Beiträge von Elias73

    Der Trockenbauer argumentiert so, dass an der stumpf ans Mauerwerk anstoßende GK Platte gar nichts reißen kann da sie quasi über den Putz rutscht. Gleiches meint er bei seinen Übergängen der Dachschräge, hier würde erfahrungsgemäß kaum etwas reißen weil die Platten der Schräge nicht mit denen des Drempels und Decke starr verbunden sind.

    Da sagen die Anschlüsse bei uns im Haus was anderes (vor drei Jahren erstellt).
    Die Frage ist nicht, ob da was reißt (dürfte immer passieren bei unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlicher Ausdehnung), sondern wie man es technisch ausführt, so dass der Riss akzeptabel aussieht. Wir haben hier beides. Akzeptable Risse, weil ordentlich gemacht und Zickelzackelrisse, weil eben nicht.
    Am Übergang Drempel-Dachschräge ist bei uns eine an der Längsachse klappbare Kunststoffleiste (hab den Namen vergessen) eingespachtelt worden, da sieht man keinen auffälligen Riß. Gerade da ist es auch interessant, da der Dachstuhl mehr arbeiten dürfte als eine Mauerwerkswand.

    Würde ich also größtenteils als nur Gerede, um die eigene Haut vor Nacharbeit zu retten, einstufen.

    So, jetzt komme ich endlich mal wieder zum Antworten.

    Dran bringt es meiner bescheidenen Meinung nach wenig bis gar nichts, daran einen Tiefenerder anzuschliessen. Sieh es mal praktisch...wenn der Ringerder eine (undokumentierte, aber leitende) Verbindung zu Erdungsfestpunkt und HES hat, dann wird bei Anschluss des Tiefenerders am EFP/HES das gleiche Potential (Erdbezugspotential) dort anliegen. Wenn nicht, dann hast du ein grosses Stück Draht um dein Haus liegen. Das musst du aber nicht zwingend erden, es wird kein nennenswert anderes Potential als der Tiefenerder annehmen. Kritischer ist die Einbindung Bewehrung/Funktionspotentialausgleich in der Bopla.

    Wenn ich es richtig überblicke dann gibt es doch zwei Gutfälle und einen Schlechtfall zur Verbindung zwischen HES und Ringerder:
    1. Gutfälle:
    a) gar keine leitenden Verbindung
    b) normgerechte niederohmige Verbindung, praktisch gleiches Potential
    2. Schlechtfall: irgendeine mittelohmige Verbindung. Der SV sagt, dass durch den dann entstehenden Spannungsfall ein Lichtbogen entstehen kann, der die Bodenplatte beschädigen kann. Hat er wohl in seiner Praxis als Schadensbegutachter schon gesehen.

    Da die Verbindung ja nicht dokumentiert oder zumindest gemessen wurde, muss man den schlimmsten Fall annehmen.

    Übrigens hat sogar der Blitzschutzbauer, der neulich den Tiefenerder gesetzt hat, gesagt, dass man diesen nun eigentlich mit dem Ringerder verbinden müsste. Das ginge halt bloß nun blöderweise nicht mehr (allerdings ohne genauere Begründung, warum es nicht geht).

    Eigentlich sollte die Erdungsanlage in einer gemeinsamen Bodenplatte als getrennte Ringe ausgeführt worden sein. Wenn dem so wäre, könntest du dich auf deine Anlage konzentrieren.

    Ja, richtig, wenn dem so wäre. Dann wäre ich auch entspannt. Leider gibt es aufgrund der fehlenden Dokumentation und anderer Mängel nicht den geringsten Hinweis, dass wirklich getrennte Ringe erstellt worden sind, geschweige denn, ob überhaupt irgendetwas in die Bodenplatte eingelegt wurde und ob diese Leiter korrekt mit der Bewehrung verbunden wurden. Bei den uns vorgelegten einzigen existierenden Detail-Fotos (die von irgendeinem Haus stammen können), sieht man jedenfalls keine Verbindungen zur Bewehrung und der Fotoausschnitt ist mehr als zwei Meter, d.h. da hätte was sein müssen. Überblicksbilder gibt es gar nicht.
    Eher umgekehrt: beim vermuteten Ringerder ist es definitiv nicht der Fall. Hier ist noch nicht mal die max. Maschenweite eingehalten.

    D.h. wir haben irgendeine undefinierte Verbindung oder Halb- oder Viertelverbindung oder gar keine zum Ringerder und wegen der Bewehrung eine Verbindung mit unbekanntem Widerstand zu den Erdungsfestpunkten der Nachbarhäuser. Wobei man die ja noch messen kann, aber dann halt nicht weiß, ob es vom Ringerder oder/und vom möglicherweise vorhandenen oder nicht vorhandenen Funktionspotentialausgleichsleiter kommt und wie dauerhaft diese dann ist.

    Ob die Lösung, deine Sat-Antenne zu verlegen oder mittels getrennte Fangstange und Ableitung zu schützen in Frage käme, kann man aus der Ferne schwer beurteilen.

    Das ist klar. Wenn mit Fangstange und Ableitung, dann müsste die Erdungsanlage aber jedenfalls für den Blitzstrompotentialausgleich geeignet sein.

    Für Blitz(teil-)ströme über Versorgungsleitungen gibt es ja hoffentlich Überspannungsschutzeinrichtungen in der Zuleitung, die über HES - Tiefenerder dieses Potential begrenzen/abbauen.

    Ja, gibt es. Aber der Strom muss ja eben doch abgeleitet werden können über eine blitzstromtragfähige Verbindung und möglichst alle Teile der Erdungsanlage auf dem gleichen Potential.

    Die Aussage mit Potentialunterschieden, die zu Schäden an der Bopla fuehren, verstehe ich nicht so recht in diesem Zusammenhang. Blitzströme und daraus resultierende Potentialunterschiede treten ja nur seltenst und sehr kurzfristig auf. Oder meint der SV irgendwas mit elektrochemischer Korrosion, Bewehrung aufgrund permanenter Potentialunterschiede?

    Nö, er meinte die Gefahr von Lichtbögen und dass sich die Verbindung auch durchaus verschlechtern kann wegen mangelndem Korrosionsschutz (Korrosionsschutzbinden wurden auch vergessen).

    Insgesamt ist es natürlich schon wichtig, alle Probleme auch auf ihre Auswirkung (Gefährlichkeit) zu bewerten und dann zu einer Einschätzung zu kommen, was wie behoben werden soll und kann und das andere dann kompensiert. Dazu ist aber ja trotzdem wichtig, den Aufwand zur Beseitigung zu kennen.
    Einigermaßen normgerecht müsste man ja hergehen, rund ums Haus aufgraben, einen definierten Ringerder legen (an der Kommunwand halt dann durchs Haus hindurch). Aber schon beim Funktionspotentialausgleich und der weißen Wanne ginge es wohl nur durch Abbruch.
    Wenn es nur um den Schutzpotentialausgleich ginge, dann hätte ich auch keine Sorgen, die Sorgen kommen wegen dem Blitzschutzpotentialausgleich (wo ich ja selber nur einen Teil beseitigen kann) und den Funktionspotentialausgleich. Beim letzteren ist auch die Frage, wie man hier eine Kompensation überhaupt berechnen könnte, falls man sich trotz möglicher Risiken auf eine Nichtbehebung einläßt.

    Ich versteh das ganze Vorhaben nicht. Es soll einen Ringerder geben.

    Genau, es soll. Mangels Messungen/Dokumentation nur vermutet.

    Dann soll es einen Tiefenerder geben,

    Den gibt es tatsächlich, wurde nachträglich als Mangelbeseitigungsmaßnahme gesetzt.

    Gibts einen Funktionspotentialausgleich?

    Unbekannt, siehe oben, weil Ausführungsplanung/Fotos/Messungen fehlen.

    Was soll die Verbindung von Tiefen- zu Ringerder?

    Potentialausgleich, da dieser Rundraht (der vielleicht den Ringerder darstellt), ja auch ein Potential haben kann, das möglicherweise ungleich zum Rest ist.

    Wieso muss die in (ca.) 3m Tiefe in der Grube passieren?

    Dieser Runddraht liegt halt in 3 m Tiefe auf Höhe der Bodenplatte.

    Wieso schreibt ein Laie sowas aus?

    Gute Frage, ist nicht so, dass ich nicht drüber nachgedacht hätte. Letztlich ist das Problem, dass wir nicht wissen, ob wir das Geld dafür wiederbekommen. Wenn ich es selber mache, dann kostet es mich erstmal nur Zeit und es wird vermutlich sowieso von einem bestellten Gutachter überprüft.
    Aber wen würde man mit so einer Ausschreibung beautragen und in welcher Größenordung würde so etwas liegen?

    Also handelt es sich wohl eher um eine Art Fundamenterder, der irgendwie/irgendwo im oder unter der Bodenplatte liegt und mit einem Erdungsfestpunkt im HAR als Anlagenerder versehen ist?

    Wegen Perimeterdämmung und WU-Beton müsste es ein als Ringerder ausgeführter Fundamenterder mit zusätzlichem Funktionspotentialausgleichsleiter sein. Was in der Bodenplatte eingebaut wurde, ist mangels Ausführungsplanung, Fotos und Messung gänzlich unbekannt. Man sieht nur den Erdungsfestpunkt im HAR in der Wand. Aussen liegt ein Runddraht, der ein Ringerder sein könnte, dieser ist aber auch undokumentiert und es fehlen die Durchgangsmessungen, es ist also auch unbekannt, ob dieser Runddraht überhaupt irgendwie angeschlossen ist.

    Liesse sich der Tiefenerder denn mit vertretbaren Aufwand an den Erdungsfestpunkt (im Gebäude) anschliessen? Sprich, kommt man vom Tiefenerder irgendwie in den HAR? So wie die Beschreibung klingt, habt ihr TN-C-Netz, keinen äusseren Blitzschutz und benötigt im Prinzip nur einen Anlagenerder für den Hausanschluss, richtig?

    Das wurde im Juli gemacht, der Tiefenerder wurde über eine zusätzliche Wanddurchführung an die HES angeschlossen. Eigentlich ist es TN-C-S (hatte vorher fälschlicherweise PEN geschrieben, an die HES geht aber nur der PE).
    Wenn es nur um den Schutzpotentialausgleichsleiter ginge, dann wäre die Lösung möglicherweise aus technischer Sicht ausreichend (juristisch ist sicherlich noch was anderes).
    Blöderweise haben wir und auch zwei Nachbarn jeweils eine erdungspflichtige SAT-Antenne auf dem Dach. Unsere ließe sich vermutlich mit einigem Aufwand in einen geschützten Bereich verlegen, auf die der Nachbarn haben wir aber keinen Einfluss. Alle Antennen haben eine Erdungsleitung auf die jeweilige HES, sind also an der gemeinsamen Erdungsanlage (gemeinsam wegen duchgehender Bodenplatte) angeschlossen.
    Außerdem spielen laut dem Sachverständigen auch Blitzströme eine Rolle, die über die Versorgungsleitung reinkommen und laut seiner Aussage können da auch schon kleine Potentialunterschiede zu Schäden an der Bodenplatte führen.

    Mir ist nur unklar, was der Anschluss des Tiefenerders an eine Ringerder, von dem man nicht weiss, ob/wo der angeschlossen ist, bewirken soll? Der PA ist für die Einrichtungen im Gebäude (also Erdungsfestpunkt, HES und daran angeschlossene Potentiale...) wichtig, was dieser Ringerder um das Gebäude herum für Potential hat, spielt für die elektrische Sicherheit doch keine Rolle.

    Ja, dafür nicht, aber siehe oben.

    und im Gegensatz zu einer offenen Grube.. kann man nicht mal eben etwas erweitern, wenn man doch nicht genau getroffen hat.

    Oder ist die Lage des Ringerders auf den cm genau bekannt?

    Offen geht wegen dem Grundwasser eh nicht.
    Auf den cm genau ist es natürlich nicht bekannt. Aber ich denke genau genug für den Schacht.

    Ist so ca. 40 - 50 cm von der ungedämmten Kellerwand weg, also deutlich weniger als die geforderten 1 m Abstand.

    Wenn es zusätzliche (Ersatz) Tiefenerder gibt, und Grundwasser schon in geringer Tiefe ansteht, wieso muss dann noch eine Verbindung zum Ringerder hergestellt werden? Aber das muss die Blitschutzfachkraft wissen.

    Das ist unter anderem Ergebnis eines Gutachtens, das wir zur Situation in Auftrag gegeben hatten. Kurz gesagt müssen alle Erder in/an einem Gebäude dauerhaft zuverlässig und niederohmig miteinander verbunden sein, um Potentialunterschiede zu vermeiden.
    Danke für den Tip mit den Brunnenringen. Müssen mal schauen, ob es in unserer Gegend jemanden gibt, der sowas kann. Was den Verbleib im Boden und den Grundstückseigentümer betrifft, ja das ist eine interessante Frage ...

    Was soll den die Verbindung eines Tiefenerders mit einem Ringerder unbekannter Funktion bewirken? Gibt es Anschlussfahnen am Ringerder, an denen man Erdungswiderstand, Durchgang... messen kann? Damit sollte sich doch ein Hinweis auf die Funktionsfähigkeit ergeben.

    S.o. Vermeidung von Potentialunterschieden. Die eigentliche Verbindung des Ringerders über die Haupterdungsschiene ist undokumentiert/nicht nachgewiesen und läßt sich auch nicht mehr rausmessen, da nur Erdungsfestpunkte in den Reihenhäusern im Technikraum existieren, aber keine externen Anschlussfahnen, die sicher am Ringerder angeschlossen wären. Die Erdungsfestpunkte haben keine gesicherte direkte Verbindung zum Ringerder, sondern nur irgendwie in die Bodenplatte.

    Der (momentane) Erdungswiderstand ließe sich möglicherweise bestimmen. Die Blitzschutzfachkraft (nicht von uns beauftragt), die letztens den Tiefenerder gesetzt hat, hatte bei der Messung (3-Leiter-Messung) allerdings die PENs nicht abgetrennt und außerdem Sonde und Hilfserder in der Nähe der Nachbarhäuser gesetzt, somit also mögliche Erdungsanlagen der Nachbarhäuser gemessen. Da kam dann (oh, Überraschung!) auch ein unglaublich guter Wert raus. Der Tiefenerder dagegen hat einen erheblich höheren Widerstand.

    Wird der Weg von (fremden) Personen genutzt?


    Privatweg für die Nachbarn die täglich mehrmals ran müssten.

    Es gibt glücklicherweise auch noch von der anderen Seite (entgegengesetztes REH) einen Zugangsweg zu diesem Weg, d.h. die Nachbarn wären nicht betroffen.
    Der Bagger dürfte dann das Hauptproblem sein :-(


    Im Garten vorne geht leider nicht bzw. wäre auch sehr aufwendig.
    Konkret muss für den Potentialausgleich zwischen dem Ringerder (der leider undokumentiert ist, und daher unbekannt ist, ob er funktioniert) und dem nachträglich (als "Mangelbeseitigungsmaßnahme") gesetzten Tiefenerder eine Verbindung hergestellt werden. Der Anschlussdraht des Tiefenerders verläuft von den Sträuchern / Weg / Kiesbett durch die Hauswand, d.h. verbindungstechnisch wäre es an dieser Stelle am einfachsten.

    Vorne im Garten müsste die Terrasse weg, seitlich geht auch nicht, weil so ein großer Bagger da dann auch nicht hinkommt, da stehen Garagen ungünstig.

    Hab mal ein Foto angehängt, wie das aussieht:


    Der Schacht müsste direkt hinter dem Lüftungsschacht gemacht werden.

    Ist gar kein Garten betroffen, nur die Kiestraufe und der Weg und die Hecke rechts ist eher unproblematisch. Klar muss das ganze ordentlich abgesichert sein.
    Schreibt man sowas dann in das LV rein, oder muss der Tiefbauer das selber wissen?

    Hallo,


    wir (bzw. nicht wir, sondern ein zu beauftragendes Blitzschutzunternehmen) müsste bei unserem Reiheneckhaus an den Ringerder drankommen, um einen Verbindungsleiter dranzuschrauben.
    Der Ringerder liegt auf Bodenplattenniveau (also ca. -3 m unter Oberfläche) und ca. 50 - 80 cm Abstand von der Hauswand.
    Der Keller steht ca. 60 cm im Grundwasser.
    Ist es für einen Tiefbauer möglich, dafür an der Kellerwand einen ca. 3 m tiefen Schacht (ca. 1m x 1m, so dass man halt kurzzeitig drin arbeiten kann) zu errichten und das Wasser abzupumpen, so dass man an den Ringerder drankommt? Wie würde er das machen?
    Geht sowas auch mit einem Minibagger? Ist hinter dem Haus und der Zuweg ist nur ca. 1,20 m breit.

    Kann ein Tiefbauer alleine anhand der Angabe der Randbedingungen das gut machen, oder müsste man ihm genauere Vorgaben zur Ausführung machen?

    Ich frage auch deshalb, weil ich eine Ausschreibung dafür fabrizieren muss und die sollte natürlich passen.


    Danke und viele Grüße

    Bernhard

    wird sie als Gemeinschaft nach aussen tätig (z.B. Mietvertrag) wird sie eine GbR oder muss es werden.

    Auf den Link konnte ich jetzt nicht zugreifen, da steht aber vermutlich das gleiche wie auf anderen Webseiten.
    Demnach muss man nicht notwendigerweise eine GbR machen, es müssen dann aber alle Miterben zusammen das Rechtsgeschäft abschließen, also zum Beispiel den Mietvertrag und da auch aufgeführt sein.
    Ist schon interessant, denn ich habe mich vor ein paar Jahren wegen solch einer Konstellation im Familienkreis damit auseinandergesetzt. Da ging es (zum Glück) gut, die Gemeinschaft ist aber glücklicherweise mittlerweile auseinandergesetzt, so dass es das Problem nicht mehr gibt.

    Kann ich davon ausgehen , das meine Unterschrift notwendig ist

    Wenn du noch nichtmal sagen kannst, welche Rechtsform es nun tatsächlich ist, dann wird eine Aussage hierzu schwierig.


    Sehr häufig entsteht solch eine Konstellation durch Erbe und die Rechtsform ist dann eine Erbengemeinschaft (keine GbR).
    Ob nun eine Unterschrift notwendig ist oder nicht, hängt auch davon ab, ob evtl. hierzu früher schon einmal eine Vereinbarung getroffen wurde oder nicht, weiterhin von den Mehrheitsverhältnissen, Verwaltungsvereinbarungen etc.

    Dann müssten dort irgendwo an der Wand sämtliche Leitungen raushängen, das macht kein Elektriker so

    Bei uns im Haus war das tatsächlich bis kurz vor knapp so. Zählerkasten und Verteilerkasten AP im Technikraum. Kamen erst ca. 4 Wochen vor der Abnahme fertig bestückt aus der Werkstatt der Elektrofirma.
    Leitungen hingen bis dahin von der Decke am Schachtende. Dann erst wurden Kabelrinnen etc. verlegt.


    Was die Kosten betrifft, das hängt natürlich davon ab, was er für eine Ausstattung beauftragt hat. Bei uns war der größte Batzen die Endinstallation inkl. HVT, Schalter etc. (ist aber auch [definition=37,0]KNX[/definition]).


    Da er aber auch was von Innentreppe geschrieben hat, ist die Rate auf jeden Fall nicht nur Elektro.


    Ich denke jedenfalls, dass fehlende funktionsfähige Elektrik ein wesentlicher Mangel ist und somit Grund gewesen wäre, die Abnahme zu verweigern. Kenne mich aber nur mit [definition=19,0]BGB[/definition], nicht aber mit [definition=48,0]VOB[/definition] aus.
    Bei [definition=19,0]BGB[/definition]+MaBV ist es so, dass die komplette Abschlagsrate nur fällig wird, wenn der komplette Inhalt geleistet wurde. Andernfalls ist der zur Fälligkeit nötige Bautenstand nicht erreicht.


    Wenn der TE hier aber nicht mit mehr Infos rüberrückt, dann wird es schwierig.

    OK. Wenn sie die Erdung tatsächlich in den WU Beton der Bodenplatte legen dann hätte ich zwei Erdungsringe (noch den im Fundament) die beide nichts nützen?

    Ja, fast.
    Der in den Streifenfundamenten nicht, weil wegen fragwürdiger Betonüberdeckung die Gefahr hoch ist, dass der über die Zeit weggammelt.
    Der in der Bodenplatte ist wegen WU-Beton gar kein Erder -> trotzdem notwendig!, er nützt also schon was, aber halt nicht für die Erdung -> Ableitung von Strömen in die Erde.



    ---------- 18. Oktober 2017, 11:44 ----------


    Der Fundamenterder im Streifenfundament wird dann als Funktionspotentialausgleich deklariert

    Das würde aber doch nur nützen, wenn die Bewehrung von Streifenfundament und Bodenplatte miteinander verbunden wären. Außerdem ist vermutlich unbekannt, ob dieser Leiter ausreichend mit der Bewehrung verbunden wurde.

    Er meinte zur Abnahme Bodenplatte, die soll ja morgen erstellt werden.

    Würde ich davor abraten, die morgen zu erstellen, dann kann die gleich wieder abgebrochen werden.

    Bezüglich Erdung/Potentialausgleich: Laut [definition=41,0]LV[/definition] soll die Bodenplatte aus WU Beton sein. Ebenso sollte laut [definition=41,0]LV[/definition] Perimeterdämmung unter die Platte das wurde aber geändert, kommt nun in den Fußbodenaufbau. Die Bodenplatte ist also voraussichtlich aus WU Beton und hat keine Dämmung zum Erdreich, dafür aber eine Folie.

    Wenn sie aus WU-Beton ist, dann ist sie tatsächlich nicht erdfühlig. Daher muss zusätzlich zum Potentialausgleich in der Bodenplatte, der auch notwendig ist, ein Erder her.
    Eigentlich hätte das der Fundamenterder in der Frostschürze/Streifenfundamenten sein sollen. Dieser ist aber nicht brauchbar, da nicht fachgerecht (schon alleine wegen der fehlenden Dokumentation/Messungen).
    Daher kann es jetzt nur noch durch einen Ringerder ausserhalb der Bodenplatte im Erdreich gelöst werden. Dieser muss aber mit dem Potentialausgleich in der Bodenplatte verbunden werden.
    Es müssen also aus der Bodenplatte Verbindungen zum Ringerder vor(!) dem Betonieren rausgeführt werden.


    All dies sollte aber nicht adhoc passieren, sondern das muss geplant werden und dann von einer Elektro- oder Blitzschutzfachkraft ausgeführt werden. Auch Messungen müssen vor(!) dem Betonieren gemacht werden.
    Hast du denn einen Elektriker auf der Baustelle gesehen?

    Der Haken ist ja ein wenig, dass der verzinkte Stahl noch gar keinen Mangel aufweist. Die nicht fachgerechte Ausführung wird aber wahrscheinlich irgendwann zu einem Mangel führen aber dann auch erst nach Ablauf der Gewährleistung.

    Wenn es nicht fachgerecht ausgeführt wurde, dann ist es jetzt schon ein Mangel. Du darfst nicht Mangel mit Schaden verwechseln. Wie man das jetzt noch beheben kann (durch einen Ringerder) habe ich oben schon geschrieben. Das geht aber nur ordentlich vor(!) Betonieren der Bodenplatte. Da die Erdung ein so wichtiges Teil ist, wäre evtl. jetzt schon ein SV hinzuzuziehen und das Erstellen der Bodenplatte zu verschieben!

    Der Fundamenterder wurde ja bereits (mehr oder weniger fachgerecht) verlegt und nun schauen an den Hausecken 4 Flacheisen heraus. Muss nun in die Bodenplatte noch einmal ein Ring Flachstahl verlegt werden oder verbinden die die 4 Bänder an den Ecken nur mit der Bewehrung der Bodenplatte? Damit ich weiß worauf ich achten muss. Im [definition=41,0]LV[/definition] konnte ich dazu nichts finden.

    Nein, es muß rundherum entlang der späteren Aussenwände ein Leiter (könnte auch Rundstahl sein, das ist egal) und der Leiter muss mindestens alle zwei Meter mit der Bewehrung verbunden werden.
    Alles muß vor(!) dem Betonieren durch Fotos und Messungen dokumentiert werden.

    Der im Schotter liegende Fundamenterder würde beim Betonieren angeblich ein wenig aufsteigen und dann von Beton umschlossen sein. Ich habe dann darauf hingewiesen, dass auf dem Bandstahl die Bewehrungskörbe liegen, da sagt er die würden mit aufsteigen. Das ist doch Quatsch oder?

    Wie soll das gehen, wenn:
    a) Stahl eine deutlich höhere Dichte als Beton hat
    b) der Bandstahl hochkant eingebaut wurde, d.h. selbst wenn man auf Auftrieb hofft, dieser nicht gegeben wäre.


    Außerdem würde man dann die Sache dem Zufall überlassen, ist also schon insofern Quatsch. Die Bewehrung muss genau an den vorgesehenen Stellen sein, sonst kann sie ihre Funktion nicht erfüllen. Das ist in den Bewehrungsplänen auch angegeben.

    Oder kannst DU im Gegensatz zu allen anderen hier aus einem Foto die Dicke des Magerbetonstreifens erkennen?

    Nö, kann ich selbstverständlich nicht. Wenn aber der Bandstahl direkt auf dem Schotterpolster liegt, dann ist doch wenig wahrscheinlich, dass er nach dem Betonieren 5 cm höher im Beton liegt, wenn der Beton draufdrückt, oder? Das müßte aber sowieso durch den Ausführenden bewiesen werden.

    Wieder NEIN.
    20m ist das max. Maß des Gitterrasters. Nicht der Umfang!
    Und wenn Blitzschutz ins Spiel kommen soll, alle 10 m.
    Das gilt aber unabhängig von Material und Verlegeumgebung!

    Hmpf!
    Zitat aus [definition=25,0]DIN[/definition] 18014, Kapitel 5.7.2 Kombinierte Potentialausgleichsanlage:
    [...]- zum Ringerder mindestens alle 20 m des Gebäudeumfangs [...]


    Die Maschenweite muss selbstverständlich auch eingehalten werden.

    Also soweit doch erst einmal OK?

    Nein, da zum einen der Fundamenterder in diesem Fall mindestens 5cm Betonüberdeckung haben muss weil nur verzinkt und zum anderen eine Fotodokumentation + Messung gemacht werden muss.


    Falls das alles nicht passt, dann kann man jetzt(!) noch einen Ringerder legen (in frostfreier Tiefe und in gewachsenem durchfeuchtem Boden/Erde oder Sand).
    Ringerder aus V4A und mit dem Potentialausgleichsleiter in der Bodenplatte alle 20 m Umfang verbunden. Zusätzlich Anschlussfahne vom Ringerder direkt zur Position, wo die HES geplant ist.

    Was ich eben nur etwas Widersprüchlich finde , ist das in der [definition=25,0]DIN[/definition] wohl immernoch ??? steht , mit Anpresslatte , und bei jedem Verarbeitungshinweis der Hersteller ohne Anpresslatte .

    Das ist halt der Unterschied zwischen Stand der Technik, anerkannte Regel der Technik und aktuellem (evtl. veraltetem, je nach dem von wann die Norm ist) Normungsstand.

    Soweit ich mich erinnere, steht es in der entsprechenden [definition=25,0]DIN[/definition] (Nummer vergessen) mit Anpresslatte beschrieben.


    Meiner Meinung und Erfahrung nach allerdings klebt der Kleber wie Tier, so dass es bei korrekter Anwendung (als Raupenwurst belassen, nicht flachpressen, Folie nicht auf Spannung verlegen) ohne Anpresslatte geht.
    Musste allerdings bei unserem Bauvorhaben die Erfahrung machen, dass der Trockenbautrupp davon leider keine Ahnung hatte (hat so ausgeschaut als ob sie das zum ersten Mal machen würden) und das dann erst im dritten Anlauf und da auch nur mit Latte leidlich geschafft hatte.

    Nach Gespräch mit Architekten (und er dann mit Blitzer) wird es wie in Ausführung Bild 13 - 2014-03. nur würden Sie nicht im unteren Bereich sondern im oberen Bereich des Fundaments langgehen.
    Ist das ein Problem?

    Nun ja, üblicher Beton hat ja eine geringere Leitfähigkeit als Metall. Je weiter du von der Erde (also Unterkante Fundament) weg bist mit dem Bandstahl, desto höher wird der Erdübergangswiderstand sein, ist also suboptimal m.M. nach.


    Das ist bisher nicht erwähnt worden, aber nur um sicher zu gehen: Es wird kein WU-Beton verwendet, oder?

    Ich sehe jedenfalls selbst als E-Technik-Ing. bei seinen Beiträgen den Wald (wie geht's richtig?) vor lauter Bäumen (Normnennungen wie z.B. [definition=25,0]DIN[/definition] [definition=27,0]EN[/definition] 62305 (VDE 0185-305) ) nicht.

    Finde ich nicht. Komme da schon recht gut mit.
    Mag aber auch daran liegen, dass ich die entsprechenden Fachartikel von Kleiske (und noch ein paar anderen) und die verschiedenen Normen gelesen hab.


    ---------- 25. Juli 2017, 17:05 ----------


    Bei der umfassenden Inkompetenz muss man sich nicht wundern, dass deswegen bestritten wird, dass die [definition=25,0]DIN[/definition] 18014 noch eine Anerkannte Regel der Technik ist.

    Ja, es gibt aber auch Rechtsmeinungen, dass es unerheblich ist, ob die [definition=25,0]DIN[/definition] 18014 eine aRdT ist oder nicht, weil angenommen werden kann, dass zumindest die [definition=25,0]DIN[/definition] VDE 0100-540 eine aRdT ist, die wiederum zur Ausführung auf die [definition=25,0]DIN[/definition] 18014 verweist.
    Die Rechtsmeinung sagt auch, um zu widerlegen, dass die VDE 0100-540 eine aRdT sei, müsste man einen umfassenden Beweis führen, nicht bloß einen Anscheinsbeweis, was schlicht unmöglich sei.

    Wenn es schon mal drin ist, dann ist es drin und dann ist es unerheblich wie es ausgeführt wurde. Hauptsache es funktioniert und der Erdwiderstand ist OK.

    Nö, es muss schon nach den [definition=13,0]a.R.d.T[/definition] ausgeführt worden sein. Der Erdwiderstand kann auch bloß zufällig ok sein (weil grad Wasser ins Haus läuft) und in ein paar Jahren nicht mehr, weil der verzinkte Stahl vergammelt ist.