Beiträge von saibot2107

    Hälst du mich für doof?

    Beim Betonkanu (genau wie bei der Güllegrube oder beim im Grundwasser stehenden Keller) erzeugt nicht der Beton, sondern die Luft darin den Auftrieb!

    Klugscheißmodus an

    Genaugenommen erzeugt das Fluid, in dem das Bauwerk steht, den Auftrieb. Sogesehen kann (flüssiger) Beton sehr wohl einen Auftrieb erzeugen.

    Klugscheißmodus aus

    Wenn man den Fokus "das Wohl der Kinder" ausschließlich auf die Abwägung von Risiken/Nutzen für die Gesundheit eines Kindes ansieht - ja genau. Und den Teil kann ich auch nachvollziehen.

    Das Problem das ich sehe ist, dass die unmittelbaren Folgen für den gesellschaftlichen Teil - hohe Ansteckungsraten unter Schülern / Quarantäne / Wechsel- Fernunterricht - und damit letztlich auch auf die psychosoziale Gesundheit der Gesellschaft - in dieser Abwägung eben keine Rolle spielten. Also HAT die Stiko den gesellschaftlichen Teil ausgeblendet. Vielleicht darf sie dabei das auch gar nicht, sondern ist ausschließlich auf den medizinischen Teil fokussiert. Dieses nicht-über-den-medizinischen-Horizont-hinausschauen empfinde ich trotzdem als Versagen.

    Aber Versagen hier nicht eher die anderen Gesellschaftsteile? Ich meine, von Schülern/Kindern wurde die letzten 1,5 Jahre extreme Rücksicht gegen über allen Älteren verlangt, um diese zu schützen. Müsste jetzt nicht die gleiche Rücksichtnahme von den Älteren, geimpften verlangt werden, um die Jüngeren, die noch nicht geimpft werden können zu schützen?

    Ich meine, die über 12-jährigen könnten sich ja immerhin impfen lassen, für alle jüngeren gibt es aber auf absehbare Zeit noch gar keinen Impstof..

    Wenn jetzt die Politik im Gegensatz zur Stiko Impfungen für SchülerInnen empfiehlt, weil sie eben den gesellschaftlichen Teil NICHT ausblendet, dann empfinde ich das nicht als Versagen der Politik, sondern als Versagen der Stiko.

    Soweit ich das verstanden habe, hat die Stiko keine allgemeine Empfehlung für die Impfung der 12 bis 16-jährigen ausgesprochen, weil die Daten zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht gezeigt haben, dass es eine "positive Kosten-Nutzen-Rechnung" gibt. Will sagen, aus den damals der Stiko vorliegenden Daten ging noch nicht hervor, dass durch eine Impfung dieser Gruppe mehr schwere Verläufe verhindert werden, schwere Impfnebenwirkungen auftreten.


    Die Stiko blendete IMHO also nicht den gesellschaftlichen Teil aus, sondern legte den Fokus auf "das Wohl der Kinder", nach dem Motto: "Warum (schwere) Nebenwirkungen riskieren, wenn das Risiko schwer zu erkranken geringer ist?".


    Wenn ich die Vorsitzende des Ethikrates bei Markus Lanz allerdings richtig verstanden habe, liegen mittlerweile Daten vor, die mit dem oben genannten Hintergrund eine allgemeine Impfempfehlung rechtfertigen würden.

    Bei vorangehender Planung hätte man auf die Idee kommen können, den Bodenaufbau beider Geschosse auf exakt eine Steigung zu erhöhen, also auf ca. 17 cm - 18 cm und so ein Problem geschmeidig hätte umgehen können.

    Sofern die Deckrn diese nicht unerhebliche Zusatzlast vertragen. Selbst 10 cm mehr Fußbodenaufbau können durchaus aus statischer Sicht kritisch werden. Nur mal so als Gedanke. Der Ausgangspost hört sich für mich nämlich nicht unbedingt danach an, dass geprüft wurde, ob die Zusatzlast zulässig ist.

    Laut der Einbauhinweisen der Hersteller sollen zwischen den Elementen 5 mm Platz gelassen werden. Diese Fugen sollte man also tatsächlich nicht abdichten? Ich nehme das als Expertentipp so auf, bin halt nur irritiert weil in quasi allen Einbauhinweisen aller Hersteller steht, dass die Fugen z.B. mit Bitumenbahnen abzudichten sind.

    Die Fuge würde ich schon abdichten, wie in den Produktdatenblättern angegeben. Im schlimmsten Fall läuft halt sonst aufstauendes Sickerwasser durch die Fugen. Die Bewehrungsstäbe in den Ösen dienen nur der Kippsicherung während der Montage und haben keine spätere tragende Funktion. Jede Mauerscheibe ist für sich standsicher.

    d.) Wie ist es in der Praxis mit der Nutzung einer Noppenbahn auf der Rückseite der Stützwinkel? Einige schlagen das so vor, KANN hingegen schreibt "Außerdem darf keine vollflächige Abdichtung auf der Mauerscheibenrückseite erfolgen, da in diesem Fall der statisch erforderliche Wandreibungswinkel unterschritten wird" Werden hinter großen Stützwinkeln tatsächlich keine Noppenbahnen verlegt oder sind mit "vollflächige Abdichtungen" keine Noppenbahnen gemeint?


    Vielen Dank

    Wenn die Mauerscheiben von "KANN" zum Einsatz kommen und "KANN" eine vollflächige Abdichtung in den Produktdatenblättern untersagt, ist dies unbedingt zu beachten.

    Wichtiger Hinweis am Rande: Die Hersteller machen auch detaillierte Angaben zum Hinterfüllmaterial (Wichte, innerer Reibungswinkel, Kohäsion (die bodenmechanischen Eigenschaften des Materials also), die unbedingt einzuhalten sind. Der Hintergrund ist, dass es für die Mauerscheiben eine sogenannte "Typenstatik" gibt, die nur bei Einhaltung der vom Hersteller genannten Randbedingungen gültig ist. Wird von den Randbedingungen abgewichen, so ist auch für die Fertigteile eine individuelle statische Berechnung erforderlich, die zu unschönen Ergebnissen führen kann. Wenn hier also tatsächlich ein bindiger Boden im Ursprungsgelände ansteht, kann dieser für die Hinterfüllung der Mauerscheiben nicht nochmal verwendet werden, sofern keine individuelle Statik aufgestellt wird.

    ... in Griechenland wird z.B. Geld gezahlt, damit sich Leute impfen lassen ...

    Was meist ein schlechtes Zeichen ist, da es meist daraufhinfeutet, dass dichvzu wenige Menschen impfen lassen und diese so " gelockt" werden sollen.

    Quasi der letzte Schritt vor der Impfpflicht...

    /Klug-Scheiß-Modud an:

    Kleine Korrektur: 1 N = 1 kg×m/s^2.

    Da Statiker im Grunde ihres Herzens Faul sind wird die Erdbeschleimigung aus 10 m/s^2 gerundet.

    Wenn man nur eine Dezimalstelle mitnimmt, ändert sich an obiger Rechnung nicht. Ansonsten stünde da. 1.444 N.

    /Klug-Scheiß-Modus aus

    :D:P

    Ob es zulässig ist, dass man hier einfach ein Beispielfahrzeug heranzieht, sagen wir mal mit 3 to Gewicht, und eine Geschwindigkeit von xxkm/h, das weiß ich nicht. Das ist Sache der Statiker. Es würde mich wundern, wenn jeder die Umgebungsbedingungen so lange abschwächen darf, bis es ihm in den Kram passt.

    Nein, ist es in aller Regel nicht. In den Normen gibt es entsprechende Lastannahmen.

    Abweichungen hiervon können zulässig sein, da Normen ja in der Regel keinen Gesetescharakter haben sonder als ardT Empfehlungen geben.

    Der Ingenieur kann hiervon abweichen, muss dies, im Extremfall vor Gericht, aber gut Begrünsen können, warum die Abweichung im Komkreten Fall sinnvoll und richtig war.

    Randnotiz: Der Aufsteller der Statik haftet in strafrechtlicher Sicht und bei grober Fahrlässigkeit bzw. bei Vorsatz auch in zivilrechtliche Sicht persönlich. Da ist es auch egal, wer sonst noch mit welchen Zusätzen als Firmenvertreter mit unterschreibt.

    Hört sich insgesamt nach eine Carport an. Dann sind 10 kN in 50 cm Höje über dem Belag anzusetzen, wenn die Gesamtstandsicherheit des Bauwerks gefährdet ist.

    So wie sich die Beschreibungen anhören, wird es aber nicht möglich sein, den Balkenschuh bzw. die Dübel für diese Last auzulegen. Selbst die Stütze könnte bei 4,00 m schon schwierig werden.

    Also entweder einen Anprallschutz vorsehen oder den Carport so planen (lassen), dass das Tragwerk nach ausfallen der Stütze nicht direkt einstürzt.

    gleichzeitig darfst Du bei Deinen Überlegungen aber nicht vergessen, dass den 867 verhinderten schweren Verläufen "nur" knapp 25 (wenn ich mich nicht verrechnet habe) gegenüberstehen.

    Du hast recht, dass diese Statistik nichts über das individuelle Risiko aussagt.

    Dein Haus ist aber auch keine 22 Jahre alt oder?

    Im modernen EFH-Bau sind im Dach meist relativ große Reserven, da in der Regel die Abmessungen der Sparren nach der Dicke der erforderlichen Dämmung und nicht nach statischen Erfordernissen dimensioniert werden, will sagen: Die Sparren sind aus statischer Sicht meist deutlich überdimensioniert...

    Die 12,x% beziehen sich auf das jeweilige Geschlecht bzw. deren Anteil an der Gesamtbevölkerung. Du darfst die 12,8 und 12,3 also nicht addieren.


    In der Altersgruppe 40-49 gibt es ca. 5,175 Mio weibliche und 5,251Mio männliche Personen. Laut destatis waren es in 2018 glaube ich 5,014 Mio weiblich und 5,091 männlich.

    Die 20,78 Mio nur für diese Altersgruppe, das wäre bei ca. 83,4 Mio Gesamtbevölkerung nicht plausibel, dann hätte die geburtenstarke Altersgruppe ja noch mehr und zusammen die 2 x 10 Jahre Altersgruppen schon mehr als 50% an der Gesamtbevölkerung.

    Also nach meiner Rechnung entsprechen 12,8% 10,60 Mio Männer (12,8/100*82,79=10,60) und 12,3 10,18 Mio Frauen (12,3/100*82,79=10,18) macht in der Summe 10,60+10,18=20,78 Mio Menschen in der Altergruppe 40-49 Jahre. Ich wüsste auch keine mathematische Begründung, warum man die prozentuale Anteile nicht addieren dürfte.

    Hier die zugrundegelegte Verteilung und hier die Bevölkerungszahl.


    Ergänzung

    Kann aber sein, dass ich hier noch einen Denkfehler habe, passt nämlich nicht zu dieser Verteilung aus 2017.

    Wenn ich wirklich einen Denkfehler habe, meine Zahlen oben halt halbieren. Ändert aber am Ergebnis nicht wirklich was...


    Ergänzung2:

    Habe meinen Denkfehler gefunden. Die 12,8% bezieht sich auf den Grundwert ca. 50% der Gesamtbevölkerung also 12,8/100*50/100*82,79=5,30 Mio. Meine Zahlen von oben also tatsächlich halbieren. Ändert aber insgesamt, insbesondere an der Tendenz, nix...

    Ah..., das alte "Problem" beim Bauen im Bestand.

    Selbst Berufskollegen in der öffentlichen Verwaltung haben oft ein Problem damit, zu verstehen, dass sie bei der Nachrechnung bestehender Konstruktionen als Ergebnis gesagt bekommen können, dass das Vorhaben nicht umsetzbar ist. Man erwartet vom Statiker irgendwie immer, dass er grünes Licht gibt.

    In so einem Fall kann es aber halt vorkommen, dass die "Ampel" des Statiker aus rot springt und der Auftraggeber für etwas bezahlen muss, was entweder dazu führt, dass das Vorhaben stirb oder, dass es deutlich teurer wird; im konkreten Fall dadurch, dass der Dachstuhl erneuert werden müsste.


    Wenn ich es richtig überblicke, sind wir seit dem Baujahr mindestens bei der dritten Normengeneration (sowohl was die Lasten, als auch was die Bemessung angeht) angelangt. Wenn ich den Holzbau jetzt noch richtig im Kopf habe (bin kein Spezialist), wurden insbesondere die Nachweise deutlich ungünstiger, so dass eine Nachrechnung zeigen könnte, dass das Dach rechnerisch auch ohne die PV-Anlage nicht mehr standsicher ist. Und 7% Reserve, wenn denn der TE die Bestandsstatik richtig gelesen hat, sind nicht wirklich viel...

    Ich lese da schwarz auf grau: Zahl der Intensivstations-Einweisungen, die vermieden wird je 100K. Also werden bei Inzidenz von z.B. 60 ca. 17 geimpfte weniger Krank von 100K als ohne Impfung. (Diese ganze Thrombosesache lass ich mal außen vor.) Das sind besagte 0,017%. Heißt also, mit AZ-Impfung sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine Intensiv-Einweisung um 0,017%, oder? Leider weiß ich nicht, wie die Wahrscheinlichkeit ohne Impfung ist.


    Deine Positiv-Rechnung würde vermutlich dazu führen, dass sich noch viel weniger impfen lassen. Hätten wir tatsächlich im gleichen Fall z.B. 15 Thrombose-Fälle je 100K , wäre der Aufschrei recht groß.

    Nein, siehe auch Beitrag von Anda. Die Wirksamkeit von Astrazeneca liegt bei bis bis zu 80%. Von der Zulassungsbehörde wurde eine Wirksamkeit von mindestens 50% gefordert.

    Nochmal: die Zahlen von SirSydom zeigen nur, dass mehr schwere Krankheitsverläufe verhindert werden, als gleichzeitig schwere Nebenwirkungen (Trombose) auftreten.

    Nur mal am Rande: 2018 gehörten 25,1 % der Bevölkerung zur Altersgruppe der 40-49 jährigen (12,8% Männder und 12,3% Frauen), also zu deiner Altersgruppe. 2018 hatte Deutschland ca. 82,79 Mio Einwohner, in deiner Altersgruppe gab es also ca. 20,78 Mio Menschen. Geht man vereinfachend davon aus, dass alle Mitglieder dieser Gruppe mit Astrazeneca geimpft werden, so zeigen die Zahlen von SirSydom, dass zw. 1.184 (Inzidenwert 20) und 10.702 (Inzidenzwert 200) Intensivstation-Einweisungen vermieden werden; gleichzeitig treten in der Altersgruppe 104 Fälle von Trombosen auf. Vielleicht helfen die absoluten Zahlen besser beim Verständnis...

    Nur mal am Rande 2: Selbst wenn die Anzahl der Trombosefälle bei 15/100k läge (0,015%) wäre das immer noch eine seltene Nebenwirkung. Eine Nebenwirkung gilt dann als selten, wenn sie bei 1 bis 10 Behandelten je 10.000 Anwendungen vorkommt. Das sind Nebenwirkungen, die du in keiner klinischen Studie zur Zulassung des Impfstoffes finden kannst, da du gar nicht ausreichend viele Teilnehmer hast; für Biontech waren es glaube ich 40.000, bei Astrazeneca weiß ich es nicht. Dass diese seltene bis sehr seltene Nebenwirkung der Impfung so früh gefunden wurde, liegt doch nur daran, dass innerhalb kürzester Zeit Millionen Impfdosen verabreicht wurden. Unter normalen Umständen, also wenn es z. B. "nur" ein neuer Impfstoff gegen eine "alte" Krankheit wäre, hätte es wahrscheinlich Jahre gedauert, bis diese Nebenwirkung entdeckt worden wäre...

    Sorry, mit Dir zu diskutieren wird irgendwie langweilig. SirSydom hat nur Zahlen für das Risiko einer Thrombose gegenüber Vermeidung Intensivstationeinweisung bei AZ gezeigt.


    Ich finde die Beschreibung etwas unglücklich in der Darstellung. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit sehe in meiner Altersgruppe - ich nehm mal die goldene Mitte: sofern ich das richtig interpretiere verhindert die Impfung bei rund 17 Fällen von 100K eine Intensivstationbehandlung? Das sind 0,017 % oder mein Rechner geht falsch. Ich soll mich also wegen einer Wahrscheinlichkeit von 0,017% schwer zu erkranken, impfen lassen? Oder sind das keine absolute Zahlen?

    Diese Schlussfolgerung lassen die Zahlen von SirSydom gar nicht zu. Die Zahlen dienen nur dazu, um für sich selbst abzuschätzen, ob der Nutzen einer Impfung mit dem Impfstoff von Astrazeneca für einen selbst hinsichtlich der "Kosten-Nutzen-Rechnung" auf der positiven Seite ist oder nicht. Auf der positiven Seite ist die Rechnung dann, wenn durch die Impfung mehr schwere Verläufe verhindert werden, als schwere Komplikationen durch die Impfung auftreten, wobei die Zahlen zeigen, dass dies ab einem Inzidenzwert von 20 für alle über 30 und ab einem Inzidenzwert von 60 für alle über 20 der Fall ist. Bei einer 47 jährigen Frau werden durch die Impfung zw. ca. 10 und ca. 100 mehr schwere Fälle vermieden, als schwere Komplikationen auftreten.

    Aus den Zahlen kann aber nicht geschlossen werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an COVID-19 zu erkranken...

    Man kann ein Protokoll so deuten, dass die erstellende Person damit bereits gemachte Vorschläge / Angebote festhält, welchen von den Empfangende widersprochen werden kann = Ablehnung. Schweigen heißt dann Zustimmung - und zwar auch ohne diesen Passus. [...] Daraus würde ich aber nicht im Umkehrschluss ableiten wollen, dass Protokolle von asymmetrisch zwischen Kaufleuten und Verbrauchern geführten Gesprächen auch immer diesen Charakter haben müssen. Zumindest können Kaufleute (BU) damit nicht die stille Zustimmung von Verbraucherinnen oder Verbrauchern erlangen.

    Umgekehrt dann aber schon, oder? Ich meine wenn der Verbraucher/die Verbraucherin das Protokoll erstellt und an das Bauunternehmen (=Kaufmann/-frau) verschickt.

    Ich nehme für mich mit, dass der oben von mir genannte Passus im beruflichen Umfeld relativ unsinnig ist, da er sozusagen automatisch vorhanden ist...

    Wie sollte man die "ernsthaften" Vehandlungen denn sinnigerweise dokumentieren?

    Am Ende streitet der GÜ alles ab... dazu zwingen, ein Besprechungsprotokoll zu unterzeichnen kann ich ja auch nicht, ich kanns probieren, aber... ?

    Ich habe jetzt schon mehrfach Besprechungsprotokolle mit folgendem Schlusssatz gesehen:


    Zitat

    Einwendungen zum Protokoll sind innerhalb von 7 Tage anzumelden, ansonsten gilt das Protokoll als akzeptiert/angenommen

    Als juristischer Laie habe ich keine Ahnung ob das eine wirklich rechtssichere Formulierung ist. In meinen Augen aber besser als gar nix, da man die Unterschrift ja tatsächlich nicht erzwingen kann. Vor allem aber, wenn die Gegenseite Einwendungen gegen Formulierungen im Protokoll hat, existiert automatisch ein Schriftverkehr, der die "ernsthafen" Verhandlungen dokumentieren würde.

    Mein Vater sagt in solchen Situationen immer: "Wer schreibt der bleibt." War wohl mal ein Rat des Firmenanwaltes. Wobei es laut Firmenanwalt dabei erstmal egal sei, wie man schreibt (Brief, Fax, E-Mail), die Hauptsache sei, man kann dem Gericht im Zweifelsfall irgendwas vorlegen, insbesondere wenn Aussage gegen Aussage steht...

    Der Sachverständige hat mir heute nahegelegt eine umfassende Mängelanzeige zu verfassen und diese per Einschreiben und Rückschein an den Chef der Firma zu schicken.

    Bin zwar kein Juristy habe aber mal folgendes "gelernt":

    Schreiben ja, Einschreiben auch. Aber weder Einschreiben mit Rückschein noch ein Einschreiben mit persönlicher Übergabe. In beiden Fällen kann der Empfänger die Annahme verweigern, wodurch das Schreiben als nicht zugestellt gilt und auch keine Friste zu laufen beginnen oder gestoppt werde.

    In so einem Fall immer als Einwurfeinschreiben, dann gilt der Postbote als Zeuge, dass das Schreiben zugestellt wurde, was man über die Nachberfolgen auch selbst überprüfen kann.

    Es braucht keine Statik vorliegen, aber im Falle eines Falles wäre nachzuweisen, das die Konstruktion fachgerecht erstellt wurde. Das geht nur mit Statik. Andernfalls lässt das Gericht das durch eine/n ö.b.u.v. SV prüfen.

    Das Gericht wird in Schadensfall immer einen SV einschalten, auch wenn eine Statik vorliegt, da das Gericht mangels Sachberstand gar nicht beurteilen können wird, ob eine ggfs. vorliegende Statik nach den anerkannten Regeln der Technik bzw. den zum Zeitpunkt der Planung/Errichtung gültigen Normen erstellt wurde bzw. ob ggfs. Mängel in der Statik für den Schaden ursächlich waren.

    Ich betrachte das aus der Ingenieursperspektive und verlasse mich auf die Berechnungen. Kannst spaßeshalber ja mal die Scherkraft/Reibkraft einer M20 10.9 Schraube berechnen...

    Was genau sollte man das vor Korrosion schützen? Nach 10 Jahren sind ca. 0,1 mm korrodiert.

    Anja, so ganz unerheblich ist das Thema Korrosionsschutz nicht.


    Nach EAU beträgt die Abrostungsrate 0,02 mm pro Jahr und Seite im Süßwasser; Werte nach DIN EN 1993-5 habe ich gerade nicht zu Hand, meine mich aber erinnern zu können, dass diese höher sind. 0,1 mm währen also nach 2,5 bis 5 Jahren erreicht. Eine M20 wäre also nach 500 bis 1000 Jahren vollständig aufgelöst.


    Aber: so eine Schraube ist ab dem Zeitpunkt, zu dem sie belastet wird, zu x% ihrer Tragfähigkeit ausgenutzt. Mit jedem Bruchteil eines mm, der abrostet, steigt die Ausnutzung der Schraube an, bis die Schraube irgendwann versagt. Je höher die Schraube zu Beginn ausgenutzt ist, um so früher tritt der Zeitpunkt des Versagens ein. Aufgabe des Tragwerksplaners wäre es, wenn kein dauerhafter Korrosionsschutz vorgesehen ist, nachzuweisen, dass der Zeitpunkt, zu dem die Schraube soweit abgerostet ist, dass sie versagt, erst nach erreichen der planmäßigen Lebensdauer des Bauwerks (bei EFH bzw. im Hochbau meist 50 Jahre, im Ingenieurbau meist 80 - 100 Jahre) eintritt.

    Ein Betonwerk kann auch mit erdfeucht was anfangen. Halt nur nicht "offiziell".

    "Erdfeuchter Beton" ist tatsächlich ein definierter, offizieller Begriff, der immer den gleichen Beton "erzeugt". Nämlich einen Beton mit einem w/z-Wert </= 0,4. Wenn in den Vorgaben also "erdfeuchter Beton" gefordert wird, kann man den bei Betonwerk so bestellen. Die wissen dann auch offiziell, wie der Beton zu mischen ist und welche Konsistenz er haben soll.

    Bei der geringen Menge muss man sich aber darüber im klaren sein, dass das Betonwerk einen erheblichen Preiszuschlag verlangen wird, wenn nicht zufällig in der Nachbarschaft eine größere Baustelle ist, die am gleichen Tag betoniert. In so einen Fahrmischer passen nun mal 7,5 m3 rein, der wäre also nur zu ca. 1/5 ausgelastet.

    Selbst Mischen ist keine Option?

    Wo unterscheiden sich dann:

    EFH

    ZFH

    EFH mit Einliegerwohnung?:eek:

    Laut Wikipedia gibt es seit spätestens 2001 wohl keinen Unterschied zwischen EFH mit Einliegerwohnung und ZFH mehr. Die Einliegerwohnung war wohl bis 2001 im "Wohnungsbau- und Familienheimgesetz (zweites Wohnungsbaugesetz) definiert, danach gibt es wohl keine offizielle Definition mehr.