Beiträge von Der Bauamateur

    Selbst wenn es gehen würde, dass man Sondereigentum am Dach erwirbt (woran ich erhebliche Zweifel habe), wäre das Risiko für die Eigentümer so groß, dass für einen Verkauf eingentlich nur eine der drei Konditionen wahr sein muss:

    - Der Verkäufer ist entweder sehr verzweifelt oder

    - sehr naiv oder

    - der Kaufpreis ist ganz erheblich


    Mein Ratschlag: vergeudet Euren Enthusiasmus nicht auf juristisch hoch komplexe Gebilde, sondern konzentriert Euch auf das Kernanliegen. Dazu braucht Ihr kein Eigentum, sondern nur die entsprechenden Nutzungsverträge (siehe Beiträge von Skeptiker und Roth).


    Wenn Ihr in der Altstadt seid, dann schaut auch mal auf die Gestaltungssatzung bzw. Denkmalschutz, bei uns sind PV-Anlagen im Altstadtgebiet de facto unmöglich.

    seh ich nicht so. Lösung ist wie es auch die Welternährungsorg. sieht, das aber die Großkonzerne nicht hören wollen.

    Weniger wird nur produziert, wenn die Nachfrage sinkt. Also: weniger Fleisch essen, weniger Milch trinken. Landwirtschaft braucht nunmal Land und für den gleichen Energie-Output an Kalorien ist der Anbau von Futterpflanzen für die Tierhaltung (insbesondere Rinder) deutlich ineffizienter als Futterpflanzen für menschlichen Konsum. Das gilt gerade für Soja. Wenn der Regenwald dafür nicht gerodet werden soll, müssen es weniger Rinder insgesamt werden, muss weniger Fleisch und Milch konsumiert werden. Anfangen kann jeder bei sich selbst.


    Es macht aber auch keinen Sinn, eine kleinbäuerliche Milchviehhaltung mit 40 Tieren pro Herde als Lösung zu propagieren, nur weil die besonders dicht am Konsumenten dran ist. Die Mehrheit der Konsumenten wohnt demnächst in Großstadtagglomerationen, die solche Vorstellungen völlig ad absurdum führen. Wer die düsteren Ställe mit Anbindehaltung in Bayern kennt, der wird die wohl kaum als Zukunft der Viehhaltung propagieren können. Nur weil die Herde klein ist, heißt dass nicht, dass die Kühe besser oder ökologischer gehalten werden. Nur weil die Herde klein ist, heißt das auch nicht, dass keine Hochleistungs-Milchrinder gehalten werden. Es ist eine romantische Verklärung der kleinbäuerlichen Viehhaltung, dass dort alte Rassen gezüchtet werden, wo jedes Vieh mit Namen angesprochen, umsorgt und gehegt wird. Das gibt es auf Bio-Höfen mit einem eigenen Nischenmarkt, für die Masse der Betriebe ist das Rind aber ein NUTZ-Tier, dessen Output unter der Prämisse der Nutzenoptimierung gesteuert wird. Das hat mit Größe wenig zu tun. Das ist in etwa so, als würde man behaupten, dass kleine Unternehmen bessere Löhne zahlen, nur weil der Chef jeden Mitarbeiter mit Namen kennt. In der Fläche ist aber das Gegenteil der Fall.


    Die Alternative für konventionelle Milcherzeugung sind nicht notwendigerweise Großkonzerne, aber eben weniger Betriebe, die größer sind.

    40 Kühe sind zwar ziemlich klein, entspricht aber einer durchschnittlichen Herdengröße in Bayern. In Ostdeutschland, wo die großen Milchviehbetriebe stehen, ist der Durchschnitt deutlich jenseits der 100 Kühe, da sind Betriebe von 800 Tieren +x auch nicht so selten. In der Industrielogik liegen die Größenvorteile auf der Hand und auch für das Tierwohl sind kleine Betriebe nicht unbedingt besser, in Bayern ist z.B. die Anbindehaltung immer noch verbreitet.


    Das ökologische Problem der Rinderhaltung an sich ist aber der Flächenverbrauch fürs Futter und die Ausscheidungen (Gülle und Methan). Beides lässt sich durch das Konzept nicht einfangen. Ceteris paribus ist ein großer Freilaufstall mit Melkrobotern, 24h-Schichtüberwachung, regelmäßiger Tierärztlicher Kontrolle etc. deutlich besser, als 20 Kleinställe.

    Dazu sollte man auch wissen, dass die Niederlande jedes Jahr Gülle in erheblichen Mengen nach Deutschland exportiert, die dann vor allem in NRW regelrecht verklappt wird auf den Feldern, so dass wir ein echtes Nitrat-Problem im Grundwasser haben. Müssten die Holländer Ihre Gülle selbst irgendwie verarbeiten, müsste der Rinderbestand dort erstmal deutlich abgebaut werden. Und das ist am Ende auch die einzige Lösung: weniger Milch trinken und weniger Rind essen.

    Das mit der Erdreichkontamination ist interessant. Über was informiere ich mich da? Öl ausgelaufen? Radon?

    Radonbelastung hängt maßgeblich von 2 Faktoren ab:

    1. Geologische "Vorbelastung" des Untergrundes. Wir haben z.B. in Sachsen teilweise ein Radon-Problem, ganz einfach weil das Gestein in einigen Regionen erhöhte Uran-Anteile aufweist (Gab ja auch Uranabbau im Erzgebirge). In der Schweiz gibt es einige Gegenden mit hoher Radon-Belastung, da würde ich mich auf jeden Fall regionalspezifisch informieren.

    2. Bauart des Kellers: Problematisch sind die Zerfallsprodukte von Radon, die sich vor allem in ungelüfteten Kellern ansammeln können, wo keine vernünftige Kellerabdichtung den Eintritt in die Räume verhindert. Wir haben auch einen alten Gewöbekeller ohne Bodenplatte, aber der ist auch nicht abgedichtet, da sind 4 Luft/Lichteinlässe, die nur mit Mäusegitter verschlossen sind. Daher haben wir da auf weitere Maßnahmen i.S. Radon verzichtet.


    schon . und so genügsam sie auch ist , so wirklich vorstellen kann ich mir nicht , dass sie auf dachsubstrat was wird .

    lavendel auf dachdiät wird es mit dem wuchern nicht übertreiben , da hält sich der schneideaufwand sehr in grenzen .

    lavendel kann ich mir auf dem dach vorstellen , auch bei 7 cm


    schnittlauch kann dachbegrünung ganz gut , wobei er es dann eher als dachbeblühung ausführt ,

    Den Lavendel als vorgezogene Pflanze oder als Aussaat? Für die Aussaat könnten wir auf unsere bestehenden Lavendel zurückgreifen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die sich durchsetzen können.

    Die Schnittlauch-Idee ist gut, da das Carport in den Hang hinein gebaut ist, erreicht man an einer Seite das Dach mit einem einfachen Höckerchen oder Tritt. Dann legen wir da eine Kräuterecke an...

    Der Bauamateur

    Kommt darauf an, ob der Bewuchs pflegeleicht oder -intensiv sein soll, besonnt oder nicht, bewässert oder nicht, so sagte es uns der GaLaBauer vor der Bepflanzung.

    Pflegeleicht, bis keine Pflege, Wasser kommt nur vom Himmel, Sonne auch - fast den ganzen Tag außer vielleicht die ersten 1-2 Morgenstunden.

    Den Lavendel könnte man ja auflagernah in einen Pflanzring setzen, wenn der Statiker nichts dagegen hat. 30 cm Gesamthöhe des Substrats reichen für Lavendel nach meiner Erfahrung völlig aus - jedenfalls bei uns. Der steht da jetzt schon 10 Jahre und hat inzwischen einen Durchmesser von gut einem Meter erreicht - bei ganztägiger Sonne.


    Das mit dem Lavendel lasse ich lieber bleiben, als jetzt irgendwelche potthäßlichen Pflanzringe auf unser schönes Carport zu setzen. Wir pflanzen viel Lavendel auf unsere steinig-sandigen Böden, da muss er ja nicht unbedingt noch aufs Dach...

    Liebe Foristen,


    auf unserem Carport/Schuppen wollen wir ein Gründach von ca. 65m² Fläche anlegen. Das Dach hat eine Neigung von ca. 4°, nach Norden abfallend. Substratstärke ca. 7 cm.


    Was könnte man neben dem klassischen Sedum als Bepflanzung empfehlen? Ich hatte die folgenden Ideen:

    - Mauerpfeffer

    - Blühender Thymian

    - Lavendel (bin mir aber nicht sicher ob das Substrat ausreicht)

    - Steinkraut

    - Blaukissen

    Diverse Wildblumen (Mohn, Karthäusernelken,Margeritten, Kamille etc.)


    Irgendwelche Ideen/Anregungen

    Aus wessen Sicht? Als Bürge bringt Dir das sicherlich keine Vorteile, als Gläubiger schon. Wie immer gilt der Grundsatz: von Experten beraten lassen!


    Bin kein Zivilrechtler, daher ist das nachstehende am Ende nicht belastbar, aber die eine oder andere Bürgschaftserklärung hatte ich bei meinen Baumandaten schon in der Hand... §768 BGB ist beim Bau m.E. wegen der Mängeleinrede bedeutsam. Grundsätzlich soll es so sein, dass ein absichtliches oder unabsichtliches Versäumnis einer Einrede des Hauptschuldners die Haftung des Bürgen nicht verschärft. Wenn der Schuldner also z.B. gegen die Forderung des Bauunternehmens eine Mängeleinrede hätte, aber darauf verzichtet, könnte der in Anspruch genommene Bürge diese noch geltend machen. Verzichtet der Bürge auf auf §768 BGB kann er selbst keine Mängeleinrede mehr geltend machen. Für Bauunternehmen ist der Verzicht daher nicht nicht ganz egal, denn im Zweifel bedeutet es, dass diese Fragen alle schon vorher mit dem Schuldner geklärt werden und dann der in Anspruch genommene Bürge nicht nochmal mit solchen Forderungen um die Ecke kommt.


    776 BGB soll den Bürgen dahingehend schützen, dass der Gläubiger nicht die Besicherung einer Schuld freigibt und damit die Möglichkeit des Bürgen, der ja nach Inanspruchnahme selbst die Schuld gegen den Hauptschuldner eintreiben kann, einschränkt.

    Einfaches Beispiel: Auftragnehmer ist eine GmbH, Auftragssumme 2 Mio, Sicherheitseinbehalt 5%=100.000 EUR. Um diese Summe gleich zu erhalten legt der Gesellschafter-Geschäftsführer der GmbH eine persönliche Bürgschaftserklärung über die Summe vor. Das ist dem AG zu dünn und so legt die GmbH noch eine weitere Bürgschaftserklärung einer Bank vor, die gemäß Vereinbarung "nachrangig" nach dem GF in Anspruch genommen werden kann. 2 Jahre gehen ins Land, da kommt der Geschäftsführer und sagt, ich will aussteigen, kann ich meine Bürgschaftserklärung zurück haben, okay denkt der AG, ich verzichte, denn ich habe ja noch die der Bank. Vergisst aber, dass er damit die Bank quasi in die erste Reihe schubst. Wie es der Zufall so will, nach 3 Jahren treten massive Mängel zu Tage, die Schadenersatzforderung von 1 Mio EUR führt zur Zahlungsunfähigkeit. AG denkt, fein, jetzt gehe ich zur Bank und kriege wenigstens die Bürgschaft. Die Bank sagt aber, Du hast hier auf eine Vorbürgschaft verzichtet, damit kann ich nach Übernahme der Schuld nicht mehr die Rechte geltend machen, auf die Du einfach verzichtet hast, daher bürge ich in dieser Höhe nicht.

    Rechne mal die regionalen Baukosten plus einen Aufschlag X, das war zumindest bei unserer Kernsanierung der Fall (das Haus war allerdings auch nochmal 60 Jahre älter).


    Wenn man nicht Denkmal-AfA ziehen kann oder andere Förderung bekommt, ist so etwas meist ein Zuschussgeschäft, bei dem man nicht nur Geld sondern auch Freude am alten Haus mitbringen muss. In Wismar sah ich den Spruch an einer Hausfassade in der Altstadt (sinngemäß): Wer Geld verbrennen will und weiß nicht wie, der kaufe alte Häuser und saniere sie.

    Wurde dieses Klageverfahren nicht eingestellt, nachdem die StbVV geändert war?

    Ja, das wurde dann 2018 nicht weiter verfolgt, nun aber sind es die sog. "Vorbehaltsaufgaben", die unter Beschuss stehen. Da geht man sozusagen von hinten durch die Brust ins Auge: Wenn die Vorbehaltsaufgaben (d.h. die Tätigkeiten, die nur ein Steuerberater am Markt anbieten darf) fallen, dann wird es natürlich auch einen höheren Druch auf die Honorare geben, weil das Angebot steigt. Und die Öffnungsklausel (die bisher noch nicht so richtig viel Wirkung gezeigt hat) könnte, so wahrscheinlich die Vorstellung in Brüssel, dann auch häufiger zum Zuge kommen.

    Ich bin mal gespannt wie es weiter geht...

    Und was wird aus den Honorarordnungen der Anwälte und Steuerberater?


    Die für Steuerberater sind schon längst unter Beschuss! Klageverfahren läuft ebenfalls. Unter dem Druck wurde die StBVV schon geändert: Beim Abschluss schriftlicher Honorarvereinbarungen sind die Sätze nicht nur überhalb, sondern auch unterhalb der StBVV möglich und der Mandant muss beim Abschluss einer Honorarvereinbarung auf diese Möglichkeit schriftlich hingewiesen werden.

    Wenn die StBVV irgendwann mal komplett fällt, würden wir wahrscheinlich vollständig auf Abrechnung nach Stunden gehen und dann je nach Haftungsrisiko und Tätigkeit noch stärker differenzieren.

    auf dem sandigen leerboden kann ja nix wachsen

    Nix ist vielleicht ein wenig übertrieben. Auf unserem Boden (Gemisch aus Sand und Steinen) wächst so allerhand Kraut: Kornblumen, Königskerzen, Mohn, Kamille, Kornblumen etc. Nur mit Rasen brauche ich bei der Trockenheit gar nicht erst anfangen.

    Bei uns haben wir im alten Bauernhaus auch genau so eine Treppe in den Dachboden gehabt (etwas älter und etwas abgetretener), der Dachboden wurde auch zum Elternschlafbereich ausgebaut.


    Wir hatten die Situation, dass wegen Dachschrägen der Austritt oben fix war und nicht weiter verschoben werden konnte. Also sind wir von oben nach unten gegangen und haben unten, mit einem viertelgewendelten Antritt, die Treppe verlängert. Dadurch gab es 1 oder 2 Stufen mehr und eine vernünftig begehbare Treppe. Da musste dann aber alles neu, die Tür weg, die Treppe neu etc. Der Treppenbauer kam erst als alle Höhen unten und oben feststanden. Trotzdem haben wir ca. 1mm Höhenunterschied.

    Wenn Du die Gesamtlänge der Treppe nicht veränderst, wird es immer eine schlecht begehbare Hühnerleiter bleiben, egal wie Du die Stufen auf die gegebene Treppenlänge verteilst. Gerade Treppen, die häufig benutzt werden, sollten einigermaßen bequem und sicher sein - ihr wollt da jeden Abend rauf und jeden Morgen runter.

    "Zur Verhinderung von Beeinträchtigungen der Landeskultur und der Landespflege sind die Besitzer von landwirtschaftlich nutzbaren Grundstücken verpflichtet, ihre Grundstücke zu bewirtschaften oder dadurch zu pflegen, daß sie für eine ordnungsgemäße Beweidung sorgen oder mindestens einmal im Jahr mähen. Die Bewirtschaftung und Pflege müssen gewährleisten, daß die Nutzung benachbarter Grundstücke nicht, insbesondere nicht durch schädlichen Samenflug, unzumutbar erschwert wird."

    Landwirtschaftlich nutzbar dürften tatsächlich nur die Grundstücke sein, die im Grundbuch als Acker oder Grünland eingetragen sind.


    Edit: wohl nicht Grundbuch, sondern Kataster.

    Wildräuter sind Spezialisten für die Erstbesiedelung brach liegender Flächen und haben darin einen deutlichen evolutionären Vorteil gegenüber den Gartenpflanzen, die auf Optik gezüchtet werden. Eine Fläche, die vorbereitet ist und dann erstmal 3-4 Monate brach liegt, ist schon wieder de facto besiedelt.


    Das heißt - wenn man etwas vorbereitet, dann die Geländemodellierung und ggfs. ein paar Anlagen wie Mauern etc. Wenn es aber ans Pflanzen geht, muss der Boden "frisch" vorbereitet werden.

    Wenn man alles platt machen will, kann man natürlich Glyphosat nehmen, ich persönlich würde es aber nicht tun, ganz einfach weil ich die schnelle Lösung nicht brauche und eher auf mechanische Verfahren setze. Aber das hängt auch vom Garten ab.


    Es ist im Grunde ganz einfach: ein Nutz-/Ziergarten wird ohne regelmäßige menschliche Eingriffe von Wildkräutern gekapert, die schneller und durchsetzungsfähiger in der Verbreitung sind. Eine Wiese, die nicht mindestens 1-2 mal im Jahr gemäht wird, wird von Büschen überwuchert, und Buschland, dass nicht alle paar Jahre gerodet wird, wird irgendwann von Laubbäumen gekapert und zu Wald. Wenn in Deutschland von heute auf morgen alle freien Flächen nicht mehr bewirtschaftet hätten, würden wir in 50-100 Jahren wieder riesige zusammenhängende Waldgebiete haben, wie von 1.000 Jahren.

    Ich würde mir einen Anwalt suchen, der sich zweier Themen annimmt:

    1. Schadenersatz gegen den Gutachter, weil: 25.000 EUR gezahlt für Gutachten, die (so habe ich das OLG verstanden) im Zustand der vorsätzlichen Befangenheit verfasst wurden. Nach meinem Verständnis haftet der Gutachter für den Vorsatz.

    2. Gleichzeitig gegen den Ex-Anwalt, der die Befangenheit nicht vorgetragen hat. Denn selbst wenn der Prozess positiv für die ausgegangen wäre, hätte die Gegenseite mit der gleichen Begründung (vorsätzliche Befangenheit) das Ergebnis der ersten Instanz platzen lassen können. Wenn stichhaltige Hinweise für eine Befangenheit des Gutachters vorliegen, muss der Anwalt das m.E. vortragen.


    Kriegst Du das Geld vom Gutachter nicht (weil Versicherungen nicht für Vorsatz haften und er pleite ist), ist m.E. beim Anwalt noch was zu holen.


    Die drei Jahre Verjährung beginnen (so kenne ich das aus der Steuerberater-Haftung) erst ab Wissen "hätte wissen müssen" des Mandanten. Das gilt insbesondere dann wenn falschem Rat entgegen eigener Einwendungen gefolgt wurde, denn der Mandant muss sich ja auf das Wissen des Beraters verlassen.

    Die einzige "Ausrede" für hochwertige, aber nicht induktionsfähige, Töpfe wäre, dass sie aus Kupfer sind. Ansonsten legt man noch 100 EUR drauf und hat ein Set ganz prima funktionierender Töpfe.

    Wer also (hier in B "verfahrensfrei") unbelastet untergeordnete Maßnahmen realisieren darf, sollte das auch tun.


    Wenn man einen Verwaltungsakt will, dann muss man auch ein Verfahren einhalten; also entweder Bauvoranfrage oder Bauantrag. Die Verfahrensfreiheit gibt es ja, um die Vorgänge zu vereinfachen, damit man für übersichtliche Bauvorhaben eben nicht monatelang auf eine Baugenehmigung warten muss.

    Richtig, aber hier geht es ja gerade um den Fall, wo man sich nicht sicher ist, ob oder ob nicht und die Kosten der Errichtung mit anschließendem Rückbau verringern will. Also muss man vorher klären und zwar rechtsverbindlich.

    Vielleicht denke ich da zu sehr als Steuerrechtler, aber wenn ich unsicher bin wegen einer Gestaltung, dann hole ich mir eine verbindliche Auskunft ein oder eine Anrufungsauskunft. Wenn ich mir sicher bin mache ich und vertraue auf Schutz und Schild meiner treuen Berufshaftpflichtversicherung.


    Dafür kann ich mit meiner Corvette einmal um die Erde fahren oder fünf Jahre lang meine üblichen Wege zurücklegen. Das macht die E-Tankstelle nicht gerade attraktiv.

    Keine Ahnung wie hoch die Gerichtskosten sind, aber wenn man erstmal sich selbst vertritt, dürften sich die Kosten bei einer kleinen PV-Anlage doch stark in Grenzen halten. Zudem: verliert die Gemeinde, trägt sie die Kosten. Kommt halt drauf an: wer sein Recht durchsetzen will, der muss das Risiko eingehen. Hier geht es doch um reine Rechtsauslegung vor dem Verwaltungsgericht, oder? Es sind keine Beweissicherungsverfahren oder aufwändige Gutachten nötig. Woher also das riesige Kostenrisiko?

    Mal eine blöde Frage: wenn man der Auffassung ist, sich im genehmigungsfreien Verfahren zu befinden, dann müsste man doch ein Recht auf eine bindende Aussage der Verwaltung haben, in der die Frage der Verfahrensfreiheit und die Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit des Vorhabens beurteilt wird. Ohne die Möglichkeit der vorherigen, verbindlichen Klärung dieser Fragen durch die Aufsichtsbehörde hätte man ja immer das Problem, dass die Verwaltung nach Umsetzung des Vorhabens eine andere Rechtsauffassung vertritt.


    Will sagen: Die Beurteilung ob verfahrensfrei und ob genehmigungsfähig müsste doch in Form eines Verwaltungsaktes daher kommen, der dann mit den üblichen Mitteln des öffentlichen Rechtes angefochten werden kann (Widerspruch, Klageverfahren).


    Hier wird über eine Frage der Rechtsauslegung diskutiert, warum also nicht einen Richter entscheiden lassen. Das schlimmste, was passieren kann, ist doch, dass der Richter die Rechtsauffassung der Gemeinde bestätigt. Da hat man außer ein bisschen Prozesskosten doch noch nichts verloren, oder?

    Freunde von uns haben sich da (von einem Architekten geplant) eine feine Lösung gebaut, die im Grunde aus riesigen Schiebetüren und Festverglasung besteht. Alles Bodentief, dann kannst Du Dir auch ein Sofa davor stellen, wenn Du unbedingt direkt vorm Fenster sitzen willst. Bei Südlage immer auch an Verschattungsmöglichkeiten denken.

    Hier mal ein Foto von dem intakten Dachstuhl: Der Dachstuhl, auch "Der Wald" genannt.


    Hier ist der Link zum Dachstuhl auf der offiziellen Seite. Das ist jede Menge sehr, sehr trockenes Holz. Ich kann mir gut vorstellen, dass es extrem problematisch ist, unter das tonnenschwere Bleidach zu kommen, besonders, wenn (ordentlich mit Fangnetzen gesicherte) Baugerüste jeden Zugang erschweren. Man weiß ja auch nicht wie lange der Kalkstein der Hitze standhält und ob durch zu schnelles Abkühlen nicht erst recht die Struktur geschwächt wird...

    Das Problem sind gerade die Unterschriften der Bauherren auf den Bauvorlagen.

    Ja, daran kann ich mich noch erinnern... Meine Frau und ich, dann alles in dreifacher Ausführung und bitte nichts vergessen, eine Zeit und Ressourcenverschwendung.

    Meine Mandanten müssen Ihre Steuererklärung auch nicht mehr selbst unterzeichnen. Nur ich als Steuerberater muss sicherstellen (aus Haftungsgründen), dass die Mandanten auch einverstanden sind mit dem, was ich rausschicke. Das zu organisieren obliegt mir selbst.

    Das könnte man auch in anderen Bereichen so handhaben. Für die inhaltliche Prüfung des Bauantrags ist es doch letztendlich egal, ob der Bauherr unterschrieben hat.

    Nein, das ist es in Berlin leider nicht. Hier wird - zumindest in zwei Bezirken in denen ich es ganz aktuell so erlebt habe - die Einhaltung genau definierter Benennungskonventionen gefordert. U.a. sind die Bezeichnung des Flurstücks, der Maßstab des Planes, der Planinhalt (aber nur mit zugelassenen Worten), das Einreichdatum und das Papierformat codiert einzusetzen.

    Was ich meine: die technischen Möglichkeiten sind schon jetzt so, dass sich die Vorgaben nicht zwingend als Resultat einer elektronischen Übermittlung ergeben, sondern aus dem subjektiven Regelungsbedürfnis der behördlichen Entscheider. Warum? Weil man dort immer noch glaubt, die Durchsuchbarkeit von Datenbeständen anhand des Dateinamens sicher stellen zu müssen, wie vor 15-20 Jahren als man Dateien auf seinem Privat-PC in der klassischen Baumstruktur ablegt hat.

    Jedes halbwegs vernünftige DMS kann Dateinamen und Ablageorte und Schlagworte automatisiert vergeben und auch gleich noch eine OCR durchführen, die eine Volltextsuche ermöglicht.