Beiträge von Alfons Fischer

    ich bin für Variante 3: Belüftung schließen und oben drauf so viel dämmen, dass der Taupunkt nicht mehr in der alten Konstruktion sein kann...

    in vielen Fällen bringt der beste Aufbau hinsichtlich des sommerlichen Wärmeschutzes wenig, wenn die Fenster- und Glasflächen nicht zuverlässig verschattet werden (je nach Orientierung) und zudem noch zusätzliche Lichtbänder eingebaut werden sollen.

    Oder wenn hohe interne Lasten vorliegen...

    Auf ein Gesamtkonzept kommt es an, nicht auf einen tollen Aufbau eines einzelnen Bauteils.

    ggf. kann dann doch eine einfache Mineralfaser ausreichend sein und ein auch sonst ganz normaler Aufbau...

    ich möchte dennoch auch um eine Skizze bitten.

    es muss ja einen Grund geben, warum der Sockel mit 10cm gedämmt wird, während die Wand nur eine 6cm Dämmung erhalten soll...

    zusätzlich wäre ein Foto von der aktuellen Situation hilfreich.


    Von "Perimeterdämmung" spricht man landläufig i.d.R. dann, wenn damit eine feuchteunempfindliche Dämmung gemeint ist. Eine solche benötige ich immer dort, wo mit entsprechendem Feuchteanfall zu rechnen ist. Also im klassischen Perimeterbereich (unter Gelände) und auch im Spritzwasserbereich oder sonstige Bereiche mit erhöhter Feuchtebeaufschlagung.

    Bushaltestellen, wie sie heutigen Fahrzeuggrößen und Sicherheitsansprüchen genügen, können nach meiner sehr persönlichen Erfahrung in den meisten Fällen quasi nur noch auf der grünen Wiese errichtet werden.

    Im innerörtlichen Bereich gibt es so viele Einschränkungen (Einmündungen, Einfahrten, Erfordernis für Gehwegabsenkungen, erforderliche Fußgängerüberwege, erforderlicher Sicherheitsabstand von Kurven etc.), dass die "normgerecht" erforderlichen Längen in Verbindung mit dem häufig berechtigtem Anspruch nach barrierefreiem Ausbau der Haltestellen innerhalb geschlossener Ortschaften in sehr häufigen Fällen nicht umzusetzen sind.


    Ich kann mich an eine Ortsdurchfahrt mit ca. 1,8 km Länge erinnern, die bisher drei Bushaltestellen je Fahrtrichtung hatte. Nur eine von den insgesamt sechs Haltestellen hätte man tatsächlich nach den gestellten Ansprüchen umbauen können, wenn man diese aber dann nach außerhalb der Ortschaft verschoben hätte.

    Also hieß es, einen Kompromiss zu finden. Der hätte dann gelautet, zwar die erforderlich hohen Borde zu verwenden, aber unter der Einschränkung, dass die Haltebucht deutlich kürzer ist, als es die "Norm" erfordert hätte...

    Und dann findet sich irgendjemand, der solche Videos dreht und online stellt, um die Planer zu verunglimpfen...

    sorry, das musste sein!

    ich würde raten, hier mal jemanden drüber schauen zu lassen (vor Ort!), der sich mit dem Thema auskennt und nicht gleich Glaubenskriege bezüglich Feuchtigkeit etc ausfechten will...

    Nicht, weil das nicht richtig ist, sondern weil eine Sichtweise mit Vorbehalten blind macht.


    Nebel aus der Nebelmaschine bei einer Blower-Door ist m.E. vor allem publikumswirksam, aber selten zielführend. Räucherstäbchen helfen oft viel besser, wenn der Messdienstleister weiß, was er tut. Häufig genügt aber der Handrücken, um Leckagen zu finden.

    Ich habe schon hunderte Blower-Door-Messungen gemacht. Nebel hat mir selten geholfen...


    ich will nicht zu viel versprechen: aber oft kann man solche oben offene Dämmkonstruktionen von oben reparieren. Wenn nicht grundsätzliche Fehler gemacht wurden...

    hat der Keller vielleicht trotz seiner 40 Jahre eine Aussendämmung?

    Wie ist der Wandaufbau im Detail?


    Ist der Keller komplett im Erdreich oder handelt es sich zumindest teilweisum Wände gegen Aussenluft?

    Hast Du einen Gebäudeschnitt für uns, der die Situation zeigt?

    geh halt erst mal zum örtlichen Schreiner...

    Weisst Du den, was der verlangt?


    Könnte ja sein, dass es günstiger ist, als gedacht?


    Bei mir ist es jedenfalls so, dass ich beim Handwerker günstiger wegkommen, als im örtlichen Baumarkt

    gelegentlich kommt mir, in schwachen Minuten, der Verdacht, man schiebt die Kinder als Alibi vor...: die sollen's richten, was andere verbocken!


    gleichzeitig finden Demos mit Tausenden statt. Konzerte werden mit 5-stelligen Teilnehmerzahlen geplant, private Feiern dürfen mit unbegrenzter Teilnehmerzahl stattfinden und auf Abstand kommt es bei privaten Feiern auch nicht mehr an.

    Aber 20 Kinder in einer Klasse, wo alle am Tisch sitzen, dem Lehrer lauschen und gelegentlich was sagen? ne, das nicht!

    und jetzt?

    Es wurden Fehler gemacht. ja.

    Aber heute sind wir doch alle gescheiter...! (ok, nicht alle)


    ich selbst kenne das auch. Ich wohne ganz nah an Baden-Württemberg. Die teils sehr laxe Praxis zum Tragen von Masken in Baden-Württemberg kommt mir auch sehr befremdlich vor...

    was es für Dich bedeutet, kann ich nicht sagen.

    Aber danke dafür, dass Du zum Einkaufen einen Mundschutz trägst! Find ich super!

    Am Rande: Bei uns muss man das sowieso. Und das stelle ich sicher nicht in Frage.

    Wenn ich an die alte Tante meiner Mama (aber auch an viele andere) denke, an der die Infektion trotz einiger Fälle im Altenheim zum Glück vorbei ging, bin ich für jeden, der eine Maske trägt, richtig dankbar...

    aktuell mag es, nach statistischen Gesichtspunkten, ja gar nicht so viele "Fälle" geben.


    Aber dieses Virus hat das Potential, richtig große Probleme zu machen. Das ist es, was uns Sorgen machen sollte und das rechtfertigt in meinen Augen auch, deutlich erhöhte Vorsicht walten zu lassen, auch wenn es im Umkreis aktuell keine signifikant erhöhten "Fall"zahlen gibt.


    ich kenne ein paar Leute, die an Corona gestorben sind.

    Teils jäh aus dem Leben gerissen. Und ich spreche hier nicht von hochbetagten Greisen jenseits der 100, sondern von einem "Mädel", das gerade die 50er erklommen hatte, einem lebenslustigen "gerade-so-" Rentner, noch ein paar Jahre vor Udo Jürgens "mit 66 Jahren, da fängt das Leben an"...

    und leider noch drei mehr...

    und dann gibt es noch die internen Lasten, die sind nicht zu vernachlässigen. Da können, je nach Nutzung, erhebliche Wärmequellen vorhanden sein....

    Grundsätzlich muss man sich da mal alle Elektrogeräte anschauen, Computer, Pcs, Monitore, Drucker... Bei uns auch die Spülmaschine, die oft läuft, der Elektroherd und viele andere...

    Aufgrund der Tatsache daß evtl. unser Lüftungsverhalten ursächlich dafür sein könnte hatte ich Dir und Alfons geantwortet und beschrieben. Aussenjalousien sind vorhanden und sind ab den Morgenstunden den ganzen Tag unten, sowie Fenster und Türen geschlossen.

    aktuell wird für Freiburg nachts ca. 20/21°C gemeldet.

    in den letzten drei Tagen hatte es nachts minimal 15, 13 und 17°C. Und zwar minimal immer ca. nachts um 3 Uhr. Dann muss man aber auch nachts um 3 Uhr lüften, um das nutzen zu können...

    morgends um 7 Uhr hatte es dann schon wieder um die +20°C. Da bringt lüften dann schon fast nichts mehr...


    Wie lüftet Ihr konkret? Hast Du mal einen Grundriss (mit Nordpfeil) und einen Schnitt?

    in vieleln Fällen liegt es an den Fenster- und Glasflächen und an deren Verschattung. Der nächste Einflussfaktor ist die sommerliche Nachtlüftung?

    Wie sieht es damit aus?

    ist eine Verschattung vorhanden? Wird diese auch genutzt, schon von den frühen Morgenstunden an? Gibt es auch an der genannten Dachluke eine Verschattung?

    Wird nachts gut gelüftet, um die kühlere Nachttemperatur zum Auskühlen der Räume zu nutzen?

    ich kann mir jetzt sehr wenige und nur ungewöhnlich Konstellationen vorstellen, dass es durch eine fachgerechte gedämmte Dachkonstruktion zu Kondensatschäden kommt.

    Ich würde empfehlen, dass Ihr Euch mal an den Aufsteller Eurer EnEV-Berechnung wendet...

    ich würde jetzt nicht pauschal sagen, dass hier nichts mehr zu retten ist...

    Aber auch nicht, dass es unproblematisch ist.


    Ich würde empfehlen, einen qualifizierten Kollegen einzubinden.

    Was auf den ersten Blick hanebüchen wirkt, ist die von Dir in den Ring geworfene Variante mit PU, die bewusst mit Luft eingebaut wird...


    ich glaube wirklich, dass dies ohne detaillierte Kenntnis aller Randbedingungen und Einflussfaktoren nicht "online" zu lösen ist...

    Ein Einbau eines Lüftungssystems, z.B. Fensterfalz mit Abluft im Bad anstatt eines Einbaus mit einer denzentralen Lüftung mit Wärmerückgewinnung hat keinen Einfluss auf den HT Wert oder? Beeinflusst nur den Qp Wert. Ist dies richtig?

    für mich ist ein Lüftungssystem, welches nur die Fensterfälze nutzt, also Fensterfalzlüfter, auch mit zentraler Abluft, nur eine "Lüftung zum Feuchteschutz". Damit schafft dieses vielleicht einen 0,15 - 0,2-fachen Luftwechsel.


    Damit ist diese nicht geeignet, für sich allein einen hygienischen Luftwechsel sicherzustellen, sondern soll einfach nur den Nutzer in Abwesenheitszeiten unterstützen.

    Der Nutzer ist nach wie vor dafür verantwortlich (und dies kann ihm m.E. auch zugemutet werden), über die Fenster zu lüften und so den hygienischen Luftwechsel sicherzustellen.


    Damit wird in meinen Berechnungen, auch für die KfW, eine solche Lüftung zum Feuchteschutz gar nicht angerechnet. Und hat damit keinen Einfluss auf Q''p. Und auf H'T schon gar nicht (in diesem sind ja nur die Anforderungen an die Gebäudehülle zusammengefasst).


    beste Grüße aus Dinkelsbühl!