Beiträge von Dipol

    Außerhalb nicht erdungspflichtiger Fassadenbereiche ist diese Antenne wie jede andere aus GFK (oder Metall) zu behandeln.


    Zitat von Tobias Claren

    Damit auch ganz klar ist, dass es "Plastik" ist, ist das Beispiel eine Transparente.

    Und bitte nicht schreiben "aber die Halterung hinten".

    Doch!


    Auch mit bruchanfälligen Feedarmen aus Kunststoff, die mir zum Glück unbekannt sind, bleiben metallische Antennenträger erdungspflichtig. Und weil sich Blitzströme nicht - wie du in Unkenntnis realer Blitzstromtragfähikeiten zu glauben scheinst - bei schlanken Querschnitten von selbst in Wohlgefallen auflösen, sind Schirme von Kabeln, die in Gebäude eingeführt werden - auch zum Schutz gegen den elektrischen Schlag - nicht nur bei erdungspflichtigen Antennen PA-pflichtig.


    Und bitte entweder ein konkretes Beispiel für einen Plastikmast benennen, der auch nur einem 48 mm Mast oder heute üblicheren Dachsparrenhalter mit normkonfomen mind. 2 mm Wandstärke + Streckgrenze entspricht. Wenn du das nicht kannst, hör doch wenigstens auf als Laie mit vermeintlichen Weisheiten zur Statik zu nerven.

    Zitat von Tobias Claren

    Denn die trägt nichts zur Funktion bei. Ist nur aus Stabilitätsgründen aus Metall.

    Könnte aber auch aus Kunststoff sein, dann sind die Scheiben des Gelenk eben etwas dicker.

    Es gibt schon sehr lange Sat-Parabol-Spiegel aus GFK und auch aus Kunsstoff.

    Welche andere Funktion hat denn ein metallischer Feedarm sonst?


    Selbst bei KATHREIN UAS-LNB mit galvanischer Verbindung zum Antennenträger ist ein PA der Kabelschirme am Gebäudeeintritt gemäß internationaler IEC bzw. nationaler DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) auszuführen und bei VARIOSAT-Antennen, die bei uns von fuba und HIRSCHMANN vertrieben wurden, musste nach Herstellervorschrift der Feedarm mit dem Antennenträger verbunden werden.


    Somit als Schutzkonzept das genaue Gegenteil von dem was du dir vorstellst. Schon mal eine Norm gelesen, wenn ja welche?


    Das Rad ist schon erfunden und Hochspannungstests an "Schüsseln" aus GFK oder Metall gab es schon früher.


    Quelle: WISI, Test Im Januar 1993 am Institut für Hochspannungstechnik der Uni Karlsruhe


    Quelle: Richard Hirschmann


    Als du heute das Forum blitzschutz.com aus seinem Dornröschenschlag gerissen hast, war bei der VDE-Schmähung schon wieder vergessen, was dir im DF-Forum KlausAmSee mitgeteilt hat?

    Wir leben in einem freien Land in dem es der freien Entscheidung der Eigentümer unterliegt ob auf Gebäuden, für die baurechtlich kein LPS gefordert wird, eines freiwillig installiert wird oder Blitzschäden riskiert (= akzeptiert) werden.


    Exponiert aud Dächern, Fassaden oder im Freiland angebrachte Antennen sind auch auf Gebäuden ohne LPS blitzstromtragfähig zu erden und in den Schutzpotentialausgleich einzubeziehen. Davon ausgenommen sind traditionell Antennen im Gebäuden und früher Fensterantennen genannte Fassadenantennen in nach Gutsherrenart willkürlich festgelegten Bereichen, die vom Blitkugelverfahren krass abweichen. Im Gegensatz zu alten TGL-Normen der DDR gibt es keine Forderung der IEC bzw. DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) für Unterdachantennen (und deren Leitungen) einen Abstand zu den Dachplatten einzuhalten und das gilt sogar für Reetdächer, die einmal entflammt von der Feuerwehr nur kontrolliert abgefackelt werden können.


    Dass Masten aus Alu nicht die Forderungen an die StRECKGRENZE einhalten, wurd schon im anderen Forum geschrieben und einen Kuststoffmast, der die Normanforderungen an die Statik erfüllt kenne ich als Antennenprofi noch weniger.


    Zitat von R.B.

    Für einen Blitzeinschlag bedeutet das, dass es immer zu einem Stromfluss in der Antenne kommt, und dieser Strom verteilt sich dann entsprechend der el. Widerstände in Richtung "Erde". Je geringer der Widerstand um so höher der el. Strom.


    ...

    So wird ein Teil des Stroms auch über eine Antennenleitung abfließen (niedriger el. Widerstand), aber nur ein extrem geringer Teil über Holzbalken (hoher el. Widerstand) oder Mauerwerk.

    Diesen geringen el. Strom kann man dann in /vor den Empfangsgeräten durch Überspannungsableiter abfangen, so dass es nicht zu einer Zerstörung dieser Geräte kommt. Dieser Schutz funktioniert natürlich nur in bestimmten Grenzen.

    So ist es! Weil Direkterdungen reine Brandschutzmaßnahmen sind , welche nicht verhindern, dass Teilblitzströme insbesondere noch empfindliche Elektronik zerstören können, ist der Schutz über getrennte Fangeinrichtungen Stand der Technik.


    Zitat von R.B.

    Übrigens, es wäre tatsächlich möglich, zumindest in der Theorie, eine "Antenne" zu konstruieren die man nicht "erden" müsste. Diese dürfte keinerlei el. leitfähige Verbindungen haben (keine angeschlossenen Kabel), müsste über Batterien versorgt werden, und würde bei einem Blitzeinschlag zerstört:

    Das ist für Terrestrik aber auch Satellitenempfang eine unrealistische Illusion, denn die Restbestände der schon länger nicht mehr gefertigten LWL-LNB sind irgendwann ausverkauft und spätestens ab da ist wieder Koax nötig.


    Die bei Markteinführung der LWL-LNB aufgestellte Behauptung, dass Antennen mit LWL-LNB nicht geerdet und in den PA einbezogen werden müssten, war klar normwidrig. Die metallarmierten LWL sind beim Isolationstest im Hochspannungslabor von DEHN im Oktober 2018 grandios durchgefallen.


    Das Ziel ist es dem Blitzstrom einen möglichst einfachen (geringer Widerstand) Weg zu geben, so dass man diesen kontrolliert ableiten kann. Habe ich vereinfacht ausgedrückt einen "Blitzableiter" an die Antenne angeschlossen, dann wird der Blitzstrom diesen Weg des geringsten Widerstands gehen.

    Dass ausnahmsweise blitzstromtragfähig geerdete Dachantennen kein Ersatz für baurechtlich vorgeschriebene Blitzschutzsysteme sind, ändert nichts daran, dass deren Erdungsleiter aus 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 8 mm St/tZn primär Blitze gegen Erde ableiten sollen. Vorbehaltlich dafür ausgelegter Verbinder - leiten die selbst seltene Blitzmonster > 200 kA gegen Erde ab ohne zu "verdampfen".


    Wer die für Antennensicherheit primär maßgebliche IEC 60728-11 zum ersten Mal liest, wird erstaunt sein was dort alles dem Begriff Blitzschutz zugeordnet ist.

    Heute wurde eine Präsenzsitzung des NA 005-09-85 AA am 25. und 26.10.2021 in Berlin angesetzt.


    Bei den zahlreichen Einsprüchen darf man gespannt sein ob die zwei Tage zur Bearbeitung ausreichen und eine Auslegung im Einspruchportal noch in diesem Jahr erfolgen kann.

    Als jahrelang an der Cote d'Azur beruflich und privat Niedergelassener, klingt dein Vorschlag ja eher nach Verheißung als nach Verdammnis.

    Der Vorschlag zielte ja auch nicht auf Verdammnis sondern auf Erlösung von den lästigen DIN- und VDE-Schikanen. :D


    Nach dem Vorschlag nach Österreich umzusiedeln nagten an mir Zweifel ob der gut war, denn auch die dortigen Elektronormen mit Gesetzescharakter werden von einem pösen privaten Verein namens ÖVE erstellt. Ob das auch für die CEI-Gremien in Italien zutrifft weiß ich nicht.


    Aber am Mittelmeer findet man leichter Sympathisanten, welche die Normen ohnehin nur als unverbindliche Empfehlung betrachten. :thumbsup:

    NACHTRAG:


    Noch konsequenter wäre näher ans Mittelmeer umzusiedeln, wo bei den Installateuren harmonisierte IEC-CEI-Normen als unverbindliche Empfehlung empfunden werden. Das wäre für anachisch argumentierende EFK eigentlich passender, allerdings bezweifle ich, dass du dich da wohler fühlen würdest.

    Die Forderung aus der DIN 18014 nach bestimmten Materialien für Erdungsanlagen muss man zumindest mal vor dem Hintergrund der ebenfalls gueltigen DIN EN 62305- Reihe mit ihren Angaben zu zulässigen Materialien im Erdreich hinterfragen dürfen. Sowohl Anlagenerder als auch Blitzschutzerder haben eine physikalisch gleiche Aufgabe, Bereitstellung eines hinreichend niederohmigen Erdungswiderstandes. Warum man für die Funktion Anlagenerder (speziell im TN-C-Netzgebieten wie in grossen Teilen D eine eher unterstützende Anlagenerdung) eine "höherwertige" (materialtechnisch gesprochen) Erdungsanlage errichten muss, als für die Funktion "Blitzschutzerdung" ist technisch kaum nachvollziehbar darzulegen.

    Erder und Anschlussfahnen sollten ein Gebäudeleben lang halten. Das trifft für feuerverzinkte Materialien im Erdreich aber oft nicht zu und das weißt auch du. So wie feuerverzinkte Erder schon nach wenigen Jahren krass korrodiert sein können, ist NIRO bei Neubauten allemal wirtschaftlicher als nach zehn oder zwanzig Jahren aufzugraben (was kaum jemand macht) um den Korrosionszustand zu prüfen oder das ganze vergammelte Geraffel auszutauschen.


    IEC 620305 ist eine international harmonisierte Norm und hat zu berücksichtigen, dass es auch Länder mit weniger aggresiven Böden als bei uns gibt.

    Zitat

    Solange die technischen Anforderungen an die Erdungsanlage erfüllt werden, sehe ich überhaupt keinen Grund, warum man die Ausführung an spezielle Berufsbilder festmachen sollte. Normen sollten sich m.M. darauf beschränken, technische Vorgaben zu definieren.

    Solche Meinungen sollte man nicht nur in Foren sondern an der zuständigen Stelle vortragen und auch fundiert begründen.


    Mein Tag hat auch nur 24 Stunden und trotzdem habe ich Einspruch zu diversen Punkten von E DIN 18014:2021-01 erhoben. U. a. weil im letzten Entwurf der IEC 62305-3 Ed. 3 bei Fundamenterdern weiterhin Verbindungen zur Bewehrung alle 5 m reichen, andererseits im Entwurf von DIN 18014 der FPAL liberalisiert wird aber bei FE und FPAL nach DIN 18014 unverändert Verbindungen alle 2 m gefordert werden.

    Zitat

    Das Festlegen von "Ausfuehrungsberechtigten" im Rahmen einer privaten Normung halte ich fuer extrem anmassend.

    Dass DIN und VDE private Vereine sind, ist doch eine unbestrittene Binsenweisheit, die absolut nichts daran ändert, dass auch nicht harmonisierte Normen wie die DIN 18014 - ohne konkludenten Ausschluss - von jedem Auftragnehmer selbst ohne VOB als Vertragsbestandteil auch nach BGB geschuldet sind. Die wiederholten Versuche DIN- oder VDE-Normen von den a. R. d. T. trennen zu wollen, langweilen mich nur noch.


    Wenn du über private Normung so unglücklich bist, dann gibt es die Option nach Österreich umzusiedeln, wo die weitgehend gleichlautenden ÖVE-Normen wie früher in der DDR die TGL-Normen Gesetzescharakter haben. Dann musst du aber auch akzeptieren, dass dort für Erdungsanlagen strengere nationale Vorschriften gelten. ;)

    Der Kern des Problems ist m. E. NICHT, ob und wie gut Architekten und Bauleiter die DIN 18014 im Detail kennen.


    Bis zur DIN 18014:2007-09, in welcher erstmals NIRO im Erdreich Pflicht wurde, waren die mit Bildern gerade mal 23 Seiten noch überschaubar und die Lektüre keine Zumutung. Die hatte sich aber bis zur Neuausgabe von 2014-03 nur zu wenigen herumgesprochen, war also ein Info-Problem, das sich längst erledigt gehabt hätte, wenn auch nur die Minorität der Elektriker, die noch vertragstreu ein VDE-Auswahlabo haben, ihrer Aufklärungspflicht nachgekommen wären.


    13 Jahre später kann man sehen wo die Erdungsanlagen weiterhin mehrheitlich ausgeschrieben werden: im Gewerk Rohbau, weil es noch immer nicht bis zum letzten Baubeteiligten durchgedrungen ist, was gefordert wird.


    Um die Kenntnis der "VDEW-Richtlinien für das Einbetten von Fundamenterdern in Gebäudefundamente", die praktisch unverändert in die DIN 18014:1994-02 mit 6 Seiten Umfang überführt wurden, war es auch nicht besser bestellt. Es hat damals unter einfacheren Vorausetzungen auch nur wenige interessiert; weil die Hauswasserleitungen ausgezeichnete niederimpedante Erder waren.


    Durch deren Wegfall haben die Kabelnetzbetreiber zunehmend das Problem, dass die Netzebene 3 insbesondere durch Wechselrichter und Ladestationen immer mehr als Ersatzerder fungiert und daher versucht Vodafone per Einspruch niedrigere Grenzwerte für den Erdausbreitungswiderstand als bisher im Normentwurf geplant durchzusetzen. Beim b.v.s. hat man das Problem noch nicht mitbekommen.

    Es gibt für die DIN 18014 reichlich Fortbildungsangebote.


    In Kenntnis der Unlust konzessionierter EFK sich im Erdreich oder in Bewehrungen zu tummeln, habe ich in meinem Einspruch angeregt Maurer für Erdungsanlagen zuzulassen, die einen 1-wöchigen Kurs mit Prüfung erfolgreich absolviert haben.

    Welche Meinung Herr Schauer zur DIN 18014 vertritt, ist seit den beiden b.v.s.-Stellungnahmen hinlänglich bekannt. Zu gerne wüsste ich wer das Gutachten für Schwörer-Haus verfasst hat. ;)


    Für "Mitte April" wurde vom NABau die erste Einspruchsberatung zum Entwurf der DIN 18014:2021-01avisiert, bislang aber kein konkreter Termin nachgereicht. Man darf gespannt sein, ob sich Herr Schauer als Einsprecher (?) wenigstens an der Web-Konferenz beteiligt, denn nach Aussagen des früheren ad-hoc-AK-Leiters hatte er die Einladung zur Mitwirkung am neuen Normentwurf abgelehnt.


    Die im Normentwurf enthaltene Alternative statt einem Ringerder auch zwei diagonal angebrachte Tiefenerder mit je 5 m Länge verwenden zu dürfen, bezeichne ich als Rückschritt. Dass dadurch oder die neue Forderung nach Messung des Erdausbreitungswiderstads die Erdungsanlagen von Neubauten normkonformer ausgeführt und dokumentiert werden, glaube ich nicht.

    Insbesondere bei der in der Regel relevanten Frage nach der Einhaltung der a.R.d.T. durch Ausführende ist das doch sowas von egal! Willst Du als Selbstständiger hier provozieren?

    Nach Infos aus einem Elektrikforum:

    • Ist WWW abhängig beschäftigt aber sein Job von Einsparung bedroht;
    • Allen Nachfragen nach seinen Gutachterqualifikationen ist er bislang weiträumig ausgewichen;
    • Ob er mehr als eine Ausbildung als Elektriker bei der Bahn vorzuweisen hat, ist offen und zu bezweifeln;
    • Ich kann mich nicht erinnern, dass dieser selbsternannte Gutachter je eine a.R.d.T. zitiert hätte, daran dass ihn Normzitate missfallen haben aber schon;
    • Obwohl er sich selbst als universeller Gutachter beweihräuchert, sucht man in seinen Rundumschlägen Mängelberichte zu Erdungsanlagen vergeblich;
    • Seine Beiträge zur DIN 18014 sind durch Verharmlosungen und profunde Unkenntnis der Norm geprägt.
    • Wenn es einen Award für das Tempo von Flüchtigkeits-"Gutachten" gäbe, wäre er dafür aufgrund seiner eigenen Schilderungen ein heißer Kandidat

    Gestern ist die Einspruchsfrist zum Entwurf der DIN 18014.2021-01 abgelaufen.


    Zur Vervollständigung der Liste im Vorbeitrag:

    • Für FPAL in isolierten Bodenplatten darf bei Bandstahl ein reduzierter Querschnitt von 25 mm x 20 mm verwendet werden, wie er früher für Ableitungen von Blitzschutzsystemen gebräuchlich war.
    • Beim Runddraht ist es bei 10 mm Durchmesser geblieben und keine Anpassung an den Mindestdurchmesser von Ableitungen mit 8 mm erfolgt.
    • Nach dem Motto "Man muss sich an dem Personal orientieren, das bereit ist auf Baustellen zu arbeiten" wurden die Anforderungen an die Qualifikation von Planern und Errichtern von Erdungsanlagen noch unklarer beschrieben.
    • EFK müssen nunmehr eine für die Erdungsanlage ausreichende Qualifikation haben, was den Kreis der Berechtigten einschränkt.
    • Für BSFK gibt es diesen Zusatz nicht, womit sich auch Firmen, die nur für Äußeren Blitzschutz geprüft sind, betätigen könnten.
    • In Anpassung an die Realität wurde der Passus aus der abgelösten DIN 18014:2007-09 reanimiert, dass Rohbauer unter Anleitung und Aufsicht von EFK oder BSFK errichten dürfen. Wie intensiv die Aufsicht sein muss, bleibt offen.

    Bislang sind alle konzessionierten EFK arbeitsberechtigt. Ob sie vertragstreu ein VDE-Auswahlabo vorweisen können, je die DIN 18014 gelesen haben, welches Messequipment verfügbar ist und ob es auch gekonnt bedient werden kann, ist ungeregelt und unkontrolliert.
    In meinem Einspruch habe ich um eindeutige Klärung der Qualifikationen gebeten und auch Maurer erwähnt, die von Fortbildungseinrichtungen geschult wurden.

    Mit Ausnahme des Schutzleiters. Da reagiere ich sehr empfindlich wenn da jemand irgendwelche bunten Farben nimmt.

    In München hat 2018 ein Arbeiter auch empfindlich reagiert.


    Der arme Kerl ist gestorben, weil ein "Könner" den Schutzleiter von Steckdosen auf den Wechselschalterkontakt des Lichtschalters aufgelegt hatte. Licht aus = SK I-Gehäuse und Satellitenantenne unter Spannung.

    Sat Dosen überprüft.Alles sauber angeschlossen.Sat Signal geprüft.

    Top Werte 96 und 99

    Damit dürften unkalibrierte Anzeigen für Antennepegel oder Signalgüte (?) gemeint sein. Über solche Phantasieanzeigen des Herstellers, dimensionslos oder in Prozent oder auch "dB", als einzige "Messwerte" ist die Fehlerursache nicht zu finden.


    Auch wenn der Effekt eher für die Einschaltung von Herden etc. typisch ist, bleibt meine Glaskugel bei der Empfehlung als Erstmaßnahme die Klemmen der Elektroanlage durch eine EFK zu überprüfen.

    da der Sturm am Wochenende unseren alten Masten abgeknickt hat, muss die SatSchüssel nun neu aufgebaut werden.

    Während Hermine mit moderaten Spitzengeschwindigkeiten von 95 km/h gepustet hat bin ich problemlos 700 km von SH nach BW gefahren.


    Ein nach der vereinfachten Oldie-Windlastberechnung der IEC 60728-11 dimensionierter Antennenmast hält in Höhen > 20 m über Grund auch Windgeschwindigkeiten von 150 km/h stand. Antennenmasten sind stabiler als Dachsparrenhalter, aber selbst die gibt es bis zu Biegemomenten von 1000 Nm. Unabhängig davon ob der Schorni eine laienhafte Bastellösung mit Antennenmontage an Trittrosten moniert, weil sie seinen Zugang zum Schorstein erschwert oder nicht, ist das Vorhaben statischer Murks.


    Gegen Blitzschlag muss vermutlich St. Florian schützen und einen Schutz gegen den elektrischen Schlag gibt es auch nicht, richtig? :thumpsdown:

    Wenn da also so ein 22kHz-piep auf das Koaxkabel gelangt, kann der LNB schonmal kurzfristig umschalten. Wenn es sowas ist, sollte es eigentlich nur bei einem Teil der Programme (denen, die nicht im umgeschalteten Bereich liegen) zu Störungen kommen.

    In diesem Fall erfolgt die Ebenenumschaltung nicht in einem Quad-LNB sondern einem Multischalter von SPAUN. So oder so sollte der Fehler vorwiegend bei Sendern im Low- aber auch dann nicht im High-Band auftreten, wenn der MS noch über ein Relais umschaltet. Type?


    Störungen dieser Art sind typisch für Einschaltungen von Herden oder Waschmaschinen weil in der Klemmung der Neutralleiter etwas faul ist. Das wäre auch nicht die erste Antenne, die über keinerlei Erdung und PA verfügt, wobei das in meinem Fehler-Ranking nur eine untergeordnete Rolle spielt. Auch dass der Effekt nicht mehr auftritt und der Eli unlängst am Werke war, sollte Anlass sein die Klemmen zu überprüfen.


    Induktive Einkopplungen aus dem Niederspannungsnetz in eine teilweise parallel geführte Koaxleitung schließe ich jedenfalls bei einem Kabel mit Schirmdämpfung UND Verbindern mit Schirmungsmaß nach Class A aus, denn nach Norm 65 dB Schirmdämpfung in der Sat.-ZF auf 3,0 m Etagenhöhe sollten selbst bei ohne 1 cm Mindestabstand verlegtem Koax ausreichen um so einen Effekt auszuschließen.

    Heute hatte ich meine lockere Selbstisolation mit einem Hilfseeinsatz unterbrochen um dort zu erfahren, dass der maskenfreie Auftraggeber und auch seine im gleichen Haus wohnende 96-jährige Mutter vor einigen Wochen an Corona erkrankt waren, weil sie sich mutmaßlich bei einer Pflegkraft infiziert hatten.


    Sonntag geht es quer durch die Republik nach SH zu den Enkeln, ich fasse mich nachträglich an die eigene Nase den Auftrag ausgeführt zu haben. X/

    Dipol schlau uns mal auf wo die Änderungen liegen.

    So schnell schießen die Preußen nicht und schon gar nicht ein als Beute-Bayern geborener Schwabe. :)


    Die Norm ist von 29 auf 60 Seiten angeschwollen und ich habe sie noch nicht in jedem Detail seziert. Die offiziellen Änderungsmitteilungen deuten den Umfang und die Tiefe der Neuerungen nur an:


    Vorabinfos:


    • Die m. E. gravierenste Änderung ist die Abkehr vom bislang gültigen Blitzschutz-Mantra, wonach ein vollständiger (Blitz-)Schutzpotentialausgleich gewichtiger als eine möglichst niederimpedante Erdung ist. Künftig sind zu den Durchgangswiderständen auch die Erdausbreitungswiderstände zu messen und dokumentieren. Es wurde jedoch kein Richt- oder Max.-Wert festgesetzt.
    • Unter d) und f) sind erstmals Vertikalerder beschrieben, die - bedingt - auch als RE-Ersatz zulässig sind.
    • Die von mir als Kopierfehler eingestufte unsinnige Vertauschung der Anschlussfahnen für RE bzw. FE/PAL zwischen den Normausgaben von 2007-09 und 2014-03 ist aufgrund der kompletten Neugestaltung so nicht mehr gegeben.
    • Das Verbot von St/tZn ist aber nunmehr nur noch in 10.2 Werkstoffe für Ringerder eindeutig beschrieben. Bei den in Erdungsleiter umbenannten Anschlussfahnen in 10.6 Werkstoffe für Erdungsleiter und Verbinder an Ringerder und Vertikalerder sowie 10.7 Werkstoffe für Anschlusspunkte und Verbinder an Fundamenterder gibt es keinerlei Festlegung auf St/tZn mit Kunstoffmantel oder NIRO.
    • Der Passus aus der DIN 18014:2007-09, wonach Erdungsanlagen auch von den Maurern unter EFK-Aufsicht eingebaut werden dürfen (in DIN 18014:2014-03 nur noch im Anhang im Messprotokoll aufgeführt), wurde reanimiert.
    • DIN EN 50310 (VDE 0800-2-310) war bislang von untergeordneter Bedeutung und wurde in den Vordergrund gerückt. Jedesmal wenn ich in das Dickicht dieser Norm eintauche, habe ich danach mehr Fragen als Antworten und ich befürchte, dass es Elektrikern nicht besser ergehen wird.


    Die Zulassung von Tiefenerdern mag durch die b.v.s-Stellungnahmen angestoßen worde sein. Ob die Experten des BVS, die sich nach Auskunft des ehemaligen AK-Leiters geweigert haben sollen am Entwurf mitzuwirken, mit dem Ergebnis zufrieden sind und nicht wieder nur hinterher mosern, wird sich herausstellen.


    Der neue AK-Leiter kommt aus dem gleichen Haus wie sein Vorgänger und hat bereits nach einem Schnellschuss von mir umgehend mitteilen lassen, dass es abhängig von weiteren Einsprüchen evtl. einen weiteren Norm-Entwurf geben könnte. Ich mache eine Anleihe bei Skeptiker: Es bleibt spannend!





    Der Entwurf der neuen DIN 18014:2021-01 ist veröffentlicht. Die Einspruchsfrist endet am 11.03.2021.


    Durch neue Bilder und aus den Blitzschutznormen übernommene Textpassagen ist der Umfang auf 60 Seiten angewachsen. Ob sich die Änderungen dieser Norm unter Baubeteiligten schneller als die der DIN 18014:2007-09 oder DIN 18014:2014-03 herumsprechen, muss sich erst noch erweisen.

    Zitat aus #15:

    Grundsätzlich gibt es Bei der Trennungsabstandsproblematik zwei Lösungen:

    Abstand wieder herstellen oder leitfähig Einbinden/ Potentialausgleich,

    Damit die Einbindung von Bauteilen in den Äußeren Blitzschutz zur Vermeidung potenziell brandauslösender Lichtbögen normkonform ist, müssen die Verbinder nach Prüfnorm mind. Klasse N = 50 kA zertifiziert sein, wo sich Blitzströme noch nicht auf 3 Pfade aufgeteilt haben sogar nach Klasse H = 100 kA.


    Ich bitte um eine Bezugsquelle für normkonforme Folien-Verbinder wenigstens nach Klasse N. ;)

    Vom TE HansiPaulus879 ist kein Blitzschutzsystem geplant und wenn das später einmal spruchreif werden sollte, ist es Aufgabe der ausführenden Blitzschutzfachkraft die nach iEC 62305-3 erforderlichen Trennungsabstände durch Aufständerungen der Fang- und Ableitungen oder mit HVI-Systemen einzuhalten.


    Seine Frage lässt esotherisch angehauchte Sorgen wegen Elektrosmog durchschimmern, bezüglich Schutz gegen den elektrischen Schlag wurde sie normkonform beantwortet.

    Das gibts doch nicht!

    1964 gab es keine besseren Kabel?

    Besser = mehr Querschnitt als 1,5 mm² Cu: JA, aber für einen Lichtschalter unnötig!


    Was die alten Leiterfarben grau und rot betrifft siehe Zitat aus einem anderen Forum. Der User ist als kompetenter Experte auch in Fachzeitschriten tätig.

    Zitat

    in den Installationsnormen ist grün-gelb im November 1965 eingezogen, die Übergangsfrist ging bis 31.01.1967.

    FAZIT: Zum Fertigstellungsdatum 1964 war grün-gelb noch nicht genormt und rot sowie grau bis 1967 zulässig.


    Details zu Aderkennzeichnung nach VDE 0293/11.66 für fest verlegte Leitungen: Aderkennzeichnung für Leitungen nach VDE 0293

    Nachdem sich mein bisheriger Friseur in den schon lange verdienten Ruhestand verabschiedet hat, hatte ich heute erstmalig einen Termin in einem von Türken betriebenen Salon:

    • 1/2 Wartezeit mit Maske relativ eng neben drei türkischsprachigen Herren ohne Maske verbracht
    • 3 Friseure: Davon "meiner" ganz ohne Maske und zwei trugen sie am Kinn
    • Herzliche Verabschiedungen von Kunden mit festem Händeschlag oder Umarmungen, Maske vorher runtergezogen
    • Auf dem Stuhl: Haarewaschen Fehlanzeige aber dafür die Aufforderung meine Maske abzunehmen.

    Der Schnitt war okay und kostete nur € 15,00. Wenn der Salon behördlich überprüft wird, bekommt er ein Problem.