Beiträge von JoWest

    Wenn das Betonringe sind ist der Boden vermutlich nur nachträglich einbetoniert. Die Fugen zwischen den Ringen und dem vor Ort betonierten Boden könnte aus meiner Sicht das Problem sein. Mit einer zementären Dichtschlämme wird man das vermutlich auch nicht in den Griff kriegen...

    Die Innenwände sind mit KS Quadro/Plus gemauert vermutlich aufgrund der hohen Rohdichte 2,0 (sieht man auf einem Bild). Die hohen Rohdichten werden als Plansteine einfach zu schwer um sie von Hand zu vermauern. Die Außenwände wurden mit KS Plan 12DF gemauert vermutlich dann RDK 1,4. Aufgrund der beengten Situation kann man so gleichzeitig mit dem (Mini-)Kran die Innenwände und die Außenwände von Hand mauern. Im EG gibt es bei den Innenwänden eine Kimmschicht aus 8DF Plan und einer niedrigen Kimmschicht. Wieso diese oben drauf ist kann man nur spekulieren, sollte aus meiner Sicht jedoch keine Rolle spielen (vielleicht haben die gedacht, wenn ich die niedrige Kimmschicht oben auflege brauche ich mir keine Gedanken über das Überbindemaß zu machen :)). Im oberen Stockwerk ist die Stockwerkshöhe so gewählt (es soll noch Architekten geben die das Mauerwerksmaß kennen und können), dass diese Kimmschicht wegfällt und nur die 8DF als restliche Kimmschicht drunter sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das Überbindemaß für diese Kimmschicht nicht erforderlich ist, da das bei 50 cm Höhe ja 20 cm betragen würde und somit eh nicht eingehalten werden kann (dann müsste KS ja auch hierfür längere Steine speziell für diese Kimmschicht anbieten hier in einer Höhe von 24+x). Dennoch ist es natürlich blöd bei einer Wand (bei den anderen scheint es i.O. zu sein) genau Fuge auf Fuge 2*25=50 zu mauern, diese Wand scheint auch noch genau im Treppenlochbereich zu sein wo größere Durchbiegungen zu erwarten sind, doppelt blöd....Rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass das fehlende Überbindemaß der Kimmschicht keine größeren Auswirkungen auf das Mauerwerk haben wird.

    das halte ich auch für sehr wahrscheinlich. Wir hatten an einer Schule mal den Fall, dass die vertikalen Fugen der Betonfertigteilfassade ausgereicht haben um die ganze Dämmung einer Sporthalle über die Jahre zu durchfeuchten. Aufgehende Wand über dem Dach, genau wie bei deinem Fall. Die Fertigteilplatten waren ca. 3 x 5 m also sehr wenig Fugen pro m2, die Fugen waren zudem noch dauerelastisch verfugt.

    Jochen

    ich könnte mir vorstellen, dass die Kelleraußenwände dicker sind als im EG, das wurde bei den Kappendecken oft so gemacht. Die Mauerstärke im Keller spricht auch dafür. Dann wäre das kein Riesenproblem. Transport und Montage im Haus ist aufwendig, für Firmen mit Sicherheit unrentabel. Bei weitestgehend kostenfreier Helferleistung könnte das gehen, das ist ein Rechenexempel.

    Jochen

    Im StLB heißt die Formulierung dafür exakt „erschütterungsarm“!

    Die Regelvorgabe in der Rückbaustatik lautet dann doch immer: „Überschnitte sind unzulässig!“ Und dann wird mit kleinerem Blatt weitergeschnitten und am Ende zur Flex gegriffen.

    wenn Überschnitte nicht zulässig ist sehen wir am Ende des Schnittes eine Kernbohrung vor (Größe je nach Dicke des Bauteils bzw. Sägeblattdurchmesser). Wenn auch nur die kleinste Ecke noch hängt, tut man sich verdammt schwer mit dem Ausbau.

    Jochen

    Ich kann auf den Bildern keine ausreichende Gründung erkennen und denke, dass das der Hauptgrund für die Setzungen ist und der Rohrbruch nur eine Folge davon. Wenn ich das richtig verstanden habe dann wurde der Anbau nachträglich im Bereich der Baugrube erstellt und hätte somit auch auf gewachsenen Boden und frosttief erstellt werden müssen. Auf den Fotos kann ich kein ausreichendes Fundament erkennen. Auf dem Kostenanschlag steht 1 cbm Fundamentbeton, so ähnlich scheint mir das auch gemacht worden zu sein.

    Ich denke so wird auch die Versicherung argumentieren, wenn der Gutachter halbwegs auf Zack ist...

    ich denke die haben die Schalung innen auf den Rohboden gestellt und durchgespannt. Die Vertikallasten der Leichtschalung sind damit aus meiner Sicht abgefangen, das ist kein Problem. Das Styrodur haben die unten mit der Schalung eingeklemmt. Ich hätte wahrscheinlich noch einen Angstsprieß druntergestellt :nerd_face:

    Hallo,


    ich habe 2018 durch einen Subunternehmer aus dem Regensburger Raum in einer Schule eine Innenabdichtung machen lassen. Mache derzeit in einem anderen öffentlichen Gebäude mit der gleichen Firma eine Innenabdichtung System Remmers. Sehr teuer, 10 Jahre Systemgarantie, hat funktioniert. Ich wollte dir eigentlich eine PN schicken, ging aber nicht. Wenn du mir schreibst gebe ich dir die Firma und Ansprechpartner durch, die sind in ganz D unterwegs.

    Jochen

    Bauleiter hat sofort erkannt, dass der Kellenschnitt fehlte (danke Thomas, deine Vermutung war die gleiche) und das wohl die Betondecke in den Ecken sich aufgrund der Trocknung schüsselte.. Seine Aussage war, das üblicherweise die Decken zwischen den Stockwerken verankert werden. Sodass diese sich kaum schüsseln können.. Wurde bei mir nicht gemacht und war wohl angeblich vor 10 Jahren noch nicht Art der Technik (Aussage Architekt).. Bauleiter schaute etwas komisch zum Architekten rüber..


    ich bin kein Statiker und die hier im Forum anwesenden Statiker mögen mich bitte korrigieren wenn ich das nicht ganz richtig darstelle. Aus meiner Sicht gibt es für den vorliegenden Fall (4-seitig gelagerte, zweichsig gespannte Stb-Platte) die Möglichkeit der Ausführung als drillweiche oder als drillsteife Platte. Bei der drillsteifen Platte werden die Ecken entweder durch entsprechende Auflast oder durch Zugstützen in den Ecken gehalten, eine Drillbewehrung muss hier angeordnet werden (Vorteil: kleinere Durchbiegungen, weniger Kerbspannung am Auflager durch weniger Auflagerverdrehung, Nachteil: Zugstützen und zusätzliche Bewehrung kosten Geld). Bei drillweichen Platte gibt es keine Einspannung in den Ecken weder aus Auflast noch durch Zugstützen. (Vorteil: gesparte Kosten, Nachteil: größere Durchbiegungen und das Problem am Auflager). Durch konstruktive Maßnahmen wie z.B. Kellenschnitt oder Ausbildung einer Fuge muss das kompensiert werden, dies wurde hier offensichtlich nicht gemacht.

    Nein, es ist kein Kalkstein.

    Nein, es ist kein Schornstein, aber die runde Form wurde richtig erkannt. Es ist geometrisch beschrieben ein sehr seltener kegelförmiger Dachhelm oder ein "Kegeldach" - aber von einem Profanbau.

    korrekt! Deshalb auch:

    nein! (Musste ich sicherheitshalber anschauen - kannte ich doch, aber nur mit Flachdächern der 1950er Jahre und amerikanischen Autos davor. Meinst Du vielleicht etwas anderes?)

    ich habe den Gedankengang mit den Solnhofener Platten verfolgt und nach Solnhofener Platten in Berlin gegoogelt. Da wurde das genannt. Mir auch völlig unbekannt. Habe das einfach mal in den Ring geworfen und auf einen Glückstreffer gehofft :face_with_tears_of_joy:

    bei uns wären das Solnhofener Platten also Kalkstein. Aber die Altmühl und das dazugehörige Tal aus dem die Platten stammen sind von Skeptikers Wirkungskreis natürlich ein Stückchen entfernt, so dass das vermutlich nicht stimmt

    Was mir aufgefallen ist: die Balkenabstände sind auf dem einen Bild geschätzt mehr als 2 Meter. Auf dem anderen Bild ist der Abstand des ersten Feldes sicherlich auch noch größer als 1m, danach sieht man aufgrund des Bildausschnittes keinen Balken mehr. Das müssen doch dann schon massive Bohlen sein, sonst würde man da doch durchbrechen...alles ein wenig komisch

    Jochen

    ein klein wenig OT: Die von RD vorgeschlagenen Befestigungssysteme habe ich auf unseren Baustellen eigentlich nur bei einer Vorwandmontage gesehen. Ich bin natürlich nur im Rohbau tätig und bekomme soetwas nur am Rande mit. Schreibt ihr diese Montageelemente beim Fensterbauer mit aus? Für welche Wandbildner braucht man das? Im Beton kann man direkt montieren, ganz klar. Aber Porenbeton? Kalksandstein (Kammern)?

    ich denke eine Sanierung ist nur möglich wenn die Öffnungsgröße es zulässt, dass man sie um die Betondeckung verkleinert. Die Bügel sind ja im jetzigen Zustand um die Betondeckung zu tief und können nicht geändert werden. Dann die Bewehrung freilegen und ggf. Bewehrung ergänzen und Reprofilieren. Möglich ist das schon aber es bleibt immer noch das Auflager, das ist für mich das größere Problem...

    im ersten Bild sieht man die PVC Drunterleisten. Diese wurden nicht unter die Bügel sondern unter die Längsbewehrung gelegt. Die Längsbewehrung wurde nicht ausreichend oder gar nicht nach unten gebunden, dadurch wurde die Bügelbewehrung bis auf die Bodenschalung des Unterzuges gedrückt. Das kann so nicht bleiben. Wenn die Öffnungsgröße noch ausreichend ist könnte man die fehlende Betondeckung mit einem geeigneten Betonersatzsystem wieder herstellen. Die fachgerechte Sanierung ist vermutlich teurer als der Abbruch und Neuaufbau. Das Auflager ist ja auch grauenhaft und kann so nicht bleiben. Vermutlich war die Aussparung auch so nicht mit dem Statiker abgestimmt, das sind ja kaum mehr als 5 cm Auflagertiefe