Beiträge von Skeptiker

    Ich finde sowieso, man sollte mit seiner Hecke einen gewissen Abstand halten oder eine gemeinsame Hecke unterhalten.

    Außer in Bayern und einigen anderen offensichtlich eher anarchisch organisierten Bundesländern gibt es in D dafür dort, wo es Nachbarrechtsgesetze gibt, überwiegend Regelungen mit exaktem Maßangaben. In B müsste jede Hecke bspw. mit der Stammachse 0,5 m von der Grenze weg stehen. Aber der TS hat sein Grundstück ja in NRW und dort findet sich der relevante Passus in § 42 Abs. 1 NachbG NRW ! Und je nach Höhe sind in NRW 1,0 m oder 0,5 m Grenzabstand einzuhalten.

    Gegenüber unsympathischen Nachbarn kann man vom 1. März bis zum 30. September eines jeden Jahres diesbezüglich mit einem energisch vorgetragenen Hinweis auf das Schnittverbot in § 39 Abs. 5 Punkt 2 BNatSchG ganz schön Bodennebel verbreiten. Eine Beeinträchtigung ist für einen Beseitungsanspruch je nach Landes-Nachbarrecht hingegen eher nicht erforderlich. Wer genauer ins BNatSchG hinein schaut, wird allerdings feststellen, dass gerade der Schnitt der im selben Jahr gewachsenen Zweigstücke nicht verboten ist. Juristen oder notorischen Besserwissern wie mir sollte man damit also nicht unbedingt kommen - aber versuchen kann man es ja erstmal. ;)

    Eine fachgerechte Ausführung muss er trotzdem sicherstellen. "Sonderwünsche" hätte man vereinbaren müssen.

    Vorsicht, dazu könnte in der Schweiz die Rechtslage etwas anders sein als in D, wo tatsächlich die Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik immer geschuldet ist, sofern nicht unter Darstellung der Risiken ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

    Wegen Anwalts-und Gutachterkosten, das solltest Du mit Deinem Anwalt besprechen. Ich kann Dir nicht sagen, ob es hier eine Möglichkeit gibt Forderungen gegenüber dem Fensterbauer zu stellen.

    Diese sind auch in D nicht immer erstattungspflichtig. Deshalb ist es auch in strittigen Fällen sinnvoll zu versuchen, einen SV gemeinsam so zu beauftragen, dass dessen Aufwand der jeweilige Verursacher übernimmt. (Anteil für berechtigt gerügte Mängel durch AN, Anteil für unberechtigte Mängel AG.) Das geht in D dann mehr oder weniger förmlich - je nach Streitwert - in Richtung eines Schiedsgutachtens.

    Die heftigen Diskussionen des vergangenen Jahres über die erforderliche "Technologieoffenheit" bei der Gebäudeheizung haben wir alle noch mehr oder weniger in Erinnerung. Wie fing das damals an, wie genau ging es weiter und was ist daraus geworden? Ein ziemlich langer detaillierter Rückblick insbesondere auf den Aspekt "Wasserstoff" und die spezielle Rolle der FDP. Achtung der Text ist länger, nur wenig illustriert und könnte auf die Lesenden verstörend wirken (nein, eher nicht, das war ja auch ein anderer Minister von ein anderen Partei, großes "Sorry") !

    Laut BGBau seit 1943 als Berufskrankheit anerkannt


    https://www.bgbau.de/themen/si…haeufige-fragen-zu-asbest


    Jetzt kommt das große ABER, strittig waren wohl lange Zeit die Grenzwerte, Arbeitsschutz, und das ist ja auch heute noch ein Thema.

    Es wurden anfänglich nur extrem restriktiv anerkannt, also für sehr wenige Berufsgruppen und ja, die Grenzwerte sind immer das zentrale Thema, weil sie (jedesmal wieder neu kostenaufwändige) Schutzmaßnahmen nach sich ziehen. Hierzu ist auch zu bedenken, das mit besser werdenden Analysemöglichkeiten und steigendem Wissen über die Gefahren die Ansprüche steigen, aber auch die technischen Möglichkeiten des Schutzes sich immer weiter entwickeln - weshalb es heute eine erfreulich hohe Lebenserwartung in Nordeuropa gibt - und ein Rentenproblem.

    Ob die o.g. 1.000F/m³ als Grenzwert im Arbeitsbereich verbindlich sind oder jemals verbindlich werden das weiß ich jetzt nicht. Beim Freitesten nach Sanierungen spielen sie m.W. bereits eine Rolle.

    Ich finde die aktuellen stoffabhängigen Grenzwerte immer höchst mysteriös. Ich schreibe grad zum dritten Mal eine umfangreiche KMF-Sanierung aus (diesmal 5.000 m2 unterschiedlichste Decken und Wände) und bin immer wieder verwirrt, was sich nach wenigen Jahren schon wieder alles geändert hat. (Nein, das ist nicht unsere Hauptaufgabe und ich habe eine Spezialisten als Subplaner engagiert, weil ich dann doch deutlich zu wenig darüber weiß.)

    Off-Topic:

    Ich habe nicht R.B. Lüge unterstellt, ...

    Du hast

    Wohl ne Falschmeldung. [ohne Smiley]

    geschrieben. Da Du in diesem Forum ja immer großen Wert auf den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache legst, wird Dir beim Schreiben bewusst gewesen sein, dass "Falschmeldung" in der dt. Sprache eine " unzutreffende Nachrichtenmeldung" bedeutet, eine "Meldung, oder Nachricht, die nicht dem wirklichen Sachverhalt entspricht, ihm widerspricht“. Für diese kann es nach allgemeinem Verständnis und Logik nur zwei Ursachen geben:

    1. fehlerhafte oder nachlässige Recherche (Nachlässigkeit, Schlampigkeit)
    2. bewusste Irreführung (Lüge, Betrugsabsicht)

    Welche davon Du beim Schreiben gemeint hast, kannst Du Dir aussuchen, falls Du es nicht mehr erinnerst. (Bevor Du mir die Fragwürdigkeit von Wikipedia vorhältst: Die zweite oben von mir zitierte Definition habe ich aus dem gedruckten Duden in meinem Regal abgeschrieben.)


    Es bleibt jedenfalls festzuhalten, dass die Aussage von R.B. zum Zeitpunkt des Schreibens korrekt war, also gerade keine Falschmeldung oder Fake-News.

    Beim Thema Asbest muss man ehrlicherweise dazu schreiben, dass sich die Arbeitsmediziner u.a. der deutschen Berufsgenossenschaften jahrzehntelang geweigert haben, die Gefährlichkeit von Asbestfasern anzuerkennen und so vielen betroffenen Arbeitnehmern lange Zeit eine angemessene finanzielle Entschädigung ihrer Berufskrankheiten verwehrt blieb. Entsprechend wurden und werden Grenzwerte für kritische Arbeitsplatzbelastungen auch erst sehr allmählich und in kleinen Schritten angehoben.


    Woran dies in einer Organisation, in welcher nach über 50 Jahren in (zahlender) Arbeitgeberhand erst seit den 1950er Jahren eine paritätische Mitbestimmung der betroffenen Mitarbeitenden gibt, kann man trefflich spekulieren.

    Wenn Dir das Tor im Nachbarort zusagt, dann würde ich einfach mal dort nachfragen. Vielleicht bekommst Du gleich noch eine Adresse wo man das Material beziehen kann, oder die Adresse von einem Handwerker der das verbaut hat.

    :bier:


    Material, das als flüssig aufzubringende dauerhafte Abdichtung nach DIN 18531 ff. geeignet ist und gemeinhin auch als "Flüssigkunststoff" verkauft wird (Produktnamen Triflex, Kemperol u.a.), ist für Deinen Einsatzzweck aus dem von Ralf Dühlmeyer genannten Grund nicht geeignet, sieht aber auch völlig anders aus. Man darf es sich nicht wie einen etwas dickeren und festeren Klarlack vorstellen!


    Nach Deiner Schilderung würde ich eher foliertes Blech vermuten, aber fragen macht am schnellsten schlau.

    Off-Topic:

    Du wirst mit Sicherheit sterben.

    Der Threadstarter hat schon recht, das Anbohren der Fliese ist hochgradig tödlich und er bereits vollständig mit Asbest kontaminiert. Um die Allgemeinheit vor der ansteckenden Asbestose zu schützen, sollte er sich in Isolation begeben. Jeden Moment könnte er beim Husten tödliche Asbestfasern aushusten und Mitmenschen den schwarzen Tod bringen. :(

    Ich hatte Sie um QUELLENangaben gebeten!

    Liebe Foristinnen und Foristen, was ist so schwierig daran, auf eine ehrlich und ernsthaft besorgte Frage sachlich und weiterführend zu antworten? Wer in diesem Unterforum fragt, sieht ein Problem, wo in vielen Fällen kein wirkliches Problem besteht, bekommt hier aber relativ zuverlässig mehrere Antworten, die ihn mit Hohn und Spott überschütten und an seiner psychischen Gesundheit zweifeln, aber sicher nicht zu einem sachlichen und nüchternen Umgang mit der eigenen Angst führen. Echte Hilfe geht eindeutig anders - besser!

    Ich würde versuchen, eine dünne Metallplatte zu finden, die zwischen Glas und den Leisten zusätzlich eingelegt wird.

    Eine dünne Platte lässt sich in den vorhandenen Spalt für das Glas ggf. noch mit "reinquetschen" ohne dass die Leisten bearbeitet werden müssen.


    ?

    ich habe hinter den zweiten zitierten Satz für das hier vorhandene Strukturglas ein großes Fragezeichen gesetzt, denn Strukturglas ist auf beiden Oberflächen so uneben, dass sich ein eher starres Blech nicht plan anpressen lässt. Vielleicht funktioniert es aber trotzdem.

    Die Glasfüllung lässt sich nach Entfernung der Glashalteleisten bspw. durch eine 4- oder 6-mm-Sperrholzplatte ersetzen. Diese kann mit der gewünschten Oberfläche versehen oder auch nur klar lackiert werden. Das gilt sinngemäß für alle dünnen festen Materialien. Dünne Holzwerkstoffplatten lassen sich gut mit Heimwerkermitteln bearbeiten.


    Auf die glattere Seite des Strukturglases lässt sich grundsätzlich auch eine lichtundurchlässige (opake) Selbstklebefolie aufbringen. Deren Rückseite ist dann aber auf der raueren Seite „schwarz“. Und ob die Folie wirklich blasenfrei flächig aufliegt?


    Eine Beschichtung des Glases mit dunkler Fliesenfarbe wäre auch noch möglich, lässt sich aber nicht rückgängig machen.

    Ich brauche keine "Ferndiagnose" ...

    <->

    Über eine sachliche und ernstgemeinte Einschätzung zu der Lage wäre ich dennoch sehr dankbar.

    Den eklatanten Widerspruch zwischen Deinen beiden Sätzen erkennst Du beim wiederholten Lesen vermutlich selbst!?


    Eure Exposition ist nach meinem oben verlinkten Text allenfalls in wenigen "Asbest-Minuten", schlimmstenfalls "Asbest-Stunden" zu quantifizieren - wenn überhaupt Asbestfasern im Spiel sind. Kritisch wäre aber erst eine Exposition in der Größenordnung eines werktäglichen "Asbest-Jahrzehnts" zu sehen, also bei tausendfach höherer Belastung. Mach Dir also weiter keine Sorgen, ihr seid lediglich vergleichsweise homöopatischen Dosen ausgesetzt gewesen! (Wobei: Wer an die Wirksamkeit der Homöopathie glaubt, wäre von sehr wenigen Fasern natürlich extrem gefährdet ...)


    Und untersuchen lässt sich jetzt eh nichts mehr.

    Der korrekte Weg wäre, die Mängel schriftlich anzuzeigen.
    Du hast das Recht bis zur Behebung das dreifache der vorraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten von der Rechnung einzubehalten.

    Nein, das stimmt so leider nicht!

    Achtung! Laienhaft geschrieben darf nur der Teil des Werklohns einbehalten werden, der zur Beseitigung des Mangels erforderlich sein wird - allerdings in doppelter Höhe, siehe § 641 Abs. 3 BGB (Druckzuschlag)!

    Möglicherweise sind Dir die im Bauwesen üblichen „kumulativen Abschlagsrechnungen“ nicht bekannt. Bei diesen werden mit jeder Abschlagsrechnung die Baufortschritte seit der vorangegangenen Abschlagsrechnung oder bei der ersten die seit dem Baubeginn in Rechnung gestellt und bezahlt. Dabei kann man je nach Leistungsbeschreibung oder Auftrag bei erst unvollständig erbrachter Leistung auch die volle Masse, aber nur ein anteilig verringerter Einheitspreis („EP“) abgerechnet werden oder alternativ eine Teilmasse bei dann aber vollem EP. Erst bei voller Erbringung der gesamten Leistung werden schließlich die volle Masse und der volle EP abgerechnet.


    Insofern sehe ich auf diesem Wissensstand keinen Fehler beim Trockenbauer - außer vielleicht, dass er sein Vorgehen nicht von sich aus erklärt hat. Ich kann deshalb auch nicht erkennen, woraus Du ableitest, nicht den vereinbarten EP voll zahlen zu müssen.


    Bei verbliebenen Mängeln muss zu deren Beseitigung aufgefordert werden.

    Die Vorstellung, dass jede Bekanntschaft oder auch nur räumliche Nähe von Freiberuflern der selben Profession eine Befangenheit bedeutet und unbedingt vermieden werden sollte, ist deutlich zu einfach gedacht! Natürlich kennen Juristen und SV sich nicht nur in ihrer Berufsgruppe lokal gegenseitig, sondern auch die „angrenzenden“. Aber ist das ein Problem?


    Das Wissen und Können von Freiberuflern nun einmal frei „käuflich“und jeweils für den konkreten AG einzusetzen.


    Dass Freiberuflicher mitunter andere Strategien verfolgen wollen, als ihre AG ist ein davon unabhängig zu sehendes anderes Thema. Das habe ich momentan mit einer Anwältin genauso wie meine potentiellen AG mit mir. Manchmal sagt meine Expertise eben etwas deutlich anderes, als die Meinung meiner laienhaften AG.

    Diese Bedenken teile ich. Aus eigener Erfahrung, mit der räumlichen Nähe steigt das Risiko, dass sich Anwalt und SV schon kennen, oder zumindest schon einmal miteinander gearbeitet haben.

    Ob hier der Gutachter zur Rechenschaft gezogen wird ist noch fraglich, da geht es aber rein um eine wirtschaftliche Abwägung, denn die Fehler in seinem Gutachten sind offensichtlich. ...

    Es geht Pin Cho nicht um einen SV, sondern um den eigenen Anwalt!

    „Sich kennen“ kann auch bedeuten, sich schon einmal in einem Verfahren „gegenüber gesessen“ zu haben und schon allein deswegen keine guten Freunde zu sein. Allein aus räumlicher Nähe des Wohn- oder Arbeitsortes einer Person gleich eine „Besorgnis der Befangenheit“ abzuleiten, finde ich persönlich stark übertrieben und so völlig unbegründet. Nach dieser Logik wäre für mich in meinem ganzen Bundesland keine einzige unbefangene Richterin, kein einziger Richter mehr zu finden!


    Die dt. Obergerichte haben schon wegen erheblich weitergehender Beziehungen Richter oder Gerichts-SV für nicht befangen erklärt!

    Was soll er ihn denn fragen? "Bist Du mit x befreundet?"

    Ganz genau! Und die Reaktion einfach abwarten.

    Die Antwort wird sein "Ich erstelle immer neutrale Gutachten" und blablabla

    Weshalb sollte die angegebene Neutralität nicht der Fall sein? Darauf wurde die Person ja sogar vereidigt! Ich traue die den ö.b.u.v. SV hier im Forum durchaus zu. Ich persönlich hätte je nach Bestellungsgebiet und -körperschaft viel eher Zweifel an der fachlichen Eignung. Weshalb nimmt jemand die Mühen und erheblichen einer Kosten einer öffentlichen Bestellung auf sich, wenn die vorherige Arbeit auskömmlich war?


    Eine solche Grundhaltung ist mir selbst fremd und schwer nachvollziehbar. Aber wenn sie tief in einem steckt kann man wohl nicht viel machen …


    Alles Gute!


    (P.S. … nicht vergessen: Es geht Pin Cho hier um den eigenen Anwalt in zeitlicher Nähe zum Ende des Verfahrens, nicht um einen SV!


    PPS. wären Leser der Geschichte von Pin Cho in diesem Forum noch unvoreingenommen?)

    Am 01.01.24 ein Schlaganfall gehabt. Mit Sprachstörungen und nicht mehr in der Lage vor Gericht tätig zu werden.

    Okay, das ist sehr bedauerlich und tatsächlich ein unabweisbares Hindernis!

    Er kennt nur einen aus Waiblingen. Da habe ich aber Bedenken. Der Anwalt vom GÜ ist auch aus der Stadt. Nicht das sie befreundet sind.

    Sie können sich schon über den Weg gelaufen sein - oder auch nicht. Das gilt aber für alle Fachanwälte und SV mind. in der Region, wenn nicht im ganzen Bundesland. Weshalb fragst Du ihn (den Waiblinger) nicht einfach danach?

    Schreiben verfassen geht gerade noch. Aber vor Gericht sprechen bekommt er nicht mehr hin.

    Vielleicht könnte das ja der andere nach einer Einweisung / Übergabe für ihn übernehmen?

    Ich hatte erst eine im ersten Anlauf oder schon beim Primern verunglückte Nasslackierung vermutet, gar keine Pulverbeschichtung. Wenn tatsächlich gepulvert wurde, ist entweder das Werkstück lausig vom Schlosser vorbereitet worden oder ein zweites Mal gepulvert worden, nachdem die erste Runde verunglückt war, aber ohne die erste Schicht vollständig abzutragen. Da ist aber mehr geraten als gewusst. Auf jeden Fall muss da nachgebessert werden. Reklamiere beim Schlosser!