Beiträge von Alfons Fischer

    Der Bodenplattenanschluß muss (wie auch immer) luftdicht werden. Mörtel macht ihn nicht luftdicht! Jedenfalls nicht dauerhaft.

    dafür gibt es durchaus geeignete Klebebänder, welche den Übergang zwischen BoPla und der luftdichten Ebene der Wände herstellen. Wenn's richtig gemacht ist, wird dieser Übergang hergestellt, bevor die jeweils anschließenden Innenwände gestellt werden. Sonst gäb's nämlich eine Fehlstelle im Bereich der einbindenden Wand...


    zu den Klötzen: früher hat man mal mit Richtschwellen gearbeitet, die einige Tage vor dem Stellen der Wände montiert und ausgerichtet wurden.


    Heute verzichtet man hierauf in der Regel. Ich vermute, die Klötze stellen justierte Höhenpunkte dar, dazwischen wird dann mit Quellmörtel ausgemörtelt. Bevor die großen Lasten kommen. Warum hier die dünne Faserplatten ist, kann ich nicht sicher sagen. Ich vermute, dass diese sich zwar etwas zusammendrückt, aber insgesamt noch kleinere vorhandene Unebeneheiten oder Zwängungen kompensieren soll...

    Wenn an einer Außenwand hinter einem Schrank auf der Tapentenoberfläche Stockflecke zu sehen sind, ist dann von Schimmel zwischen der Styroporschicht und GK Platter oder sogar hinter der GK Platte auszugehen?

    wenn auf der Tapetenoberflächen Stockflecken sind, dann ist zunächst mal von Schimmelbildung auf der Tapetenoberfläche auszugehen.


    Dafür, was weiter draußen, also innerhalb des Aufbaus los ist, ist dies kein Indiz. Weder für noch dagegen. Da muss man dann schon nachsehen. Also öffnen.

    insbesondere in den späten 1980er Jahren, aber auch bis in die späten 1990er, so habe ich es in Erinnerung hat man dünne Schaumplatten (geschätzt 5mm) auf die Innenseite der Außenwände aufgebracht. Verkauft wurde das zur Energieeinsparungsmöglichkeit, es wurde aber auch eingesetzt, wenn es vorher Schimmelprobleme gab...


    die GK-Vorsatzschale war zwischen den 1970er bis in die frühen 1990er anzutreffen.

    In einer früheren Wärmeschutzverordnung war bei Einsatz einer Elektroheizung ein besserer Wärmeschutz gefordert, der häufig über eine solche Gipskarton-Verbundplatte realisiert wurde. Das hat dafür rechnerisch gereicht...


    Aufbau von innen nach außen könnte also sein:

    - Tapete

    - Schaumplatte

    - GK-Verbundplatte

    - Ansetzbinder bzw. Luftschicht

    - ggf. alte Putzschicht (wenn GK nachgerüstet)

    - Mauerwerk

    - Außenputz


    p.s. Du bist in ziemlich vielen Bundesländern unterwegs... ich kenne mich nur in Süddeutschland aus, dafür gilt meine Aussage. Ob es in Deinen übrigen Ländern auch so gilt, weiß ich nicht...

    Hallo kallebau,

    ja, irgendwo scheint hier, dem Foto dem ersten Blick nach zu urteilen, Feuchtigkeit herzukommen.


    Wo das wirklich herkommt, kann man wohl erst nach detaillierter Untersuchung erkennen.

    Was aber aus meiner Sicht unzweifelhaft feststeht: entweder kommt es von außen oder von innen!


    Da bleiben wohl wenige Möglichkeiten. allen voran, sich diese Punkte mal im Detail von außen anzusehen.

    um was für eine Art von Decke (welcher Baustoff/welche Konstruktion) handelt es sich? Ortbeton, Fertigteile, Einhängedecken?


    Für Stahlbeton halte ich die üblichen Messgeräte mit 2 Einstechspitzen für ungeeignet bzw. mindestens für nicht aussagekräftig...

    Wenn es Beton ist: dem Beton wird Feuchtigkeit weniger ausmachen. Angrenzende andersartige Baustoffe (Putze, Holz, Holzwerkstoffe, Dämmstoffe etc.) reagieren da empfindlicher. Manchmal nur mit Verfärbungen, manchmal mit konstruktiven Auswirkungen, die sich ggf. erst mit der Zeit ausbilden.


    Was man schon an diesen paar Aspekten erkennen kann: so eine Fragestellung ist für Fachleute viel vielschichtiger als dies für Laien erscheinen mag.

    Darum kann eine Meinungsäußerung hier im Forum maximal ein Indiz sein, dass eine qualifizierte Untersuchung vor Ort nicht ersetzen kann...

    Dann fällt mir als alternative Heraklit ein.

    ohne Dir zu nahe treten zu wollen:

    warum suchst Du jetzt schon Alternativen wenn Du noch nicht mal die Randbedingungen kennst (Feuchtebelastung, Schlagregen etc.)?


    ich schätze die youtube-Uni manchmal auch, und es ist gut, dass Du Dich mit der Fragestellung auseinandersetzt.

    Aber denkst Du, diese wird Dir für Dein Objekt die richtigen Lösungen bieten können?

    Wie immer erst eine Reihe von Fragen. Aussagekräftige Fotos von innen und außen könnten aber die Beurteilung unterstützen.


    Wie werden denn die Räume genutzt?

    sind denn die Wände wirklich trocken?

    Warum soll denn keine Außendämmung angebracht werden?

    Wie sehen die Wände von außen aus?

    Sollen innen irgendwelche Bekleidungen (z.B. Fliesen) auf die Wände?

    Gibt es in der Außenwand Installationen (Wasser, Heizung, Abwasser, Elektro)?


    Bitte erwarte hier aber keine Freigabe Deiner Planung. Innendämmungen sind heikel und wollen fachgerecht geplant werden. Das kann nur vor Ort durch einen qualifizierten Planer erfolgen.

    Wir können nur Hinweise geben.

    für einen mittleren U-Wert brauchst Du keine Formelsammlung. Genau so wenig wie für ein mittleres Alter, für ein mittleres Maß oder sonstwas...


    ich drücke es anders aus:


    Berechnen wir zur Übung mal den mittleren U-Wert der Bestandskonstruktion:

    der U-Wert der Wand im Bestand ist ca.

    U = 1/ (0,03/0,7 + 0,49/0,33 + 0,01/0,87 + 0,13+0,04) = 0,585 W/m²K

    (hierbei sind 0,13+0,04 die Wärmeübergangswiderstände)


    die Fläche der Wand ist: 37,2 m² - 6,9m² = 30,3 m² (Du musst ja die Fenster abziehen)


    schau Dir dazu jetzt nochmal die Formel an:


    U(m) = (U (Fenster) x A (Fenster) + U (Wand) x A (Wand)) / A (gesamt) = ?


    wir setzen obiges ein:


    U(m) = (U (Fenster) x A (Fenster) + U (Wand) x A (Wand)) / A (gesamt) =

    U(m) = (1,8 W/m²K x 6,9 m² + 0,585 W/m²K x 30,3m²) / 37,2m² =


    nach Anteilen aufgelöst

    U(m) = ((1,8 W/m²K x 6,9 m²) / 37,2m²) + ((0,585 W/m²K x 30,3m²) / 37,2m²) =

    U(m) = 0,33 W/m²K + 0,48W/m²K ---> erkennst Du die 0,33 W/m²K wieder, die für den Fensteranteil stehen?)

    U(m) = 0,81 W/m²K



    Und die Erkenntnis hieraus: hier siehst Du sehr schön, dass selbst wenn der Anteil der Wand auf Null sinkt, ein mittlerer U-Wert unter 0,33 nicht erreicht werden kann.

    voll ausgeschrieben:


    U(m) = (U (Fenster) x A (Fenster) + U (Wand) x A (Wand)) / A (gesamt) = ?



    Exkurs:

    Auch nach GEG (bisher EnEV) rechnen wir mit mittleren U-Werten. Zumindest im Ansatz. Dort wird das H'T genannt. also der spezifische Transmissionswärmeverlustkoeffizient.

    Dort wird die Fläche der Außenwände, der Fenster, Bodenflächen, Dächer etc. etc. mit ihren jeweiligen Flächen multipliziert (und auch mit dem Korrekturfaktor, der abweichende Temperaturdifferenzen berücksichtigt) und durch die Gesamtfläche der Hülle geteilt.

    ne, Du denkst zu kompliziert.


    Es hilft nix:

    Der Mittlere U-Wert ist:

    U (Fenster) x A (Fenster) + U (Wand) x A (Wand)

    Die Gesamtfläche ist 12 x 3,10 = 37,2 m²

    U (Fenster) = 1,80

    A (Fenster) = 6,9 m²


    Selbst wenn U (Wand) = 0 W/m²K ist, dann ist

    (U (Fenster) x A (Fenster)) / 37,2 m² = ?

    (rechnen darfst Du selbst)


    Unter diesen Wert kann der mittlere U-Wert gar nicht sinken, wenn die genannten Fenster verbaut sind.

    Aber wie kommt der Wert 0,33 W/m²K in der Lösung zustande? Tut mir leid, vllt denk ich viel zu kompliziert.

    rechne mal die Fläche und den U-Wert der Fenster bezogen auf die Gesamtfläche


    Off-Topic:

    oh je, das war jetzt aber schon zu viel Hilfe, oder...?


    Schreib doch einfach mal die Formel auf...:

    Um = (A(1) x U(1) + .........) / .....

    1. Begründen Sie anhand einer Rechnung, ob durch eine neue Außenisolierung der mittlere Wärmedurchgangskoeffizient auf U =0,28 W/m²*K gesenkt werden kann.

    Also: ich habe die Lösung nachvollziehen können.


    Kleine Hilfestellung:

    Es wird nach dem mittleren U-Wert gefragt und warum dieser nicht 0,28 sein kann...


    Stelle Dir mal anhand Deines konkreten Beispiels die Formel auf, wie sich der mittlere U-Wert der Wand berechnet.

    Aus welchen Anteilen besteht er? Welchen Anteil hat deren U-Wert jeweils am mittleren U-Wert?


    Mein Wasserbau-Prof hat immer gesagt:

    Wenn Sie gar nicht wissen, wie Sie an eine Aufgabe rangehen sollen, schreiben Sie sich alles auf, was Sie schon kennen. Oft ist dann die Lösung recht einfach!

    tja, hier ist spannend, wer was gesagt und koordiniert hat. Ich weiß es nicht, ich mutmaße nur...


    Ist der Glaser nur der Lieferant oder ist er derjenige, der das Gewerk "verglaste Holzkonstruktion" angeboten und geliefert hat? Ich würde da eher den Konstrukteur der Holzkonstruktion als Planer vermuten...


    Und sicher wird es vorab schon eine Abstimmung über die Ausführung zwischen den Handwerkern gegeben haben und einer von beiden hat das dann so als "in Ordnung" bezeichnet.


    Aber alles nur Mutmaßungen, weil wir hier im Forum den Fall nicht abschließend klären können. Das geht einfach nicht, weil einfach zu viele Aspekte (von denen wir eine ganze Reihe nicht kennen) eine Rolle spielen...

    sorry, aber ich habe von der Aufgabe eines Bauleiters eine andere Vorstellung als ihr.


    Nach meiner Vorstellung ist es nicht Aufgabe eines Bauleiters, die Planung zu prüfen, sondern Arbeitsvorbereitung, Koordination der Gewerke und letztlich Abwicklung bis zur Prüfung der Abrechnung. Aber aus meiner Sicht nicht das Prüfen der Arbeit eines Planers.


    Und hier gibt es wohl keinen richtigen Planer. Die Planungsaufgabe wird hier möglicherweise nachträglich dem Ersteller des WiGa zufallen und in der Konsequenz demjenigen, der die Verglasung mit hohem U-Wert vorgeschlagen hat (aus welchen Gründen auch immer) und ggf. demjenigen, der diesen Vorschlag (hier auch wieder aus welchen Gründen auch immer) diesem Vorschlag zugestimmt hat.


    Nur höchst offensichtliche Auffälligkeiten (hier wieder die Verglasung mit sehr hohem U-Wert) hätte dem Bauleiter auffallen können und er hätte dies hinterfragen können.


    Hier haben wir aber eine Konstellation, die weder einen echten Planer noch einen echten Bauleiter beinhaltet.

    Also werden sich vermutlich die Verantwortung für die "unglückliche" und leider auch schadensanfällige Konstruktion diejenigen in noch festzulegenden Anteilen teilen, die dann doch irgendwie für Planung und Bauleitung verantwortlich waren.


    Ob der Glaser, der ja wohl lediglich gesagt hat "Wärmeschutzverglasung kann ich nicht liefern, einfaches VSG schon" (warum auch immer), damit in die Verantwortung gezogen werden kann, wage ich zu bezweifeln...



    //Ironiemodus an

    Ich werfe jetzt mal provokativ in den Ring: für diese anspruchsvolle Aufgabe hätte es einen Projetsteuerer gebraucht

    //Ironiemodus aus

    Du musst Dir im Klaren darüber sein, dass jede "nach außen springende" Raumecke kühlere Oberflächentemperaturen aufweist als eine normale vertikale oder horizontale Fläche.

    Ob die Abkühlung aber tatsächlich zu einem Problem führt, ist damit noch nicht gesagt.

    Mach doch mal Fotos und insbesondere auch Fotos von den Schimmelflecken und beschreibe deren Lager mal etwas detaillierter...


    Ich würde mich eher fragen, wie Du bei einer reinen Büronutzung zu solchen Luftfeuchtewerten kommst. Ich habe im Büro eher das Problem, dass es mit ca. 30-35% rel. LF viel trockener ist...

    Dass man dämmen sollte, steht für mich außer Frage: ja klar, würde ich empfehlen...

    Selbst die 60cm Wandstärke bringen wohl kaum nennenswerten Wärmeschutz.


    Ich halte, den Bildern nach zu urteilen, die Fassade für nicht so erhaltenswert, dass da der Aufwand einer Innendämmung gerechtfertigt ist.


    Würde man eine Gesamtbilanzierung nach GEG 2020 machen könnte man bei Einsatz eines ggf. voll regenerativen Brennstoffs für die Beheizung auch eine nennenswert dünnere Außendämmung nachweisen können, um dennoch die gesetzlichen Anforderungen einzuhalten.

    Ob es sinnvoll ist, ist ne andere Frage.


    Hier sollten auch Aspekte von möglichen Förderungen für eine energetische Sanierung berücksichtigt werden.

    Dafür ist aber zwingend ein Energie-Effizienz-Experte einzubinden.

    mal abgesehen von den baulichen Randbedingungen, denke ich, dass die raumseitigen Innenoberflächen vor allem deshalb lokal kühler sind, weil dort Hängeschränke davor hängen und damit wie eine Innendämmung wirken und zudem die Luftzirkulation (Raumluftwalze) behindern.


    Eine Fotografie von innen wäre gut, auf der man einen Raumeindruck bekommt.

    Hannah,


    in diesem Fall würde ich zunächst empfehlen zu überprüfen, welche Art von Fenstern (mit/ohne) Überschlagdichtung montiert sind und/oder ob die Dichtungen richtig anliegen. Stelle ruhig mal ein Foto davon ein.


    Es darf aber angemerkt werden: An nicht vollständig dichtenden Überschlagdichtungen wird es möglicherweise nicht allein liegen, dass Kondensat im Falz auftritt...

    Schließlich gibt es diesen Fenstertyp noch nicht so lange. In den 1990ern bis Anfang der 2000 waren diese gar nicht so sehr verbreitet und die damals verbauten Fenster haben auch funktioniert. Nur bei extremen Außentemperaturen kam es zu Problemen...

    Ein Fensterhersteller erläuterte mir mal, dass die Überschlagdichtungen ursprünglich eigentlich zur Verbesserung des Schallschutzes eingeführt wurden...

    Hier kommt es auf den gesamten Bauteilaufbau aller Bauteile (Außenwand, Drempel, Schrägdach, Abseitenwand und ggf. andere) an.


    Ich habe solche Wände auch schon dämmen lassen. In diesem Fall haben wir hierfür das Dach von außen geöffnet, um ran zu kommen...


    Dämmplatten direkt auf eine Dampfsperren zu kleben, so dass also die Dampfsperre die Tragschicht ist, erscheint mir absurd...

    Es stellt sich die Frage, ob überhaupt eine Dampfsperre benötigt wird (kann sein, kann aber auch nicht sein), wie die Luftdichtheit ausgebildet ist und welcher Dämmstoff geeignet ist. Es könnte im extremen Fall sogar sein, dass von einer Dämmung der Abseitenwand abgeraten werden muss und man auf andere Maßnahmen verweisen muss. Zum Beispiel, weil man sich ansonsten andere Probleme einfängt...

    Leider lässt sich die Situation aufgrund der gemachten Angaben hier nicht beurteilen.

    Du schreibst von einem Feuchtefleck, das Erdreich läge außen 20cm höher. Später schreibst Du, dass man 3 Meter tief ausschachten müsste.


    Wir sollten uns zunächst klar machen, was die eigentliche Fragestellung ist: ein sehr lokal begrenztes Feuchteproblem oder eine Grundlegende Fragestellung...

    bei der Beurteilung sind vielfältige Punkte zu berücksichtigen.

    Unter anderem auch die Frage, ob es eine reine und für sich alleine stehende Wohnnutzung ist oder ob diese im Zusammenhang mit einem privilegierten Betrieb im Außenbereich steht.

    Weiterhin auch die Erschließung, die bei 3 oder gar 5 Wohnung ggf. eine andere Qualität aufweisen muss also die für eine privilegierte Wohnnutzung...

    Und andere...


    Du sprichst vom hohen Aufwand zum Erhalt. Warum muss dies erhalten werden? Oder soll es vielmehr erhalten werden, um diese Lage zur Wohnnutzung nutzen zu können?

    Auch ein Gedankenspiel: Wenn ich ein 80m langes Gebäude habe und nur eine Wohnung brauche, kann ich doch davon auch nur 10 oder 15m nutzen und den Rest abbrechen. Die Fläche fällt dann aber wieder dem Außenbereich zu... d

    ich könnte mir ablaufendes Kondensat aus z.B. einer Dachkonstruktion in Erwägung ziehen.

    Oder im familiären Umfeld suchen, ob da nicht jemand die neue Spritzpistole ausprobiert hat... ;)


    Mach mal ne Übersichtsaufnahme des Raums, damit man erkennt, was sich da im Umfeld befindet. Dach, Dachflächenfenster etc?