Beiträge von N007

    ja, stimmt. Es fiel mir die Bezeichnung nicht ein. Es war ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter. Bezahlt hat die Musik der Bauträger - der Rest war und ist mir bewußt. Ich habe mich wochenlang dagegen gewehrt lief aber, mußte aber am Ende nachgeben.


    Kann eigentlich EPS schimmeln und kann es denn gefährlich werden?, denn der Schimmel würde theoretisch durch die Dampfsperre nicht durchkommen können. (selbst wenn dieser vorhanden wäre).


    @ Kalle, Sie sprechen über die Deckschicht als Dampfdruckausgleichsschicht? Aktuell liegt auf der EPS Dämmung die Deckgummifolie von Wolff oder Wolffin oder so. Schätzungsweise 2-3 mm dick, streifenweise (ca. 1m Breite je Bahn) über das Dach verteilt. Mit Flüssigkunsstoff und Drainagen wurden nur die angeschnittenen Stellen geflickt. Unter der Dämmung wurde nichts gemacht. Da ist natürlich eine Dampfsperre auf dem Betondach aufgetragen. Ins Haus kommt kein Wasser rein. Es geht jetzt nun über die oberste Folienschicht die dem Wetter ausgesetzt ist. Ich wollte nicht die geflickte Variante oben haben, sondern eine homogene Dachfläche, die vor dem Schaden dort gewesen ist. Es soll ja die nächsten 20-30 Jahre oder mehr halten. Hier kam zuletzt der Vorschlag den Flüssigkunststoff über die gesamte Dachfläche zu verteilen. Vorher natürlich zu reinigen und alles was dazu gehört. Das soll angeblich besser sein, als die Dachfolien drüber zu legen.

    Hallo Skeptiker,


    vielen Dank für die sachliche und sehr ausführliche Antwort.


    Es ist richtig, die Messung ist in meinem Fall indirekt gewesen. Angeblich wäre die Materialmessung sehr aufwendig. Die in Ihrem post genannten Schritte wurden soweit eingehalten. Es wurden 6 Löcher (ca.100mm) im Dach ausgeschnitten, dort jeweils ein Rohr eingelassen und seitlich abgedichtet. Darüber wurde das Dach 6-8 Wochen lang getrocknet. Zur Messung wurden die einzelnen Schläuche abgeklemmt, die Sonde eingelassen, oben die Öffnung zugehalten und über ca. 20-30 Sekunden gemessen, bis sich ein Wert eingestellt hat, der dann über weitere ca. 10 Sekunden nicht mehr bewegt hat. Die gleiche Prozedur wurde für jedes Loch wiederholt, insgesamt 6 Stück.


    Ein wichtiger Hinweis ist an der Stelle mit der Materialkennlinie gewesen. Es gibt tatsächlich keine Einstellung für Styropor. Damit werde ich mal den Trocknungsbauer demnächst konfrontieren. Mal schauen, wie er das rechtfertigt. Hinsichtlich der Restfeuchte bin ich auch etwas mißtraurig, kann aber kein Gegenteil beweisen. Es wurde auch ein "unabhängiger" und staatlich zugelassener Sachverständiger eingebunden, der das Vorgehen begleitet hat.


    Mit der Darrprobe werde ich mich noch beschäftigen. Danke für den Tipp. Auf Anhieb sah ich nur, dass diese Messung vor allem zur Bestimmung der Materialfeuchtigkeit im Holz verwendet wird. Wir haben nur Beton und Styropor im Dach.


    Ich denke es geht dem Bauträger in erster Linie um eine kostengünstige Schadensbeseitigung, die als Mindestmaß dem Stand der Technik entspricht und somit rechlich nicht angreifbar ist. Offen bleibt bei mir noch die Frage, ob die vorgeschlagene Lösung mit dem Flüssigkunststoff tatsächlich eine zwar teurere aber/und qualitativ bessere Alternative im Vergleich zur zweiten Abdichtungsbahnschicht darstellt.

    So war das ursprünglich auch geplant. Die alte Abdichtungsfolie zum Entspannen einritzen und die neue Schicht bis Attika drüber kleben. Damals war nicht die Rede von Flüssigabdichtung.


    Ja, es wurde sowohl protokolliert als auch gemessen. Vor dem Winter nach Abbau der Trocknungsgeräre, lag der höchste Emissionsert der relativen Luftfeuchtigkeit im Dach bei 0,69 (an 6 Stellen zwischen 0,61 und 0,69). Gemessen von Trocknungsbauer mit GANN RH-T FLEX 250 Hygrometer. Bevor die nächste Nachbesserung beginnt, wird vorher noch eine weitere Kontrollmessung gemacht. Die Nachbesserung läuft über das Bauunternehmen. Bilder gibt es, man kann aber nur ein paar Löcher im Steropour unter der Abdichtungsbahn sehen. (ca. 4 Löcher ungefähr 8mm Durchmesser jeweils ca- 40-50 cm voneinander entfernt). Diese wurden nach Feststellung mit Flüssigkunststoff und Einlage verschlossen, so wie auch die 6 Öffnungen von Trocknungseinlässen nach Abschluß der Trocknungsphase.


    Der Flüssigkunststoff wurde jetzt erst ins Spiel gebracht als eine zwar teurere aber dennoch bessere Lösung. Da die Dachfläche nicht groß sei, hätte sich der Bauträge dazu bereit erklärt den Flüssigkunststoff einzusetzen.

    Guten Abend,


    nach einer Dachundichtigkeit und anschließender Trocknung soll unser Dach nun überdeckt werden, um annähernd den ursprünglichen Zustand vor Undichtigkeit wieder herzustellen. Welche Methode bzw. welches Material ist aus Langlebigkeitsgründen vorzuziehen. Kosten sind zweitrangig, da im Rahmen der Nachbesserung.


    Dachbeschaffenheit:


    - Flachdach

    - Dachfläche ca. 70 qm

    - EPS-Dämmung

    - Aktuell mit Kunststoff-Dachbahnen von Wolff gedeckt. (an mehreren Stellen geflickt worden, wegen Proben und Trocknung).

    - Die Dämmung wurde nicht ausgetauscht. Feuchtigkeitsgehalt soll nach der Trocknung im Normbereich liegen.

    - Ab Feststellung des undichten Daches bis abschließender Trocknung sind ca. 3 Jahre vergangen.


    Alternativen für die Überdeckung:


    1). ähnliche Dachbahnen, die kurz vor dem Dachrand enden würden. Vorhandene Dachbahnen würden eingeschlitzt werden und neue Kunststoff-Bahnen würden quer drüber gelegt.


    2). Flüssigfolie Profi Dicht von Icopal ebenfalls auf der gesamten Dachfläche, endend vermutlich vor dem Rand.


    Ich würde mich über eure Erfahrungswerte und Tipps sehr freuen.


    Danke und einen schönen Anend!