Beiträge von Skeptiker

    Seit gut 30 Jahren gibt es hier ein Thema, dass in der OG Wohnung eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Trotz Lüften, entflüfter und Heizen. Im EG ist das Gegenteil. Hier muss auf die Heizing gestellt werden da die relativ. Luftfeuchtigkeit bei ca. 50% liegt. Der Unterschied ist dass eine lange Aussenwand im EG mit Rigibs Verbund gedämmt ist und im OG nicht.

    Auch ich habe den Verdacht, dass hier zwei gänzlich unabhängige Phänomene mit einander in einen vermeintlichen Bezug gesetzt werden, aber eigentlich keinen ursächlichen Zusammenhang haben.


    Ein möglichen Zusammenhang zwischen der bauphysikalisch sehr kritischen und schadenträchtigen Innendämmung und der hohen Luftfeuchtigkeit ist eher unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist eine noch nicht gefundene Feuchtigkeitsquelle, wie von Alfons Fischer bereits aufgeführt.

    Irre ich mich, oder darf man bei nachträglichen Dämmaßnahmen an Aussenwänden bestehende Abstandsflächenregelungen und dergleichen bewusst verletzen, weil die EnEV hier quasi Priorität genießt?

    Jein: Im Neubau nein, im Bestand ja, wie hier erklärt und auch hier. Aber dabei geht es aber nur um die Duldungspflicht der Nachbarn bei einer nachträglichen Überbauung des eigenen Grundstücks zum Zweck der Anbringung einer Wärmedämmung, also privates Recht.


    Hier greift grundsätzlich aber § 248 BauGB aus dem Bauplanungsrecht und danach ist eine "geringfügige Abweichung" zulässig. Gefunden habe ich die Antwort aus fachkundiger Feder hier. Spannend wird dann aber auch die Antwort auf die nächste Frage, nämlich wieviele Zentimeter "geringfügig" sind und auch ganz baupraktisch wie man den Versatz zu den Nachbarn seriös löst.

    Bei meiner letzten Baubesichtigung ist mir die Verlegung der Leitungen für Strom und Lüftung komisch vorgekommen. Hierzu auch das Bild weiter unten.

    Darauf ist so sicher keine Verlegung von Trittschalldämmung und Estrich unter Einhaltung der a.R.d.T. möglich.


    Gibt es für diese Stelle keine Planung des Bodenaufbaus mit zeichnerischer Darstellung der Schichten und der Trassenverläufe?

    Wie seht Ihr das Detail "Treppenstufenvorderkante" bei reinen Betontreppen ohne Belag und ohne Beschichtung?


    Sollte hier ein Kantenschutzwinkel mit rutschhemmender Oberfläche eingebaut werden oder reicht die scharfe Kante (mit kleiner Fase durch eine Dreikantleiste) aus, um eine Rutschhemmung zu gewährleisten?

    Schöner finde ich die scharfkantige Schalung mit minimaler Abrundung. Bei sicherheitstechnisch anspruchsvollen Bauherrn habe ich schon mehrfach mit denen gearbeitet. Die werden eingegossen, sind robust und optisch erträglich. In dem oben verlinkten Heft des DGUV:

    steht dazu:

    Zitat

    Kantenprofile sind grundsätzlich bündig mit der Stufenoberfläche zu verlegen.

    Ich weiss halt nicht ob ZSpD allein ausreicht bei 15cm Sparren - das wird der Architekt schon ermitteln. Ich will ja jetzt bei "einmal alles neu" auch kein "reicht gerade so für die ENEV" sondern schon etwas "gutes" - was es halt auch immer bedeutet :)

    Da hat Anda im Zweifel mehr eigene Erfahrung, aber ich habe bei Steildächern mit Holzfaserdämmstoffen typischerweise Dämmstärken zwischen 30 und 40 cm, davon meist ca. 10 cm auf den Sparren.

    Hallo Fachleute,


    ich möchte eine Wand zwischen meiner Küche und dem Esszimmer entfernen. Ich habe versucht aus dem Plan der Deckenbauer schlau zu werden...aber leider erschließt sich mir das Thema nicht.

    Geht es Dir um diese Wand?



    liegt diese sogenannte Querrippe irgendwo auf?

    Ja, nach meinem Verständnis zur Hälfte auf der abzureissenden Wand.

    Ich habe nämlich gelesen, dass eine 11,5 Wand im Jahr 1964 sehr wohl tragend gewesen sein könnte.

    So ist es und so scheint es aus meiner Sicht auch hier zu sein.

    Skeptiker Mit deinen "Ausführungen" kann ich GAR NIX anfangen....

    Schade. Ich habe viele Fragen gestellt, da ich nicht verstehe, was da baulich beabsichtigt wurde / wird. Das Konstrukt hat nach der bisherigen Schilderung keinen Sinn und es funktioniert in unterschiedlicher Hinsicht nicht. Die Löcher in der Schweissbahn sind da nur ein Punkt von möglicherweise etlichen Mängeln.

    Also, gibt es jemanden, der mir sagen kann, ob bei diesem Bodenaufbau eine (große) Gefahr besteht, dass Feuchtigkeit aufsteigt?

    Dafür ist es sinnvoll, ja sogar notwendig, mehr zu erfahren, vor allem zuerst die hier bei Dir, Klartextchen planerisch zu berücksichtigende Wassereinwirkungsklasse nach DIN 18533. Hier könnte es sich bspw. um W1.1-E handeln und um W4-E. Ist das richtig? Und dann kann es mit der Planung der fachgerechten Abdichtung richtig losgehen, wofür es aber noch weitere Informationen braucht.


    Dafür muss aber auch der gesamte Bodenaufbau geplant sein und dabei berücksichtigt werden.


    Erst dann, wenn das alles passiert ist, lässt sich die vorhandene Konstruktion im Abgleich mit einer fachgerechten Lösung bewerten. Ich halte es - wie meine Fragen vielleicht andeuten - für ziemlich wahrscheinlich, dass als Urteil am Ende „Murks, bitte einmal von vorne“ herauskommt. Das lässt sich aber wirklich erst nach Beantwortung meiner Fragen begründet sagen.


    Da Du aber eine Antwort auf Deine Frage möchtest, ohne vorher meine Fragen zu beantworten: Keine Ahnung, möglicherweise aber schon. Und: Du hast möglicherweise noch weitere gravierende Probleme, die nicht weniger gefährlich für das Objekt sind.

    Viele, viele Fragen drängen sich auf!


    allgemein:

    • Gibt es eine fachlich gegründete Festlegung aller Schichten des vorgesehenen Bodenaufbaus mit ihren statischen, baupysikalischen und maßlichen Eigenschaften?
    • Wurde diese Festlegung allen beteiligten Gewerken zur Angebotserstellung oder wenigstens zur Ausführung nachvollziehbar kommuniziert?

    im Detail:

    • Welchen Sinn hat es, eine Schweissbahn auf abgerüttelten lose liegenden Tonziegeln zu verschweissen?
    • Weshalb wurde Styrodur (XPS) statt des deutlich günstigeren Styropor (EPS) mit anderen physikalischen Eigenschaften verlegt?
    • Weshalb wurden die Styrodurplatten auf der Abdichtung verlegt?
    • Weshalb wurden die Heizleitungen nicht mit Schlaufen einer KSK auf der Schweissbahn aufgeklebt? (Lassen wir erst einmal dahingestellt, ob das für den beabsichtige Bodenaufbau überhaupt sinnvoll ist, wir kennen ihn ja nicht. Möglich ist es jedenfalls.)
    • Gibt es tatsächlich Styrodur mit einer Nenndicke von 9 cm?
    • Weshalb zerstören in 9 cm starke XPS-Platten eingedrückte Tackerklammern die darunter liegende Abdichtung? (Die Länge der Tackernadeln müsste 9,0 cm + 1,5 cm Außendurchmesser Leitungen = 10,5 cm sein!)
    • Ist es sinnvoll, Heizleitungen auf Styrodur anzutackern?
    • Ist es sinnvoll, einen Zementestrich schwimmend auf Styrodur zu verlegen?

    und noch einmal rein vorsorglich allgemein:

    • Ist die beabsichtigte Umnutzung genehmigungsfähig?
    • Ist der Umbau mit dem Ziel der Umnutzung genehmigt?

    Das in dieser Kette anscheinend fehlende zentrale Glied heißt wohl "Planung" und sollte der Ausführung (normalerweise) vorausgehen.

    Mangelhaft kann die Konstruktion nicht sein, da Bauzeitalter unbekannt

    Wurden USB über ungedämmten Räumen jemals straff gespannt? Oder verwechsle ich da was? Aus einem unbekannten Alter würde ich aber erstmal nur keine Mangelfreiheit ableiten. Klar, dass die heutigen a.R.d.T. nicht angewandt werden können. Ich würde den Bestand aber trotzdem damit abgleichen um ihn dann bewerten zu können. Und für die vorgesehene zusätzlich Dämmung müssen bei deren Fertigstellung dann eh die dann geltenden a.R.d.T. eingehalten werden.


    Für wesentlicher halte ich aber die offensichtlich feststellbare Alterung des Materials.

    Die erste und noch unbeantwortete Frage ist doch die nach dem bestehenden Vertragsverhältnis: GÜ (Generalübernehmer) oder BT (Bauträger)? In beiden Fällen dürfte nach bisherigem Wissensstand aber das finanzielle Risiko vollständig beim Vertragspartner liegen. Wie wird der (angebliche) Mehraufwand formal erklärt?

    Möglicherweise habe ich nicht alles richtig verstanden. Ich sortiere mal nach den mir wichtig erscheinenden unterschiedlichen Aspekten:

    1. Bauplanungsrecht
    2. Bauordnungsrecht
    3. ENEV
    4. Bautechnik

    zu 1.:

    • Du beabsichtigst nach meinem Verständnis eine Umnutzung vom Abstellraum zum Aufenthaltsraum. Dein Architekt scheint keinen Zweifel daran zu haben, dass diese Umnutzung planungsrechtlich genehmigungsfähig ist. (Das Thema ist damit hoffentlich erledigt.)
    • Die Gestaltsatzung gilt davon unabhängig, ist also grundsätzlich weiterhin einzuhalten. Gerade bei der Einhaltung der vorgeschriebenen Kubatur würde ich nur geringe Chancen auf eine Abweichung erwarten. Aber da kommt es auf den einzelnen B-Plan, die Behörde und den Einzelfall an. Vielleicht schreibt Rose24 noch etwas dazu?

    zu 2.:

    • Der Architekt sieht die sich dann ergebende erhöhte Anforderung an die Fenster als Rettungsweg. (Dieses Thema ist baulich lösbar.)

    zu 3.:

    • Aus der Nutzungsänderung folgt eine Verlagerung der thermischen Hülle mit den heute geltenden erhöhten Anforderungen an diese. Die neue Dämmung muss also besser und damit bei den meisten Baustoffen auch dicker werden, als die alte. Dies ist bei der baulichen Umsetzung zu berücksichtigen.

    zu 4.:

    • Die vorhandene Konstruktion scheint nach Deiner Schilderung zu sein
    1. an sich schon (immer) mangelhaft
    2. zusätzlich stark gealtert
    • Ich würde sie auf dem bisherigen Wissensstand deshalb komplett erneuern (lassen), überlasse das fachliche Urteil dazu aber lieber den Praktikern vom Dach Kalle   Elopant und stefan ibold .

    Für die Einhaltung der a.R.d.T. ist die Fertigstellung das relevante Datum. Werkleistungen müssen bei ihrer Fertigstellung bzw. bei ihrer Abnahme den dann geltenden a.R.d.T. entsprechen. Das Datum der Baugenehmigung hat keine Relevanz.


    Es obliegt dem Verarbeiter, zu erkennen, welche im Handel erhältlichen Bauteile den a.R.d.T. entsprechen und nur solche zu verwenden.


    Spannend wird es, wenn der AG eine Ausführung entgegen den a.R.d.T. verlangt und der AN ihn hierauf nicht aufmerksam macht.

    Welche denn, beide? Und Du hast auch beide gefordert? Dass es über einer Kanal-Belüftungsöffnung keinen Deckel braucht, sollte hoffentllich klar sein. Ich meine sogar irgendwo hier gelesen zu haben, dass streng genommen gar kein Deckel drauf gehört.

    So ist es: Seit 2016 hat die Sanitärentlüftung offen zu sein.

    Ich weiß nicht warum, aber nach 5 Jahren (Ende der Gewährleistung) ist eine Schlußbegehung zur Endabnahme festgelegt.

    Nach VOB (dort aber 4 Jahre) und BGB ist das die letzte Gelegenheit, Mängel zu rügen. Die HOAI sieht für Architekten diese Begehung ausdrücklich zum Ende der Gewährleistungszeit in der LP 9 als „Grundleistung“ vor.

    Welcher Gutachter geht bei der Erstabnahme aufs Dach und schaut nach den Aufsätzen ???

    Dafür braucht es keinen Gutachter. Natürlich schaut man sich bei der Abnahme ein so sensibles und schadensträchtiges Bauteil wie ein Dach aus der Nähe und genau an - und beim Flachdach allemal.


    Letzte Woche bin ich mit einen Dachdecker eine gute Stunde lang über 140 m2 flach geneigtes Dach geklettert, bis wir alle Punkte erfasst hatten, an denen er an der Vorleistung des Zimmermanns etwas auszusetzen hatte. Davon war vieles zwar als unberechtigt zurückzuweisen und das ist auch nicht immer so, aber durchaus üblich. Gewissenhafte Handwerker tun das, gründliche Bauherrn auch. Beim Kauf von Wohneigentum nach WEG vom Bauträger wird natürlich spannend, wer für die WEG abnimmt ... die von Bauträger für 5 Jahre eingesetzte Verwaltung?

    Ich vermute 'mal, dass die Herren vom Dach gleich schon allein wegen der Anarbeitung der Abdichtung kritische Anmerkungen zum "etwas geringen" Abstand der Bauteile machen werden - in allen Fällen. :corn:

    Eben las ich im Zusammenhang der Verhaltensänderung von Menschen einen interessanten Satz des Sozialpsychologen Harald Welzer, der für mich sehr gut auch den aktuellen Stand der Debatte um mehr Klimaschutz zusammenfasst:

    Aus der Sozialpsychologie weiß man, dass Wissen und Einsicht allein nicht reichen, um unsere Lebenspraktiken und die Infrastrukturen des Alltags zu verändern. Man weiß, dass das stärkste Moment der Veränderung einer Praxis die Praxis selbst ist.

    Ich verstehe diesen Satz so, dass sich Veränderungen nur durch Vorbildwirkung schneeballartig vollziehen, also eine in der Praxis eine bestimmte kritische Masse veränderter Praxis erreicht werden muss und den weiteren Transformationsprozess dann aus sich selbst anzutreiben.


    (ich stelle grad amüsiert fest, dass die Stiftung zu unseren Nachbarn im selben Gewerbehof gehört - wusste ich noch nicht)

    Jo, und dann mit etwas Entfernung von den Fenstern aus dem Dach.

    Du wirst es nicht glauben, Kalle , aber sogar dafür gibt es a.R.d.T.!

    Niemand - war nur eine Frage, ich bin Laie und habe bei meinen Recherchen im Internet auf allen Abbildungen immer nur senkrechte Fallstränge zum Dach gesehen.

    Das sind schematische Zeichnungen und das läßt sich so einfacher zeichnen. Das Feststoffe führende Rohr ist insofern vom nur Luft führenden Teil zu unterscheiden. Aber das soll mal lieber ThomasMD erklären!