Beiträge von stefan ibold

    Moin,


    sagen wir es einmal so:

    ich habe nahezu alle Beiträge zu diesem Thema hier nachgelesen. Vieles ist gut, vieles eher weniger, aber es verbleibt auch ein nicht unerheblicher Teil von Polemik.
    Ich kenne R. B. nicht, wie ich auch die meisten von Euch nicht persönlich kenne, aber bisher sind mir R. B. Beiträge nicht sehr unangenehm, sondern eher unaufgeregt aufgefallen.



    "Aber irgendwie passt das auch wieder zu deiner sonstigen Wahrnehmung dieser "Grippewelle" mit dem Coronavirus der "harmlosen" Art."
    Bislang, ich betone BISLANG, haben wir vermutlich ein riiieesen Schwein gehabt, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Bisher weiß nach meinen
    Informationen tatsächlich niemand, wie gefährlich oder ungefährlich dieses Virus tatsächlich ist. Es scheint ein hohes Ansteckungspotential zu haben, wobei die Wege der Infektion letztlich wiederum nicht vollständig geklärt sind. Und genau das ist der Grund, weshalb diese strengen Regelungen WELTWEIT vorgenommen werden. Über deren Sinn oder Unsinn kann man m. E. erst dann streiten, wenn die Krise vorbei ist und man im NACHHINEIN analysieren kann.

    Auch mich betrifft die Geschichte momentan "nur" finanziell, da einige Vorträge abgesagt/verschoben wurden und bisher wenige Ersatztermine für meine anderen Tätigkeiten eingehen. Da kann man schon durchaus darüber nachdenken, sich als Erntehelfer zur Verfügung zu stellen, um wenigstens etwas Vernünftiges aus der bestehenden Situation insgesamt zu machen.
    Aber trotzdem muss und werde ich versuchen, meine Gewohnheiten im Umgang mit anderen Personen den Gegebenheiten in adäquater Weise anzupassen. Dazu gehört für mich auch, im Zweifel deeskalierend einzuwirken, denn: wenn in solch angespannten Lagen Streit und/oder Panik ausbricht, dann verschlimmert sich die Situation, was zu gefährlichen Nebenwirkungen in den sozialen Bereichen führen kann und wird.
    Ich bin weiß Gott kein Obrigkeitsmensch, der alles hinnimmt, was sich Politik und/oder Verwaltung einfallen lässt, aber jetzt, in dieser (nocheinmal) weltweiten Krise sollten wir auf die hören, die etwas davon kennen oder aber zumindest mehr Kenntnisse haben als die allermeisten von uns.


    Putin und die Chinesen warten in ihrer eigenen Welt nur darauf, uns zu unterminieren, soweit sie das nicht ohnehin bereits getan haben. Das gelingt ihnen aber nur dann, wenn wir in unserer Gesellschaft durch Streit untereinander abgelenkt sind und die aus dem Blick verlieren. DIE Folgen mag ich mir noch gar nicht ausmalen.


    Also: wer hilfreiche Ideen hat, wer verifizierbare Anregungen für Verhaltensmaßnahmen hat, der möge doch bitte sich weiterhin einbringen. Wer lediglich unsachlichen Streit sucht, der sollte, frei nach Nuhr, einfach mal die Fresse halten.


    Bleibt gesund

    Stefan

    Moin,


    diese Qualität der Arbeiten lässt mich an der Qualifikation des Ausführenden zweifeln. Nicht nur, dass die Schiene einmal so und dann wieder andersherum angebaut wurde, wobei auch noch unzulässige Befestiger verwendet wurden, hier wurde aus der oberen Plattform plötzlich eine Badewanne.

    Die Höhen reichen einschl. Belag nicht hinten und nicht vorne. Keile im Übergang waagerechte Fläche zu den Anschlüssen fehlen offensichtlich auch.


    Tipp: Anwalt für Baurecht in Verbindung mit einem öbuv SV des Dachdeckerhandwerks beauftragen.


    si

    Moin,


    die Wellen sind das geringste Problem. Da wird der "Kollege" die Bahnen liegend gelagert haben. Die nicht ausreichend verschweissten Naht- und Eckverbindungen werden wahrscheinlich Probleme bringen.
    Mein Tipp, den ich Ihnen ohnehin gegeben hätte: ständern Sie den Belag auf. Stelzlager oder Mörtelsäckchen.

    Aus dem, was ich so sehen kann:

    - ich kann nicht erkennen, dass die Bahnen an den Stirnseiten (schlecht zu erkennen, ob an der vorderen Langseite auch) der Dachterrasse im Bereich des Dachrandes abgetrennt sind und das Dachrandabschluss-Profil mit separaten Zuschnittstreifen eingedichtet ist. Das wäre aber fachgerecht. Das auch dann, wenn es unterhalb einer Metallabdeckung geht, wie es auf einem der Bilder unten zu erkennen ist.

    - soweit is es beurteilen kann, fehlen auch einige der Klemmprofile, bzw. haben einen doch zu großen Abstand untereinander (wenn es im Hintergrund ein Dachrandabschluss-Profil ist).
    - Wenn umlaufend Abdeckungen aus Zink montiert sind, dann sind die direkt befestigt, was unzulässig ist.

    - Die Anschlüsse an aufgehendes Mauerwerk scheinen mir nicht ausreichend hochgeführt. Die müssen 15 cm über Oberkante fertiger Belag geführt werden.
    - Hier fehlt u. U. auch ein Keil im Übergangsbereich.
    - Scheinbar eine innenliegende Entwässerung: Gibt es einen Notüber- und/oder -ablauf?

    Was für eine Wärmedämmung wurde verlegt?

    Ihr Plattenleger erzählt im Grunde, was die Wellenbildung angeht, Blödsinn. Wie geschrieben, das sind die geringsten Probleme. Restwasser werden Sie auch bei einem Gefälle von 5° nicht vollständig abgeführt bekommen. Unzureichende Höhen und offene Verbindungen werden Probleme bringen.


    si

    Da scheinen mir eher die Richter(-innen) überfordert zu sein. Am Beispiel der Unverhältnismäßigkeit wird deutlich, dass die sich da juristisch m. M. n. nicht korrekt verhalten. Nach meinem Kenntnisstand darf weder das Gericht noch ein SV die/eine Unverhältnismäßigkeit von sich aus ins Spiel bringen. Dieser Vortrag ist ausschließlich den Parteien vorbehalten. Erst wenn die damit anfangen, dann kann u. U. der SV mit einer Bewertung aus rein technischer Sicht beauftragt werden.


    si

    Moin,


    die vorhandene Unterspannbahn ist recht dampfdicht. Das Tauwasser tropft offenbar von den Sparren ab. Eine Hinterlüftung von der Traufe ausgehend ist scheinbar (nachträglich??) durch die Anordnung einer Wärmedämmung ausgeschlossen.


    Ist die Unterspannung im Firstbereich mit einem durchgehenden Schlitz mit einer Breite von 3 cm - 5 cm versehen oder geschlossen? Wenn geschlossen, dann UNBEDINGT öffnen (lassen). Nur so kann die feucht-warme Luft entweichen. Das Problem ist, dass die - auch durch das Rohr eingedrungene - Feuchtigkeit, wenn man sich den Bodenraum im Schnitt ansieht, von der Südseite ausgehend und aufsteigend an der kalten Nordseite abkühlend und absteigend wie eine Waschmaschinentrommel dreht. Beim Abkühlen gibt sie die enthaltende Feuchtigkeit an den kühlsten Bauteilen ab. Bei Sättigung kann das abtropfen.


    Grüße

    stefan ibold

    Moin,

    beim Dach dürfte es sich um (nicht fachgerecht verbauten) Flüssigkunststoff handeln. Offenbar wurde die Dachabdichtung nachgearbeitet, das Dachrandabschlussprofil aber nicht erneuert. Auch beim Wandanschluss ist anscheinend nur nachgearbeitet worden. Asbest ist das jedenfalls nicht.


    M. f. G.

    stefan ibold

    Eine Ausführung, bei der im System (einschl. der erforderlichen Naht- und Stoßverbindungen) geblieben wird, wenn ich denn EPDM verwenden möchte.


    Unterhalb des neuen Estrichs und im Estrich ist eine Menge Feuchtigkeit. Verpacke ich die in PE-Folien trocknet die nicht ab, gelangt aber zusätzlich z. B. über Diffusion in den Estrich. Und dann?

    si

    Naja, @ Lexi, so ganz weit Unrecht hat der Galabauer an dieser Stelle nicht. Selbst bei etwas genauerem Lesen kann man Ihre/Deine Beiträge schon als Pauschalierung einschätzen. Und - bis auf wenige Ausnahmen - ich behaupte von mir, dass ich durchaus genau und gut lesen kann (je nach dem wie schnell der Beitragschreiber geschrieben hat ;-)).


    Grüße

    si

    Moin,


    sieht so aus, als wenn die Parallelität der oberen Reihe zum First/zur Traufe nicht gegeben ist. Die Höhenüberdeckung im Bereich des Firstes muss - auch wenn das in den Regelwerken nicht eindeutig festgeschrieben steht - der der Fläche entsprechen. Die Meinungen der Gelehrten gehen allerdings dort auseinander, wo die Firstrolle ins Spiel kommt. Reicht die erstellte Höhenüberdeckung der Firstrolle aus oder muss es der Firstziegel/der Firststein sein, der überdeckt?

    Nach MEINER persönlichen Auffassung ist es eine Mischung aus beidem. Der/die Hersteller gibt/geben an, welchen Abstand die obere Lattenreihe vom Firstscheitelpunkt haben soll. DAS ergibt sich aber m. M. n. nur deshalb, weil andernfalls die Ziegel der oberen gegenüberliegenden Reihen aneinander stoßen würden (obere Rippe oder Aufhängenasen, je nach Dachneigung) und hat mit der Regensicherheit wenig zu tun.

    Wenn ich derartige Fälle beurteile, dann müsste bei Betondachsteinen, die keine Kopfverfalzungen haben, die Firstrolle mind. der Höhenüberdeckung der Fläche entsprechend ausgebildet sein. Der Firststein soll dabei zusätzlich so weit wie möglich den Dachstein in der Fläche überdecken.
    Bei Ziegeln muss m. E. die Firstrolle bis ÜBER die untere Kopffalz Richtung Traufe geführt werden. Auch hier soll der Firstziegel den Flächenziegel soweit wie möglich überdecken.

    Das man zwischen Ortgangkrempe und First hindurchschauen kann, ist bei innenliegenden Ortgangschenkeln kaum zu vermeiden und stellt keinen Mangel dar.
    Optisch bei Ihnen der "Hingucker" ist das Brett unterhalb des Ortgangs. Schmiegen kennt der Ersteller wohl nicht?


    Grüße

    stefan ibold

    Moin,


    da hat einer geplant, der die Ahnung davon aus "Bauer sucht Frau" errungen hat. Angereichert durch sinnvolle "Ideen" aus einer "Fachzeitschrift" einer Bausparkasse.

    Weshalb - nur mal so nachgefragt - soll eine EPDM-Bahn mit einer PE-Folie verklebt werden?


    Und was sind das für senkrecht stehende Hohlkammerplatten auf dem einen Bild? Ist das ein temporärer Türersatz?


    Grüße

    stefan ibold

    Moin,


    die Idee mit en Hygrometern finde ich auch gut.

    Bescheiden finde ich hingegen, dass die Bewohner nicht mehr in der Lage sind, gut und richtig zu lüften. In einem Fall wird mir mit dem Anwalt gedroht und die Gerichte entscheiden in der unglaublichen Weisheit nicht nach den tatsächlichen Gegebenheiten, sondern nachdem "gefühlt" Schwächeren, dem Mieter.

    Und so manch ein "superduperdoller" Sachverständiger, der seinerseits die Situation weder selber in Augenschein genommen hat, noch überhaupt genau wusste um was es tatsächlich geht, der "hilft" den Mietern mit an der Realität vorbeigehenden Argumenten.
    Leider muss man die Bewohner darüber genau aufklären, was per Datenlogger alles erkannt werden kann, wenn man es denn kann. Da kommt dann sehr schnell eine ablehnende Haltung auf, weil es einigen dann doch zu sehr in die Intimsphäre geht.


    Für kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen bin ich für mich nicht zu haben. Ich bin Frischluftfanatiker mit einem extrem empfindlichen Gehör ;-)


    si

    Caty2019, das, was jetzt kommt, magst bestimmt auch nicht lesen oder hören:


    a) wenn der Heizkörper nicht ausreichend warm wird, dann könnte da Luft sein und somit Wasser fehlen.


    b) auch wenn Sie sich als "sauber" einstufen, in der ohnehin völlig feuchten Wohnung nun auch noch Wäsche zu trocknen ist Wahnsinn. Sie haben doch einen Balkon.


    c) Bedingt durch die offensichtlich enorm hohe Luftfeuchtigkeit in Ihrer Wohnung schmeissen Sie bares GEld aus dem Fenster. Die Hütte wird deshalb nicht warm, schon gar nicht, wenn a) eine Rolle mitspielt.


    d) muss man Ihnen alles mühsam aus der Nase ziehen. Auf der einen Seite schimpfen Sie auf die Vermieterin, deren Aufgabe es sein soll, dass Sie vernünftig leben können, auf der anderen Seite wissen Sie über Ihre eigene Wohnung offenbar überhaupt nichts. Etws merkwürdig für meinen Geschmack.


    e) offensichtlich können Sie es überhaupt nicht verknusten, wenn Ihnen mal Jemand sehr deutlich die Meinung sagt. Ein Fehlverhalten Ihrerseits schließen Sie ja kategorisch aus. Die hier Antwortenen jedoch nicht. Weil: die Experten, die Ihnen helfen wollen, Sie Laie, dem geholfen werden soll. Das allerdings stellt sich als überaus schwierig heraus (vergl. d).


    e) ich für meinen Teil bin aus dieser Nummer raus. Es fängt an, nach fake zu riechen.


    Weihnachtliche Grüße

    si

    Moin,


    da scheint doch ein Ablesegerät installiert zu sein. Kann also nur an einer zentralen Anlage hängen und wird nach Verbrauch abgerechnet. Mithin ist das ein normaler Heizkörper, bei dem auf der Rückseite mal Jemand Polystyrol angebracht hat, was nun von der Wand fällt. Offenbar hat der Körper die Rippen ausschließlich auf der Vorderseite, wobei die feine Verrippung der Vergrößerung der Oberfläche dient.


    Da offenbar der Kater auf dem Dingen liegt, wird dem das vermutlich NICHT zu warm sein, was ein Indikator für "nicht ausreichend geheizt!" sein wird.


    Grüße

    si

    Moin,


    da sieht und liest man mal wieder, was "gesundes" Halbwissen an Hysterie bringt.

    Ralf Dühlmeyer , Dein Beitrag schürt das auch noch.


    @Fragesteller,

    selbst wenn dort Asbest verbaut worden sein sollte, so handelt es sich um gebundenes Asbest. Und auch wenn Sie dort gekratzt haben, so bedeutet das nicht automatisch, dass Sie nun unbedingt und sofort (Inkubationszeit für Asbestose ca. 30 Jahre) schwer erkranken. Das, was Sie dort abkratzen, ist so "groß", dass Sie es vermutlich nicht einmal eingeatmet haben. Es folgt schlicht der Schwerkraft nach unten.

    Die hellerern Stellen an der Wand sehen mir nach Gips-Spachtelungen aus, der Rest nach Zementputz mit einer möglichen weißen Grundierung.


    Sollten Sie absolute Gewissheit haben wollen, so bleibt tatsächlich nur der Gang zu einer Analyse.


    Grüße

    Stefan Ibold

    Moin,

    ob die bei uns einbetoniert waren, kann ich nicht sagen. Der Schacht wurde nachträglich beim Bauen im Bestand angeordnet, aber wurde als Quelle des Übels eindeutig ausgemacht.


    Boah, wassn da alles zu sehen??
    Am schwarzen Rohr scheinen zunächst rauscharme Schellen verwendet worden zu sein. Bei der "Zuleitung" über das graue Rohr könnte dieses auf der Rohbetondecke liegen oder über die Leerrohre Kontakt zu der Decke bekommen haben, was die Schallübertragung hier erklären könnte.

    Für welchen Zweck sind denn die grünen Flexrohre?
    Und wenn ich das richtig interpretieren, dann wurde die Öffnung in den Wänden vermutlich nur mit Leichtbaumaterial geschlossen?


    Grüße

    si

    @ Skeptiker,

    ich hatte Deine Ausführungen dahingehend verstanden, als dass Du von Hochlochziegeln/Hohlkammerziegeln ausgegangen bist. Die reichen aber nicht über die Geschosse hinaus, sondern enden naturgemäß unterhalb der Geschossecke. Ähnlich verhält es sich ja auch mit Leichtbauwänden innerhalb der Wohnungen. Die Decke würde hier m. E. als Masse ausreichen, um dem Luftschall zu begegnen.

    Wie geschrieben, nach meiner Erfahrung konnten die Eigentümer bei uns im EG nahezu jedes Wort, welches wir in unserer Küche, in der der Schacht verlief, gesprochen haben, verstehen. Wenn ich mich über die (mal wieder) so richtig geärgert hatte, habe ich das laut und deutlich in unserer Küche kundgetan ;-)


    Meine Überlegung zum Fragesteller ist diese: eine starre Verbindung der Rohre zum Mauerwerk führt zum Höhren der Spülung bzw. des Wasserfallens. Bei Kunststoffrohren und nicht mit weichen Dämmstoffen ausgefüllten Schächten kann sich der Luftschall auf die leeren Rohre übertragen und dort weitergeleitet werden. Verfüllt man den Schacht, so ist dem Schalleintritt und dessen Austritt der Weg verbaut, also quasi Masse-Feder-Masse.
    Bei Schaum habe ich ebenfalls erhebliche Zweifel, dass der Luftschallübertragung damit Einhalt geboten wird.


    Das der Fragesteller keinen Trittschall hört, liegt an der offensichtlich guten Trennung des Estrichs vom Mauerwerk und/oder an dem Fußbodenbelag der oben liegenden Geschosse, also Teppich statt Parkett.


    Grüße

    si

    @ Skeptiker,

    der Schall kommt NICHT aus den benachbarten Räumen, er kommt aus den darüberliegenden Geschosswohnungen!!


    Aus eigener und leidvoller Erfahrung weiß ich, dass der Weg über den Schacht und den Rohren der wahrscheinlichste Weg ist.
    Hier würde ich zusätzlich eine etwas schwerere Mineralwolle anordnen wollen. Damit müsste der Weg über die Rohre und dem Resonanzkörper Schacht weitestgehenst verbaut sein.


    Grüße

    Stefan Ibold

    @ Eric,


    danke für Deine Erläuterungen/Erklärungen. In Sachen des Aufmaßes wird jedoch der Teil C herangezogen, weil dieser sich bei Aufmaß schlicht bewährt hat und inzwischen gängige Praxis ist. Ein Aufmaß nach BGB wäre z. B. ohne übermessene Flächen, etc., was in der praxis zu doch recht unübersichtlichen Rechenwegen führt. Einer separaten/expliziten Vereinbarung bedarf das nicht? zumindest sehe ich das so.


    Grüße

    si

    Skeptiker,

    Verlängerung der Gewährleistung aber nur dann wirksam, wenn NICHT auf die VOB verwiesen wird. "Gewährleistung gem. VOB, jedoch verlängert auf 5 Jahre" geht nicht.


    Auch wenn das Problem hier im Forum nicht sehr oft angesprochen wird, es ist leider bei Handwerkern nach wie vor gängige Praxis. Mindestens jedes 2. Angebot enthält einen Text, der sich auf die VOB, die dann in den Geschäftsräumen des Anbieters eingesehen werden könnte, bezieht.

    Grüße

    si

    Moin,


    a) Rosinenpickerei zwischen VOB und BGB geht juristisch gar nicht.

    b) Da inzwischen Aufmaße überwiegend gemäß der Vorgaben der VOB getätigt werden (z. B. wegen der übermessenen Flächen), ist die VOB in diesem Bereich tatsächlich Standard.

    c) Gewährleistung in Sachen VOB hat Vor- aber auch Nachteile. Neben dem Unterschied der Verjährung bzw. der Hemmung derselben, gab/gibt es Unterschiede nach einer erfolgreichen Nacherfüllung und dem Fortlauf bzw. Neubeginn der Gewährleistung.


    Wenn aber der AN erkennen musste (z. B. weil er das LV selber erstellt hat), dass bestimmte Leistungen zur erfolgreichen Auftragserfüllung notwendig sind, dann kann er die nachträglich mMn nicht nachträglich abrechnen. Auch bei dem Thema "Statik prüfen" oder "Alle Maße sind vor Ort zu prüfen" habe ich so meine leisen Zweifel, dass das juristisch korrekt ist.
    Wenn das LV vorgegeben ist, dann muss das so erstellt sein, dass ein potentieller AN einfach erkennen kann, welche Leistungen gemeint und zu erstellen sind. Ist das LV nicht eindeutig, dann hat der AG oder dessen Erfüllungsgehilfe (z. B. Architekt) den schwarzen Peter. ES häufen sich zunehmend die Beschwerden, wonach Positionen vergessen wurden und nachträglich berechnet werden sollen. Das liegt nach meiner Erfahrung z. T. daran, dass die Qualität der Planer zunehmend nachlässt.


    Grüße

    Stefan Ibold

    Moin,


    warum überhaupt werden solch Kamikaze-Ausführungen erforderlich? Die Begründung liegt in der schwachsinnigen Behauptung, dass anfallendes Wasser schnellstens vom Haus weg abgeführt werden muss.
    Warum ist diese Begründung Schwachsinn?

    a) haben wir bei außenliegenden Entwässerungen oftmals unnötige Dämmstoffdicken, um das "ach so wichtige" Gefälle i. H. v. 2% zu erreichen.

    b) muss ein Flachdach, egal bei welchen Ausführungen, wasserdicht sein, so dass es dem Dach vollkommen egal ist, an welchen Stellen die Entwässerungen liegen (Ausnahme a)).

    c) wie Skeptiker schon richtig anmerkte, haben außenliegende Entwässerungssysteme teilweise erhebliche Probleme mit Frost. Insbesondere dann, wenn die Entwässerung an Rigolen angeschlossen sind, was in z. B. Hannover Gang und Gäbe ist. Hier werden dann aufwändig Rohrbegleitheizungen angeordnet, was in der Ökobilanz, bei der wir jeden Dübel der WDVS als Wärmebrücke berechnen, so richtig nicht sein kann.
    Hochgradig gefährlich wird es, wenn die Entwässerung auch noch in Sammelkästen geführt wird. Bei Aufstauen drückt dann das Wasser durch die Rohrdurchführung in das WDVS oder die Hohlschicht zurück.


    Bei einem Neubau mit einer Entwässerung im Bereich der Wärmedämmung der angrenzenden Dachfläche kam es wie es kommen musste: einige Rohrverbindungen waren undicht. Hervorgerufen durch einen Dachablauf auf einer Dachterrasse, bei dem es durch ständige Bewegungen infolge der Begehungen des Belags zu ständigen kleinen Veränderungen der Lage des Ablaufs kam. Dadurch verdrehten sich die Rohrverbindungen im Bereich eines Rohrbogens ganze leicht und rutschen später aus den Verbindungen, die eigentlich doppelt gesichert sein sollten. Der Schaden war immens, da das eingedrungene Wasser eine Holzaußenwand völlig unbrauchbar gemacht hat.

    Begründung des Planers weshalb er die Fallrohre außen abgeleitet hat war, dass angeblich der Wärmeschutz eine innenliegende Rohrführung verhindert hätte.


    Das System von dem link habe ich gerade auf dem Schreibtisch. Die Rohre stellen egal wie in den durchführenden Bereichen eine Wärmebrücke dar. Die Ablaufleistung ist insgesamt nicht so hoch wie z. B. einigen Attikaabläufen, die sowohl als Hauptentwässerung wie auch als Notentwässerung genutzt werden können. Der Hersteller hat gelbfarbene Kunststoffabläufe, nur, um keinen Namen nennen zu müssen. Mithin muss ich bei dem oben angeführten System ggf. mehr/eine höhere Anzahl als Abläufe anordnen, um auch dem Jahrhundertregen Genüge zu tun. Spannend wird das dort, wo das Staffelgeschoss über eine außenliegende Dachrinne entwässert wird/werden soll.


    Also liebe Architekten/Planer: besinnt Euch doch bitte wieder auf ein altbewährtes Entwässerungssystem, bei denen bei der richtigen Wahl der Werkstoffe die Gefahren ungleich niedriger sind. Die Raumaufteilung sollte dabei nicht das einzige Argument gegen eine innenliegende Etwässerung sein.


    Grüße

    si