Beiträge von Skeptiker

    In den Zulassungen sowie den Einbauanleitungen wird zwar detailliert auf Wandanschlüsse, Beschläge usw. eingegangen, Aussagen zum Schwellenbereich fehlen aber meistens komplett oder beziehen sich auf den oberen Bereich des Estrichs. Insbesondere fehlen Aussagen, ob und unter welchen Bedingungen die Dämmung unterhalb der Tür durchlaufen darf.

    An eine derartige Diskussion kann ich mich im Zusammenhang eines größeren Gebäudes mit inneren Brandwänden erinnern. Danach waren dort Hohlraum- und Doppelböden zu schotten, brennbare Trittschalldämmungen (EPS) durften aber unter darauf verlegtem schwimmendem Estrich durchlaufen, weil kein Hohlraum das Eindringen von Flammen ermöglichte und weil sie (in jenem Fall) von oben durch einen Zementestrich von 5 cm Stärke bedeckt und damit als vor Hitze ausreichend geschützt bewertet wurden.

    ... wurden die Lauf und Arbeitsflächen durch eine Pappe abgedeckt, welche mit Malerkrepp fixiert wurde.Nach Abschluss dieser Arbeiten und dem entfernen der Abdeckung wurden Teile der Versiegelung durch das Klebeband abgelöst. ... Hier kann doch etwas mit der Versiegelung nicht stimmen ... Malerkrepp sollte doch keine Bodenversiegelung ablösen können.

    Off-Topic:

    "Bio-Vinyl" ... ob das so etwas ähnliches sein soll, wie Linoleum, nur eben doch kein Linoleum? Klingt sehr eigenartig jedenfalls ...


    Doch davon ab: Zu Versiegelungen eines Materials, das ich nicht kenne, kann ich natürlich nichts schreiben, aber zu Malerkrepp: Dieses ist nicht zum längeren Verbleib auf Oberflächen bestimmt. "Länger" ist länger als ein paar Stunden, maximal wenige Tage. Manche Sorten können schon nach einer Klebedauer von nur 5 - 7 Tagen sichtbare Spuren hinterlassen, die Deckschicht des Untergrundes beim Ablösen mitnehmen oder Verfärbungen des Untergrundes auslösen. Auf diese Probleme weisen manche Hersteller ausdrücklich hin.


    Wie lange war es hier verklebt, bevor es abgezogen wurde?

    davon ausgehend, dass es nicht zugelassen wäre, was könnte denn dann passieren?

    Es "säuft ab" = saugt sich voll Wasser und verliert dabei seine Wärmedämmwirkung.

    zersetzt sich das zeug mit der zeit

    möglich, bei Styropor eher unwahrscheinlich

    richtet schäden am gebäude an ...

    Wenn durch die Wassersättigung eine ordentliche Wärmebrücke entstanden ist, sammelt sich bspw. innen irgendwo Kondensat und dann können die lustigsten Sachen passieren: Pilzwachstum ...

    Dazu die kostenlose App " Alfred Camera" und man kann eine Überwachung prima durchführen Vorteil ist .. wenn das alte Handy irgendwo steht oder liegt fällt es nicht als Kamera auf

    Vorsicht, hier schießen grad' teilweise illegale Vorschläge ins Kraut und treiben dabei gefährliche Blüten. Was erlaubt ist und was nicht, wurde hier ganz sachlich und nüchtern zusammengestellt. Ich empfehle, vor Erteilung weiterer Ratschläge oder deren Umsetzung sich mit der juristischen Situation gründlich vertraut zu machen um sich später gravierende Überraschungen zu ersparen.

    Im Handel gibt es Überwachungskameras für den Hausgebrauch mit Verbindung zum Smartphone zu kaufen. Sind die wegen Datenschutz dann überhaupt erlaubt?

    Nach meinem Verständnis nicht. Von Freundinnen habe ich gehört, wie sie damit in einer deutschen Airbnb illegal überwacht wurden und den Vermieter dafür zur Rechenschaft gezogen haben. Sie bekamen am Ende vor Gericht wohl nicht nur die Miete zurück. Es braucht also eine Anzeige / Klage, damit etwas passiert!

    Das Heizen wird aber nicht günstiger, wenn Du den (zeitweise) günstigeren "Heizstrom" durch nicht vergünstigten und deshalb teueren "Haushaltsstrom" ersetzt. Du kannst dabei auch nicht sparen, weil die benötigte Strommenge gleich bleibt. Bei einfachen Elektroheizungen wird für eine kWh Wärme immer eine kWh elektrischer Strom benötigt, egal wie die Wärme aus dem Strom erzeugt wird.

    Bei mit schriftlichen Verträgen gebundenen Firmen ist derartig klar und eindeutig eine Nachvollziehbarkeit gegeben, dass ich noch nie einen vergleichbaren Fall mit fest beschäftigten Mitarbeitern in einem bewohnten Objekt erlebt habe - so doof kann man eigentlich nicht sein. Aber gut, alles hat irgendwann seine Premiere.

    Rechtsgrundlage?

    Hach, da gibt man einmal nicht die Fundstelle an und schon steht man da. Also: Bis zum 28.02.2010 gab es Je nach Bundesland unterschiedliche, da hierzu unterschiedliches Landesrecht besteht und nach den Landesgerichten auch unterschiedlich angewandt zu werden hat. Das brandenburgische Nachbarrecht hattest Du im hier zutreffenden Zusammenhang ja bereits zitiert. In einigen Bundesländern wie B steht der entsprechende Passus im Wassergesetz und zwar im Zusammenhang mit Veränderungen der natürlichen / vorgefundenen Topographie des Grundstücks. Aber seit dem 01.03.2010 regelt § 37 WHG einheitlich für ganz D und eindeutig:

    § 37 Wasserabfluss


    (1) Der natürliche Ablauf wild abfließenden Wassers auf ein tiefer liegendes Grundstück darf nicht zum Nachteil eines höher liegenden Grundstücks behindert werden. Der natürliche Ablauf wild abfließenden Wassers darf nicht zum Nachteil eines tiefer liegenden Grundstücks verstärkt oder auf andere Weise verändert werden.

    Ja, insofern hätte ich deutlich auf die Veränderung des natürlichen Ablaufs hinweisen müssen, was ich hiermit gerne nachhole. Veränderungen des natürlichen Wasserablaufs liegen bei allen baulichen Maßnahmen vor, welche die Wassermenge oder die Fließgeschwindigkeit von Wasser beeinflussen. Genau dies ist beim TS der Fall und so hat er überall in D die zusätzlich auftretende Wassermenge ohne Störungen für die Gemeinde auf seinem Grund zu behalten und dort auch intern abzuleiten.

    ... man sollte Wertsachen auch nicht rumliegen lassen, gerade wenn klar ist das Fremde im Haus sind.

    :thumbsup:


    Dass bei zweimal 50 € da so viel passiert, bezweifle ich auch, aber das war ja auch erstmal nur der Anfang - und es ist die Aufgabe der Polizei sich darum zu kümmern.

    Was wäre eure Empfehlung, um im Wohnzimmer eine Betonoptik (nachhaltig und nicht zu teuer)?

    Die Links gab es schon oben. Meinen Bauherrn mit entsprechenden Wünschen war am Ende Pandomo meistens zu teuer. Solche Böden sind nach einer aktuellen Angebotseinholung keinesfalls unter 60 € (inkl. Mwst.) zu bekommen, eher im unteren dreistelligen Eurobereich / m2. Selbst relativ teures Fertigparkett ist günstiger.

    Wer ist für die Sicherung / Sanierung der Mauer verantwortlich?

    Der Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Mauer steht - sofern es nicht bestehende anderslautende privatrechtliche Vereinbarungen gibt, die hierzu in der Vergangenheit getroffen wurden oder neu getroffen werden.

    Was ist dem Eigentümer des tiefer gelegenen Hauses ggf. zumutbar (finanzielle Beteiligung?

    Weshalb sollte er sich an Kosten zur Instandsetzung fremden Eigentums beteiligen?

    Nutzung seines Grundstücks für Sanierungsarbeiten - wer zahlt ggf. für Schäden, die dabei entstehen)?

    Der obere Nachbar darf allerdings in den meisten Bundesländern sein Leiter- und Hammerschlagsrecht für die Instandsetzung rechtzeitig beim betroffenen Nachbarn anmelden und den Zugang erhalten und bspw. für die Dauer von Arbeiten ein Gerüst stellen und Material anliefern etc.. Ggf. wird dafür eine Miete fällig. Dabei hat er aber den Ursprungszustand des Grundstücks wieder herzustellen bzw. auf seine Kosten herstellen zu lassen. Die Details sind dabei je nach Bundesland in D etwas unterschiedlich im jeweiligen Nachbarrechtsgesetz (o.ä.) geregelt - sofern es ein solches gibt.

    Und, last but not least: In welchem Dokument ist so etwas geregelt?

    Das jeweilige Nachbarrecht gilt - so es existiert. In einem privatrechtlichen Vertrag kann es im Einzelfall abweichend geregelt sein und eventuell, sofern eine öffentlich rechtlich verzeichnete Baulast vorliegt, sogar im öffentlichen Baulastenverzeichnis eingetragen sein. Auch dies ist je nach Bundesland noch einmal unterschiedlich.

    Aber ist es nicht so das bei Starkregen das Wasser auf die Straße laufen darf?

    Nein, kein Nachbar (auch die Gemeinde als Eigentümerin der Straße ist Nachbarin!) muss das Eindringen von Niederschlagswasser dulden - auch nicht bei Starkregen.


    Deine Argumentation:

    naja das geht jetzt nicht mehr, weil links und rechts ja wie gesagt einer Mauer ist. zudem müsste ich dann ja nicht nur die ganze Mauer wieder weg nahmen sondern darunter dann eine unterirdische Rigole bauen. ...

    setzt ausschließlich auf die Macht des Faktischen (und Unzulässigen).


    Würdest Du Dich umgekehrt damit arrangieren, dass Dein Nachbar sagt, er habe seine Grundstückserhöhung nun einmal schon fertiggestellt und möge sie nicht mehr umbauen? Die Rechtslage ist eindeutig und hier wurde vor der Ausführung offensichtlich leider nicht ausreichend nachgedacht (= es wurde auf Planung verzichtet).

    und ich dachte, scheine wären nummeriert und somit individualisiert ...

    Schon, aber aus der Nummer allein lässt sich aber noch nicht ableiten, wer den Schein an den Fundort (also zum vermutlich unrechtmäßigen Besitzer) gebracht hat. Dafür müssen schon die Fingerabdrücke des Täters auf dem Schein oder bei engem persönlichen Kontakt noch sinnvoller frische Spuren des Geldes an den Fingern des Diebes sein. Genau darum ging es in dem von mir geschilderten Fall. Und mit der unter UV-Licht sichtbar gewordenen Färbung der Hände einer Person war es schlagartig aus mit der geplanten Hochzeit. Der Handwerker war es dort jedenfalls nicht.


    (Als Handwerker kann man kaum so dumm sein, in einem Haushalt lange Finger zu machen - noch dazu wenn man allein dort ist. Aber es gibt eben auch weniger kriminelle Zeitgenossen.)


    Die Sache gehört jedenfalls in D nicht in die Hände des Architekten (auch wenn wir immer für alles verantwortlich sind), sondern in die der Polizei.

    In meiner weiteren Familie gab es mal einen ähnlichen Fall. Die Kripo wurde eingeschaltet und hat mit unsichtbar behandelten / präparierten Scheinen eine Falle gestellt. Das Ergebnis war eindeutig, aber für alle Beteiligten sehr überraschend und teilweise auch peinlich. Der Verdächtige war unschuldig. Kurz danach nahm jener Teil der Familie nur noch mit einer Person weniger an einer Familienfeier teil.

    Dazu mal eine wertfreie Frage: Zu wieviel Prozent sollte die Außenansicht eines Gebäudes gegenüber der Gebrauchstauglichkeit im Inneren in die Wertung eingehen?

    beides zu 100 Prozent, denn genau das ist Architektur: Der seit Vitruv beschriebene Dreiklang von

    • firmitas
    • utilitas
    • venustas

    die gleichwertig nebeneinander stehen und alle immer zu bedenken sind, auch wenn das heute vielleicht noch etwas komplizierter geworden ist.