Es gibt auch Roboter in Krankenhäusern die Routineaufgaben übernehmen, das spart Laufwege. Anstatt 8km muss die Pflegekraft dann halt nur 5km pro Dienst abspulen (zum Beispiel).
Die Rohrpost und ähnliche Transportsysteme für kleine Gegenstände wurden schon ab 1850 in Großstädten wie London, Berlin (1865) und Wien (1875) stadtweit eingesetzt, in manchen Krankenhäusern und Laboren bis heute.
Gerade die Ausgabe von Medikamenten, Messungen o.ä. im Gesundheitswesen stelle ich mir in der mechanisierten Umsetzung an / mit bettlägerigen Personen etwas schwierig vor, weil diese nur eingeschränkt reagieren können, sich selbst desinfizieren müssten etc.. Das funktioniert an anderem Ort sicherlich viel einfacher.
Aber ehrlich gesagt, hat das erstmal noch nicht viel mit KI zu tun, sondern nur mit Mechanisierung und Automatisierung.
KI wird - wie mir kürzlich ein Pathologe erklärte - bereits vielfach in der Auswertung bildbegebender Verfahren eingesetzt. Dass die Diagnosequalität dadurch wirklich so wie erhofft steigt, scheint noch nicht bewiesen zu sein, wobei Diagnosestellung durch Mustererkennung eine klassische KI-Anwendung ist und in der weiblichen Brustkrebs-Vorsorge wohl schon erfolgreich sein soll - schneller und zuverlässiger als Menschen.
Generell scheint gerade die Analyse gleichartiger oder zumindest ähnlicher Daten auch in der Rechtssprechung in eng umrissenen Feldern sehr gut und zuverlässig zu funktionieren, wie im Amtsgericht Königswusterhausen bei Fließbandurteilen zu Fluggastrechten.
Link 1
Link 2 zur "KAI" (K önigs Wusterhausen A rtificial I ntelligence, no joke!)
zu einem längeren Feature im DLF zu "KAI" habe ich leide keinen Link gefunden, wäre aber interessant
Die oben genannten bewiesenen Stärken von KI lassen sich auch in der Architektur, in jedem Fall in der Bauplanung, einsetzen, ob im Entwurf, bin ich mir noch nicht sicher.
Einige von einem Kollegen mit KI erstellte Gutachten und Ausschreibungen stellten sich bei näherer Betrachtung in mehrfacher Hinsicht als problematisch heraus:
- dem ersten Anschein nach klar gegliedert - inhaltlich dann aber bei genauerer Betrachtung teils nebulös und unvollständig
- allgemeine Aussagen sind schön formuliert inhaltlich zutreffend ( saibot2107 nennt es oben "Belletristik")
- mit steigenden Anforderungen an Fachinhalte sinkt die Antwortgenauigkeit und es wird stark halluziniert - Fehlinterpretationen zu Abstandsflächen / Gebäudehöhen / ...
- in der Einleitung erstellter LVs gemachte Versprechungen "nach VOB/B", "nach VOB/C" werden nicht (voll) umgesetzt, im Gegenteil: Diese werden in Teilen ignoriert, physikalische Paradoxien ausgeführt, Preise frei erfunden ... Arbeitsschritte folgen nicht logisch aufeinander
- notwendige Arbeits(zwischen)schritte der Ausarbeitung (Rechenwege) werden nicht dokumentiert, so dass Berechnungen nicht nachvollzogen werden können
- Einheitspreise sind halluziniert
- Vergleiche halten nicht der kritischen Überprüfung der Quellen stand
- KI "merkt nicht", wenn bei einer mehrstufigen Bearbeitung zwingend erforderliche Rahmenbedingungen nicht mehr eingehalten werden / verloren gehen (Verlust Bestandsschutz, Unterschreitung vorher nicht explizit genannter "selbstverständlicher" regulatorischer Rahmen, auf welche erfahrene Entwerfende / Planende von allein kommen)
Der Einsatz von KI in der Planung / Ausschreibung ist bisher für mich also nur mit sehr kritischer Überprüfung jedes erstellten Dokuments verantwortbar.