Beiträge von Skeptiker

    Nach DIN EN 1991-1-1 ist für Decken ohne ausreichende Querverteilung der Lasten (also Holzbalkendecken) in Wohn- und Aufenthaltsräumen eine Flächenlast von 2,0 kN / m2 anzusetzen. Das entspricht grob zwei Erwachsenen auf einem m2 - also einer intensiven Nutzung der Dusche durch zwei erwachsene Personen zur selben Zeit. Wenn man diese beiden Personen nun in eine Badewanne von 1,75 m x 0,75 m (= 1,31 m2) legt, zeigt sich, dass die Grundfläche der Badewanne nach Abzug der beiden Personen (rd. 2 kN) noch eine verbleibende Tragfähigkeit von 0,62 kN hat, was rd. 60 Litern Badewasser entspräche und in der Größenordnung realistisch ist.


    Grundsätzlich kann eine Holzbalkendecke also eine Badewanne ebensogut tragen wie eine Dusche. In jedem Fall sollte aber von einem Statiker geprüft werden, ob die vorhandenen Deckenbalken für diese Lastannahme auch tatsächlich ausgelegt sind - wenn diese DIN auch schon mit ähnlichen Werten knappe 80 Jahre gilt.


    Mir persönlich sind - ohne gerechnet zu haben - Deine OSB-Platten alle etwas zu dünn, aber rechnen muss das ganze je eh ein Statiker.


    Vorsicht: Deine schematische Zeichnung ist grundsätzlich richtig, vernachlässigt aber die Lastabtragung der leichten Trennwände, welche gerne direkt auf den Holzbalken stehen möchten - oder auf Wechseln. Unter denen in der Feldmitte biegt sich eine OSB-Platte durch, wie eine Latte eines Lattenrostes im Bett unter den Füssen einer darauf stehenden Person - bis hin zum "Krrrrkkkks".

    Aber wie bekommt man das Wasser vom Rohboden weg.

    Das steht typischerweise flüssig in der Deckenmitte wenn einigermaßen ordentlich gearbeitet wurde und läuft gerne entlang dort durch die Decke gebohrter Kabel auch gerne gleich wieder nach unten heraus. Dabei sollte man nicht unterschützen, wieviel Wasser sich in der Trittschall- oder Wärmedämmung bzw. bei Dir in der gebundenen Schüttung sammeln kann. Der Hersteller der Schüttung schreibt dazu:

    Kann Thermozell nach einem Wasserschaden im Bauteil verbleiben?


    Nach einem Wasserschaden mit Frischwasser kann die Thermozell Ausgleichsschüttung mit Lüftungstrocknern getrocknet werden. Sollte jedoch Abwasser in die Ausgleichsschicht gelangt sein, so ist man mit einer Verkeimung konfrontiert und müsste aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen die Ausgleichsschicht in einem großzügigen Radius, im betroffenen Bereich, zurückbauen.

    Das heißt, es ist in jedem Fall eine professionelle Bauteiltrocknung erforderlich: Warmluftzufuhr in die gebundene Schüttung durch Schläuche, Austritt durch Austrittsbohrungen, Kondensationstrocknung der Raumluft. Wöchentliche Begleitmessungen bis zur vollständigen Trocknung sind empfehlenswert und sollten mitgebracht werden. Trocknungsdauer typischerweise 2 - 3 Wochen.

    Hat sich der Bhakdi denn jetzt aber mit allen geirrt?

    Hast Du immer noch nicht in der Wikipedia nachgelesen? Ich kopiere es Dir schnell herüber:

    Zitat von und weiter

    Bis Juli 2020 wurden Bhakdis Thesen laut der Medical Tribune von einer „übergroßen Mehrheit der Experten“ als unwissenschaftlich eingestuft.[32]


    Die Medizinische Fakultät der Universität Kiel, das Exzellenz-Cluster Precision Medicine in Chronic Inflammation (PMI) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) nahmen zum Buch und Interview mit einem Brief an die Landesregierung Stellung: Bhakdis und Reiß' Hauptthesen seien unbelegt, verharmlosend, gesundheitsgefährdend und stünden „im Gegensatz zu seriösen internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen“. Sie baten die zuständige Kultusministerin Karin Prien, die bewährten Schutzmaßnahmen fortzusetzen.[36] Präsidium und Senat der Universität, zwei Fachschaften und die Universitätsgesellschaft schlossen sich mit eigenen Stellungnahmen an.[37] Im Oktober 2020 distanzierten sich auch die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und deren Universitätsmedizin „an entscheidenden Stellen“ von Bhakdis Coronathesen: Sie seien „irreführend bis falsch“ und nicht mit der Universität abgestimmt. Er berufe sich dabei fälschlich auf einen Status als „Emeritus“, den er nicht besitze.[6]


    Im November 2020 löschte Youtube Bhakdis Kanal wegen medizinischen Fehlinformationen über COVID-19.[38] Am 15. Dezember 2020 verlieh die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) Bhakdi den Negativpreis Goldenes Brett vorm Kopf „für den größten unwissenschaftlichen Unsinn des Jahres“ 2020. Die Jury gab Bhakdi gegenüber den Kandidaten Attila Hildmann und Michael Ballweg den Vorzug, weil er alle Preiskategorien perfekt erfüllte. Als langjähriger Mediziner, der „es eigentlich besser wissen müsste“, sei er immer wieder mit Falschaussagen aufgefallen: Es werde keine zweite Coronawelle geben, der Großteil der Bevölkerung sei längst immun, man solle die Masken abnehmen. Diese Falschaussagen habe er trotz der zweiten Pandemiewelle und heftiger wissenschaftlicher Kritik nicht zurückgenommen und so eine konkrete Gefahr erzeugt. Mit seinem Bestseller habe er davon profitiert, sei zum beliebten Interviewpartner und Talkshowgast geworden. Seine Anhänger nähmen ihn als Autorität wahr, obwohl seine Meinungen weit vom wissenschaftlichen Konsens entfernt seien. So erfülle er das Misstrauen der „Querdenker“ gegen die Wissenschaft und illustriere das Phänomen der “False Balance”, auch falschen und widerlegten Meinungen ähnliches Gewicht wie den wissenschaftlichen Fakten zu geben.[39]

    reicht das?

    Immerhin war der mal ein hochdekorierter Professor u.a. auf dem Gebiet des Immunsystems.

    Zitat von nochmal Wikipedia

    Bhakdi hat als Mikrobiologe nicht zu Coronaviren und damit verbundenen epidemiologischen Themen geforscht und publiziert. Die wissenschaftliche Datenbank Medline enthielt 2019 und 2020 keinen einzigen Artikel von ihm.[23]

    Nein, er hat sich überhaupt nicht forschend mit Viren beschäftigt, sondern mit Bakterien: Sein Thema und Grund für zahlreiche Auszeichnungen waren wohl eher Membranschädigungen von Zellen durch Porenbildner.

    Oder ist der im Alter verwirrt?

    keine Ahnung. Ich kenne den Mann nicht. Immerhin ist er seit 9 Jahren emeritiert und Mitte Siebzig.

    Hab gerade das Video von Bhakdi angesehen. Bin verunsichert. Gibt es Videos, die das widerlegen und auch so schön erklären?

    Sorry, kein Video, nur Text, leider nicht einmal illustriert:

    Höchstens 30 Tote am Tag


    Einen Ehrenplatz in der Liste (nicht eingetretener Vorhersagen und Prophezeiungen der Querdenker, Anm. Skeptiker) verdient Sucharit Bhakdi, der als Mikrobiologe trotz seiner grotesken Fehleinschätzungen unter Verschwörungsgläubigen noch immer als Autorität wahrgenommen wird. Bhakdi verkündet bereits im Frühjahr 2020, Corona-Maßnahmen seien überflüssig. Denn auch ohne Sicherheitsmaßnahmen werde es im schlimmsten Fall maximal 30 Tote am Tag geben, dies sei vertretbar.


    Was passiert: Während der zweiten Welle sterben in Deutschland zeitweise mehr als 1000 Menschen pro Tag. Sucharit Bhakdi hat sich nie entschuldigt.

    ich zitiere

    Bhakdi wurde zwar zum Feindbild stilisiert, aber Ahnung hat er. Garantiert mehr als der Gesundheitsökonom, und viele andere.

    und bin auf die Erklärung gespannt! Das war immerhin um den Faktor 30 oder um satte 3.000 % daneben. "Ahnung hat er". :lach:

    "4.zulässige Bauvorhaben, wenn nur geringfügiger Gehölzbewuchs zur Verwirklichung der Baumaßnahmen beseitigt werden muss."

    "geringfügiger Gehölzbewuchs" sind gerade keine "Bäume".


    Aber das Gesetz ist eh sehr lustig: Wirtschaftlich genutzte Bäume und die in öffentlichen Anlagen dürfen nämlich quasi immer gefällt werden, nur die vereinzelten im Hausgarten nicht.

    Über die "Qualität" von Wiki findet sich eine ganze Menge. Da lobe ich mir doch den guten alten Brockhaus, ...

    Als gelerntem Buchhändler freut micheure Zuneigung zum bedruckten Papier natürlich sehr. Leider wird es dieses aber in Zukunft nicht mehr gegeben, denn auch der Brockhaus erscheint - zumindest als Enzyklopädie - nicht mehr gedruckt. Und zu eurer Verunsicherung sei euch weiter noch erklärt, dass es nicht nur legendäre Fehler in den gedruckten Lexika gab, sondern sogar völlig frei erfundene Begriffe, also fingierte Lexikonartikel.

    ... da wusste man zumindest wer zensiert.

    Jetzt wird es sehr spannend: Wer denn?

    Ja. Bei 1000 kWh für jeden m2*a macht es schon einen Unterschied, ob da 30% oder 70% zurückgehen aus Atmosphäre.

    Bei einem 100 m2 Haus sind das dann 40.000 kWh*a Unterschied.

    Um die sich das Haus in Jahr weniger erwärmt. Im Sommer mag das erfreulich sein, im Winter wäre es hingegen von Vorteil mehr Wärme absorbieren zu können. Und was ist eigentlich mit der Hinterlüftungsebene? Ja, ich weiß, dass Wärme auch durch Strahlung übertragen wird, gerade rückseitig.

    Hab gerade das Video von Bhakdi angesehen. Bin verunsichert. Gibt es Videos, die das widerlegen und auch so schön erklären?

    Ich lese lieber oder schaue Grafiken an, das geht bei mir schneller. Ich kann das eigene Lesen nur empfehlen. Die wichtigsten Punkte kann man in der dt.-sprachigen Wikipedia nachlesen, das sollte reichen. Ich mach mir jetzt nicht die Mühe, das hier einzeln zu referieren, zumal mich der Typ nicht mehr die Bohne interessiert.

    Helfen würde nur, wenn das andere Profs, die sich damit auskennen, widerlegen.

    Gibt es schon, einfach nachlesen. Wenn jemand von "seiner" wissenschaftlichen Community ignoriert wird, ist das auch schon eine Aussage - nein, nicht über Zensur, sondern über Peer-Review.

    Ist zwar ein Nebenschauplatz, aber das ist so nicht richtig. Viele mir bekannte Baumschutzsatzungen lassen mit Ausnahmegenehmigung Fällungen in der Vegetationszeit mit Ausnahmegenehmigung zu. Bei Bauvorhaben werden diese auch erteilt. Die restriktive Auslegung kenne ich nur von Berlin.

    Dass Bundesgesetze in den Bundesländern / Kommunen unterschiedlich ausgelegt werden, ist nichts neues. Per se gilt aber

    § 39 BNatSchG : Keine Fällung zwischen 1. März und 30. September, überall in D.

    Sehr ähnliche Gesetze kenne ich auch aus Polen, der Schweiz und Frankreich. Die Baumschutzsatzungen können natürlich davon abweichen. Die Untere Naturschutzbehörde ist nach meiner Beobachtung nicht nur in B relativ streng, sondern auch in anderen Bundesländern, wobei ich sie meist in Großstädten und sensibler Umgebung erlebt habe. Und alle Landschaftsplaner betonen bei jedem Durchsprache der Bauablaufpläne immer wieder der § 39, so dass ich ihn inzwischen schon fast auswendig kenne.

    ich hatte jetzt Besuch aus Polen, die haben sich gewundert dass in D in den Geschäften und so die Leute noch Masken tragen ... in Polen trifft man in den Geschäften wohl kaum noch Leute, die Masken tragen ...

    Polen hatte im Frühjahr zeitweise eine um den Faktor 4 höhere Inzidenz als D, liegt momentan aber um den Faktor 10 niedriger als D in der 7-Tages-Inzidenz. Also, ja, momentan deutlich entspannter dort! Insofern: Nicht überraschend!

    Nö, die gab in der Mehrzahl der demokratischen Ländern während der ersten und zweiten Welle. Und zumindest ICH habe verstanden, wozu die gut sind bzw, waren. Und ich habe nicht den Eindruck, dass es die Mehrheit der Bevölkerung nicht verstanden hat. Sondern nur eine kleine, dafür um so lautere Minderheit.

    Ganz so schlecht war die Corona-Politik in D wohl doch nicht, wenn man sich die im Vergleich mit den Nachbarländern deutlich niedrigere Übersterblichkeit anschaut.

    Das Gefühl der Ungerechtigkeit entsteht ja nicht dadurch, dass alle Menschen auf der Welt gleich leben sollen. Es entsteht m.E. vor allem dann, wenn ich selbst unverschuldet schlechter da stehe, als mein unmittelbarer Nachbar (im übertragenen Sinne).

    Das würde ich eher als Neid bezeichnen.

    Einen Zusammenhang zu mangelnder Spendenbereitschaft seh ich da nicht.

    Es geht nicht darum, Deiner konstruierten „Omi“ als Almosen 6 € zu ihrem Bett dazuzugeben, oder gar 60 € oder sogar 600 €, sondern Pflegekräfte, Reinigungspersonal, Schlachter oder generell alle Niedriglöhner („working poor“) ihr Leben lang angemessen und anständig zu bezahlen. Dann können sie sich eine angemessene Rente erarbeiten und sind auf die Almosen nicht angewiesen. Aber dann wird „unser Essen“ teurer, steigt der Krankenkassenbeitrag etc., müsste die Flucht in die private Rentenversicherung ausgeschlossen werden … das würden die Bild, die CDU und die FDP natürlich nie zulassen, aber trotzdem von der Notwendigkeit zu einem Umbau des Staats schwafeln.

    Von Eiche weiß ich, dass die in ihr enthaltenen Gerbstoffe sogar Naturstein dauerhaft verfärben können - nahezu irreparabel. Bei Dir dürfte es eher um Nadelholz gehen. Damit kenne ich mich weniger aus.

    ja. isso. aus berechtigten gründen der vertrauensverlust ist ein eskalierender, dynamischer prozess.

    Sagt ein herausragender Vertreter einer Partei, die seit ihrer Gründung sich jeglicher Reform des dt. Staatssystems mehr verweigert hat, als alle anderen Parteien in D. Wie soll man das ernstnehmen? Ich kann es nicht!

    Die Oma ist nicht sparsam - sie ist arm - nach vielen Jahren Arbeit. Es ist schon ein Unterschied, ob ich beim Aldi mein Bett kaufen möchte oder muss.

    Das ist doch Unsinn. Niemand muss irgendwo etwas kaufen, auch nicht wer arm ist (relative Armut: Einkommen von weniger als 60 % des mittleren Einkommens) und schon garnicht beim Discounter.


    Ich habe für das Bett meines Kindes kürzlich ein Lattenrost aus Holz vom Baumarkt selbst gebaut, für ca. 50 €, und die Matratze dazu kam tatsächlich vom Discounter-Versand. Es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, Gebrauchsgegenstände in gutem Zustand gebraucht zu kaufen. Ich verstehe nicht, was daran oder am Kauf beim Discounter an sich schändlich sein soll.


    Deine „Omi“ muss jedenfalls keineswegs auf dem kalten Boden schlafen und ein Pflegebett stellt bei Bedarf die Pflegekasse zur Verfügung.


    Deine Geschichte soll eine Missachtung der Alten suggerieren, die es so nicht gibt. Diese vermeintliche Missachtung ist wenn schon, dann eher die Folge völliger Missachtung überwiegend weiblich ausgeführter Care-Arbeit, die erst im Alter der ihr Berufsleben lang Missachteten sichtbar wird. Hierzu gibt es zwar immer wieder Krokodilstränen, aber auch einen sehr breiten Konsens des Nichtstuns. Gerade diejenigen, die sich über diese angebliche Missachtung der Alten demonstrativ empören, sind nicht bereit, auch nur einen Cent mehr für die heute prekär lebenden Menschen auszugeben. Das ist bigott und verlogen!

    Stimmt schon. Wo will man die Grenze ziehen? Die Omi muss halt bei Aldi das Bett kaufen. Besser als nix. Trotzdem traurig irgendwie.

    Was macht Dich daran traurig daran, wenn sparsame Menschen beim Discounter einkaufen? Wie mir ein befreundeter Rechtsanwalt kürzlich glaubhaft versicherte, kaufen auch Anwälte, sogar Fachanwälte beim Discounter, auch Architekten, wie ich selbst schon beobachten konnte, sogar weltbekannte. Ich finde das übrigens einfach nur vernünftig und naheliegend. Ich kaufe dort sogar gelegentlich sehr günstig manche Werkzeuge - für Hobbyhandwerker wie mich jedenfalls günstig.

    Nun, des Pudels Kern, während wir von unerfüllten Grundbedürfnissen reden, ist doch das hier und das weißt Du doch sicher:

    Die Dame aus Deinem Beispiel kann sich also kein einfaches schlichtes Bettgestellt mit Matratze leisten, welches Deine Verwandte in ihrem Laden für komplett 150 € anbietet? Nun, in Berlin besteht für Sozialhilfeempfänger ein Anspruch gegenüber dem Sozialamt in Höhe von 144,- € für ein Bett für eine Person. Für ein Doppelbett wären es 199,- €. Für das Einfachbett für 150,- € hätte die "Oma" sich also nur 6,- € vom Munde absparen müssen. Das hat Deine Verwandet der "Oma" sicherlich erklärt und ihr bei der Beantragung geholfen! So erzählt sich die Geschichte aber natürlich weit weniger drastisch als bei Dir! Vielleicht wird sie auch lieber mit der falschen Behauptung der vermeintlichen mangelhaften Befriedigung ganz basaler Grundbedürfnisse erzählt, weil sich das einfach besser macht - um etwas zu behaupten, was garnicht stimmt. Genau so funktioniert übrigens Populismus!


    Aber ist jetzt in diesem Staat etwas faul oder eher bei den Leuten, die lieber erfundene Geschichten in sozialen Medien posten, als einmal nachzuschauen, welche Ansprüche die vermeintlichen Ofer unseres Systems wirklich haben und Bedürftigen bei der Umsetzung ihrer berechtigten Ansprüche zu unterstützen? Okay, ich habe meine Meinung schon geschrieben.

    Wie man ja mittlerweile weiß, sitzen im Bundestag nur noch Studierte. Die haben eine andere Lebenswirklichkeit und das geht einfach nicht, meiner Meinung nach.

    In einem Land, in dem rd. 70 % der Bevölkerung eine formale Berufsausbildung abgeschlossen und 21 % davon sogar einen akademischen Abschluss erreicht haben, erscheint das auf den ersten Blick problematisch, auf den zweiten schon weit weniger, wenn man berücksichtigt, dass in D die Akademikerquote durch das duale Ausbildungssystem drastisch niedriger ist als in: Irland mit 39,7 Prozent, Neuseeland 40,6, Großbritannien 41,0, Australien 41,3, Korea 41,7, USA 43,1, Israel 46,4, Japan 46,6, Kanada 52,6, Russland 53,5. (Quelle)


    Die repräsentative Demokratie führt nun einmal dazu, dass Menschen zu gewählt werden, die sich gewandt ausdrücken und ihre Gedanken gut und plakativ kommunizieren können. Das lernt sich natürlich eher an einer Hochschule als in der Förderschule. Dazu trägt übrigens auch ganz erheblich das deutsche Schulsystem bei, welches lediglich in der Lage ist, Kindern den Bildungserfolg ihrer Eltern weiterzugeben, aber leider Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern praktisch keinen Aufstieg ermöglicht.


    Also: Es gibt eher in D zu wenig akademisch gebildete Personen als zu viel Akademiker im Parlament.


    Solche systemimmanten Ursachen sind natürlich nicht so einfach erklärt, wie auf "die da in Berlin" geschimpft ist. Und da sind wir leider wieder in der Welt des klar von kontrastierten Schattenspiels.

    Da kommt einer der besser Situierten daher und erzählt der Oma, die 50 Jahre im Osten irgendwo geputzt hat, dass sie selbst Schuld ist, dass sie kein Bett zum schlafen hätte. Er hätte ja schließlich auch keinen Firmenwagen geschenkt bekommen.

    Nein, genau das habe ich nicht geschrieben, sondern Du unterstellst und verdrehst Aussagen.

    Vielleicht sind die Betten gnadenlos überteuert, vielleicht hat die Rentnerin immer nur in Teilzeit oder schwarz gearbeitet und deshalb eine so niedrige Rente?

    Da steht vor jeder Option ein "Vielleicht" und ganz am Schluß ein Fragezeichen. Du erkennst den Unterschied? Dir fällt sicher auf, dass die erste Variante nichts mit der Oma zu tun hat?


    Ich sehe in einer Welt, die andere für schwarz und weiß halten, ganz ganz viel grau, helles und dunkles. Ich bin froh darüber, aber es macht meine Welt und das Leben in ihr natürlich komplizierter. Ich komme damit zurecht.


    Ich habe mehrere Fragen gestellt bzw. angedeutet. Du machst daraus einfache Aussagen. Auf solche Verdrehungen habe ich keine Lust!


    Wenn Frauen für ihre Arbeit in D im 21 Jahrhundert immer noch um 30% schlechter bezahlt werden als Männer und den weit überwiegenden Teil der unbezahlten Care-Arbeit ausführen und währenddessen trotz 70-Stunden-Woche "nur" Teilzeit arbeiten können und so am Ende ihrer Erwerbsbiographie "arm" sind - liegt das natürlich an "der Politik", nicht etwas an den gesellschaftlichen Strukturen. Herzlichen Willkommen in der kontrastreichen Welt der Vereinfacher!

    Wenn es ein Staat nicht schafft, dass Rentner angemessen versorgt werden können, dann kann es durchaus sein, dass dann noch mehr in Zweifel gezogen wird- ob berechtigt oder nicht.

    Mooooooment. Wer ist der Staat? Wir alle, vertreten durch unsere gewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten.


    Rente ist in unserem System in D erstmal die Frucht des Lohns jahrzehntelanger Arbeit. In diesem Land wird aus verschiedensten Gründen individuell unterschiedlich viel gearbeitet und bspw. die Care-Arbeit von typischerweise Frauen deutlich niedriger bezahlt, als die meist männliche ausgeführte „Produktion“. Nicht alle Ausfallzeiten werden gleichermaßen kompensiert. Manche Ausfallzeiten sind von den heutigen Rentnern bewusst gewählt worden, manche ihnen aufgezwungen worden.


    Ja, die Rentenhöhe kann im Einzelfall heute sehr niedrig sein, zu niedrig und das ist sehr hart. Sie ist aber nicht immer und unbedingt per es ungerecht.

    Skeptiker liest wieder quer.

    Nein, von links nach rechts und von oben nach unten - wie immer. Ich würde das nicht als „quer“ bezeichnen.

    Echt jetzt? Du vergleichst ein Bett mit einem Firmenwagen?

    Nein, ich vergleiche nicht beides. Ich bezeichne es nur nicht grundsätzlich als „ungerecht“, wenn der Kaufwunsch vom verfügbaren Budget nicht gedeckt ist. Dann wäre für praktisch jeden meiner Bauherrn die Welt ungerecht. Es kommt a) auf die Ursache dieser Differenz und b) deren Größe an.

    Ich wette, es gibt in Deutschland irgend eine Norm, welche festlegt, was zur Grundausstattung des Lebens gehört und was nicht. Ich schätze: Bett ja - Firmenwagen nein.

    Klar, natürlich ist ein Bett ein Grundbedürfnis. Aber ich habe bisher nicht gelesen, dass es sich dabei um ein Einfachstbett handelt, noch dass die Dame es sich ausschließlich durch nicht von ihr selbst zu vertretende Umstände nicht leisten kann. Insofern sagt die Geschichte leider - nichts.

    Ich finde diese Aussage schwierig. … Eine Ihrer Kundin hat ihr Leben lang gearbeitet und ist jetzt Rentnerin. Sie lebt in einer Miniwohnung und hat auch sonst keinen Luxus. Sie wollte bei ihr ein neues Bett kaufen, weil sie wirklich eines brauchte und konnte es sich nicht leisten - das macht sie total wütend. Tja - was will man da sagen? Welchen Job auch immer die Rentnerin gemacht hat - das ist echt ungerecht, angesichts der Maskenaffären u.ä.

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


    Vielleicht sind die Betten gnadenlos überteuert, vielleicht hat die Rentnerin immer nur in Teilzeit oder schwarz gearbeitet und deshalb eine so niedrige Rente? Sich etwas nicht leisten zu können, ist nicht zwangsläufig ungerecht. Ich kann mir auch keinen Firmenwagen für einen sechsstelligen Eurobetrag leisten. Ist das per se schon ungerecht?

    Wie kann ich meine Zustimmung unter Vorspielung falscher Tatsachen unwirksam machen, um einen Einbau von 2,50m großen Türen rückgängig zu machen

    Welche falschen Tatsachen wurden Dir vorgespielt?

    Eine Nachfrage bei verschiedenen Fensterbauern ergab, dass ein Durchgang mit 1,90 m immer noch der Norm entspricht.

    Ich kenne keine Norm, welche Mindest-Sturzhöhen für Balkontüren regelt. Generell würde ich dennoch bei den heute üblichen Körpergrößen im nördlichen Mitteleuropa keine Türhöhen unter 2,00 m, eher sogar 2,125 m mehr planen, auch nicht an Balkonen, und mir unbedingt bestätigen lassen, dass geringere Öffnungsmaße ausdrücklich gewünscht sind.