Beiträge von Robert07

    Hallo OLger MD


    sorry für die späte Antwort.

    Hier eine kurze Rückmeldung.


    Wir sind im Stahlbau unterwegs und haben keine Serienfertigung.


    Deine Idee mit dem Laschenstoss finde ich sehr gut. Mir ist nur zu Ohren gekommen, dass bei zu hohen Kräften der Steg alleine für den Lastabtrag nicht ausreicht. Ich gebe dir recht, da müsste der Untergurt aber auch größer dimensioniert sein.


    Nochmal zur Montage. Ich hatte die Möglichkeit mir die Montage solcher Fachwerke mal live anzusehen. Die Fachwerke wurden auf dem Boden vormontiert und dann als ganzes mit Hilfe von 2 Mobilkränen hochgezogen undban die Stützen angeschlossen. (Hat sehr gut funktioniert).


    Ich danke dir für deine Denkanstöße :bier:

    Moin saibot2107,


    ich bin da deiner Meinung, ich vermute auch, dass es aus statischer Sicht eher keine Unterschiede gibt. ==> Dies gilt es aber zu beweisen. (Ich würde mich melden sobald ich schlauer bin)

    Ich denke, dass durch das Schlitzen des Knotenblechs, die Steifigkeit des Knotenblechs abnimmt.


    Zitat

    "Das ist so pauschal nicht richtig. Wenn die Stahlbaufirma einen Pauschalpreis für die Halle anbietet, wird jedes Gramm Stahl eingespart, dass eingespart werden kann, weil mit jedem Gramm das eingespart wird, der Gewinn der Stahlbaufirma steigt."


    Deshalb habe ich auch geschrieben : "...meist nach Tonnen abgerechnet."


    Zitat

    Das ist erstmal richtig, aber Löcher für Verbindungsmittel brauchen bei Querschnitten der Querschnittsklassen 1 bis 3 in der Regel nicht abgezogen werden, siehe DIN EN 1993-1-1, 6.2.2. Im hier vorliegenden Fall eines sehr hoch ausgelasteten Anschlusses kann es, wenn es sich bei der maximalen Last um eine Zuglast handelt, allerdings tatsächlich erforderlich sein, die Querschnittsschwächung zu berücksichtigen, siehe DIN EN 1993-1-, 6.2.3. Das kann man u. U. aber wiederum dadurch umgehen, dass man die Anzahl der VM erhöht und dafür den Durchmesser verringert. Wenn die maßgebende Belastung allerdings eine Druckkraft ist, müssen die Löcher nicht abgezogen werden, siehe DIN EN 1993-1-1, 6.2.4.


    Danke für den Hinweis :)

    Moin OLger MD,

    Moin saibot2107


    erstmal zu deinen Anmerkungen OLger:

    Die Lösung der geschlitzten Anschlussbleche hat sich bei einem aktuellen Bauvorhaben im Bereich der Automotive bewährt. Durch die Körnerpunkte auf dem Knotenblech und die Verschweißung durch einen Schweißroboter sind die Anschlussbleche wirklich sehr genau positioniert, sodass es keine Probleme bei der Montage gibt. Die Fachwerke sind beschichtet. Ich gebe dir aber recht, wenn die Futterbleche (natürlich werden welche vorgesehen) dort reingetrieben werden, wird die Beschichtung zum Teil zerstört. (Wird dann meist vor Ort nachgepinselt) Im Bereich der Automotive sind die Klimabedingungen in der Halle zum Glück klar definiert ==> Korrosion spielt da keine Rolle. Im Allgemeinen leidet die Beschichtung immer etwas, wenn Bauteil auf Bauteil geschraubt wird.

    Für die unterschiedlichen Winkel gibt es keinen Grund.


    Bei den Anschlussdiagonalen trägt der Flansch + die Hälfte des Stegs die Lasten ab. Durch die Bohrungen im Flansch und in dem Anschlussblech kommt es zu Querschnittsschwächung. Die Querschnittsreduzierung hat bei den Blechen einen größeren Einfluss, daher werden die Bleche meist größer dimensioniert, zumal im Stahlbau meist nach Tonnen abgerechnet wird.

    Mit Sicherheit treten durch die Anschlussvariante größere Steifigkeiten auf.. Viele Fachwerkanschlüsse mit hoher Auslastung sind theoretisch Biegesteif.


    zu den Anmerkungen von saibot:

    Du hast recht, wenn die Fachwerke verzinkt werden, wird durch die Futterbleche der Zinkschicht beschädigt.

    Es treten hier Lasten zwischen 1000kN und 1500kN. Wird also schwer mit einem einseitigen Anschlussblech. (Ich gebe dir aber recht, wäre deutlich einfacher)


    Auch nochmal vielen Dank für den Hinweis aus dem Schneider.


    Zurück zur Ursprungsfrage.

    Ich möchte die montagetechnischen und wirstchaftlichen Aspekte erstmal nicht beleuchten. So würde ich nur ein neues Fass öffnen, welches für die Bachelorarbeit, neben der statischen Betrachtung zu umfangreich wäre.

    Dennoch bedanke ich mich für eure Beiträge und Meinungen.


    Mir geht es wirklich nur um den statischen unterschied der beiden Varianten.


    Kommt hier jemand aus dem Stahlbau?


    Liebe Grüße,

    Robert

    Moin de Bakel,

    Moin saibot2107,


    Ja, es ist richtig. Ich bin noch ein Student, der kurz vor seiner Bachelorarbeit steht und noch auf der Suche nach einem passenden Thema ist.


    Nun habe ich mir gedacht: Man könnte mal untersuchen, welche statischen Auswirkungen die unterschiedlichen Ausführungsvarianten haben.


    Leider ist der Stand der Literatur folgender:

    Die Fachliteratur und Normen, insbesondere der Eurocode 3, bieten nur wenige konkrete Nachweise und Richtlinien für derartige Anschlüsse. Dies führt in der Praxis zu unterschiedlichen Auslegungen, was besonders bei der bautechnischen Prüfung durch den Prüfstatiker problematisch werden kann.


    Klar, kann ich den Anschluss mit diversen Programmen modellieren und mir mit Hilfe von FEM Ergebnisse ausspucken lassen. Es geht mir aber darum, solche Ergebnisse immer auf Plausibilität durch Handrechnungen zu prüfen.


    Daher würde mich interessieren, wie andere Ingenieure bei derartigen Anschlüsse vorgehen.


    (Es ist kein Bauwerk, das in der Realität errichtet wird und ich habe bisher noch nicht soviel Kontakt zu Tragwerksplanern und Statikern gehabt)

    Moin saibot2107 ,


    erstmal vielen Dank für deine Denkanstöße!

    Hast du dafür Fachliteratur vorliegen?

    Ich konnte bereits Bemessungsbeispiele finden, wobei das Knotenblech geschlitzt ist und die Diagonalen in das Knotenblech eingeschweißt werden.

    Es gibt aber keine Beispiele dazu, wie es nachgewiesen wird, wenn die Anschlussbleche in das Knotenblech eingeschweißt werden, bzw. Die Anschlussbleche geschlitzt werden und auf das Knotenblech gesteckt + verschweißt werden.


    Mir ist bewusst, dass vermutlich die Schweißnähte maßgebend sein werden. Mir geht's aber auch um den genauen Nachweis des Knotenblechs und den Unterschied zwischen geschlitzt und nicht geschlitzt.


    Für jede weitere Information wäre ich sehr dankbar. Und nochmals vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.

    :)

    Liebe Grüße,

    Robert

    Moin zusammen,

    ich habe zwei verschiedene Ausführungsvarianten von Fachwerkknoten und möchte diese aus statischer sicht miteinander vergleichen.

    Bei der einen Variante ist das Knotenblech geschlitzt und bei der anderen die Anschlussbleche, die am Knotenblech anschließen.

    Kann mir jemand manuelle Berechnungsansätze zukommen lassen? Oder hat jemand Literatur bzw. Beispielberechnugen zu solchen Anschlussvarianten?

    Ich konnte bisher leider nicht wirklich etwas finden. Für nähere Infos könnt ihr mir auch gerne eine Email schreiben: x@xx.xx


    PS: Es geht ausschließlich um ruhende Belastungen


    Liebe Grüße,

    Robert