Beiträge von Skeptiker

    Andere, nicht Durchdringungsfreie Lösungen kommen nicht in Frage.

    Im Gewerbebau werden häufiger "Trägerbrücken" gebaut, die über bspw. 6 m freie spannen und so nur 2 Auflagerpunkte je Brücke benötigen. Die werden dann vernünftig als Los-Festflansch-Kobstruktion gebaut und dann klappt das. Mit fachgerechten Flanschkonstruktionen habe ich bezüglich ihrer Dichtigkeit an Dächern gute Erfahrungen gemacht. Aber davon baut man aber trotzdem möglichst wenige.

    ...

    … wobei ich mich tatsächlich immer wieder frage, was ich als Architekt alles nachzuprüfen habe!


    Bauleitung, den Bau leiten (oder leiden?), koordinieren, prüfen des gebauten. Soweit so spitzenmäßig.


    Aber wie weit geht die Kontrollpflicht?

    Na die Frage lässt sich aus Sicht von Juristen recht einfach beantworten:


    Es ist zu überprüfen, ob die abzunehmende Werkleistung den Vereinbarungen des Bauvertrages, den a.R.d.T. und den ggf. vorhandenen Systemzulassungen / -prüfungen ... entspricht. Das schließt ein die gelieferten und Materialien und u.a. auch ihre Verbindungsmittel entsprechend zu überprüfen.


    Bei einem Steildach mit Zwischen- und Aufsparrendämmung sind also u.a. zu prüfen:

    1. Bauholz (Sparren, Konterlatten, Latten)
      1. Holzqualität
      2. Dimensionen nach Statik
      3. Materialfeuchte
    2. Dämmungen
      1. bauphysikalische Eigenschaften
      2. statische Eigenschaften
      3. Materialfeuchte
    3. Schrauben, Konterlatte auf Sparren
      1. passende Statik liegt vor
      2. Dimensionen nach Statik eingehalten (Länge, Durchmesser)
      3. Randabstände nach EC eingehalten
      4. Einschraubwinkel
    4. Unterdeckbahn / Unterdeckung ...
      1. Einhaltung der "Fachregeln für Dachdeckungen"
      2. Einhaltung des statischen Vorgaben der Systemzulassungen
      3. Verklemmungen der Stöße und aufgehender Bauteile
    5. Lattung
      1. Befestigungsmittel passend?
      2. Alle Rahmenbedingungen eingehalten?
    6. Dachdeckung
      1. Einhaltung der Fachregeln für Dachdeckungen materialbezogen eingehalten
      2. ausreichende Windsogsicherung ...
      3. Anschlüsse an Durchdringungen und aufgehende Bauteile nach "Fachregeln ...
      4. ...
    7. ...

    Ja, Objektüberwachung ist eine hochgezahlte, verantwortungsvolle Tätigkeit ...

    Teilst du denn deinen Firmen vor Montagebeginn mit, welches Mauerwerk sie erwartet? :P

    Natürlich, das gehört doch nach VOB ganz eindeutig in die Ausschreibung!

    Bauträger oder Generalunternehmer / Generalübernehmer?


    Das ist an der Stelle wichtig!


    Wenn euch das Grundstück tatsächlich gehört, dann kann es kein Bauträger sein.

    :thumbsup:


    Und wenn es kein Bauträger ist, kann er Euch nicht das Betreten des Grundstücks verbieten, welches dann euer Eigentum ist. (Außer, ihr hättet ihn genau dazu schriftlich bevollmächtigt.) Bauträger sind berechtigt, das Betreten ihres Grundstücks (das ist es bis zum Eigentumsübergang) zu verweigern.


    Ob das Betreten von Baustellen an sich oder im Einzelfall gefährlich ist, ist dabei komplett unerheblich. Nur Behörden dürfen zur Gefahrenabwehr Eigentümern (zeitweise) den Zugang zu ihrem Eigentum verbieten.

    Die 400kg sagen Dir als Prüf Ing vielleicht was aus, aber weder nützlich noch zielführend für die Fachkräfte geschweige den Endkunde.

    Denn wem du diese Zahl dem Endkunde nennst, dann hast du am Ende ein technisches und finanzelles problem. :D

    ???


    Ich kann Dir nicht folgen! Natürlich sagt es dem Endkunden etwas, wenn das Vorwandelement auf 400 kg Benutzergewicht ausgelegt sein muss: Alle Vorwandelemente, die den Test bestanden haben, halten auch schwergewichtige Personen sicher aus.


    Und welches technische und finanzielle Problem soll R.B. hieraus erwachsen?

    ... wir holen uns die Firmen ins Haus, sagen was wir im Gesamtkonzept geplant haben und lassen uns beraten und einen genauen Kostenvoranschlag machen. Und wenn die Firma X sagt es muss nach unserer Arbeit aber noch das und das gemacht werden dann kommt Firma Y und erstellt dafür ein Angebot.

    Und wenn Firma X das nicht sagt und es deshalb kein rechtzeitiges Angebot von Firma Y gibt?


    (Ich musste einmal mit ansehen, wie sich in einem von mir geplanten Haus der Bauherr "selber" um die Küche kümmerte und abwechselnd die Gewerke Trockenbau, Sanitär, Elektro und Tischler kommen ließ, die dann jeweils immer zwei Schritte weiterbauten, bis sich zeigt, dass man einen Schritt übersehen hatte. Dann wurde ein Schritt rückgebaut, das vergessene Gewerk arbeitete nach und es ging wieder zwei Schritte weiter, bis sich zeigte ... Das zog sich so über gute acht Wochen hin und am Ende war die Küche mindestens zweimal gebaut worden. Der Bauherr zahlte im Stundenlohn - auch die Rückbauten. Kann man machen, kann auch gut gehen, kann aber auch teuer werden. Sparsamer als mit bezahlter Planung war es in dem Fall ganz sicher nicht!)

    ... wenn ich 99% gelesen und gehört habe es sind eher 10-20.000€ die die Banken ohne Rechnung ausgeben und wir hören 50.000€ dann wollte ich eben einfach mal nachfragen ob sowas eher die Ausnahme ist oder so.


    Natürlich ist das eine Stange Geld, aber die Bank hat uns an dem Termin zu verstehen gegeben das sie kein Risiko da sieht.

    Viele Banken wollen von einer unabhängigen Person eine Bestätigung des Baufortschritts haben (typischerweise freier Architekt, wenn beauftragt) oder beauftragen hierfür Sachverständige wie die Angehörigen diverser Organisationen mit 3 oder 5 Buchstaben. Manche Banken schicken auch eigene Mitarbeiter zur Kontrolle vorbei.

    Leider hat es genau an dem Tag und wohl exakt zur falschen Zeit stark geregnet, sodaß die Oberfläche nun eher Ähnlichkeit mit Pockennarben hat als mit glattem Beton.

    Der Rohbauer trägt die Konsequenzen und hat angeboten den Boden im Januar abschleifen zu lassen. Das Soll-Bild, das er mir gezeigt hat, sieht ein wenig aus wie Terrazzo, der Beton wurde dort bis auf die dicken Steine abgeschliffen. Sieht eigentlich sehr ansprechend aus und wäre für mich in Ordnung.

    Ist die erforderliche obere Betonüberdeckung des Bewehrungsstahls dann noch gegeben? Passen die Anschlusshöhen an die Treppen noch?

    was wäre denn, wenn man sich bspw. Mit osb platten einen "luftdichten" raum baut - ...

    Also ein raum, der die Feuchtigkeit im Gewölbekeller lässt...


    Ist das Unsinn?


    Aus OSB-3 wäre die Konstruktion erst einmal wasserdampfdiffusionsdicht, aber gleich in beiden Richtungen: Sie würde also auch die Luftfeuchtigkeit der warmen Atemluft schön in der Box halten, wo sie dann an den kalten Innenseiten der OSB-Platten kondensieren könnte und würde. Und da bliebe sie auch zum Teil. Auf Dauer würden die OSB-Platten hiervon, vor allem aber aus der Umgebungsfeuchte (Stichwort „Ausgleichsfeuchte“) allmählich selbst feucht werden und dann über kurz oder lang von holzzerstörenden Pilzen verzehrt werden.


    Also: Ja, das ist schon aufwändiger Unsinn - in einem feuchten Keller.


    Manche Räume sind für manche Nutzungen einfach nicht geeignet. Dein Keller scheint als Aufenthalts- und Übungsraum nicht geeignet zu sein.

    Wenn also, auf welchem Wege auch immer, ein Unterdruck im Haus erzeugt werden kann, sind die Falzlüfter eine gangbare Lösung.

    In einem Geschosswohungbau werden sie bei mir auch grad eingebaut und sollen sowohl Zuluft zur mechanischen Abluft innenliegender Bäder liefern, als auch eine definierte Querlüftung ermöglichen. Erfahrungen habe ich damit bisher noch nicht, da die mechanische Entlüftung noch nicht läuft. Es gibt verschiedene Systeme, es gibt verschiedene Lüftungskonzepte, es gibt verschiedene Produkte ... es kommt immer darauf an, was man damit erreichen will.

    Also nun habe ich mir die links angeschaut. Dort steht sehr viel Info, aber nicht so recht das was ich wissen wollte...

    Du möchtest anscheinend - wie feelfree schon schrieb - und wie Dir vermutlich noch nicht bewußt war, nicht nur eine Information, sondern benötigst eine vollständige Planung (Analyse, Lösungskonzept, Planung, Detailplanung). Die wirst Du weder hier, noch woanders kostenlos bekommen, auch wenn Du sie möglicherweise nicht direkt bezahlen musst. Oder Du bestellst ohne Planung und wunderst Dich hinterher.

    Und kann man in einem normalen Veko-Fenster dann später Regelair einbauen lassen?

    Ich weiß nicht, was "normale Veko-Fenster" sind. Nachträgliche Einbauten sind immer erheblicher aufwändiger, als bei der Produktion erfolgte. Möglich sind nachträgliche Einbauten grundsätzlich meistens.

    Ein Fenster mit Regelair ist im normal Falle für Zuluft, aber kann man dieses auch als Abluft verwenden?

    nein, kann man nicht, siehe Produktvideo!


    Ist das verfolgte Lüftungskonzept jetzt klar? Ich würde für mich erst grundsätzlich das Konzept für die Problemlösung klären und mir erst danach die passenden Produkte (Lösungen) suchen. Der umgekehrte Weg, zu einer Lösung das Problem zu verstehen und dann die nächste Lösung anzugehen, führt nicht sonderlich weit und ist sehr, sehr mühevoll.

    Wenn ich nach Regelair suche, finde ich einen Fensterfalzlüfter, ohne jeden eletrischen Anschluss, also rein mechanisch. Ob da Luft reinkommt oder rausgeht, hängt nicht vom Fensterfalzlüfter ab.

    Bei diesen speziellen Produkten schon, weil sie ventilartig eine Strömungsrichtung vorgeben, aber in der Gegenrichtung und bei starker Strömung auch in der Hauptrichtung schließen. Aber in der tat gibt es unterschiedliche Produkte und welches genau gemeint ist, wissen wir bisher nicht.

    Wie ist es da mit der Wärmeentwicklung. Es wird ja dann sehr heiß direkt am Fenster. Geht es nicht kaputt?

    Doch, natürlich. Nicht immer, aber es kann passieren. Meine Nachbarn haben genau so eine 15 m2 Verglasung geschrottet!

    Veka Fenster haben eine Sonnenschutzglas. Ich weiss aber nicht ob dies gut ist.

    Sonnenschutzgläser werden von der Glasindustrie hergestellt und haben definierte Eigenschaften. Sie halten einen größeren Teil des infraroten Lichtspektrums zurück, lassen jedoch das sichtbare Licht überwiegend durch. Hier wird das ganz gut erklärt. Das heißt die wahrnehmbare Helligkeit wird durch Sonnenschutzglas nur sehr wenig beeinflusst, weil gerade der unsichtbare Anteil des Lichts ausgesperrt wird.


    Heute sind auch die Farbveränderungen durch Sonnenschutzglas kaum noch wahrnehmbar.

    leichter Blauzon und Verspiegelung von außen (das war unser Grund).

    "leichter Blauton" kann sein, ist dann aber sehr leicht und muss nicht sein. Verspiegelung hat mit Wärmeschutz nichts zu tun, da Infrarotlicht vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden kann.

    Ob es merklich gegen Hitze hilft glaub ich nicht.

    Das lässt sich messen, so dass man auf Glauben nicht angewiesen ist. Reduktionen um 50 % (bezogen auf die Glasfläche) sind möglich!


    Einen direkten optischen Vergleich zeigt dieses Foto: Die rechten 5 Fensterfelder wurden bei einer Sanierung mit Sonnenschutzglas ausgestattet um den denkmalgeschützten ursprünglichen Zustand ohne äußeren Sonnenschutz wieder herzustellen.



    Wenn man berücksichtigt, dass auch die Fensterrahmen von hellbau auf ein mittleres Blaugrün zurückgeführt wurden, ist der Unterschied recht gering. Von innen war er optisch nicht wahrnehmbar, thermisch (Südfassade) hingegen deutlich: Die Temperaturdifferenz lag im Mittel bei rd. 5 K!

    Steht irgendwo etwas von schrägen Dachflächenfenstern?

    Nur weil es eine Dachgeschosswohnung ist, können es doch "normale" senkrechte Fenster sein.

    Ich würde ein "DG" nur bei geneigtem Dach auch so nennen, aber das kann man natürlich auch anders sehen.

    Es ist ein Flachdach. Also normale Fenster. 🙂

    also:

    Aussenrolläden ... nicht möglich

    1. wieso?
    2. meinst Du wirklich "Rolläden" oder vielleicht "Senkrechtmarkisen" oder "Raffstores" ?

    Nachträglich einzubauen sind die aber natürlich alle nicht ganz so einfach, so dass eine Sonnenschutzverglasung als der einzig technisch sinnvolle Weg erscheint.

    Da wäre ich mir nicht sicher ob das ausreicht. Ist es nicht so, dass zwischenzeitlich ESG außen Pflicht ist?

    Nicht das ich wüsste. Eher wäre VSG innen Pflicht.

    Dann muss noch jemand anfahren, ausmessen, bestellen, anliefern, einbauen. Ich glaube nicht, dass das für 200,- € über die Bühne geht, aber da kann ich mich täuschen.

    Ich hatte nur an die reine Verglasung gedacht. Aber auch mit 3 Stunden à 60 €, oder meinetwegen sogar 5 Stunden wären wir erst bei 350 - 500,- €.


    Aber meistens wird auch der Effekt des Dachflächenfensters gegenüber der Dämmung der Dachflächen ganz erheblich überschätzt!

    Warum nicht einfach mal nen Testlauf mit Plissees oder ähnlichem

    Innenliegender Sonnenschutz führt - insbesondere an Dachflächenfenstern - ganz schnell zu starker Überhitzung und hält die Wärme eben leider nicht draußen, sondern konzentriert sie vor allem direkt unter der Isolierverglasung - PENG! Das gilt auch für viele innenliegende Folien!

    Die mögliche Pflicht zu einem Fettabscheider hängt eher an dem Wort "gewerblich", als an der tatsächlichen Menge.

    Mir ging es noch nicht einmal um die Pflicht zur Vorhaltung von Abscheidern, sondern lediglich darum, auf deren Nützlichkeit hinzuweisen, denn eine mit Pasta oder verfestigten Fetten (am besten zusammen) zugesetzte Hebeanlage ist eine noch viel größere Freude, als eine, deren Propeller nur abgebrochen sind. Ich weiß nicht wie oft es vorkommt, aber wenn, dann ist es sehr unangenehm - im Umkreis etlicher Meter.

    was unterscheidet einen "Übungsraum für das Hobby Musik" bzgl. der Frage Aufenthaltsraum J/N von einem "Hobbyraum" oder z.B. einem "Bügelzimmer" (beides keine Aufenthaltsräume nach LBO)?

    in Baden-Württemberg: Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg von 1999 ...

    ... kommt es neben der subjektiven Zweckbestimmung auf die objektive Eignung für den jeweiligen Zweck an.

    Einen Aufenthaltsraum sehe ich nach der bisherigen Schilderung (ungeheizt, zugig, feucht, dunkel ...) dementsprechend nicht. Aber ob die Gemeinde das auch so sieht?

    Mir fehlt der städtische Kontext dazu. Die Reaktion auf die >Umgebung ist mir nicht nachvollziehbar.


    Über den Grundriss wäre differenziert zu diskutieren. (Das rechte Bild zeigt auf 2/4 den EG-Grundriss. Mehr gibt es leider nicht. Das Schwimmbad im UG hätte mich sehr interessiert ...)