Beiträge von Skeptiker

    Sowas hat der Bauleiter uns auch aufgeschwätz.

    Im OG waren die Wände vertraglich als Ytong Wände auszuführen.

    Nun meinte der Bauleiter,man muss die schweren Vollgibswände nehmen um einen besseren Schallschutz zu bekommen.

    Vorausgesetzt es geht um GIPSwände, war es ein völlig richtiger Vorschlag des Bauleiters. Ytong ist der (vermeintlich) "massive" Wandbildner mit dem mit Abstand miserabelsten Schalldämmvermögen. Für Innenwände ist er praktisch ungeeignet, wenn es um Schallschutz geht, für Außenwände meistens auch. Er hat auch übrigens auch allenfalls mittelmäßige Kennwerte für Wärmeschutz und trägt fast nichts. Keine Ahnung, weshalb mit dem Material (noch) gebaut wird, weil es billig ist?

    Gleicher gedanke wie der TS.

    Nein, eindeutig nicht.

    Bei so einem "Zwergenauftrag", der es ja zu sein scheint, erwarte ich vorab einen Hinweis darauf, dass hinsichtlich der entstehenden Kosten eine Sonderreglung getroffen werden muss.

    Es ging hier nicht um eine "Sonder"-Regelung, sondern um überhaupt eine Regelung, denn die HOAI ist in diesem Fall kein Preisrecht. Das Engagement für eine Regelung hat von beiden Seiten auszugehen. Natürlich sehen im Nachhinein beide Seiten den Fehler jeweils bei der anderen Seite.


    (Nicht, dass ich das lockere Vorgehen des Kollegen sonderlich geschickt fände, aber wenn ich für eine Auftragsanfrage über ein Volumen von 10 Stunden schon das dritte Mal eine halbe Stunde die Vertragsbedingungen klären soll, ist für mich mitunter diese Anfrage genau dann final erledigt und ich schicke keine 2. Überarbeitung meines Angebots mehr, mir ist ja nicht langweilig.)

    Danke für die Belehrung für mich als Baulaien, aber das beantwortet leider nicht meine Frage, wie in so einem Fall konkret abzurechnen ist

    Das hatte ich bereits geschrieben! Da die Untergrenze der HOAI unterschritten, wird nach Vereinbarung honoriert, am Einfachsten per Zeithonorar. Weder die Honorarsätze noch die Stundenanzahl sind auf den ersten Blick zu bemängeln, die Korrektur eigener Fehler des Kollegen schon.

    Architektenverträge sind Werkverträge. Es wird das Entstehenlassen eines mangelfreien Werks geschuldet. Beim Bauantrag ist dieser u. a. mangelfrei, wenn er wie gewünscht genehmigt wurde. Mit Dienstleistern werden Dienstverträge geschlossenen. Dabei geht es um einen Dienst, nicht um den Erfolg!

    Die HOAI galt als zwingendes Preisrecht erst ab anrechenbaren Kosten von 20.000 (oder 25.000 €?) o. Mwst.. Darunter konnte / kann das Honorar frei vereinbart werden. Zeithonorar ist dafür sinnvoll und üblich. Bis zum Bauantrag werden die Leistungsphasen 1 - 4 fällig. Die Honorarhöhe entspricht etwa 10 - 12 Arbeitsstunden zum üblichen Stundensatz. Ungefähr diesen Zeitansatz würde ich dafür auch erwarten. Bei solchen Kleinaufträgen liegt das Honorar nach HOAI meist bei 25 % der Baukosten.

    Also Brandschutz war eigentlich nie ein Thema. Ich gehe mal davon aus, dass der Hausbauer die gesetzlichen Bestimmungen erfüllt. Die Brandschutzwand haben wir schlichtweg auf Bitte unser zukünftigen Nachbarn mit rein genommen.

    Das hast Du schon öfter geschrieben und ich möchte auch nicht aufdringlich erscheinen, aber es gibt keine definierte "Brandschutzwand", sondern nur Wände in den definierten Qualitäten

    • feuerhemmend
    • hoch feuerhemmend
    • feuerbeständig
    • Brandwand

    Die hier baurechtliche und bautechnisch (vermutlich) benötigte Qualifikation heißt grundsätzlich "Brandwand" ... Bei Dir kommt es auf die Gebäudeklasse an, vermutlich GK 2. Da wäre ersatzweise vermutlich eine REI 60 Wand zugelassen.

    Die Wand zum Nachbarn ist eine "Gebäudeabschlußwand" und damit nach Art. 28 BayBO auszubilden.

    Und deren Notwendigkeit muss Euer Bauunternehmen auch erkennen, wenn es eine Bauvorlage erstellen und einreichen darf und dies auch tut.

    macht aber für den Bewohner wohl wenig Unterschied ob Schlacke oder Beton

    zumal die Begrifflichkeit "unscharf" ist: Sowohl Betonsteine mit dem Zuschlag Bims, als auch solche mit Schlacke wurden bei ihrem Aufkommen vor rd. 150 Jahren als "Schwemmsteine" bezeichnet, später dann meist ihrer Form nach als "Hohlblocksteine". Physikalisch und auch raumklimatisch sind sie nicht zu unterscheiden. Insofern würde mich interessieren, welche davon aus welchen Gründen welches Karma mitbringen.

    ... dachte ich wäre es vielleicht naheliegend auch die paar Platten in den paar Wohnungen zu ersetzen.

    Weshalb? Es gibt keine Notwendigkeit, denn die Fasern sind doch wunderbar gekapselt!

    Also wurden die Fensterfronten aus dem Werk schon so geliefert?

    Möglicherweise. Auch heute werden solche Panele prinzipiell ähnlich hergestellt und verbaut.

    Hat man damals für sowas überhaupt Asbestplatten verwendet?

    Weiß ich nicht. Ich würde wegen erforderlicher Wärmedämmung eher auf künstlicher Mineralfaser ("KMF") tippen. Die hat aber auch einen Nachteil: Sie ist ähnlich ungesund wie Asbest und darf heute auch nicht mehr verbaut werden.

    1. Sind meine Sorgen gerechtfertigt?

    nein

    ist der Mangel so schwerwiegend,

    welcher Mangel ? (Mangel = Abweichung IST vom vertraglich vereinbartem SOLL)

    dass eine Verweigerung der Wohnungsabnahme gerechtfertigt ist?

    nein, siehe 1. "kein Mangel"

    2. Stimmt meine Einschätzung, dass Lüftungsanlagen ohne Wärmerückgewinnung heutzutage in Neubauten kaum noch verbaut werden?

    nein

    3. Stimmt meine Einschätzung, dass es auf dem Markt eigentlich keine dezentralen Zu- und Abluftsysteme ohne WRG mehr gibt?

    nein

    4. Wenn in der Baubeschreibung Zu- und Abluftsystem steht, dann entspricht doch ein Abluftsystem nicht der Baubeschreibung, die Systeme sind doch in DIN 1946-6 definiert?

    Was ist die Frage? Jede Luftabsaugung zieht zwangsläufig immer eine Nachströmung nach sich (kein Kalauer) !

    Ich glaube eher, dass ihr (hier?) gemeint war, dass der Sockel bauseits vorzusehen ist, dass also vom Bauherrn in eigener Verantwortung dafür zu sorgen ist, dass der Sockel am Liefertermin des Hauses fertig gestellt ist.

    Klar. Aber weshalb nimmt man nicht nur eine Bodenplatte / Fundamentierung (leuchtet mir ja noch ein), sondern auch noch eine Gebäudeabschlusswand aus dem Leistungsumfang heraus?

    Sichtbarer Befall mit Schimmelpilzen ist immer ein Indiz für Feuchtigkeit, also ein bauphysikalisches Problem. Umgekehrt ist aber die Abwesenheit sichtbarer Schimmelpilze kein Beleg dafür dass alles trocken ist. Es kann z.B. auch einfach an organischem Material fehlen oder aktuell nicht der optimale Temperaturbereich gegeben sein.


    Wenn sich Baufeuchte mit den Finger fühlen lässt, besteht auch ohne Schimmelpilze ein massives Problem. Baufeuchte lässt sich nur messtechnisch verlässlich nachweisen.


    Der übliche Untersuchungsweg ist, zuerst Feuchte festzustellen und dann ihre Ursache zu suchen / finden.

    In meiner laienhaften Naivität bin ich davon ausgegangen:

    Zum Nachbarn ist es eine Außenwand wie jede Andere, also sind da keine Probleme zu erwarten.

    Das musst Du als Laie auch nicht wisse, wohl aber die für das Objekt bauvorlageberechtigte Person. Die Wand zum Nachbarn ist eine "Gebäudeabschlußwand" und damit nach Art. 28 BayBO auszubilden. Noch einmal:

    Die hier baurechtliche und bautechnisch vermutlich benötigte Qualifikation heißt grundsätzlich "Brandwand" und ist diesem Zusammenhang nur sinnvoll in Mauerwerk oder Stahlbeton auf einem ebensolchen Fundament herstellbar. Mir ist keine Konstruktion bekannt, die in Holz zugelassen ist, allenfalls in GK, aber der ist wiederum hier wegen der Feuchte nicht geeignet. Bei Dir kommt es auf die Gebäudeklasse an, vermutlich GK 2. Da wäre ersatzweise vermutlich eine REI 60 Wand zugelassen. Das geht problemlos in Mauerwerk, aber nicht in Holz. ... Wie gesagt: Die Wand muss REI 60 sein. Das geht in Holz in D momentan (noch) nicht (überall), zumindest nicht so ganz einfach. mls kennt sich damit vermutlich aus. Ein Fundament in Holz geht schon wegen der Bodenfeuchte nicht - außer vielleicht mit Eichenstämmen. Und ganz so teuer wird es in MW / StB auch nicht werden. Die billigste und schnellste Lösung wäre garantiert Mauerwerk, vielleicht Schalungssteine, bewehrt natürlich.

    ... der Doppelhaus Nachbar bestand auf einer Brandschutzwand. ...

    Die hier baurechtliche und bautechnisch vermutlich benötigte Qualifikation heißt grundsätzlich "Brandwand" und ist diesem Zusammenhang nur sinnvoll in Mauerwerk oder Stahlbeton auf einem ebensolchen Fundament herstellbar. Mir ist keine Konstruktion bekannt, die in Holz zugelassen ist, allenfalls in GK, aber der ist wiederum hier wegen der Feuchte nicht geeignet. Bei Dir kommt es auf die Gebäudeklasse an, vermutlich GK 2. Da wäre ersatzweise vermutlich eine REI 60 Wand zugelassen. Das geht problemlos in Mauerwerk, aber nicht in Holz.

    ... wenn ich die Sockelwand akzeptiere bin ich Wochenlang am Anbieter suchen wer mir so etwas ausmisst, baut und der ganze Bau verzögert sich dadurch ins nächste Jahr.

    Naja, ganz so schwierig ist das nun auch wieder nicht.

    Das bedeutet jede Menge Ärger und 5-stellige Mehrkosten für Mauer und der verpassten Mwst Senkung.

    Wie gesagt: Die Wand muss REI 60 sein. Das geht in Holz in D momentan (noch) nicht, zumindest nicht so ganz einfach. mls kennt sich damit vermutlich aus. Ein Fundament in Holz geht schon wegen der Bodenfeuchte nicht - außer vielleicht mit Eichenstämmen. Und ganz so teuer wird es in MW / StB auch nicht werden. Die billigste und schnellste Lösung wäre garantiert Mauerwerk, vielleicht Schalungssteine, bewehrt natürlich.

    Irgendeine Idee wie eine Holzwand normal aufgestellt, verankert und ausreichend abgedichtet werden kann? Dann erkläre ich es dem Häuslebauer und die Bauphase könnte starten.

    Bauphysikalisisch nicht möglich und in D - meines Wissens - nicht zulässig, jedenfalls nicht im bezahlbaren und schnell realisierbaren Spektrum.

    Macht des deshalb Sinn, das Bodengutachten vor dem Kauf zu machen, auch wenn man noch nicht weiß, an welcher Stelle das Haus später stehen wird?

    ja

    Könnte, in dieser speziellen Situation, die Gemeinde hier vorab schon ein Bodengutachten erstellen, das dann zum Kaufpreis des Grundstücks hinzuaddiert wird?

    ja

    Ist so etwas in der Praxis üblich?

    nein

    Was man tatsächlich häufig bei FH-Anbietern hat, ist dass die Bodenplatte vom Erwerber zu stellen ist. Wird dann idR von einer Baufirma nach Plänen des FH-Anbieter gefertigt. Kostet aber natürlich extra.

    Äußerlich schönt man damit den Preis um die Kosten der Bodenplatte, inhaltlich ist man das gesamte Problem der Gründung los und legt es dem Bauherrn in die Tasche. Also eine win-win-win-Situation für den "Fertighaus"-Verkäufer, der eigentlich keine fertigen Häuser verkauft, sondern unfertige ohne Fundament. "Die Räder für den Neuwagen bringt der Erwerber zur Abholung mit. Die Radmuttern und Montage sind Sache des Erwerbers."

    wenn ich das richtig verstehe, müsste ja feuchtigkeit, wenn es daran liegt, durch die unterspannbahn kommen. diese ist aber dicht. laut hersteller regendicht klasse 2.

    Dass die Unterspannbahn dicht ist, habe ich nicht bezweifelt. Die Frage ist nur, wo sie endet. Sie soll ja gewährleisten, dass unter die Deckung gelangte Feuchtigkeit sicher in die Traufe / Regenrinne abgeleitet wird.


    Wenn die Unterspannbahn nun aber schon vor der dem Traufblech endet,



    also auf den Positionen 1, 2 oder 3. so könnte dies Deine Verfärbungen erklären.


    Als eine andere Möglichkeit sol,lte man überprüfen, ob es an den "Dachuntersichten", wie Du sie nennst zur Kondensation kommt und das Kondensats dann zur Fleckenbildung führt. Als Quelle warmer, feuchter Luft wären z.B. Badezimmer- oder Küchenfenster denkbar.