Beiträge von Der mit Gerd

    Eine neue Angst wird "durchs Dorf getrieben".

    Brandeburg hat soviel Oberflächenwasser, das reicht für alle.

    Die "Angst vor Wasserknappheit" in Deutschland ist gleichzusetzen vor der Angst der Klimaerwärmung, Angst vor einer Grippe, Angst vor Russen......

    Viel Spass beim Fürchten und Grusseln in Deutschland.


    Man kann sicherlich verschiedener Meinung sein, was Politik angeht. "Wird jemand, der Deinen Nachbarn überfällt und ausraubt, das mit Dir nicht tun wollen?" beispielsweise. Und wie man Grippe etc bewertet, hängt natürlich sehr vom eigenen Gesundheitszustand ab und davon, welche direkten und indirekten Erfahrungen man im Leben gemacht hat, etwa durch schwere Verläufe oder gar Tode im persönlichen Umfeld oder eben das Fehlen solcher Erfahrungen.


    Beim Klimawandel verstehe ich das Ablehnen aber nicht. In meiner frühen Jugend bin ich mit meinem Vater über Geltscher gewandert, die es 20 Jahre später nicht mehr gab, zumindest nicht mehr die Stellen, wo wir sie gequert hatten. Heute ist in dem ganzen Tal nichts mehr vom Gletscher zu sehen. Das sind keine kurzzeitigen Fluktuationen, denn ein Gletscher ist ja nicht wieder da, wenn es mal geschneit hat.


    In den 90ern bin ich wegen der Uni ins Rheinland gezogen. Von warmen, trockenen Sommern und schneereichen Wintern in meiner Heimatstadt kam ich in eine Stadt, bei der der wesentliche Unterschied über die Jahreszeiten war, dass es im Sommer etwas weniger geregnet hat als im Winter und der Winter war auch kühler. Schnee und Hitzewellen gab es ganzjährig nicht, mit einer ersten Ausnahme Ende Juli 2003, wo es eine Woche lang außerordentlich warm war.

    Der Himmel war auch im Sommer oft bedeckt, es gab auch häufig Nieselregen. Dafür waren alle Wälder, Wiesen und städtischen Grünflächen immer schön saftig grün.

    Die letzten Jahre dagegen hatten wir in jedem Sommer mindestens einmal einen Zeitraum von einer Woche oder mehr, in dem es unerträglich war war.


    Auch der Flora hier sieht man mittlerweile deutlich an, dass es weniger Wasser gibt. Was kein Wunder ist, denn jetzt gerade hat es letzte Nacht zum ersten mal seit rund 2 Monaten geregnet. Die Parks waren schon in den letzten Sommern viel brauner als früher.


    Aber weil das alles punktuelle Betrachtungen sind: Aufzeichnungen von Wetterdaten liegen in guter Qualität und großer Menge doch vor. Die Wissenschaft dahinter ist auch für Laien plausibel.

    Dieses Tool soll die Renovierung von Bestandsanalyse über Planung, Gestaltung, Umsetzungsbegleitung und Qualitätskontrolle unterstützen und den Bauherren "an die Hand nehmen" und beraten. Durch KI wird da sicherlich immer mehr möglich sein und ggf würde das Geschäftsmodell auch Fachexperten für Einzelfragen hinzuziehen falls vom Nutzer gewünscht.


    Ich bin Betroffener, also potentieller Nutzer so eines Angebots. Erfahrung habe ich nur mit einem einzigen Gebäude, also sehr anekdotisch.


    Dass Dein Geschäftsmodell funktioniert, kann ich mir gut vorstellen, zumindest solange Deine Firma aus allen Haftungen heraus bleiben kann. Dass es für die Kunden wirklich nützlich ist, kann ich mir dagegen nur schwer vorstellen.
    Für sehr viele Sachen gibt es mehr oder weniger gute Erklär-Videos auf Youtube. Baumärkte bieten - oft kostenlose - Kurse an.


    Aber die meisten Häuser sind individuell. Auf die Frage "was issn das?" habe ich auch schon die Antwort "Asbest" bekommen. Und dass ich die Fensterbänke auf Asbest prüfen lassen soll, bevor ich sie entsorge.

    Die Frage "wie geht man denn damit um?" habe ich Fachleuten so viele dutzend mal gestellt, dass ich nicht mal schätzen kann, wie oft das gewesen sein könnte. Ein paar Fotos und eine tolpatschige Beschreibung von Laien können meist nicht ersetzen, mit dem Finger darauf zu deuten, weil der Fachmann daneben steht. Und gar nicht so selten haben sich die Fachleute das dann sehr genau angeguckt, bevor sie entschieden haben wie es weiter geht.


    Aber das ist ja nur der Anfang. Ich habe mit Handwerkernzahllose Stunden diskutiert, ob ein Rohr, das hier genau so weit entfernt von der Decke ist wie 7 Meter weiter, wirklich ein Gefälle von 2% haben kann. Und ob alle meine Wasserwaagen kaputt sind, die Gliedermaßstäbe, die Laserentfernungsmesser und der Nivellierlaser. Ob ein Stück Beton, das an der Außenwand 15 cm höher ist als die Bodenplatte auf der Innenseite, wirklich die Bodenplatte ist oder ob da nicht etwas auf der Bodenplatte ist, das für die Sanierung noch runter muss. Ob man Schmutzklumpen von der Wand machen muss, bevor man Bitumen drauf streicht. Und so weiter.
    Als Laie wirst Du da einfach angelogen, egal wie absurd die Geschichten sind. Dann rufst Du die Architekten, Gutachter oder Ingenieure zu Hilfe und schon lenken die Handwerker ein und beheben die Fehler - während sie, um das nochmal zu betonen, im Gespräch mit mir zuvor vehement darauf beharrt haben, dass das alles richtig sei.


    Mir passiert das, obwohl die Arbeiter alle wissen, dass da immer wieder Fachkundige von Kundenseite auftauchen. Wenn die wissen, dass die Auftraggeber nur eine App haben, werden sie denen noch viel mehr auf der Nase herum tanzen.


    Ich wage zu behaupten, dass den meisten Baufremden die meisten Fehler nicht mal auffallen, egal wie offenkundig sie für Fachleute sind. Guck Dir zum Beispiel diesen Thread an, wo die Fachleute direkt die Kreuzfugen anmahnen.


    Und wenn wirklich etwas schief geht, schreiben die Architekten eine Mängelanzeige und man kann sich entspannt zurücklehnen.


    Die Koordination von Handwerkern ist einfach, wenn alles gut läuft. Sie ist herausfordernd, wenn das nicht der Fall ist oder sich die Chefs nicht mögen. Könnte Deine Anwendung Verträge analysieren und den Nutzern beispielsweise sagen, dass Gewerk 1 sich in den AGB freihält, Termine um bis zu x Monate zu verschieben, aber das nachfolgende Gewerk 2 Poenalen verlangt, wenn sie nicht zum vereinbarten Termin anfangen können?



    Ich wünsche Dir viel Erfolg und würde mich auch freuen, wenn Deine Entwicklung vielen Menschen helfen kann. Aber, ich denke das war herauszulesen, ich habe Zweifel, dass das letztere funktoniert.

    Es gibt tatsächlich etwas, das ich nicht verstehe:


    Ich habe 2 wirklich konkrete Fragen gestellt, auf die niemand geantwortet hat. Stattdessen wird die ganze Zeit über die Erfordernis eines Statikers diskutiert, obwohl ich mehrfach geschrieben habe, dass der später schon noch zum Einsatz kommen wird.


    Und ja, mir ist im Prinzip wirklich egal, wohin welche Kräfte abgleitet werden, denn das wird der Statiker schon hinkriegen. Solche Details interessieren mich nur aus technischer Neugierde.

    bzw, wenn verstanden, wo sind die fehlenden Infos?.

    Ich habe diese Informationen nicht. Sie sind für diesen Thread auch überhaupt nicht wichtig, denn ich habe nicht darum gebeten, dass mir das jemand statisch absegnet. Meine Frage war, ob das Einbetten von Ytong zur Erhöhung der Stufen eine sinnvolle Methode ist, um Gewicht (und Kosten) zu sparen. Das mag ja eine dumme Idee sein, weil Ytong dann mit der Zeit wegbröseln würde oder weil Ytong explodiert, wenn er mit Zementmörtel in Berührung kommt. Oder weil man den vorher so stark nässen müsste und später das überschüssige Wasser nie wieder raus käme. Oder vielleicht gäbe es noch besser geeignete Materialien.

    Dann habe ich noch gefragt, ob man denn so eine Schräge überhaupt mit einem HEA abstützen könnte, weil das ja dann schon eine sehr kleine Fläche für die Lastaufnahme wäre.

    Da habe ich immerhin gelernt, dass es kritisch zu sehen ist, an 3 Stellen zu unterstützen.

    Dann lass diese Leute planen. Dafür bezahlst Du sie doch.

    Das bedeutet ja nun nicht, dass ich mein Hirn ausschalten müsste.

    SUPER ;)


    In der Tat! Die machen viele beeindruckende Sachen.
    Mit meiner Hundehütte passe ich eigentlich nicht ins Raster, aber wahrscheinlich hatten sie Mitleid mit mir.


    Zitat

    ... doch nicht super?

    Das war eine andere Firma.


    Zitat

    Dann einen NEUEN suchen.


    Den habe ja die Architekten mitgebracht.
    Ich sage ja immer wieder, das WIRD alles auch statisch begleitet

    Zitat

    Irgendwie habe ich das Thema noch nicht verstanden.

    DU willst dem "renommierten" Architekturbüro eine Lösung bieten, obwohl DU die gerade dafür bezahlst?


    Ich möchte einfach wissen, ob das möglich ist, denn das zusätzliche Gewicht möglichst niedrig zu halten, ist m.E. immer sinnvoll, zumal damit auch eine - sogar doppelte - Kostenersparnis einhergeht; einmal weil günstiger Ytong statt teurerem Beton verwendet würde, zum anderen, weil das beeinflusst, ob und wie aufwändig die vom Statiker geforderten Maßnahmen sein werden.


    Architektur ist nicht gerade eine Branche, die den Ruf hat, ihren Kunden Bastellösungen wie ein Mörtel-Ytong-Mörtel-Sandwich vorzuschlagen. Vielleicht tun sie das aber ja. Wie geschrieben, meine Ansprechpartner sind gerade in Urlaub und das ist jetzt kein Notfall, dessentwegen ich versuchen würde, jemanden im Urlaub zu stören.

    Dazu kommt, dass ich grundsätzlich an Themen, die mir wichtig sind, dran bleibe und mir Gedanken mache. Ich mache mir auch Gedanken darüber, wie man schlauerweise den Übergang vom sich nicht setzenden Aufbau auf der Treppe zum sich setzenden Aufbau auf den Geschossdecken macht, obwohl mir klar ist, dass es dafür längst etablierte Verfahren geben muss.


    Zitat

    PS.: Bei Stahlbeton als Verbundbaustoff übernimmt der Stahl die Zug- und der Beton die Druckkräfte. Einem Einfeldträger Stützen hinzuzufügen erzeugt Zugkräfte an der Oberseite, wo vermutlich keine Bewehrung liegt.


    Danke für den Hinweis! Ich denke, ich verstehe, was das bedeutet. Bisher war überall, wo geöffnet wurde, sehr viel Stahl im Beton. An einigen Stellen gucken dünnere Stäbe sogar oben aus dem Beton heraus. Auch bei Schnitten haben wir uns schon so gefragt, warum die damals auch oben so viel Stahl eingelegt haben. Als hätten sie viel zu viel gehabt und wollten das billig loswerden. Beim Podest sieht man man auch oben und unten Armierungsteile. Trotzdem weiß man nicht, ob das unter den Stufen auch so ist und vor allem nicht, wie viel.


    Zitat

    Überlass die PLANUNG den Profis und prüfe, ob Du tatsächlich PROFIS beauftragt hast.

    Ja, die sind gut. Ich bin zwar nicht aus der Branche, aber ich kenne in der Großstadt, in der ich wohne, Handwerker, Bauleiter, Fachanwälte, andere Architekten. Und ich kenne einige ihrer Projekte, auch welche, die nicht auf der Website stehen. Mit "renommiert" meine ich nicht, dass es ein paar Google-Bewertungen gibt.


    Was das Planen angeht: Zum einen kennt keiner das Gebäude so gut wie ich, zum anderen plane ich immer und als persönlich Betroffener schwirren mir diese Themen sowieso im Kopf herum. Und je mehr ich selbst übernehme, desto schneller geht es voran, denn die Architekten habe ich ja nicht exklusiv für meine Sanierung. Wenn's brennt sind die sofort da und kümmern sich, aber es brennt halt auch mal woanders und dann dauert es bei mir länger.


    Ich würde auch selbst die Statik rechnen und mich dann freuen, wenn das Ergebnis des Statikers gleich ist, aber das kann ich ausgesprochen überhaupt nicht.

    Es muss nicht zwingend eine Betontreppe sein, aber Stahl finde ich im Wohnhaus nicht so verlockend (vielleicht, weil ich die nur von Industrie- und Institutionsgebäuden kenne, da sind die eher laut). Und Holz im Treppenhaus kann ich mir gar nicht vorstellen. Kann aber natürlich sein, dass das als einzig sinnvolle Lösung übrig bleibt.

    Rein von der Geometrie könnte man problemlos an den 3 markierten Stellen per Stahlträger in die tragende Wand ableiten. Ein paar Meter weiter hat der zugelassene TWP die Last einer 6-Meter-Strecke per HEA 260 auf zwei 30-cm-Betonlagern in die gleich dimensionierte tragende Wand vorgegeben. Da hatte er 34,5 kN/m Last errechnet. Deswegen bin ich zuversichtlich, dass er auch für 5 kN pro Meter etwas finden wird.


    Haben die damals bestimmt gemacht, aber diese Dokumente gibt es nicht mehr. Ich wäre froh, wenn es anders wäre, denn dann hätte nicht schon ein halbes Dutzend mal ein Statiker kommen und etwas bewerten müssen.

    Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien er das bewertet hat, aber oben wird der Fußbodenaufbau zwar ein kleines bisschen höher, jedoch sogar leichter als der zuvor. Da gab es kaum eine Stelle mit weniger als 8 cm Estrich, dann kam noch eine (Mörtel-?) Schicht, dann Steinplatten in ca 2,5 cm Dicke.
    Richtig aufgebaut wird unten, dort im wesentlichen Dämmung. Der Aufbau unten wird vielleicht etwas schwerer sein als zuvor, obwohl der ziemlich gleich dem oben war. Aber die trittstabile Dämmung ist ja auch nicht sooo leicht. Das liegt dann jedoch direkt auf der Bodenplatte auf.


    Aber eigentlich wollte ich ja nur wissen, ob jemand eine bessere Idee hat als Ytong, um die Masse zu reduzieren. Und dann kam mir noch die Frage, ob man da überhaupt HEA ansetzen könnte.

    Bei unserem Firmenneubau gab es einen Fehler in der Werkplanung, der allen durchgerutscht ist: die Rohbauhöhe der Trittstufe war 2,5 cm zu gering. Das hat am Ende der Fliesenleger mit Wedi-Platten ausgeglichen.

    Die Lösung war - zugegeben - sehr pragmatisch und ist mMn für ein zweites, untergeordnetes Treppenhaus in einem Gewerbebau völlig ok. Aber in einem EFH möchte ich das nicht uneingeschränkt empfehlen, da es akustisch doch einen anderen Eindruck macht.


    Das ist interessant! Wedi-Platten hatte mir auch jemand vorgeschlagen. Die gibt es auch in vielen verschiedenen Dicken.


    Kannst Du den veränderten Klang beschreiben?

    Dafür gibt es zwei in der Umsetzung „einfache“ Lösungen:

    • Die unten und die oben an die Treppe angrenzenden Decken werden im selben Maße verstärkt. Dann können alle Stufen im selben Maß aufgedoppelt werden und das Steigungsverhältnis der Treppe ändert sich nicht. (Genau das scheint bei Dir geplant zu sein?)
    • Der Bodenaufbau einer angrenzenden Decke (eines Treppenpodests) wird exakt um das Steigungsmaß der Treppe verstärkt und schließt so wieder oberflächenbündig an die Stufe an. Eventuell muss dann aber an einem Podest die Höhe der Brüstung bzw. des Handlaufs auch um dieses Maß nach oben angepasst werden.


    Der damalige Planer hatte beabsichtigt, den unteren Fußboden genau um das Maß zu über-erhöhen, dass die unterste Treppenstufe (oder die unteren beiden; ich erinnere mich nicht mehr genau) im neuen Bodenaufbau verschwindet. Das hat offenbar nicht geklappt. Nachdem jetzt aber alles auf die neuen Höhen geplant und zum Teil auch bereits umgesetzt ist (Stürze, TGA), wäre es Irrsinn, jetzt die Höhe des Bodenaufbaus zu ändern.


    Leider ist es auch keine gleichbleibende Aufdickung; sie geht von 105 bis 140 mm. Das sieht man der Skizze nicht an. Der neue Bodenaufbau verschluckt unten rund 1,5 Stufen.





    Zitat

    Ich würde diese beiden Ansätze immer allen anderen gegenüber bevorzugen und die gesamte Planung damit in Einklang zu bringen versuchen, bevor ich bei mehr als einem Treppenlauf über irgend etwas anderes anfange nachzudenken.


    DAS immerhin ist etwas, das ich sehr gut verstehe, nachdem ich die neuen Maße jetzt einmal ausgerechnet, die neue Masse berechnet und mir auch überlegt habe, wie man das überhaupt umsetzen kann.


    Zitat

    Stahlbetondecken und somit auch Treppen sind statisch nachgewiesen und regelmäßig nicht darauf ausgelegt nachträglich erhebliche zusätzliche Lasten aufzunehmen, also solche, die deutlich höher sind als 30 - 50 kg / m2. Wenn die beiden oberen Ansätze nicht nutzbar sind, sollte deshalb eher über den Rück- und Neubau der Treppe nachdenken, als über einen Umbau.


    Ui! 30 - 50 kg/m²!? Warum ist die Zahl denn so niedrig? Ich habe Freunde, die das dreifache dieser Obergrenze auf weniger als einen Quadratmeter bringen.


    Kannst Du aus der Erfahrung ganz grob schätzen, was der Neubau einer solchen Treppe ungefähr kosten würde? Bei Bauthemen werde ich immer wieder davon überrascht, dass etwas zehnmal so viel kostet, wie sich das mein Bauchgefühl vorgestellt hat - oder nur ein zehntel davon.




    Zitat

    Das ist ein elendiges Gewurschtel, da es kraftschlüssig mit dem Treppenlauf verbunden werden muss und ebenfalls statisch nachgewiesen werden muss es auch.


    In diesem Fall habe ich sogar das Glück, dass es einen Formschluss gibt, weil da Holzstücke eingelegt waren.

    Ich dachte: Haftbrücke, dünne Schicht Zementmörtel um Unebenheiten auszugleichen, dicke Schicht Ytong, ca 2cm Zementmörtel. Stelle ich mir das zu einfach vor oder ist das nur nicht für professionelles Arbeiten geeignet, weil es zu zeitaufwändig ist?






    Zitat

    Von einer dafür engagierten und bezahlen Statikerin, ggf. in Kooperation mit einer Architektin das Problem betrachten, bewerten und eine oder mehrere Lösung vorschlagen lassen. Unser Leib- und Magenstatiker und wir können das tatsächlich immer zusammen am besten, weil wir doch sehr professionell unterschiedliche selektive Blicke auf solche Probleme haben, die sich zusammen dann aber perfekt ergänzen.

    Ab zum Statiker bevor gebastelt wird - am besten ohne dass gebastelt wird!


    Mein Lieblingststatiker hat sich jetzt leider in den Ruhestand verabschiedet und redet nicht mehr über Statik, weil er nicht mehr versichert ist. Kürzlich hat mein Architekt etwas statisch berechnet und kann dafür höchstens eine halbe Stunde gebraucht haben. Danach hat er es zur Überprüfung an einen Statiker gegeben, der geschrieben hat "ist ausreichend dimensioniert. Bitte überweisen Sie 400 Euro." Das ist schon ein bissl gemein.


    Aber ich gönne auch den Statikern ihr Geld. Ich frage mich, was jemand da rechnen kann, wenn es weder Pläne gibt, noch Angaben zur Bewehrung und Betonqualität.


    So oder so wäre es gut, das Gewicht niedrig zu halten, egal was später ein Statiker zum Aufnehmen der neuen Kräfte sagt. Material sparen ist immer gut.

    DAS glaube ich nicht. Du kannst es vielleicht nicht lesen, aber geben wird es was.


    Ich verstehe diese Aussage nicht. Weder wie Du nicht glauben kannst, wenn ich sage, was ich dazu weiß und was ich dazu nicht weiß. Noch das mit dem lesen, da weiß ich gar nicht, was Du meinst.


    Zitat

    Das, was Du willst, nennt sich Planung und


    Eigentlich ist das nicht was ich will. Ich bin ja mit Sicherheit nicht der erste, der vor so einer Situation steht und hatte gehofft, dass jemand mit Erfahrung oder Fantasie eine Meinung zum Ytong und Styrodur sagen kann. "Klappt das oder bröselt das mit der Zeit dann doch kaputt?" beispielsweise

    Und wie man eine schräge Ebene mit einem Träger abstützen würde. Auch das wird es ja entweder schon oft geben oder es darf nicht gemacht werden.

    Für Planung und Bauleitung habe ich ein renommiertes Architekturbüro, das die Sanierung begleitet. Aber die haben auch andere Projekte und meine Ansprechpartner sind jetzt im Urlaub. Alle relevanten Änderungen wurden von einem TWP berechnet.
    Ich mache mir gerne Gedanken um "mein Zeug". So entwickelt man Ideen. Manchmal sagt mir dann ein Fachmann "das ist echt ne dumme Idee", manchmal aber auch "gute Idee, können wir so machen".


    Und, ehrlich gesagt höre ich von Fachleuten immer wiede rmal, dass sie sich freuen, dass sich mal jemand mit den Themen befasst und sie zu verstehen versucht, statt nur eine Farbe auszusuchen und zu sagen "jetzt macht mal".

    Hallo liebes Forum,


    in meinem Haus befindet sich eine Treppe, die wegen sich ändernder Meterrisse angepasst werden muss. Hier ist eine (ziemlich proportionstreue) Skizze, dunkelgrau ist die bestehende Stahlbetontreppe, hellgrau ist das, was drauf muss:


    Tatsächlich wendet die Treppe nach dem Absatz, aber das kann ich nicht zeichnen.



    Der Betonkörper der Bestandstreppe ist so dimensioniert:



    Ich weiß, dass armiert ist, aber nicht wie viel und wie stark. Pläne gibt es nicht.

    Wenn man das mit Beton aufgösse, kämen da 2,3 t oben drauf. Meine Idee ist, da möglichst dicke Gasbetonsteine (alternativ hätte ich noch Styrodur von der Perimeterdämmung übrig) draufzulegen und die dann bis zur Sollhöhe zu übergießen, das wird ordentlich Gewicht reduzieren. Dennoch bin ich paranoid und weil ich sonst keine Ruhe habe, wird der untere Abschnitt am linken und rechten Rand eine Mauer zur Unterstüzung bekommen - bis zur Mitte des Podestes.


    Den oberen Teil kann man nur an einer Seite untermauern, die andere bleibt schwebend an eine tragende Mauer anstoßend, denn darunter sind die Hausanschlüsse. Rein geometrisch bietet sich an, kleine Stahlträger darunter zu setzen. In der Skizze habe ich mögliche Positionen blau markiert. Möglich, weil da nicht ein Zähler, Sicherungskasten o.ä. im Weg ist.


    Habt Ihr eine bessere Idee als Ytong?


    Wenn man einen klassischen HEA nimmt, wie er an anderen Stellen des Hauses zum Einsatz gekommen ist, dann würde die Treppenschräge gegen die Ecke des Trägers drücken. Von der Lastabgabe ist das ja nicht so günstig. Wie stützt man denn Schrägen mit Trägern ab?


    Vielen Dank für Eure Ideen und Tipps!

    Viele Ausreden, Feuchtigkeit im Keller.


    Entscheidend wäre für mich nicht, ob alles stimmt was vorgetragen wurde, sondern, ob es im Ergebnis (kein Wasser im Keller) passt. Scheint ja nicht zu passen, insofern kann es Dir erst einmal egal sein woran es lag (Verarbeitungsfehler, falsches Material,....), solange das Ergebnis am Ende, also nach erfolgter Nachbesserung, passt.


    Vielleicht sollte man hier mal mit der Hinzuziehung eines Sachverständigen "drohen" um denen mal Beine zu machen.


    Das stimmt natürlich. Andererseits kostet mich das alles Zeit, also weil ich oft vor Ort sein muss und weil das die Fertigstellung und damit den Einzug verzögert. Das Architekturbüro, das die Sanierung begleitet, ist natürlich nur sporadisch, bei Bedarf, vor Ort.

    An anderen Stellen habe ich durch lesen, nachdenken und Beharrlichkeit schon dafür sorgen können, dass Fehler vermieden werden, die sonst später zu viel Verzögerung und auch Mehrkosten geführt hätten.

    Und bisher war schon sehr deutlich zu sehen, dass ganz unterschiedlich gearbeitet wird, je nachdem ob ich (oder gar ein Architekt) anwesend ist oder nicht. Bei der betroffenen, leckenden Wand war ich nicht dabei. Am Samstag haben wir ca 80% der Wand wieder freigelegt; gebaggert hat jetzt ein anderer Tiefbauer und auch der Architekt war zugegen. Der Baggerfahrer und der Architekt stellten schnell fest, dass nur die obersten ca 30 cm Bergkies verdichtet waren; die 250 darunter nicht. Noch tiefer haben wir gefunden: Dränrohr zu hoch (Rollkies darunter), Vlies nur drüber gelegt statt eingeschlagen, ein paar Meter Vlies fehlten komplett und ein ins Haus gehendes Rohr war nicht abgedichtet worden (das war aber ziemlich sicher nicht die Ursache für die Nässe innen).


    Ein Sachverständiger für Bauschäden war schon ziemlich am Anfang mal da, weil der Subunternehmer offenkundig die Wände nicht gereinigt hatte und das Bitumen am Sockel einfach auf eine fingerdicke Schicht Sand gestrichen hatte. Habe etwa eine halbe Stunde mit ihm diskutiert, dass das ja nicht mehr dicht werden könne und ihm letztendlich verboten, Dämmung aufzukleben, bevor der Gutachter und die Architekten sich das angesehen haben. Im Ergebnis musste alles wieder runter. Das Bitumen war auch nur 2 mm statt mindestens 4 mm dick.


    Mein Auftragnehmer scheint aber großes Vertrauen zu haben, dass die selben Arbeiter da jetzt sauber gearbeitet haben.

    Man müßte mal wissen, was da alles verarbeitet wurde. So wie das anhand der Bilder für mich aussieht, könnte es sein, dass die Ausbildung der Hohlhkehle mangelhaft bzw mit dem falschen Material hergestellt wurde. Aufgrund des Wassereintritts im Keller würde ich davon ausgehen, dass die Abdichtung nicht bis zur Unterkante der BNodenplatte heruntergeführt wurde. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass bei den Arbeiten nicht im System geblieben wurde, d.h. es wurden z.B. Hohlkehlmörtel, Grundierung/Voranstrich und Dickbeschichtung verschiedener Hersteller verwendet, die sich unterienander nicht wirklich vertragen. Bei der Abdichtung sollte man eigentlich immer im System einer Herstellers bleiben um Inkompatibilitäten zu verhindern.

    Die Hohlkehlen habe sie eigentlich ums ganze Haus herum mit der Bitumenmasse gemacht. Also mit Bitumen über dem rechten Winkel eine Rundung geformt.


    Abgedichtet wurde nach Vorgabe des Architekten nicht bis zur Sockelunterkante, sondern zur Oberkante. Er sagte, wir dürfen nicht tiefer graben als Sockeloberkante (wegen des Bodens und weil man mangels Bauplänen nichts über das Fundament weiß). Deswegen wurde dann beschlossen, dass sie die Bankettkante zuerst komplett mit dem heißen Zeug einstreichen (wenn ich mich recht erinnere bis ca 30 cm nach oben). Danach ging es erst mit Voranstrich und Bitumenanstrich weiter.


    Dass kein Hohlkehlmörtel verwendet wurde, hatte ich gerade schon geschrieben. Über die heiße Masse weiß ich nichts, aber Voranstrich und Dickschicht stammen von Heck. Für den Voranstrich wurde meiner Erinnerung nach die Dickschicht 1:10 mit Wasser verdünnt, was - ebenfalls meiner Erinnerung nach - den Herstellervorgaben entspricht.

    • Bei der nach der Schilderung hier wohl teilweise vorliegenden Wassereinwirkungsklasse W2.1-E „Mäßige Einwirkung von drückendem Wasser ≤ 3 m Eintauchtiefe“ ist produktunabhängig immer zwingend in der Mitte der ersten / unteren Auftragsschicht ein hochreissfestes Armierungsgewebe einzubringen. Ohne dieses ist die Ausführung mangelhaft.
    • Das fachgerecht eingearbeitete Armierungsgewebe macht Risse in der PMBC-Masse unmöglich.
    • Unter sommerlicher Sonneneinstrahlung erhitzen sich schwarze Oberflächen - insbesondere waagerechte - schnell auf weit über 60 Grad C. Bei der Verarbeitung von PMBC ist die tatsächliche Materialtemperatur relevant, nicht die Lufttemperatur, welche übrigens für die Wetterbeobachtung noch dazu immer im Schatten gemessen wird!
    • Auf dem ersten Bild ist der ebenfalls zwingend immer erforderliche Voranstrich nicht erkennbar.

    Vielen Dank für Deine Einschätzung!

    Es ist in der Tat W2.1-E. Zwar gibt es keine Analyse, aber wegen der Hanglage und des Lehmbodens waren sich alle Fachleute einig, dass gegen drückendes Wasser abgedichtet werden muss.

    Ein solches Gewebe habe ich an anderen Wänden gesehen - anfangs war nämlich die Bitumen-Schicht so dünn, dass man überall die Struktur sah, oft sogar die grüne Farbe des Netzes. Bei der Wand, an der jetzt Nässe eindringt, war ich allerdings nicht dabei, als die bearbeitet wurde; ob dort auch Gewebe verarbeitet wurde, weiß ich nicht.


    Die leckende Seite ist Südseite, aber längst zugeschüttet; die Kante mit dem Riss ist Nordseite, da kommt nur die erste halbe Stunde nach Sonnenaufgang Sonne direkt hin. Ich bin mir sicher, dass keine der beiden Stellen 60° (oder auch nur 40°) erlebt haben, nicht mal während der heißen Tage zuletzt.


    Oh ja, das mit dem Voranstrich stimmt! Bei anderen Wänden haben sie die Bankettkante mit einer schwarzen Masse eingestrichen und zuvor sogar den Beton angewärmt, damit die Masse gut in alle Ritzen kriechen kann. Das ist wahrscheinlich vorne (bei dem Riss) nicht geschehen.

    Hallo liebe Experten,


    ich habe ein Haus aus vermutlich den späten 60ern, das am Hang steht. Im April begannen Arbeiten zur Abdichtung und Perimeterdämmung: Freilegen, Wände abdichten, Dämmung anbringen, mit Bergkies verfüllen.


    Ich versuche hier, alles möglichst gut zu beschreiben, weil ich nciht weiß, was alles relevant sein kann, damit Ihr Euch eine gute Vorstellung davon machen könnt. Leider ist dieser Post deswegen etwas lang geworden.


    Das Ganze hat mich ziemlich Nerven gekostet und es hat auch ziemlich lange gedauert (die Ansage von Tiefbauer und Dichter/Dämmer war ursprünglich 1 Woche ausschachten, knapp eine Woche dichten und dämmen, knapp eine Woche verfüllen). Die Qualität der Abdichtarbeiten war jedoch so schlecht, dass sogar ich als Laie das einfach erkennen konnte (Wand offenbar nicht gesäubert, Beim Übergang zur Sockelplatte auf ca 1 Finger breit Sand gestrichen), dass ich der Truppe verbot, die Dämmung aufzukleben, damit sich das erst mal ein Gutachter und die die Sanierung begleitenden Architekten ansehen können. Der Chef der Abdichter war ziemlich sauer, weil er mir wiederholt versicherte, das würde schon dicht werden, er mache das seit vielen Jahren. Am Ende musste er sich aber der Bewertung der Fachleute beugen: Alles wieder runter, neu und richtig machen.


    Das als knappe Vorgeschichte zu der fachlichen Qualität des ausführenden Unternehmens (Subunternehmer meines Auftragnehmers).


    Jetziger Stand ist, dass alles abgedichtet, gedämmt, mit Bergkies wieder verfüllt wurde. Allerdings nur bis ca 1 Meter unterhalb Gelände-Oberkante, denn die Styrodurplatten lösen sich stellenweise wieder. Daran muss noch gearbeitet werden.


    Drei Seiten des Hauses sind erdberührt, die vordere nicht - da liegt die Sockeloberkante nur 15-20 cm unter der Gelände-Oberkante. Weil es (für mich) erstaunlicherweise auch dort alle paar Monate mal einen großen feuchtnassen Fleck in der Hausecke gab, habe ich darauf hingewiesen, dass auch dort bitte ganz gewissenhaft abgedichtet werden solle, auch wenn dort, im Gegensatz zu den erdberührten Außenwänden, kein drückendes Wasser sei.


    Die betreffende Vorderseite ist NNO ausgerichtet, fast den ganzen Tag im Schatten; nur die milde frühmorgendliche Sonne leuchtet da mal kurz hin. In der Woche, in der dort abgedichtet wurde, herrschten Temperaturen zwischen ca 17 und 25 °C.


    Die Sockelkante wurde an einem späten Nachmittag abgedichtet. Schon am nächsten Morgen sah ich einen Riss im Bitumen, der etwa 1 mm breit war und (schwarz auf schwarz) deswegen auch nur sehr schwierig zu fotografieren. Der Auftragnehmer meinte, das sei nicht schlimm, da käme eh nochmal Dichtung drüber. Jetzt, ca vier Wochen später, ist der Riss viel länger und 5-10 mm breit. Zusätzlich hat sich das Material aus der Fuge Sockel/Wand gelöst und bildet jetzt so eine Art runde Kehle mit Hohlraum dahinter.


    Wegen weiterer Probleme war ein Termin u.a. mit einem Vertreter der Dichtmasse, dem Auftragnehmer und dem begleitenden Architekturbüro vereinbart.
    Folgendes habe ich gehört:

    "Da hat sich was gesetzt".

    Das kann nicht die Ursache sein, denn dann hätte das Haus überall Setzrisse; außen ist so eine Art Zementputz dran. Außerdem müsste dann eine Kante der Bodenplatte nach unten weggeknickt sein, oder die Mauer darauf hätte sich gehoben.


    "Da sind ja jetzt die ganze Zeit ein Bagger und ein Dumper herum gefahren! Bei dem Gerüttel ..."

    Im Prinzip stimmt das, aber es waren ein kleiner Bagger und ein Mini-Dumper, die da so auf 1-2 Meter mal dran vorbei gefahren sind. Vor allem der Mini-Dumper, der Bagger nur wenige male. So oder so: Kein Risschen im Haus zu sehen, dann kann das auch nicht den Bitumenbelag darauf zerreißen.


    "Ja, bei DEN Temperaturen!"

    Das kann ich nicht bewerten. Klar, die letzten 10 Tage waren ziemlich heiß, aber die Schäden sind ja schon viel früher entstanden. Weil ich die selbe Diskussion zuvor mit dem Auftragnehmer hatte, wusste ich noch, dass es nie wärmer als 25°C war. Und der Riss ist so groß geworden, bevor die Hitzewelle kam. Die Dichtmasse hat eine Verarbeitungstemperatur bis 30°C.


    "Bitumen schrumpft immer!"

    Auch das kann ich nicht bewerten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es normal ist, dass das Zeug so stark schrumpft, dass es so große Risse gibt. Immerhin war der Auftrag "Abdichten gegen drückendes Wasser in Hanglage". Mit Rissen kann das ja nicht dicht bleiben.


    "Da streichen wir nochmal drüber."

    Naja, ... solange man nicht weiß, warum es rissig wird, kaschiert das ja bestenfalls das Problem.


    Weil das noch nicht reicht, habe ich im Inneren im Keller einige feuchte Stellen gefunden. Besonders blöd ist, dass das hauptsächlich Stellen betrifft, die vor der Sanierung noch trocken waren. Die Architekten wollten Temperaturmessungen machen, um eventuelle Taubildung zu prüfen. Da die Bodenplatte nicht gedämmt ist, die Außenwand jetzt schon, ist das durchaus plausibel. Das ist aber noch nicht geschehen.


    Gestern habe ich das Haus außen gegossen - moderates Wasservolumen pro Zeiteinheit, insgesamt ca 300 Liter, schätze ich. Die zuvor trocken gepusteten Stellen wurden innerhalb weniger Stunden nicht nur feucht, sondern nass bis hin zur Pfützenbildung.


    Jetzt habe ich die große Sorge, dass auf der Rückseite des Hauses der Sockel auch solche Risse in der Abdichtung hat.


    Als Laie kann ich mir gerade drei mögliche Ursachen vorstellen:

    1) Da wurde wieder beim Abdichten gepfuscht.

    2) Das Material wurde falsch angemischt (2 Komponenten).

    3) Das Material hat einen Fehler, zB schon produktionsseitig, oder weil es zwischen Hersteller und meiner Baustelle falsch gelagert wurde.


    Habt Ihr weitere Ideen, wie es dazu kommen kann?

    Wie könnte man auf einen etwaigen Produktionsfehler prüfen lassen? Der Hersteller wird dabei ja wahrscheinlich nicht offenherzig unterstützen.


    Vielen Dank für Eure Erfahrungen und Meinungen! Freue mich auch besonders über Tipps, wie ich weiter vorgehen sollte.


    Weil Bilder mehr als 1000 Worte sagen, hänge ich noch an:


    Riss Außenbereich:


    Riss Außenbereich mit Messschieber:


    Kellerecke trocken:


    Kellerecke 4h später (nass):


    Kellerecke mit stehendem Wasser:

    Das ist so formuliert wasserrechtlich in D fast überall unzutreffend, denn wohin soll das Wasser denn auf einem mittelmäßig ebenen Grundstück abgeleitet werden? Ohne Ableitung wäre eine Drainage keine. Die (neue) Ableitung von Drainagewasser zur Gebäudetrockenlegung stellt regelmäßig einen Eingriff in das Grundwasser dar und ist deshalb genehmigungspflichtig. Wenn kein Wasser abgeleitet wird, kann man die Maßnahme auch gleich unterlassen, s.o..

    Wie ist das denn, wenn man das Dränwasser in eine Zisterne leitet, mit der man dann wiederum den Garten gießt?

    Oder wenn man es (leichte Hanglage) einfach auf die Oberfläche des eigenen Grundstücks entlässt?

    Tja die tausenden Sklaven fehlen uns an allen Ecken und Enden und vor allem die Abgebrühtheit, dass es auf Menschenleben, gleich welcher Anzahl, nicht ankommt.


    Ich habe vor einiger Zeit einen Beitrag von "Bayern 2 Radiowissen" gehört, da ging es um den Pyramidenbau. Ein paar Experten äußerten sich; u.a. jemand, der als Diplom- oder Doktorarbeit die Pyramidenbauten untersucht hatte, mögliche Verfahren entwickelt und andere Theorien widerlegt hat. Auch Historiker, Ägyptologen und so kamen zu Wort.


    In diesem Beitrag sagten sie, dass das mit den Sklaven ein Mythos sei, den alle halt aus Filmen kennen. Tatsächlich seien die Arbeiter aber hoch angesehene Fachkräfte gewesen, die gut versorgt und bezahlt wurden.

    Danke für den Hinweis! Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, als was das entsorgt wurde. Wenn ich nicht gerade Containersachen hatte wie Bauschutt, waren meine einzelnen Mengen immer so gering, dass es sich nicht gelohnt hat, das analysieren zu lassen. Mein Bauleiter meinte, es wäre für mich am schnellsten und günstigsten, einfach alles Unbekannte wie so eine Art Asbest-Dioxin-Gemisch zu entsorgen, also immer höchste Giftstufe. Ich habe das Zeug dann in BigPacks im Kofferraum zu einem Entsorger gebracht, ihm erklärt, wo ich das gefunden habe, und der hat mir dann gesagt, wo ich das ablegen soll.

    Ist der teilende Teil vielleicht statisch notwenig? Verbindender Ringanker o.ä.?


    Die umgekehrten J sehen wie Schwanenhalsentlüfter aus, die durch das "neue" Dach absolet wurden.

    Gabs da früher mal ne [Schwerkraft]heizung mit einem offenen System?


    Ich habe im Internet nachgesen, was das bedeutet und habe das hoffentlich richtig verstanden.


    Demnach ist es wahrscheinlich, dass es eine Schwerkraftheizung gab (Bj. 1963, ziemlich groß dimensionierte Rohre). Jedoch habe ich auch gelesen, dass ein Offener Ausgleichsbehälter am höchsten Punkt des Heizkreislaufs sein muss und da hätte ich jetzt erst mal keine Idee, wo das gewesen sein könnte. In der Küche und im Bad gab es jedoch stillgelegte Stahlleitungen, die ich beim Entkernen als Reste einer älteren Wasserinstallation vermutet habe; das könnte aber auch eine Verbindung zu so einem offenen Ausgleichsbehälter gewesen sein.

    Beim Kauf durch mich gab es im Haus eine Ölheizung und eine Gastherme, die beide genutzt werden konnten - beide aber nicht mehr aus dem Bereich des Baujahres. Öl würde ich grob auf 90er schätzen, die Gastherme war von ungefähr 2005.


    Als Laie kann ich statische Sachen schwer einschätzen. Habe festgestellt, dass das etwas ist, bei dem Bauchgefühl nicht funktioniert. Von letzterem her kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein Ringanker ist, also besonders zugfest ist. Es sind ja im wesentlichen gemauerte Bims-Steine, innen hohl. Falls darunter eine Armierung ist, hätten sie die wohl auch mit Beton zugießen können, statt noch Steine drauf zu stellen.

    Danke für den Hinweis zur Entlüftung!

    Für mich erstmal nicht. Ich würde davon ausgehen, dass diese Attika über dem älteren Bauteil von Anfang bereits geplant und vorhanden war. Da brauchte es dann einfach eine innenliegende Entwässerung - und eigentlich nach heutigem Wissen eine weitere (Not-) Entwässerung.



    Mich wundert daran am meisten, dass das von unten über die gesamte Geschossdecke hinweg nach einer in einem Stück gegossenen Betonplatte aussieht. (Die Geschossplatte eins darunter ist von oben komplett frei und sieht auch nahtlos aus.) Aber selbst wenn in mehreren Schritten gegossen wurde und man heute keine Naht mehr sieht: Die Mauersteine sieht man von unten jedenfalls nicht und diese Linie würde mittig durch die Diele gehen. Wäre da mal eine tragende Wand gewesen, dann würde ich zumindest erwaten, dass man das von unten noch sehen kann - man sieht aber nur Holzabdrücke (wo eben der Putz weg ist). Dass die Decke so abgespannt war, dass sie noch 1,7 weitere Meter trägt, will ich gar nicht ausschließen (wie auch, als Amateur).


    An anderen Stellen konnte man sehen, dass de damals Beton ziemlich gerne genutzt haben: Über die Türen wurde nicht ein Sturz gemauert, sondern frei gelassen; der ziemlich hohe Sturz wurde dann beim Gießen der nächsten Geschossdecke mit gegossen. Zwei tragende Mauern habe ich entfernt; da ging der Beton der Geschossdecke in die Mauersteine hinein. Dem Anschein nach haben sie gemauert, wenn noch 3 cm fehlten oder zu viel waren, wurde einfach mit verschalt bzw die Mauer vom Deckenbeton umschlossen. War die Mauer deutlich zu hoch, wurden Steine geschnitten, da lief dann der Beton rein - das Wegmeißeln war die Hölle.

    Von daher jedenfalls würde ich vermuten, dass man eine ehemalige Mauer in diesem Haus immer sehen würde, sofern nicht verputzt wurde.


    Von oben betrachtet scheinen die Steine in den Beton gedrückt woden zu sein oder (wahrscheinlicher) auf etwas gelegt, bevor dann die Platte gegossen wurde. Mir fehlt noch immer die Fantasie, zu welchem Zweck. Erst dachte ich, dass wäre so eine Art Verbindung, damit man die Decke in 2 Schritten gießen kann. Allerdings wurden die anderen Geschossdecken augenscheinlich am Stück gegossen. Jedoch dürften die nicht so hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein wie die ganz oben, als es nur das Flachdach gab.

    Dann dachte ich, es ging nur um eine Erhöhung, damit man die zwei Wannen erhält. Aber, hm, warum? Das Wasser fließt dadurch nicht besser oder schneller ab. Man hat sogar den Nachteil, dass, falls eine Entwässerung verstopft ist, das Wasser dieses bereiches nicht einfach durch die andere abfließen kann.

    Und für eine Erhöhung hätte man auch einfach ein paar Steine auf die fertige Betonplatte legen können, bevor dann Bitumenkork und Dachpappe drüber kommen. Die müssten ja nicht in der Betonplatte verankert sein.

    So, ich habe mal in der Nachbarschaft herumgefragt. Da ich dort noch nicht wohne, dauert es manchmal, bis ich weder vor Ort sein kann. Die alteingesessenen Nachbarn sind der meinung, dass das Haus in einem Anlauf so gebaut wurde; nicht Bau und später Erweiterung. Ich habe aber auch nur noch 3 Haushalte gefunden, die sich an die Bauzeit erinnern können (bzw das sagen). Auch ist möglich, dass noch während der Bauphase eine Erweiterung dazu kam.


    Eine innenligende Dachentwässerung haben alle Häuser in dieser Straße bis auf 2: Meines, das nachträglich ein Walmdach auf das Flachdach bekommen hat und eines, bei dem der Bauherr von Anfang an auf ein Pultdach bestanden hat. Alle anderen haben ein Flachdach, das durchs Haus entwässert wird.

    So ein Mäuerchen, dass das Flachdach in zwei einzelne Wannen unterteilt, hat sonst niemand dort, zumindest wusste niemand davon.

    Ich war nochmal im DG und habe auch in alten Unterlagen gewühlt. Genauso wie das Mäuerchen, das mich da gerade beschäftigt, gibt es eine umlaufende Erhöhung ums ganze Dach, hier in pink dargestellt. Die beiden alten Wasserabläufe des Flachdaches habe ich mit pinkfarbenen Punkten markiert.

    Durch die Erhöhung, die die beiden Dachteile trennt, entstehen also zwei Becken, von denen jedes einen Ablauf hat. Jetzt frage ich mich, ob das gemacht wurde, um sicherzustellen, dass das Wasser vom jeweiligen Dachteil auch durch seinen eigenen Abluss abläuft - auch wenn mir keine Idee einfällt, warum man diesen Aufwand treiben sollte. Ist das ein plausibler Gedanke?






    Über die umlaufende Kante weiß ich nicht viel, da sind auch noch Bitumen und Dachpappe drüber. Die Maße habe ich da nur sehr grob, denn das war zu eng und ich musste im wesentlichen tasten und dann schätzen. Von daher könnten da drunter genau die gleichen Steine sein wie beim Mäuerchen in der Mitte. (Das "umlaufende Kantholz" ist die Fußpfette.)




    Dann habe ich noch die Hoffenung, dass vielleicht jemand weiß, was es mit den umgebogenen Rohrenden auf sich hat. Sie wurden für die Dämmung abgeschnitten, sind also für die Modernisierung nicht mehr relevant. Aber ich würde mich freuen, weil auch da niemand vor Ort eine Idee hatte und höre auch gerne, wenn jemand einfach rät. Im angehängten Plan habe ich die Positionen in blau markiert.


    Danke und ein schönes Wochenende!

    Hmm, interessante Überlegungen... Entgegen des Namens ist die Privat-Haft*pflicht* ja keine Pflichtversicherung.

    Die Haftpflichtversicherung (egal ob Private oder KFZ-) heißt so, weil sie dann einspringt, wenn der Versicherungsnehmer haftpflichtig ist (also einen Schaden verursacht und in der Verpflichtung ist, diesen auszugleichen), nicht weil sie eine Pflichtversicherung wäre.
    Würde man das Wort mit Bindestrich schreiben, also eine Haftpflicht-Versicherung, nicht eine Haft-Pflichtversicherung (die, dem Namen folgend, dann eher eine Versicherung wäre, wenn der VN in Haft kommt).


    Man ist übrigens tatsächlich nicht immer zum Ausgleich des Schadens verpflichtet. Bei kleinen Kindern unterhalb eines bestimmten Alters ist meines Wissens die Lage so, dass weder das Kind noch die Eltern Zahlen müssen, wenn die Eltern nicht die Aufsichtspflicht verletzt haben. Das kann dann zu Ärger führen, wenn der dreijährige Spross mit dem Dreirad gegen Eigentum des Nachbarn fährt und der dann auf dem Schaden sitzenbliebe. Deswegen gibt es schon länger auch Haftpflichtversicherungen, die Schäden von kleinen Kindern ausdrücklich mit einschließen.


    So einen Fall, der nach versuchtem Versicherungsbetrug aussieht, hatte ich selbst auch schon mal. Dabei habe ich einen (wirklich schon sehr) morschen Zaunpfahl beschädigt, mich umgehend beim Eigentümer gemeldet und das auch der Versicherung mitgeteilt. Der Eigentümer wollte seinen ganzen Zaun austauschen lassen, weil der angeblich zuvor noch völlig in Ordnung gewesen wäre. Die Schäden am Zaun konnten aber rein mechanisch nicht von meiner Aktion stammen, weil dafür Kräfte aus der entgegengesetzten Richtung notwendig gewesen wären. Naja, um es nicht zu lang zu machen: Er blieb vehement bei seiner Aussage, ich teilte der Versicherung mit, dass ich den Verdacht habe, dass da betrogen werden soll, die haben einen Gutachter angekündigt und plötzlich war alles in Ordnung und er wollte gar nichts mehr.


    Bei jeder Versicherung kann man ja auch immer entscheiden, einen Schadensausgleich selbst zu übnernehmen. Meldet man ihn aber nicht rechtzeitig, dann kann die Versicherung die Übernahme ablehnen. Von daher stimme ich dem Tenor hier absolut zu: Melden und erst mal die Fachleute machen lassen.