Beiträge von Elopant

    stefan ibold ,


    bei den Fachregeln für Dachdeckungen mit Dachziegel und Dachsteinen unter 1.1.3.3 Konstruktion, würde ich das zusammengesetzte Walmdach schon als erhöhte Anforderung einstufen, zumal im Merkblatt für Unterdächer, Unterdeckungen und Unterspannungen unter 1.3 (4) Kehlen mit aufgeführt sind und einer individuellen Bewertung bzw. ggf. einer höherwertigen Einstufung bedürfen.

    Gleiches wende ich für 1.1.3.5 Technische Anlagen aus den Fachregeln für Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen als erhöhte Anforderung an ( Belichtungssysteme ), ist zwar mit dem Hilfsverb können beschrieben, aber es ist aufgeführt, von daher setze ich hier ebenfalls eine erhöhte Anforderung.


    Zum Thema Behelfsdeckung: Die Wärmedämmung ist zwar noch nicht verbaut, aber unter der oberen Geschoßdecke befindet sich Wohnraum, von daher sehe ich auch hier die Behelfsdeckung für erforderlich. Ich glaube nicht, dass der TE über die Folgen des Nichtbenötigens aufgeklärt wurde, sonst wären hier die Frage nach der undichten USB nicht aufgetaucht.


    Gruß Elopant

    Im Netz findet man ja hierzu tatsächlich unterschiedliche Aussagen

    Ist in den Fachregeln vom Dachdeckerhandwerk eigentlich ganz gut aufgeführt, ohne großartigen Spielraum für Auslegungen. Hier sind auch die erhöhten Anforderungen beschrieben.

    Das Nageldichtmaterial hat genau die Aufgabe, dass zu verhindern, was bei dir passiert ist. Das kann später auch noch auftreten, weil kein Ziegel dicht ist ( im Sinne von wasserdicht ), hier kann schon noch Feuchtigkeit durch Pulverschnee oder Regen mit Wind oder ein defekter Ziegel unter die Eindeckung gelangen und ich wäre dann froh, wenn es fachgerecht abgeleitet wird und nicht die Balken auffeuchtet, wo man es später nicht mehr, oder sehr spät sieht.

    Du hast 4 erhöhte Anforderungen: 2 Stück durch den Wohnraum, 1 durch die gegliederte Dachfläche und 1 durch die Dachfenster. Laut Tabelle 1.1 Zuordnung von Zusatzmaßnahmen aus Fachregeln für Dachdeckungen mit Dachziegeln und Dachsteinen steht, wenn mehr als 3 erhöhte Anforderungen vorhanden sind, so empfiehlt es sich, die für den nächsthöheren Lastfall geeignete Zusatzmaßnahme zu wählen, also befindet man sich nicht mehr in der Klasse 4 ( Verlegung ohne Nageldichtmaterial ) sondern in der Klasse 3 ( 3.1 naht-, und perforationsgesicherte Unterspannung UDB-A; UDB-B ) ( d.h. Verlegung der Konterlatten mit Nageldichtmaterial ) Ist diese Verbaut? vereinbart? Den Bilder nach, vermute ich nicht. Kann man aber noch ändern .

    Nur mal kurz zu den Besucherströmen in Venedig:


    Ich war vor 18 Jahren in Venedig, und letztes Jahr im Herbst nochmal, das war ein Unterschied wie Tag und Nacht... Vor 18 Jahren konnte man noch normal durch Venedig schlendern, letztes Jahr war mehr durchschieben angesagt :eek:, ich hab es jetzt 2 mal gesehen und das reicht mir.

    Ob das nur an den Kreuzfahrtschiffen liegt, kann ich nicht sagen, aber eine auf Personenzahl begrenzter Zutritt sollte machbar sein, zumal es ja nicht so viele Möglichkeiten gibt, nach Venedig zu kommen ( Vor der Brücke ein Tor mit einer Zahlstelle, und die Besucherzahlen begrenzt, dann könnte es auch klappen, die Kreuzfahrtschiffe zu reduzieren oder aus der Lagune zu verbannen ) :P

    Trauflatte 30,5 cm, Sparrenlänge 7,95m = 23 Ziegelreihen. Die andere Dachfläche ca 80m² Sparrenlänge 4,15m, jeweils incl Konterlatte etc., Trauflatte 30,5cm,

    Wenn die einzuteilende Länge richtig auf der Konterlatte gemessen ist, ergibt sich folgender Lattabstand:


    7,95 m - 4 cm ( Lattabstand First ) - 34 cm ( Trauflatte ) = 7,57 m einzuteilende Länge / 33,5 cm = 22,59 aufgerundet 23

    7,57 m / 23 Reihen = 32,9 cm Lattmaß


    4,15 m - 4 cm - 34 cm = 3,77 m / 33,5 cm = 11,25 aufgerundet 12

    3,77 m / 12 = 31,4 cm Lattmaß


    und alles wäre im grünen Bereich

    Den einzigen Handlungsbedarf sehe ich evtl. nur bei dem einen Ziegel auf dem ersten Bild und bei dem einen Firstziegel, wo die Schraube etwas angezogen werden muß. Den Rest wird man aus dem normalen Betrachtungsabstand ohne Makromodus nicht sehen.

    Richtig dicht, im Sinne von wasserdicht, ist kein geneigtes Dach. Regensicher muß es sein. Was ich damit sagen will, je nach Menge des Niederschlages und Wind oder feiner Pulverschnee, kann es schon vorkommen, dass etwas Feuchtigkeit unter die Dacheindeckung gelangt, dann aber über die Unterspannbahn o.ä. und Tropfblech sicher nach aussen abgeführt wird. Das kommt bei einem Betondachstein eher vor, als bei einem Tonziegel mit Kopfverfalzung. Der Betondachstein hat nur eine seitliche Verfalzung, keine Kopfverfalzung.

    Wieviel der Fläche ist denn mit 34,5 oder 35 cm Lattmaß eingelattet?

    Moin,


    welche Betondachsteine sind denn eingedeckt? Großformat wie z.B. Harzer Big o.ä. oder Normalformat mit ca. 10 Stück/m²? Für Betondachsteine mit hochliegendem Seitenfalz ist die Höhenüberdeckung nach Fachregeln bei einer Dachneigung von 27° >= 8,5 cm, d.h. Lattmaß 33,5 cm bei Normalformat. Bei den Giebelsteinen muß jeder befestigt sein. Welche Zusatzmaßnahmen sind denn noch verbaut? Unterspannbahn o.ä.?

    Zu den Giebelsteinen nochmal: Die verschiedenen Ausschnitte sind für die verschiedenen Überdeckungen gemacht, dass z.B. bei einem Lattmaß von 34,5 cm der Ausschnitt im Schenkel des Giebelsteines nicht so groß ist, nimmt man die Giebelsteine mit 8,8 cm Ausstich. Bei einem Lattmaß von 33,5 cm kann man beide Variante verwenden, jedoch ist man bei 8,8 cm Ausstich auf der sicheren Seite, dass man z.B. wenn das Lattmaß mal 33,4 oder 33,3 cm ( das kommt manchmal vor, wenn die Schnur etwas verschlägt ) ist, den Ausstich nicht nacharbeiten muß.

    Was man auch noch bedenken sollte neben Statik usw. sind folgende Punkte:


    - Wärmebrücken bei Montage auf Pfetten ( Bei einer Eindeckung mit Sandwichpaneelen auf Pfetten ist der Zwischenraum zwischen den Pfetten ungedämmt und meistens noch hinterlüftet )

    - Anschluß Dampfsperre


    Das hört sich zwar meistens einfach an ( Dacheindeckung mit Wärmedämmung gleichzeitig verlegen ) ( das funktioniert auch bei Gebäuden, wo die Tragkonstruktion auf die Dacheindeckung abgestimmt ist ganz gut, bzgl. der oben genannten Punkte, aber auch nur dann, wenn sich vorher jemand Gedanken um die Anschlüsse gemacht hat ), hier soll jedoch eine AZ-Wellplatteneindeckung ( der es egal war, ob sie hinterlüftet ist ) gegen eine Eindeckung ersetzt werden, die keine Hinterlüftung der Dämmebene haben möchte und hier wird es nicht ganz so einfach, diese auch vernünftig umzusetzen, machbar ist es, aber wenn man den Aufwand hierfür sich mal in Zahlen ansieht, passiert es oft, das von den Sandwichpaneelen schnell wieder abgewichen wird.

    Schon mal ein großes Danke an euch alle, :thumbsup:ist ja fast so viel Input wie meine Bilder, die ich versenden möchte :eek:.... ich werde mir das am Wochenende alles mal ansehen und dann entscheiden wie es für mich am einfachsten ist. Ich habe mal eine Zeit lang die Schadensbilder auf DVD gebrannt und dann per Post verschickt, nur nachdem etliche Versicherungen die 5 € Aufwandspauschale für die DVD gestrichen/nicht bezahlt haben, bin ich davon wieder abgerückt. Das mit den 200 Bilder war auch eine Ausnahme, hier waren bei einer Industriehalle die Lichtbänder von Hagel durchschlagen worden und die Versicherung wollte vorab die einzelnen defekten Doppelstegplatten durchnumeriert dokumentiert haben.

    Moin,


    danke schonmal, bei den 20 MB finde ich mich wieder ( kann man das erweitern? Anbieter ist ionis/1&1)..., im Moment verkleinere ich die Bilder und versende sie dann in 2 oder 3 mail`s, ich hatte letztes Jahr einen Schaden mit ca. 200 Schadensbilder, da bekommt man ja was an die Erbse... ( ich habe die 200 Bilder auf einen Stick gezogen und diesen übergeben).

    Hallo zusammen,


    vielleicht könnt ihr mir helfen, ein paar Bilder weg zubekommen :rb::lach:? Mein Problem, ich möchte bspw. Bilder von Sturmschäden an meine Kunden per e-mail versenden, nur schimpft dann Outlook öfters mit mir, dass die Größe der Bilder den Server überfordert und ich die Bilder an einem anderen Ort speichern soll und dann einen Link versenden soll. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, wie ich das hin bekomme? Bin auf dem Gebiet absoluter Laie :D


    Danke schon mal, Gruß Elopant

    Nein, Statiker machen nicht "normalerweise" zwischendurch Abnahmen

    Kenne ich nur so, dass der Statiker immer mal wieder vorbeikommt und schaut sich die Ausführung an, sei es im Holzrahmenbau bei Aufstockungen oder Neubau beim Aufschlagen des Dachstuhles z.B. 2 mal ( einmal während dem Aufschlagen und einmal nach Fertigstellung ) und das macht nicht nur einer, sondern verschiedene Statiker handhaben das bei uns so, wobei ich aber auch den Vertrag mit dem Statiker nicht kenne, ich sehe es halt nur bei unseren Baustellen, dass hier der Statiker häufig auf der Baustelle ist und sich die Leistung vom Zimmermann ansieht/abnimmt.

    Nun möchte der Statiker, eine Erklärung von uns haben bezüglich der Standsicherheit/ Einhaltung der Statik.

    Der Statiker macht doch normalerweise zwischendurch Abnahmen, ob auch alles so ausgeführt wurde, wie er es vorab berechnet hat? Wenn er das gemacht hat ( Abnahme von Bauteilen o.ä. ), ist die Erklärung doch überflüssig/doppelt.

    oder soll ich jetzt seine fehlende Prüfung vor Ort möglicherweise kaschieren?

    Denke ich eher...

    Vielleicht ist ja noch ein Gefälleestrich unter der Abdichtung? Dann könnte man je nach Aufbaustärke über einen Rückbau des Gefälleestrichs mit anschließender Vakuumdämmung nachdenken. Wie wird denn der Lagerraum genutzt bzw. beheizt? bzw. wurde der Raum vorher anders genutzt? Hintergrund der Frage ist, es hat ja die vorherigen 50-51 Jahre auch ohne Dämmung funktioniert?

    Für eine Übergangslösung müsste man folgende Sachen wissen:

    - wo genau findet das Überlaufen/Undichtigkeit statt? ( Nur im Bereich des Ablaufes oder über die gesamte innenliegende Entwässerung oder nur im Bereich der Nähte der innenliegenden Entwässerung

    - ist die innenliegende Entwässerung frei von Laub usw?

    - Ist es eine handelsübliche Kastendachrinne oder eine selbst gekantete Lösung?

    - ist die innenliegende Fallleitung intakt bzw. wurde diese im Zuge der Umdeckung mit erneuert?

    - kommt es nur bei starkem Regen zum Überlaufen oder bereits bei normalem Regen

    - Bild oder Skizze der innenliegenden Entwässerung


    Bitte an den Selbstschutz denken:thumbsup:

    Diese innenliegenden Dachrinnen sind schon ziemlich pflege-, und wartungsbedürftig. Es besteht die Möglichkeit, die jetzige Entwässerung aus Zink ( normale Kastendachrinne oder eine selbst gekantete Lösung? ) zu entfernen und diese bspw. mit einer Flachdachfolie inkl. Unterkonstruktion auszubilden. Das hat den Vorteil, dass die Aussenansicht weitestgehend erhalten bleibt und ein evtl. überlaufen der Dachentwässerung nach außen erfolgt. Das ist aber nichts, was man durch ein Forum lösen kann, das muß man sich vor Ort ansehen. Vom Aufwand ist eine Änderung der innenliegenden Entwässerung in eine Variante mit Dachüberstand und aussenliegender Entwässerung deutlich größer ( siehe oben ).

    Ich würde mir die Durchführungsmanschette nicht einbauen lassen, weil sie für diesen Zweck nicht gedacht ist. Was machst du, wenn genau über der Manschette ein Ziegel bricht? Ist unwahrscheinlich, aber möglich und schon ist die Feuchtigkeit im Gebäude.

    Der Einsatz der Durchführungsmanschette ist für den fachgerechten Anschluß von Dunstrohre/Sanilüfter an die USB gedacht, nicht um Dachböden zu entlüften.

    Jetzt hole ich noch ein bisschen weiter aus: Wenn die USB jetzt im Firstbereich eingeschnitten wird, ist zwar eine Entlüftungsmöglichkeit geschaffen, diese sollte aber von aussen abgedeckt sein, damit kein Schlagregen oder Flugschnee über den eingeschnittenen Lüftungsspalt eindringen kann. Ich vermute jetzt einfach mal, dass diese Abdeckung von aussen nicht erfolgt ist, sonst hätte man die USB ja auch gleich 5 cm Unterhalb der First enden lassen können. Um das zu beheben, müsste die Firsteindeckung und die oberste Lattung wieder abgenommen werden....

    Ich würde mir das erst mal ansehen, wie die Luftfeuchtigkeit sich so im Dachbodenbereich entwickelt, wohl wissentlich, dass es nicht den a.a.R.d.T. entspricht, und auch so im Abnahmeprotokoll vermerken.

    Ich persönlich habe an meinem Dach die Unterspannbahn über den First gezogen und nicht eingeschnitten oder Platz gelassen, weil ich mir mit der oben genannten Variante ( USB einschneiden und abdecken ) die Hinterlüftung der Tonziegel im Firstbereich verschlechtere. Das ist aber meine persönliche Meinung und sollte die nicht funktionieren, weiß ich ja, an wen ich mich wenden muß :eek::D

    Klar, aber es gibt doch bestimmt Prüfungen der Dichtungen, bis zu welcher Wasserbelastung sie funktionieren oder man dem Kunden sagen muß: hier ist deine Stehleiter, damit du von oben in dein Aquarium krabbeln kannst und nichts mehr raus kommt beim duschen.

    Stellst du die Duschkabine selbst her oder beziehst du sie von einem Händler? Hintergrund der Frage ist, ob der Hersteller sei es nur von den Dichtungen oder der gesamten Duschkabine dir ein Prüfzeugnis für die Dichtigkeit der Dichtung usw. geben kann, wo im Idealfall auch der Abstand des Duschpanel´s/Handbrause mit aufgeführt ist?

    Ich würde dem Gutachter als Ergänzungsfrage fragen, ob die Duschkabine unter normalem Duschverhalten ( das muß doch bestimmt irgendwo definiert sein, dass man keine Handbrause im Abstand von 30 cm an die Dichtung hält ?) dicht ist=> kein Wasseraustritt stattfindet.


    Ist zwar etwas OT, aber wenn ich mit einem Wasserschlauch von unten in eine Kehle spritze wird sie auch undicht, wird zwar in der Natur nie so vorkommen, aber ich könnte so eine undichte Kehle erzeugen, die unter normalen Umständen funktioniert.

    Wenn die Giebelwände und Kniestock nicht abgetragen wird, würde ich die zu erstellenden Wandanschlüsse vorstreichen, den Rest nicht. ( Gibt einen besseren Halt der Bitumenschweißbahnen am Mauerwerk bis das neue Dach regensicher ist )

    Bei Aufstockungen oder kpl. neuem Dachstuhl führen wir häufig ein Notdach mit Bitumenschweißbahnen aus, ist zwar etwas teurer ( Treppenaufgang muß abgedeckt werden, Entwässerungsöffnungen im Mauerwerk, die später auch wieder verschlossen werden müssen ). Meistens bleiben die Bitumenschweißbahnen auch vor Ort ( unter dem späteren Fußbodenaufbau )

    Es gibt auch die Möglichkeit einer Notdachplane ( 15 x 15 m ) mit Kranöse über das Gebäude zu legen, nur sollten hierfür ein paar Dachbalken verbleiben, Nachteil ist bei Giebelwänden und Kniestock die Entwässerung dieser Maßnahme und sie muß zusätzlich gegen Wind gesichert werden.

    Es gibt auch die Möglichkeit einer Einhausung ( Vom Prinzip wird ein Zelt durch den Gerüstbauer über das Gebäude gebaut, kann auch je nach gefülltem Geldbeutel zum verschieben/öffnen sein ), dies ist jedoch auch die kostenintensivste Variante

    Ich habe aber gesundheitliche Bedenken da sich die Bitumen/Teermasse dann im Wohnraum befinden würde.

    Habe ich keine Bedenken.