Beiträge von Kunkrab

    Ok, wir teilen Fotos aus Coober Pedy ... (2013)

    Der Schirm an der Decke hängt da übrigens unter einem nach oben offenen Luftschacht, in den immer wieder ein paar Dreckbrocken hineinfallen.

    Bewehrungsrechnung mit folgendem Hinweis, keine Schalpläne (ich denke, das macht Sinn, bei einer fiktiven Wand).

    Zitat von Statik

    ES WIRD AUSSCHLIESLICH DIE STATISCH ERFORDERLICHE BEWEHRUNG FÜR DIE
    KG-WÄNDE ERMITTELT!

    DIE RISSBREITENBEWEHRUNG ZUR SICHERSTELLUNG ALS WU-KONSTRUKTION IST
    DURCH DEN HERSTELLER DER KG-WÄNDE (BETONWERK) IN ABHÄNGIGKEIT DER
    GEOMETRIE DER WÄNDE NACHZUWEISEN UND SICHERZUSTELLEN!


    Ist das so unüblich, in der Statik erst einmal keine Vorgabe für die Ausführung zu machen, wenn es verschiedene gleichwertige Ausführungsvarianten gibt, die aber jeweils unterschiedliche zusätzliche Berechnungen erfordern?


    OK. Warum diskutieren dann die Unternehmer mit Dir als Bauherren über Bauteildicken und Ausführungsvarianten? (sh. #1)

    Was sagen Architekt und Statiker dazu?

    Tun sie nicht, und ja, das letzte Wort hat das Architekturbüro und der Statiker. Aber im Rahmen der Bietergespräche wurden zwei unterschiedliche Ausführungsvarianten von verschiedenen AN angeboten und da der Preisunterschied tolerabel ist, gibt es eine gewisse Freiheit bei der Auswahl.

    Hier sagen immer alle: "Nicht immer nur auf 'rechts unten' sehen." Also braucht es einen "informierten" Bauherrn (und dieses Forum :)).

    Kein GU. Architekt und unabhängiger Statiker. Nur für dieses Bauteil (einfacher Kubus, 5,5 Außenseiten im Erdboden):

    Zitat von Statik

    Die statische Berechnung umfasst 189 Seiten.


    Als Bauherr muss ich davon ausgehen, dass das entsprechend deiner Liste vollständig ist (sieht jedenfalls so aus). Wie oben gesagt, enthält die Statik eine fiktive Wandgestaltung (Ortbeton, nur statische Berechnung, keine Rissbreitenplanung), die bei Festlegung der Ausführungsart spezifiziert werden soll (weitere Berechnungen, evtl. vom Systemlieferant). Soweit der Stand der Dinge.

    Nochmal zur Wanddicke bei Filigranwänden (geplant sind bisher 25cm). Der AN schreibt:


    Zitat von Fertigteilwerk

    Die Mindestbauteildicke bei Halbfertigteilwänden für eine Weiße Wanne beträgt 24,00 cm, dies hat uns das Fertigteilwerk bestätigt.


    Meint ihr, ( MiLeb), dass man das so (wenn es eine Garantieleistung ist) stehen lassen kann, oder sollten wir als BH intervenieren und 28-30cm fordern?

    Ich denke, es wäre verdammt aufwendig das zu faken: jpeg-Artefakte sehen "normal" aus (keine Editier-Artefakte), gekippte Fenster reflektieren einen anderen Teil des Himmels, recht viele "schmutzige" Details (herunterhängendes Kabel vorne rechts, Kind und 6 individuelle Blumenkästen).

    Erst später ist mir aufgefallen, dass auch die Dachflächenfenster mit der Schrotflinte verteilt wurden.

    der Tragwerksplaner keine Lust auf die Bewehrungsplanung hat

    Na, es ist wohl so, dass er noch nicht wusste, was ausgeführt wird, und bei Filigran das Betonwerk die Bewehrungsplanung sowieso mitliefert. Für die Decken und Böden hat er schon Rissbreitenberechnungen geliefert.


    aber eine gescheite WW wird das selten

    Du würdest also einer vernünftig berechneten Ortbetonwand den Vorzug vor einer Filigrankonstruktion geben?

    In der Rohbauangebotsphase bietet ein Anbieter die Wände der Weißen Wanne (WU) als Filigranwände an, der andere als Ortbeton. Das Argument für Ortbeton ist, dass es z.Zt. teilweise zu Lieferverzögerungen der Betonwerke kommt, und Ortbeton daher terminsicherer sei. Die Statik legt sich nicht auf eine Ausführung fest, sondern schreibt:

    Zitat von Statik

    Es wird ausschließlich die statisch erforderliche Bewehrung für die KG-Wände ermittelt! Die Rissbreitenbewehrung zur Sicherstellung als WU-Konstruktion ist durch den Hersteller der KG-Wände (Betonwerk) in Abhängigkeit der Geometrie der Wände nachzuweisen und sicherzustellen!

    Der Ortbeton-Anbieter hat die notwendige statische Berechnung in die Preise einkalkuliert, hat sich aber logischerweise noch nicht zu den benötigten Stahlmengen geäußert.


    Nun kommt als Info (vom Statiker) hinzu: "Nach meiner Erfahrung braucht eine Ortbeton-Wand erheblich mehr Stahl als eine Filigran-Wand." Ist das eine realistische Einschätzung?

    Bei den aktuell verrückt-spielenden Rohstoffpreisen wäre ein erheblicher Mehrverbrauch an Stahl natürlich nicht willkommen, zumal es vermutlich erst nach Beauftragung und statischer Berechnung klar würde, wieviel teurer die Konstruktion wird.


    Zusatzfrage: Der Anbieter der Filigranwände hat angemerkt, dass die geplante Wanddicke von 25cm vom Betonwerk als unzureichend angesehen wird. Sie können nur für eine Dicke von 28cm besser 30cm eine Garantieleistung erbringen. Ist das allgemeiner Konsens?

    Der AN wurde von unserem Architekten schon etwas "genötigt" ein Angebot abzugeben. Offensichtlich gibt es momentan ja mehr als genug Aufträge. Es gibt noch einen weiteren Anbieter, der aber schon 2x die Frist zur Angebotsabgabe verlängert hat. Mir kam dieses "kein Festpreis"-Angebot aber so merkwürdig vor, dass ich hier erstmal herausfinden wollte, ob das überhaupt so möglich ist. Wenn sich das realisiert werde ich berichten ...

    Ich halte das für gesetzlich nicht durchzubringen.

    Sowas würde ich auch vermuten (darum bin ich hier aufgeschlagen). Jetzt aber zu beauftragen, mit der Absicht, dem AN hinterher eine rechtliche Auseinandersetzung über die Gültigkeit der Klausel an den Hals zu hängen, fände ich aber echt unfein.

    Von welchem Zeitraum von Beauftragung bis Ausführung sprechen wir denn?

    Aktuelle Bauplanung: Erste Erdarbeiten August 2021, letzte Maurerarbeiten März 2022. Ob das realistisch ist, ...

    Ich denke Kunkrab denkt, wenn er beauftragt ist er selbst dann noch den nicht gebundenen Preisen ausgesetzt und daher seine Angst/ Rückfragen. Aber das kann er ja aufklären wie er es gemeint hat. Nicht Kunkrab ?

    Genau das.

    Ich würde ja ggf. sofort annehmen. Nur was? Eine Bindungsfrist für das Angebot fehlt natürlich auch. Siehe Zitat oben: "Eventuelle Preisänderungen ... zum Lieferzeitpunkt sind nicht berücksichtigt."

    Ich verstehe das so, dass selbst wenn ich jetzt aufgrund dieses Angebots beauftragen würde, bekomme ich trotzdem keine Festpreise, sondern es würde versucht, die Marktpreise zum Lieferzeitpunkt zu verrechnen. Laut aktueller Bauplanung sind die letzten angebotenen Arbeiten für März 2022 vorgesehen.

    Ich glaube auch nicht, dass es hier um Betrug geht. Die Baufirma ist von den volatilen Preisen genauso verunsichert wie alle anderen und hat irgendwie versucht, sich herauszuwinden.

    Holz war nur ein Beispiel, es ist Rohbau: Erdarbeiten, Stein, Beton, Stahl (mit allen Massen aufgeführt) und vermutlich auch etwas Holz.


    Der Zimmermann hat übrigens nur einen "Preisspiegel" geschickt, ein Angebot haben wir erst gar nicht bekommen.

    Die adäquate und bei öffentlichen Bauherrn akzeptierte Lösung ist die Vereinbarung einer Preisgleitklausel.

    Ok, das erste was ich da bei Wikipedia sehe, ist, dass das im Prinzip verboten ist. :eek: Und Holzpreise an einen allgemeinen Lebenshaltungsindex anzupassen, scheint jetzt auch nicht zielführend zu sein.


    Wenn sich die Situation nicht wieder beruhigt, hatte ich mir sowas wie eine Reihe von Einzelangeboten, jeweils zum Festpreis, vorgestellt, die zeitnah vor der Abwicklung in Bezug auf einen Rahmenvertrag abgegeben werden. Aber ich fürchte das ist auch für die Bauunternehmen Neuland, und so etwas für beide Seiten befriedigend hinzubekommen, könnte schwierig werden.

    Die Idee von Ralf Dühlmeyer , Material und Lohn getrennt auszuweisen, wäre ja schon ein guter Schritt. Aber ... würde ein Anbieter wirklich darauf eingehen wollen?

    Wir haben ein umfangreiches Angebot zum Rohbau erhalten, das allerdings ganz ausdrücklich keine Preisbindung enthält, sondern mit der Begründung der durch die Pandemie unkalkulierbar gewordenen Preise, nur freibleibende, tagesaktuelle Preise auflistet. Das ist ja irgendwie verständlich. Aber wie wird ein derartiges Angebot dann abgewickelt? Kommt dann bei jedem einzelnen Baufortschritt eine Überraschungs-Rechnung ins Haus? Was wäre da üblich? Wie kann man das etwas weniger überraschend gestalten?

    Danke für die Beiträge. Es ist nicht nur das klack-klack des Gaszählers, das stören würde. Auch optisch passt der Zähler da nicht wirklich hin, selbst mit einer hübschen Kiste drumherum. Der Wasserzähler soll da auch noch hin .... Aber die Planung ist ja noch nicht abgeschlossen.

    Kurze Frage zum Gasanschluss: Ist es zulässig, den Gaszähler (und den Druckregler) zur Schalldämmung einzuhausen?

    Unser HLS-Planer hat den Hausanschluss in einem Kellerbereich angeordnet, der akustisch nicht vom Wohnbereich (EG) abgeschlossen ist (keine Tür). Gaszähler machen immer etwas Geräusch, daher die Frage, ob es zulässig ist, die Anschlussinstallation in einen kleinen Trockenbau zu verbannen. Leider sind die TRGI nicht öffentlich ...

    Wir haben ein etwas kompliziertes Gestaltungsproblem für einen geplanten Pumpenschacht einer Abwasser-Druckenwässerung, bei der momentan weder unser Architekturbüro, noch das beauftragte (jawoll!) HLS-Büro eine befriedigende (und Kosten-moderate) Lösung haben.



    • Die Abwasserentsorgung wird in Form einer Druckentwässerung angeboten, die Nachbarn (Bodenplatte, kein Keller) sind jeweils individuell mit einem kleinen Schacht und einer eigenen Pumpe angeschlossen (Standardlösung).
    • Wir planen zwei Baukörper, Wohnhaus und Poolhaus (dieses größtenteils unterirdisch), die beide mit Freispiegelentwässerung in unseren zu planenden Pumpenschacht entwässern sollen (jeweils zwei Einleitungen).
    • Die Unterkante des Fundaments des Poolhauses befindet sich 4,13m unter der natürlichen Geländeoberfläche, und 5,33m unter der angehobenen Geländeobefläche (begrüntes Dach) zwischen Wohnhaus und Pool.
    • Unterkante des geplanten Pumpenschachts soll etwa 1,5m unterhalb des Pool-Fundaments liegen, um einen genügend großen Pumpensumpf bereitzustellen. Die Pooltechnik führt wöchentliche Spülungen durch, bei denen in 7 Minuten 2m2 Wasser abgepumpt werden.
    • Im ersten Ansatz befand sich der Pumpenschacht im vorderen Teil des Grundstücks. Durch das 1% Gefälle der Freispiegeleinleitung vom Poolhaus wäre allerdings ein langer, sehr tief liegender Kanal direkt an der Grundstücksgrenze nötig geworden. Daher wurde eine Position möglichst dicht am Poolhaus gewählt. Diese Position ist allerdings noch in Diskussion.
    • Es gibt ein Angebot für einen HDPE-Fertig-Pumpenschacht, ca. 6,50m tief, DN1500, zum Preis von 25.000 EUR.
    • Bisher hat sich kein Anbieter gefunden, der eine Abwasser-konforme Lösung, z.B. aus kostengünstigeren Einzel-Ringelementen liefern kann.

    Der aktuelle Lösungsansatz ist, den Schacht hinter (im Bild rechts) das Poolhaus zu verlegen und sich damit die zusätzliche Höhe der Geländeanhebung (1,20m) zu sparen. Das macht aus unserer Sicht allerdings keinen signifikanten Unterschied und verlängert die Abwasserleitung des Wohnhauses um ca. 10m.


    Meine Idee ist, die Abwasser-Dichtheit nur in einem unteren Teilbereich des Schachts herzustellen (bis maximaler Schmutzwasserstand) und darauf einen kostengünstigen Zugangsschacht zu legen. Ist das eine gangbare Idee?


    Kennt jemand andere zugelassene Abwasser-Schacht-Lösungen, die nicht 25.000 EUR bei 6,50m Schachttiefe kosten?

    Spricht irgendwas dagegen, davor (vielleicht angelehnt) mit Einschlagbodenhülsen und Holzpfosten eine eigenstabile Konstruktion zu errichten, um die Holzzaun/spalier-Elemente zu halten und das dann zu begrünen? Ja, das nimmt dann 10-15cm eigenes Grundstück weg, aber es gibt keine Berührung mit dem Betonnachbar. Windkräfte sollten dann ja eher nicht auf die eigene Konstruktion einwirken.