Beiträge von JoWest

    Hallo,


    ich habe 2018 durch einen Subunternehmer aus dem Regensburger Raum in einer Schule eine Innenabdichtung machen lassen. Mache derzeit in einem anderen öffentlichen Gebäude mit der gleichen Firma eine Innenabdichtung System Remmers. Sehr teuer, 10 Jahre Systemgarantie, hat funktioniert. Ich wollte dir eigentlich eine PN schicken, ging aber nicht. Wenn du mir schreibst gebe ich dir die Firma und Ansprechpartner durch, die sind in ganz D unterwegs.

    Jochen

    Bauleiter hat sofort erkannt, dass der Kellenschnitt fehlte (danke Thomas, deine Vermutung war die gleiche) und das wohl die Betondecke in den Ecken sich aufgrund der Trocknung schüsselte.. Seine Aussage war, das üblicherweise die Decken zwischen den Stockwerken verankert werden. Sodass diese sich kaum schüsseln können.. Wurde bei mir nicht gemacht und war wohl angeblich vor 10 Jahren noch nicht Art der Technik (Aussage Architekt).. Bauleiter schaute etwas komisch zum Architekten rüber..


    ich bin kein Statiker und die hier im Forum anwesenden Statiker mögen mich bitte korrigieren wenn ich das nicht ganz richtig darstelle. Aus meiner Sicht gibt es für den vorliegenden Fall (4-seitig gelagerte, zweichsig gespannte Stb-Platte) die Möglichkeit der Ausführung als drillweiche oder als drillsteife Platte. Bei der drillsteifen Platte werden die Ecken entweder durch entsprechende Auflast oder durch Zugstützen in den Ecken gehalten, eine Drillbewehrung muss hier angeordnet werden (Vorteil: kleinere Durchbiegungen, weniger Kerbspannung am Auflager durch weniger Auflagerverdrehung, Nachteil: Zugstützen und zusätzliche Bewehrung kosten Geld). Bei drillweichen Platte gibt es keine Einspannung in den Ecken weder aus Auflast noch durch Zugstützen. (Vorteil: gesparte Kosten, Nachteil: größere Durchbiegungen und das Problem am Auflager). Durch konstruktive Maßnahmen wie z.B. Kellenschnitt oder Ausbildung einer Fuge muss das kompensiert werden, dies wurde hier offensichtlich nicht gemacht.

    Nein, es ist kein Kalkstein.

    Nein, es ist kein Schornstein, aber die runde Form wurde richtig erkannt. Es ist geometrisch beschrieben ein sehr seltener kegelförmiger Dachhelm oder ein "Kegeldach" - aber von einem Profanbau.

    korrekt! Deshalb auch:

    nein! (Musste ich sicherheitshalber anschauen - kannte ich doch, aber nur mit Flachdächern der 1950er Jahre und amerikanischen Autos davor. Meinst Du vielleicht etwas anderes?)

    ich habe den Gedankengang mit den Solnhofener Platten verfolgt und nach Solnhofener Platten in Berlin gegoogelt. Da wurde das genannt. Mir auch völlig unbekannt. Habe das einfach mal in den Ring geworfen und auf einen Glückstreffer gehofft :face_with_tears_of_joy:

    bei uns wären das Solnhofener Platten also Kalkstein. Aber die Altmühl und das dazugehörige Tal aus dem die Platten stammen sind von Skeptikers Wirkungskreis natürlich ein Stückchen entfernt, so dass das vermutlich nicht stimmt

    Was mir aufgefallen ist: die Balkenabstände sind auf dem einen Bild geschätzt mehr als 2 Meter. Auf dem anderen Bild ist der Abstand des ersten Feldes sicherlich auch noch größer als 1m, danach sieht man aufgrund des Bildausschnittes keinen Balken mehr. Das müssen doch dann schon massive Bohlen sein, sonst würde man da doch durchbrechen...alles ein wenig komisch

    Jochen

    ein klein wenig OT: Die von RD vorgeschlagenen Befestigungssysteme habe ich auf unseren Baustellen eigentlich nur bei einer Vorwandmontage gesehen. Ich bin natürlich nur im Rohbau tätig und bekomme soetwas nur am Rande mit. Schreibt ihr diese Montageelemente beim Fensterbauer mit aus? Für welche Wandbildner braucht man das? Im Beton kann man direkt montieren, ganz klar. Aber Porenbeton? Kalksandstein (Kammern)?

    ich denke eine Sanierung ist nur möglich wenn die Öffnungsgröße es zulässt, dass man sie um die Betondeckung verkleinert. Die Bügel sind ja im jetzigen Zustand um die Betondeckung zu tief und können nicht geändert werden. Dann die Bewehrung freilegen und ggf. Bewehrung ergänzen und Reprofilieren. Möglich ist das schon aber es bleibt immer noch das Auflager, das ist für mich das größere Problem...

    im ersten Bild sieht man die PVC Drunterleisten. Diese wurden nicht unter die Bügel sondern unter die Längsbewehrung gelegt. Die Längsbewehrung wurde nicht ausreichend oder gar nicht nach unten gebunden, dadurch wurde die Bügelbewehrung bis auf die Bodenschalung des Unterzuges gedrückt. Das kann so nicht bleiben. Wenn die Öffnungsgröße noch ausreichend ist könnte man die fehlende Betondeckung mit einem geeigneten Betonersatzsystem wieder herstellen. Die fachgerechte Sanierung ist vermutlich teurer als der Abbruch und Neuaufbau. Das Auflager ist ja auch grauenhaft und kann so nicht bleiben. Vermutlich war die Aussparung auch so nicht mit dem Statiker abgestimmt, das sind ja kaum mehr als 5 cm Auflagertiefe

    Es gibt von Kessel, Aco...und wie sie alle heißen fertige Module, die fachgerecht in die WU Bodenplatte eingebaut werden können, das ist an sich kein Problem. Wenn man es wirklich fachgerecht machen wollte, dann ist das natürlich ein ganz schön großer Aufwand. Bodenplatte schneiden, rauhe Fuge herstellen, Anschluss alt/neu (z.b. Contec, Betotec, Meyer..etc.) Anschlussbewehrung einkleben, WU-Konstruktion ergänzen, etc....Ob die vorhanden Rohre dann alle vom Höhenniveau und Dimension angeschlossen werden können...?

    vorweg:

    Richtig: Perimeterdämmungen müssen immer vollflächig verklebt sein, damit kein (kaltes) Wasser die Wärmedämmung hinterlaufen und die Wärmedämmung damit wirkungslos machen kann. Dafür wird meist ein für PCMB-Abdichtungen (früher: KMB) zugelassenes Material als Kleber eingesetzt, welches hier aber schon allein aufgrund der fehlenden Glasvlieseinlage nicht zur Abdichtung werden kann.



    Hat sich hier etwas geändert? Nach meinem Kenntnisstand müssen die Platten bei w1.1-E nur punktweise geklebt und auch die Stöße nicht abgedichtet werden.

    Hallo,

    ich würde mal noch eine andere Vermutung in der Raum werfen. Für mich sieht es auf dem ersten Bild so aus, als wurde das mit einer phenolharz Schalplatte eingeschalt. Wenn die mehrmals in Gebrauch waren löst sich oft die oberste, schwarze Schicht ab. Ich meine dies auf dem ersten Bild zu erkennen. Dies würde auch erklären wieso die anderen Stellen in Ordnung sind.

    Jochen

    Hallo,

    für mich sieht das aus wie ein Beton Rollladenkasten. Diese gab es in tragender Ausführung und nichttragender Ausführung. Die Deckenspannrichtung und die geringe Auflast lässt vermuten, dass dieser ersatzlos entfallen könnte. Das muss jedoch ein Statiker vor Ort entscheiden. Zu den anderen Punkten haben die Kollegen schon geschrieben.

    Jochen

    Ich bin kein Planer aber prinzipiell sehe ich es genauso wie du auch. Dennoch sind bei uns an die 100% der Frostschürzen gedämmt. Wie sieht es bei den Kollegen im restlichen Land aus?

    naja, die Frostschürze ist doch eine prima Wärmebrücke und wird -zumindest in unseren Breitengraden- eingepackt. Manchmal nur außen, hatte aber schon Fälle wo sie innerseitig auch eingepackt wurden. In einem Fall wurde sogar die Unterseite der Schürze/Fundament gedämmt.

    Wozu sollte man bei einer Frostschürze Schalung und Arbeitsraum brauchen? Die wird üblicherweise vom (Mini-)Bagger ausgehoben und der Graben mit Ortbeton gefüllt. Unterhalb OK Gelände interessiert doch die Ebenheit überhaupt nicht.

    Wenn Abdichtung und Dämmung aufgebracht werden sollen, dann braucht man einen geeigneten Untergrund. Das ist bei gegen Erdreich geschaltem Beton nicht möglich.

    Ich habe das auch schon ein paar Mal ausprobiert. Die entfallene Schalung und das geringere Aushubvolumen müsste die Fertigteile oder auch die Lohrelemente bezahlen. Das funktioniert meist aus meiner Erfahrung heraus nicht. Was bleibt ist eine relativ geringe Zeitersparnis.

    In einem Fall konnte ich mir das Aufstellen des Kranes sparen, da war das natürlich prima.

    Jochen