


    Wie gesagt... ich "klebe" nicht an dieser Lösung, möchte aber die Machbarkeit klären, ehe ich mich in das schwierige Unterfangen stürze, einen Dachdecker zu finden, der für so ein Miniprojekt überhaupt den Fuß vor die Tür setzt.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    Dabei kann schon mal ein Nullleiter kurzzeitig unterbrochen werden.

    Ja... aber wenn das jemand in einer fremden und ihm nicht im Detail bekannten Installation tut, dann muss er auch dran denken, was das für Folgen haben kann.


    Die Erzählung des TE ist hier ja sehr eindeutig: Die Elektriker haben Änderungen an der Verteilung für die Tests vorgenommen (also nicht nur gemessen, sondern bewusst etwas verändert) und waren dann erschrocken, als es geknallt hat. Sie hatten aber sofort eine Erklärung, nämlich das mit den 400V.


    Von daher denke ich schon, dass das ein Haftungsfall ist.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    ich würde da gar nichts messen. Die Firma, die das verbockt hat, soll das in Ordnung bringen und ALLE Geräte, die zum fraglichen Zeitpunkt angeschlossen waren, entweder untersuchen (lassen) oder austauschen. Oder aber klar analysieren, was genau passiert ist und damit bestimmte Geräte ausschließen.


    Auch das Kochfeld (üblicherweise mit zwei Phasen für den Leistungsteil angeschlossen) zieht den Strom für seine Elektronik aus Phase gegen Null. Wenn die Nullpunktverschiebung also im Verteiler war, dann wird es trotz separater Zuleitung auch betroffen sein bzw. kann betroffen sein. Ausschließen kann man das nur, wenn man weiss, was genau da passiert ist. Wenn die E-Firma das nicht mehr weiss oder nicht mehr rekonstruieren kann, dann sollte man vom Worst Case ausgehen.


    Wie schon gesagt: Das ist ein Fall für die Versicherung der Elektrofirma.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,


    LED-Leuchten haben meist Schaltnetzteile. Ich denke nicht, dass deren Primärkondensatoren dafür ausgelegt sind, 400V gleichgerichtet und geglättet (also über 560V) auszuhalten. Wenn so ein Ding hochgeht, kann das schon ordentlich knallen. Dazu müsste man die kaputte Leuchte mal zerlegen - einen explodierten Kondensator sieht man ja quasi sofort.


    Auch beim Kochfeld wäre ich sehr vorsichtig, je nachdem, wieviel Elektronik da dran ist und wie die versorgt wird. Wenn das so ein Ding mit Touch usw. ist, dann dürfte da auch ein Schaltnetzteil drinstecken. Selbst wen die Kondensatoren das überlebt haben, dürfte es einen sehr negativen Einfluss auf die Restlebensdauer haben.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    die scheinen zwei Phasen auf Phase und Null gegeben haben - eine andere Erklärung für die gleichzeitigen Ausfälle in den verschiedenen Räumen bei gleichzeitigem Arbeiten an der Verteilung ist eher unwahrscheinlich.


    Jedes Elektrogerät, das angeschlossen war, kann dadurch vorgeschädigt sein. Insbesondere betrifft das auch eingesteckte Netzteile von ausgeschalteten Geräten, die keine primäre Netztrennung haben (Steckernetzteile, PC-Netzteile, Handy-Lader, usw.).


    Was die Vorschädigung für Spätfolgen hat, kann niemand sagen (das beschriebene Verhalten der LED-Lampe passt aber gut dazu). Eigentlich müsste man diese Geräte allesamt ersetzen. Da sollte die Elektrofirma mal Kontakt zu ihrer Versicherung aufnehmen...


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo in die Runde,


    wir sind gerade bei den Vorüberlegungen für ein Vordach, das an eine Garagenseitenwand angeschlossen werden soll. Da das Haus mit Braas Betondachsteinen Harzer Pfanne gedeckt ist, ist eine Überlegung, das Vordach auch so auszulegen. Wie gesagt... das ist nur eine Option von mehreren, aber zu genau dieser habe ich eine Frage:


    Das Dach (4,2 x 1,8m in der Draufsicht, Traufseite ist eine der langen Seiten, die gegenüberliegende lange Seite soll an der Garagenwand angeschlossen werden) kann eine maximale Neigung von 15 Grad bekommen (sonst wird es auf der Traufseite zu niedrig oder der anderen Seite zu hoch). Nun beträgt die Regeldachneigung der Harzer Pfanne 22 Grad. Darunter sind diverse Maßnahmen nötig, die ihr sicher besser kennt als ich.


    Frage: Ist das bei einem VORDACH wirklich nötig? Wenn ich das Problem richtig verstanden habe, geht es ja darum, dass Wind aus Traufrichtung Wasser zwischen die Ziegel schieben kann und das Dach damit leckt. Da das "Bauwerk" aber entsprechend der Natur eines Vordachs in dieser Richtung ohnehin offen ist (da steht ja keine Wand), würde der Bereich unter dem Dach ohnehin nass werden, wenn Wind und Regen aus dieser Richtung kommen. Das Dach könnte man ja so bauen lassen, dass es nach unten gut trocknen kann, sprich, für eine gute Belüftung sorgen oder von unten gar nicht verkleiden.


    Wie seht ihr das? Sind da noch andere Gründe oder gibt es noch anderes, das dagegen spricht, solche Dachsteine mit dieser Dachneigung für sowas zu verwenden?


    Das Dach ist wettermäßig nicht exponiert - in Hauptwindrichtung ist es durch Haus und Garage gut abgeschirmt.


    Viele Grüße und vielen Dank,


    Jan

    Hallo,


    bei Kreuz- und auch bei Wechselschaltungen liegen die beiden alternativ stromführenden Adern auf einer längeren Strecke parallel und bilden damit einen Kondensator. Da es ja um Wechselstrom geht, fliesst ein sehr geringer Strom, der aber für LED-Leuchtmittel ausreicht.


    Dieses Problem haben sehr viele. Bei uns hängt z.B. ein Nachtlicht an einer Wechselschaltung... das leuchtet auch ständig ganz schwach vor sich hin.


    Eine schöne Lösung ohne größeren Umbau gibt es nicht... mit einem Widerstand wirst du auch nicht weit kommen, zumal nicht ganz ungefährlich, da im eingeschalteten Zustand die volle Spannung draufliegt und natürlich Abwärme entsteht. Ein Bekannter hat es sehr pragmatisch gelöst: Bei ihm ging es um mehr als drei parallel geschaltete Leuchtmittel... er hat einfach eines davon als Glühlampe gelassen. Das reicht vollkommen aus, um diese Restspannung kurzzuschliessen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,

    und die Schüssel sowieso abgebaut werden, und auf das Garagendach verpflanzt werden soll,

    Wieso eigentlich versetzen? Wenn der LNB eh neu muss, dann kostet die Schüssel selbst auch kein Vermögen mehr. Bau doch einfach eine NEUE Schüssel mit neuem LNB auf die Garage und fertig. Das Ding da oben kann doch vor sich hin gammeln, bis irgendwann mal ein Fachmann ohnehin auf das Dach muss. Es klang ja nicht so, als wenn da akute Absturzgefahr (für die Schüssel) bestehen würde.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    welchen Typ von Filterbox verwendest du? Ich bin nämlich zum gleichen Schluss hinsichtlich der Filterkosten gekommen und lasse die Zuführung so bauen, dass ich eine solche Box nachrüsten kann (zumal das auch hilft, den schwerer zu reinigenden Teil der Ansaugung sauber zu halten).


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,

    Die ist ja nur deinem Wunsch an der Traufe geschuldet.

    Den Wunsch haben wir ja als "irrelevant" geklärt :-)

    Is halt schwierig keinen Stammdachdecker zu haben.

    So oft deckt man als Nicht-Dachdecker keine Dächer bzw. lässt das machen. Unser Stammdachdecker ist eben der, der das Haus gemacht hat (über 200 qm Satteldach). Der hat ja auch sofort gesagt, dass er es tun würde, nur ist er so ausgelastet, dass es nicht von jetzt auf sofort geht. Auf die Verschieferung der Gaubenfronten (ein paar Quadratmeter fehlten da noch wegen Fenstereinbau) haben wir im Sommer nach Vorliegen der Bedingungen (Aufstellbarkeit Gerüst) an die zwei bis drei Monate warten müssen...


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    das optische ist recht egal und falls es doch mal stört, kommt die extensive Begrünung drauf.


    Ist die Bitumenausgleichslage bei Resi nicht quasi redundant? Da ist doch schon eine ziemlich dicke Bitumenlage von Haus aus dabei. Oder bezog sich der Rat mit der Ausgleichslage nur auf den Fall, dass eine reine EPDM-Dachfolie verwendet wird?


    Da wird sich ja wohl einer finden der das Fix macht.

    Naja... dann könnte er aber auch gleich das EPDM ebenfalls drauftun :-)


    Vielleicht muss ich einfach noch viel mehr Unternehmen fragen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hi,


    Letztlich ist die Frage aber ähnlich wie Dachstein und Dachziegel.

    Redest du noch mit mir, wenn ich schreibe, dass wir Dachsteine auf dem Hauptdach haben? :-)


    Das Garagendach scheint seine Probleme jetzt ohnehin in eine andere Richtung zu entwickeln, bei der die Frage nach der Auftragsdicke des Traufbleches oder dem Material der Dachrinne eher egal ist: Unser Dachdecker, der das Hauptdach gemacht hat, arbeitet nicht mit EPDM, er würde FPO nehmen. Könnte ich vermutlich auch mit leben (auch wenn mich die Vorteile von EPDM eigentlich mehr überzeugen), aber er ist so extrem ausgelastet, dass das vermutlich ziemlich lange dauern wird (ich wollte eigentlich vor dem Winter einen abdichtenden Schutz auf der Betondecke haben). Zwei andere Unternehmen, die bei einem Vertreiber von EPDM-Dachbahnen auf der Liste der Partnerbetriebe stehen, haben meine Anfrage noch nicht einmal beantwortet. Vermutlich sind 42qm Dach zu wenig, um sich bei der aktuellen Auftragslage die Mühe zu machen, wenigstens kurz zu antworten.


    Von daher muss ich jetzt ernsthaft Alternativen bedenken... die Auftragslage wird wohl in allen Firmen ähnlich sein (merken wir bei den anderen Gewerken am Haus auch, aber nicht so extrem, weil es da zum einen um größere Dinge geht und es zum anderen alles Partnerbetriebe unseres Rohbauers sind).


    Resi würde der Rohbaubetrieb recht zeitnah aufbringen können - sie haben damit sehr viele Erfahrungen für Abdichtungen in anderen Bereichen, sind aber halt keine Dachdecker.


    Oder ich tue das, was im Forum keiner gerne sieht... DIY. EPDM-Bahnen von D**hp*****t bekommt man in Größen, die nahtfreie Verlegungen zulassen (mit dem dazugehörigen Kleber auf dem Untergrund befestigt) und eine hinten offene Wanne kann man an den Ecken ebenfalls nahtfrei erstellen. Auf die Attika könnte provisorisch ein weiterer Streifen EPDM, bis jemand die Blecharbeiten professionell machen kann. Damit wäre der Bau zumindest noch vor dem Winter nach oben hin dicht. Toll ist das aber nicht und würde vermutlich auch nicht so lange leben wie eine professionelle Arbeit, ganz abgesehen von potentiellen Problemstellen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    Wenn eine 2m Länge irgendwas um die 8 Euro kostet

    In dem Shop, in dem ich geschaut habe, lagen 2 Meter Zink um 24 Euro. 2 Meter Kunststoff in der gleichen Dimension lagen bei ungefähr 21-22 Euro. Darin sehe ich keinen relevanten Unterschied.

    Denn mir sind keine Feder-Feder-Rinnenhalter bekannt die mit der Schiene genutzt werden kann

    Was ist von "Stirnbretthaltern" zu halten? Da habe ich zumindest für Zink welche gefunden, die auf beiden Seiten Federn haben, die man über die Rinne biegen kann. Da ein Link in irgendeinen Shop vermutlich gegen sämtliche Forenregeln verstößt... man findet die Dinger (diverse Anbieter) bei Google nach "Zink Stirnbretthalter Rinneneisen halbrund RG 250 mm". Sowas sollte man doch auch an die Stirnseite einer Betonplatte schrauben können.


    Kunststoffrinnensysteme haben anscheinend ihre eigenen Halter und auch da habe ich welche für Stirnbrettmontage gefunden.


    Ist aber auch egal, denn...

    Bist du dir im Klaren, das bei Versagen der Rinne auch die Traufe der Abdichtung mit dran glauben wird?

    ...das ist in der Tat ein K.O.-Argument. Vielen Dank dafür!


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    wo her soll der Preisvorteil resultieren?

    Welcher Preisvorteil? Ich habe gerade mal in einem Onlineshop (der beides im Angebot hat) verglichen... die Preise für ein Stück Rinne in Titanzink und Kunststoff (vermutlich kein Baumarktschrott, sondern hochwertig) unterscheiden sich nur um wenige Prozent. Abschlussteile usw. habe ich nicht im Detail verglichen, da könnte die Kunststoffausführung sogar teurer sein.


    Dein Handwerksargument ist natürlich nachvollziehbar, wobei ich mir vorstellen kann, dass das korrekte Zusammenkleben der Rinnen (so, dass sie möglichst lange dicht bleiben) auch nicht ganz trivial ist.


    Der Gedanke an Kunststoff kam darum auch nicht, um Geld zu sparen, sondern als mögliche Lösung für das Problem mit Resi und Zinkrinnen. Wenn ihr aber auch mit hochwertigen Kunststoffrinnen (also solche, die vom Materialpreis her auf Augenhöhe mit Titanzink sind) Probleme seht, dann ist das natürlich ein Argument, diesen Gedanken nicht weiterzuverfolgen.


    Insgesamt habt ihr mir aber schon damit weitergeholfen, dass der Punkt, über den ich mir Gedanken gemacht hatte, quasi egal ist.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    ich will euch ja gar nicht überzeugen. Ich wollte nur wissen, warum ihr das für Schrott haltet.

    Eine Zinkrinne kann man immerhin reparieren oder ausflicken. Bei Kunststoff?

    Das ist ein nachvollziehbares Argument. Das "wird gerne undicht" kommt mir doch ziemlich pauschal vor, zumal es ja Systeme zu geben scheint, die nur gesteckt werden und solche, die geklebt werden.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    Oder nimmst die Schiene mit den Haltern zum Eindrehen. Dann wird Stirnseitig in die Betonplatte gebohrt.

    Das war ja ohnehin der Plan. Halter sollten nicht oben auf die Platte, sondern stirnseitig.

    Die Nähte werden gerne undicht...

    Kann man das so einfach hersteller- und systemübergreifend sagen? Wenn man eine Zinkrinne schlecht lötet, wird sie vermutlich auch nicht lange dicht sein...


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    und mehr rauf und dann Plaste?

    und

    Wenn du Plastik dran haust bin ich sowieso raus, mein Klo umarmen...

    Sind die Dinger wirklich so schlimm? Immer noch? Die Hersteller zumindest scheinen das anders zu sehen, aber die wollen das ja auch verkaufen. In diesem Fall ist die Rinne an der hinteren Grundstücksgrenze, dahinter kommt ein quasi unzugänglicher Steilhang zu einem Wald hinunter. Sehen kann das Teil da quasi niemand.


    Wobei auch Resi nicht gesetzt ist - das war das, was eine der bislang angefragten Firmen machen wollte. Bei einer EPDM-Bahn ohne Bitumen sollte das Problem ja nicht bestehen und somit auch Titanzink (wie auch am Haus verbaut) möglich sein.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    Welche Gebäudemaße hast du und in welchem Maß ist das Gefälle nötig?

    Das Dach ist etwa 7x6 Meter, wobei die "offene" Seite 6 Meter misst.

    Wo drauf du vorallem achten MUSST ist die Rinne. Bei Resitrix ist ein Schutzanstrich Pflicht, ich würde eher auf Edelstahl umschwenken.

    Ich hatte die betreffende Stelle in den Verlegeanleitungen von Resitrix gelesen - Schutz, Edelstahl oder Kunststoff. Da es eine Garage ist, geht der Plan eigentlich in Richtung Kunststoff. Das Schadpotential ist extrem gering... wenn es an der Stelle tropft, richtet das keinen Schaden an.


    So wird schon mal ein schwerer Oberflächenschutz notwendig. Geht das überhaupt? Wenn nein, ist der TS über die Nachteile aufgeklärt?

    Ich bin noch beim Einholen von Angeboten/Ideen, wobei immer im Hintergrund steht, dass es eine Garage ist (die auch als solche genutzt werden soll und nicht als illegaler Partyraum, Lager, Werkstatt oder sonst etwas) und eben kein Wohngebäude.


    Falls "schwer" sich auf die Belastbarkeit bezieht: Die Betondecke ist vom Statiker so berechnet, dass sie eine extensive Begrünung von bis zu 150 kg/qm tragen kann. Diese soll aus Kostengründen später realisiert werden. Wenn natürlich der zur Lagesicherung nötige Kleber am Ende das gleiche (oder mehr) kostet wie die Begrünung als Auflast (was ich aber eher nicht denke), dann sieht das natürlich anders aus.


    Ansonsten bleibt für das Gefälle nur ein Verbundestrich oder aber Gefällekeile und Holzschalung. Letzteres ist wenig wirtschaftlich.


    Zu einem eventuellen Gefälle noch: Die Attika ist 19 cm (mehr war nicht realisierbar) über der waagerechten Betondecke. Die Länge eines etwaigen Gefälles wäre etwa 7 Meter. Für 2% wäre das schon ein Höhenunterschied von 14 cm, was vorne dann nur 5 cm Restattika ließe. Mit Verbundestrich wäre das zumindest im vorderen Bereich zu schwer, zumal die Belastungsreserve eigentlich für die Begrünung geplant ist. Von daher würde man ohnehin unter 2% landen mit allen Konsequenzen, so dass ich nach meinen bisherigen Recherchen keinen wirklichen Nachteil in 0 Grad sehe, denn Pfützen wird es in jedem Fall geben.


    Das gerade aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.


    Vermutlich hast du da recht, zumal das Ausmaß eventuell dadurch entstehender Pfützen geringer als das sein dürfte, was schon durch die Toleranzen der Betonplatte kommt. Aktuell ist die Betondecke nackt und ich habe nach dem letzten Regen mal Pfützen angezeichnet. Die maximale Tiefe beträgt etwa 1,5 cm bei einer Pfütze von vielleicht 2-3 Quadratmeter. Alles andere ist flacher und trocknet zumindest bei der aktuellen Sonneneinstrahlung gut ab.


    Vielen Dank auch für den Hinweis mit der Ausgleichslage.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    die Neigung ist noch nicht final geklärt. Die Betondecke ist 0 Grad, mit der 19 cm hohen Attika kann man aber problemlos darauf ein Gefälle realisieren. Pfützen stören prinzipiell aber nicht (Pfützenfreiheit ist ohnehin nicht möglich, weil 5 Grad nicht erreichbar sind), so dass auch das 0-Grad-Dach bei entsprechenden Abdichtungsmaterialien akzeptabel wäre (ist vermutlich auch günstiger als der Aufbau eines Gefälles). Da die Attika hinten offen ist, besteht auch keinerlei Gefahr von gefährlich schweren Wassermassen auf dem Dach.


    Rinneisen bzw. Rinnenbefestigungen an der Stirnseite sind ohnehin gesetzt, das Einflexen wäre wesentlich zu aufwendig.


    Über die 0,7 mm des Traufblechs würde ich mir dann keine Gedanken mehr machen.

    Ich fürchte nur, dass es eben keine 0,7mm sein werden. So ein gekantetes Blech kann sich ja nicht wirklich "anschmiegen", so dass die wirkliche Höhe durch die Unebenheiten der Betonkante gegeben wäre. Diese komplett gerade zu flexen, wäre ja auch ein erheblicher Aufwand. Darum ja die Idee von Variante 2, wo das im Grunde egal wäre, weil sich das Resi (oder was auch immer) dann deutlich besser an die kleinen Ungenauigkeiten der Betonkante anpassen könnte als es ein gekantetes Blech kann.


    Viele Grüße,


    Jan