ja, klar kW/h / m²/a
äh, nein so nicht!
Die korrekte Maßeinheit heißt tatsächlich
kWh / m2 x a
(ausgesprochen: „Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr“)
Woher kommt deine Einschätzung, dass nach der 95 WSVO nur 100 kWh/m²/a zugelassen sind? Das habe ich nirgends gefunden. Unabhängig davon handelt es sich ja um den erfassten Energieverbrauch, der insbesondere von Lage und Heizverhalten abhängt.
Das ist ein geschätzter Effektivwert aus jener Zeit in meiner Erinnerung, den ich hier in der Größenordnung bestätigt fand. Solche theoretischen / bauteilbezogenen rechnerischen und vergleichbar gemachten Werte erinnert man nach ewigen Diskussionen und Iterationsrunden merkwürdigerweise auch nach 30 Jahren noch für einzelne Projekte. Und ja, natürlich weicht die Realität immer nutzungs- und lagebezogen immer davon ab - deshalb (der gewünschten Vergleichbarkeit halber) sind diese Werte ja gerade nutzungsunabhängig errechnet. Komischerweise glauben alle immer locker 10 % drunter liegen zu können. Ich würde davon ausgehen, dass es im Regelfall - wie in Deinem Fall - eher drüber hinaus geht, vielleicht um 20 % auf dann 120 % der Berechnung.
Jetzt habe ich dich richtig verstanden bzgl. der FBH, glaube ich. Du sagst sinngemäß, dass das Gesamtvolumen des Estrichs relativ klein ist und daher eine gerigere Wärmeaufnahme und Wärmeabgabe hat. Dadurch dauert es bei einer "echten" FBH mit 6 cm Estrich über der Heizung länger, dass der Raum warm wird,bleibt aber auch länger warm. In meinem Fall würde viel der Wärme direkt über die Leitungen an dieUmgebung abgegeben, weil diese ja beinahe direkt unterhalb des Belags liegen. Zutreffend? Ist diese schnellere Zuschaltbarkeit/Abschaltbarkeit ein großes Problem? Klar, der Rücklauf ist vermutlich nach längerer Nutzung stärker abgekühlt als bei einer echten FBH. Das ist im Hinblick auf eine Wärmepumpe nicht optimal. Aber macht das so viel aus? Immerhin würde die Abgabe mit steigender Temperatur im Raum auch wieder fallen, oder?
Irgendwie schreiben wir aneinander vorbei! Eine gut steuerbare übliche Fußbodenheizung hat mit einer Estrichstärke von rd. 45 - 60 mm eine überschaubare Masse von 120 - 160 kg / m2 und reagiert spürbar binnen vielleicht 4 - 8 Stunden auf eine Thermostatverstellung. Die Masse Deiner diskutierten beheizten Bodenplatte ist mind. Um den Faktor 4 schwerer, wiegt also mind. 600 kg / m2 und bis zu ihrer thermisch spürbaren Reaktion dürften im Winter deshalb 24 - 36 Stunden vergehen. Das ist mein Erfahrungswert in einem Haus mit einer dazugehörigen ordentlichen Wärmedämmung, die bei extrem guten Hüllflächen / Volumenverhältnis zu einem jährlichen Quadratmeterverbrauch von ca. 60 kWh führt.
Bei Deinen Überlegungen kann ich Dir leider hier nicht weiter folgen.
Ich würde entweder mit dem Wärmeverlust nach unten und der völlig fehlenden (aber effektiv nicht unbedingt störenden) kurzzeitigen Steuerungsmöglichkeit leben - oder genau das (zusätzliche TSD- u. WäDä einbauen) tun und meine Heizung effizient laufen lassen, was aber Geld und Höhe kostet.
Kann man ungefähr abschätzen, wie viel mehr Energie man benötigt, wenn man bei dem bisherigen Aufbau bleibt? Kennt ihr dazu rechner?
Das kann man (ich nicht), aber kostet auch auf entsprechender Software Wissen und Zeit und damit am Ende Geld. Von Menschen, die davon leben, wirst Du das deshalb in diesem Forum vermutlich nicht umsonst bekommen, siehe auch die Nutzungsbedingungen. Dieses Forum ist diesbezüglich wegen seiner Asymmetrie zwischen fragenden Laien und antwortenden Profis etwas anders als klassische Peer-to-Peer-Foren in denen sich ausschließlich Gleichgesinnte auf ähnlichen Professionionalisierungsniveau treffen.