Beiträge von Alfons Fischer

    Ist das Bad fensterlos? Wenn nein, bitte die Fenster einzeichnen.

    Ist es vielleicht eine Doppelhaushälfte/Reihenhaus und die Wand auf der Skizze recht ist die Haustrennwand?

    Wo sind die Fallleitungen der Sanitärinstallation/Abwasser?

    zu einem Thema am Rande, das ganz schnell wieder aktuell werden könnte:


    im Ursprungsthread haben wir über die Problematik der nicht gleichmäßigen Beheizung gesprochen: der Heizkörper ist an ganz anderer Stelle im Raum (Spitzboden) als das DFF. Konkret ist der Heizkörper 6 Meter vom betroffenen Fenster entfernt. Die Laibungssituation tut ihr Übrigens, vielleicht auch die Möblierung oder andere Besonderheiten des Raums (die wir aber nicht kennen)...

    So lange sich dies nicht ändert, ist auch mit einem neuen DFF Kondsatbildung wahrscheinlich.

    ein paar kräftige Halbwüchsige schaffen das auch, so lange die aussteifenden Stützen nicht betoniert sind.

    Ich zähle 13 Schichten, also frei stehende Wandscheiben von rund 3,25m Höhe. Die zudem noch auf einem Sockel stehen, der augenscheinlich schmaler ist als das Mauerwerk...

    Und jetzt neue, dreifach verglaste Fenster einbauen die man dann so manipuliert, dass sie nicht mehr richtig dicht schließen?

    Also von einfachen Fensterfalzlüftern halte ich auch nichts... Dann hätte ich nicht entsprechend dichte Fenster gekauft.


    Fensterfalzlüfter haben durchaus ihre Berechtigung. Um das Thema zu beleuchten, muss man aber etwas ausholen:


    Also: Fenster werden schon lange dicht gebaut. Spätestens mit Einführung der ersten Wärmeschutzverordnungen in den 1970er Jahren wurden umlaufende, weichfedernde, press anliegende und leicht auswechselbare Dichtungen der neue Standard. Fenster werden also schon seit 40-50 Jahren dicht gebaut. Schon diese Fenster waren bei ordnungsgemäßer Dichtung so dicht, dass selbst bei einer Blower-Door-Messung keine nenneswerte Luftströmungen festgestellt werden konnten. Erfahrende Messdienstleister werden berichten, dass die Frage, ob eine, zwei oder drei Dichtungen verbaut sind, die Dichtheit des Fensters nicht im baupraktischem Sinne verbessert, sofern die vorhandene Dichtung in der Art funktionsfähig ist, wie diese ursprünglich vom Hersteller geplant wurde...


    Seit rund 25 Jahren beobachten wir, dass zunehmend weitere Dichtungsebenen hinzukommen. Zunächst waren das in der Regel Flügenüberschlagsdichtungen. Der Grund war ursprünglich häufig nicht der Wunsch nach höherer Luftdichtheit, sondern das Erreichen eines besseren Schallschutzes. Vereinzelt auch, um Kondensatbildung in der Funktionsfuge zu vermindern.

    Nachdem 2002 die Energieeinsparverordnung kam, wurden Fenster plötzlich anders beurteilt als vorher. Vorher gab es in der Berechnung die "Rahmenmaterialgruppen" aus der Wärmeschutzverordnung WSVO 1995. Ein besserer Rahmen machte seit 2002 im Nachweis plötzlich rechnerisch was aus. Als es sich rechnerisch lohnte, dort zu verbessern, beobachtete man zunehmend Bestrebungen, die Rahmen besser zu machen. In diesem Zuge erinnerte man sich wieder an die Flügelüberschlagsdichtungen. Es kamen dann sukkzessive noch weitere Dichtebenen hinzu, um die Kammern in der Fuge, in der Anzahl zu erhöhen, diese kleiner zu machen und so den Wärmeschutz zu verbessern. Es ging in der Regel nicht um eine verbesserte Dichtheit bzw. nur am Rande. Nur verkaufen konnte man die "bessere Dichtheit" besser als ein ein niedrigerer, aber abstrakter Uf. Bei den Gläsern konnte man technologisch ja nicht mehr so viel verbessern...


    Zu den Fensterfalzlüftern bzw. der Dichtheit: Es muss klar sein, dass jedes Gebäude gelüftet werden muss. Dafür braucht es irgendwelche Öffnungen nach draußen. Wo, ist erst mal zweirangig, so lange hierdurch keine Schäden entstehen. Man kann beispielsweise Fenster öffnen, die Außenhülle durchbohren, oder eben ergänzende Fensterfalzlüfter einbauen, wenn dies zum Gesamtkonzept passt.

    Klar, durch Fensterfalzlüfter wird die Dichtheit etwas herabgesetzt. Aber wir haben ja vorher (siehe oben) gelernt, dass wir Öffnungen brauchen. Damit die Luftströmung aber nicht so arg wird, gibt es in den Fensterfalzlüftern Klappen, die bei starkem Winddruck die Öffnung verschließen (Zugvermeidung). Es ist also eine kontrollierte Undichtheit.


    Auch wird der Schallschutz etwas herabgesetzt. Da muss ich mir dann halt anschauen, ob der um ein paar dB herabgesetzte Schallschutz noch zu meinem Schallschutzkonzept, zum Umgebungslärm und zum meinen Schallschutzbedürfnis passt. Wenn das nicht passt, dann bau ich halt keine Fensterfalzlüfter ein, sondern wähle die preislich höher angesiedelte Variante einer Lüftungsanlage mit entsprechenden Schallschutzvorrichtungen.


    Vorteil der Fensterfalzlüfter: diese sind preisgünstig und können helfen, in Verbindung mit einfachen, zentralen Abluftventilatoren sehr preisgünstig die Lüftung zum Feuchteschutz sicherzustellen.


    Und wenn man dann postuliert, dass man dann doch gleich auf Dichtungen verzichten kann, muss man halt auch auf die Einschränkung, die eine fehlende Dichtung zur Folge hat, hinweisen: Luftströmung auch bei Sturm, geringerer Schallschutz, verringerter Schlagregenschutz etc.

    Also: man muss abwägen, es ist ein Kompromiss zu finden... es kommt, wie so oft, drauf an, was man will.

    Dankeschön für die Meinungen!

    So werde ich es probieren, ich habe noch eine halbe Kartusche Acryl hier. Der Kanal führt nur ein Stück an der Wand hoch und muss an auf der Wand mit gefilztem Kalkzementputz halten. Da wird ein Klebeband vermutlich wirklich nicht halten...

    Und dann ist da nur ein einzelnes 3 x 1,5mm² drin...

    ich habe folgende Fragestellung:

    Ich möchte eine Elektroleitung zusätzlich zur bestehenden Unterputzverlegung verlegen. Diese würde ich gerne auf Putz in einem Kabelkanal verlegen, und zwar parallel zu einer schon vorhandenen Unterputz-Leitung.

    Da ich das Risiko, die Unterputzleitung zu beschädigen, ausschließen möchte, würde ich diesen Kabelkanal gerne kleben. Es geht um rd. 1,5m Kabelkanal, an der Wand nach oben. Von dessen Ende abzweigend an der Decke kann ich dann sicher dübeln...

    Das ganze ist in unserem Heizraum, Optik spielt nur eine untergeordnete Rolle. Die Wand ist mit Kalkzementputz verputzt und mit Dispersionsfarbe gestrichen.


    Kann man den Kabelkanal auch kleben?

    wenn ja, mit was für einen Kleber? genügt für diesen untergeordneten Zweck Acryl?


    Vielen Dank!

    Ich kenne mich mit den regionaltypischen Bauweisen nicht so aus. Aber die Fassade sieht für mich deutlich neuer als 1911 aus.

    Ist das eine Mauerschale oder sind das dünne aufgeklebte Platten? Ich vermute schon Mauerwerk.

    Ich weiß nicht, wie dort das Gewicht abgelastet wird, aber irgendeine Konsole/Auskragung muss da ja vorhanden sein? Ist anzunehmen, dass dies bauzeitlich (1911) auch schon so gewesen ist? Wie hat man das üblicherweise abgedichtet?


    Außerdem kann ich die Innenaufnahmen nicht den Außenaufnahmen zuordnen.

    Die Innenaufnahmen scheinen zumindest teilweise an ganz anderen Stellen aufgenommen worden zu sein. Die Fensterformate passen jedenfalls nicht zueinander.


    Auf den Außenaufnahmen sehe ich nur ein Regenfallrohr. Ist das das einzige Fallrohr? Welches der Fotos innen ist an dieser Stelle?


    Handelt es sich um ein Reihenhaus? wenn Reihenhaus? Hast Du auch mal mit dem Nachbarn gesprochen? Hat dieser von ähnlichen Problemen zu berichten?

    Und wenn Reihenhaus: eine Beseitigung der Schäden ist ggf. mit dem Nachbarn zu koordinieren (was auch immer damit verbunden sein könnte).


    Insgesamt gilt mein Post oben nach wie vor, aber hier sollte noch jemand beteiligt werden, der sich mit den regionaltypischen Bauweisen auskennt.

    Man könnte auch mal hinterfragen, auf welchem Niveau dort in der Gegend der Grundwasserstand liegt...

    mit dem Bauteilaufbau kann ich nicht viel anfangen: was ist mit Trägerplatte aus Heraklith gemeint, was mit Holzpaneele?

    Handelt es sich um ein Gebäude mit einem Außenwandaufbau aus Mauerwerk, Fertighaus oder anderes?

    Wie alt ist das Gebäude?

    Nach Möglichkeit solltest du den genauen Wandaufbau von innen nach außen beschreiben!

    Hilfreich sind Fotos von außen und innen (erstmal keine Details, sondern Übersichtsaufnahmen).

    Gut wäre auch ein Grundrissplan mit Eintragung der Himmelsrichtung.


    Die Wand links scheint eine andere Oberfläche zu haben. Zumindest sehe ich da eine Kante, die das vermuten lässt... Ist da etwas raumseitig vorgeblendet?

    Der blau gefärbte Bereich auf dem Thermogramm scheint deutlich größer zu sein als der sichtbare Fleck im Innern. Trifft dies zu?

    Gibt es in diesem Bereich irgendwelche Leitungen?

    ich gehe davon aus, dass man das nur hinbekommt, wenn man kurzfristig dafür sorgt, dass man die Fassade mit Dämmung, Putzanschluss und Putz fertigstellt.

    Vorher die Planung nochmal prüfen (lassen) und auch prüfen, ob die vorhandenen äußeren Klebebänder durch längerfristige starke Feuchtebeaufschlagung nicht schon Schaden erlitten haben.

    Wir wissen doch nichts...

    Vielleicht gibt es unterschiedliche Speicher für die unterschiedlichsten Duschplätze?

    Vielleicht sind die Speicher zu klein für die Anzahl der Sportler?

    Vielleicht verhindert ein eingestelltes Tagesprogramm das erneute Aufheizen?


    Ich glaube, das sich das jemand vor Ort ansehen muss. Ohne Wissen um die vor Ort vorhandene Installation kann man das nicht wirklich beurteilen

    klar, ein Gebäude aus 1911 ist nicht mehr taufrisch. Und: damals hat man andere Maßstäbe angelegt, als das viele heute tun.


    Die scharfen Ränder der Schadstellen deuten schon darauf hin, dass da irgendwie nennenswert Feuchtigkeit im unteren Bereich der Wand/Bodenplatte ansteht.


    Ich persönlich würde erst mal hinterfragen, wie es um den Zustand der Grundleitungen bestellt ist. Sprich: Kamerabefahrung durch jemanden, der die Bilder auch bewerten kann.

    Dann: Was passiert dort mit dem Oberflächenwasser? Wird es ggf. (ggf. räumlich begrenzt) konzentriert an dieser Stelle versickert?


    Ich persönlich würde dann, wenn vorheriges instandgesetzt ist, bei solch einem alten Haus prüfen, ob man die Vertikalabdichtung der Wände instandsetzen kann und auch prüfen, ob man aufstauendes Sicherwasser irgendwie ableiten kann. Horizontalsperre würde ich persönlich bei einem Haus ohne hochwertige Nutzung der Kellerräume eher nicht umsetzen. Das wäre mir für den zu erwartenden Erfolg zu teuer. Innen natürlich Putz bis ausreichend hoch über die letzte Schadstelle abschlagen und durch einen geeigneten (ich schreibe dieses Wort bewusst, weil man aus der Ferne nicht beurteilen kann, was hier geeignet ist) Putz ersetzen.

    Dann noch die Raumluftfeuchtigkeit kontrollieren (und qualifiziert bewerten) und dann ggf. ein Raumluftfeuchtemanagement (auch hier gibt's unterschiedliche Systeme) betreiben.

    Damit würde ich für mich über viele Jahre Ruhe erwarten.


    Das wäre aber nur das, was ich machen würde...


    Hast Du Fotos von außen (Übersichtsfotos, keine Details)?

    vielleicht ein Belüftungsventil im Abwasserstrang, das nicht mehr korrekt funktioniert/schließt?


    Eine Übersichtsaufnahme des Bads (Raumeindruck) und auch Fotos von außen könnten helfen, den Umständen und ggf der Ursache näher zu kommen.

    Und bitte auch mal einen Grundriss (nicht nur des Bades, sondern auch Nachbarräume) mit Himmelsrichtung.

    recherchiere mal nach Befunduntersuchung Farbton Fassade...

    Häufig wird mit Skalpell oder Rasierklingen der Anstrich Schicht für Schicht gelöst, um die frühere Farbigkeit freizulegen. Manchmal muss man zusätzlich die Schichten reinigen...

    Unter anderem hier kannst Du Dich etwas einlesen: https://denkmalpflege.lvr.de/m…befunde_im_Baudenkmal.pdf

    Es lohnt sich, das an mehreren Stellen zu machen, weil manchmal einzelne Farben in Abhängigkeit von der Witterung/Sonneneinstrahlung sehr ausgeblichen gewesen sein könnten...


    Richtig wurde u.a. von Skeptiker schon gesagt, dass es nicht nur auf die Fassade, sondern auch Fensterfaschen, Fenster selbst, Holzteile, ggf. Metallteile etc. ankommt, um ein historisch stimmiges Bild zu erreichen. Und natürlich auch die Dachfarbe, die in Deinem Fall ja schon festgelegt sein dürfte, oder?

    Du schreibst:

    Nein, ich habe meine Frage nicht beantwortet bekommen. Das ist Fakt und nicht weg zu diskutieren.



    Ich sehe das anders. Deine Frage im ersten Beitrag war doch:

    Mir geht es nur noch darum: Wie verläuft die Kraft im flachen Teil des Sprengwerks?


    Und schon in der allerersten Antwort wurde das beantwortet:

    Ich würde aber vermuten, dass in den einzelnen Balken vorwiegend Normalkräfte wirken. In den Knotenpunkte kommen aber möglicherweise durch Exzentrizitäten abweichende Kraftwirkungen heraus...

    Da wurde wohl vergessen, die Rüttelflasche auf die Baustelle zu liefern... Zumindest wurde der Unterzug nicht verdichtet.


    Ja, das ist ein Mangel. Ein erheblicher sogar. Am Auflager sieht es auch eigenartig aus...

    Verputzen, egal mit was, wird wohl den Beton-/Stahlverbund nicht herstellen können.


    Hol' Dir einen Statiker als Sachverständigen auf die Baustelle!

    Ich vermute, dieser Unterzug wird neu gemacht werden müssen.

    ich muss Dir dringend empfehlen, nicht auf dieser Rapitzdecke zu laufen. Solche Decken sind äußerst dünn und sind nur dafür gebaut, sich selbst zu tragen. Zudem sind diese häufig schon mindestens 100 Jahre alt und können Korrosionsschäden etc. aufweisen!

    Die Gefahr eines Durchbruchs und metertiefen Absturzes ist erheblich!


    Am Rande: in Lindau ist mal so eine Decke eingestürzt...

    Ich würde mich weigern, auf dieser Decke zu laufen.


    Hier kann man etwas dazu nachlesen: https://www.google.com/url?sa=…tirLsgpADFQAAAAAdAAAAABAE

    ich hatte dazu schon was gesagt, daher will ich Dich erstmal beglückwünschen. Dass Du mit Holz umgehen kannst, lassen Deine Fotos vermuten.


    Und doch gebe ich das zu bedenken, was ich im #5 schon geschrieben hatte: Konstruktionen aus der Frühzeit des ingenieurmäßigen Bauens waren häufig grenzwertig, sind rechnerisch oft kaum nachzuweisen und vertragen häufig keine Zusatzlasten. Das solltest du wirklich berücksichtigen, insbesondere wenn eine höherwertige Nutzung als Lager rein soll...


    Ich kann mich auf eine ähnliche Gewölbedecke erinnern, die nur von vernagelten Dachlatten und abgespannten Drähten getragen war. Der (kommunale) Bauherr war der Meinung, dass eine Dämmung doch nichts wiegt und dass man diese doch einfach aufbringen könne (Zellulose).

    Erst als ich angemerkt habe, dass eine solche Zusatzdämmung pro Quadratmeter ungefähr soviel wiegt wie eine Kiste Bier (auf die Fläche also rund 200 Kisten Bier) konnte er sich das vorstellen und hat es genauer untersuchen lassen.

    Es ist schade, dass die Decke seither weiterhin ungedämmt ist... (man hat eine andere Lösung gefunden)... Aber was soll man gegen die Unzulänglichkeit der Bestandskonstruktion auch machen...?

    Die in der Planung vorhandene Hinterlüftung der Wärmedämmung ist augenscheinlich nicht vorhanden.


    Ergänzend muss angemerkt werden, dass zur Bauzeit 1993 das Wissen um die Notwendigkeit von Luftdichtheit zwar grundsätzlich da war (und sogar in der Norm beschrieben wurde), aber in der Baupraxis nicht ankam. Ein führender Mitarbeiter einer Technikabteilung eines großen Herstellers für Dämmstoffe und -Systeme hat mir erzählt, dass man dort selbst erst ab Mitte der 1990er Jahre begonnen hat, zunächst interne Seminare zum Thema Luftdichtheit zu geben.

    Anfang der 1990er Jahre gab es nach meinem Wissen zudem keine guten Klebebänder. Damals war (wenn Du Glück hattest) mit Kompribändern und Anpressleiste abgedichtet worden (aus heutiger Sicht sehr umständlich). Gerade bei Anschlüssen und Durchdringungen war das aber baupraktisch gar nicht umsetzbar. Ich habe schon Konstruktionen gesehen, da hat man versucht, mit Paketklebeband abzudichten - was dann gescheitert ist, weil sich diese ablösen. Begünstigt wurde dies oftmals durch Ausbauten mit Profilbrett- oder Paneelverkleidungen, die im Grundsatz schon (luft-) undichter sind als eine flächige, verspachtelte Gipskartondecke (aber auch diese hat Fehlstellen).

    Auch deshalb war eine funktionierende Hinterlüftung unbedingt erforderlich, um unvermeidbar eindringende Feuchtigkeit abzutransportieren (die hier nicht vorhanden ist).


    Einen solchen Aufbau würde man (neu) heute vermutlich nur noch im Ausnahmefall planen. Bei Steildächern im Neubau vermutlich gar nicht. Ich kann mir keinen Kollegen vorstellen, der sich auf sowas einlassen würde. Das hängt aber auch damit zusammen, dass man den Sparrenzwischenraum komplett als Dämmebene nutzen möchte.

    Seit Anfang der 1990er sind mir die ersten diffusionsoffenen Unterspann- und Unterdachbahnen bekannt. Damals noch mit sd-Werten um 0,3m. Heute sind diese Standard, so dass eindringende Feuchtigkeit auch nach außen abtrocknen kann.

    Aber: im vorliegenden Fall kommen dem Augenschein nach vermutlich solch große Feuchtemengen an, die selbst eine diffusionsoffene Konstruktion nicht zuverlässig dauerhaft verträgt.


    Hieraus ergibt sich folgende Aufgabenstellung:

    - es muss untersucht werden, wie groß die Schädigung am Holz wirklich ist, ob unmittelbarer Reparaturbedarf besteht und wie repariert werden kann.

    - es muss geklärt werden, ob für die Bestandshölzer Holzschutzmaßnahmen erforderlich sind, um weitere Schädigung zu vermeiden.

    - vermutlich musst Du von außen ran, um schadhaftes Holz zu erneuern.

    - vermutlich musst Du von innen ran, um die Luftdichtheit zu verbessern.


    Du schreibst, Du möchtest "nicht gleich" ein neues Dach machen lassen. Wie darf ich das "nicht gleich" verstehen?


    ich möchte aber hier auch Deine Euphorie etwas bremsen: wir können nur Hilfestellung leisten. Um Sachverstand vor Ort wirst Du nicht herumkommen!

    die mir bekannten Trockenestriche sind nur für die Auflage auf einem vollflächig tragfähigen Untergrund geeignet.

    Hier bräuchte es also zunächst eine zusätzliche Tragschale.


    Am Rande: es freut mich, dass Du die Expertise hier schätzt. Gleichermaßen ignorierst Du diese, was die Tragfähigkeit der Konstruktion und der notwendigen Überprüfung angeht...

    wenn sowieso in absehbarer Zeit eine Renovierung ansteht, könnte man auch über vorübergehend auf Putz verlegte neue Zuleitungen nachdenken. Hier vielleicht als Sockelleisten-Lösung?

    Dann kann man auch die Warmwasserverteilung neu machen.

    Hätte auch den Vorteil einer besseren Trinkwasserhygiene. Wenn ich nämlich von einem völlig verdreckten Warmwasserboiler lese, ist es mir mulmig zumute...

    solche Decken sind regelmäßig nur dafür geeignet, sich selbst zu tragen.

    Häufig waren diese als Feuchteschutz für eine darüber liegende Holzkonstruktion gedacht. Beispielsweise wenn unten ein Stall war oder eine andere Nutzung mit zu erwartender höherer Feuchte unten, z.B. ein feuchter Keller, Waschküche etc.


    Aus der Zeit um 1900 kenne ich solche Decken, die tragend ausgeführt waren, bei relativ leichten Bodenaufbauten. Aber ob diese eine Zusatzlast (geplant 6cm Zementestrich, vorher waren da nur Dielen) vertragen? Ich habe Zweifel, 4 m freie Stützweite sind nicht ganz wenig für solch schlanke Stahlträger. Die Materialeigenschaften wären auch zu recherchieren, möglicherweise tragen diese weniger als heutiger Träger gleicher Geometrie...