Beiträge von Skeptiker

    In den Ausweisen, die als Verbrauchsausweise für +/- 30 € über das Internet vertrieben werden, steht oft der größte Unsinn. Diese basieren auf nicht einmal auf Plausibilität geprüften Angaben der Bestellenden und sind meistens für die Tonne.

    Off-Topic:

    Ich habe schon mehrere Ersteller solcher Ausweise bei der zuständigen Aufsichtsbehörde wegen "groben Unfugs" denunziert.

    Hier sind viele interessante Überlegungen zu lesen. Viele davon enthalten unzutreffende Vermutungen und treffen daraus Ableitungen. Es geht hier wirklich nur um die im Startpost gestellte Frage nach der Vergütung der Massenermittlung für ein angepasstes Auftragsleistungsverzeichnis.


    Der private Bauherr hat die ursprünglich erstellte Ausschreibung mit entsprechenden Hinweisen zur Angebotseinholung genutzt. Einen Preisspiegel zu erstellen ist nach Einlesen der GAEB-Dateien eine Sache von ein paar Mausklicks und damit ganz sicher unter der Bagatellgrenze, die in diesem Fall bei einem Tagessatz liegen dürfte - oder höher.

    Meine Frage: Was meinte "Sarkas" in dem anderen Thread mit Verspachteln....

    sarkas meint vermutlich Boden-Spachtelmassen, wie sie hier zusammengestellt sind. Aber:

    Was würde man da benutzen ?

    Laien lassen besser die Finger davon, weil die Profis da schon nicht immer treffsicher sind. Sowohl bei der Materialwahl wie bei der Untergrundvorbereitung kann man da unendlich viel falsch machen. Und ob es hier überhaupt helfen könnte, ist völlig unklar.

    Okay,,,,Ich merke das läuft total vom Thema ab.

    Nein, das tut es nicht! Du hast Deine Probleme ja sicher nicht aus Versehen so ausführlich geschildert, oder?


    Als Vermieter würde ich eine Bearbeitung meines Estrichs durch einen Heimwerker auf Basis unbelegter Vermutungen gewiss nicht zulassen und im Zweifel nach Auszug die rückstandslose Beseitigung verlangen, notfalls gegen Bezahlung aus der hinterlegten Kaution.

    Ich hätte gedacht, dass jede Firma für ihre eigenen Arbeiter verantwortlich ist, soweit es um die Frage geht ob jemand geimpft oder genesen ist oder ob er getestet sein muss.

    So steht es im Infektionsschutzgesetz und gilt damit (§ 28a). Und damit gibt es keinen Handlungsbedarf für bauherrenseitige Bauleitungen - solange nicht gegen den SiGe-Plan verstoßen wird. Aber für dessen Einhaltung ist natürlich die Bauleitung nach LBO zuständig.

    Off-Topic:

    Chick, Chick. Geradezu lehrbuchmäßig.

    Danke, der Plan stammt aber nicht von uns, sondern von der TGA-Planerin. Der Entwurf und der referenzierte Grundriss sind schon von uns.


    Architektenpläne mit den Wandabsichten in 1:20 gibt's natürlich auch noch - zusätzlich. Sieht dann so aus:



    Und ja, wer bei uns baut kriegt natürlich sehr gesagt, dass wir die Pläne ernst meinen - könnten wir ja sonst lassen.


    Ich habe gerade gesehen solche Winkel gibt es fertig. "Rohrverkleidungen"... ist das richtige Wort nach dem man googlen muss. Das mit "halbhoch" verkleiden finde ich auch gut. https://fliesenschiene24.de/Rohrverkleidung-winkelfoermig

    Ob diese Winkel stabil genug sind, um darauf tretende erwachsene Menschen zu tragen, weiß ich nicht. Ich bezweifle es sicherheitshalber 'mal. Für die senkrechte Montage sind die aber allemal nutzbar.

    Ersten bezieht sich das auf den sicheren bautechnischen Betrieb der Baustelle und zweitens bleibt die Verantwortung der Unternehmer unberührt.

    Nein, da geht es nicht nur um den sicheren bautechnischen Betrieb, sondern um den gesamten Ablauf, Stichwort: "Koordination" des Bauablaufs.

    Sofern der geforderte Aufwand des Objektüberwachers über die Grundleistungen hinaus geht, ist es wieder eine besonders zu vergütende Leistung.

    Das ist richtig. Es heißt aber im Umkehrschluß keineswegs, dass bauleitende Personen nur im Umfang der in der HOAI festgelegten "Grundleistungen" haften. HOAI ist reines Preisrecht, legt also für definierte Leistungen ein auskömmliches Honorar fest, nicht aber, welche Leistungen in welchem Einzelfall zu erbringen sind. Und es gibt je nach Bundesland in D auch unterschiedlichste Pflichten für Bauleitungen nach LBO, die aber teilweise eben keine Grundleistungen sind.


    Bauleitungen sind auch keine Hilfspolizei, aber ihre Verantwortlichkeit ist eben nicht nur durch die BauO festgelegt. Deshalb:

    Als Architekt ist man ja gewohnt, immer für alles (mit)verantwortlich zu sein.

    Woraus sollte eine derartige Pflicht resultieren?

    Ich kann die weder in der HOAI noch in der LBO finden.

    HOAI ist nur Preisrecht, noch dazu unverbindliches. Die LBO regelt nur einen Bruchteil der bestehenden Pflichten. (siehe sonstigtes öffentliches Recht, BGB ...)


    Es ist ja auch bewußt als Frage formuliert. Wir Architekten sind ja immer überall irgendwie ein wenig mitverantwortlich!

    als Tipp für die Vertragsgestaltung, wenn sie denn mal kommt:

    Darauf achten dass eine "Weisse Wanne gemäß DAfStb-Richtlinie »Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton« (WU-Richtlinie), 12/2017" vereinbart wird.

    In gefühlt drei Viertel aller Bauträger-Verträge steht: „Keller aus WU-Beton“ und in erschreckend vielen Fällen ist es leider auch nur genau so gemeint. Die feinen Unterschiede sind oft nicht einmal Profis bekannt.

    Nach meinem Verständnis wäre die Feststellung des IST-Zustandes anhand von Ausmaßen eine Grundleistung der LPH 8.

    So sehe ich das auch und habe deshalb nach dieser Teilleistung nicht gefragt, da sie bereits regulär erbracht wurde.

    Das Aufstellen eines neuen LV's zur erneuten (öffentlichen) Ausschreibung wäre aber doch ganz klar ein Wiedereinstieg in LPH 6. So wie ich den Eingangspost verstanden haben, muss das LV doch quasi neu vollständig neu erstellt werden.

    Nein, es wird keine Ausschreibung mehr geben (der Auftraggeber ist privat) und damit keine erneute LP6, denn ein wertbares Angebot auf die ursprüngliche Ausschreibung liegt bereits vor. Es geht lediglich um die Erstellung eines Auftragsleistungsverzeichnis für die noch auszuführenden Restmengen und Positionen.


    Dieses ALV mit den korrigierten / reduzierten Massen herzustellen, schien in unserem AVA-System auf den ersten Blick nicht trivial, sondern sehr aufwändig, weshalb sich anfangs die Frage der besonderen Honorierung stellte. Das Problem wurde mittlerweile aber vom Bearbeiter mathematisch sehr pfiffig und schnell gelöst, so dass der reale Aufwand unter die Bagatellgrenze fällt.


    Weitere fundierte Meinungen dazu, ob es sich um eine besondere Leistung handelt, interessieren mich aber immer noch!

    Nur mal eine kurze Gegenfrage die nicht ganz unerheblich ist.

    Off-Topic:

    Was heist den bei dir Insolvenz?

    Hier heißt Insolvenz, dass die Firma sicher zahlungsunfähig und dieses Thema abschließend geklärt ist. Im Detail tut es nichts zur Sache, weil die Leistungseinstellung bezogen auf meinen Vertrag unstrittig weder durch den AG, noch durch den AN (also mich) verursacht wurde. Der ursprüngliche AN wird die Arbeiten sicher nicht weiterführen können. Alles weitere dazu ist hier irrelevant.

    Zumindestens wenn es ordentlich gemacht werden soll, ist es unstrittig ein nicht unerheblicher Aufwand.


    Hier mal ein etwas älterer Beitrag dazu. Mib052006.pdf Danach wäre es eine Grundleistungen. [sh. Seite 9 Mitte] ...


    Ich persönlich würde 50/50 plädieren.

    Hmmm, Grundleistung und noch dazu vermutlich auch unter der Bagatellgrenze ... grrrr. Das wollte ich nicht lesen! :motz2:

    Die Abrechnung/Rechnungsprüfung wird auch "ein Spass" werden.:eek::rb:

    Geht, da der 1. AN während einer Arbeitspause (Estrichverlegung) und nach Stellung einer präzisen AR in die Insolvenz gegangen ist. Insofern sind die Massen klar. Nur die Umsetzung für's ALV ist zusätzlich zu leisten und anstrengend.

    Bei einer momentan zwar in MD nur leicht höheren Inzidenz als in meinem Heimatbezirk, vor allem aber einer Bahnfahrt und einer inzwischen geradezu sprichwörtlichen Abneigung gegenüber Lüli mag ich mich mit den zusätzlichen Risiken Ansteckung bei Weihnachtsmarkt und Bahnfahrt nicht aussetzen - sorry!


    Außerdem habe ich eh schon zu viel auf der Liste ...

    Bei einem Objekt mit "Vollbeauftragung" eines Architekten mit allen Grundleistungen nach § 34 HOAI 2013 wird ein AN nach Erbringung von mehr als 50 % der Leistungen Insolvent. Vom privaten AG wird ein Unternehmen zur Weiterführung der Arbeiten schnell gefunden. Für den Bauvertrag soll der Architekt ein neues ALV erstellen. Dieses soll exakt jene Leistungen aus dem ersten Auftrag umfassen, die aus dem ursprünglichen Vertrag vom beauftragten AN nicht oder noch nicht vollständig erbracht wurden.


    Bei näherer Betrachtung lässt sich dabei zwar auf den letzten Aufmaß-Stand der letzten vorliegenden kumulativen Abschlagsrechnung des 1. AN zurückgreifen. Aufgrund zugrundleiegfendert umfangreicherer Massenermittlungen sind diese Arbeiten aber nicht mit ein paar Mausklicks erledigt, sondern bedürfen mehrstündiger, vielleicht sogar mehrtägiger, Arbeit.


    Ist die Ermittlung des Leistungsstandes und die wiederholte Erstellung eines hier zusätzlich in den Massen anzupassenden Auftragsleistungsverzeichnis eine Grundleistung der LP 8 nach § 34 HOAI oder eine besondere Leistung?


    (Ja, die Leistung ist so umfangreich, dass es sich lohnt, diese Frage zu stellen!)