Wir haben bis jetzt gewartet und keine neue Heizung beauftragt. Wie es aussieht, nimmt die Politik jetzt auch den Druck raus und man kann sich in Ruhe neu ausrichten.
Danke trotzdem an alle für die Antworten!
Wir haben bis jetzt gewartet und keine neue Heizung beauftragt. Wie es aussieht, nimmt die Politik jetzt auch den Druck raus und man kann sich in Ruhe neu ausrichten.
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Genau, das Problem wäre gewesen, dass um an die Giebelwand zu kommen hätte man auch den Aufstellort der Gasheizung ändern müssen. Daher scheidet ein Außenkamin wohl doch aus.
ThomasMD, hätte ich ausführlicher schreiben können. Einmal hat der Schornstein oben auf dem Dachboden einen Knick. Das ist einfach ein gemauerter Schacht und es schließen keine Wände an, die für Stabilität sorgen könnten. Es ist einfach die Sorge, dass etwas schief gehen könnte, wenn man ein 10m langes Rohr drin verlegt. Das Rohr müsste den Knick abbilden. Und dann dachte ich ans Dach. Aber anscheint wird das Rohr mit einem Steiger installiert und das Dach muss nicht betreten werden.
Mal abgesehen von der Optik. Welche Vor- bzw. Nachteile hat ein Außenschornstein aus Edelstahl gegenüber einem neuen Rohr im alten Schornstein. Klar ist, dass im Endergebnis natürlich das Rohr im alten Schornstein besser wäre. Aber das ganze muss auch installiert werden. Ganz wohl ist mit dabei nicht. Das Haus ist Baujahr 195x. Um das Haus nicht unnötig zu belasten wäre ein Außenkamin meiner Meinung nach die bessere Wahl.
Was meint ihr dazu?
*mietfrei* heißt, verheiratet, meine Frau hat das Haus geerbt.
Habe mich inzwischen beraten lassen. Eine neue Brennwert-Gasheizung käme auf ca. 20.000€. Die kosten sind so hoch, weil in den Schornstein ein Rohr eingezogen werden muss. Außerdem darf dann nur noch ein Kessel angeschlossen sein und beide alten Kessel müssen raus. Die Option fällt also schon mal weg, weil der Betrag ist viel zu hoch, um es nur für den Übergang zu machen.
Ich hatte mit deutlich unter 10.000€ gerechnet, aber das geht wohl nur mit Heizwertkessel. Ich finde aber keinen Betrieb, der diese noch anbietet. Einen Kessel den ich sonst wo besorge, will keiner einbauen. Rechtlich zulässig ist es aber noch - jedenfalls konnte ich kein Verbot entdecken.
Es wird also zunächst darauf hinaus laufen erstmal nichts zu machen.
Ich selbst bin nicht Besitzer, sondern nur mietfreier Mitbewohner. Ich kann daher selbst nur Beraten und hoffen, dass sich bzgl. der Immobilie was in Bewegung setzt. Vor zwei oder drei Jahren habe ich bereits meine Bereitschaft signalisiert mich finanziell an einer Sanierung zu beteiligen. Alles war wichtiger und nichts ist passiert. Ich habe dann schließlich auch die Motivation verloren. Was Förderungen Angeht, bin ich noch auf dem Stand von vor zwei Jahren.
Ich tendiere jetzt dazu, gar nichts mehr zu unternehmen. Und abzuwarten. So wie ich die Sache sehe, muss im schlimmsten Fall eine Heizung stillgelegt werden. Die zweite könnte noch übernehmen und wenn es ein paar kalte Monate gibt, kann man sich damit arrangieren. Vielleicht steigt dann auch das Bewusstsein, dass man sich mal Gedanken machen muss.
Mit hätte, könnte, würde kommst Du zu keinem Ergebnis. Lass doch mal die tatsächliche Heizlast für beide Geschosse ausrechnen. Erst dann kannst Du eine fundierte Entscheidung treffen.
Da muss ich nicht lange rechnen. Da ich den Gasverbrauch am Zähler regelmäßig notiere, kann ich berechnen was die Heizungen in der Spitzenzeit an Gas umgesetzt hat. Bei der Heizung im OG komme ich auf 8 kW und im EG sind wir bereits am Limit von 13 kW. Interessant, dass ich mit meinen Annahmen, tatsächlich die Leistungsgrenze der Heizung getroffen habe, das gibt mir vertrauen in die Zahlen.
Hallo, ich muss es genauer schreiben, sorry. Beide Heizungen stehen im Keller direkt nebeneinander, eine 30 und die andere 20 Jahre alt. Eine versorgt das EG und eine das OG. Die Vorbesitzer haben vermietet, wir werden das nicht mehr tun. Wenn wir für die Schwiegermutter getrennt abrechnen können, wäre das aber gut - ginge aber auch ohne. Das Haus ist aus den 50er Jahren und nicht gedämmt. Verbrauch EG ca. 20.000 und OG ca. 10.000 kWh pro Jahr. Weniger geht eigentlich nicht.
Da wir in den nächsten Jahren nicht mit einer Sanierung planen, dass aber irgendwann wohl kommen muss, kommt eigentlich nur eine Übergangslösung in Frage. Daher dachte ich ein Austausch der 30 Jahre alten Heizung gegen eine neue würde uns Zeit verschaffen. Die Problematik wie im Ausgangsbeitrag beschrieben war mir nicht bewusst.
Die Alternative wäre erstmal nichts zu machen, aber für die ältere Heizung gibt es eine Austauschpflicht. Bzw. ist es eigentlich nur eine Pflicht die Heizung stillzulegen. Leider hat die neuere Heizung nur 13 kW und das könnte knapp werden für beide Geschosse.
Falls es mit den 13 kW funktionieren würde, wäre es eine Lösung, einfach nur diese für beide Geschosse zu nutzen.
Hallo,
wir planen eine Gasheizung zu ersetzen. Eigentlich unsinnig, aber es besteht eine Austauschpflicht. Ich habe mich von einer Installationsfirma beraten lassen und wurde mit verschiedenen Tatsachen(?) konfrontiert, auf die ich nicht vorbereitet war.
Der Plan war: Alte Gasheizung raus -> entsorgen -> neue rein -> anschließen fertig -> ~ 7500€ -> Ruhe für +10 Jahre
Die Situation ist, dass wir zwei Gasheizungen haben, eine fürs Erdgeschoss und eine fürs Obergeschoss. Beide Heizungen laufen über den gleichen Schornstein. Jetzt müsste für eine neue Heizung (Brennwert) ein Rohr in den Kamin und es darf auch nur eine Heizung dran betrieben werden. Das treibt den Aufwand stark in die Höhe. Eigentlich soll nur eine Heizung ersetzt werden, die stark genug ist, um bei Bedarf auch das ganze Haus beheizen zu können.
Frage:
Es scheint hier zwischen Brennwert- und Heizwert-Heizung unterschieden zu werden. Leider war mir das nicht bewusst, sonst hätte ich den Monteur dazu befragt. Darf ich denn nicht einfach eine neue Heizung mit alter Heizwert-Technik und gut ist? Der Aufwand für die Vorgeschlagene Lösung rechtfertigt sich meiner Meinung nach nicht, wenn gar nicht geklärt ist, wie es mit dem (ungedämmten) Gebäude weiter geht.
Danke schon mal für die Antworten!
Hier ist das Ganze unter § 47 GEG aufgeführt: § 47 GEG - Einzelnorm
Und ja, es betrifft tatsächlich nur die Decke. Das war mir nicht aufgefallen. Das heißt das schmale Stück zwischen Dachboden und dem 2. OG. Das hört sich nicht ganz so schlimm an. Hatte befürchtet, dass die Dachschrägen gedämmt werden müssten, obwohl noch unklar ist, ob nicht die Dacheindeckung vorher gemacht werden muss.
Danke für den Link.
Ich frage mich nur nach dem Sinn, die Decke zu dämmen, aber die Schrägen nicht.
Hallo,
Situation:
Haus 1: Bj. 1955, geerbt vor zwei Jahren, wird selbst bewohnt
Haus 2: Bj. 1975, geerbt vor einem Jahr, z.Zt. unbewohnt
Geplant ist Haus 2 energetisch zu sanieren, dann selbst einzuziehen und dann Haus 1 zu verkaufen (oder auch zu sanieren, was aber finanziell schwierig werden könnte)
Bei meiner Recherche bin ich auf ein Gesetz gestoßen, dass evtl. mit bedacht werden muss:
>>> § 47 Nachrüstung eines bestehenden Gebäudes <<<
Haus 1: Hat kein gedämmtes Dach. Die Wohnung im 2. OG, wird nicht bewohnt. Die Nachtspeicheröfen sind außer Betrieb genommen. Das Geschoss hat Dachschrägen. Ich gehe z.Zt. davon aus, dass keine Dämmung vorhanden ist, die die gesetzliche Norm erfüllt. Die Gasheizung wurde 1990 neu eingebaut.
Frage:
Besteht Handlungsbedarf für Haus 1, oder kann man das mit Verweis auf die Gesamtsituation zunächst ignorieren?
Danke für die Einschätzung.
Hierzu noch ein kurzer HInweis.
Räume in denen über Jahrzehnte ein Ölkessel gewerkelt hat oder Heizöl gelagert wurde eignen sich nur bedingt für eine andere Nutzung. Den Heizölgeruch kriegt man nur schwer aus diesen Räumen raus. Das fällt einem normalerweise kaum auf, weil man sich eher selten über einen längeren Zeitraum in diesen Räumen aufhält. Bei einer zukünftigen Nutzung als Aufenthaltsraum sieht das aber anders aus. Für empfindliche Nasen ist ein längerer Aufenthalt in solchen Räumen eine Qual.
Das sehe ich ein. Aber auch ohne die zusätzlichen Räume könnte es noch eine Kellerwohnung geben.
Eine Kellertür in den Garten ist übrigens schon vorhanden.
Die Raumhöhe ist wie im Erdgeschoss - mag sein, dass es wegen fehlender Deckenverkleidung höher erscheint, aber +2m sind es. Da sind auch normale Türen drin.
Dadurch, dass vor dem Haus eine Hecke steht, sind die Lichtverhältnisse nicht so gut. Das dürfte sich aber auch nicht verbessern lassen.
Müsste geklärt werden. Der Nachbar hat im Keller auch eine komplette Wohnung. Allerdings hat er auch eine stärkere Hanglage und dort sind Kellerboden und Geländeoberfläche auf einem Level. Bei uns nur ungefähr bis zur Unterkante des Fensters.
Der Bebauungsplan sagt: "... reines Wohngebiet ... kann eine Überschreitung der Geschoßzahl gern. § 17 (5) BauNVO zugelassen werden, wenn sich durch die Geländeverhältnisse talseitig freistehende Kellergeschosse ergeben."
Keine Ahnung, ob das relevant ist.
Im Bebauungsplan steht aber auch, dass nur Einfamilienhäuser mit einer Wohneinheit zugelassen sind. Das ist aber definitiv real nicht so, da da Haus anders genehmigt wurde. Ich habe den Bauantrag nicht hier, aber das nannte sich anders. Nicht "Mehrfamilienhaus" sondern ähnlich.
Also sollte ich mich mal mit dem Bauamt kurz schließen.
Nach Durchsicht der Bauunterlagen ergibt sich auch noch eine weitere Option. Der Keller ist nicht, wie angenommen, bereits Wohnraum. Dort sind halt nur in ein paar Räumen Heizkörper installiert. Deklariert ist das ganze dann als "Hobbyraum", "Hauswirtschaftsraum", etc.
Wenn die Heizung ersetzt wird, sollte es doch möglich sein, die neue in einen benachbarten Raum zu installieren. Dann wäre die Heizung über den normalen Hausflur erreichbar und der restliche Keller eine eigene Einheit. Heizungsraum und Öllager würden frei und es gäbe einen zusätzlichen Raum ergeben. Eine Küchenmöglichkeit müsste installiert werden und man könnte zusätzlichen Wohnraum schaffen. Durch die Hanglage, hat der Keller einseitig normale Fenster.
Allerdings liegen die Hausanschlüsse etwas ungünstig. Beispielsweise liegt der Wasseranschluss in der späteren Kellerwohnung.
Unabhängig, ob man das so macht, wäre die Option ja wahrscheinlich bei den Dämmmaßnahmen zu berücksichtigen.
In der Not frisst der Teufel Fliegen.
Nein, ich möcht Dich nicht als Teufel bezeichnen, aber der Spruch passt gerade so schön. Ich bin mal gespannt wie aufschlussreich das Gespräch wird, bitte halte uns auf dem Laufenden. Vielleicht täusche ich mich auch, und Du findest dort einen Berater mit Fachwissen und Erfahrung, der Dir durch den Förderdschungel einen Weg zeigen kann.
Und ich habe tatsächlich konkret danach gefragt, ob es nur eine "allgemeine Auskunft" ist, weil das Zeitverschwendung wäre. Nur was soll in 45min schon rum kommen? Werde den Termin trotzdem wahrnehmen. Mit etwas "Glück" wird es ein Telefontermin.
Wir haben jetzt für Dezember einen Beratungstermin bei der Verbraucherzentrale. Laut deren Aussage ist diese nicht nur allgemein, sondern es kann schon auf die individuelle Sachlage eingegangen werden.
Referenzen frei zugänglich im Internet? Womöglich noch mit Kontaktdaten.
Ein NoGo
Das ist ein Punkt. Aber manche bekommen das ja hin.
Ich würde aber mal mindestens erwarten, dass wenn man eine Internetseite hat, dass dann ein paar Referenzen genannt werden. Wenn man einen Link Klick und dann auf "Forbidden" oder "Diese Seite ist im Aufbau" gelangt, dann wundert man sich schon sehr.
Egal, ich weiß, dass ich schwierig bin.
Wie meinst Du "regelmäßig"?
Ich meinte tatsächlich ein regelmäßiges Befüllen ähnlich wie das Tanken beim Auto. Danke für die Beschreibung wie es ablaufen würde.
Aber ein anderes Thema:
Ich treffe gerade eine Vorauswahl für mögliche Berater. Das scheint mir aber auch nicht so einfach zu werden. Klar, bisher ist es eine reine Internetrecherche - und ich muss feststellen, dass es vielen Beratern in meiner näheren Umgebung wohl nicht klar ist, welches Potential sie durch eine schlechte Homepage verschenken.
Bitte liebe Berater, macht es mir einfach. Ich will wissen wer ihr seid, was ihr könnt und was ihr bietet. Ich gehe doch eher zu einem Berater, dessen Internetseite informativ ist. Allgemeine Information sind ok, aber eben auch nur ein Beiwerk. ![]()
Alles anzeigenDann würde ich ein WP Konzept ausschließen. Man kann zwar auch Anlagen mit Heizkörpern WP tauglich machen, aber das macht nicht wirklich Spaß.
Pellets oder Gas, die Variante mit Gastherme könnte etwas günstiger werden. Da muss man mit spitzer Feder rechnen. Hast Du die 7.000- € für den Gasanschluss vom Versorger? Sind eine Menge Erdarbeiten notwendig?
Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Gastherme etwas komfortabler ist, weil man sich nicht so intensiv darum kümmern muss. Ein Pelletkessel muss halt regelmäßig gereinigt werden, und auch der Schorni wird etwas teurer. Dafür sind die Brennstoffkosten niedriger, vor allen Dingen wenn man ausreichend Lagerraum hat und seinen Einkauf etwas planen kann. Von der Förderung hat man nicht viel, denn die wurde sofort mit eingepreist.
Ich würde einen Pelletkessel mit Solar kombinieren, entweder Solarthermie oder PV, dann kann der Kessel den Sommer über schlafen und man muss nicht regelmäßig reinigen.
Ja, der Versorger müsste ca. 25m Rohre verlegen, quasi von der gegenüberliegenden Straßenseite. Der nannte mir den Preis. Vielleicht lässt sich das aber auch mit einem Glasfaseranschluss kombinieren. Als Alternative zum Anschluss gibt es auch noch den Gastank. Aber der darf glaube ich nicht im Keller stehen.
Gegen die Pelletheizung spricht aber auch, dass man sie regelmäßig befüllen muss. Und wenn die Förderung eingepreist wurde, dann kommt man sich ja auch veräppelt vor.
Ich bin da schon bei KlausJ - ein guter Berater muss her, der sich das Haus mal anschaut. Man kann ja sicher bei einem Erstgespräch (unverbindlich?) schauen, ob man mit dem Menschen klar kommt. Zusätzlich habe ich das Gefühl, dass das hier zwei Baustellen sind. Einmal die energetische Sanierung und dann noch der Rest wie Bäder, Böden und Wände. Das eine hat nicht viel mit dem anderen zu tun. Und der Energieberater wird mir nicht viel zum Bad sagen können.
Zur Fußbodenheizung: Die schließe ich von Vornherein aus. Die Fußböden sind bis auf die Beläge noch in Ordnung und da will man nicht ran.
Und die Preissteigerung ist natürlich ein bitterer und realer Punkt, den man bedenken muss.
Mein Tipp
Kompetenten Energieberater kommen lassen welcher erstmal einen ISFP macht.....
Den richtigen Partner zu finden wäre sinnvoll. Bisher habe ich einen gefunden, der mir aufgrund seiner Internetpräsentation sehr zusagt. Leider +100km entfernt.
Alles anzeigenDarin ist aber mehr enthalten als nur ein neuer Ölkessel. Somit ist ein direkter Vergleich mit Alternativen nur schwer möglich.
Wie alt ist der vorhandene Ölkessel? Ich würde den so lange betreiben bis man ein schlüssiges Konzept für einen Nachfolger hat. Energie wird teurer, das merkt man am Ölpreis, aber auch der Preis für Gas zeigt deutlich nach oben. Momentan wird auch heftig an den Strompreisen gedreht. Einen echten "Gewinner" gibt es da nicht.
Bei einer Heizung muss man ja längerfristig denken, und da würde ich Heizöl von meiner Liste streichen (oder an letzter Stelle, noch nach den elektrischen Direktheizungen setzen).
Ich würde mal über folgende Alternativen nachdenken:
a.) Wärmepumpe, evtl. kombiniert mit PV
b.) Pelletkessel, evtl. als Kombi mit Scheitholz
c.) Gastherme
Jede dieser Optionen hat Vor- und Nachteile, und je nach politischer Stimmung kann sich der Wind ganz schnell drehen. Man wird also immer ein Risiko eingehen. Hybridgeräte halte ich für einen Marketing Gag, denn man sollte eine Heizungsanlage nicht unnötig kompliziert machen. Die Mehrkosten rechnen sich so gut wie nie.
Am besten man setzt beim Verbrauch an, und das bedeutet das Gebäude so gut wie möglich dämmen. Jede kWh die man nicht verbraucht die muss man auch nicht erzeugen. Bevor ich also versuche irgendwie beim "Brennstoff" ein paar Cent einzusparen, würde ich dafür sorgen, dass der Heizwärmebedarf möglichst niedrig ist. Dann muss man sich auch keine Gedanken über Nachkommastellen bei der Effizienz der Heizungsanlage machen, und der Geldbeutel wird sowieso geschont.
Die aktuelle Heizung ist defekt und kann nicht mehr repariert werden - der Kessel ist durchgerostet. Die Aussage, dass da nichts mehr zu machen ist, wird so auch korrekt sein. Die Heizung ist 40+ Jahre alt und man sieht es ihr auch an. Außerdem ist das Haus nicht bewohnt und es muss keine Rücksicht auf Bewohner genommen werden. Zur Zeit entrümpeln wir und machen eine Bestandsaufnahme.
Die Pelletheizung habe ich bereits als Alternative in Betracht gezogen. Darüber werde ich mich informieren. Das Haus hat auch mehrere Schornsteine, es wären sogar Kachelöfen als Zusatzheizung denkbar.
Ich habe verschiedene Quellen im Internet genommen und folgende Überschlagsrechnung gemacht:
energetische Sanierung
----------------------------------
Heizung (Pellet): 30.000€
Dämmung, Dach: 30.000€
Dämmung, Hülle: 20.000€
Fenster: 13.000€
=> 93.000€
Sanitär
---------
Bad 1: 10.000€
Bad 2: 10.000€
Bad Keller: 6.000€
=> 26.000€
Räume (2x100m2)
--------------------------
Blöden:15.000€
Decke: 1.500€
Wände: 7.500€
=> 34.000€
Sonstiges
-------------
Kellerdecke: 10.000€
Einfriedung: 2.000€
Garten: 10.000€
=> 22.000€
Summe:
175.000€
Laut einem Rechner gäbe es für die energetische Sanierung ca. 26.000€ Förderung
Für die Barrierefreiheit der Bäder (3 Wohneinheiten): 3x5000€ Förderung
Der KfW-Kredit würde die Energetische Sanierung finanzieren und würde in 10 Jahren abbezahlt werden. Blieben 67.000€ die man aus sonstigen Mitteln finanzieren muss. Danach wäre die Immobilie auf einem relativ modernen Stand.
Die Abschätzung ist natürlich grob und dient nur als ungefähre Orientierung. Habe ich zu optimistisch gerechnet? Zusatzkosten werden natürlich noch Möbel und eine Küche sein. Dagegen steht die Eigenleistung als Kostendämpfer.
Achso fast vergessen:
In meiner Rechnung fehlt der Energieberater. Was wir der Kosten und abgesehen davon, dass er möglicherweise Pflicht ist, was leistet er für mich?
Hallo allerseits,
ich möchte mal bzgl. der Heizung an das Thema anknüpfen. Hier ist es so, dass die Ölheizung defekt ist. Ein Kostenvoranschlag lag bei ca. 20.000€ für eine neue Ölheizung mit dem Risiko, dass die Öltanks nicht mehr abgenommen werden und dann auch erneuert werden müssen. Egal wie entschieden wird, später soll über die Heizung auch Warmwasser erzeugt werden.
Das Haus könnte an Gas angeschlossen werden, aber dass kostet nochmal ca. 7000€ zusätzlich.
Wenn ich es richtig recherchiert habe, dann wäre mit Erdgas auch ein Brennstoffzellenheizgerät möglich. Dieses würde das Erdgas in Wärme und Strom umwandeln. Mit der Wärme würde geheizt werden und der Strom geht ins Netz oder wird selbst verbraucht. Hört sich zwar nicht 100% ökologisch an, aber es wird wohl auch gefördert. Unterm Strich wäre es aber eine höhere Investition, die sich dann evtl. über die Jahre auszahlt. Einen Energieberater müsste man dann zuziehen, aber das will ich erst tun, wenn mir die Heizung wirklich als eine Option erscheint und die Finanzierung realistisch machbar ist.
Kennt sich hier zufällig jemand damit aus und kann ein paar realistische Zahlen nennen?
Wie sieht es mit der Heizleistung aus? Sollten wir vorher wissen, ob wir normale Heizkörper oder Fußbodenheizung einsetzen werden? Wahrscheinlich spielt es eine Rolle, ob das Haus gedämmt werden soll oder nicht.
Habe eine offizielle Seite gefunden: Fördermittelkompass
In Frage käme demnach noch:
(GAK) Förderbereich 1: Integrierte ländliche Entwicklung - 3.0 Dorfentwicklung (Ortschaften bis 10.000 EW)
Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen - Zuschuss Pflegekasse
KfW-Barrierereduzierung - Investitionszuschuss (455B)
Steuerlich erhöhte Absetzungen bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen (§ 7h EStG)
Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden - (§ 35c EStG)
Darlehen Wohneigentum universell (710)
Wahrscheinlich aber noch mehr.
Und da schwingt dann noch die spätere Nutzung mit, also ob wir selbst bewohnen oder vermieten werden.
Zwingend ist aber, dass das Haus so schnell wie möglich wieder bewohnt wird und mindestens die Heizung sollte im Winter 2022 wieder funktionieren.
Die Antworten kamen schneller als ich dachte.
R.E.: Danke für den Hinweis auf mögliche lokale Förderungen. Es ist tatsächlich so, dass ich dazu was vor 1-2 Jahren im lokalen Amtsblatt gelesen habe. Daher hat mich die Förderung der KFW etwas irritiert, da ich das ganz anderes in Erinnerung hatte. Da werde ich mich auf jeden Fall schlau machen müssen. Das heißt für mich aber auch, dass ich bei der Wahl eines Beraters (was möglicherweise auch Pflicht sein kann) auch regional orientieren sollte.
Die Neuschaffung von Wohnraum habe ich eigentlich auch schon abgehakt. Der Keller ist bereits Wohnraum und das Dachgeschoss dient eher als Stauraum. Zum Glück ist dieser aber über das Treppenhaus erreichbar.
Ralf: Genau, ich meine die Verkleidung der Decke, also die Kosmetik.
Hallo,
ich nähere mich im Moment dem Thema Sanierung einer freistehenden Immobilie, die in Ende der 70er Jahre gebaut wurde. Um das Haus bewohnen zu können, müssten verschiedene Sanierungen durchgeführt werden.
1) Die Heizung (Öl) ist defekt und muss neu gemacht werden.
2) optional könnten auch die Heizkörper getauscht werden.
3) Alle Bäder müssen saniert werden. Das wären zwei volle Badezimmer aktuell mit Dusche, Badewanne, WC und Waschbecken in OG und EG. Ein Kellerbadezimmer mit Dusche, WC und Waschbecken. Und zwei Gäste-WCs in OG und EG.
4) Die aktuellen Bodenbeläge in OG und EG (Teppich/PVC) müssen raus.
5) Alle Wände müssen neu gestrichen oder tapeziert werden.
6) optional könnte das Haus auch einen Anstrich gebrauchen.
7) im Keller fehlt noch die Decke, die Rohre sind zu sehen.
8) Dämmung / Fenster - das müsste nicht unbedingt sein. Käme aber in Frage wenn es sich unterm Strich rechnet.
9) Der Dachboden könnte auch ausgebaut werden. Eine Wohnung könnte dort aber nicht entstehen. Maximal wenn es im Rahmen einer Förderung sinnvoll wäre.
Das Haus hat eine OG und EG Wohnung. Im Keller könnte man eine Kellerwohnung einrichten. Das Dach ist soweit in Ordnung und muss nicht gemacht werden. Eine Solaranlage währe eher Suboptimal, da es keine Flächen mit optimaler Sonneneinstrahlung gibt. Wegen der Gauben ist die Dachfläche auch nicht gut geeignet.
Bevor ich einen Experten zu rate ziehe, möchte ich mal grob den Überblick gewinnen. Ich habe gesehen, dass über die KFW eine Haussanierung gefördert wird. Allerdings sehe ich nicht ganz, ob dort die Badezimmer, Böden und Wände mit gefördert werden. Dann wird wohl auch noch die Schaffung von Wohnraum gefördert. Allerdings würde in meinem Fall kein neuer Wohnraum entstehen. Daher auch fraglich. Auch ist mir nicht klar, ob man verschiedene Förderprogramme kombinieren kann.
Gibt es denn noch weitere Fördermöglichkeiten? Was wäre Grundsätzlich zu klären, bevor man sich an einen konkreten Plan begeben kann?
Ziel ist es ein Haus mit drei (OG, EG und Keller) vermietbaren Wohnungen zu haben, dass einigermaßen auf einem modernen Stand ist. Aus eigenen Mitteln könnten ca. 100.000€ eingebracht werden. Eine Tilgung für einen notwendigen Kredit wäre, wenn alles so bleibt, mit 2500€/Monat machbar.
Danke fürs Lesen!