Beiträge von Skeptiker

    Pflastersteine aus Beton sind jetzt nicht unbedingt mein Fachgebiet, aber sollte ich trotzdem mal in die Verlegenheit kommen und zum hier geschilderten Sachverhalt "gutachterlich" Stellung nehmen zu müssen und dann nach fünf Minuten googlen auf so einen Artikel zu stoßen, würde ich mich freundlich für den Auftrag bedanken und vom Stundensatz ordentlich was übrig haben...

    :thumbsup:


    Nach nicht ganz einfacher Lektüre zitiere ich das Fazit:

    Zitat

    Eine ungleichmäßige Abtrocknung von Betonpflas- tersteinen innerhalb einer größeren zusammenhängenden Flächenbefestigung ist nichts Ungewöhnliches. Das ungleichmäßige Abtrocknungsverhalten der Produkte wird auch durch Versuche unter Laborbedingungen bestätigt. Die Zeitdauer bis zu einer augenscheinlich trockenen Oberfläche der Steine hängt sowohl von der Wassermenge, die der einzelne Stein aufgenommen hat, als auch von dessen Oberflächentextur und dessen Hohlraumstruktur nahe der Steinoberfläche ab. Außerdem ist das Abtrocknungsverhalten in situ wesentlich von der Exposition der betroffenen Fläche abhängig.


    Eine vergleichsweise lange Abtrocknungsdauer kann – bezogen auf das betreffende Produkt – ein Hinweis auf dessen Fehlerhaftigkeit sein, sie muss eine solche jedoch nicht zwangsläufig bedeuten. Ein Grenzwert kann hier aus mehreren Gründen nicht genannt werden. Zum einen sind die Einflüsse auf das Abtrocknungsverhalten – wie bereits erläutert – vielfältig, zum anderen ist ein Prüfverfahren zur Bestimmung des Abtrocknungsverhaltens von Betonpflastersteinen in abgestimmter Form weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene dokumentiert. Auch lassen sich die vom Verfasser durchgeführten Laborversuche unter Anwendung individuell gewählter Versuchsbedingungen und insbesondere die dabei ermittelten Abtrocknungszeiten nicht auf die Verhältnisse in der Praxis übertragen, da in der Praxis stets unterschiedliche Einflüsse, z.B. hinsichtlich der Exposition, vorhanden sind. Im Fall von Meinungsverschiedenheiten über das Abtrocknungsverhalten und damit einhergehender Zweifel an der Normkonformität der Pflastersteine sollten die streitenden Parteien gegebenenfalls die normgemäßen Prüfverfahren im Hinblick auf die Wasseraufnahme und auf die Frost-Tausalz-Widerstandsfähigkeit veranlassen. Nur die Ergebnisse aus diesen Prüfungen lassen einen objektiven Vergleich der ermittelten Produkteigenschaften mit denen zu, die in der DIN EN 1338 festgelegt sind. Es sei der Hinweis gestattet, dass die streitenden Parteien im Voraus über den Umfang durchzuführender Untersuchungen sowie die Übernahme der Kosten Einvernehmen erzielen sollten.

    Und über diesen Anwalt kann man nur den Kopf schütteln. Fachanwalt ist er hoffentlich nicht!

    Off-Topic:

    Das Ding läuft ja hier wohl komplett aus dem Ruder *** HILFERUF an die MODS :D

    wenn es mit einem Hilferuf an die Mods 'mal ernst gemeint sein sollte: Mit dem kleinen Ausrufezeichen-Symbol am unteren rechten Rand dieses Feldes "Inhalt melden". Ein Konversation der meldenden Person mit allen Mods wird dann automatisch gestartet!

    Es wäre aber angenehmer gewesen zu lesen "ihr solltet darauf achten, dass die Haustür so nicht optimal ist weil...", "Im Bad wäre es eine bessere Lösung wenn..." oder oder oder

    Du hattest gefragt, wer die Größe der Wohnfläche professionell überprüfen kann. Diese Frage wurde umgehend beantwortet. Entwurfskritik war ursprünglich nicht gefragt. Aber Diskussionen entwickeln sich nun einmal weiter ...

    Trotzdem habe ich mir von Experten und Erfahrenen mehr Professionalität erhofft.

    Professionalität kann man berechtigterweise im beruflichen Umfeld erwarten. Hier sind alle freiwillig und in ihrer Freizeit unterwegs. Erwarten kann man natürlich auch dort alles, wonach einem der Sinn steht. Überzogen ist es aber in jedem Fall, eine konkrete Frage zu stellen und danach zu bemängeln, dass zu einer nicht gestellten anderen Frage keine professionellen Antworten gegeben wurden und gleichzeitig zu erklären, selbst unpassende und ungeeignete Grundlagen dafür vorgelegt zu haben.


    Wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, kann es auch an den Erwartungen liegen oder daran, wie diese kommuniziert werden.


    Im Übrigen fand ich einige Antworten zwar kritisch, aber nicht zu bemängeln. Und ja, Dritte schreiben dann auch über Dinge, welche die Fragesteller nur eingeschränkt oder nicht interessieren, aber ein Forum ist keine exklusive Konsultation eines Experten. Die kann man bezahlt, aber dann an anderem Ort, erhalten.

    ohne auf den Inhalt im Detail einzugehen:

    • der Kollege ist mir in seiner Arbeitsweise sympathisch, könnte so ähnlich auch von mir kommen, guter Mann!
    • V 1 ist mit dem direkten Weg / Blick zum Fenster der Küche beim Eintritt offen und großzügig - hat aber eben auch den direkten Blick in die Küche - nicht schlecht, aber muss man mögen.
    • V 3 ist wirklich offen und großzügig, gefällt mir sehr mit den beiden parallelen Wegen über die Stufen zum Essen hinab, erstmal mein Liebling!
    • V4 ist mir in allen Untervarianten mit dem Zugang gegen die Wand der Küche und der resultierend abknickenden Wegeführung etwas zu wenig einladend und etwas dunkel, geht so aber auch.
    • ich vermisse Ansichten / Schnitte und die Umgebung in einem Lageplan

    insgesamt: das wird schon! :thumbsup:

    Also ich würde sagen dass der Threadersteller den Betonstein in der identischen Farbe ...

    kann man so natürlich sagen, der Anschein an der Ecke spricht aber deutlich dagegen! Ich hingegen würde sagen, dass der Threadersteller vermutlich aus gutem Grund auf die Frage ...

    Macht hier das unterschiedliche Abtrocknen den Farbunterschied zwischen Rand und Dekorstreifen oder sind die Dekorstreifen planmäßig heller und wie von mir vermutet als sichtbare "Dekorstreifen" gedacht?

    bisher noch nicht geantwortet hat, mag mich aber natürlich auch irren.

    Auf vielen Info-Seiten habe ich bisher auch immer gelesen, dass Trockenbauwand geringfügig schlechter im Schallschutz ist (dafür hat die Trockenbauwand andere Vorteile).


    Link: Massivbauwand versus Trockenbauwand: Vor- und Nachteile | MioTools.de

    Sorry, aber das ist keine "Info-Seite", sondern redaktioneller Begleittext für Werbeflächen und inhaltlich teilweise zumindest missverständlich, wenn nicht sogar falsch: Weder die Aussagen zum Schallschutz, noch die zum Brandschutz sind mit Zahlenwerten belegt, von der benutzten Begrifflichkeit ganz abgesehen: "Nicht brennbar" sind beide Baustoffe, die Feuerwiderstandsklassifikation hat damit nichts zu tun und wird je nach Bezugssystem in XXX-30 / ...-60 / ...-90 / ...-120 / ... angegeben ...


    Das ist auf dem inhaltlichen Niveau einer Boulevardzeitung mit großen Buchstaben und blutroten Lettern geschrieben!

    Im übrigen ist es ja mitnichten so, dass der Architekt bei Lph 8 24/7 auf der Baustelle anwesend ist.

    Völlig richtig - was aber auch niemand behauptet hatte, oder?


    Vor zwei Jahren habe ich bewußt und angekündigt ein Experiment gemacht, als die Bauherrin eines von mir bereits bis dahin voll betreuten kleinen Umbaus das Honorar für die Bauleitung nach HOAI zu hoch fand: Wir haben vereinbart, dass ich zum Stundensatz ausschließlich zu den von ihr ausdrücklich gewünschten Zeitpunkten / Problemen auf die Baustelle komme, maximal aber der Satz nach HOAI bezahlt wird. Auch die Koordination, schriftliche Korrespondenz und die Rechnungsprüfung sollten nur zum Nachweis abgerechnet werden. Am Ende lag die Differenz im unteren einstelligen Prozentbereich bzw. bei wenigen hundert €. Wenn man sich also auf das objektiv erforderliche Maß an Kontrolle beschränkt, wird "Objektüberwachung" nicht wesentlich günstiger als nach HOAI bzw. bei "Vollbeauftragung" der Grundleistungen.

    Muster soll wahrscheinlich auch sein, nur werden (Ratemodus) die hellgrauen Steine schneller trocken als die dunkelgrauen. Kann man auf dem Übersichtsbild an der Hausecke erkennen, wo die dunkelgrauen nicht sooo dunkel sind. (Regenschatten)

    Ahhhh, tatsächlich, jetzt sehe ich es auch. Vielleicht sollte ich meine Jeans 'mal reklamieren, die sind an den Beinen immer schon trocken, wenn sie am Bund noch leicht feucht sind!

    Es gibt unterschiedliche Regelwerke für die Flächenermittlung die sich vor allem in der Anrechnung von Flächen mit reduzierter Raumhöhe und Verkehrsflächen unterscheiden. Es kommt also darauf an, welche Berechnungsgrundlage vereinbart wurde. Nur dann können deren Regeln mit den angewandten verglichen werden. Welche Regeln waren vereinbart: DIN 277, WoFlV oder ... ??? Und erbracht natürlich einen maßstäblichen, besser eindeutig bemalten Grundriss und mind. einen Schnitt durch Treppe und quer durchs Dach.


    Solche Vergleiche können mit Wohnbau und den jeweiligen Regeln vertraute Planende (Bauings. oder Architekten, eventuell auch Bauzeichnerinnen oder Bauzeichner) innerhalb von einer, höchstens zwei Stunden erledigen. Die Kosten dafür dürften bei einem EFH zwischen 100 und 300 € liegen. In einem Extremfall hat mein Mitarbeiter einmal 5 Stunden für ein hoch kompliziertes Dachgeschoss gebraucht.


    Aber was bringt diese Überprüfung? Das Haus wird dadurch weder größer noch billiger!

    Daher, 11,5 Ziegel + Putz wären kein Problem bei meiner Raumhöhe. Würde daher trotzdem Ziegelwand der Trockenbauwand vorziehen. Ggf. könnte ich sogar mit der Rohdichte etwas höher fahren (Bsp. WC/BAD zu restlichen Zimmern). Ob sich dann irgendwelche ZIS-Ziegel sich lohnen, zwecks Schalloptimierung, da lese ich mich noch ein auf Schlagmann.

    Wenn Du meinst ... Fast alle Ziegelwände (ausdrücklich Ziegel, nicht: "Wände aus künstlichen Steinen"!) haben aufgrund ihrer geringen Masse ein schlechteres Schalldämmvermögen als Trockenbauwände der selben Wandstärke. Die Ziegelanbieter haben deshalb inzwischen Ziegel zum Ausbetonieren für innere Trennwände im Angebot. Relevant sind dabei vor allem die Wände von Schlaf- und heimischen Arbeitsräumen bzw. zwischen Wohnungen.

    Jegliche Maßnahmen die durchgeführt werden dürfen nur von zertifizierten Handwerkern (TRGS 519 Nr. 2.7 Anlage 3 ist nachzuweisen) bearbeitet werden. Das ist nicht einfach ein billighandwerker der die Platten da einfach rausschneidet. Die kommen ...

    Hier im Forum ist leider aus den vergangenen Jahren mehrfach nachzulesen, dass es nicht immer und überall (ganz) so abläuft, wie es ablaufen soll und in einem hier geschilderten Fall sich anfangs sogar die zuständige Polizei weigerte, den Fall zu bearbeiten, überhaupt erst einmal aufzunehmen.


    Hier war leider auch schon von Laien zum lesen, die erst munter sorglos drauflos gearbeitet haben und Jahre später plötzlich massive Sorge um ihre Lunge zu entwickeln begannen. Insofern ist es gut, dass Du Dir frühzeitig Gedanken machst, aber Dein Blick sollte einerseits trotzdem weiter kritisch bleiben und das eigene Handeln dabei auch darauf geprüft werden, dass keine unnötigen Belastung produziert werden. Andererseits sollte auch das Handeln der Profis kritisch kontrolliert werden, denn die sind nicht immer ganz so vorsichtig, wie man das nach der TRGS 519 erwarten würde.

    Als Architekt bin ich voreingenommen. Ja, ich halte meine Arbeit, die Arbeit unseres gesamten Berufsstandes, für sinnvoll und ihre Inanspruchnahme damit auch.


    Zu Deinen Punkten:


    1. GU schlagen üblicherweise ungefähr ca. 15 % (Daumenwert) auf eingekaufte Leistungen auf. Bezogen auf ein Volumen von 360.000 € (inkl. Mwst.) wären das ca. 54.000 €, zusammen also rd. 415.000 €. Dafür bekommst Du dann zwar alle Leistungen aus einer Hand und meist auch eine leidliche Koordinierung der Leistungen, aber keine Planung und auch nicht unbedingt eine fachlich qualifizierte Bauleitung. Planung kostet definitiv extra. Wäre die Planung inklusive, bräuchte es einen GÜ "Generalübernehmer", denn dieser plant auch. Dafür bedient er sich oft externer freier Architekten. Für deren Leistungen gilt wieder das selbe wie für einen GU. Wenn sie billiger sind als bei Direktbeauftragung, dann sicherlich nicht aus Nettigkeit.


    2. Architekten errechnen aus den selben 360.000 € (inkl. Mwst.) anrechenbare Kosten von rd. 300.000 € inkl. Mwst. und daraus wiederum ein Honorar von rd. 65.000 € inkl. Mwst. Das macht dann zusammen 425.000 € inkl. Planung und Bauleitung. Du hast vermutlich einen hier zu erwartenden Umbauzuschlag von 25 % - 50 % übersehen. Ich habe dafür mit 35 % gerechnet und Nebenkosten von 5 %.


    3. Ganz ohne fachliche Unterstützung kann man das auch machen. Es ist eine wenig so, als wenn man mit der Krankschreibung von Arzt oder Ärztin in die Apotheke geht - ohne Rezept und ohne zu wissen, ob eine medikamentöse Behandlung überhaupt sinnvoll ist. Es gibt als keine Planung, keine Koordination der Gewerke und keine fachliche Kontrolle der Ausführung oder Abrechnung. Um im Bild zu bleiben: Krebsbehandlung allein mit der Krankschreibung, ohne Therapievorschlag und ohne Erfolgskontrolle.

    Die Frage ist also, wie kann man den Kreis der mitverdienenden klein halten, aber den Umbau dennoch als Gesamtprojekt sinnvoll gestalten.

    Wenn es Dir um's "Mitverdienen" geht, mach einfach alles selbst: Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung, Abrechnung. Wenn es Dir um Effizienz geht, erwäge vielleicht doch die Hinzuziehung externen Sachverstandes - vor der Ausführung oder auch erst hinterher. Nach meiner Erfahrung als SV ist die Mangelbeseitigung immer teuerer, wenn man schon gebaut hat ... "ach hätten wir doch ... und uns hat auch niemand gesagt, dass ...".

    wir ... möchten die 1969 errichtete Bar im Keller zu Wohnraum umfunktionieren. Beim Abreißen der Bar sind uns die Deckenplatten erstmals wirklich aufgefallen. Hier wurden damals Akustikdämmplatten verbaut.


    Bei genauem Betrachten im Licht glitzert die offene Stelle der Platte (ähnlich Glaswolle). Bei Berührung mit der Haut fängt diese an zu jucken (ebenfalls wie Glaswolle).


    ... haben ... nun Bammel, dass hier Asbest enthalten sein könnte. .., dass diese 1968 - 1969 verbaut wurden.

    Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den sichtbaren Fasern wie in diesem angepinnten Post beschrieben um KMF, was für die Gefährlichkeit und die Vorgaben zum Ausbau aber nur einen graduellen Unterschied macht. Zur Anlieferung bei einem Schadstoffentsorger ist eine vorherige Analyse erforderlich. Diese gibt dann auch an, was genau enthalten ist. Die formalen Vorgaben an die Analyse bitte beim lokalen / regionalen Schadstoffentsorger erfragen. Meine letzten Analysen kosteten jeweils etwas unter 100 €, die Entsorgung wurde allerdings deutlich teurer. Um welche Menge geht es denn?

    Könnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass man so einer neuen Decke aus Beton nur Trockenbau verwenden darf.

    Es kommt auf die Bemessung an. Aber weshalb "nur"? Trockenbauwände haben viele Vorteile vom hervorragenden Schallschutz über die Installationsführung bis hin zu den Kosten.

    Was der Anwalt mit diesem Ansatz erreichen will, erschließt sich mir als juristischem Laien nicht. Auf diesem Weg will er offensichtlich den Bezug auf eine Norm, die Qualitäten (zu Deinen Gunsten) regelt / regeln könnte - ausdrücklich ausschließen. Er entzieht nach Deiner Schilderung aber gerade Dir den Boden, auf dem die Durchsetzung einer bestimmten Qualität (hier: gleichmäßige Abtrocknung) verlangt werden könnte - wenn sie denn überhaupt darin geregelt ist. Hat er, hast Du, überhaupt schon in diese Norm hineingeschaut? Was steht darin, das bei Dir nicht gelten soll?


    Bei Dir wurden anscheinend keine konkreten Produkteigenschaften vereinbart und die (gesetzlich immer gegebene) Anwendung der a.R.d.T., aus der sie dennoch abgeleitet werden könnten, wird von Deinem Anwalt explizit bestritten. Ich verstehe es nicht.


    Für Verbraucher ist ohne explizite Vereinbarungen in den allermeisten Fällen der Bezug auf die a.R.d.T. der universale Rettungsanker. Die Leine zu diesem kappt man nur, wenn man unbedingt muss. Anders gesagt: Wenn man schon nur noch ein Bein hat, wird die Amputation des noch verbliebenen zweiten die Fähigkeit zu Laufen sicher nicht verbessern.

    Macht hier das unterschiedliche Abtrocknen den Farbunterschied zwischen Rand und Dekorstreifen oder sind die Dekorstreifen planmäßig heller und wie von mir vermutet als sichtbare "Dekorstreifen" gedacht?


    (uups, R.B. war mit seinem inhaltlich gleichem Beitrag schneller)

    Ich verstehe es nicht ganz. Heften sich diese Schadstoffe (Pak, Formaldehyd) denn beim ausdünsten auch an Textilien, die in den Räumen sind?

    Ob sich Formaldehyd auch in Textilien aus Formaldehyd-belasteter Raumluft nachweisen lässt, weiß ich nicht. In einem der beiden beschriebenen Fälle wurde es allerdings tatsächlich auf diesem Weg auch außerhalb der belasteten Räume wahrgenommen und so entdeckt. Ich habe keine Ahnung, ob das repräsentiv ist oder nur ein Zufall war. Die Belastung von Textilien interessiert mich bei Gebäuden naheliegenderweise nicht. Mit PAK habe ich keine Erfahrung.

    Wie ich schrieb, ist Formaldehyd ein typischer Luftschadstoff vor allem für die mit Spanplatten gebauten "Fertighäuser" der 1960er und 1970er Jahre.


    Als natürliches Stoffwechselprodukt gibt es Formaldehyd schon länger als die Menschheit, vermutlich länger als Säugetiere. Synthetisch hergestellt und gehandelt wird es erst seit ca. 1880.


    Typische Quellen sind ältere Holzwerkstoffplatten (meist Spanplatten), selten frisches Massivholz. Mineralische Massivbauten sind davon allenfalls durch den Ausbau oder alte Möbel betroffen.


    Wie immer: Sicherheit bringt nur eine qualifizierte Analyse!

    KatMat Wenn es wirklich Pak wären, heften die sich an Textilien und Kleidung? Ich finde, die Kleidung und Textilien in den Räumen riecht so kalt-feucht-rauchig-muffig.

    Das liest sich für mich nicht nach PAK.


    In zwei Objekten, deren Schadstoffsanierung ich begleitet habe, wurde genau diese Beschreibung gegeben, weshalb ich anfangs Befall mit Schimmelpilzen vermutete, diese aber selbst nicht finden konnte und auch nur in sehr geringem Umfang Feuchte messtechnisch finden konnte. Nach mehreren Beprobungen mit unterschiedlicher Zielrichtung gab es nur einen definitiv nachweisbaren Schadstoff: Formaldehyd aus Ausdünstungen der Spanplatten der Wände dieser "Fertighäuser" aus den späten 60er / frühen 70er Jahren.


    Seitdem weiß ich, dass Formaldehyd - anders als in sachlichen Beschreibungen des Stoffes zu lesen - gelegentlich in der Praxis als "Schimmel-" oder "Moder-" -Geruch wahrgenommen bzw. beschrieben wird.

    Auf "Maß" werden diese zwar nicht gefertigt, aber es gibt sie in engen Abstufungen, und den Rest muss man zur Not mit Blenden überbrücken.

    Der von mir oben verlinkte Hersteller hat ein Angebot, in welchem er Höhen und Breiten in einem sehr großen Spektrum von Möglichkeiten miteinander kombinierbar macht. Dabei bezeichnet er bestimmte abgestufte Maße als "Normmaße", aus denen sich im Raster des okametrischen Systems für Rohbaumaße dann ca. 50 "Normformate" errechnen. Wenn man diese dann weiter mit den Möglichkeiten für Materialien, Oberflächen, Beschläge, Schlupftüren, Antriebe und Blenden multipliziert, ergeben sich allein daraus bereits tausende von Kombinationsmöglichkeiten, die ich schon als "Individualfertigung" bezeichnen würde. Oben hatte ich maßgeschneidert geschrieben. Und praktisch bietet z.B. Hörmann typbezogen auch (fast) alle denkbaren Zwischenmaße dieses Systems zu sehr, sehr moderaten Mehrpreisen an, so dass ich im Ergebnis wirklich eher von einer "Maßfertigung" sprechen würde. Ich habe jedenfalls noch nie Öffnungen für Sektion- oder Rolltore passend zum "Standard-Lieferprogramm" eines Herstellers geplant, zumal man bei der Rohbauplanung bei freier Beauftragung den Hersteller eh noch nicht kennt. Beim Bauträger mag das anders sein, aber in dem Bereich bin ich nicht tätig.


    Auf jeden Fall lässt sich praktisch immer eine maßlich passende Lösung finden - im Gespräch mit der Beratung der Hersteller.