Beiträge von Grillbaer

    LM21? Also mit gemörtelter Lagerfuge (= nicht geklebt)?

    Genau. Hat der Bauunternehmer vorgeschlagen, der Architekt meinte, das sei auch ok und nimmt sich nicht viel und ich hab zugestimmt. Würde ich beim nächsten Haus so nicht mehr machen.;) Die Fugen arbeiten meiner Meinung nach mit Temperatur oder/und Feuchtigkeit, sieht man ja an den veränderlichen Rissbreiten, so dass es mit Überstreichen nicht getan sein wird.

    Knauf hatte da einen entsprechenden Faserleichtputz als Unterputz (Super-Lupp), der ohne Gewebearmierung auskommt, sofern der Hellbezugswert der Oberfläche über 20 liegt.

    Genau mein Putz, ohne zusätzliche Armierung, ganze Fassade innerhalb der ersten drei Jahre gerissen. Ziegel mit LM21 Leichtmörtel. Die Größe fast aller Risse ist meist deutlich unter 0.2 mm, so haarfein, dass sie nur nach Schlagregen auffallen. Rissbreite schwankt mit dem Wetter bis heute leicht.

    Letztlich haben wohl alle Beteiligten ihre Gewerke korrekt ausgeführt, aber im Zusammenspiel funktionierts halt leider trotzdem nicht richtig.


    Spannend wird, wie man zumindest die Wetterseite nach nun 10 Jahren bezahlbar saniert. Langsam siedeln sich erste Flechten an.

    Bei dir sind die Mauerwerksfugen hell (trocken?) und die Ziegelmitten dunkel (feucht?).

    Wenn das so ist, könnten schlicht auf den am besten dämmenden Bereichen Tau, Reif oder Regenreste sein, während die minimal wärmeren Mauerwerksfugen trocken sind. Sieht bei meinem Nachbarn mit hochdämmenden T7-Ziegeln je nach Witterung genauso aus, aber da sind nirgends Risse oder Schäden. Schlicht normales Verhalten einer hochdämmenden Wand.

    Kann bei dir natürlich was anderes sein.


    Im ursprünglichen Schadensbild dieses Threads war es genau andersrum, d.h. dunkle feuchte Fugen nach Regen, helle trockene Ziegelmitten. Ursache waren Fugenrisse, in denen sich bei Regen Wasser sammelt, dass dann langsam wieder abgegeben wird. Das hab ich leider auch großflächig.


    (Ich bin nur Baulaie, aber für mich sieht es nach zwei unterschiedlichen Themen aus.)

    Nach nun bald zwei Jahren möchte ich euch ein Update zum weiteren Verlauf der Sache geben.


    Die Wärmepumpe lief nach der Reparatur etwa ein Jahr störungsfrei. Dann kam genau wie damals wieder der Fehler Einfrierschutz, erst manchmal nach der vollen Badewanne (ganz kalter Rücklauf), dann öfter, dann auch immer öfter im Heizbetrieb. Im Mai bekam man sie dann gar nicht mehr in Betrieb, ab da also Notheizung fürs Brauchwasser per Heizpatrone. Eindrucksvoll, wie ein Stromzähler bei 12kW rennen kann:eek:.


    In der Grundwasserleitung war dann nach Pumpenstart auch oft Gluckern zu hören, ja länger der Stillstand war, um so mehr. Sieht für mich klar so aus, als wäre doch ein Leck im Verdamper, das dann langsam auch größer wurde. Das getauschte Schauglas war nur der Nebenkriegsschauplatz.


    Gleich am Anfang der neuen Probleme hab ich eine neue Grundwasseranalyse machen lassen, als ersten Schritt für die Ersatzbeschaffung. Die Werte sind nach wie vor gut und entsprechen den damaligen Herstellervorgaben. Über die Ursache des Lecks kann ich nur spekulieren. Jedenfalls weiß ich heute, dass diese WP wenig später nur noch mit Zwischenkreis eingebaut werden durfte. Korrosion, Erosion durch feine Schwebeteilchen oder Einfrieren nach plötzlichem Stromausfall, irgendwas wird den Plattenwärmetauscher schon beschädigt haben.


    Einen Zwischenkreis wollte ich bei den guten Wasserwerten nach wie vor nur ungern, also ab zu einem Di****x Fachbetrieb für ein Angebot. Der Hersteller bietet einen geschweißten Edelstahlröhrenwärmetauscher ohne Kupferlot. Robuste Sache. Irgendwann kam der Heizungsbauer dann auch mit dem Vertriebler des Herstellers im Schlepptau. Der Vertriebler hat jede Gewährleistung verweigert, wenn nicht die gesamte Heizungsanlage mit Di****x-Komponenten neu aufgebaut wird.


    Außerdem wäre ich gerne den 200 L Parallelpuffer in der Heizung losgeworden, der mir ein paar Grad wegschluckt und die WP so ineffizienter macht. Den hätte er mir in als Serienpuffer in den Rücklauf klemmen sollen, da ich den Mindestdurchfluss mit einigen immer offenen Heizkreisen eh immer habe und ein Überströmventil zur zusätzlichen Absicherung gedient hätte. Der Heizungsbauer fand das auch ok, entspricht ja sogar einem der Hydraulikvorschläge des Herstellers auf der Website. Aber der Vertriebler hat bei jeder Abweichung von dem Hydraulikschema, das er dabei hatte, auch jede Gewährleistung ausgeschlossen, bei der Diskussion teils mit vogelwilden Begründungen. Er wollte mir eine direkte Verbindung zwischen Heizungs-Vor- und Rücklauf schmackhaft machen. Für mich ist das statt des bisher vorhandenen 200L-Parallelpuffers wie ein 200ML-"Parallelpuffer", also eine hydraulische Weiche, für ihn ein doppelt-differenzdruckloses Wunderwerk. Klar funktioniert das, aber dann hab ich halt noch mehr Taktprobleme oder Temperaturverlust, wenn die beiden Umwälzpumpen nicht genau im Gleichgewicht fördern.

    Im Nachgang hat jedenfalls sogar der Heizungsbauer gemeint, dass er an meiner Stelle das nicht machen würde. Naja, ernüchternd und weil der Heizungsbauer bis dahin auch nicht recht in die Pötte kam, war es dann irgendwann Mai, die alte WP in den letzten Zügen.


    Der Techniker, der meine WP ein Jahr früher repariert hat und auch WPs mit kleineren Umbauarbeiten getauscht hätte, war mittlerweile auch in Rente, ohne Nachfolger. Schade, den fand ich sehr kompetent und vertrauenswürdig.


    Also hab ich wieder von meinem ganz ursprünglichen Heizungsbauer mit den St***el-Geräten ein Angebot eingeholt. St***el hat mittlerweile nämlich auch Modellpflege betrieben und einen Edelstahlröhrenwärmetauscher verbaut, laut dem Heizungsbauer sogar denselben wie Di***ex. Alle geforderten Grundwasserwerte, jetzt um die 10 statt damals nur 2, sind eingehalten. Den Pufferumbau hat der Hersteller hier zwar leider auch unter Gewährleistungsausschluss abgelehnt, also habe ich diese Kröte geschluckt. Dafür ist da jetzt eine stufenlos einstellbare Umwälzpumpe drin, so dass man auch einen Parallelpuffer einigermaßen einregeln kann.


    Das Angebot ging erfreulich zügig, der Einbau war 2-3 Wochen nach meiner Unterschrift in Aussicht gestellt. Nach meiner Unterschrift im Juni waren es dann plötzlich noch 4-5 Wochen und insgesamt hat es sich dann bis Ende September gezogen, über drei Monate. Ich habe dem Heizungsbauer im August, als in mir nach immer mehr Vertröstetwerden langsam die Angst vor der nächsten Heizsaison und deren Stromrechnung hochkam, eine 3-Wochenfrist gesetzt. Aber letztlich konnte er den Termin nicht halten, weil nicht er, sondern die Lieferprobleme des Herstellers die Ursache waren. Aber die Frist und meine Ankündigung, die Mehrkosten für den Strom danach ihn zahlen zu lassen, haben denke ich immerhin dazu geführt, dass ich eines dieser raren Geräte mit Vorrang bekommen habe. Der September war dann glücklicherweise auch recht mild.


    Jetzt schnurrt die neue WP endlich friedlich, der Preis für das Gerät war enorm, insgesamt mit Einbau >> 10k€, den genauen Preis will ich hier nicht schreiben. Aber die Förderung von der BAFA mit 6k€ ist auch enorm. Davon will in meinen Augen jeder Beteiligte seinen Anteil mit abgreifen. Ich hatte Glück, dass die alte WP wenigstens über 7 Jahre gelaufen ist. Erst danach hat man wieder Förderanspruch.

    Mit dem besseren COP der neuen WP und der rechnerischen Abschreibung der alten nach 10 von 20 Jahren Lebenszeit bleibt der Schaden auch überschaubar, aber rund 2-3k€ hat's letztlich dann doch zusätzlich gekostet. Jetzt muss nur noch die neue WP ihre >= 20 Jahre durchhalten...


    Wenn sowas am Anfang der Heizsaison passiert, kann man gleich noch die Kosten für zusätzlich 10000 kWh Notheizung drauflegen. Niemand reißt sich momentan um Aufträge, alle sind voll. Insofern hatte ich nochmal Glück.


    Als Erkenntnis bleibt, dass ich mir unbedingt eine Glaskugel zulegen muss, um immer die richtigen Entscheidungen treffen zu können

    :glaskugel:

    Hanf hat aber in Trinkwasserinstallationen seit etlichen jahren nichts verloren. Ist hygienisch bedenklich. "Wer hanft-haftet" ist ein beliebter Spruch der Baurechtler.

    Na toll, der neue Anschluss ist auch wieder eingehanft :(. Ich glaube aber auch nicht, dass er das flachdichtend wirklich gut dicht bekommen hätte.


    Ach ja, und der Techniker hat auch gleich das rote Spülventil gegen ein für Trinkwasser zugelassenes grünes Ventil getauscht...

    Es ist schon Wahnsinn, was man als Laie alles nicht als Murks erkennt.


    Aber im Vergleich zum >11k€ Wärmepumpenersatz vor ein paar Wochen sind das eh Kleinigkeiten (Sarkasmus). Da schreib ich vielleicht in meinem alten Thread von vor 1 1/2 Jahren noch was dazu, wie das Thema leider weiterging.


    Jedenfalls danke für eure hilfreichen Einschätzungen!

    Wow, das war ja mal ne klare Aussage. :thumbsup:


    An der Brauchwasserinstallation war wohl nicht der größte Fachmann dran. Durch die Abfolge im Rücklauf Absperrventil -> Spülventil -> Pumpe -> Rückschlagventil -> Speicher konnte man auch nur mit dem Schlauch von außen in Richtung Zapfstellen unter trickreichem Schließen der verschiedenen Ventile spülen, um Leitung und Pumpe zu entlüften. Das hat mir der Servicetechniker jetzt gleich mit umgebaut; das Stück Leitung musste er ja eh neu machen.


    Auf meinen Wunsch hin sitzt jetzt eine Kupplung am Speicher, damit man im Wiederholungsfall zerstörungsfrei rankommt. Er hat sie trotz der mühseligen Zugänglichkeit direkt auf den Speicher geschraubt. Er kannte eure Regel wohl auch... Vorher war da direkt eine starre Edelstahlverbindung Quetsch auf 1/2" eingehanft. Den Wunsch Rotguss konnte ich nicht äußern, ist ja gestern schon passiert.


    Ist das Rotguss? Für mich sieht ja alles nach Messing aus: ;)


    Die nächste Stelle, an der ich ein paar hundert Euro lassen darf, kenne ich dann auch schon: am Ausgang ist genau das gleiche Problem, nur der Rohrdurchmesser braucht halt länger zum Zuwachsen:


    Und unten wachsen rosa Kristalle...

    Hallo,


    hat jemand von euch sowas schon mal gesehen und kennt die vielleicht die Ursache?




    Das ist der Eingang des Rücklaufs der Zirkulationsleitung meines nun genau 10 Jahre alten Brauchwasserspeichers von Sti***l Elt**n. Erstes Bild nach Aufschrauben, zweites nach Beginn aufmeißeln.


    War komplett dunkelbraun mit einem wenige Millimeter dicken Deckel zugewachsen. Fühlte sich an wie rauer Sandstein, irgendwie kristallin, und ließ sich leichter als normaler Kalk wegmeißeln. Das Edelstahlrohr der Leitung und das Stückchen Rohr dahinter in den Tank waren völlig sauber. Auch im Speicher mit der Endoskopkamera sah zumindest da, wo man hinkam, alles sauber aus, kein Kalk oder braun (Wärmepumpe bis 50°C, da sollte auch nicht viel Kalk da sein).


    Mein Heizungsbauer hat das so auch noch nie gesehen. Er meinte, normal verkalkt der Ausgang des Speichers, aber nicht so dunkelbraun.


    Der Speicher ist aus Stahl, innen emailliert, mit intakter Opferanode; die Rohre sind alle aus Edelstahl. Das Wasser war immer klar, nie auch nur eine Spur von braun.


    Sehr ominös:glaskugel:

    Viele Grüße

    Holger

    Die Außenluft von 9.9°C wird um mehr als 12°K auf 22.3° erwärmt, während die Abluft von 19.4°C nur um marginal 1.6°K auf 17.8°C gekühlt wird.

    Kann das durch das Auskondensieren der reichlich vorhandenen Feuchte kommen? Dabei müsste ja Wärme abgegeben werden.

    Mir ist auch schon oft aufgefallen, dass im Winter die Erwärmung Frisch-Zu deutlich größer als die Abkühlung Ab-Fort ist, bei mir aktuell z.B. 18.3 vs. 9.3 K. Hmmm, unterschiedliche Volumenströme Fort > Frisch könnten natürlich auch mit beitragen (bei mir z.B. um die 3-5 m³/h).


    Wäre interessant, ob das jemand größenmäßig einordnen kann.

    Ich steuere mal meine Zahlen bei:


    Frischluft 1.2 +-0.5 °C

    Zuluft 19.5 +-0.5 °C

    Abluft 21.4 +-0.5 °C

    Fortluft 12.1 +-0.5 °C


    Feuchte 38 % r.H. im Wohnbereich (durch ca. +4 % vom Christbaum und +4% von kleinem Luftbefeuchter)

    Feuchte um 30 % r.H. in anderen Räumen, je nach Nutzung bis runter auf 25 %

    Die Hygrometer zeigen alle ähnliche Werte, wenn man sie nebeneinander stellt (alle gleich falsch:D)


    Einfacher Kreuzgegenstrom-WT


    Luftwechsel 70 m³/h für 550 +-50 m³ belüftetes Volumen KG+EG+OG


    Im der kalten Zeit stell ich den Luftwechsel ganz niedrig ein, sonst trocknet die Bude auf 20 % r.H. runter. Der oft propagierte Norm-Luftwechsel mit einfacher KWL führt meiner Meinung nach im Winter zum augenblicklichen Verdörren der Bewohner, außer man kocht 5x täglich Spaghetti :-)

    Wenn es um Genauigkeit geht, kannst du ggf. einen TSic-Sensor verwenden. Die kommunizieren aber über das weniger verbreitete ZACwire-Protokoll, benötigen jeweils einen GPIO-Eingang pro Sensor und sind teurer. Beschaltung ist aber genauso einfach (100nF nahe am Sensor):


    TSic 206 -50°C to 150°C, 11 Bit, +-0.5°C Genauigkeit

    TSic 306 -50°C to 150°C, 11 Bit, +-0.3°C Genauigkeit

    TSic 506 -10°C to 60°C, 11 Bit, +-0.1°C Genauigkeit

    TSic 716 -10°C to 60°C, 14 Bit, +-0.07°C Genauigkeit


    Auslesen auf RasPi z.B. mit python-tsic.

    dafür schaut der Handwerker, der seinen Kundenstamm nicht mit der Übernahme von Kleinaufträgen pflegt, bei der nächsten Flaute der Baukonjunktur in die Röhre..

    Zu so einem Betrieb würde ich jedenfalls jederzeit wieder gehen, wenn ich merke, dass man mich da ehrlich und fair behandelt. Auch die Rechnung war völlig ohne Überraschungen. Das schafft Vertrauen auch für größere Aufträge, die irgendwann mal anstehen.

    So, endlich ist die Pumpe wieder ok.


    Eure Vermutung mit fehlendem Kältemittel war goldrichtig. Von 2.1 kg waren noch 1.3 kg drin. Die ND-Störung trat inzwischen nach fast jeder vollen Badewanne auf. Undicht war das Schauglas; das wurde getauscht. Ist bei der WP angeblich oft defekt. Beim Abdrücken mit Stickstoff und nach dem Evakuieren hat sie den Druck gehalten. Hoffentlich bleibt's dabei. Hatte schon Bammel, dass es doch der Wärmetauscher sein könnte. =O


    Es war ziemlich schwierig, überhaupt jemanden zu finden, der sich eine private WP ansieht. Die Kältebetriebe haben alle abgewunken. Entweder machen die nichts für Privatleute oder nichts an Wärmepumpen. Ein Heizungs-/Klimabetrieb hat immerhin angeboten, für 1800€ brutto die WP zu überprüfen. Evtl. Reparaturen kämen dann oben auf! Der Chef könne mich aber gerne zu einer neuen Pumpe beraten :eek: .
    Letztlich bin ich auf einen kleinen Elektrobetrieb gestoßen, der seit Jahrzehnten auch Wärmepumpen repariert. Das sind genau die, die für St***el hier den Kundendienst machen. Der Herr war Elektriker und Kältetechniker und kannte jedes Wehwehchen dieser Maschinenreihe. Er konnte mir die wahrscheinliche Ursache schon am Telefon sagen. Nur schade (für mich), dass er bald in Rente geht.

    nur rechnet man nicht nach gelöstem volumen ab.
    und doppelt ist schon ziemlich hochgegriffen .

    Suche nur nach einer Erklärung für den ungelösten Widerspruch. Mir wurde damals auch erklärt, wie viele LKW abgefahren wurden und wieviele m³ jeweils drauf passen, um die Abweichung [definition=41,0]LV[/definition] zu 1.5-facher Rechnung zu erklären. Der (rechnungsprüfende) Bauleiter meines Archi hat's bestätigt. Allerdings musste ich bei weitem keine 29€/m³ zahlen.

    Ja, klingt für mich auch am wahrscheinlichsten. Passt evtl. auch zu dem schleichenden Abfall der [definition=35,0]JAZ[/definition] über die letzten 2.5 Jahre von 4.60 auf 4.45, ohne dass sich verbrauchsseitig wesentlich was verändert hätte.


    Werde hier berichten, was rauskommt.


    Danke Euch allen für die tollen konstruktiven Beiträge!!!

    Dann würde ich mal die Kältemittelmenge überprüfen lassen.
    Kurzzeitig Bläschen im KM sind zwar kein Weltuntergang, aber in Kombination mit der Fehlermeldung, und vermutlich mangelhafter Kondensation, sollte zuerst sichergestellt werden, dass der Kältemittelkreis in Ordnung ist.


    Ich unterstelle hierbei, dass an der WP nicht gebastelt oder an Serviceparametern herum gespielt wurde.

    Der St***el-Techniker hat 2009, als die neue WP ständig diese Störung hatte, sehr wohl an den Serviceparametern gedreht, nämlich die Grenze für Einfrierschutz von 7°C auf 3°C runtergesetzt. Nach einer Reihe erfolgloser Versuche u.a. mit Tausch von Expansionsventil und Filtertrockner. Begründung war letztlich, dass der Temperatursensor für den Einfrierschutz wegen Modelländerung vom Q-Eingang nach Q-Ausgang getauscht wurde, die Steuerung aber davon noch nichts wusste. Heute weiß ich, dass es am Q-Ausgang sicher keinen Temperatursensor gibt. Dann bleibt also nur der ND-Wert zur Überwachung und die Beobachtung bestätigt das. Naja, letztlich war er erfolgreich.


    Auf dem Filtertrockner bis zum drüber sitzenden Schauglas ist eine dünne, ölige Schicht. Das könnte ja der schmierende Rückstand vom Kältemittel sein?


    Die letzten Bläschen sind doch eher 15s als 10s zu sehen. Hier ein Video direkt ab Kompressorstart bis zur Störung:


    Wärmepumpe Niederdruckstörung Schauglas Kältemittel - YouTube


    Also, da muss ein Profi ran.

    Wann war die letzte Wartung mit Überprüfung der Kältemittelmenge?

    Am Kältekreis war zuletzt St****l 2009 kurz nach Einbau dran. Die Füllmenge des R410a liegt zum Glück unter der Pflichtgrenze für die Prüfung.


    ---------- 5. Dezember 2017, 20:10 ----------


    hallo
    magnetventil bei dem bypass der anlaufdruch reduzierung mal beobachten ob das flattert und die schaumbildung im schauglas länger anhält. normal sind glaub ich max 5 sec.

    Dann mache ich mich mal auf die Suche nach dem Magnetventil... von der Schaumbildung kann ich ja ein Filmchen machen.

    Hallo miteinander,


    in letzter Zeit geht meine seit 2009 laufende Grundwasser-Wärmepumpe von St***el fast jede Woche mal in die Störung "Einfrierschutz". ;( Reset behebt es aufs erste oder zweite Mal wieder.


    Da passiert immer innerhalb einer Minute nach Einschalten des Kompressors. Wenn sie da mal drüber ist, läuft sie brav durch.


    Man kann schön den Niederdruck beobachten, wie er nach Kompressorstart sinkt. Geht er unter ca. 7.5 bar, dann ist Schluss. Bekommt er rechtzeitig die Kurve und steigt wieder, gibt's kein Problem.


    Im Schauglas sind für etwa 10s nach Einschalten Schaum und Bläschen im Kältemittel sichtbar, dann ist es durchgehend gefüllt.


    Die Quelle ist momentan 13.0°C warm und die Fördermenge passt auch (2.8°C Spreizung quellenseitig). Filter hab ich schon gereinigt, war aber schön sauber.


    Hat jemand eine Idee, auf was solche Symptome hindeuten?


    Oder zumindest, wie ich einen guten Kältetechniker für sowas finden kann? Mit dem St***el-Kundendienst hab ich keine so guten Erfahrungen. Die haben ganz am Anfang schon mal ein Teil nach dem anderen auf Verdacht getauscht um dann irgendwann festzustellen, dass eine Einstellung falsch war.


    Viele Grüße,
    Holger

    Ok, klingt einleuchtend und beruhigt mich etwas :/ . Hab mir den abgekehrten Dreck jetzt nochmal genau angeschaut. Ist klar mehr braun als rot und es kleben auch Fichtennadeln drin, die reagieren beim Zersetzen ja auch sauer:


    Vielleicht ist das für deinen Rotalgen-Thread dann schon fast off-topic, aber was kann ich am besten tun, um den kleinen Schaden zu beheben und vor allem ein Fortschreiten zu vermeiden?

    Hallo,


    heute hab ich wie jedes Jahr mein Garagenflachdach sauber gemacht. Die Oberlage ist eine beschieferte PYE PV 200 S5, 5 Jahre alt. Das Dach ist nicht bekiest. Wie üblich waren Fichtennadeln und Dreck und ein paar kleine Moosfleckchen im Schatten unter dem Attikablech drauf, soweit ok.


    Aber in einem Streifen von etwa 3m x 40cm im Schatten des Dachüberstands direkt zum anschließenden Haus war diesmal ein bräunlicher Belag, der wie ein ausgetrockneter See in etwa 2€-Stück große, gewölbte Stücke aufgesprungen war. Genau wie auf den Fotos, die ich von Rotalgenbefall gesehen habe. Das meiste ließ sich trocken abkehren; an einigen Stellen löste es sich erst beim Schrubben mit Wasser.


    Mich beunruhigt, dass die Bitumenbahn in diesem Bereich entsprechend den gerissenen Plättchen der Ablagerung selbst auch netzartig eingerissen ist. Nicht tief, vielleicht 0.5mm, aber den Schiefersplit hat es entlang der Risse ca. 2mm auseinandergezogen.


    In dem Bereich steht oft eine Pfütze von ca. 10mm Tiefe, die im Schatten länger nicht austrocknet. Es gibt durchaus noch mehr Pfützen auf dem Dach, aber dort ist die Bahn einwandfrei und da war der Dreck eher staubig und keine feste Schicht.


    Wie kann ich feststellen, ob das Rotalgen sind und was kann man dagegen tun?
    Ist der oben erwähnte Kupferanstrich für Bitumen geeignet? Kupferbleche reinzulegen wäre auch möglich, stört da optisch nicht. Aber ob da genug Ionen rauskommen, hmm.


    Ein zusätzlicher Dachablauf an der Stelle könnte evtl. die Pfütze kleiner machen, aber ganz weg ist sie dann sicher auch nicht.


    Vielleicht hab ich damit ja ein praktisches Beispiel für Rotalgen und Elastomere...


    Viele Grüße,
    Holger