Beiträge von VollNormal

    In Brandenburg ist nach einem Starkregen die Seitenwand eines Wohngebäudes eingestürzt.

    Ich kenne die dortigen Bodenverhältnisse nicht, der seitlich gelagerte Aushub sieht mir aber nach einem bindigen Boden mit sandigen bis kiesigen Bestandteilen aus. Eine wie auch immer geartete Sicherung der Baugrubenwände kann ich auf den Bildern nicht erkennen. Nach meinem Dafürhalten wurde der Einsturz grob fahrlässig herbeigeführt.


    Bei uns im Stadtgebiet findet sich unter der belebten Bodenzone flächendeckend im Wesentlichen der typische Bochumer Lösslehm, also ein feinsandiger Schluff. Bei normalen Verhältnissen steht der wie eine Eins, den kannst du locker drei und (teilweise deutlich) mehr Meter senkrecht ausschachten. Aber wehe, wenn der nass wird - dann passiert so etwas:



    Und jetzt stell dir vor da wirkt nicht nur das Eigengewicht des Bodens sondern auch noch eine Auflast direkt an der Böschungskante ...

    Ich habe mir einen Gasgrill geholt

    Aus welcher dubiosen Quelle stammt denn dieses Gerät? In Deutschland ist seit spätestens 1993 und in der restlichen EU teilweise etwas später aber auch schon seit Jahrzehnten Asbest komplett verboten. Von daher darf bei einem hier im Handel erhältlichen Gerät kein Asbest enthalten sein .

    sie nutzte viele Begriffe die eine Mischung aus dem Französischen mit deutscher Aussprache waren (Landkreis K´he ist ja nicht so weit von der Grenze zu Frankreich entfernt). Ihre Nachkommen kennen die Wörter noch, nutzen diese aber so gut wie gar nicht

    Hier gibt es solche Wörter noch, die bekanntesten sind "Muckefuck" und "Fisimatenten", beide wohl typisch für die Region.

    Bis gezz is da fast nichts richtich - pölen schreibt sich ohne "h", Frühstück am Arbeitsplatz heißt einfach nur "Frühstück", Pannekauken steht nicht zur Auswahl, quasseln oder Dönekes fehlt, die Ille kennt der Test auch nicht, Patte genauso wenig, öde is wohl ein Fremdwort ...


    Und dass ich angeblich aus Gelsenkirchen, also Herne-West, kommen soll, empfinde ich als Frechheit und persönliche Beleidigung!


    (Dass zur Kontrolle/zum Abgleich des Ergebnisses auch nur Bochum zur Auswahl steht, bringt natürlich eine gehörige Portion Unschärfe hinein. Zu meiner Jugend reichte die Bandbreite der Dialekte noch fast vom Münsterländer zum Sauerländer Platt, auf jeden Fall liess sich ein Hiltroper oder Gerther ganz klar vom Stiepeler und beide vom Lindener unterscheiden. Mittlerweile hat sich das durch Erwerbsmigration und nicht zuletzt auch den Einfluss der Medien leider(?) doch extrem verschliffen.)

    versuch da mal einen Fensterbauer zu finden, der das am Ende noch ein-glasig macht

    Da hab ich Glück gehabt. Der Schreiner kam rein, dachte erst, er solle die alte Tür aufarbeiten, die in der Durchfahrt steht, sah dann die Fenster und meinte: "Die sind aus meiner Werkstatt. Hat entweder der Vater oder der Opa gebaut." Die alten Werkzeuge waren auch noch vorhanden und so hat er für wirklich kleines Geld die Wetterschenkel nachgebaut.

    Ohne irgendwas zu zeichnen bin ich mir sicher, in Kunststoff wird es grausam aussehen. Wäre es meins, würde ich die äußeren Fenster so lassen. Erforderlichenfalls aufbereiten und reparieren lassen. Dafür dann die inneren Fenster mit Doppelglas ertüchtigen. Falls die Rahmen dafür zu schmal oder nicht stabil genug sind, neue Rahmen anfertigen lassen. Aber auch die in Holz und nicht in Plaste.


    Die frevelhafte Alternative wäre, den ganzen Vorbau wegzukloppen und stinknormale Fenster einzubauen. Und wenn das arme Haus schon so verstümmelt wird, machen es Kunststofffenster nur noch ein ganz klein Bisschen schlimmer ...

    Da wird es keine Deckenplatte aus Stahlbeton geben

    Auf den Bildern sieht man eine (vergleichsweise) flatschneue Kappendecke. Ob das wohl heute noch irgendwer mauern kann?


    die sehr hohe Feuchtigkeit reduzieren, da diese auch bereits die Stahlträger in der Gewölbedecke angreift

    Das ist doch (auch hier wieder vergleichsweise) nur oberflächlicher Flugrost. Wann wurde denn dieser Kelleranbau erstellt?


    denke ich, dass ein Rückbau und die Neuerrichtung die wirtschaftlichere Lösung darstellt.

    Wird dieser Keller denn überhaupt benötigt? Falls nicht, wäre statt Neuerrichtung die Verfüllung bis zum umliegenden Geländeniveau und ggf. Aufständerung der Terasse meine Wahl. Zwischendurch noch die ursprüngliche Kelleraussenwand anständig abdichten und dämmen, solange man da gut bei kommt.

    Off-Topic:

    Hier liegt der Bodenrichtwert aktuell nach leichtem Rückgang bei 5.000 € /m2.

    Und da werden EFH gebaut? Nach kurzer Recherche scheint hier in BO das Maximum aktuell bei 4000 zu liegen. Vierstellig sind wohl nur die Haupteinkaufsstraßen im Innenstadtbereich. In den Umliegenden Städten ist es ähnlich. In E max 6k, in DO max knapp 9k. Sobald man in den Bereich der EFH kommt, deutlich nur noch dreistellig.

    Schon über den Sinn eines Balkons könnte man beim freistehenden EFH auf 630 m2 Grundstück diskutieren

    Bei meinem Sanierungsobjekt bin ich auch versucht, im 2. OG (das nur 2/3 der Grundfläche überspannt) das davor liegende Flachdach in einen gut 30 m2 großen Balkon umzuwandeln. Die Frage nach dem Sinn stellt sich mir dabei nicht, nur die nach der Finanzierbarkeit.


    Und warum, bei knapp 600 m2 Grund? Weil es einfach geil ist ... :yeah:

    Was meinst du mit den weiten Wegen im Bad des OG?

    Zwischen Waschbecken und Kackstuhl kann doch noch 'ne Linedancegruppe üben ...



    Welche 2 Stufen in der Loggia meinst du? Da sollten eigentlich keine sein.

    Da ist eine Brüstungshöhe von 30 cm angetragen. Wer noch halbwegs gut zu Fuß ist, kommt da drüber. Aber bequemer wäre es schon mit Stufen.

    Wieso man im Bad (hier im OG) so weite Wege braucht, hat sich mir noch nie erschlossen. Die zwei Stufen zur Loggia sind nicht eingezeichnet. Und was ist in dem 2,65 m2 Raum neben dem Elternschlafzimmer? Ein bequemer Sessel samt Rauchtisch hinter dem Spionspiegel? Nun gut, jedem das seine ...

    Was ist ein "40 plus" und was ein "40 NH"?

    Die KfW schreibt dazu:

    Eine „Effizienzhaus NH“-Klasse wird erreicht, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat

    ausgestellt wird, das die Übereinstimmung der Maßnahme mit den Anforderungen des Qualitätssiegels

    „Nachhaltiges Gebäude" bestätigt.

    [...]
    Eine „Effizienzhaus 40 Plus“-Stufe wird erreicht, wenn gemäß den Technischen Mindestanforderungen

    gebäudenahe Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien installiert werden. Diese müssen

    nicht Bestandteil der BEG-Förderung sein.


    Meines Wissens wird 40 Plus aktuell nicht mehr gefördert.

    Die Anforderungen an Gebäude sind m.E. ausgeufert.

    Aber doch weniger die Anforderungen an die Bautechnik, als vielmehr die an Komfort bei Selbstnutzern bzw. Rendite bei Investoren.


    Entfall der Einhaltung der a.R.d.T.

    Ist doch, wie von Ralf oben bereits geschrieben, zwischen den Parteien frei vereinbar, solange nicht gegen geltende Gesetze verstoßen wird. Wäre es das nicht und wären nicht immer wieder Bauherren bereit, ein gewisses Risiko einzugehen, gäbe es auch kaum Neuerungen. Bei Großprojekten kann es wirtschaftlich sein, neue Bauweisen auszuprobieren, für die es noch keine a.R.d.T. gibt, und im Vorfeld entsprechend aufwendige Versuche zu fahren, im Wohnungsbau sehe ich das nicht.


    Auf welche a.R.d.T. (bzw. deren Einhaltung) verzichtet werden soll, habe ich in dem oben verlinkten Artikel und in den Artikeln, auf die dort verwiesen wird, bisher nicht gefunden. Dafür gibt es hier die Forderung nach einer "Öffnungsklausel im § 650 o BGB", die allerdings (zunächst) nur für die "sachkundigen Bauherren, wie zum Beispiel kommunale Wohnungsbaugesellschaften" gelten soll. Der § 650o bezieht sich aber explizit nur auf § 640 (Abnahme) sowie die §§ 650i bis 650l und 650n (Verbraucherbauvertrag) und besagt ausdrücklich, dass von diesen Vorschriften nicht zum Nachteil des Verbrauchers abgewichen werden kann. Weder gilt dieser also für Geschäfte zwischen Kaufleuten noch sind in den dort genannten §§ irgendwelche Regelungen zur technischen Ausführung der Gebäude getroffen.


    Insgesamt halte ich die Forderung damit für heiße Luft und Marketinggeschwätz ohne irgendeinen belastbaren Inhalt. Falls die Initiatoren irgendwann mal ihre Hausaufgaben gemacht haben sollten, bin ich gespannt, wie das denn tatsächlich umgesetzt und wie dann damit reale Einsparungen beim Bauen erzielt werden sollen.

    Pläne nicht Maßstabsgetreu drucken können.

    Egasl was du machst, es wird nicht Maßstabsgetreu. Das PDF mag im Gesamtmastab funktionieren, aber ich hab keine referenz beim Detailzoom. Oder Abschnittsdruck.

    Das geht, zumindest rudimentär, sogar in diesem Acrobat-Reader: gewünschten Ausschnitt anzeigen, Druckdialog aufrufen, "weitere Optionen" ausklappen und "aktuelle Ansicht" anwählen, "benutzerdefinierter Maßstab" anwählen und gewünschte Vergrößerung eintragen. Falls das PDF in 1:100 ist und du 1:50 haben möchtest, musst du dort 200% eingeben. Bis das Ergebnis meinen Vorstellungen entspricht, muss ich zwar manchmal noch etwas nachjustieren (Acrobat-Fenster größer oder kleiner ziehen und Anzeigemaßstab anpassen) , mit etwas Übung klappt das aber inzwischen recht gut.

    In den hiesigen Verwaltungen sind rote Anmerkungen der Behördenleitung / Ministern und in der sonstigen Welt Lehrkräften vorbehalten. Zulässig sind nur blaue oder grüne Prüfanmerkungen.

    Wir als kleine Sachbearbeiter dürfen nur blau oder schwarz. Rot schreibt der Oberbürgermeister, grün das Rechnungsprüfungsamt.

    ich als Ausführender verlange vom AG die Pläne zweifach in Papier und als pdf.

    Zu Recht! Das bekommt der AN von mir auch und mindestens ein Satz trägt die Original-Unterschriften, das finde ich nur fair.


    Und ein Satz hängt auf der Baustelle im Container an der Wand und ja, da wird drin rumgemessen! Nicht um irgendwelche geplanten aber nicht verzeichneten Maße abzugreifen, sondern um mit Unplanbarkeiten umzugehen. Bei uns gilt halt immer noch die alte Pütt-Weisheit: "Vore Hacke isset dusta!" Egal wie viel Versorgerabfragen und Suchschachtungen du machst und wie oft du den Georadar die Trasse abfahren lässt - sobald du den Graben aushebst, findest du doch wieder irgendwelche Überraschungen, auf die reagiert werden muss. Da kannst du dann nicht mal eben bei den Planenden nachfragen und hurtig nachtragen, weil die benötigte Information dort gar nicht vorliegt.


    Große Pläne auf kleinem Gerät funtkioniert für mich überhaupt nicht

    Das kann ich nur zu gut nachvollziehen. Ich tu mich schon schwer, längere Texte am Bildschirm zu lesen. Bei großen Plänen ist das noch schlimmer - in der Gesamtansicht erkennst du gar nichts, wenn du so weit rein zoomst, dass du etwas erkennst, siehst du keine Zusammenhänge mehr, weil die außerhalb der Bildschirmfläche liegen.

    Eine Idee wäre also: Dielen bleiben, Schüttung drauf, Trockenenstrich, dann Fliesen

    Aus eigener Anschauung: hat nicht funktioniert, der größte Teil der Fugen und reichlich Fliesen waren gebrochen.


    Ich weiß nicht, wie lange der Boden so gelegen hatte, und auch nicht, wann die ersten Schäden aufgetreten waren. Dem aparten Braunton der Fliesen nach zu urteilen sind die wohl in den 80ern verlegt worden, ausgebaut wurde das Gerümpel 2004. Nach ca. 20 Jahren war der Boden also massiv geschädigt.

    Bei uns haben sie grade erst ein Studentenwohnheim in Modulbauweise erstellt. Das Aufeinanderstapeln der einzelnen Kisten ging schon recht flott, aber im Vergleich zum Stahlbetonbau nicht wesentlich schneller. Annähernd zeitgleich wurde in der Innenstadt ein Büro- und Geschäftskomplex mit vergleichbarer Kubatur errichtet, nachdem dort erstmal die Tiefgarage verbuddelt war, ging der Hochbau ähnlich zügig. Ich denke, der wirkliche Zeitvorteil (auf der Baustelle) liegt darin, dass der Innenausbau bei den Modulen zum Großteil bereits mitgeliefert wird.


    Wenn man es richtig angeht, sollte die Modulbauweise auch zum Ende der Nutzungsdauer des Gebäudes wieder Vorteile bei Rückbau und Wiedergewinnung von Rohstoffen haben.

    Off-Topic:


    Betriebferien macht eine Behörde "zwischen den Jahren" jedenfalls nicht.

    Off-Topic:

    Doch!

    Bei uns ist die Stadtverwaltung zwischen Weihnachten und Neujahr komplett zu. Die Kollegen von Müllabfuhr und Winterdienst sind in der Zeit so ziemlich die Einzigen, die arbeiten. Die Amtsstuben sind alle unbesetzt. Keine Ahnung wie sich das auf den Beginn von Fristlaufzeiten auswirkt. (Ich weiß noch nicht mal, ob die eingehende Post in der Zeit überhaupt einen Eingangsstempel bekommt oder ob die auf Eingang 02.01. datiert wird.)

    Anschrift der unteren Naturschutzbehörde hab ich mir schon rausgesucht - notfalls.

    Was heißt "notfalls"? Der Beirat wäre gut beraten, das Vorhaben frühzeitig mit der Behörde abzustimmen. Meine Kollegen von Amt 67 (da ist bei uns die UNB angesiedelt) sind da absolute Spaßbremsen. Zwischen dem 01.03. und dem 30.09. ganz besonders, da gibt's die Fällgenehmigung nur, falls von dem Baum eine akute Gefährdung für Leib und Leben ausgeht.

    Bei uns Bauingenieuren ist es jedenfalls so, dass nicht jeder Bauingenieur als Fachmann z.B. in der Tragwerksplanung anzusehen ist. Eher im Gegenteil, es gibt genügend Bauingenieure, die davon "nur" über die gleichen Grundkenntnisse wie z.B. ein Architekt verfügen...

    Trotzdem sind auch wir ungewollt ganz schnell in der Haftungsfalle, weil wir sind ja qua unserer Ausbildung automatisch Experten für alles am Bau. Zumindest in den Augen einiger Richter.

    welches Geschlecht wäre zu verwenden?

    Gar keins: In "Bausachverständige 13/99".

    Oder weiblich, dann: In der Zeitschrift "Bausachverständige 00/11".



    Was denken die Foristen und Foristinnen zu beiden Umbenennungen?

    Mir persönlich ist das Geschlecht relativ Wumpe. Da ich aber nachvollziehen kann, dass sich grob die Hälfte der Menschheit bei einer rein männlichen Bezeichnung ausgeschlossen fühlen könnte, plädiere ich dafür, das sächliche Geschlecht zu verwenden, falls nicht explizit Männlein oder Weiblein gemeint sein sollen.


    Heutzutage kann man ja froh sein, dass die Zeitschrift jetzt nicht "Der/Die/Das BausachverständigeSternchenIn (w/m/d)" heißt ...