Beiträge von Alfons Fischer

    Fotos mit größerem Abstand wären hilfreicher als viele Detailaufnahmen des Risses.

    also vielleicht aus 5m Entfernung, weil man sich dann von der Gesamtsituation ein besseres Bild machen können.


    was man auch immer gerne wissen möchte: ist die Bewegung abgeschlossen oder nicht? im einfachsten Fall ist das mit einer Gipsmarke zu prüfen, professioneller mit einem Rissmonitor.

    Klar, sieht aber bescheiden aus... Bebauungsplan erlaubt nur helle Fassade, und wenn's für meine Frau und mich passen soll, landen wir immer bei weiß oder einem leichten Sandton. Da passt nicht wirklich was helles dazu. Ein paar Häuser nebendran graue Fenster bei weißer Fassade, für mich zwar noch ok, aber für meine Frau nicht...

    sehe ich zwar nicht so, spiegelt aber die vielfach sichtbare aktuelle Mode bei Hausgestaltungen wider.


    btw: ich habe schon völlig verzweifelte Bauherren erlebt (wirklich verzweifelt!), weil der Bebauungsplan nur rote Dächer zulässt.

    Wir hatten vor einem Jahr an der Wohnzimmerwand (nur Außenseite) schwarzen Schimmel, da leider eine Decke vom Sofa gefallen ist

    wenn ich mir die Bilder so anschaue, würde ich nicht ausschließen, dass die Ursache nicht die heruntergefallene Decke war... Könnte auch nur zufällig gewesen sein...

    scharf abgegrenzte Ränder deuten eher auf (punktuellen) Feuchteeintritt hin. Zumindest würde ich es in dieser Richtung mal beleuchten.

    kritisch sind beim Wunsch nach Rücktrocknung Verschattungen, auch durch das Gebäude selbst (Attika), Bäume, stehendes Wasser, Bekiesungen und Begrünungen sowieso.

    Dunkle Dachfarben sind auch vorteilhaft, wenn man Rücktrocknung wünscht.


    Und dann muss natürlich das Raumklima dazu passen. Geht nicht in einem Schwimmbad oder sonstigen Räumen mit höherer oder hoher Feuchtelast. In den anderen Fällen muss man sich das trotzdem sehr genau anschauen. Das Restrisiko bleibt.

    an die These mit dem Lüften mag ich auch nicht glauben, die Frage nach der Windrichtung ist aber trotzdem interessant, da ich Feuchtetransport über Luftundichtheit hier nicht ausschließen mag. Ebenso wie ein undichtes Dach...


    gibt es dort eine Strangentlüftung des Abwasserstrangs über Dach? Oder allgemein eine Abwasserleitung, die z.B. über einen automatischen Lüfter (z.B. Durgo) belüftet wird?

    wenngleich es bisher scheinbar keinen Schaden gegeben hat, hat die Konstruktion doch ein nennenswertes Schadensrisiko.


    Ich würde für die Sanierung eher planen, nach oben aufzubauen: Bitumenbahn, ggf. zusätzliche Dampfsperre, Gefälledämmung, neue Dachabdichtung. Und zwar mit soviel Dämmung oben drauf, dass der Taupunkt sicher in der neuen Dämmung liegt.


    Am Rande: ich tu' mich schwer, zu glauben, dass die Dampfsperre der alukaschierten Mineralfaser bisher gut funktioniert hat. Meine Erfahrung mit diesem Rollisolzeugs war bisher eine andere. Vielmehr würde ich eher glauben, dass es durchgezogen hat "wie Hechtsuppe" und dass die Holzkonstruktion eher dank "guter" Imprägnierung mit allerlei leckeren Mittelchen so lebensunwirtlich ist, dass das anfallende Kondensat dort ohne Pilzwachstum nur zwischengespeichert wurde und dann bei ordentlicher Besonnung auf unergründlichen Wegen halt immer wieder ausgetrocknet ist.

    SirSydom hat schon gefragt: gibt es einen Bebauungsplan? das ist ganz wichtig!

    wenn es einen B-Plan gibt, gelten die die Vorgaben hieraus.


    wenn es keinen B-Plan gibt, muss man fragen, ob das Gartenhaus im Innenbereich oder im Außenbereich steht. Ist es wirklich Innenbereich? Das, was ein Laie unter Innenbereich versteht ist u.U. nicht das, was de Baurechtler hierunter versteht.


    Definition Gebäude gem. BayBO: "(2) Gebäude sind selbständig benutzbare, überdeckte bauliche Anlagen, die von Menschen betreten werden können." Damit ist auch eine offene Überdachung ein Gebäude

    mal ein interessanter Nebenaspekt:

    Wie definiert sich "natürliches Gelände"?

    Ist das natürliche Gelände auch das Gelände, welches z.B. durch nachträgliche Aufschüttung vor Jahrzehnten modelliert wurde?

    Vereinfacht gesagt: der Status-quo vor der Baumaßnahme oder in noch engem zeitlichen Zusammenhang mit der Baumaßnahme?

    Also das Gelände, "an das man sich ausreichend lange gewöhnen konnte"?


    oder ist natürliches Gelände wirklich nur das Gelände, welches ohne Kultureinfluss über Jahrmillionen durch Plattentektonik, Witterungseinflüsse und Erosion entstanden ist?

    vielleicht hat die "Gemeinde" ja reagiert, nur ist es bei Euch nicht angekommen.

    ich kenne aktuell einen Fall, wo es zwar nicht vergleichbar (sondern viel schlimmer) ist, aber auch da dauert es lange, bis es eine draußen sichtbare Reaktion gibt...

    das heißt aber nicht, dass sich da nichts tut...!

    Risse in einem alten Haus sind möglich.

    sogar in einem heute noch neuem Haus würde ich in 100 Jahren Risse (die sich dann ggf. dauerhaft manifestieren) nicht ausschließen...


    ich will sagen: wir kennen zwar die örtliche Situation nicht (wäre aber für eine qualifizierte Aussage erforderlich), aber es kann ggf. viel Aufwand bedeuten, ein solch altes Haus mit unbekannten Baugrundverhältnissen dauerhaft rissefrei zu halten...

    sorry, aber das Schadensbild und der Leidensdruck liest sich jetzt nicht so arg spektakulär.

    "nur alle 4-5 Jahre mal ein bisschen" "rund um das Abwasserrohr und an einer Stelle im Heizungskeller"


    wir sprechen doch nach wie vor von einem Keller, oder?

    wie wäre es, die Situation einfach so zu belassen, wie sie ist und mit "ab und zu" mal ein paar Feuchteflecken lösen? Die könnte man dann auch lokal behandeln?


    Ich erinnere mich, wie ich vor etlichen Jahren meinen Vater als damals frischer Bauingenieursstudent auf die Feuchteflecken im Keller angesprochen habe.

    Seine Antwort (frei übersetzt ins Hochdeutsche): wenn der Putz mal wo runterfällt, schlag ich den ab und verputze neu...

    es bleibt jedem selbst überlassen, wieviel zeit UND HIRNSCHMALZ er investiert.

    ist es wirklich so?

    hat ein Handwerker, dem hier die Planerhaftung auferlegt wird, denn das Know-how, geschweigen denn, den mit ausreichend Erkenntissen aus praktischer Erfahrung gewonnenen Hintergrund, alle Konstruktionen zu hinterfragen?

    Ich meine: nein!

    Leider ist es doch so, dass der durchschnittliche Handwerker auf dem breiten Land ganz andere Sorgen hat. Und ich sehe schon, dass genau dies von manchen Industrielobbiisten ausgenutzt wird, um das Material auch für nicht immer funktionierende Lösungen an den Mann zu bringen...

    ich hab mich mal mit dem (recht bekannten) Hersteller/Vertreiber einer Folie angelegt.

    Naja, eigentlich wollte ich ja nur einen Vortrag zum Thema "eingesperrte Baufeuchte" vorbereiten. Der gelbe Anbieter hat die Daten der von ihm angebotenen auf meine konkrete Anfrage nach den technischen Daten seiner feuchtevariablen Dampfbremse nicht herausgerückt.


    Ich hatte diesem Hersteller daraufhin vorgeworfen und belegt, dass die Angaben im Prospekt gar nicht stimmen könnten...


    Ein tolles Schreiben habe ich da nach Wochen vom technischen Dienst bekommen ;) Man hat darauf verwiesen, dass es herstellungsspezifische Streuungen in den Technischen Daten gibt und man daher keine Aussage zu den technischen Daten machen könne (wolle?)...


    Komisch: Danach hat genau dieser Hersteller das Datenblatt ebendieser Folie geändert. Der zeitlich enge Zusammenhang war bemerkenswert.


    Seither frage ich mich, ob man wirklich instationär rechnen sollte, wenn doch nicht mal technische Daten verlässlich sind?


    Ich rate seither meinen Kunden, sich nicht auf Experimente einzulassen und sehr konservative Konstruktionen zu bauen.

    ich kenne solche Sachen auch aus meiner eigenen Praxis.

    Wir dürfen nicht glauben, dass es Ignoranz war, die gestandene Handwerker dazu verleitet hat, sich auf solche Konstruktionen einzulassen.


    Ich war selbst im Handwerk tätig und habe trotz meiner wenigen Jahre dort allzu oft erlebt, wie neuartige Materialien den Weg in die Praxis finden/fanden. Damals zum Beispiel die verputzten Holzweichfaserplatten als WDVS. Quasi immer ohne Zulassung. War einfach zu neu.

    Glück gehabt, gut gegangen!


    dann gab es die "intelligenten" Dampfbremsen, die alle Probleme am Dach mit einem Schlag zu lösen schienen. oft gut gegangen. Aber leider nicht immer. Da werden blumige Vollfarbversprechungen getätigt, garniert mit einem frischen Pils auf der Messe...

    Was das mich gelehrt hat: ich frage weniger, was das neue Material kann, als das, was es nicht kann. Wo sind die Grenzen? Was darf nicht passieren?


    Leider haben die wenigsten Handwerker die Möglichkeit, so viel Zeit hierin zu investieren. Und so werden sie unfreiwillig Tester für diese Konstruktionen. Und die Versicherungen dieser Handwerker sollen dann den Schaden zahlen... Versicherung und "Versicherungsschaden" klingt nämlich für den Außenstehenden sooo einfach. Ist es aber nicht. Leider hängen da Existenzen dran.

    zum Energieausweis.

    Maßgebend war §16 EnEV 2009:

    " (2) Soll ein mit einem Gebäude bebautes Grundstück, ein grundstücksgleiches Recht aneinem bebauten Grundstück oder Wohnungs- oderTeileigentum verkauft werden, hat der Verkäufer dem potenziellen Käufer einen Energieausweis mit dem Inhalt nach dem Musterder Anlage 6 oder 7 zugänglich zu machen, spätestens unverzüglich, nachdem der potenzielle Käufer dies verlangt hat."


    so ich ich verstehe, wurde Euch der Energieausweis zugänglich gemacht.


    Am Rande: gesteppte Glaswollematten... bitte immer schön an die persönliche Schutzausrüstung bei Arbeiten dort oben denken...


    Und: ich vermute, irgendwann in den 1980er/Anfang 1990er Jahren wurde mal die Dacheindeckung erneuert? Andere würden da auch mal über eine Komplettsanierung des Dachs nachdenken... Hängt aber nicht zuletzt von den Ansprüchen und dem Gesamtbild sowieso ab...