Beiträge von OLger MD

    Einen finanziellen Nachteil hat die Gemeinde im Moment noch nicht. Die Zeit ist das größere Problem.

    möglicherweise aber ab dem Zeitpunkt der geplanten Fertigstellung bis zur tatsächlichen Fertigstellung.

    Möglicherweise führt das zu Finanzierungsproblemen, weil das Kassenjahr zu Ende geht und bestimmte geplante Geldabflüsse nicht erfolgen und ein Verschieben nicht möglich ist. Möglicherweise entstehen Probleme, wenn die "Anlage" nicht wie geplant genutzt werden kann.

    Da steht nur

    Sanierungskonzept


    "Baukostenschätzung"


    Ich vermute hier, auf Basis der vorliegenden Informationen, dass der Baubetrieb ein "Sanierungskonzept mit Kostenschätzung" abrechnen möchte, um den Streit mit dem AG aus dem Weg zu gehen über die Vergütung eines Angebotes zu streiten.


    Ist denn das vorliegende Dokument überhaupt ein "Sanierungskonzept" bzw. eine "Kostenschätzung" ?

    ... deren Umfang, Qualität und Aussagekraft den Titel auch verdient?

    (Gliederung, Unterteilung nach Kostengruppen, Einzelmaßnahmen usw. ; Massenermittlung, Aufmaße, ....)

    Gibt es bepreiste Vorschläge für eine alternative Auswahl an Baustoffen oder Verfahren?

    Gibt es ein Anforderungsprofil des AG und ggf. Materialuntersuchungen auf denen das Sanierungskonzept beruht?


    Dass der Unternehmer Aufwendungen hatte ist unbestritten, ob die Anfrage des AG nach einem Kostenvoranschlag zu einem vergütungsplichtigen Vertrag führt ist nicht so klar. Wenn der Unternehmer die Aufwendungen - wenn auch nur teilweise - erstattet haben will, hätte er das unmissverständlich verkünden können.

    Okay so hat er es geschrieben

    Erbrachtes Leistungsbild gem. § 34 HOAI: Honorar: 3,5 Std eines Architekten x 90,0 € = 315,00 € (Netto

    Wurde die Leistung von einem Architekten erbracht?

    --> zumalen es "jetzt noch geheimer bzw. eingeschränkter" wird. Die Auftragsvergabe im Bauausschuss soll (muss ?) bei uns ab der nächsten Sitzung jetzt im nicht öffentlichen Teil behandelt werden!


    Das ist Standard.


    Die Ausschreibung ist öffentlich (keine becshränkte Ausschreibung), weil alle Anbieter am Markt die Unterlagen abfordern können und ein Angebot abgeben dürfen.

    (Das Gegenstück wäre eine beschränkte Ausschreibung, bei der 3 oder 4 oder 5 ausgewählte Anbieter direkt angefragt werden)


    Die Auswertung der Angebote erfolgt intern, also nicht öffentlich. Der Gemeinderat wertet die Angebote aus - ohne Zuschauer - im Saal. Sonst könnten ja die Bieter, Hersteller und Lieferanten als Gäste zur Gemeinderatssitzung kommen (oder jemanden schicken), um Zahlen und Informationen über andere Bieter abzufassen.

    Bei größeren Städten erfolgt die Auswertung im Bauamt, bei Großmaßnahmen gibt es ggf. einen Vergabeausschuss - auch nicht öffentlich.


    Nur die Verkündigung / Bekanntgabe erfolgt teilöffentlich (nur im Beisein der Unternehmer, die ein gültiges Angebot abgegeben haben) oder es wird öffentlich über die beauftragte Firma informiert.

    Hat der Auftraggeber wegen der verspäteten Fertigstellung Mehrausgaben, die er beim Unternehmer in der Schlussrechnung ggf. gegenrechnen kann?

    (Vorhalten von Beschilderungen, erneute Prüfung des Bauwerkes aufgrund längerer Nutzungsdauer, Umleitungen, etc.?)


    Es ist schon von der Gemeinde mutig, sich auf ein einzelnes Angebot zu stützen. IDR wird zuerst nochmals ausgeschrieben mit ggf veränderten Vertraglichen Leistungen und erst dann ein einzelnes Angebot angenommen.

    Es gibt durchaus Produkte, die werden - in bestimmten Größen und in der geforderten Qualität - nur von sehr wenigen Herstellern angeboten. Wenn die Gemeinde Pech hat, bekommt sie beim zweiten Umlauf gar kein Angebot.

    Ich soll die Bodenplatte aufschneiden

    Kann man machen, wenn das statisch geprüft und abgesegnet ist. Es sollte dann keine tragende Wand direkt neben der Baugrube sein oder anderweitig Lasten direkt neben der Baugrube eingeleitet werden.


    Wie tief soll ausgehoben werden?

    Wurde die Grundbruchgefahr statisch schon geprüft?


    Wie sieht es denn mit Grundwasser und Sickerwasser aus???


    und ein unbewehrtes Schornsteinfundament 100 x 50 x 15cm aus C20/25 Beton gründen.

    OK. Das wäre für mich die Sauberkeitsschicht.


    Was für ein Fundament soll da drauf?



    Die Bodenplatte aufschneiden und neu gründen ist recht aufwendig,

    Ja.

    Aber eine durchgestanzte alte Bodenplatte wieder gradezubiegen ist noch viel aufwendiger.


    , zumal ich auch befürchte, dass sich das neue Schornsteinfundament setzen kann sobald ich den Schornstein hochziehe.

    solange es durch eine Fuge von der alten vorhandenen Bodenplatte getrennt ist, scheint das erst mal kein Problem zu sein. Es muss nur genug Toleranz in der Höhe verfügbar sein, damit das Gefälle im Zuleitungsrohr noch passt und die Mantelsteine sollten nicht fest mit Wänden und Decken verbunden sein.



    Nach gut 40 Jahren sollte der Boden eigentlich konsolidiert sein. Eine Baugrube auszuheben wäre da kontraproduktiv.

    Ich würde prüfen, ob man nicht die Bodenplatte umlaufend+10cm über den Fundamentabmessungen (1.20x70) einschneidet und das Fundament auf die Insel stellt. Wenn sich die Last unter dem Fundament in der Bodenplatte unter ca. 45° ausbreitet hat man UK Bodenplatte schon 0.84m² Grundfläche statt 0,50m². Dann kommen wir schon langsam in Bereiche wo man überlegen kann, ob es sich noch lohnt, die Bodenplatte einzuschneiden.


    Wie wäre es mit einem Fundament aus 4 Streifen, rechteckig angeordnet, darauf eine bewehrte tragende Betonplatte und darauf den Schornstein. Das Ganze auf die Bodenplatte über eine größere Fläche verteilt - sofern Platz ist.


    Überlegenswert wäre evtl noch die - nicht ganz preiswerte - Baugrundverbesserung unter dem Bereich des Schornsteins, durch Verpressen des Baugrundes unter der Kellerbodenplatte mit Zementsuspension o.ä. durch kleine Bohrungen in der Bodenplatte.

    OLger MD schrieb ja, dass man diese Oberflächen danach am besten mit einem Abzieher trocknet. Ich hatte das so verstanden, dass das alles zusammen gemacht werden sollte.

    Thomas T.


    Das "Schließen" des Duschbereiches bezieht sich selbstverständlich nur auf die Zeit des Duschens selber.

    Nach dem Duschen und dem Abziehen der Wände muss der Bereich natürlich offen sein, um abtrocknen zu können.


    Ziel hierbei soll es sein, dass der Wasserdampf und Spritzwasser, was zwangsläufig beim Duschen entsteht, in der Dusche/Wanne bleibt, so gut es eben geht. Je weniger Wasserdampf an die Raumluft abgegeben wird, desto weniger Kondensat bildet sich an Wand- und Deckenflächen und es muss auch deutlich weniger Luftfeuchtigkeit weggelüftet werden.


    Als Ideal sehe ich hier z.B. eine vierseitig geschlossene Duschtasse, deren Seitenwände bis zur Decke reichen.

    Aber werden nicht die Verkehrsbetriebe durch städtische Zuwenden quasi auch subventioniert?

    Und wer bezahlt die Herstellung, Unterhaltung und Reinigung der Taxistellplätze, die Beschilderung, die Fahrbahnmarkierungen, usw.?

    Aus sich eines Logistikdienstleisters könnte man auch sagen, dass die Taxistellplätze eigentlich durch Parkstände mit Parkuhren besser zu nutzen seien.

    Hersteller, Lieferanten, Subunternehmer, und Firmen die nur die Unterlagen abgefordert haben, aber kein Angebot abgegeben haben sind am Ausschreibungsverfahren nicht beteiligt (rechtlich "Dritte") und haben m.M.n. kein Recht auf Informationen über den Inhalt und den Ausgang des Verfahrens.


    Der Gewinner des Verfahrens steht bei Baubeginn auf dem Bauschild oder hängt Werbung an den Bauzaun.


    Antwort an Anfragende: Die Bauüberwachung ((o.g. Fachbauleitung)) führt der Auftraggeber durch.

    Wer genau diese Aufgabe übernimmt erfährt der Unternehmer bei der Bauanlaufberatung;

    ebenso, ob sich der Auftraggeber ggf. durch einen Dritten (Ing.-Büro, Architekt) vertreten lässt.


    Wenn die Person, welche die Bauüberwachung für die Gemeinde übernimmt, eine Rolle spielt, würde ich mir Gedanken machen ...


    Bei öff. Aufträgen ist erst mal immer der Bürgermeister / Gemeinderat der Bauherr, Auftraggeber, Bauüberwacher, Rechnungsprüfer...

    der sich aber, wie bei den meisten Angelegenheiten, vertreten lässt.


    Bei Firmen, mit denen die Gemeinde schon jahrelang gut zusammenarbeitet kann man auch schon mal sagen, dass Herr V.d.B. wieder Ansprechpartner sein wird.

    Die

    gilt nur für Neubauten, die nach dem Aufnahme der DIN 1946-6 in die Bauregelliste des DIBt errichtet wurden. Vorher gab es keine entsprechende Regelung.

    OK die 1996 musste ich erst suchen lassen. Die hatte ich überlesen. mein Fehler.




    Der Transport der Feuchtigkeit durch einen solchen Schlitz dürfte Stunden dauern, durch ein offenes Fenster geschieht dies in nur wenigen Minuten. Dieser "Lüftungsschlitz" dürfte sogar noch weniger geeignet sein, als ein Fenster in Kippstellung.

    Die akute Luftfeuchte von knapp 100% direkt nach dem Duschen wird mit der Stoßlüftung weggelüftet.

    Aber das Kondenswasser auf Oberflächen, Wasserreste an Wanne, Waschbecken, Duschvorhang, Duschvorleger, usw. kann nur über einen längeren Zeitraum weggelüftet werden. Und als "Stunden" dafür eignen sich am besten die zwischen 8 und 16 Uhr, wenn keiner zu hause ist oder die Nachtstunden. Und feuchte Handtücher bekommt man mit 3x Stoßlüften auch nicht trocken.


    Nach dem Stößlüften muss sich die frische kalte Luft erst mal wieder erwärmen und Feuchtigkeit von den Oberflächen aufnehmen und kann dann durch Lüften wieder Feuchtigkeit abtransportieren. Stößlüften über mehr als - sagen wir mal - 3 Minuten hinaus scheint mir wenig effektiv, weil der Luftaustausch dann abgeschlossen ist und die Oberflächen anfangen auszukühlen. Damit die Frischluft von außen Feuchte abtransportieren kann, muss sie sich auch aufwärmen und Zeit haben Feuchte aufzunehmen.


    Wichtig bei der Kipp- oder Lüftungsstellung ist, dass die feuchte Raumluft über das Fenster nach außen abgeführt wird und nicht aufgrund der Windrichtung in das Haus transportiert wird.

    Falls die Hauptwindrichtung vom Fenster zur Badtür ist, muss dafür gesorgt werden, dass die Raumruft an anderer Stelle das Haus auf kurzem Weg schnell wieder verlassen kann.




    Zur Vermeidung einer dauerhaften hohen Luftfeuchtigkeit im Bad und zur Unterstützung einer Abtrocknung, sollte der Nutzer prüfen, ob es möglicherweise einen anderen Platz gibt, um die Handtücher zu trocknen, als das Badezimmer selber. Das ist i.d.R. schwierig, aber man kann ja mal drüber nachdenken. Optimal wäre ein Trocknen im Außenbereich.


    Zur Vermeidung von Wasserdampfanfall im Raum ist es außerdem hilfreich, den Duschbereich so gut es eben geht zu schließen, zum Beispiel über Duschtrennwände oder Duschvorhänge (und den nach innen in die Wanne hängen). Das ist hier im gezeigten Objekt aufgrund der Dachschräge kaum möglich, ist aber ein genereller Hinweis auch für andere Fälle.


    Eine weitere Maßnahme zur Reduzierung von Feuchte ist das Abziehen der Duchabtrennung und der Wandfliesen mit einer Fensterschiene direkt nach Dem Duschen.

    Wassertropfen, die durch den Ausguss verschwinden, müssen nicht weggelüftet werden und können auch nicht über die Raumfeuchte von den Tapeten und Wandbaustoffen aufgenommen werden. Die Tropen auf den Fliesen bekommt man auch nicht mit ein oder 2x Stoßlüften weg, die gehen i.d.R. im Laufe der Zeit in Luftfeuchtigkeit über. Das ganze macht zwar etwas Arbeit, aber was weg ist ist weg.


    Es gibt noch weitere Möglichkeiten, das Duschen zu optimieren, aber das geht hier vermutlich im Moment noch zu weit.

    Off-Topic:

    Optimal geduscht = wenn der Spiegel nicht beschlagen ist

    Die Rissbreitenbeschränkung durch Bewehrung ist ja erst mal ein rechnerischer Nachweis mit Annahmen von durchschnittlichen Kennwerten für den Beton (z.B. Druckfestigkeit, E-Modul, Festigkeitsentwicklung, Schwindverhalten ) und für den Stahl (Zugfestigkeit, E-Modul, Streckgrenze).


    Sind die Materialeigenschaften und die Herstellungstoleranzen günstig, kann durchaus etwas am Stahl gespart werden.

    Auch eine gute passgenaue Rezeptur, die Festigkeits- und Wärmeentwicklung und günstige Eigenschaften der Gesteinskörnungen (Zuschläge) wirken sich positiv auf das Schwindverhalten und damit auf die Rissbildung aus.


    Eine hohe Qualität der Ausführung wirkt sich ebenso günstig auf das Schwindverhalten aus. Zum Beispiel eine sehr ebene und geglättete Sauberkeitsschicht, eine zweilagige Folie zwischen Sauberkeitsschicht und Konstruktionsbeton, die Nachbehandlung, die Oberfläche der Schalung, Einbauzeit, Einbautemperatur, Verdichtung, ...


    Etwas Sparpotential sehe ich noch bei der Bewehrungsführung durch gestaffelte Bewehrung, Anpassung der Übergreifungslängen usw. für verschiedene Abschnitte in der Höhe und der Bauteillänge oder die Abfangung von Spannungsspitzen mittels lokaler Zulagen. Das ist ein großer Aufwand bei der Berechnung und bei der Planung der Bewehrung, wird sich aber bezahlt machen, wenn viele gleichartige Bauvorhaben mittels einer Vorlage geplant werden.


    Wenn der ausführende Baubetrieb immer mit dem selben Betonwerk zusammenarbeitet und die Ergebnisse der Erstprüfung und der Eignungsprüfung kennt, seine Erfahrungen berücksichtigt, und ggf. einen höherwertigen Beton einsetzt, weiß er auch, wie viel "Luft nach oben" noch ist und wie sich Stahleinsparungen auf das fertige Endprodukt auswirken.


    Möglicherweise nimmt er auch eine "Ausfallquote" von X % in Kauf und muss ggf. mal ein paar Meter Risse im Jahr verpressen.


    Eine Reduzierung der Mängelquote kann auch auch durch passende und sauber eingebaute Fugenbänder / Fugenbleche erfolgen, ggf. auch durch Nutzung von Schalungseinlagen (Vlies, Matten, Folien) und z. B. durch vorsorgliches Einlegen von Verpress-Schläuchen.


    Mit der richtigen Planung, Technologie und einer hochwertigen Ausführung sehe ich durchaus Potential für Stahleinsparungen.


    Ob es sich lohnt hängt u.a. vom Stahlpreis und den Mehraufwendungen vor Ort ab. Bei der Herstellung vieler gleichartiger Bauwerke kann sich das schon rechnen.

    Eine Mitarbeiterin eines Baustoffherstellers hat mir mal gesagt, dass die eigenen Produkte u.U. im Baumarkt nebenan preiswerter sind als Direktkauf im eigenen Werk mit Mitarbeiterrabatt.


    Der Hinweis auf die Lieferkosten zum Endkunden ist durchaus berechtigt.

    Inklusive Anlieferung frei Bordstein kann u. u. U. heißen, der LKW hält am Bordstein, der Rest ist Sache des Käufers mit Berechnung der Standzeit LKW + Wartezeit des Fahrers...

    Ebenso sollte man anfragen, was das Abladen vom LKW pro Hub / pro Palette kostet und wohin der LKW mit Entladekran ablädt: Gehweg direkt neben dem LKW oder rangiert der LKW und platziert die Paletten auf den Stellplatz nach Wunsch des Bauherren.

    Genau so wichtig ist die Abstimmung der LKW-Größe, Wendemöglichkeiten, Durchfahrtmöglichkeiten, Palettenkosten, usw.

    wenn er eine vollsperrung vorschlägt , wird es so breit nicht sein .

    oder die "schmalen" Geräte sind anderweitig im Einsatz.


    Für den Bauherren die beste Methode ist m.M.n, dass der Unternehmer sich selber um die Genehmigung (Sperrkommission der Stadt/Gemeinde) und um die Ausführung (gemäß verkehrsrechtlicher Anordnung und RSA) kümmert, ggf. unter Zuhilfenahme einer Absperrfirma. Die haben das passende Material, die Formulare und die Kontakte zu den Behörden.


    Was ist mit den üblichen Alternativen wie z.B. Schrägaufzug, Autokran, Gerüst mit Aufzug, ... ?

    Ohne irgendetwas zu den Ermittlungen zum Zoobrand beitragen zu können, halte ich es trotzdem für keine gute Idee, dass die ursprüngliche Dachverglasung durch Acryl (weiche Bedachung) ersetzt wurde, das durch einen vermutlich kleinen Rest von Brennpaste in Sekundenschnelle ein Lauffeuer ermöglichte.

    Das Problem ist nicht die "weiche" Bedachung an sich, sondern die richtige Materialauswahl.

    Es gibt durchaus Kunststoffplatten für Dacheindeckungen und Wandverkleidungen, die brandtechnisch weniger kritisch sind, weil sie im Brandfall nichtbrennend aufschmelzen und nicht brennend abtropfen.

    Die Einstufung in die Brandklassen erfolgt in M1, B1, s1, d0.

    Richtig eingesetzt kann dieses Material im Brandfall aufschmelzen und damit eine Öffnung im Dach "herstellen" womit ein Rauchabzug ermöglicht wird.


    In "rauhen" Umgebungen ein brauchbarer Ersatz für BMA+Rauchabzugsklappen, insbesondere an Orten wo die Sensoren durch Staub, Dreck, Feuchtigkeit, Chemikalien oder durch mechanische Einflüsse Gefahr laufen, nicht mehr korrekt auzulösen.



    Kleiner Exkus:

    Bei einem Projekt vor einigen Jahren hatten wir eine Überdachung für eine Lagerfläche mit harter Bedachung , nichtbrennbar, geplant - bekamen aber vom Brandschutzprüfer die Auflage Rauchabzugsflächen bereitzustellen. Bei einer dreiseitig offenen Überdachung wohlgemerkt.

    Dem Einbau von Kunststoffplatten in Teilflächen des Dachs aus biaxial gerecktem PVC-Hart in der Produktgruppe HR (High Resistance) wurde ohne Diskussion und weitere Nachweise zugestimmt.

    Bei einem anderen Bauvorhaben wurde von der genehmigenden Behörde gegenteilig argumentiert und es musste ein harte Bedachung gebaut werden. In diesem Fall aus Holz+Bitumenbahnen.


    In Ställen sehe ich eher die Gefahr der Brandausbreitung in den dort liegenden und lagernden Materialien aus getrockneten grasartigen Pflanzenteilen, die im Brandfall schnell Feuer fangen und verbreiten. Hier wären Flamm-Melder erforderlich.

    Bei einem Schwelbrand müssten Rauchmelder Alarm auslösen, was aber in staubigen Umgebungen schnell zu Fehlalarmen führt.

    Und damm kommt die (un)ethische Frage nach einer Kosten-Nutzung-Rechnung des Bauherren und der Versicherung: Baukosten für Brandschutzmaßnahmen vs. Versicherungsschaden bei x getöteten Tieren. Bei max. 3 bis 4 €/kg Tier wird vermutlich weniger in erweiterte Brandschutzmaßnahmen investiert.



    Eine Harte Bedachung wird oft auch als Nachbarschaftsschutz eingesetzt, um zu vermeiden, dass sich ein Brand an einem höheren Nachbargebäude durch herabfallende brennende Teile auf ein anschließendes Gebäude ausbreitet.

    Aufschmelzende Dachplatten dienen eher der "inneren" Sicherheit und eröffnen im Brandfall eine Rauchabzugsfläche.

    Ansonsten gibt es Kombiprodukte Haftbrücke und Korrosionsschutz für PCC-Systeme im Fachhandel. Hersteller ist egal.

    Das wäre auch mein Favorit.


    Umlaufend freistemmen, ca. 3cm unter Oberfläche abtrennen, gründlich entrosten, mineralischen Korrosionsschutz auf das Metall auftragen und die freigestemmten Bereiche kräftig abbürsten und mit PCC vermörteln. Material gibt es auch in kleinen Gebinden (Papiersäckchen).


    Die Supidupilösung ((nach ZTV-ING)) scheint hier etwas übertrieben und ist bei wenigen Kleinflächen auch unwirtschaftlich.

    ... die horizontale Ausrichtung und Gestaltung des Baukörpers spiegelt sich auch innerhalb der Fensterelemente wieder...

    ... ebenso harmoniert das fein strukturierte Textil mit der eher rauh marmorierten Sockeloberfläche ...

    ... die gebrauchstaugliche unterbrechungsfreie Anordnung von Teilelementen in Sichtbereiche und Blickschutzabschnitte ...

    ... und als sog. Eye-Catcher die noch in Arbeit befindliche Mauerabdeckung, deren Anordnung, Lage und Ausrichtung einen Hauch von Unordnung das streng geordnete Gesamtbild erst zum Leben erweckt....

    Bayern und LBO sind zwar nicht mein Spezialgebiet, aber gefunden wurde in der BayBO:


    "Art. 12
    Brandschutz Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind."

    Das ganze dann noch in Kombination mit Art. 11 und Art. 29 und ich schließe daraus, dass rauchdicht erforderlich ist - sofrn nicht GK 1 oder GK2.

    Sowas ist mir noch nicht untergekommen. Ich habe Fertighäuser schon in verschiedensten Varianten gesehen, aber keines war 1) so alt 2) aus Metall.

    Wenn Du schon eine bauliche Anlage im Stil eines Industriebaus / Gewerbebaus hast, dann behandle es doch auch so: ;-)

    - nichttragende Teile ausbauen

    - außen ISO-Elemente oder Dämmung in Blech-Kassetten mit Stahltrapezblech (=A1, nichtbrennbar!)

    - innen KS-Mauerwerk als Sichtmauerwerk (das fasst die Stahlstützen ein bis auf die Gurte)


    Ist aber insgesamt eine schwierige Konstruktion wegen der Wärmebrückenproblematik.


    Schön ist 'was anderes.

    Aber was war denn die Idee und der Zweck dahinter?

    Industielle Fertigung, schnelle Montage, preiswert.


    ((Da waren sie wieder - meine 3 Probleme...))

    Es gibt Betone mit den Eigenschaften "Festigkeitsentwicklung = schnell".

    Die 28 Tage beziehen sich in der Regel auf die Endfestigkeit (Nennfestigkeit).

    Bereits nach wenigen Tagen kann Beton mit geringeren, als den in der Statik maximal vorgesehenen Einwirkungen belastet werden.

    Auf Fundamente können Stützen und Wände montiert oder aufbetoniert werden. Es fehlen ja noch 10 Etagen und die Verkehrslasten sind auch noch nicht abzutragen.

    Werden höherfeste Betone verwendet, sind auch die Anfangsfestigkeiten höher, als bei Normalbeton.



    Ich vermute mal, dass für die genannte Baustelle auch sehr viele Fertigteile zum Einsatz kommen werden, die bereits vorproduziert wurden.

    Mit vielen gleichen Fertigteilen kann man schnell produzieren und montieren. Werden dann noch identische Fertigteile verwendet, ist auch die Montage einfacher und fehlerhafte Teile können ersetzt werden. Ist nicht die schönste Bauweise, weil dann auch mal innen ungenutzte Konsolen und Durchbrüche zu sehen sind, aber wenn alles durchgeplant wird ist ein Jahr 'rum und wenn das 13te von Tausend Fertigteilen fehlerhaft ist oder irgendwo in der Lieferkette feststeckt müssen 987 Teile warten.

    ich kenne es bei solchen torantrieben so , dass das ritzel deutlich breiter ist , als die zahnstange . so ungefähr 2 - 2,5 mal so breit (ich weiss , dass das bei zylindrischen körpern höhe heisst) um laufschwankungen des tores auszugleichen .


    daher ist der überstand des ritzels für mich durchaus normal

    Dann müsste aber im letzten Bild (*685) etwas mehr vom Ritzel zu sehen sein und im Bild 144 sieht es auch nicht so aus, als ob das Rizel auch auf der anderen Seite überstehen könnte.


    Möglicherweise ist der Motor nicht richtig befestigt oder der "Untergrund" auf dem der Motor befestigt ist, lässt aufgrund matrieller Elastizität Bewegungen zu.

    noch lustiger finde ich ja, dass so eine Absturzsicherung ja dann auch nicht einfach überkletterbar sein darf, also keine horizontalen Stäbe.

    Als wir letzten Herbst in Hamburg waren, sind unsere Kinder da rumgeturnt:

    Landungsbrücken Foto in Hamburg mit Bildergalerie: Landungsbrücken

    Gibt es in Hamburg andere Baugesetze oder ist das Recht im öffentlichen Raum weniger streng als im privaten?

    Genau DAS habe ich mich auch gefragt im Hasseröder Ferienpark bei dem Blick aus dem Kinderschlafzimmer der Familien-Ferienwohnung:


    Bei der in den Fotos sichtbaren Bauweise hätte ich sogar Bedenken, dass es mit Einzelfundamenten direkt hinter der Mauer rechnerisch nachweisbar ist.

    Die Wand besteht "nur" aus geklebten Steinen und ist jetzt schon in horizontaler Richtung durch Erddruck belastet.

    Die kleinen Einzelfundamente, die dann zwischern Erdreich und Mauer eingebracht werden bringen zusätzliche Horizontalkräfte in die Mauer, wenn gegen das Geländer bzw. gegen den Zaun gedrückt wird.


    Das sollte bei der Planung der Umwehrung berücksichtigt werden.


    Unter ungünstigen Umständen wird auf dem Rasen Fußball gespielt und 2 Sportler laufen im Getümmel gemeinsam mit Schwung gegen den Zaun ...

    Neueigentümer eines Hauses mit dem BJ 1974.

    und

    Hier wollen wir neue Kunstofffenster mit Dreifachverglasung einbauen lassen.

    Bei diesen Voraussetzungen würde ich auf jeden Fall ! die Wärmedämmung prüfen und nachrechnen lassen.


    Ein altes Haus hat / hatte i.d.R. eine Ofenheizung, oft noch einen Kamin/Kachelofen o.ä. jedenfalls einen oder mehrer Schornsteinzüge, dazu meist noch Fenster mit Holzrahmen, nur eine Luke zum ungedämmten Dach, eine Haustür die nicht 100%luftdicht ist und weitere Möglichkeiten für einen Luftaustausch.


    Bei unbedachten Sanierungen werden dann nicht mehr genutzte Schornsteinanschlüsse abgedichtet, die Dachluke wird durch eine neue dichte ersetzt, die Fenster werden dicht, evzl ertden Zimmertüren mit umlaufender Dichtung eingebaut und die Haustür wird auch erneuert.


    Wenn jetzt die Außenwände die kältesten Flächen sind besteht die Gefahr der Schimmelbildung, wenn keine weiteren Maßnahmen zum Luftaustausch erfolgen.


    Früher war das eher kein Problem, weil die Öfen die Raumluft verbraucht haben zum Heizen, an der Einscheibenverglasung sah man gelegentlich Kondenswasser, hat es weggewischt und - weil man es gesehen hat - wurde gelüftet. Ein ganz leichter dauerhafter Volumenstrom durch Undichtigkeiten erledigte den Rest. Feuchte und CO2-haltige Luft wurde auch tagsüber, bei Abwesenheit, ausgetauscht.


    Das nur als Hinweis, weil ich noch nichts von Fassadendämmung gelesen hatte....