Beiträge von Der Bauamateur

    Moment, können wir mal bitte trennen, zwischen Angebot und LV? das sind zwei paar Stiefel.

    Das vom Architekten im Namen des Bauherren oder durch den Bauherren selbst versendete LV ist nichts anderes als die Aufforderung, ein Angebot abzugeben. Wenn Du darauf eingehst, gibtst Du ein Angebot ab, egal ob Du jetzt vorher auf der Baustelle warst, Alternativen vorschlägst oder einfach nur ein LV durchgehst.


    Bei einer Ausschreibung.... Nochmal, weil es offenbar immer noch nicht klar ist. Es geht ausschließlich um Ausschreibungen die von Architekten/Büros an mind. 3 Bieter verschickt werden. Ob im Sinne einer WEG, einem Privatmann etc.

    Nochmal, weil es offensichtlich immer noch nicht klar ist: es geht um ein grundlegendes Rechtsprinzip, denn Gesetze werden in Deutschland nicht für den Einzelfall, sondern für eine allgemeine Fallgruppe gestaltet. Es ist inhaltlich völlig egal, ob ein Bauherr einen Architekten beauftragt und dieser 1, 2, 4 oder 5 Firmen anschreibt, von denen eine Zahl x ein Angebot abgibt oder ob der Bauherr selbst die Firmen anschreibt - entweder mit einem LV, dass er sich vorher hat anfertigen lassen, oder ein LV, welches er, weil er bspw. selbst Architekt ist, selbst angefertigt hat.


    Die grundlegende Frage ist nicht beantwortet worden: warum sollte ein privater Bauherr zu derartigen Auskunftsrechten verpflichtet werden? Welcher gesellschaftliche, ökonomische oder moralische Mißstand soll damit beseitigt werden? Nur weil es einen Bieter interessiert, ist kein ausreichender Grund. Mich interessieren auch viele Dinge, die mich nichts angehen. Damit müssen alle Menschen leben, die Angebote am Markt abgeben, dass man nicht immer und vollständig erfahren kann, warum ein Angebot nicht angenommen wurde.

    Nur zum Verständnis: natürlich darfst Du um Rückmeldung bitten und nachfragen. Ist ja völlig i.O. Aber wenn ich dann sage: es hat mit einem anderen Bieter besser gepasst, dann bin ich Dir gegenüber nicht weiter auskunftspflichtig und selbst das tue ich freiwillig. Auf gut Deutsch: ich schulde keine Antwort über das hinaus, was ich bereit bin, zu leisten. Ich habe z.B. eine Absage letztes Jahr wie folgt formuliert:


    Sehr geehrter Herr ...,

    vielen Dank für das Angebot.

    Ich möchte Ihnen mitteilen, dass wir uns für das Angebot eines Ihrer Kollegen entschieden haben, das in Summe zeitlich und preislich etwas besser gepasst hat. Ich möchte mich aber bei Ihnen für die professionelle Kommunikation bedanken und dass Sie überhaupt ein nachvollziehbares Angebot abgegeben haben.

    MfG etc.

    Darauf hin kam keine weitere Rückfrage, wobei ich in dem Fall auf Rückfrage hin ggfs. sogar noch konkreter geworden wäre.

    Aber ganz grundsätzlich: Was geht es den Betrieb an, was der andere angeboten hat, warum sollte ich ihm das mitteilen sollen. Darf dann auch die KfZ-Werkstatt von Dir einen Preisspiegel bekommen, wenn Du Dir ein Angebot einholst und woanders hingehst? Man muss auch mal ein bisschen die Kirche im Dorf lassen. Man kann einen vernünftigen Draht zu einem AG aufbauen und dann kriegt man ggfs. auch eine gescheite Antwort auf Nachfrage, dazu braucht es kein Gesetz und keine Rechtsansprüche. Gewisse Sachen müssen erwachsene Bürger auch einfach mal unter sich regeln können, ohne dass es ein Gesetz dafür gibt.


    Was oder welches Recht ist direkt oder indirekt davon betroffen? Ich sende Dir ein Angebot zu, erhalte ich von dir eine Rückmeldung? Wie weit geht diese Rückmeldung? Sind Nachfragen nach den näheren Umständen erlaubt? Unter welches konkrete Recht - das ergo verletzt wird´- fällt denn diese stillschweigende Haltung? Welchen Schaden trägst Du davon? Erwartest du, dass ein Bieter dir nachtragend sein wird?

    Mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist natürlich betroffen. Ich bin Privatmann und damit Dir gegenüber nicht rechenschaftpflichtig. Natürlich kannst Du fragen, woran es lag, und wenn ich ich nicht das Gefühl habe, dass mir irgendein Scheiß hingerotzt wurde dann antworte ich auch darauf. Aber das ist eben meine freie Entscheidung, genauso wie es Deine freie Entscheidung ist, ein Angebot in einer Qualität abzugeben, die Deinem eigenen Gusto entspricht.
    Es geht darum, dass es nunmal keinen Rechtsanspruch auf Auskunft gibt und auch nicht geben sollte. Wenn Du ein Auto kaufst und Dir von drei Händlern ein Angebot machen lässt, dann haben die, bei denen du nicht gekauft hast, auch kein Recht darauf, von Dir einen Angebotsspiegel oder dergleichen zu erfahren.

    Mein lieber Der Bauamateur .

    Wo besteht denn dein problem darin das die LV Ergebnisse an die beteiligten weitergelietet wurden? Die beteiligten wussten ja schon alles von dir und von deinem vorhaben. Datenschutz beginnt vor der LV-Anfrage bzw LV-Versand. Dannach ist das versenden der LV´vörläufigen ergebisse nur noch ein Augenzwinkern.

    Mein lieber chieff, worin mein Problem liegt habe ich doch relativ deutlich geschrieben, ich zitiere leicht zusammengekürzt, damit ist es vielleicht verständlicher:

    Zitat

    [...] wenn ich einem fremden Dritten auskunftspflichtig sein soll - egal ob anonymisiert oder nicht - greift das ganz erheblich in meine privaten Befindlichkeiten ein. Das [...] sind Fragen und Themen, die der Staat mit Recht nicht regelt oder regeln sollte, sondern die Bürger unter sich. Rücksichtnahme und Respekt beruhen auf Freiwilligkeit und nicht auf staatlich normierten Auskunftsrechten

    Apfel und Birne? Es geht hier ja nicht um Befindlichkeiten des AG.

    Im Gegenteil, wenn ich einem fremden Dritten auskunftspflichtig sein soll - egal ob anonymisiert oder nicht - greift das ganz erheblich in meine privaten Befindlichkeiten ein. Das was Du weiterhin im Text beklagst und ansprichst sind Fragen und Themen, die der Staat mit Recht nicht regelt oder regeln sollte, sondern die Bürger unter sich. Rücksichtnahme und Respekt beruhen auf Freiwilligkeit und nicht auf staatlich normierten Auskunftsrechten.

    Der Bauzaun wird typischerweise - und so nach der bisherigen Schilderung auch hier - vom Aufsteller bereitgestellt und Dritten (dem Bauherrn, anderen Gewerken) zur Nutzung überlassen. Die Bauunternehmer hat gerade nicht den Auftrag, die Baustelle abzusichern, sondern nur den der Zaunstellung und - unterhaltung. Dabei handelt es sich ausnahmsweise gerade nicht um einen Werkvertrag im eigentlichen Sinne, für den die VOB optimiert ist. Ob es sich bei der Gerüst- oder Bauzaunstellung um eine Vermietung handelt, ist in der juristischen Kommentierung umstritten. Bei einer Vermietung haftet regelmäßig der Mieter für die Mietsache.

    Solange der Vermieter beweisen kann, dass er seine Obhutpflichten nicht schuldhaft verletzt hat, dürfte der Vermieter raus sein. So sieht es zumindest das OLG Frankfurt im Falle eines Gerüstbauers. In diesem Fall wurden Gerüstteile geklaut, der Vermieter hat gegen den AG auf Schadenersatz geklagt (weil er nun das gemietete Gerüst nicht vollständig zurück geben kann) und ist damit gescheitert.


    Kernpunkt in der Urteilsbegründung:

    Die Klägerin hat keinen Anspruch gegen die Beklagte auf Zahlung von Schadensersatz für die abhanden gekommenen Gerüstteile aus §§ 280 Abs. 1 Satz 1, 280 Abs. 3, 283 Satz 1, 275 Abs. 1, 546 Abs. 1 BGB. Die Klägerin hat ihre mietvertragliche Pflicht, alle Gerüstteile nach Ende ihrer Nutzung zurückzugeben, nicht schuldhaft verletzt.


    OLG Frankfurt a. Main, Urteil vom 01.08.2014 - 2 U 17/14und hier der Link zum vollständigen Urteil.


    Aus dem Urteil kann man ganz gut Nektar saugen, was die juristischen Abwägungen betrifft, vielleicht findet der TE ja einen hilfreichen Ansatz.

    Ich habe immer noch nicht verstanden warum da jetzt der Bauherr für den geklauten Bauzaun aufkommen sollte? Weder gehört ihm der Zaun noch hat er ihn geklaut, oder? Ich meine, er bezahlt den Bauunternehmer, dass dieser die Baustelle absichert. Wenn eines Morgens der Zaun weg ist, muss natürlich im Zweifel ein neuer her, aber darum muss sich doch der kümmern, der den Auftrag hat, die Baustelle zu sichern und auch genau dafür bezahlt wird. Oder habe ich da etwas verpasst?

    Die Entsorgung der alten Mauer dürfte nicht unerheblich zu den Kosten beitragen aber für 50 TEUR kann man nach meiner Erfahrung mit unserem Hanggrundstück schon eine Menge Mauer bekommen, wenn das Gelände einigermaßen zugänglich ist.Wie hoch/lang ist denn Deine Mauer?

    Grundsätzlich wird man wohl sagen müssen: dein Grundstück, dein Problem, es sei denn, Du kannst z.B. nachweisen, dass Dein Nachbar die Mauer errichten musste, weil er den natürlichen Geländeverlauf geändert hat. Wenn das alles schon sehr lange her und nicht nachweisbar ist, dann wirst Du im Zweifel das Problem haben.

    Wenn ich einen Architekten mit der Bauüberwachung beauftrage, dann gehe ich mal stark davon aus, dass er sich zumindest darum kümmert, dass die Baustelle in einen sicheren Zustand versetzt wird. Die Frage ist nur, wer bezahlt die Musik? Wenn der Unternehmer im Rahmen der Baustelleneinrichtung einen Bauzaun aufstellt, weil er den für das ordnungsgemäße Durchführen seines Auftrags benötigt, dann gehe ich mal davon aus, dass er auch das Diebstahlrisiko trägt, soweit es nicht versichert ist. Was ist wenn dem Unternehmer über Nacht ein Kran geklaut wird oder in der Mittagspause der Pritschenwagen? Ich glaube kaum, dass der Bauherr dafür plötzlich aufkommen muss.

    Eine Bauleistungsversicherung schließt zwar der Bauherr ab, legt sie aber i.d.R. auf die Auftragnehmer um, da damit ja auch deren noch nicht abgenommene/unfertigen Werke versichert werden. Ob ein geklauter Bauzaun darunter fällt, müsste mal wohl mal in der Police nachschauen.

    Damit es nicht so wuchtig wirkt, würde ich einfach ein paar Sträucher ringsum pflanzen, das viel weniger Aufwand zum graben und wenn Du irgendwann den Pool satt hast, dann ist da auch nicht ein großes Loch als Hinterlassenschaft...

    Wir haben unseren Essbereich auch an einer "offenen Schnittstelle" (Treppe, Terassenausgang, Übergang zu Wohnzimmer, Übergang zu Küche und Flur zu den Kinderzimmern). Tatsächlich empfinde ich das nicht als Nachteil, de facto ist der große Esstisch das Zentrum des Familienlebens - essen, basteln, Schulaufgaben, teilweise auch Homeoffice, Besprechungen etc. findet alles dort statt, von 3 Seiten hat man Licht.

    Dass es so funktioniert, ist aber m.E. kein Selbstläufer, bei uns ist natürlich die Anordnung auch anders. Es ist aber einer der Punkte, wo unser Architekt einen echt guten Job gemacht hat, den wir jetzt täglich schätzen. Allerdings haben wir in dem Bereich Wohnen/Essen in Summe gute 10m² mehr Platz.

    Allen erstmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Einige von den Videos zeigen natürlich extrem abgefahrene Baumhäuser, so riesig und aufwendig will ich es auf keinen Fall machen, obwohl man mit den Videos auf Youtube schon mal einen Sonntag Nachmittag verbringen kann...

    Klemmen beim Baum, ist schädlich für den Baun, da mir mal erklärt wurde das die äußeren Kapilareschichten den Nährsaft nach oben fördern und etwas weiter innen dieser wieder zurück läuft. Ein abwürgen wäre für den ganzen Baum ein Problem. Dem Baum in alle Richtungen Freiraum lassen, für Bewegung. Wachstum und wenig Nasstellen, wegen Pilz und Fäulniss

    So hat es mir auch ein Bekannter gesagt (Baumgutachter): Klemmen können leicht zu Problemen im Kambium führen, außerdem die Zahl der Verletzungen gering halten ist wichtiger als die Größe, weil Bäume grundsätzlich auch größere Wunden überwallen können.


    theoretisch haben die bolzen wenig querbiegung - querbiegung ist aber bereits bei normalen bauteilen bemessungsrelevant

    bei auskragung und -eiche hin oder her- frischem, lebenden holz (das soll´s auch bleiben) glaube ich an noch mehr querbiegung: gefällt mir nicht

    Das habe ich rein technisch nicht verstanden, weil ich nicht genau weiß, was Querbiegung bei den Bolzen bedeutet?


    Die Idee mit der Aufhängung weiter oben ist eine gute Idee, ich hatte schon überlegt, eine Schwerlastschwinge (5to) von weiter oben einzusetzen.


    Bei den Stützen: würdest Du die unter die langen Längesbalken setzen oder under die Querbalken? Ich kann es mir insgesamt noch nicht so ganz genau vorstellen, wie das mit den Stützen gehen soll, wenn das Ganze flexibel sein soll?

    Meep, Negativ zur Aufhängung.

    Ich empfehle Spasshalber ein wenig von Pete Nelson .

    Die haben an allen Baumhäusern immer Flexible/gleitende aber Massive Befestigungen eingesetzt. Beispiel.


    Auch wenn dein Vorhaben kleiner sein wird als bei Pete´s wäre ich mindestens für ein flexibles Auflager

    In dem Beispiel drehen die aber auch eine massive Schraube in den Baum? Die dürfte auch so ca 20-30mm Durchmesser haben. Meine Idee ist, die Balken an einem Baum fix anzubringen und an der anderen Seite ein Langloch (Länge ca. dreifacher Durchmesser) zu machen also 30x90, damit bei Wind etc. noch ein hin und her gleiten möglich ist.

    Liebe Foristen,


    in Coronazeiten sprießen die Ideen und ich will ein Baumhaus für unsere Kinder errichten, im Grunde eine Spielplatform zwischen 2 Bäumen auf die ein kleines Häuschen gestellt werden kann und würde mich über konstruktives Feedback freuen. Fragen entwickeln sich sicherlich mit der Zeit noch mehr, aber zuerst geht es mir um die tragende Konstruktion.


    Der Durchmesser der Bäume sind 45 und 55cm, 2 Eichen. Ich habe 2 Balken à 5m Länge 14x14 aus Robine, die ich gerne für die Tragkonstruktion verwenden will. "Aufhängen" will ich die Balken an zwei Edelstahl-Gewindestangen D=30mm und 1m Länge die einmal durch den Stamm durchgebohrt werden (Baumgutachter sagte mir, lieber ein großes Loch schnell verschlossen als viele kleine Löcher). Die Balken verbinden dann die Bäume parallel und darauf soll eine Balkenlage 12x8 cm, Länge irgendwo zwischen 2,7 bis 3m (also Überstand von ca. 90cm-1m) im Abstand von ca. 60 cm, darauf dann Terassendielen 2,5 cm.


    Grobe Skizze ist beigefügt.
    expertenforum-bau.de/index.php?attachment/10868/


    Die Idee ist, dass ich dann erstmal eine Plattform habe auf die ich ein kleineres Häuschen setzen kann (Geländer kommt natürlich auch drumrum).


    Frage: gibt es an irgendeiner Stelle gravierende Bedenken hinsichlich der Dimensionierung der Tragekonstruktion? (nein ich werde keinen Statiker beauftragen :D und es soll auch keiner hier eine kostenlose Statik erstellen) Gibt es vielleicht konkrete Erfahrungen im Baumhausbau, Tipps und Hinweise? Irgendwelche grundsätzlichen Themen die ich beachten muss (nein, die Dimension erlaubt hier noch einen genehmigungsfreien Aufbau, Zweck ist Spielen nicht Übernachten, auch wenn das theoretisch möglich wäre).

    Im Prinzip stimme ich dir voll zu, aber die unterschiedlichen Regelungen haben, auch wenn sie lokal eigentlich richtig wären, dann ganz dumme Nebeneffekte.

    Wenn ich im Ort A nicht essen gehen darf weil das Restaurant zu hat, am Ort B aber schon, dann... Du weißt was ich sagen will.

    Das ist richtig, man muss halt die richtige Balance finden und sich abstimmen. Das ist schwierig und wird im Einzelfall auch immer wieder zu gefühlten und tatsächlichen Ungerechtigkeiten führen.

    Es wirkt sich großen Hinderniss aus wenn in D die untere Entscheidungebene auf Landkreisebene liegt, [...].

    Die Aussage ist m.E. nicht so ohne weiteres richtig, viele stark zentralisierte Länder wie Frankreich oder Großbritannien haben deutlich größere Probleme und in einigen Kommentaren (z.B. in dem von mir verlinkten Artikel unten in Beitrag #2.599) wird der Föderalismus und die dezentrale und damit lokal deutlich flexiblere Aufstellung des Gesundheitswesens in Deutschland eher als Vorteil gegenüber starren zentralistischen Strukturen identifiziert, zumindest im Zusammenspiel mit zentralen Experten-Institutionen wie dem RKI.


    Das Problem ist einfach ein Wahrnehmungsproblem, viele verstehen nicht das "Gleichbehandlung" nicht bedeutet: alles und überall gleich, sondern nur "vergleichbares gleich behandeln". Deshalb will der Mensch einfache, klare und einheitliche Regelungen, obwohl es ggs. besser ist Verantwortung dorthin abzugeben, wo die Lage am Besten eingeschätzt werden kann, auch wenn das zu unterschiedlichen Regelungen führt.

    na ja, es gibt aber auch schon seit Wochen ein "lock down" ... die Frage ist, wie wäre es ohne ...

    Richtig. Vieles spricht dafür, dass wir durch eine Mischung von Glück, richtigigen Maßnahmen, Organisation und institutioneller Struktur besser durch die Krise kommen als viele unserer europäischen Nachbarn. Gut möglich, dass ohne eines dieser Puzzleteile, inkl. Lockdown, die Situation deutlich schlechter wäre.

    Hier nochmal eine interessante Sammlung von Artikeln zum Thema Übersterblichkeit:


    Die NZZ zur Übersterblichkeit in Italien (deutsch)


    The Economist, sehr guter und detaillierter Artikel (Englisch) hier wird auch auf verschiedene Erhebungsverfahren eingegangen und auch ein paar Punkte außerhalb Europas betrachtet, wo deutlich weniger getestet wird - sehr interessant hier Jakarta, wo zwar wenig COVID19 erfasst wird, die Zahl der Beerdigungen aber deutlich über den erwarteten Werten liegt... besonders in muslimischen Ländern, wo zwischen Tod und Beerdigung in der Regel 24 bis max. 48 Stunden vergehen, sind die Beerdigungen eine recht gute Annäherung an die Todesrate.



    Deutschland verzeichnet keine signifikante Übersterblichkeit z.B. im Gegensatz zu Großbritannien und die Frage, warum das so ist, wird in diesem Artikel diskutiert (auf Englisch).

    Beim ersten Haus meiner Eltern wurde so eine Hanglage von ca. 5m Höhenunterschied mit einer Natursteinmauer abgefangen, sehr große Kalksteinquadern (vielleicht so 2x1x1m?) stufenweise nach hinten versetzt, die Lücken schön bepflanzt, das kann auch funktionieren, wenn genug Platz da ist.

    Gut zu sehen, dass die Behörden hier schnell reagieren. Den Arbeitnehmern kann man nur wünschen, dass sie schon vor Corona einen neuen AG gesucht und gefunden haben. So eine unverantwortliche Gesundheitsgefährdung ist echt übel.

    Ich verwende für an Akkugeräten im Garten (Heckenschere und Motorsäge) die von Stihl und bin sehr zufrieden. Für den hausnahe Arbeiten kann man allerdings auch überlegen, ob nicht die Investition in eine Kabeltrommel günstiger ist. Stihl hat zwei Akkulinien, die nicht kompatibel sind, daher dort aufpassen.


    Akku ist vor allem auch dann sinnvoll, wenn Du unter den Geräten austauschen kannst, daher würde ich erstmal überlegen, was für Geräte du perspektivisch brauchs und von der Basis ausgehend überlegen, ob ein Anbieter das für passende Programm hat.

    Die Folgen für Städte und Kommunen sind noch nicht absehbar, die Gewerbesteuereinnahmen dürften aber deutlich zurückgehen.


    Dann gibt es nicht nur Steuerausfälle, sondern man darf Vorauszahlungen auch noch zurück erstatten.

    Ich gehe auch davon aus, es kommen jetzt mehrere Punkte zusammen:


    Die relativ hohen STeuern aus der 2018er/19er Veranlagung werden, soweit noch nicht gezahlt, gestundet. Erster Einschlag. Zweiter Einschlag: die Vorauszahlungen sind schon über viele Branchen hinweg auf 0 gesetzt worden, so dass auch keine laufenden Vorauszahlungen mehr einkommen. Dritter Einschlag: die geplante Verbesserung des Verlustrücktrags wird eine Erstattung bereits vereinnahmter Steuern aus 2018/19 zur Folge haben. Und 4. (das kommt dann erst 2021 ff.) wird das Steuervolumen 2020 mit gesunkener Wirtschaftsleistung auch deutlich zurück gehen.

    Ich sehe an vielen Stellen im öffentlichen Dienst schon jetzt die Einstellungsstopps, konkret bei meiner Frau, die ihren befristeten Job bei der Bundesanstalt für Arbeitssicherheit im Juni verlieren wird, weil der "Anschluss" gesperrt ist.