Beiträge von Kunkrab

    Dank Roth habe ich ins BGB gesehen:

    Zitat von (BGB) § 633 Sach- und Rechtsmangel

    (1) Der Unternehmer hat dem Besteller das Werk frei von Sach- und Rechtsmängeln zu verschaffen.

    Das beruhigt ungemein, ich folgere daraus, dass jeder Sachmangel (aRdT) ein Verstoß gegen §633 ist und damit als Rechtsverstoß von sich aus grob fahrlässig ist. Da bleibt wenig Spielraum für einfache Fahrlässigkeit.

    Danke, Eric . Das sieht soweit einschlägig aus. Allerdings ist die Klausel im eigentlichen Angebotstext enthalten, nicht in AGBs, die es wohl nicht gibt, und auf die auch im Angebotstext kein Bezug genommen wird. Macht das einen Unterschied?

    Kann man aufgrund des Urteils davon ausgehen, dass die Klausel sowieso ungültig ist und im Sinne der weiteren guten Zusammenarbeit nicht weiter darauf eingehen? Wir hatten schon LP1-4 (auch mit der Klausel) beauftragt, aber da schien das finanzielle Risiko nicht so hoch zu sein.

    Aus dem Angebot eines Architekten (LP5-8):

    Zitat von Angebot

    Der Auftragnehmer haftet für grob fahrlässig und vorsätzlich verursachte Planungsfehler. Darüber hinausgehende Schadenersatzansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund, werden ausgeschlossen.

    Vermutlich ist das der weitergereichte Haftungsausschluss seiner Versicherung. Die Frage ist, ob nicht auch einfache Fahrlässigkeit des Architekten unangenehm teuer für den AG werden kann, der dann auf diesen Kosten sitzen bleibt. Sind alle Abweichungen von den aRdT grob fahrlässig und gilt das auch für die Bauüberwachung der ausführenden Gewerke?

    Naja...bei der GRZ geht es ja im Wesentlichen um Bodenversiegelung

    Dachten wir und unsere Architektin auch. Es ging um eine (zugegeben recht großflächige) Absenkung (Rasenfläche) zur Belichtung eines tief-gelegenen Gebäudeteils. Abgelehnt, wg. GRZ-Überschreitung. Jetzt ist da ein "Licht"-Schacht mit Steigeisen als Notausstieg.

    Weil es hier noch niemand genannt hat, und wir gerade eine 1.5-jährige zähe Baugenehmigungsprozedur (Brandenburg) aus u.a. diesem Grund hatten:

    § 2
    Begriffe

    (1) Bauliche Anlagen sind mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen. Eine Verbindung mit dem Erdboden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Boden ruht oder wenn sie nach ihrem Verwendungszweck dazu bestimmt ist, überwiegend ortsfest benutzt zu werden. Als bauliche Anlagen gelten

    1.

    Aufschüttungen und Abgrabungen,

    Als bauliche Anlage fallen (jedenfalls nach unserem spitzfindigen Bauamt) Aufschüttungen und Abgrabungen unter die GRZ II. Vielleicht ist hier die GRZ durch Aufschüttung auch überschritten?

    Ich würde da eher bei Medizinern als bei Baufachleuten nachfragen. Und vermutlich kann der Mediziner, der nach einer eingehenden Lungenuntersuchung eine beginnende Asbestose feststellt auch sagen, ob und wie die behandelbar ist.

    Ich meine nur, das in der Tendenz die unteren Nordecken stärker geschädigt werden, während die oberen Südecken vielleicht 10 Jahre länger halten, weil sie niemals direkte Sonnenstrahlung abbekommen. Und ich möchte jetzt auch nicht über diffuse Reflektion im UV-Bereich spekulieren.

    Die Sonne steht (auf der Nordhalbkugel) in südlichen Richtungen und leuchtet üblicherweise von oben. Licht (auch UV) breitet sich geradlinig aus. Energieeinkopplung in eine Ebene ist abhängig vom Einfallswinkel, im Optimum mit 90 Grad senkrecht zur Oberfläche (siehe z.B Ausrichtung von Photovoltaik).

    Das sieht bei uns ganz genauso aus.

    2 Velux Fenster, ca. 20 Jahre, Ost- und Westausrichtung. Bad (machmal feucht) im Osten, großer Flur (immer trocken) im Westen. Bei beiden Fenstern im wesentlichen die untere, nördliche Ecke betroffen (d.h. für's Ostfenster links unten, für's Westfenster rechts unten).

    Wir haben die abgeblätterte transparente Farbe mal abgeschliffen, die Verfärbungen sind geblieben. Momentan ist es trocken.

    In der Wintersaison kondensiert manchmal am unteren Rand der Glasscheibe (also auf der Innenseite der Doppelisolierverglasung) Wasser, was dann vermutlich auf's Holz abläuft.

    Ich habe die horizontale Einbaulage geprüft (Wasserwaage) - in einem Fall liegt die nasse Ecke höher, im anderen Fall tiefer (vielleicht 1-2 mm).

    eine Faser bereits ausreichend

    Stimmt.

    Genauso, wie ein Sonnenstrahl auf ungeschützter Haut den unheilbaren Hautkrebs auslöst. Genauso, wie die Rauchwolke aus der Zigarette des vorübergehenden Rauchers den Lungenkrebs auslöst. Und (mal aktueller), genauso, wie beim einmaligen Besuch des Lebensmittelladens der eine Coronavirus duch die Maske der Person vor Dir in der Warteschlange und durch deine Maske rutscht und sich in deiner Lunge wohlfühlt.


    Allen diesen ganz realistischen potentiell tödlichen Vorgängen ist gemein, dass sie nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf genau diesen betroffenen Mensch zutreffen. Selbst wenn sie für die Menscheit eine relevante Gefahr darstellen, und vielleicht tausende Opfer im Jahr fordern, ist für den einzelnen das Risiko gering.

    Off-Topic:

    Ich habe das Gefühl, dass sich hier im Forum eine gewisse Dünnhäutigkeit in Bezug auf das A-Wort breitmacht. So wie sich dieses Thema in den Unterforen verbreitet hat, ist das ja auch kein Wunder, dass Suchmaschinen die Schutzsuchenden in Massen hertreiben. Vielleicht sollte man das Thema kanalisieren, ein spezielles Unterforum anlegen, in das die Fragen (in Zukunft) konsequent verschoben werden und in dem es leicht zu findende Standardantworten gibt.

    Ist doch wie immer auf dem Kamelmarkt - erstmal mit der Maximalforderung anfangen. Wenn du jetzt dagegen aufrechnest, kommt am Ende mehr raus (weniger Verlust für ihn), als wenn er gleich mit einer kleineren Forderung (oder keiner) angekommen wäre.

    Statt einer Mehrzwecktür würde ich eine T30-Tür vorschlagen

    Das klingt aber auch einigermaßen luftdicht. Selbst wenn die Geräte (switch, DSL/Telekom, Server/NAS? ...) insgesamt nur 30-50W haben, vielleicht gehen auch noch WW oder Heizungsrohre durch den Keller, an etwas Belüftung denken, damit da nicht viel mehr als 40 Grad (im Sommer) erreicht werden, das mag dann die empflindlichere Elektronik nicht mehr (insb. Festplatten).

    Mit dem Fenster(chen?) steht zumindest ein potentieller Zugang zur Außenluft zur Verfügung. Wie wäre es mit einem mobilen Klimagerät, das über das Fenster Zu- bzw. Abluft bekommt? Die Dinger können nicht nur kühlen, sondern auch entfeuchten und wärmen.