Beiträge von JoWest

    Ich weiß jetzt nicht wie das bei euch ist, aber bei uns wurde gefördert durch den Freistaat das Glasfaser für € 0,00 ins Haus gelegt (Bayern). Wenn du später einen Anschluss willst, musst du die Kosten für die GRabarbeiten auf deinem Grundstück ab der Grundstücksgrenze selbst bezahlen.

    Jochen

    Hallo,

    das Mauerwerk ist stark inhomogen und ähnelt einer Trockenmauer. Das vorgenannte Verfugen des Mauerwerks ist nicht möglich, da die Steine teils press aufeinanderliegen und so eine fachgerechte, schlagregendichte Verfugung nicht möglich ist. Es gibt also aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten: entweder das Mauerwerk durch eine Putz- oder Vorhangfassade schützen oder die Dachüberstände so machen, dass kein Schlagregen an die Fassade gelangen kann. Die Löcher sind auszuzwicken (sagt man bei uns in Mittelfranken auch so) und die größeren Fugen sind zu schließen (die Fugentiefe soll ca. 2-3 fach der Fugenbreite gerümt werden und neuverfugt werden) um die kraftschlüssige Verbindung im Mauerwerk wieder herzustellen (Standfestigkeit).

    Wovon sprichst Du? Dem Kraso Folienklemmflansch?

    ICH sprach von dem Fernwärmerohr. Das sind zwei Rohre ineinander.Das innere, heizwasser(?) führende und das äussere, die Dämmmung schützende. Und bei DEM bin ich mir nicht sicher, ob es dem Druck der Ringraumdichtung standhält.

    Ja im Normalfall schon. Das Schutzrohr muss ja auch die innenliegende Dämmung schützen vor dem Erddruck. Für gerippte Fernwärmerohre gibt es auch Ringraumdichtungen

    Bei bituminösen Außenabdichtungen sehe ich bei diesen Systemen zwar noch eine Lücke in der Abdichtungsebene, kenne die Systeme aber auch nicht aus eigener Anschauung und sie sind genau dafür zugelassen.

    nein, keines der Produkte, die ich bei oberflächlicher Recherche fand.


    Es gibt von den meisten Herstellern v.a. für die Sanierung Ringraumdichtungen mit aufkaschiertem Spachtelflansch zur Einbindung in die Flächenabdichtung. Je nach Wassereinwirkklasse hätte dies aus meiner Sicht auch verwendet werden müssen. Zum Beispiel hier. https://www.kraso.de/kraso-fol…lansch-typ-fkf/KFKF100063

    Zur Verteidigung muss man aber auch sagen, dass an vielen alten Kellern gar keine funktionierende Flächenabdichtung außen vorhanden ist. Da wäre dann auch der Spachtelflansch vermutlich nicht erfolgreich. Das hätte man aber natürlich auch bei der HV bemängeln müssen. Ob das so glaufen ist weiß wohl niemand.

    Mal eine kurze Frage an die Experten hier: Die Hausverwaltung schreibt mir bei einer feuchten Kellerwand und neuen Fernwärmerohren, eine ‚Labyrinthdichtung mit Mörtelverschluss‘ sei völlig normal,

    Das deutet aus meiner Sicht darauf hin, dass die HV diesen Sachverhalt schon kennt.

    Für Gewässer 1. und 2. Ordnung ist das WWA zuständig. Für Gewässer 3. Ordnung die Kommune bzw. Wasser- oder Bodenverbände. Am einfachsten ist es mit der Kommune Kontakt aufzunehmen, falls die nicht zuständig sind leiten sie einen an das WWA weiter.

    Jochen

    Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen. Es wird wohl keinen ähnlichen Stahlträger in neu geben, so dass hier eine andere Lösung gefunden werden muss.

    Jochen

    Ich hoffe, dass ich das Thema mal ein wenig umleiten darf ;)


    Warum soll, aus denkmalpflegerischer Sicht, das nicht mehr tragfähige und anscheinend auch nicht sanierbare Stahlprofil, 1:1 ersetzt werden, wenn die Kappen sowieso erneuert werden? Da ist nichts Ursprüngliches mehr erhalten.


    Die historisch ehrlichere Lösung wäre eine NEUE Decke.

    Das wird gerade nicht gewünscht. In einem Raum sind jeweils die Anfangskappen nicht mehr haltbar, der Rest soll bleiben. Wir haben den Rest mit Spannstäben zusammengespannt und die maroden Kappen vorsichtig ausgebaut, um die Steine soweit als möglich wieder einzubauen. Die fehlenden Steine werden evtl. bei uns im benachbarten Freilandmuseum neu gebrannt, die haben einen historischen Feldofen. Neue Träger kommen nur in Frage wenn wir Träger finden mit b/h = 130 x 80. Daher nochmals die Frage: kennt jemand diese Träger? Der Rest geht im Moment am Thema vorbei.

    ja, die Kappen sind zurückgebaut. Man kann den Stahlträger ziemlich genau messen, allerdings sind die stark korrodiert, so dass man +/- 5 mm schon haben kann. Allerdings sind es jetzt keine 140 mm und auch keine 120mm. Die Breite ist eher mehr als 80mm als weniger. INP, IPE etc. scheiden aus

    Stahlhandel ganz groß und mittel Ebene schon durchtelefoniert?

    Manchmal trifft man dort auf verkäufer mit exotenkenntnis oder denkmalprojekterfahrung

    Das habe ich klar schon gemacht. Die Leute die da sitzen befassen sich aber meist nicht mit historischen Materialien. Im ersten Schritt geht es eigentlich mal darum zu erforschen welche Träger es sein könnten und wo sie herkommen. Wir haben bereits historische Bautabellen durchforstet und nichts gefunden. Es ist offensichtlich ein sehr spezielles Problem, deswegen habe ich es hier eingestellt vielleicht gibt es ja einen Kollegen/-in, die sich da auskennt.

    Hallo,

    wir haben bei der Sanierung einer historischen Kappendecke schmale Stahlträger ähnlich IPE oder IPN vorgefunden. Diese sind jedoch auszuschließen, da die Abmessungen HxB = ca. 130x80 sind (nicht ganz genau messbar, da sehr stark korrodiert). Ursprünglich war der Plan die Kappen vorsichtig ausbauen, die Träger auszubauen, zu reparieren und wieder einzubauen. Diese sind jedoch v.a. an den Stegen komplett durchrostet, so dass eine Reparatur auch schwierig ist. Ich habe schon historische Bautabellen gewälzt aber keine Träger mit den entsprechenden Abmessungen gefunden. Kennt jemand die Herkunft der Träger? Die Träger sind nicht aus Flachprofilen geschweißt und sollen es in Zukunft auch nicht sein. Es sollen genau die vorhandenen Träger wieder her.

    Jochen

    Da die gezeigten Leitungen aus dem Boden kommen, vermute ich, dass das Haus keinen Keller hat?

    Wenn Ihr nicht auf einem arthesischen Brunnen sitzt, dürfte überhaupt kein Lastfall vorliegen.

    das stimmt schon, aber -zumindest in unserem Gebiet- fordern die Versorger zusätzlich eine gasdichte Ausführung. Das geht nur mit einer MSH. Im Bestand habe ich solche oder ähnliche Ausführung schon öfter gesehen. Als ich in den 2000ern angefangen habe war das bei uns in der fränkischen Diaspora auch noch "state of the art" mit PVC Leerrohren und 15 Grad Bögen die Hauseinführung zu machen wenn man nicht gerade eine weiße Wanne hatte. Interessant auf den Bildern ist auch die Aufstellung bzw. Abgrabung des Gerüstes. Sehr mutig im lockeren Sand...

    Wenn die Maschinen und die Leitungen (Strom, Wasser, Luft...) abends im Transporter verschwinden und morgens wieder ausgerollt werden, der Baustromverteiler, Wasseranschluss mit Zähler, etc. vorhanden und frei nutzbar sind bleiben eigentlich kaum noch Argumente für eine BE. Camping-Tisch + 4 Stühle + Planhalterung???


    Wenn die Position Baustelleneinrichtung ausgeschrieben ist, dann zählen dazu alle Baustellengemeinkosten, wie zum Beispiel Löhne bzw. Aufwand für Bauleiter, Poliere, Sicherheitsfachkräfte, Verwaltung. Auch die Logistik, wie kommt das Material auf die Baustelle, Anfahrten, Lager bei größeren Baustellen etc. Und schließlich noch die Verwaltung, Rechnung Aufmaß Schriftverkehr. Diese gehören allesamt nicht zu den EkT (Einzelkosten der Teilleistung) und sind somit in der BE zu kalkulieren oder eben dann auf die Positionen umzulegen.


    Bei kleineren Aufträgen ist die BE gefühlt so eine Position "ach komm, kleine Pauschale noch dazu, keine nachmessbaren Einheiten, das geht schon gut durch."

    umgekehrt ist der Fall: je kleiner der Auftrag desto höher ist der Anteil der BE. Ein Beispiel: Für ein relativ kleines Loch in einer Bodenplatte d=35 cm in einer Produktionsanlage brauchten wir: Fugenschneider, Kleinverteiler mit PRCDS, Minibagger mit Specht, Radlader, LKW. Vorher 5 Ortstermine mit allen möglichen Beteiligten und Terminabstimmungen. Die EkT war in wenigen Stunden erledigt.

    Jochen

    die vorgenannten Punkte sind alle richtig und zutreffend. Ich kalkuliere -wenn ich die Möglichkeit habe- gerne so, dass ich die Baustellengemeinkosten gesamt in die BE verschiebe. Dies sind zusätzlich zu den oben genannten noch die Lohnkosten für Bauaufsicht, Anfahrten etc. Ob das in der VOB so vorgesehen ist kann ich nicht sagen. Ich könnte mir vorstellen, dass Skeptikers Ausbaugewerke genauso agieren oder zumindest versuchen.

    Wäre übrigens für die Vergleichbarkeit der Preis sowieso nicht verkehrt

    Jochen

    mal eine Frage an die Dachdecker: muss man bei Kegeldächern oder wie hier die Biberschwänze vor Ort schneiden oder gibt es Hersteller die die Ziegel auf Bestellung passend fertigen oder evtl. standardisierte Sonderformen im Programm haben?

    ich sehe es grundsätzlich genauso wie RD, für mich sieht das aus wie Torfmull evtl. gemischt mit Lehm. Allerdings war jetzt die Gegend um Heilbronn nicht unbedingt ein Torfabbaugebiet und man muss sich vielleicht schon fragen ob es nicht etwas anderes sein könnte. Asbest mit ziemlicher Sicherheit aber nicht.

    Jochen

    Wenn das Betonringe sind ist der Boden vermutlich nur nachträglich einbetoniert. Die Fugen zwischen den Ringen und dem vor Ort betonierten Boden könnte aus meiner Sicht das Problem sein. Mit einer zementären Dichtschlämme wird man das vermutlich auch nicht in den Griff kriegen...

    Die Innenwände sind mit KS Quadro/Plus gemauert vermutlich aufgrund der hohen Rohdichte 2,0 (sieht man auf einem Bild). Die hohen Rohdichten werden als Plansteine einfach zu schwer um sie von Hand zu vermauern. Die Außenwände wurden mit KS Plan 12DF gemauert vermutlich dann RDK 1,4. Aufgrund der beengten Situation kann man so gleichzeitig mit dem (Mini-)Kran die Innenwände und die Außenwände von Hand mauern. Im EG gibt es bei den Innenwänden eine Kimmschicht aus 8DF Plan und einer niedrigen Kimmschicht. Wieso diese oben drauf ist kann man nur spekulieren, sollte aus meiner Sicht jedoch keine Rolle spielen (vielleicht haben die gedacht, wenn ich die niedrige Kimmschicht oben auflege brauche ich mir keine Gedanken über das Überbindemaß zu machen :)). Im oberen Stockwerk ist die Stockwerkshöhe so gewählt (es soll noch Architekten geben die das Mauerwerksmaß kennen und können), dass diese Kimmschicht wegfällt und nur die 8DF als restliche Kimmschicht drunter sind. Ich könnte mir vorstellen, dass das Überbindemaß für diese Kimmschicht nicht erforderlich ist, da das bei 50 cm Höhe ja 20 cm betragen würde und somit eh nicht eingehalten werden kann (dann müsste KS ja auch hierfür längere Steine speziell für diese Kimmschicht anbieten hier in einer Höhe von 24+x). Dennoch ist es natürlich blöd bei einer Wand (bei den anderen scheint es i.O. zu sein) genau Fuge auf Fuge 2*25=50 zu mauern, diese Wand scheint auch noch genau im Treppenlochbereich zu sein wo größere Durchbiegungen zu erwarten sind, doppelt blöd....Rein aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass das fehlende Überbindemaß der Kimmschicht keine größeren Auswirkungen auf das Mauerwerk haben wird.

    das halte ich auch für sehr wahrscheinlich. Wir hatten an einer Schule mal den Fall, dass die vertikalen Fugen der Betonfertigteilfassade ausgereicht haben um die ganze Dämmung einer Sporthalle über die Jahre zu durchfeuchten. Aufgehende Wand über dem Dach, genau wie bei deinem Fall. Die Fertigteilplatten waren ca. 3 x 5 m also sehr wenig Fugen pro m2, die Fugen waren zudem noch dauerelastisch verfugt.

    Jochen

    ich könnte mir vorstellen, dass die Kelleraußenwände dicker sind als im EG, das wurde bei den Kappendecken oft so gemacht. Die Mauerstärke im Keller spricht auch dafür. Dann wäre das kein Riesenproblem. Transport und Montage im Haus ist aufwendig, für Firmen mit Sicherheit unrentabel. Bei weitestgehend kostenfreier Helferleistung könnte das gehen, das ist ein Rechenexempel.

    Jochen

    Im StLB heißt die Formulierung dafür exakt „erschütterungsarm“!

    Die Regelvorgabe in der Rückbaustatik lautet dann doch immer: „Überschnitte sind unzulässig!“ Und dann wird mit kleinerem Blatt weitergeschnitten und am Ende zur Flex gegriffen.

    wenn Überschnitte nicht zulässig ist sehen wir am Ende des Schnittes eine Kernbohrung vor (Größe je nach Dicke des Bauteils bzw. Sägeblattdurchmesser). Wenn auch nur die kleinste Ecke noch hängt, tut man sich verdammt schwer mit dem Ausbau.

    Jochen