Beiträge von Alfons Fischer

    Holz ist nun mal ein vergänglicher Stoff und muss evtl. hin und wieder ausgetauscht werden. Das gehört einfach dazu. Wer es nicht mag und nicht regelmäßig das Holz pflegen will, der muss eben in Stein bauen

    eine gut gebaute Holzfassade hält viele Jahrzehnte. je nach Orientierung 50 Jahre oder mehr.


    wir wohnen hier in einer neuen Siedlung, 2002 wurden die ersten Häuser gebaut.

    von 18 Häusern sind 6 Holzhäuser (davon 1 Fertighaus). 11 sind Massivhäuser.


    Von den 16 Häusern eines mit kompletter Holzfassade (unseres) und 3 mit teilweise Holzfassade.


    Von den 11 Massivhäusern wurde an 4 die Fassade schon komplett neu gerichtet (allesamt an Massivhäusern wegen Rissen, Flecken und sonstigen Mängeln etc. - teils WDVS)

    an den Holzfassaden wurde nur an einem Haus (Holz lasiert) im Rahmen üblicher Wartungsarbeiten gestrichen. An den anderen Holzfassaden gar nichts (bei uns seit 15 Jahren kein Handlungsbedarf, deckend farbig gestrichen)...

    bei einer Wohnung dieser Größenordnung kann man durchaus das Schlafzimmer vom Wohnzimmer aus betreten. Eine Abtrennung zwischen Flur und Wohnzimmer finde ich bei einer solchen Wohnung auch nicht notwendig, diese Tür würde ich weglassen...

    Wo seht ihr das Problem wenn auf der Holzplatte ein komplettes Warmdachpaket liegt?

    genau so sehe ich das auch.

    wenn gewährleistet ist, dass im Bereich der Holzbauteile keine Feuchtigkeit kondensieren kann (was dann zutrifft, wenn diese raumseitig der Dampfsperre und der ausreichend dimensionierten Dämmung liegen) sehe ich auf Grundlage der bisherigen Schilderungen keine Probleme beim Warmdach.

    Die Rufe nach Hinterlüftung sehe ich daher derzeit als nicht begründet an. das bitte ich die Kollegen noch zu erläutern...


    zur Gefällesituation mögen sich andere äußern...

    oh, haben Sie mehr Informationen als wir?

    ich kenne bisher nur ein paar einzelne Detailfotos und ein paar Informationen eines Baulaien.


    Daher würde ich mir eine solche Aussage auf der vorgelegten Grundlage nicht erlauben.

    klar, die Wahrscheinlichkeit, dass es so ist, ist über 50%. oder 60%. oder 70%.

    Aber wenn's doch nicht so ist?

    Ein detaillierte bauphysikalische Betrachtung habe ich für Leitungsdämmungen noch nicht angestellt, fände sie aber 'mal interessant. ( Alfons Fischer ;) !?)

    ja, habe ich tatsächlich vor einigen Jahren mal angestellt. müsste ich mal raussuchen, schaffe ich aber heute nicht mehr...


    Aus meinem Gedächtnis: bei einer Innendämmung von Wänden mit hoher Wärmeleitfähigkeit kommt zwei Dingen eine entscheidende Rolle zur Vermeidung unzuträglich niedriger Oberflächentemperatur zu:

    1. die raumseitige Überdämmung des Fenster-Blendrahmens. diese ist aber häufig begrenzt, wegen den Fensterbändern.

    2. die Dämmung der Fenstereinbaufuge umlaufend. je besser diese ist, desto weniger wird das Rahmenprofil selbst auskühlen und umso höher werden dessen Oberflächentemperaturen sein.

    3. die wärmetechnische Entkoppelung des Fensterrahmens zum Mauerwerk an dem gezeichneten Maueranschlag nach außen.

    es wurde doch angeschlossen an einem Bauunternehmen gebaut. Und jetzt ist es kein Gewerbegebiet (mehr)?


    zweite Reihe? Dann ggf. doch nicht die Erschließung gesichert?


    oder etwa im Außenbereich?

    ja, die Bilder sehen nicht sehr beruhigend aus.

    Aber zur Beurteilung muss man wissen, ob dies ein/mehrer lokales Problem/e ist/sind oder ob dies flächig auftritt...

    Was die Ursache ist, kann man qualifiziert nicht ohne Vorort-Termin sagen können. ggf. überlagern sich hier auch mehrere Ursachen...


    ja, solche Aufbauten sind nicht ganz unkritisch. Von welcher Dachneigung sprechen wir denn? ist die Dämmung hinterlüftet (wie hoch ist der Hinterlüftungsquerschnitt?)


    man wir das untersuchen müssen. In einem Fall hatten wir bei einem auf den ersten Blick ähnlichen Fall eine Zusatzdämmung auf dem Flachdach aufbringen lassen... Quasi ein Umkehrdach... Sofern die Substanz nicht grundsätzlich geschädigt ist...

    wir bekommen hier ein Problem geschildert, was nach Angabe schon seit 30 Jahren besteht.

    Lohnt es sich da wirklich, mit nicht verifizierten Messgeräten und von augenscheinlichen Eindrücken auf Fehlersuche zu gehen.?


    nein, wir brauchen hier (vermutlich) keine Raketenwissenschaft. Aber eine ein bisschen systematischere Herangehensweise wären m.E. angebracht...

    stell doch mal ein paar mehr Fotos ein. von innen, aber auch von außen.

    in welche Himmelsrichtung sind die Fenster orientiert?

    klar, ein saugender Putz kann schon zu einer Auffeuchtung führen. Aber warum nicht im EG?


    die Frage ist doch: was unterscheidet EG und OG (von der Dämmung abgesehen, die ich hier im ersten Schritt nicht als ursächlich ansehen würde)?


    eine Feuchtemessung am Innenputz könnte sehr aufschlussreich sein.

    vor Jahren war ich mal in einem Haus, da wurde ähnliches geschildert.

    Nicht erkannt worden war ein Problem der Abdichtung einer Fenstertür auf der Westseite, die an eine Terrasse grenzte... Da lief munter alles Wasser, was an der Tür herunterlief, hinter die Abdichtung und von dort unter den Estrich...

    Aufschluss hatten damals Feuchtemessungen am Putz in der ganzen Wohnung mit Vergleich der Messwerte gegeben...

    ...aber nur, wenn er nicht nur das Bauen ermöglicht, sondern wenn er auch städtebauliche Qualität verströmt. Sprich: örtliche Bauvorschriften, die den Stil der Region wiederspiegeln oder vernünftig interpretieren.

    Einfach alles zu ermöglichen halte ich nicht für gelungenen Städtebau...

    Da sollten auch mal Kommunale Gremien dafür sensibilisiert werden...

    Der Unterschied ist dass eine lange Aussenwand im EG mit Rigibs Verbund gedämmt ist und im OG nicht.

    ich würde nicht ausschließen, dass es noch entscheidendere Unterschiede gibt.

    Zum Beispiel einen Feuchteschaden, unzureichender SChlagregenschutz, Undichte wasserführende Leitungen oder sonstiges.


    Gibt es im OG ein Bad? Wie sieht da die Abdichtung aus.


    Wenn Ihr das Haus jetzt erst gekauft habt, wer hat Euch die Information gegeben, dass es seit 30 Jahren hohe Luftfeuchte gäbe?


    Mehr Infos zum Haus, auch mal ein mal ein paar Fotos (auch von außen) wären hilfreich. Welche Konstruktion (Mauerwerk, Holz, Stahlbetondecken, Holzbalkendecken, außen/innen verputzt oder?)

    Durckverlust an der Heizung, irgendwelche Umbaumaßnahmen in den letzten Jahren?

    sind wir mal ehrlich: diese Situation kann doch nur jemand bewerten, der die örtlichen Randbedingungen und die vorgesehene Nutzung umfassend kennt.

    Ist wirklich so.


    zur Erläuterung: die allermeisten Bauschaffenden wissen, dass manche (scheinbar einfache) Angaben teils mehr Fragen aufwerfen, als sie Antworten bringen.

    für den Laien scheint das unbefriedigend, erscheint die gestellte Frage doch (aus seiner Sicht) recht einfach.


    Nur stellt sich dem fachlich ambitionierten Fachmann bei mancher Anfrage eine solche Menge von Fragen, dass es manchen Laien verwirrt.

    Das ist zwar nicht unbedingt beabsichtigt, da man ja wirklich (ernstgemeint!) helfen will. Aber aus Sicht des Fachmanns leider notwendig.


    man muss wissen: die meisten Fachleute sind in hohem Maße haftungsbewusst. daher will man sich, bevor man eine (wirklich) konkrete Auskunft gibt, einfach absichern...

    ich habe mal eine Frage zu einer alten Viessmann-Heizung:


    Die Tochter eines Freundes hat ein Haus gekauft (Bayern), wo ein VitoCell-uniferral-gl Heizkessel, Bj. 1990, eingebaut ist.

    bei meiner ersten Recherche im Netz finde ich kaum Informationen hierzu. Scheint ein seltenerer Typ zu sein.


    die wichtigste Frage: handelt es sich schon um einen Niedertemperaturkessel?

    hier geht es um die Frage, noch ein paar Jahre zu überbrücken und die Austauschpflicht nach §10 EnEV noch ein paar Jahre zu umgehen.


    hat jemand hier nähere Informationen oder Ideen, wo ich suchen kann?

    aus aktuellem Anlass, wegen Nachfrage einer Kollegin von hier, mal die Antwort vor der Frage...:


    es gibt Fälle, wo in einem Wohnhaus zwei unterschiedliche Zentralheizungskessel vorhanden sind.

    Gerade hier auf dem Land sehe ich öfters Holzkessel, die man als "Notnagel" durch einen Ölkessel oder andere ergänzt. Für den Fall, dass man man krank, im Urlaub oder sonstwas ist.


    hierzu hatte ich vor zwischenzeitlich vier Jahren, also 2015, mal eine Anfrage an die KfW gestellt:


    die Antwort lautete:

    Diese Antwort ist zwischenzeitlich schon vier Jahre alt, also erhebt diese heute nicht mehr den Anspruch, noch gültig zu sein.

    der geneigte Berater muss prüfen, ob die genannten Punkte aus den FAQ heute noch so gelten.


    Bitteschön! :D