Beiträge von saibot2107

    Wenn die Punkte in der Musterfläche nicht drin waren, hat der Fuger ein mächtiges Problem. Die Punkte dürften in der Fläche auch dem neutralen Betrachter auffallen und damit eine optische Beeinträchtigung darstellen -- Mangel

    Kommt meiner Meinung nach darauf an.

    Die gezeigten Fotos, die noch nicht mal aus Armeslänge Entfernung aufgenommen wurden, sind jedenfalls nicht geeignet um optische Beeinträchtigungen der Fassade aus gutachterlicher Sicht zu beurteilen. Hier wäre der "übliche Betrachtungsabstand" anzuwenden, der bei einer Fassade in der Regel mehrere Meter beträgt. Die Frage wäre also zunächst mal, ob die Punkte in den Fugen, die ja definitiv vorhanden sind, z. B. vom Straßenrand - ggfs. wäre sogar ein noch größerer Abstand zu wählen, ohne weitere Hilfsmittel (Kamerazoom) erkennbar wären.

    Viele optische Beanstandungen lösen sich bekanntlich in Luft auf, wenn man mehrere Meter entfernt ist.

    Den medien reichts dann immer für eine passende Überschrift

    damit das emotionniveau ncht sinkt

    Fahrlässiges spielen mit Zahlen -

    Preisentwicklung seit 60 Jahren

    https://www.ifw-kiel.de/filead…lung-Marktsegmente_DE.svg

    Wieso fahrlässiges Spielen mit Zahlen?

    Die Aussage ist doch grundsätzlich richtig. Wenn man sich die Preisentwicklung im verlinkten Beitrag ansieht, gab es in den letzten 60 Jahre zu keinem Zeitpunkt einen größeren Preisverfall.

    Und im Spiegel-online-Artikel wird auch klar gesagt, dass dem aktuellen, historisch einmaligen Preisverfall ein historisch ebenfalls einmaliger Preisanstieg, der etwa 2009 einsetzte, voranging.

    Die Überschrift ist halt bestens geeignet, um Aufmerksamkeit zu generieren...

    Dieses Problem ist aber nicht auf die Kombination von §34 BauGB mit Art. 57 BayBO beschränkt. In Gebieten nach §30 BauGB i.V. mit Art. 58 BayBO muss ebenfalls keine Behörde mehr prüfen. Auch bei Bauvorhaben nach Art. 59 BayBO wird nicht die Einhaltung aller Vorschriften geprüft.

    Bei §30 BauGB gibt es aber einen Bebauungsplan, der, für mich zumindest, in der Regel deutlich klarer ist, als eine Einfügung gem. §34 BauGB, die ja immer auch ein Stück weit vom subjektiven Empfinden des Betrschters abhängt.

    Und auch bei Art. 59 BayBO geht es um überprüfbar Vorschriften, die nicht geprüft werden. Hier traue ich jedem Entwirfsverfasser zu, diese korrekt umzusetzen.

    Nach meinem Empfinden sieht das bei §34 BauGB aber anders ein. Bei der Frage, ob sich ein bestimmtes Objekt in die Umgebung einfügt, können mehrere Fachleut IMHO durchaus zu unterschiedlichen Meinungen kommen und da wäre es mir persönlich fast zu Riskant verfahrensfrei zu bauen, zumindest wenn gewisse persönliche "Akzente" umgesetzt werden sollen. Wenn ich, wie alle Nachbarn, das Gartenhaus "Amberg" von örtlichen Baumarkt errichten möchte, wäre es mir Egal, wenn dagegen ich als Gartenhaus ein individueller Nachbau in verkleinerte Maßstab eines Fachwerkhauses wäre es mir schon nicht mehr egal, weil die Frage, ob sich dieses in Umgebung einfügt, schon wesentlich komplizierter wäre.

    Das kommt darauf an, wer wie gefragt wird. Hier hat der TE ja eine Aussage bekommen, obwohl sein Vorhaben verfahrensfrei ist.

    Schon klar, aber verbindlich sind diese Aussagen ebensowenig wie die Aussagen der Gemeinde.

    Der hier angefragte Fall, so habe ich es zumindest verstanden, ist ja wohl ziemlich eindeutig, zumindest für die anwesenden Experten. Aber wie sehe es aus, wenn auch nur einer es für zulässig hielte?


    Und nochmal: Es geht nur um mein persönliches Empfinden. Die anwesenden Experten, zu deren Tagesgeschäft das gehört, haben mit dieser Kombination ja offensichtlich kein Problem. Und es ist ja gleichzeitig auch nicht so, dass in Deutschland reihenweise verfshrensfrei errichtete Bauwerke zurückgebaut werden müssen. Wenn das so wäre, gäbe es die Verfahrensfreiheit wahrscheinlich nicht mehr, weil sich gezeigt hätte, dass es in der Praxis nicht funktioniert. Ich fand es halt nur etwas komisch, dass §34 BauGB nicht automatisch ein Genehmigungsverfahren verlangt, was ich als jemand, der damit nichts zu tun hat und noch nie damit in Berührung kam, genau das erwartet hätte.

    Und wenn mein AG unbedingt etwas meiner Meinung nach unzulässiges realisieren will, wie es hier sein könnte, dann weise ich ihn explizit darauf hin und lasse mich von der Haftung dafür freistellen. Anders herum kann ich mich absichern, indem bei der Bauaufsicht unverbindlich um deren Einschätzung bitte und gehe dann damit um, denn ich schulde meinem AG ja eine genehmigungsfähige Planung.


    Wenn der Bauherr etwas meiner Meinung nach unzulässiges ausführen (lassen) will, endet für mich der Auftrag mit dem expliziten Hinweis darauf. Ja, das sorgt schon mal für schlechte Laune auf der anderen Seite, aber ich bin ja kein Entertainer!

    Darum ging es mir weniger. Mir ging es eher um solche Fälle, bei denen sich der Entwurfsverfasser eigentlich sicher war, dass es zulässig war, sich im Nachhinein aber herausstellt, dass der Entwurfsverfasser "geirrt" hat.

    Wie gesagt, keine Ahnung, ob es solche Fölle in der Realität jemals gab. Ich habe daher auch nur mein ganz persönliches Empfinden zu diesem "Verfahren" kundgetan. Nach meiner persönlichen, laienhaften und juristisch durch nichts abgesicherten Meinung passen §34 BauGB und verfshrensfreie Bauvorhaben nicht zusammen.

    Aber wie gesagt: Die weit überwiegende Mehrheit entsprechender Maßnahmen, an denen eine Entwurfsverfasser (m/w/d) beteiligt ist, werden ohne Beanstandungen "über die Bühne gehen", sonst gäbe es dieses Verfahren wahrscheinlich auch schon nicht mehr.

    Okay woeder was dazu gelernt. Und für mich persönlich erkannt, dass IMHO nicht jede Vereinfachung von Gesetzen unbedingt eine gute Idee ist.

    Ich neine, die Verfahrensfreiheit wurde ja "erfunden", um die Genehmigungsbehörden zu entlasten. Aus meiner Sicht führt es aber IMHO, insbesondere in dem Fall, dass §34 BauGB zur Anwendung ein Stück weit zu einem gewissen Maß an rechtlicher Unsicherheit, weil mir im Vorfeld niemand bestätigt, dass sich mein geplantes Bauwerk, hier eine Garage, auch tatsächlich in die Umgebung einfügt. Damit will ich jetzt auch nicht an der Kompetenz sämtlicher Entwurfsverfasser zweifeln. Ich glaube schon, dass das in den meisten Fällen nicht zu einem Konflikt führt. Hilft hat nicht, wenn mein Fall zum Konflikt führt und meine Garage zum Schwarzbau wird. Und die Haftoflichtversicherung des Entwurfsverfassers hilft mir auch nicht, wenn die Feststellung, dass es sich um einen Schwarzbau mach mehr als 5 Jahren erfolgt.

    Muss nochmal nachfragen, weil ich es wirklich verstehen will.

    Im besten Fall beauftrage ich also einen entsprechenden Experten (m/w/d) mit der Planung, der dabei alle rechtlichen Aspekte prüft und zu dem Ergebnis kommt, dass das Bauvorhaben zulässig sei. Danach beauftrage ich eine Baufirma und mit der Baubeginnsanzeige erfährt die entsprechende Genehmigungsbehörde - im schlechteren Fall zum ersten mal - davon, dass ich überhaupt vorhabe etwas zu bauen und könnte dann theoretisch noch "Einspruch" erheben?

    Ich hab bisher nichts wahrgenommen was eine ELW attraktiv machen würden. du?

    Oh, mir fällt da was ein:

    • aus Vermietersicht: §573a (1) BGB. Der Vermieter kann das Mietverhältnis auch ohne berechtigtes Interesse im Sinne des §573 kündigen, das gilt aber streng genommen für jedes Gebäude mit maximal zwei Wohneinheiten, so lange der Vermieter eine der beiden Wohneinheiten selbst bewohnt.

    Eine Baugenehmigung zu beantragen dürfte nichts bringen. Wir kennen die Meinung der Gemeinde. Sie wollen nichts in den Vorgärten haben, obwohl dort schon genug gebaut worden ist. Sie würden in jedem Fall mit §34 argumentieren und sagen, dass sich eine solche Garage nicht einfügen würde. Das wurde uns auch schon mündlich mitgeteilt.

    Bin jetzt absolut kein Experte was Baugenehmigungen angeht, aber hierzu folgende Frage an die Experten:

    Wäre in diesem Fall ein gestellter Bsuantrag nicht in so fern hilfreich, als dass die Genehmigungsbehörde die Ablehnung schriftlich begründen müsste und man gegen diese Ablehnung - im Gegensatz zur mündlichen Aussage - entsprechend vorgehen könnte?

    Eine Leiter ist ein Hilfsmittel und da hört dann die Panoramafreiheit auf.

    Und hier ein entsprechendes Urteil des BGH.

    Zitat

    Dies müsse auch für den Einsatz besonderer Hilfsmittel wie Leitern, Drohnen oder die Entfernung eines Sichtschutzes gelten, da diese eine andere Perspektive eröffnen (zu Leitern BGH, Urteil vom 27.04.2017 - Az. I ZR 247/15 - AIDA Kussmund). Unter Berücksichtigung der Interessen des Urhebers müsse sich bei § 59 Abs. 1 UrhG um eine Perspektive handeln, die sich vom Boden aus oder eine mit dem Boden dauerhaft und fest verbundenen Gegenstand aus ergebe. Dies seien Straßen, Wasserwege, Aussichtstürme etc.

    Für einen Perspektivwechsel wäre als das Besteigen eines öffentlich zugänglichen, höheren Punktes erforderlich. Das bloße Aufstellen einer Leiter reicht somit nicht.

    Architekten haben deshalb kein Urheberrecht auf Abbilder von ihnen geschaffener Werke und können deshalb auch keine Abbilder ihrer Werke verhindern.

    Solange, wie Skeptiker schon geschrieben hat, die Aufnahme von öffentlich zugänglichen Orten, ohne technische Hilfsmittel, entstanden ist, wobei noch zu klären wäre, was ein technisches Hilfsmittel ist.

    Ich weiß, dass Drohnenaufnahmen nicht zu dieser Eegelung gehören, aber wie sieht es aus, wenn der Fotograf auf einem öffentlichen Platz auf eine Leiter steigt, um eine schönere Perspektive zu erhalten?

    Ich bin gewiss kein Nationalist, aber TS (Ausführungsort), Antwortende und auch ich sind offensichtlich in D tätig, so dass die technischen Regeln für Österreich hier auf Abwege führen. Die österreichische Normung differiert nach meiner Beobachtung beim konstruktiven Holzschutz in Details von der aktuellen dt. Normung. Dies scheint einer der Punkte zu sein.

    Alles richtig und von mir auch nicht anders behauptet, war in der Nacht nur das erstes, was ich auf die schnelle zu diesem Thema gefunden habe, deshalb auch der Hinweis, dass es erstmal nur für Österreich gilt. In Deutschland habe ich tatsächlich bisher nur eine Webseite gefunden, die eine zweite Abdichtungsebene auf dem Rohbau vorgeschlagen hat, der zugehörige Artikel ist allerdings aus dem Jahr 2016 und somit schon etwas älter.


    Davon unabhängig und um auf die Ausgangsfrage von SirSydom zurückzukommen. Bei meiner Recherche zum Thema "zweite Abdichtungsebene auf dem Rohbau" bin ich über die Literaturhinweise in DIN 18534-3 auf das ZDB-Merkblatt "Abdichtung im Verbund mit Fliesen und Platten" gestoßen. Dort ist in Abschnitt 3.6 (Seite 160ff) die Reparatur von Fliesenbelägen mit Verbundabdichtungen beschrieben. Mir war das Merkblatt bisher vollständig unbekannt, betreffen mich Abdichtungen im Verbund mit Fliesen und Platten in meinem täglichen Arbeitsleben ja nun mal nicht wirklich. Für mich liest es sich durchaus so, als ob Reperaturverfahren für Abdichtungen im Verbund mit Fliesen und Platten existieren, bei denen eben gerade nicht der ganze Fußboden erneuert werden muss.

    Eine Abdichtung eines Feuchraumes unterhalb des Estrichbelages ist dann von nöten, wenn das darunter liegende Tragwerk durch Feuchteeintrag geschädigt werden kann.

    Das ist z.b. in Holzhäusern meist der Fall, bei einem Bad im OG.

    Und das steht in welcher a.R.d.T.?

    Hier z.B., auch wenn sich der Link erstmal "nur" auf Österreich bezieht


    Und hier mit entsprechender Abbildung, wiederum erstmal auf österreichischen Normen basierend.

    Da sich meine Frage lediglich auf einen Hitzestau bezieht, meines Erachtens schon recht konstruiert. Es soll am Tag so heiß sein, dass das Glas wegen der Hitze bricht und dann fällt in der Nacht so viel Schnee… Aber sei’s drum…

    Nun, ich weile gerade im Bayrischen Wald im Urlaub. Hier war es tagsüber in der Sonne trotz offizieller Minustemperaturen so warm, dass der Schnee auf den Solarmodulen vollständig geschmolzen ist.

    Auch im Winter kann die Sonne gerade unter Glas beträchtliche Temperaturen erreichen, während es im Schatten deutlich unter Null Grad sind, so dass es nachts ohne Probleme schneien kann.

    Der richtige Ansprechpartner für Deine Frage ist ein Statiker vor Ort, der alle Randbedingungen ermitteln kann (Schneelast, Windlast, Scheibendicken, verwendete Folie, statisches System, Befestigungsart der Scheiben etc. pp.), der entsprechende Kollege übernimmt dann auch gerne die Haftung, da er ja entsprechend belohnt wird.

    Ein ehemaliger Arbeitskollege sagte in so einem Fall immer:

    Zitat

    Das musst Du nicht mir erklären, sondern Deinem Haftrichter.

    Ich habe jedenfalls keine Lust darauf, dass meine Kinder an meinem Geburtstag zukünftig vor meinem vergittertem Fenster singen müssen, nur weil ich hier im Forum leichtfertig gesagt habe: "Mach nur Kischon, bei dem was Du vorhast kann gar nichts passieren, das ist eine super Idee!", ohne dass ich alle Randbedingungen gekannt habe...

    Meine Frage bezieht sich nicht auf den Aufbau, sondern um die Situation nach der Montage. Da es sich um Verbundsicherheitsglas handelt, wird auch eine gebrochene Scheibe hier keine Gefahr für Leib und Leben bedeuten…

    Und was ist, wenn eine Scheibe des Verbundsicherheitsglases tagsüber bricht während niemand zu Hause ist, in der Nacht Schnee auf das Terassendach fällt und der Übernachtungsgadt am nöchsten Morgen unter Terasse seine Zigarette raucht und die dann nur noch eine Scheibe des Verbundsocherheitsglases durch die Schneeladt überlastet ust und versagt? IMHO kein völlig konstruierten, wirklichkeitsfremdes Szenario...

    Aber ich merke schon, dass ich hier nicht weiterkomme und ich dem Monteur einfach glauben muss… eine zweite Meinung einzuholen auf diesem Wege scheint nicht möglich zu sein…

    Die Fachkenntnis des Monteures in allen Ehren, aber für statische Fragen ist er nicjt der richtige Ansprechpartner...

    Meine Frage lautete jedoch, ob es zu einem Hitzestau unter dem mittleren Sparren kommen kann, der dann zu einem Bruch des Glases führen kann?

    Zu Risiken und Nebenwirkungen Fragen sie Ihren Statiker oder Tragwerksplaner.

    Mehr als Antwort wird es hier nicht geben, da es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt, dessen Versagen im schlimmsten Fall Leben kosten kann, auch wenn dies, auch im vorliegenden Fall, meist nicht gerne gehört wird.

    Das Problem ist, dass hier ein Laie eine Frage an Experten stellt und dass die Experten durch ihre Antwort automatisch in die Haftung treten, wenn es doch zu einem Versagen kommt. Der Experte kann sich dann auch nicht darauf berufen, dass der Laie ihm nicht alle erforderlichen Randbedingungen in seiner Frage genannt hat, weil der Experte hätte wissen müssen, dass ein Laie dazu im Zweifel gar nicht in der Lage ist.

    Hatte ich auch mal.

    Zu Sicherung der Außenmauer des Torhauses einer Burgruine sollten selbstbohrende Felsnägel eingebracht werden. Beim Einbringen der Zementsuspension wurde die übliche und erwartete Menge deutlich überschritten, ohne dass die Stützflüssigkeit vollständig verdrängt war. Vermutet wurde eine Kluft im Fels, eine Sichtkontrolle des in der Nähe der Bohrung verlaufenden Kanals erbrachte keine Auffälligkeiten.

    Am darauffolgende Sonntag fand in der Burgschänke eine Hochzeit statt, bei der die Braut im Laufe der Feierlichkeit wortwörtlich in der Sch...e stand.

    Es stellte sich leider heraus, dass doch ser Kanal angebohrt und verpasst wurde. ;(

    Unabhängig davon wurden die Messkeile nicht entsprechend den Festlegungen der DIN 18202 für Ebenheitstoleranzen eingeschoben. Wenn Deine Wasserwaage 0,5 m länger wäre, würdest Du mit Deiner Methode an deren Ende ein "Stichmaß" von 10 mm ermitteln. Das wäre genau so falsch wie Deine 5 mm. Beides sind keine "Stichmaße" zur Bewertung von Unebenheiten im Sinne der DIN 18202!


    Dein Fall eines leichten Grates in der Decke läßt sich nach meinem Verständnis überhaupt nicht mit der Methodik der DIN 18202 (Stichmaß von einer auf zwei Hochpunkten aufgelegten geraden Latte gegen den größten Tiefpunkt dazwischen in Relation zum Abstand der beiden Hochpunkte) erfassen! Eine Winkelabweichung im Sinne der DIN 18202 liegt hier damit nicht vor. Ich sehe hier also keine nachweisbare unzulässige maßliche Abweichung von den Vorgaben der DIN 18202! Ich behaupte nicht, dass der Grat nicht sichtbar ist, aber nach den bisherigen Schilderungen und Fotos liegt er mangels Überprüfbarkeit nicht außerhalb der maßlichen Vorgaben der DIN 18202. Deine Decke ist damit nicht unzulässig uneben!

    Skeptiker

    Absolute Zustimmung, dass im konkreten Fall das gewählte Messverfahren nicht mit den Vorgaben der DIN 18202 übereinstimmt und auch Zustimmung dahingehend, dass die in der Norm enthaltenen Messverfahren zur Bestimmung der Unebenheit nicht angewandt werden können, da maximal am auskragenden Ende der Latte gemessen werden könnte, was nach Norm eben gerade nicht zulässig ist.

    Das kann aber doch nicht heißen, dass es keine Toleranzen gibt, die man überprüfen kann. Überspitz gesagt und auf einen Fußboden übertragen würde das ja heißen, dass ein Dachprofil mit 2,5% Gefälle in einem Wohnzimmer zu akzeptieren wäre, weil die Ebenheitstoleranzen eingehalten wären. Du wirst mir zustimmen, dass niemand ein Dachprofil in einem Wohnzimmer tolerieren müsste.

    Neben der Ebenheitstoleranz nach Tabelle 3 gibt es ja auch noch die Winkeltoleranz nach Tabelle 2, die explizit auch für horizontale Fläche gilt.

    Allerdings, und da komme ich zum gleichen Schluss wie Du, scheint es zunächst mal so, dass die Grenzwerte eingehalten sind. Zwar liegen uns keine Elementpläne vor, aber die einzelnen Fertigteilelemente sind sicherlich breiter als 1,00 m. Bei einem Nennmaß von 1,00 m dürfte das Stichmaß nach DIN 18202, Tabelle 2 6 mm betragen, bei einem Nennmaß von 1,00 m bis 3,00 m schon 8 mm. Von BauDeinHaus wurden 4 bis 5 mm ermittelt, so dass auch ich hier keine Überschreitung der zulässigen Toleranzen sehe.

    Off-Topic:
    Off-Topic:

    Hast Du schon mal in eine Filigranwand geschaut? Bei min. 4 cm Schalendicke an der dünnsten Stelle bleiben niemals 7 cm Zwischenraum. Das wären Ebenheitsanforderungen, die nicht mal an fertige Oberflächen gestellt werden, und völlig kontraproduktiv für den Verbund Schale/Ortbeton.

    Schon klar. Aber die Ausbildung einer rauen oder verzahnten Fuge sind in der Norm ganz klar geregelt. Im einen Fall verlierst Du 3 mm (rau), im anderen Fall 6 mm (verzahnt). Und unabhängig davon, wird eine 4cm starke Betonschale niemand mit 32er Größtkorn betonieren, wahrscheinlich eher mit einem 8er Größtkorn, so dass auch hier nicht wirklich mehr als die 6 mm der verzahnt Fuge verloren gehen können. Es wird zugegebenermaßen eng, aber der 1 1/2" Schlauch sollte gerade so passen, insbesondere wenn "nur" eine raue Fuge ausgeführt wird.

    Trockenbauvorsatzwand dachte ich an Metall- oder Holzständer mit Gipskarton o.ä. beplankt für die Installationen an der Außenwand. Diese haben wir nicht, aber - nach Befragung meins Mannes eben, haben wir von außen gesehen: Betonfertigteile mit - Luftraum (der dann auf der Baustelle mit Beton gefüllt wurde), dann wieder Beton mit den Auslässen für Steckdosen etc.

    Dann habt ihr keine Trockenbauvorsatzschale. Denn damit war genau das gemeint, was Du Dir vorgestellt hast.

    Off-Topic:

    Ernst gemeinte Frage? Wie bekommt man Beton in einen Zwischenraum < 7 cm (das < deshalb, weil Wanddicke >= 4 cm)? Dafür bräuchte man einen Schlauch mit 1 1/2 " Nennweite.

    Der Zwischenrsum ist auch >= 7 cm. Wenn wirklich 15 cm Wandstärke geplant sind, müssen die äußeren Schalen gdnau 4 cm sein, sonst funktioniert es nicht.

    1 1/2 " gehört zur Ausrüstung von Betonpumpen, ob Standard weiß ich nicht, aber es gibt sie.

    Interessant, danke! Da war ich nicht mehr up-to-date!

    Dann aber deutlich nicht mehr up-to-date! Die verlinkte Zulassung von Filigran wurde in dieser Form erstmals 2008 zugelassen, auch damals war die Mindestdicke schon 15 cm. Also mindestens seit Einführung der letzten Fassung der DIN 1045-1. Ob es noch ältere Versionen gibt, konnte ich nicht rausfinden. Auf der Seite des DIBt ist die Zulassung von 2008 die älteste Fassung.

    Meines Wissen gibt es (offiziell) keine Filigranwände mit einer Stärke < 20 cm.

    Doch gibt es, siehe hier und hier wird 18 cm als Mindeststärke angegeben. (Zufällig ausgewählte Hersteller/Lieferanten).

    Filigran gibt in seiner Zulassung sogar eine Mindestwandstärke von 15 cm an, wobei die Platten jeweils mindestens 4 cm und der Ortbetonkern 7 cm stark ist und zwingen Beton mindestens der Ausbreitmaßklasse F4 zu verwenden ist, ansonsten auch mindesten 18 cm mit 10 cm Ortbetonkern.

    Eine Nichteinhaltung der zulässigen Unebenheiten nach Tabelle 2 der DIN 18202 halte ich nach den Bildern für sehr unwahrscheinlich, geht es doch um die Unterseite einer nicht flächenfertigen Rohdecke nach Zeile 5 der Tabelle. Bitte mit der anzuwendenden Messtechnik vertraut machen!

    Sicher das Zeile 5 der Tabelle anzuwenden ist?

    Ist eine Fertigteildecke, die ausschließlich im Fugenbereich gespachtelt und ansonsten "nur" tapeziert werden soll nicht eher eine flächenfertige Unterseite einer Decke nach Zeile 6?

    Ja!

    Ich fürchte, hier wird vor dem inneren Auge ein Schrecksensszenario aufgebaut von Welligkeit und Streiflicht, das so weder herangezogen werden darf noch wirklich SO eintreten wird

    Leider ist auf den Fotos kein Maßstab drauf, aber ich bezweifle, dass die Toleranzen der DIN 18202, Tabelle 3 eingehalten sind.

    Unterhangdecke drunter... geht fast immer.

    Fast immer. Man beachte aber, dass die Fenster bündig mit der Rohdecke abschließen.

    :lach: :lach:

    Sorry, aber das wäre der ERSTE Maler, der nicht spachteln könnte. Allerdings will der Geld dafür - zu Recht.

    Fräsen kost aber auch. Zumindest Gerätemiete, Gerüstmiete und Strom. Und würde Unmengen an Dreck/Staub erzeugen. ;)


    Wir sparen! Koste es, was es wolle.

    Es geht wohl nicht darum, dass der Maler nicht spachteln kann oder kein Geld dafür bekommen soll. Es geht wohl darum, dass so viel gespachtelt werden muss, dass die Decke quasi vollständig verputzt werden muss, was explizit nicht gewollt war.

    Hast Du Dir die Fotos angeschaut? Der Knick ist ja quasi schon mit bloßem Auge zu sehen.