Die ganze Situation ist komisch. Angenommen die Scheunenerweiterung an Haus A ist kein Schwarzbau, dann wäre doch spätestens bei der Planung davon aufgefallen, dass Scheune B viel zu nah steht. Die Scheune von Haus B wurde definitiv nicht erst in den 60ern errichtet.
Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass jemand eine derart große Baumaßnahme in den 60er Jahren direkt an einer Durchgangsstraße schwarz durchziehen konnte ohne aufzufliegen. Die Scheune wurde schließlich erheblich in Grundfläche und Höhe erweitert. Aber wer weiß, was damals auf dem Dorf so alles möglich war.
Dass da ein Archiv von einer Bombe getroffen wurde ist gar nicht so unwahrscheinlich. Es gibt scheinbar von keinem Haus in der Straße welches vor dem zweiten Weltkrieg errichtet wurde irgendwelche Bauunterlagen.
Ich habe auf die schnelle zwei Luftbilder gefunden. Auf einem von 1968 sehen beide Häuser bereits genau so aus, wie sie auf der Karte eingetragen sind. Auf einem anderen aus den 40er Jahren ist die Scheune von Haus A noch in ihrer kleineren Form zu sehen, aufgrund des Kamerawinkels ist der Abstand zwischen beiden Häusern aber nicht ersichtlich. Haus bzw. Scheune B sind auf diesem Bild aber in heutiger größe zu sehen. Wo wir wieder beim Punkt sind: Wäre Scheune B ein Schwarzbau, hätte das nicht bei der Erweiterung von Scheune A auffallen müssen? Vorausgesetzt dass es sich dabei nicht selbst um einen Schwarzbau handelt.
Ich werde schauen was ich noch so alles finden kann. Da sich an der Situation aber offenbar seit mindestens 60 Jahren niemand gestört hat werde ich sicherlich keine schlafenden Hunde wecken.