Beiträge von BrunoSawall

    Hallo Klaus,


    vielen Dank für den Hinweis. Klar kann ich einen Experten beauftragen. Nur: ich werde mit Sicherheit bei einem fast neuen Haus keine umfangreichen Baumaßnahmen durchführen lassen.
    Ich hatte mir daher von diesem Expertenforum einige Vorschläge erhofft, wie man nachträglich den Schallschutz verbessern kann (z.B. habe ich heute einen Artikel über Akustikbilder gelesen, der sehr vielversprechend klang).
    Gbit es da Erfahrungen in diesem Forum, was man ohne bauliche Maßnahmen verbessern kann?

    Hallo,


    wir haben vor 6 Jahren ein 2-Fam.Haus in Massivbauweise bauen lassen und ärgern uns immer mehr über Geräusche, die sicherlich auf Baumängel im Bereich Schallschutz zurückzuführen sind.
    Die Probleme sind folgende:

    1. Wenn man ohne Schuhe auf dem Parkett läuft und mit den Hacken zuerst aufsetzt, entstehen dumpfe Geräusche, die man in der ganzen Wohnung hört und auch im Stockwerk darüber bzw. darunter. Das hört sich wie eine dumpfe Trommel an.

    2. Wenn man im OG in der Küche auf dem Hackbrett etwas hackt, hört man es als dumpfe Hackgeräusche in der Küche im EG.

    3. Wenn man im Bad etwas lautere Klack-Geräusche erzeugt (z.B. eine Glasflasche auf den Waschtisch abstellt) hört man im darunter/darüberliegenden Badezimmer (beide sind übereinander) diese Klack-Geräusch.

    4. Wenn man im Bad duscht, hört man im darunter/darüberliegenden Badezimmer das Wassergeräusch

    5. Wenn man in einer Wohnung den Schalter für den elektr. Rollladen betätigt, hört man das Klick-Geräusch im darunter/darüberliegenden Zimmer (das Hören des lauten Geräusches des elektr. Rollladens selber ist ja wohl kein Schallschutzproblem).


    Hier nun ein paar Angaben zum Haus:

    Decke:

    - 25cm Betondecke

    - darauf verlegt Elektrokabel in Leerrohren, mit Schellen auf den Betonboden getackert + plus Rohre für die Wasserversorgung und für die Heizung

    - darauf Trittschalldämmung (Styroporplatten und Kugeln)

    - darauf Fußbodenheizung

    - darauf schwimmender Estrich; leider aber an manchen Türen falsch abgeschlossen (nicht an der Türschwelle, wo die Türe anliegt, sondern auf der anderen Seite der Schwelle)
    - darauf Holzparkett vollverklebt


    Wände:
    - Außenwände 36cm Hohllochziegel

    - Innenwände 11,5cm, 17,5cm und 24cm Hohllochziegel

    - keine Tapeten, sondern Kalkputz


    Versorgungsschacht für Wasser/Heizungsrohe und elektr. Leitungen vom Bad im OG zum Bad im EG zum Gästebad im UG.

    Der Schacht wurde mit Beton sowohl auf der OG als auch der EG Decke ausgegossen.

    Die Leitungen sind meines Wissens vorher nicht schalltechnisch ummantelt worden.

    Der Schacht selber ist mit Isolierwolle ausgefüllt worden, bevor er mit Rigipsplatten in den Badezimmern geschlossen wurde - und dann verfließt.

    Der Schacht grenzt direkt an die Duschkabine und die Badewanne an.


    Die Badewannen sind in beiden Badezimmern direkt auf den Betonboden gestellt, nicht auf den Estrich wegen der Höhe der Badewannen.


    Alle elektr. Leitungen liegen in Kunststoff-Leerrohren. Diese laufen über die Decke im OG über Bohrungen und den Versorgungsschacht ins EG (z.B. für Lampen im EG, aber natürlich auch ins UG zum Verteilerkasten). Das selbe für Leitungen im EG.


    Ich habe, auch nach Studium diverser Anfragen folgenden Verdacht:

    - mit dem Estrich oder der Trittschalldämpfung ist etwas nicht in Ordnung - daher die Geräusche beim Laufen. Aber was?

    - evtl. leiten die Leerrohre der elektr. Leitungen den Schall von unten nach oben und umgekehrt. Falls das stimmt, kann man das was machen (z.B. Leerrohre bei den Anschlussdosen verschließen?)

    - der Versorgungsschacht ist sicherlich nicht der Norm entsprechend bzgl. Schallschutz.


    Was können Sie mir empfehlen?
    Übrigens wird das Haus nur von Familienmitgliedern bewohnt, es wären also alle mögliche Test machbar.