Beiträge von Alfons Fischer

    Würde man für diese Räume einen EnEV-Nachweis rechnen, kriegt man die Einhaltung der Anforderungen in äußerst wenigen Fällen überhaupt hin...


    Es gibt in den Auslegungsfragen zur EnEV eine ähnliche, wenngleich nicht gleich gelagerte Situation: die punktuelle Beheizung eines Bereichs eines Gebäudes mit dem Ziel, thermische Behaglichkeit herzustellen: Siehe Staffel 3 der Auslegungsfragen.


    Hier, wie gesagt, etwas anders gelagert.

    Im Zweifel würde ich empfehlen, einen Antrag auf Befreiung von den Anforderungen nach EnEV zu stellen, siehe § 25 EnEV



    wobei: hier haben wir ja ein bestehendes Gebäude:

    Hier muss man sich ansehen, ob der fragliche Bereich nicht auch vor der Umnutzung schon beheizt war (auch niedrig beheizt würde zählen). Dann gibt es nämlich m.E. keine Anforderungen.

    ich denke auch, dass es hier nur um die vom Nutzer unabhängige Lüftung zum Feuchteschutz (siehe DIN 1946-6) ist.


    Und damit keine Lüftungsanlage zur Sicherstellung eines hygienischer Raumluftverhältnisse. Dies bleibt, wie bei vielen an deren Gebäuden auch, dem Nutzer überlassen. Was ja per se nichts Verwerfliches ist...

    es ist ein bekanntes Problem, dass Dachuntersichten, welche nach oben hin durch relativ leichte Dacheindeckungen abgedeckt sind und keinen nennenswerten Wärmedurchlasswiderstand oder -Speicherfähigkeit aufweisen, zu Kondensatbildung neigen.


    Um mal ein Extrem zu heranzuziehen: ähnlich wie ein leichtes Blechdach - nur nicht in diesem starken Maße.


    Ursache ist häufig das Auskühlen der Dacheindeckung infolge Strahlungsaustausch mit dem kalten Nachthimmel, vor allem bei klarem Himmel, so dass zunächst die Dacheindeckung und bei oben genanntem geringen Wärmeschutz bzw. geringer Masse später auch die Dachuntersicht Oberflächentemperaturen teils unter Lufttemperatur erreicht.

    Physikalisch der gleiche Effekt wie Kondensat- oder sogar Reifbildung auf nahezu waagrechten Autoglasscheiben mit geringer Wärmespeicherkapazität.


    Diese Auskühlung unter Lufttemperatur begünstigt Kondensatausfall auf der Untersicht infolge Kondensation der Luftfeuchte an der kalten Oberfläche. Erst bei gewissem Wärmeschutz bzw. Speicherfähigkeit wird die Untersicht hinsichtlich der Temperatur ausreichend zur Dacheindeckung thermisch entkoppelt.

    Die Feuchtigkeit kommt also aus der Luft.


    Klar, Oberflächen, die aufgrund ihrer Material- oder Beschichtungseigenschaften einen geeigneten Nährgrund für Schimmel bilden, sind eher anfällig...


    Abhilfe könnte teils eine zusätzliche Wärmedämmung auf der Oberseite oder eine deutlich schwerere Verkleidung schaffen.

    Aber man muss sich klar sein: je nach Witterungs- und Temperaturverhältnissen wird jede Holzoberfläche im Außenklima mal mehr und mal weniger Kondensat an der Oberfläche haben und letztlich auch einer gewissen Verwitterung ausgesetzt sein...

    Für mich stellt sich gerade die Frage der Außendämmung, die eine Firma arbeitet mit einer Zelluloseausblasdämmung die Andere mit Holzfaserdämmplatten.

    sorry, das ist etwas seltsam dargestellt.

    beschreibe doch mal die Wandaufbauten, jeweils von innen nach außen (oder auch von außen nach innen)...

    Starkregen ist doch nicht die Regenmenge in 1 Stunde, sondern das, was in 2 Minuten oder vielleicht 5 Minuten maximal runterkommt... und zwar maximal alle 2 Jahre oder alle 5 Jahre oder alle 10 Jahre... Je nach Bemessungsansatz.


    bei Kanalisationen nimmt man bewusst in Kauf, dass bei hohen Regenspenden (viel in ganz kurzer Zeit) es zu einem Überstau kommt. Das ist zu dulden, so ist das nun mal. Man kann nicht alle Eventualitäten abbilden. Das tut man vorwiegend aus Wirtschaftlichkeitsgründen, aber auch andere Überlegungen spielen da rein...


    google mal nach "Bemessungsregen" oder "Regenspende" und "Überstauhäufigkeit"...

    ich halte es aber auch für ein ernsthaftes problem, wenn ein dach kaputtgerechnet wird - gerne bei steilen mischkonstruktionen mit mittelpfetten, mit dürrer firstpfette (= bessere richtpfette) und weicher firstverblattung. wenn man´s richtig rechnet, hält´s auch rechnerisch.[/offtopic]

    das interessiert mich:

    Leider kann ich mir nicht richtig vorstellen, auf was Du hinaus willst. Was meinst Du mit "richtig rechnen". Wie setzt Du die Firstverblattung an, wie die Pfetten? Was ist hier Dein Ansatz?


    Hintergrund ist: meine Diplomarbeit aus dem letzten Jahrtausend hatte ein ähnliches Thema: den rechnerischen Nachweis einer historischen Holzkonstruktion. Wir haben da viel mit Federn und Nebentragwirkungen rechnen müssen, um den Nachweis zu erbringen, warum dieser Dachstuhl, der nachweislich hunderte Jahre überdauert hat, überhaupt noch steht...

    eine FeWo, bei der das Bad oder auch nur Teile davon gemeinsam mit jemand Fremden genutzt werden, würde ich nicht mieten...

    Entweder also den Raum Du/WC baulich für Zimmer 1 und Zimmer 2 trennen (ggf in Richtung Zimmer 2 verlängern) oder gleich 1 und 2 zu einer größeren Wohnung zusammenlegen, womit sich das Problem der fremden Mitbenutzung erledigt hätte...

    Mal wieder zwei etwas naive Fragen bzgl. KfW-Förderung und PV

    - Ändert sich durch eine PV - Anlage die Einstufung eines KfW 55 Hauses möglicherweise in ein KfW 40?

    um den STandard eines KfW-Eff-Hauses zu erreichen, müssen immer zwei Anforderungen gleichzeitig eingehalten werden:

    1. Jahres-Primärenergiebedarf

    2. spezifischer Transmissionswärmeverlust H'T


    eine PV hat nur Auswirkung auf Nr. 1.


    jetzt gibt es zwei Szenarien:

    a) H'T erreicht nicht die Grenze eines KfW-Effizienzgebäudes-40 --> selbst bei noch so großer PV-Anlage ist ein KfW-Eff-40-Gebäude zu erreichen.

    b) H'T erreicht vorgenannte Grenze: Eff-40 könnte möglich sein.


    Ansprechpartner ist m.W. bevorzugt der Aufsteller der Berechnung.


    Aber nur mal so als Größenordnung: Um KfW-Eff-40 zu erreichen, ist i.d.R. Bauen mit Passivhauskomponenten (oder nahe dran) von Nöten...

    auch ich würde zuerst in den Bauantragsunterlagen (beider Nachbarn, hoffentlich möglich) nachsehen, ob sich da nicht ein Hinweis findet.

    ggf. findet sich auch im B-Plan ein Hinweis oder Höhenlinien. Hatte erst einen B-Plan von 1962 auf dem Tisch, da waren auch Höhenlinien drin, die auf den Verlauf des ursprünglichen Geländes schließen lassen bzw. zumindest Hinweise geben.

    Oder aber auch in alten Katasterplänen.

    Es könnte sein, dass man einen Vermesser einbinden muss, wenn man das klären will, inbesondere die Höhen über Meer...

    wir hatten mal eine ähnliche Fragestellung, weil Vandalen die Baustellentoilette vollständig abgefackelt haben. Es blieb nur ein Klumpen Kunststoff übrig.

    Auch hier hat die Bauleistungsversicherung gesagt, dass sie nicht in der Pflicht sei.

    Letztlich wurde der Schaden dem Unternehmer nicht ersetzt, weil dies zum Risiko des Unternehmers gehöre...

    dann ist das hier doch gar nicht maßgebend.

    beim Eff-40-Gebäude musst Du doch immer rechnen. Das genannte gilt nur beim Eff-55-Haus, wenn Du meinst, Du sparst was, wenn Du nicht rechnest...


    die KfW sagt: "Für die Berechnung des energetischen Niveaus eines KfW-Effizienzhauses sind die Bilanzierungsvorschriften des § 3 Absatz 1 bis 3 Energieeinsparverordnung (EnEV) unter Berücksichtigung der Regelungen dieser Anlage anzuwenden." Nicht mehr.

    Und wenn Du damit die Anforderungen "EnEV-60%" hinsichtlich Jahres-Primärenergiebedarf und spezifischen Transmissionswärmebedarf einhältst (beispielsweise, weil Du eine Anlagentechnik mit hohem regenerativen Anteil planst), dann gibt es keine Weiteren Anforderungen.

    Nur beim Eff-40Plus-Haus brauchst Du das in dem KfW-Merkblatt beschriebene Plus-Paket, in dem die Lüftungsanlage enthalten ist.


    unten ein Zitat aus dem angesprochenen KfW-Merkblatt

    ich habe bewusst keine Imprägnierung verwendet.


    bei der weißen Farbe kam in den ersten paar Jahren ein stellenweise ein Gelbstich. Sah nicht so schön aus, ist aber wieder verschwunden.


    zur Bewitterung: unsere Erfahrung:

    • kritisch ist sicher die Nordseite, die habe ich schon mehrmals mit dem Hochdruckreiniger abdampfen müssen.So alle drei Jahre im Mittel. Sonst wird es unansehnlich.
    • die Westseite ist sogar deutlich unkritischer. Der Schlagregen wäscht den meißten Schmutz weg. Veralgung gibt es dort auch nicht. Sicher auch, weil die Abendsonne dort voll drauf brennt.
    • An der Südseite habe ich noch gar nichts machen müssen. Klar, die ist nicht mehr ganz so weiß wie anfangs, aber immer noch ansehnlich.
    • an der Ostseite wieder etwas mehr Schmutz wie im Süden, aber auch nicht so wild. Von der Ostseite stammen die eingestellten Fotos.

    wir haben hier eine sägerauhe Holzfassade (Bandsägeschnitt). Vor über 15 Jahren gebaut und mit einem deckenden Anstrich gestrichen.

    Ich habe diese Farbe gewählt, weil ich schon vorher Häuser kannte, die damit bereits vor mehr als 10 Jahren gestrichen waren und schon damals noch gut aussahen.

    Jedenfalls hält die Farbe bei uns immer noch und musste noch nicht renoviert werden.

    Alle paar Jahre gehe ich mit dem Hochdruckreiniger ran und säubere die Fassade. Hält auch.


    Tendenziell hält die Farbe auf sägerauhem Holz natürlich besser als auf gehobelten Hölzern. da kommt es jetzt auch schon zu Ablösungen...


    Wichtig: nicht zu dick auftragen! eher dünn, um die Diffusionsfähigkeit zu erhalten. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, den Anstrich eher zu rollen als zu streichen. Geht schneller und ist dünner. Nebenbei ist der Verbrauch auch noch niedriger...

    zuerst einmal würde ich einen Blick in die Verarbeitungsanleitung der Ziegelstürze empfehlen.


    die Ausführung ohne zusätzliche Unterstützung halte ich bei den breiten Türen für sportlich. Man meint, schon jetzt eine Durchbiegung zu erkennen.

    Hintergrund: diese Ziegelstürze tragen m.E. nicht für sich allein, sondern erst in Verbindung mit dem darüber liegenden Mauerwerk. Erst, wenn das erforderliche Mauerwerk vollständig erstellt und ausgehärtet ist, hat der Sturz seine Tragfähigkeit erreicht.