Beiträge von Der Bauamateur

    Mit einer guten Putzfrau (besser: einem Putzteam!), bekommt man das schon in den Griff. graue/braune Laufstraßen, auch auf der Treppe (erlebbare Lauflinie?) muss man hier täglich und energisch und dauerhaft bekämpfen....

    Es fehlt eindeutig der Personaltrakt und die Dienertreppe...

    Tja, also spätestens wenn der Große seinen Lego-Sack im Wohnzimmer verschüttet hat, die Kleine Ihre Schleich-Pferdeherde durch den Flur gallopieren lässt, Vater sein Jacket über den Stuhl hängt und seine Perry Rhodan Sammlung ins Regal sortiert, wenn die Zettelsammlung für die Steuererklärung sich über den Fußboden vom Arbeitszimmer ergießt, Mutter die Zeitung auf der Treppe liegen lässt, und keine Zeit mehr hat, das Frühstück morgens abzuräumen, wenn die Kinder mit Wachsmalfarben die weiße Wand verschönert haben und der nasse Hund sich im Eingang nach dem Schlammbad einmal kräftig geschüttelt hat, dann ist auch Leben in der Bude. Nur dann kann man auch nicht mehr solche albernen Fotos machen. Ich würde mich in so einem Wüfelhusten nicht besonders wohl fühlen, aber wie sagt man so schön: die Natur (insbesondere die menschliche) holt sich alles zurück. Also, wenn man es erstmal richtig "eingewohnt", dürfte auch die Sterilität dahin sein und vielleicht funktioniert es dann ja.

    Also man muss beim FA mit Verschiedenen "Verjährungs"fristen rechnen. Eine ist die Zahlungsverjährung. Ein absolut seltener Fall, ich habe das noch nie erlebt; in der Regel landen die Fälle nämlich so schnell in der Vollstreckungsstelle (Verjährungshemmung!) dass für den Fiskus nie etwas anbrennt.

    Dann gibt es die Festsetzungsverjährung, also die Verjährungsfrist für änderbare Steuerbescheide; danach kann i.d.R. auch nicht mehr mit den "normalen" Änderungsvorschriften der AO geändert werden (Ausnahmen gibt es natürlich, insb. für Hinterziehung). Dann gibt es noch jede Menge andere Spezialfristen, besonders bei stufenweiser Veranlagung über Grundlagenbescheide und Folgebescheide . Der Klassiker im Bau: 7i-Bescheinigung vom LRA als Grundlagenbescheid und dann Änderung des ESt-Bescheides.


    Das alles ist auch nicht das große Problem: Problematisch sind eher diese Konstellationen:

    - wenn das FA eine Steuererklärung monatelang nicht bearbeitet und eigentlich der daraus resultierende Steuerbescheid zu einer erheblichen Steuererstattung führen könnte. Das mag einerseits gut verzinst sein (die Zinsen sind aber auch steuerpflichtig), ist aber ggfs. auch ein erheblicher Liquiditätsnachteil. Wenn ich dafür in den Kontokorrent gehen muss, ist der Zinsvorteil schnell weg.

    - Einsprüche werden lange nicht bearbeitet: entweder ich habe Aussetzung der Vollziehung, dann läuft mir das Risiko der AdV-Zinsen, oder ich habe keine AdV, dann kriege ich mein Geld nicht.

    Häufig hängt an einem Einspruch oder einer strittigen Erklärung ja auch die Frage über zukünftige Sachverhaltsgestaltung und dann kann man nach 6 Monaten Untätigkeit schon mal nervös werden.


    Übrigens zu den 6%: seit dem die Zinshöhe der NACHZAHLUNGSzinsen beim BVerfG hängt, bei ERSTATTUNGSzinsen in den Erläuterungstext vom Bescheid blicken, ob sich da nicht in rechtswidriger Weise ein diesbezüglicher Vorläufigkeitsvermerk befindet...

    ...nach drei Monaten kann man Untätigkeitsklage erheben. Ob's dann schneller geht? Ich würde Wetten annehmen, gegen Umsatzbeteiligung versteht sich :thumbsup:


    § 75 Verwaltungsgerichtsordnung

    Beim Finanzamt läuft das so: Abarbeiten nach Eingang, aber wer Untätigkeitsklage erhebt, rutscht automatisch ganz oben auf den Stapel, und weil so wenige tatsächlich das Instrument in die Hand nehmen, funktioniert das auch...

    400 kühe sind aber schon ein größerer Betrieb. Der Durchschnitt liegt bei 66 Kühen. Ich kenne unseren Metzger, Obsthändler, Landwirt.Ich kenne die Höfe wo das Fleisch herkommt, z.t. auch wo das Obst herkommt. Den Leuten ist ihr Handwerk sehr wichtig. Da bin ich noch nicht enttäuscht worden. Klar, in so einer anonymen Stadt wie Berlin funktioniert das nicht mehr. Aber hier auf dem Dorf :-)

    Das kommt auf die Region an: Es gibt ein Nord-Süd-Gefälle bei der Hof-Größe, aber vor allem wein Ost-West-Gefälle. Sächsische Milchhöfe (im Schnitt schon fast die kleinsten in Ostdeutschland) sind im Durchschnitt fast dreimal so groß wie byerische (Bayern ist in fast allen Bereichen der LaWi deutlich kleinteiliger als der Norden und Osten). Bayern gehörte auch zu den Bundesländern, die sich am heftigsten gegen das Verbot der Anbindehaltung gewehrt haben.


    Das eine hat mit dem anderen aber nicht unbedingt zu tun. Fruchtfolge scheint heute bei allen Feldfrüchten kaum mehr praktiziert zu werden. Auch bei Spargel, Kartoffeln, Getreide und Rüben sehe ich jedenfalls schon lange keine mehr.

    Also beim Spargel ist die Pflanze irgendwann ausgezehrt, aber natürlich wird der mehrjährig auf der gleichen Fläche angebaut, wie auch bspw. der Rhabarber. Das hat m.E. nichts mit Fruchtfolge zu tun. Auf der Fläche, die wir verpachten steht eigentlich jedes Jahr etwas anderes, wobei die Rotation im Wesentlichen Mais, Raps, Getreide ist, dann und wann eine Zwischensaat (Lupinen), die untergeackert wird.

    Hallo und vielen Dank für eure Einschätzungen.

    Wenn man die günstigste Steuervariante wählt muss man monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen machen, oder? Ich hab das mal mit einem Verein durch und die Erfahrung gemacht dass Finanzämter ziemlich mies sein können, da interessieren Urlaub und Krankheit nicht. Wir arbeiten Vollzeit und sind beide mit hohem Stundenanteil ehrenamtlich engagiert, da ist jede Zusatzbelastung nervig.

    Eine einfache PV-Anlage dürfte nach dem ersten Jahr als Jahres-Erklärer eingestuft werden. Also kein großes Thema. Kann man selbst machen oder machen lassen, Steuerberater-Rechnung ist da auch steuerlich absetzbar. Der Preisvorteil einer 19% USt-Erstattung ist nicht unerheblich, da sollte man ruhig mal drüber nachdenken.

    Ruhrpott, da kenne ich nette Gegenden, Baldeney See, Villa Hügel, man kann auch viel Industriekultur anschauen und auch auf der Ruhr kann man ganz schön paddeln.


    Freizeitwert ist da schon gegeben.


    Aber: landschaftlich haben der Voralpen/Alpenraum, Bodensee und Schwäbische Alb für mich persönlich doch die Nase vorn. Nur sind das eben auch Regionen, bei denen der Tourismus de facto ein Ausbeutungsprozess der natürlichen Ressourcen ist, insbesondere in den Alpen. Da kann man sich auch fragen, wie nachhaltig das ist; Nachhaltigkeit ist ja nicht nur eine Frage des CO2-Ausstoßes beim Anreiseweg. Man schaue sich nur mal den enormen Aufwand für die Bereitstellung der Infrasturktur für Skitourismus an...

    Es mag sein, dass damals die Grundwasserverhältnisse anders waren als heute



    Schön zu beobachten in ehemaligen und aktuellen Braunkohlerevieren, wenn die gewaltigen Grundwasserpumpen ganz oder teilweise abgestellt werden und plötzlich der Grundwasserspiegel dramatisch steigt.

    Bei den gegenwärtigen Bau- und Grundstückskosten darf man hinter das Thema Vermietung und Rendite schon mal ein Fragezeichen setzen, häufig wird eine Wertsteigerung, mindestens aber ein Werterhalt schon implizit eingerechnet, damit die Rechnung über einen Zeitraum von 20 Jahren noch aufgeht.


    Die Deckelung von Mieten ändert daran nichts, allerdings schont sie natürlich den Geldbeutel derjenigen, die jetzt schon eine Wohnung haben. Wer eine Wohnung sucht, hat immer noch die A-Karte, nur dass die Vermieter eben nicht nach Miethöhe, sondern nach Bonität und Sozialstatus auswählen. Schon in der Bibel steht: Wer hat, dem wird gegeben. So auch hier: dadurch, dass der Bestand eingefroren wird, sind diejenigen mit Wohnung immer besser dran, als diejenigen, die eine suchen.

    Klar: alle Welt würde gerne für schmales Geld in den angesagten Stadtteilen leben, aber darauf gibt es meiner Meinung nach kein grundsätzliches Anrecht. Wenn die Stadt die Immobilienspekulation wirksam unterbinden wollte, würde sie mit einer städtischen Wohnungsgesellschaft auftreten, die zwei Dinge tut:

    1. Massiv in den sozialen Wohnungsbau investieren und nachverdichten, dann kann sie nämlich auch die Mieterauswahl nach sozialen Gesichtspunkten vornehmen und eine gewisse soziale Durchmischung der Stadtteile fördern.

    2. Konsequent das Vorkaufsrecht ausüben um Punkt 1 auch im Bestand zu befördern.

    Für beides bräuchte man Geld, das hat Berlin nicht. So holt man es sich halt bei den Vermietern, wo bei das besonders die Kleinvermieter treffen dürfte. Am Grundproblem, nämlich, dass zu wenig Wohnraum zur Verfügung steht, ändert es aber nichts.


    Das Problem der institutionellen Investoren ist in Berlin, wie auch in München bekannt: ein Häuserblock befindet sich in Privateigentum seit Jahrzehnten und soll nun verkauft werden. Viele der Mieter würden natürlich gerne eine Wohnung kaufen, aber der Vermieter will sich die Aufteilung in WEG und anschließenden Einzelverkauf aus organisatorischen und steuerlichen Gründen nicht antun. So verkauft er das gesamte Haus "im Block" für 30 Mio, das wiederum kann nur ein großer Investor aufbringen, der dann aber auch Renditeerwartungen umsetzen will. Damit kommt ohne Neubau ein starker Mieterhöhungsdruck in den Markt.

    Im Grunde müsste die Stadt an diesen Stellen so lange per Vorkauf in die Bresche springen, bis sie ein marktrelevantes Gewicht um die Angebotspreise auf ein sozial verträgliches Maß einzupendeln.

    Au weia, 2 Stunden - pro Richtung oder pro Tag?

    Wir haben Hörbücher bis jetzt immer über Spotify genutzt.

    Zwar für die Kinder, aber wenn Du Bibi und Tina, Die Drei ??? und Benjamin Blümchen magst, kann ich Dir das sehr empfehlen...

    Also mal ganz ehrlich, eine vernünftige Treppe ist doch ein ganz elementares Teil bei einem Haus mit mehreren Stockwerken und dass hier mal kurz das Thema Sicherheit angesprochen wird, ist doch wohl das mindeste was man erwarten darf.

    Sieh es doch mal so: der Fehler ist jetzt ohnehin schon passiert und Ihr müsst in jedem Falle eingreifen. Dann nehmt doch das als Anlass um in punkto Treppe nochmal neu zu denken. Wenn ohnehin in die Statik eingegriffen werden muss, dann werdet ihr doch in jedem Falle nicht loslegen können, ehe die Freigabe vorliegt. Da kann sich ein unabhängiger Dritter doch mal die Planungs und Ausführungssituation in Gänze mal anschauen, statt nur ein einzelnes Problem des Gesamtkomplexes. Wenn die Treppe erstmal drin ist und dann nervt und nicht passt, ist es erst recht zu spät.

    Ich denke, dass ein Meister-Titel als Aussage über Qualität zumindest an folgende Voraussetzungen geknüpft werden sollte:

    1. Praktische Erfahrung von 3-5 Jahren

    2. Kontinuierliche Weiterbildung von mindestens 40h pro Jahr


    Und dann sollte man sich mal hinsetzen und ganz genau prüfen, wem und wozu der Meistertitel eigentlich dienen soll. Wen es interessiert, findet hier eine Liste der Stellungnahmen zur Wiedereinführung der Meisterpflicht in der auch die 12, für die es tatsächlich dazu kam, enthalten sind.

    ... und bitte alles in 3-facher Ausführung in Papier einreichen. Dumm nur, wenn die "Originale" vom Katasteramt schon pdf-Dateien sind. Welche Unterlagen in wievielfacher Ausführung beizufügen sind und wie alt die Flurstückskarte maximal sein darf, das muss man sich dann irgendwo in Gesetzen und Durchführungsverordnungen einholen, das "vereinfachte" Genehmigungsverfahren für unser Carport hat immerhin nur 8 Wochen vom Bauantrag bis zur Genehmigung gedauert.

    Die Frage müsste doch eher lauten, ob wir wirklich Gesetze für jeden Einzelfall passend machen müssen. Warum etwas verändern, das über Jahrzehnte gut funktioniert hat, und auch aktuell noch gut funktioniert?

    Die Frage, die erlaubt sein sollte, ist doch: funktioniert das Baurecht noch gut? Es gibt sicherlich Aspekte, die hinterfragenswert sind bzw. Aspekte deren Regelungsbedürftigkeit man hinterfragen darf. Da mag jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. Persönlich halte ich es für schwachsinnig, dass der Gesetzgeber es für nötig erachtet im privaten Eigenheim Deckenhöhen etc. bis in den letzten Winkel des Hobbykellers vorzuschreiben. Am Ende muss der Mensch selbst entscheiden, wie und wo er wohnen will (anderes mag für Vermietung gelten).

    Nur das Argument: es gibt Menschen, die die Demokratie abschaffen wollen, deshalb muss das Baurecht bleiben, wie es ist, halte ich für extrem schwach. Die Legitimation der Gesetze in einer Demokratie erwächst aus dem demokratischen Prozess und nicht aus der Historizität. Sonsten hätten wir den 175 StGB noch heute.

    Also ganz ehrlich: es gibt auch Handwerk, das arbeitet mit deutlich geringeren Maßtoleranzen als die Automobilindustrie. Wer mal das Glück hat durch eine der Glashütter Uhrenmanufakturen zu gehen, der weiß, wovon ich rede. Man sollte das ganze schon mal auf Bauhandwerk einschränken und selbst da gibt es erhebliche Differenzen zwischen den Gewerken.

    Da wir aber in einer freien Marktwirtschaft leben, muss man Kunden und Aufträge ja nicht annehmen. Alternativ spricht man über Erwartungen und Möglichkeiten im Vorhinein, statt sich hinterher zu streiten.

    Ich finde es nicht schlimm, wenn Kunden sehr hohe Qualitätsansprüche haben. Nur, wenn sie nicht dafür bezahlen wollen. Machen wir uns doch nichts vor: wenn man genügend Geld auf den Tisch legt, dann geht plötzlich sehr vieles.

    Die Kunst ist es doch Preis, Anspruch und Können vor Auftragserteilung unter einen Hut zu bekommen, weil sich im Nachgang meistens irgendwo eine Lücke auftut.

    Erstmal vielen Dank für die Rückmeldung über den Ausgang. Wer den gesamten Thread liest, kann sicherlich seine eigenen, lehrreichen Schlüsse daraus ziehe.


    Allerdings das hier

    Lerneffekt: Geht ein Kunde mit dem Handwerker vors Gericht, hat der Handwerker verloren. Danke Brüssel, danke EU Recht

    ist natürlich falsch. Bzw. wenn es das ist, was Du daraus lernst, dann wirst du immer wieder auf die Nase fallen. Es gibt hier im Forum genügend Gegenbeispiele um das zu belegen. Mit Brüssel und EU-Recht hat das gar nichts zu tun oder kannst Du mal die Richtlinie oder Verordnung nennen, die dir in diesem Prozess das Genick gebrochen hat


    2006 wurde noch nach deutschem Recht geurteilt. Nun aber wird nur noch EU Recht angewendet.

    Das ist so kundenfreundlich, das auch bei nicht gerechtfertigten Reklamationen, wie in unserem Fall, der Kunde sehr gute Chancen hat zu gewinnen!

    Das ist einfach falsch. Ich verstehe ja, dass Du sauer bist, aber die meisten Leser des Threads dürften mit so einem Ausgang gerechnet haben.
    Eine bodenebene Dusche ist nunmal in besonderem Maße für Menschen mit körperlichen Einschränkungen geeignet, das muss ja nichtmal ein Rollstuhl sein, sondern einfach alte Menschen, die sich zum Duschen auf einen Hocker setzen. Da ist es natürlich etwas ungünstig, wenn man im Gerichtssaal das "normale" Duschverhalten proklamiert und an eine Richterin gerät, die im Rollstuhl sitzt. Die Aktion dürfte nochmal extra gekostet haben.

    Das alles hat nichts mit der EU oder der guten alten Zeit zu tun. Am Ende hast Du die Entscheidung getroffen, den Vergleich anzunehmen, statt die Rechtsfrage durchzuexerzieren.

    Habt Ihr Eure Forderung zur Tabelle angemeldet? Dann muss Euch der Insolvenzverwalter spätestens nach Abschluss des Verfahrens mitteilen ob und wieviel es gibt. Ansonsten fürfte es mau aussehen. Grundsätzlich berät zu solchen Dingen ein Fachanwalt fü Insolvenzrecht, die Frage ist allerdings, ob ihr dem schlechten Geld noch gutes hinterher werfen wollt.

    Selbst wenn es gehen würde, dass man Sondereigentum am Dach erwirbt (woran ich erhebliche Zweifel habe), wäre das Risiko für die Eigentümer so groß, dass für einen Verkauf eingentlich nur eine der drei Konditionen wahr sein muss:

    - Der Verkäufer ist entweder sehr verzweifelt oder

    - sehr naiv oder

    - der Kaufpreis ist ganz erheblich


    Mein Ratschlag: vergeudet Euren Enthusiasmus nicht auf juristisch hoch komplexe Gebilde, sondern konzentriert Euch auf das Kernanliegen. Dazu braucht Ihr kein Eigentum, sondern nur die entsprechenden Nutzungsverträge (siehe Beiträge von Skeptiker und Roth).


    Wenn Ihr in der Altstadt seid, dann schaut auch mal auf die Gestaltungssatzung bzw. Denkmalschutz, bei uns sind PV-Anlagen im Altstadtgebiet de facto unmöglich.

    seh ich nicht so. Lösung ist wie es auch die Welternährungsorg. sieht, das aber die Großkonzerne nicht hören wollen.

    Weniger wird nur produziert, wenn die Nachfrage sinkt. Also: weniger Fleisch essen, weniger Milch trinken. Landwirtschaft braucht nunmal Land und für den gleichen Energie-Output an Kalorien ist der Anbau von Futterpflanzen für die Tierhaltung (insbesondere Rinder) deutlich ineffizienter als Futterpflanzen für menschlichen Konsum. Das gilt gerade für Soja. Wenn der Regenwald dafür nicht gerodet werden soll, müssen es weniger Rinder insgesamt werden, muss weniger Fleisch und Milch konsumiert werden. Anfangen kann jeder bei sich selbst.


    Es macht aber auch keinen Sinn, eine kleinbäuerliche Milchviehhaltung mit 40 Tieren pro Herde als Lösung zu propagieren, nur weil die besonders dicht am Konsumenten dran ist. Die Mehrheit der Konsumenten wohnt demnächst in Großstadtagglomerationen, die solche Vorstellungen völlig ad absurdum führen. Wer die düsteren Ställe mit Anbindehaltung in Bayern kennt, der wird die wohl kaum als Zukunft der Viehhaltung propagieren können. Nur weil die Herde klein ist, heißt dass nicht, dass die Kühe besser oder ökologischer gehalten werden. Nur weil die Herde klein ist, heißt das auch nicht, dass keine Hochleistungs-Milchrinder gehalten werden. Es ist eine romantische Verklärung der kleinbäuerlichen Viehhaltung, dass dort alte Rassen gezüchtet werden, wo jedes Vieh mit Namen angesprochen, umsorgt und gehegt wird. Das gibt es auf Bio-Höfen mit einem eigenen Nischenmarkt, für die Masse der Betriebe ist das Rind aber ein NUTZ-Tier, dessen Output unter der Prämisse der Nutzenoptimierung gesteuert wird. Das hat mit Größe wenig zu tun. Das ist in etwa so, als würde man behaupten, dass kleine Unternehmen bessere Löhne zahlen, nur weil der Chef jeden Mitarbeiter mit Namen kennt. In der Fläche ist aber das Gegenteil der Fall.


    Die Alternative für konventionelle Milcherzeugung sind nicht notwendigerweise Großkonzerne, aber eben weniger Betriebe, die größer sind.

    40 Kühe sind zwar ziemlich klein, entspricht aber einer durchschnittlichen Herdengröße in Bayern. In Ostdeutschland, wo die großen Milchviehbetriebe stehen, ist der Durchschnitt deutlich jenseits der 100 Kühe, da sind Betriebe von 800 Tieren +x auch nicht so selten. In der Industrielogik liegen die Größenvorteile auf der Hand und auch für das Tierwohl sind kleine Betriebe nicht unbedingt besser, in Bayern ist z.B. die Anbindehaltung immer noch verbreitet.


    Das ökologische Problem der Rinderhaltung an sich ist aber der Flächenverbrauch fürs Futter und die Ausscheidungen (Gülle und Methan). Beides lässt sich durch das Konzept nicht einfangen. Ceteris paribus ist ein großer Freilaufstall mit Melkrobotern, 24h-Schichtüberwachung, regelmäßiger Tierärztlicher Kontrolle etc. deutlich besser, als 20 Kleinställe.

    Dazu sollte man auch wissen, dass die Niederlande jedes Jahr Gülle in erheblichen Mengen nach Deutschland exportiert, die dann vor allem in NRW regelrecht verklappt wird auf den Feldern, so dass wir ein echtes Nitrat-Problem im Grundwasser haben. Müssten die Holländer Ihre Gülle selbst irgendwie verarbeiten, müsste der Rinderbestand dort erstmal deutlich abgebaut werden. Und das ist am Ende auch die einzige Lösung: weniger Milch trinken und weniger Rind essen.

    Das mit der Erdreichkontamination ist interessant. Über was informiere ich mich da? Öl ausgelaufen? Radon?

    Radonbelastung hängt maßgeblich von 2 Faktoren ab:

    1. Geologische "Vorbelastung" des Untergrundes. Wir haben z.B. in Sachsen teilweise ein Radon-Problem, ganz einfach weil das Gestein in einigen Regionen erhöhte Uran-Anteile aufweist (Gab ja auch Uranabbau im Erzgebirge). In der Schweiz gibt es einige Gegenden mit hoher Radon-Belastung, da würde ich mich auf jeden Fall regionalspezifisch informieren.

    2. Bauart des Kellers: Problematisch sind die Zerfallsprodukte von Radon, die sich vor allem in ungelüfteten Kellern ansammeln können, wo keine vernünftige Kellerabdichtung den Eintritt in die Räume verhindert. Wir haben auch einen alten Gewöbekeller ohne Bodenplatte, aber der ist auch nicht abgedichtet, da sind 4 Luft/Lichteinlässe, die nur mit Mäusegitter verschlossen sind. Daher haben wir da auf weitere Maßnahmen i.S. Radon verzichtet.


    schon . und so genügsam sie auch ist , so wirklich vorstellen kann ich mir nicht , dass sie auf dachsubstrat was wird .

    lavendel auf dachdiät wird es mit dem wuchern nicht übertreiben , da hält sich der schneideaufwand sehr in grenzen .

    lavendel kann ich mir auf dem dach vorstellen , auch bei 7 cm


    schnittlauch kann dachbegrünung ganz gut , wobei er es dann eher als dachbeblühung ausführt ,

    Den Lavendel als vorgezogene Pflanze oder als Aussaat? Für die Aussaat könnten wir auf unsere bestehenden Lavendel zurückgreifen, aber ich bin mir nicht sicher, ob die sich durchsetzen können.

    Die Schnittlauch-Idee ist gut, da das Carport in den Hang hinein gebaut ist, erreicht man an einer Seite das Dach mit einem einfachen Höckerchen oder Tritt. Dann legen wir da eine Kräuterecke an...

    Der Bauamateur

    Kommt darauf an, ob der Bewuchs pflegeleicht oder -intensiv sein soll, besonnt oder nicht, bewässert oder nicht, so sagte es uns der GaLaBauer vor der Bepflanzung.

    Pflegeleicht, bis keine Pflege, Wasser kommt nur vom Himmel, Sonne auch - fast den ganzen Tag außer vielleicht die ersten 1-2 Morgenstunden.

    Den Lavendel könnte man ja auflagernah in einen Pflanzring setzen, wenn der Statiker nichts dagegen hat. 30 cm Gesamthöhe des Substrats reichen für Lavendel nach meiner Erfahrung völlig aus - jedenfalls bei uns. Der steht da jetzt schon 10 Jahre und hat inzwischen einen Durchmesser von gut einem Meter erreicht - bei ganztägiger Sonne.


    Das mit dem Lavendel lasse ich lieber bleiben, als jetzt irgendwelche potthäßlichen Pflanzringe auf unser schönes Carport zu setzen. Wir pflanzen viel Lavendel auf unsere steinig-sandigen Böden, da muss er ja nicht unbedingt noch aufs Dach...