Beiträge von JoWest

    Der Schaden sieht schlimmer aus als es ist, wäre mit wenigen Tausend Euro behoben, du musst nur einen guten Handwerksbetrieb finden, oftmals werden solche Fälle abgelehnt, da zu schadensträchtig.

    das sehe ich anders, der Schaden ist aus meiner Sicht ein Totalschaden. Alleine die Mängel auf dem ersten Bild sind für mich geschätzt > € 50.000

    Es wurde die Standsicherheit im Vorfeld nachgewiesen, die Böschungen u Abstände vorgegeben etc. Ursprünglich hätte das Haus ja auf die Seite kommen sollen, mussten aber umplanen, weil die Baugrube hätte der Mauer vermutlich den Rest gegeben

    Hat der Bodengutachter das auch mal vor Ort angesehen? Angesichts der Schichtengrenze im Bereich der Einflusszone der Fundamentierung der oberhalb stehenden Wand könnte ich nachts nicht ruhig schlafen. Das ist doch so eine richtige Einladung für einen Gleitkreis darauf talabwärts zu surfen.

    Pos. 20 „Baustelleneinrichtung“

    Hierzu sämtliche zur Durchführung der angebotenen Bauleistungen benötigte Baumaschinen, Werkzeuge und Werkzeugmaschinen, etc. antransportieren, für die gesamte Bauzeit vorhalten und nach Beendigung der Maßnahmen abtransportieren. Die Kosten für Wartung und Reinigung sind im Preis enthalten.

    1 pauschal

    Dann darf er die Bauleitung nicht einkalkulieren, da sich der Leistungstext explizit auf die Maschinen bezieht. Dies ist nur möglich wenn der Leistungstext weiter gefasst ist. Im vorliegenden Falle wäre das eine Mischkalkulation und ist nicht zulässig.

    Hallo,

    ich kenne den genauen Leistungstext der BE nicht, jedoch kalkuliere ich beim Rohbau auch den Teil der Bauüberwachung (Polier) der nicht den Einzelkosten der Teilleistung zugerechnet werden kann in diese Position mit ein. Der Polier nimmt z.B. an den Baubesprechungen teil etc. ist also nicht die ganze Zeit produktiv. Man könnte also argumentieren, dass sich durch die Verzögerung auch der Aufwand für die örtliche Bauüberwachung erhöht hat und dadurch die Verlängerung gerechtfertigt ist. In dem vorliegenden Fall ist das natürlich eine sehr dünne Argumentation.

    Jochen

    ich habe gerade noch mal für mein Gewerk geschaut (in dem ja sehr oft Abbrucharbeiten mit ausgeschrieben sind), dort steht in DIN 18330 bzw. DIN 18331: die Regeln gelten für die HERSTELLUNG von Mauerwerk bzw. StB. Das liest sich für mich so wie Abbruch- oder Rückbauarbeiten sind gerade nicht enthalten.


    btw: ich selbst habe es auch immer so gehalten wie der Handwerker des TE in der Hoffnung, dass niemand auf die Idee kommt die Abbruch ATV herauszuziehen. In den allermeisten Fällen geht es ja hier auch nur um eher kleinere Mengen.

    Üblicherweise werden die Abbruchleistungen in einem Gewerk nach der gleichen ATV wie das Gewerk selbst abgerechnet. Für Dachdcker wäre es die DIN 18338 VOB/C.

    ??? das hieße ja ind diesem Zusammenhang: Ein Abbrecher darf für die gleiche Leistung (wenn es gewerkeweise ausgeschrieben ist) nur weniger Abrechnen als ein Dachdecker? das fände ich jetzt etwas komisch. Darüber nachgedacht habe ich aber auch noch nicht.

    Hallo,


    zum ersten Punkt: Für die Abrechnung der Abbrucharbeiten gilt DIN ATV 18459, hier gelten kleinere Abzugsmaße. Für Dächer und Dachbekleidungen 0,3 m2. Ansonsten gelten aber grundsätzlich die 2,5 m2.

    zum zweiten Punkt: Die Abrechnung ist korrekt, die Öffnungen werden übermessen und zusätzlich die Zuschläge für das Anarbeiten verrechnet.

    Jochen

    Bei einem Fenster mit den typischen 120cm Höhe sollten 2 oder 3cm nicht auffallen, bei raumhohen Fenstern (Schiebetür) erst Recht nicht.

    Putz, Farbe, wenn das alles erledigt ist, fällt das keinem mehr auf.

    das sind doch deckengleiche Stürze, das fällt auf jeden Fall auf. Würde ich auf keinen Fall wollen.

    Hallo,


    nein das kann so nicht bleiben. Es fehlen die Abstandhalter bzw. Drunterleisten unter der unteren Lage der Bewehrung. Anscheinend über die ganze Länge (im Foto sieht man, dass es nicht nur im Bereich des Sturzes ist). Selbst wenn der Statiker sagen würde, das sei kein Problem dann bleibt immer noch, dass die Bewehrung freiliegt. Eine korrekte Betoninstandsetzung trägt an dieser Stelle ca. 2-3 cm auf und dies wird dort vermutlich alles andere als erwünscht sein. Eine Kleinigkeit in der Ausführung, vermutlich nur eine Nachlässigkeit oder in der Eile vergessen die jetzt vermutlich nicht einfach zum heilen sein wird.

    Jochen

    Du duldest aber das Rohr und seine damit aufkommenden Probleme und Verantwortung.

    Ich bin jetzt rechtlich vielleicht nicht auf dem neuesten Stand, sehe das aber anders. Der Versorger hat ein Problem, nicht der Grundstückseigentümer. Solange es keine Dienstbarkeit gibt kann der Grundstückseigentümer mit der Leitung machen was er will.

    Jochen

    Hallo,

    ich hatte schon öfter Fertighaus Firmen, die den Kunden das Haus schlüsselfertig ab UK kapillarbrechende Schicht der Bodenplatte anbieten. Alle Erdarbeiten, Keller, Hausanschlüsse, Entwässerungen ab Rand Bodenplatte etc. sind bei solchen Konstellationen bauseits zu erbringen. Die Kunden wundern sich dann welche zusätzlichen Arbeiten hier dann noch nötig sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das im vorliegenden Fall auch so ist.

    Jochen


    Das GEG gibt für Außenwände einen U-Wert von 0,24W/m²K vor, dieser wird durch die 8cm Wärmedämmung nicht erreicht. Du schreibst jedoch auch,

    ich habe neulich in einem Arbeitsblatt der Propstei Johannesberg gelesen, dass für Fachwerkwände bis 150 kg/m2 ein k von 1,22 zulässig ist. Eine Quelle oder soetwas stand da nicht dabei. Weiß jemand woher das kommt oder worauf sich diese Aussage stützt?

    Jochen

    Hallo,


    mit dem Hochdruckreiniger die Fugen zu befeuchten ist aus meiner Sicht keine gute Idee, das machen wir so nicht. Wichtig beim Fugen räumen ist eine gleichmäßige Tiefe; mit dem Hochdruckreiniger wird loses Material ausgewaschen und die Fugen werden ungleichmäßig tief. Das Anfeuchten reicht mit dem Quast, wichtiger ist das Feuchthalten der frischen Verfugung durch Abhängen und befeuchten mit Jute oder Sisalmatten über mehrere Tage. Wenn die Fugen ausreichend fest sind (hängt vom Verfugmaterial ab) die Oberfläche abkratzen und evtl. verbandeln.

    Jochen

    Ich persönlich würde aus Gewichtsgründen alternativ über eine elementierte Holzkonstruktion nachdenken, damit ich beim Aufbau weder einen Autokran noch eine halbe freiw. Feuerwehr benötige.

    ich befürchte fast, dass bei einer Spannweite von 4,30 m eine solche Konstruktion -gleich aus welchem Material- nicht mehr so leicht von Hand zu bewegen ist...

    wir haben in einem Altbau mit 4.000 m2 Ziegeldecke die Bewehrung gesucht. Die es gab drei verschiedene Feldweiten und in jedem Raum unterschiedliche Anfangsmaße. Das Gerät hat Baustahl angezeigt wo keiner war. 10 cm weiter anderes Ergebnis. Ich vermute, dass vielleicht in dem Mörtel/Beton irgendwie Schlacke o.ä. war. Jedenfalls war es unbrauchbar für den Zweck. Nach Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde ein kleiner Schlitz im historischen Deckenputz gemacht um die Lage der Steinfugen (und damit die in den Fugen verbaute Bewehrung) sicher festzustellen.

    mir geht es genauso wie R.B. Ich habe ein ähnliches Gerät wie Skeptiker. Das hat seinerzeit so ca. € 1.000 gekostet. Es ist aber nicht besonders aussagekräftig. Es gibt viele Störmöglichkeiten. In fast allen Fällen in denen bei mir das Gerät zum Einsatz kam, hat man nachher aufgemacht und nachgesehen, ob das auch wirklich stimmt was das GErät anzeigt.

    Der Sturz soll/wird doch eh wegkommen, da kann man mit der Hilti doch mal von unten her ein wenig einstemmen und nachsehen ob da Baustahl kommt, anhand der Fotos kann man doch die Lage der Bügel relativ genau eingrenzen. Sollte der Sturz dann am Ende vielleicht doch bleiben dann müsste man das wieder mit einem Betonersatzsystem FACHGERECHT verschließen.

    da wäre mein anspruch an mich auch richtig rutschfest ....


    eine haargespaltete norm wäre mir dann schnuppe...

    Naja, wenn ich eine Terrasse an den Mann/Frau bringen will und mache mit den Leuten eine Bemusterung und halte den Kunden einen R11 Belag unter die Nase, da weiß ich aber auch was vom Bauherren/frau kommt: "Das kann man ja nicht sauber halten, das ist viel zu rauh" :D

    Hallo,

    ich würde auch Transportbeton pumpen lassen und zwar aus den Gründen die R.B. genannt hat, es ist eine große Menge zu tragen bzw. transportieren. Meine Rechnung sähe so aus:

    4,05 x 4,05 x 0,15 ca. 2,5 m3 C25/30 Außenbauteil x € 105 = € 262,50

    Mindermenge 3,5 m3 a 20 = € 70

    Transportbetonpumpe 36 m (über das Haus) Kleinmengenpauschale € 480,00

    macht zusammen € 812,50

    demgegenüber stünden bei mir

    160 Sack Estrichbeton a 3,70 = € 592,00

    Anlieferung plus Kranpauschale ca. € 75,00

    Für die Differenz von vielleicht € 150 würde ich mir das niemals antun 4 Paletten Estrichbeton durch die Gegend zu schleifen und dann anzumischen. Einfach mal so bildlich vorstellen wie lange man braucht um so einen Sack anzumischen und zu verarbeiten. und daran denken, dass der 160. mehr Zeit braucht...

    Die Preise können für Beton und Estrichbeton können natürlich regional verschieden sein, ich denke jedoch die Tendenz ist klar.

    Jochen

    Die Planung des Statikers ist für mich also relevanter als die Umsetzung der Fachfirma, es muss eben zu 100% klar sein was und wie es getan werden muss

    ich vermute genau hier liegt das Problem: eine gute Firma kann die Planungen des Statikers erfolgreich umsetzen. Bei Laien ist das etwas schwierig. Wenn etwas so elementar wichtig ist wie die Statik eines Hauses und Laien ohne Kenntnis daran herumdoktern, dann kann das durchaus auch gefährlich werden, wie dein Schlussatz ja schon zeigt. Deshalb von mir auch der Rat, lass die Finger davon, das ist zu gefährlich.

    Jochen

    In vorliegendem Fall eher nicht. Das Leistungsverzeichnis wurde durch den Architekten erstellt. Damit fallen Unklarheiten bei der Auslegung zu Lasten des Bauherren.

    Das ist doch Quatsch. Entweder hätte er vorher darauf hinweisen müssen (siehe RD) oder er hält sich an das was ausgeschrieben war, dann aber eben auch bei den Abzugsregeln. Nochmals: Aus meiner Sicht ist das Vorgehen des BU falsch.

    Hallo,


    das ist schon klar, dass das mit der Aktualiisierung der VOB geändert wurde. Aber wenn die Einheit "historisch" falsch gewählt wurde, dann muss ich doch auch "historisch" falsch abziehen, sonst macht das doch keinen Sinn!

    Jochen