Beiträge von Skeptiker

    Vielleicht wurden von einem Laien-Putzer ...

    diese Leisten nur zum Verputzen der Fläche benötigt.

    Ich kenne solche Leisten weder aus historischen noch aktuellen Gebäuden. Vielleicht sollten sie das Anbringen von Sockelleisten erleichtern, Ich weiß es nicht.

    Heißt ich muss die Leiste nicht mehr ersetzen?

    Ich wüsste nicht weshalb. Allerdings könnte es zum Anbringen von Sockelleisten sinnvoll sein, den Hohlraum mit einer Spachtel- oder Putzmasse zu verfüllen, sofern diese den Streifen nicht eh großzügig überdeckt und weiter oben fixiert werden kann.

    Ja, da ist ein Farbunterschied zu erkennen, mir aber auch schon ohne Deine Kringel.

    Ob bei Dir das Holz vor der Oberflächenbehandlung gleichfarbig war, wissen wir leider nicht.

    • Bestehende farbliche Unterschiede bzw. Verfärbungen des Untergrundes aus vorheriger Nutzung / Oberflächenbehandlung / unterschiedlicher Sonneneinstrahlung sind bei der Oberflächenbehandlung nur wenig bis garnicht zu beeinflussen.

    Mit anderen Worten: Wenn der Farbunterschied schon vor dem neuen Lack da war, brächte erneutes Abschleifen wahrscheinlich nichts. (In "meinem" Fall war der Farbunterschied vorher sicher nicht da und der Parkettleger wusste auch, wie er entstanden war.) Dein Boden ist eine einfache Nadelholzdielung (Fichte?) und wird auch durch langes böses oder freundliches Anschauen nicht zur märkischen Schloßdiele werden, bei der ausgeflickten Ofenecke

    eh nicht. Und nach einem weiteren halbe Jahr haben sich Laufspuren gebildet und andere Bereiche sind neu ausgeblichen.


    Bemängel die Schleifspuren und versuch, die Oberfläche noch glatter zu bekommen, aber vergiss in jedem Fall die leichten Helligskeitsunterschiede und die fehlende Härte des Holzes. Es ist nun einmal nur Nadelholz. Und so glatt wie Laminat wird es auch nie werden.

    und waren die Farbunterschiede dann weg?

    Ja, sie waren weg, rührten aber ja auch ganz offensichtlich von einer unterbrochenen Verarbeitung des Lacks her - bei an sich untadeligen Parkettstäben. Ob bei Dir das Holz vor der Oberflächenbehandlung gleichfarbig war, wissen wir leider nicht.


    Die verbliebenen sichtbaren Schleifriefen wurden bei der von mir gezeigten Fläche bei der Gelegenheit auch verschliffen, so dass die Leistung schließlich komplett mangelfrei war. Es ging also deutlich besser, aber man hat einfach 'mal probieren, ob man damit durchkommt und - man kam nicht.

    Gute Frage, was ist denn vereinbart/Bemustert?

    Eichenparkett Fischgrät mit definiertem Format örtlich geschliffen nach VOB/C. Ein bestimmter Lack wurde in der Ausschreibung vorgegeben, beauftragt und auch verarbeitet. Das Rohmaterial wurde bemustert und freigegeben.

    Die Schleifspuren sind unschön, aber fachlich bewerten möchte ich das nicht da das nicht mein Gewerk ist.

    Schade, aber verständlich.

    Besser jemanden Fragen der sich damit auskennt (z.B. Sachverständige Parkettleger Handwerk).

    Das war in diesem Fall nicht erforderlich. Der Parkettlegermeister und Betriebsinhaber hat die Fläche nach Reklamation noch vor der Abnahme ohne Widerspruch komplett überarbeiten lassen.

    • Bei einem fachgerechten Abschliff (zumindest anfänglich mit einer Walzenmaschine) und ansteigender Körnung bis zum Feinschliff und einem Zwischenschliff nach der ersten Behandlung sind im fertigen Zustand keine Schleifspuren mehr sichtbar. Aus einer Höhe > 1,0 m sichtbare Schleifspuren sind immer ein Mangel.
    • Bestehende farbliche Unterschiede bzw. Verfärbungen des Untergrundes aus vorheriger Nutzung / Oberflächenbehandlung / unterschiedlicher Sonneneinstrahlung sind bei der Oberflächenbehandlung nur wenig bis garnicht zu beeinflussen. Hierauf sollte eine Fachfirma dann hinweisen, sobald solche Unterschiede beim Abschliff sichtbar werden.
    • Bei nennenswerten Unterbrechungen der Arbeit und Oberflächenbehandlung in Schritten treten an den Übergängen sichtbare Helligkeitsunterschiede auf. Solche sind durch eine sinnvolle Arbeitsreihenfolge und das Vorhalten von genug Material und auf die Flächengrößen abgestimmte Pausen vermeidbar. Solche Farbunterschiede stellen einen Mangel dar.
    • Die Kratzfestigkeit der Dielung hängt vor allem vom vorhandenen Holz, nur ein wenig von der gewählten Oberfläche (Wachs / Öl oder Lack) ab. Hier sieht es für mich nicht nach der für B typischen breiten Kieferndielung der Gründerzeit (also spätes 19. Jhdt.) aus, sondern nach deutlich jüngerer Fichte, vielleicht aus den 1920er Jahren. Diese ist deutlich weicher als Kiefer und damit natürlich auch kratzempfindlicher. Dass der Verarbeiter keine Verantwortung für die Beschaffenheit des Bestandes hat, dürfte klar sein. Auf die Folgen bzw. falsche Erwartungen aber sollte rechtzeitig hingewiesen werden.
    • Alle Dielenböden zeigen über kurz oder lang Nutzungsspuren als Kratzer oder neue Verfärbungen. Besonders kritisch sind dabei Straßenschuhe und Tierkrallen, vor allem von laufenden Hunden auf eher glatten Böden. Geölte / gewachste Böden sind zwar generell etwas empfindlicher als lackierte, lassen sich aber besser durch regelmäßige Pflege „auffrischen“.

    Neben der bauphysikalischen Dringlichkeit zum Schutz vor Bauschäden am bewohnten Objekt müsste andererseits auch bewertet werden, ob bei den typischerweise am Bauort im Spätherbst und Winter zu erwartenden Temperaturen ein WDVS noch fachgerecht vor der ersetzbaren Einterunterbrechung hergestellt werden kann.


    Die kritische Temperaturgrenze der Außenluft liegt dafür bei 5 Grad Celsius. Hier in B bspw. wird diese typischerweise im Januar und Februar über meist mehrere Wochen unterschritten, so dass dann sehr wahrscheinlich eine längere Unterbrechung der Arbeiten eintritt, eine weitere, mind. 14-tägige über die Feiertage am Jahreswechsel.


    Hier wäre also bspw. zu überlegen, ob man sicher ein paar Wochen vor Weihnachten fertig sein wird oder sonst eher zu warten - unter Beachtung der bauphysikalischen Fragen.

    Wo steht das? Ich finde das nirgends.

    Anerkannte Regeln der Technik, Normen und Systembeschreibungen sagen in Europa wie es richtig gemacht wird. Sie weisen allenfalls auf einzelne falsche Ausführungsarten exemplarisch hin, listen aber nie alle erdenklichen falschen Ausführungsarten auf. Weshalb auch sollten sie das angesichts einer gegen unendlich gehenden Anzahl tun

    Und wenn nicht hier (Wand) - wo wäre der Einsatz solcher Schrauben sinnvoller?

    Verschraubungen nur in der unteren GK-Platte ohne UK wäre bspw. sinnvoll bei T-Anschlüssen von Wänden oder Abhangdecken an zweilagige Wänden, Revisionsöffnungen, Durchdringungen oder lokalen Reparaturen an beliebigen Wänden etc. .

    Als verständlichste bzw. unmissverständlichste Sprache für die Vorbereitung von Bauwerken („Planung“) hat sich im Bauwesen über Jahrtausende die Zeichnung etabliert. Eine Detailzeichnung, konkret ein Vertikalschnitt durch die beabsichtigte Ausführung von Sockel und Bodenplatte wäre hier mehr als hilfreich. Er ist von einem der wichtigsten Details jedes Bauwerks unabdingbar!


    Auf dessen Grundlage lassen sich dann die gestellten Fragen beantworten.

    Es gibt zahlreiche andere Anwendungsfälle für die angebotenen Schrauben als den vom TS angefragten Punkt. Dort - außerhalb der erforderlichen Befestigung von Platten an der UK - sind diese Schrauben auch sinnvoll und systemkonform einsetzbar, hier nicht.

    ich habe mich an das bauen einer kleinen Gipskarton Wand herangewagt.

    :thumbsup:

    Ständerwerk steht und die erste Beplankung ist dran. Jetzt wollte ich die 2. Beplankung dran schrauben, aber die Schraube versenkt sich nicht.

    Du schraubst vermutlich neben dem Ständerwerk. Das funktioniert nicht, es braucht immer das Ständerprofil dahinter.

    Ich verwende 12,5mm Platten 600mm breit.

    Das kann man machen.

    Die Profile sind auch alle 600mm gestellt.

    Das kann man je nach Einbauhöhe und angestrebter Qualität der Wand auch machen, sonderlich sinnvoll ist es allerdings nach den a.R.d.T. nicht. Systemmaße nach den a.R.d.T. und den Systemzulassungen wären allerdings 625 mm, 417 mm oder 312,5 mm. Es schadet nicht, darunter zu gehen, aber dann liegt halt der Plattenrand bei senkrechter Verarbeitung der Platten nicht mehr auf der UK, wie offensichtlich bei Dir.

    Bei der 2.Lage sollten die Platten doch versetzt werden.

    Jein, nicht sollen, müssen!

    Da ist ja dann im Bereich der Schraube kein Metall Profil dahinter.

    Äh, nur dann, wenn man die Platten senkrecht verarbeitet. Die schmalen Platten sind aber zur waagerechten Verarbeitung gedacht, können nur zur waagerechten Verarbeitung gedacht sein, siehe Seite 22 oder 24 der verlinkten Produktinformation von Knauf (es startet sofort ein pdf-Download. Wenn dies nicht gewünscht wird, startet man den Download von dieser Seite selbst.)


    Kurz: Die 60er Platten sind zur vertikalen Verarbeitung nicht vorgesehen. Du wirst die Beplankung noch einmal neu beginnen müssen - dann waagerecht!

    Wir kennen den alten Dachaufbau leider nicht.

    Den solltet ihr aber vor weiterem Tun weitgehend, besser erschöpfend, geklärt haben.

    Lattung: neue Lagerpfetten 40/100mm

    Dämmung: SteicoZell Holzfaser- Aufblasdämmstoff WLG 038 ist "raumfüllen und ökologisch"

    Dafür sollte geklärt sein, wie die bisherige Dachdeckung getragen wird und was die Dachunterseite hält, während die Pfetten ausgetauscht werden.


    Holzfaserdämmungen kenne ich schon, aber worauf soll die hier auf- bzw. wogegen eingeblasen werden? Was bildet die auszufüllende Hohlräume? (Verstehst Du jetzt die Fragen nach dem gesamten Dachaufbau?)

    Wochenendhaus, flaches Pultdach, Eternit Wellplatten, 40qm2

    Das dürfte nicht der gesamte Aufbau des Dachs sein. Bitte alle Schichten von außen nach innen auflisten, am besten so:


    Bestandsdachneues Dach
    SchichtMaterialStärke SchichtMaterialStärke
    außenaußen
    EindeckungWelleternit10 mm (Wellenhöhe 70 mm)
    LattungHolz40 mm
    inneninnen


    Im nächsten Schritt wären dann alter und neuer Aufbau miteinander zu vergleichen.

    Angebot vom Dachdecker: Steico Zell Einblasung

    Zum Einblasen braucht es geschlossene Hohlkörper. Wo sieht der Dachdecker diese?

    Wie stark ist die Neigung des Daches in % (cm / 100 cm) oder Grad zur Waagerechten?

    Wurde eine momentan vorhandene Wärmedämmung schon einmal angeschaut? Wenn ja, wie sieht sie aus?


    Generell lässt sich jetzt schon sagen, dass es ohne Dampfbremse und Hinterlüftung schwierig wird.

    Das passiert mir tatsächlich öfters als mir manchmal lieb ist.... da werden es schon mal 5 Kaffee oder so über den Tag, Dafür bring ich aber auch machmal für die Stammkunden Kuchenstückle vom Bäcker mit. EInfach so.

    Lass mich Dein Stammkunde für eine Sole-WP in B werden! Und ein paar Projekte hätte ich da auch noch ...

    Ok vielen Dank,. D.h. wir haben höchstens etwas Belastung abbekommen, als das eventuell noch nicht gänzlich getrocknet war aber danach dann kein Problem mehr?

    Die Bau-BG hat in ganz D nur wenige Dutzend Menschen gefunden, bei denen nach mehrjährigem arbeitstäglichen Umgang mit PU-Schäumen Atemwegserkrankungen mit Bezug zu den Schäumen erkennbar waren.

    Ist das denn die Regel? Auch bei Zimmertüren in der Wohnung?


    Nein, nicht nur nicht die Regel, sondern in fast allen Fällen sogar überflüssig oder technisch unmöglich (gas- oder wasserdichte Innentüren lassen wir außer Acht!).

    Und falls das nicht gemacht wurde?

    Ist das völlig uninteressant, weil - siehe oben!


    (Ich vermute, Ralf Dühlmeyer dachte vor allem an Fassadenfenster. Da braucht es die Abklebung innen und außen.)

    bei uns im Schlafzimmer ... kam ... PU Bauschaum zum Einsatz. Natürlich haben wir gut gelüftet aber ich habe gelesen, dass das bis zur vollständigen Austrocknung giftig ausdünstet. Wir hatten direkt wieder in dem Raum geschlafen in der darauffolgenden Nacht. Wie problematisch ist so etwas aus eurer Sicht?

    Völlig unproblematisch, denke nicht weiter darüber nach!

    Ich möchte zur Überlegung anregen, ob es sich lohnt, lange über die Qualität der KoBe zu streiten. Nach den gängigen Teilleistungstabellen ist diese mit 1,5 der 15 Prozentpunkte des Honorars der LP 3 bewertet, so dass hier eine Honorarkürzung für die LP 3 um 10 % bzw. um gut 5 % für das gesamte Auftragsvolumen in Rede steht. Einer korrekten Neuerstellung durch den Kollegen zur Beseitigung der Mängel der KoBe als Mangelbeseitigung steht nichts im Wege.


    Da dürfte der Streit über die Gesamthöhe des Honorars ertragreicher sein. Zur Frage, ob in diesem Fall jetzt noch zwingend die Kostenschätzung anzuwenden ist, würde mich fachjuristische Expertise interessieren. Vielleicht mag der gute Eric sich ja dazu äußern. Als Laie halte ich es zumindest für möglich.

    Dass die Kostenberechnung seitens des Architekten erfolgt ist sehe ich differenzierter, weil er hat sich ausschließlich Zahlen von dem Zimmerer geben lassen - eine eigene Berechnung (wie ich es lt LP3 verstehe mit Angabe der Kosten in Kostengruppen 300/400 etc) hat er nicht gemacht. Er nimmt sozusagen die Berechnung eines anderen & gibt sie als "Kostenberechnung" aus ohne weitere Details zu nennen.

    Wenn die Kostenberechnung nicht korrekt ist, bzw. nicht die erforderliche Gliederungstiefe

    Zitat von HOAI § 2 Abs. 10

    Wird die Kostenschätzung nach § 4 Absatz 1 Satz 3 auf der Grundlage der DIN 276 in der Fassung vom Dezember 2008 (DIN 276-1: 2008-12) erstellt, müssen die Gesamtkosten nach Kostengruppen mindestens bis zur ersten Ebene der Kostengliederung ermittelt werden.

    Zitat von HOAI § 2 Abs. 11

    Wird die Kostenberechnung nach § 4 Absatz 1 Satz 3 auf der Grundlage der DIN 276 erstellt, müssen die Gesamtkosten nach Kostengruppen mindestens bis zur zweiten Ebene der Kostengliederung ermittelt werden.

    hat, so ist diese zu überarbeiten.


    Da Du die Kostenberechnung hier nicht eingestellt hast, lässt sich dazu bisher ohne Ansehung des Gegenstandes leider keine fundierte konkrete Aussage treffen.

    Wenn ich den TE richtig verstehe, war der Architekt bis LP4 beauftragt. Da wäre nach meinen Verständnis die Kostenberechnung aus LP3 für die Honorarermittlung anzusetzen. Ergeben sich dann in weiteren LP (bei denen der Architekt nicht mehr involviert ist) andere Kosten, hat das, zumindest nach meinem Dafuerhalten keine "Rückwirkenden" Auswirkungen auf den Leistungs- und Honorarumfang des Architekten aus der 1-4.

    Das hatte ich aus der (teils etwas kryptischen) Schilderung des TS bisher so nicht herausgelesen. Wenn die erst mit Angebotsvorlage nachträglich als höher bekannten tatsächlichen Baukosten herangezogen würden, so wäre diese Vorgehensweise tatsächlich unzulässig und gegen den Sinn der HOAI. Die Baukosten werden für die Honorarermittlung nach HOAI mit dem Abschluss der LP3 eingefroren. Da gibt es nichts zu diskutieren.


    Wenn zu diesem Zeitpunkt aber keine Abnahme erfolgte und auch keine Abrechnung, wird es jetzt spannend für die anwaltlichen Fachleute für Architektenrecht. Wie will man beweisen, dass der Kollege ohne die erhöhten Angebote keinesfalls auf die jetzt vorgelegten Baukosten und das höhere Honorar gekommen wäre? Mängel wie die Anrechnung der Errichtungskosten Außenanlagen lasse ich dabei jetzt außer Acht, die sind noch zu beseitigen.


    Aber ich halte das Ding eh für eine n Fall für eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt für Architektenrecht, durch welche dann die Fakten erstmal sauber ermitteln wären.

    Zudem stützten wir uns nun auf den §6 der HOAI : dass „„für die Leistungsbilder der Teile 3 und 4 und der Anlage 1 Nummer 1.2, 1.3 und 1.4.5 nach den anrechenbaren Kosten des Objekts auf der Grundlage der Kostenberechnung oder, sofern keine Kostenberechnung vorliegt, auf der Grundlage der Kostenschätzung,...“. der regelt das u. Ansicht nach konkret wenn die Kostenberechnung nicht erfolgt ist.

    Aber nun ist sie doch erfolgt (wenn auch vermutlich mangelhaft) und ist damit vorhanden und also zugrunde zu legen. Gemeint ist der Paragraph aber eher für den Fall, dass die Leistungserbringung nach Ende der LP 2 - oder noch vorher - endet, oder dass vom Auftraggeber ausdrücklich keine Kostenberechnung gewünscht wird, was ja auch vorkommt.

    ja für uns als Laie verstehen wir es als Irreführung, weil immer nur in den Abschlagszahlungen die Kostenschätzung aufgelistet wurde. Wir haben ja erst die HOAI studiert als die Nachforderung kam. Für uns war die Summe die er auf den Rechnungen hatte ausschlaggebend.

    Sonderlich geschickt war das Vorgehen auf Seiten des Kollegen sicher nicht. Da es für die Honorarermittlung klare Regeln in der HOAI gibt, verstehe ich, wenn man erst zur Schlußrechnung noch einmal genau hinschaut. Insgesamt ist der Zeitpunkt der Kostenberechnung spät, aber er wurde offensichtlich vom Bauherrn vorher auch nicht gerügt. Außerdem scheint die KoBe dann auch noch mangelhaft zu sein, was die Sache nicht besser macht. Ob es hier ein Rücktrittsrecht gibt, ist mir nicht bekannt. Typischerweise wird von institutionellen Bauherrn bei mangelhafter Erbringung der Leistungen aus Werkverträgen praktisch immer Nacherfüllung / Mangelbeseitigung verlangt.

    Ist es in Ordnung zu fragen, ob man mal ein "allgemeines" Gespräch mit einem Architekten haben kann und der treibt einem die sinnlosen Flausen aus?

    Klar, man kann sich mit vielen Menschen über fast alles unterhalten, siehe dieses Forum. Aber was soll bei einem allgemeinen Geplauder groß herauskommen. Architekten würden sich nach einem ersten kostenlosen Vorgespräch zum Kennenlernen die Gesprächszeit in Rechnung stellen und dürften kaum weniger als 100,- € / h fällig werden, inkl. Mwst. allerdings.


    Man könnte in einem solchen Gespräch einmal das Raumprogramm und allgemein die Bauherrenwünsche durchgehen und den Kostenrahmen abklopfen, aber alles weitere ist im Zusammenhang mit dem Grundstück zu sehen und deshalb im Allgemeinen bleibend nicht sinnvoll zu erörtern.

    Und das unabhängig vom Grundstück? Vielleicht ergeben sich ja Optionen die neu sind, oder eben nicht zum Architekt oder Bauherr passen.

    Das ist möglich.

    Dann gestaltet sich die Suche nach einem Grundstück vielleicht etwas einfacher.

    Wie geschrieben ist eine Kurzkommentierung für jedes auf den dritten Blick immer noch interessante Grundstück sinnvoll, aber zu allererst hängt die Grundstückswahl von Deinen Wünschen und den Möglichkeiten der baulichen Umsetzung ab, welche aber immer grundstücksbezogen ist.

    Diese Dienstleistung soll nicht geschenkt sein!!

    Es wäre halt gut, wenn man quasi die Reissleine ziehen kann, ohne dass man böse auseinander geht, weil es nicht passt.

    Viele Architekten sehen sich eher als "Werkersteller" und mögen den Begriff "Dienstleister" garnicht.

    Jain. Manchmal ist es nötig, sich schon im Rahmen der Planung zumindest grobe Gedanken zum Gelände zu machen (Höhenlage des Gebäudes).

    Dann darf der Architekt aber nicht einfach eine fiktive Summe in die Kosten 300 + (Anteilig) 400 einrechnen, sondern muss er/sie ein weiteres Honorar nach HOAI § ?? - Aussenanlagen berechnen.)

    Natürlich muss man sich Gedanken über viele unterschiedliche Dinge machen, aber das Honorar für die Grundleistungen nach HOAI berechnet sich nun einmal nur aus den anrechenbaren Kosten der KGr. 300 und 400. Wenn "besondere Leistungen" also über die abschließend in der HOAI aufgelisteten Grundleistungen hinaus zu erbringen sind, so können diese separat angeboten und berechnet werden - wie auch immer. Mit den anrechenbaren Kosten (s.o.) hat das erstmal nicht s zu tun.