Beiträge von saibot2107

    Off-Topic:

    OT: ganz speziell für Dich, weil Du scheinst dich gut dabei zu fühlen mir eine reinzuwürgen,

    ich kann dir gar nicht sagen, was für ein geiles Gefühl es ist, zu wissen, diesen Scheiss nicht in den Adern zu haben.

    Nur mal so nebenbei und völlig außerhalb des eigentlichen Themas dieses Threads: Auch bei jemandem, der sich freiwillig hat immunisieren lassen, ist der Scheiß schon lange nicht mehr in den Adern, da sowohl die im Impfstoff vorhandene Spike-Proteine als auch die enthaltene mRNA innerhalb kurzer Zeit vom Körper abgebaut werden.

    Medizinisch nicht richtige Aussagen sollte man aber, auch wenn sie offtopic sind, nicht unwidersprochen stehen lassen...

    Oder gibt es irgendwelche Daten aus der IT-Frühzeit vor 50 Jahren, deren Inhalt uns heute verborgen bleibt?

    Vor 3 Jahren habe ich Lochstreifen entsorgt die ich im Lager gefunden habe, damals aus Nostalgiegründen aufbewahrt. Der zugehörige Leser wanderte ebenso auf den Schrott

    Jetzt mag ich aber nicht ausschließen, dass es in irgendeinem Archiv tatsächlich noch entsprechende Lesegeräte gibt...

    Übringens: HessenMobil als Straßenverwaltung in Hessen verlangt nach wie vor eine Archivierung von Unterlagen auf Mikrofilmen. Auch da wird es schon schwierig entsprechende Lesegeräte und Firmen, die eine entsprechende Verfilmung herstellen können, zu finden...


    Bevor jetzt der Einwand kommt, dass es sich bei Lochkarten ja um den Datenträger handelt: Das ist zwar richtig, aber nach meinem Verständnis wäre die Karte der Träger und die Löcher die Daten...

    01.07.2024 zukünftige Fassung

    Heutiges Datum 02.07.2024

    :hä:

    Fällt Dir was auf ???

    :sleep: :sleep: :sleep:

    Die Änderung wurde im Nds. GVBl. 2024 Nr. 51 veröffentlicht und tritt am 01.07.2024 in Kraft, mit Ausnahme folgenden Ausnahmen:

    Dieses Gesetz tritt am 1. Juli 2024 in Kraft. Abweichend von Satz 1 treten

    1. Artikel 2 Nrn. 1 und 3 am 1. Dezember 2024 und
    2. Arikel 2 Nr. 2 am 1. Juli 2027

    in Kraft.

    Ich würde also mal davon ausgehen, dass

    irgendjemand im NI-VORIS ein notwendiges Köpfchen [sic!] noch nicht oder falsch gedrückt

    hat.

    Die Änderung wurde jedenfalls entsprechend veröffentlicht und ist somit gültig. Ich wage zu behaupten, dass das Niedersächsische Gesetz- und Verordnungsblatt die vertrauenswürdigere Quelle im Vergleich zum Internetauftritt einer privaten Verlags, auch wenn dieser im Auftrage der Landesregierung handelt...

    Krass. Ich würde mich unter keines dieser Gebäude stellen wollen... :eek:

    Bei meinem Beispiel wird Dir höchstwahrscheinlich in irgendeiner Zukunft nichts anderes übrigbleiben.

    Es handelt sich um die (ehemalige) Bundesbahndirektion in Stuttgart, die - soweit ich weiß - unter Denkmalschutz stand und deshalb im Zuge der Errichtung des Nordkopfes des neuen Bahnhofes nicht abgerissen werden konnte. Unter dem Gebäude verläuft nun der nördliche Zugangstunnel zum Bahnhof, wobei die Lasten, wenn ich richtig informiert bin, nicht mehr von den Unterfangungen abgetragen werden, sondern vom neuen Tunnel...

    Heute kommt der Strom aus Kohlekraftwerken, ein großer Teil weiterhin als Atomstrom

    Nur mal so am Rande: Das stimmt so nicht ganz.

    Gestern waren 55% erneuerbaren, davon 30% aus Sonne. "Nur" 29% aus Kohle. Atomkraft steuerte zusammen mit "sonstigen" Energiequellen gerade mal 9% bei. Im Durchschnitt der letzten 30 Tage waren 68% der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen...

    Ich gehe davon aus, dass bei einer Statik 2+2=4 ist und nicht 3 oder 5, und die Möglichkeit der Einflussnahme ebenso gering ist. Man kann vielleicht an kleinen Schräubchen drehen, aber ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass man eine Brücke die lt. statischer Begutachtung kurz vor dem Einsturz steht, noch für die nächsten Jahre gesund beten kann (da kannst Du mich evtl. eines Besseren belehren).

    Bzgl. der Brücke kann man das in manchen Fällen schon, je nach dem, was genau laut statischer Begutachtung das Problem ist. Habe ich prinzipiell schon gemacht.

    Und in einer statischen Berechnung kann man nicht nur an kleinen Schräubchen drehen. Die eigentliche Rechnung ist auch nicht das Problem, die Prüfe ich meist gar nicht, weil man sich da in der Regel darauf verlassen kann, dass die verwendete Software richtig rechnet. Viel entscheidender sind die Eingangsparameter, mit denen die Software gefüttert wird. Und da kann es bei Tragwerksplaner durch aus sein wie bei Juristen: Zwei Tragwerksplaner, drei Meinungen. Gleiches gilt in bestimmten Situationen für die Anwendung von Normen. Die sind nämlich, was die Tragwerksplanung angeht, oftmals ähnlich "schwammig" formuliert, wie gesetzte und bedürfen der Auslegung durch den Anwender, so dass auch hier gilt: Zwei Tragwerksplaner, drei Meinungen. Deshalb ist die Zusammenarbeit zw. Aufsteller und Prüfer schon vergleichbar mit der "Zusammenarbeit" zweier Anwälte, die sich vor Gericht gegenüber stehen. Ich prüfe eine Statik doch nur deshalb nicht anders, im Sinne von weniger genau, nur weil es sein kann, dass das aufstellende Büro zukünftig mal eine von mir aufgestellte Statik prüfen wird. Ähnlich wird es bei vielen Anwälten auch sein: Ich gehe den "gegnerischen" Anwalt doch nicht nur deshalb (in der Sache) weniger hart an, nur weil ich ihn Abend beim Dart spielen in der Kneipe noch mal treffen werden. Ich wage zu behaupten, dass die meisten Anwälte hier berufliches und privates relativ strikt trennen können, wie auch Richter und Staatsanwälte, auch da kennt man sich ja und hat u. U. privat miteinander zu tun. Um jetzt mal ganz tief in die Klischee-Kiste zu greifen: So viele Golfs-Clubs gibt es in einem Gerichtsbezirk auch wieder nicht, dass sich Richter und Anwälte privat aus dem Weg gehen können ;)

    Ich kann das jetzt gerne noch genauer aufschlüsseln, bringt Pin Cho aber nichts. Er soll darauf achten, ob es hier Kontakt und somit einen möglichen Konflikt gibt. Die räumliche Nähe spricht immer dafür, dass man sich irgendwie kennen könnte, und wenn ich jemanden kenne, mit dem ich vielleicht in Zukunft noch zusammenarbeiten möchte/muss, dann fasse ich den automatisch anders an als einen Dritten den ich in meinem Leben wahrscheinlich nie wieder sehen werde.

    Wenn man alleine von der räumlichen Nähe zweier Anwaltskanzleien darauf schließt, dass diese meine Ansprüchen nicht entsprechend vertreten, dann darf man aber nur noch Anwälte zu Rate ziehen, die vom anderen Ende der Republik kommen.

    Auch die Anwalts-/Gerichtswelt ist überschaubar. Mit steigender Berufserfahrung der beteiligten Anwälte (insbesondere innerhalb eines Gerichtsbezirkes) muss davon ausgegangen werden, dass diese sich gegenseitig kennen und in wechselnder Konstellation miteinander zusammengearbeitet haben.

    Ist im Bauwesen doch auch so. Unser Büro z. B. stellt selbst Statiken für unterschiedliche Bauwerke auf. Gleichzeitig sind zwei unserer Geschäftsführer Prüfingenieure. Ähnliches gilt für eine Vielzahl von Büros in Deutschland. Glaubst Du ernsthaft, dass wir eine Statik (von einem Büro, das auch Statiken prüfen darf) anders prüfen, nur weil es sein kann, dass dieses Büro in Zukunft eine unserer Statiken prüft?

    Verstehe nur " Bahnhof ". Ist das eine Gebäude ohne Bodenplatte ?

    Ja, bei älteren Gebäude (hier 1930er Jahre) gar nicht so ungewöhnlich.

    Warum sollte im Keller unbedingt eine Bodenplatte sein, wenn dort "nur" Kartoffeln und ähnliches gelagert wurde und das Grundwasser nicht gerade bis GOK planmäßig ansteht?

    Ich habe mal in einer Gründerzeitvilla in Dresden gewohnt, da bestand der Kellerfußboden aus seitlich liegenden Mauerziegeln; war halt nicht wirklich trocken der Keller...

    Es gibt (noch) keine baurechtlich eingeführten Normen die das Regeln.

    Dann gibt es logischerweise auch keine Pflicht zur Führung eines statischen Nachweises - sofern sich diese nicht aus anderen technischen Regeln ableitet.

    Wie kommst Du auf das dünne Eis? Insbesondere wenn man bedenkt, dass beileibe nicht alle Normen bauaufsichtlich eingeführt werden. Gutes Beispiel sind sämtliche Normen, die sich mit der Bemessung/Planung von Brücken beschäftigen, z. B. DIN EN 1992-2. Ist in der MVVTB-2023-1 (und auch in keiner entsprechenden Liste der Länder) bauaufsichtlich eingeführt. Lediglich in der EiTB der EBA sind sie eingeführt. Trotzdem würde niemand auf die Idee kommen, dass es keine Pflicht zur Führung eines statischen Nachweises bei Brücken gibt.


    Auch ein Fenster, das nicht der Absturzsicherung dient, ist in seinem Leben schließlich äußeren Lasten, z. B. Eigenlast, Windlast, ggf. Schnee- und Eislasten, ggf. Zusatzlasten durch Anbauteile, vertikale und ggf. horizontale Nutzlasten, ausgesetzt, die es sicher und schadlos aufnehmen und über die Verankerung in die tragenden Bauteile des Gebäudes abtragen.

    Hier kommt jetzt aber der bereits genannte "Leitfaden zur Planung und Ausführung der Montage von Fenstern und Haustüren", der von den Autoren dieses Beitrages im Mauerwerkskalender 2017 als wichtiges Standardwerk angesehen wird, ins Spiel. In diesem wird, wie von Profil schon geschrieben, zwischen Standardfall, Sonderfall 1 und Sonderfall 2 unterschieden. Dabei wird davon ausgegangen, dass für den Standardfall im Handwerk ausreichend Erfahrung vorhanden ist, dass auf einen statischen Nachweis der Befestigung der Fenster in der Wand verzichtet werden kann. Mit anderen Worten, man weiß aus Erfahrung, dass die üblicherweise gewählte Anzahl an Verbindungsmittel genügt, damit alle auftretenden Lasten sicher in die tragende Konstruktion übertragen werden kann. Sonderfall 1 behandelt dann alle Fenster, die vom Standardfall abweichen, z. B. weil die Fensterflügel größere Abmessungen aufweisen oder weil nicht in der eigentlichen Wand sondern in der Vorhangfassade befestigt werden soll. Dann fordert der Leitfaden auch für solche Fenster in der Tat einen statischen Nachweis. Sonderfall 2 beinhaltet absturzsichernde Fenster, für die ohnehin immer ein Nachweis vorhanden ist.


    Ich mag nicht (mehr) up-to-date sein, selbst zu Nachweisen nach DIN 18008-4 musste ich Tragwerksplaner schon mehrfach nötigen

    Das wundert mich nicht, wie ein einfacher Blick in die HOAI bestätigt. Der Nachweis der Verankerung absturzsichernder Fenster ist in aller Regel keine Grundleistung. Grundleistung sind nur die Nachweise der zum Tragwerk gehörenden Konstruktionen. Auch der statische Nachweis eines absturzsichernden Geländers ist keine Grundleistung.

    Bevor Du Dich aber auf den (möglicherweise unzulässigen) Dachausbaubals Ursache für den Riss einschiesst und danach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, würde ich den Dachstuhl selbst als Ursache aber auch nicht ausschließen wollen, unabhängig davon, dass der Riss im Vergleich zum Baujahr (auch des Dachstuhls) erst vor kurzem aufgetreten ist. Die Tatsache, dass der Riss unmittelbar neben der Stelle aufgetreten ist, an der Einzellasten aus dem Dachstuhl in die Decke eingetragen werden, lässt IMHO zumindest die Möglichkeit zu, dass es im Dach durch unerkannt Schäden zu Lastumlagerungen kam, die zu erhöhten Einzellasten und dadurch zum Riss geführt haben...

    Bezieht sich das nicht auf ein Verfahren vor Gericht? bzw. muss bei Gericht angemeldet werden?

    Was saibot meinte war wohl eher eine Art Beweissicherung, wie sie beispielsweise bei uns vor einigen Wochen, vor Beginn der Straßenbauarbeiten, durchgeführt wurde. Hierzu hatte die Baufirma einen Sachverständigen durch alle Häuser an der Straße geschickt, der nach vorhandenen Schäden geschaut und diese dokumentiert hat. Ich müsste einmal in das Anschreiben mit der Terminankündigung schauen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass da nicht von einem selbständigen Beweisverfahren o.ä. die Rede war. Mit einem Gericht hat das auch nichts zu tun.

    Genau so etwas meinte ich...

    Leute, das hier gemeinte Verfahren nach § 485 ZPO heißt seit 1990, also seit fast 35 Jahren "selbstständiges Beweisverfahren"!

    Es geht mir nicht um das selbständige Beweisverfahren nach §485 ZPO.

    Es geht mir darum, dass Bauherr, ausführende Firma und Nachbar vor Beginn der Baumaßnahme den IST-Zustand des Gebäudes feststellen und dokumentieren, zumindest wir nennen das in Ausschreibungen "Beweis(sicherungs)verfahren". Da ist weder ein kein Gericht noch ein Gutachter involviert. Es geht tatsächlich im großen und ganzen nur darum mittels Fotos den Zustand zu dokumentieren, damit man (Bauherr/Baufirma) nach Beschwerde des Nachbarn über Risse (oder was auch immer) überprüfen kann, ob diese schon vorher da waren oder nicht. Wenn klar dokumentiert ist, dass an der betroffenen Stelle vor Beginn der Baumaßnahme kein Riss war, ist die Baumaßnahme als Ursache zumindest ein starkes Indiz.

    Die eigentliche Frage des TE war jedoch, ob der Geschädigte mit Kosten rechnen muss die er selbst tragen muss. Diese Sorge halte ich für unbegründet, zumindest so lange "nur" der Schaden ersetzt werden soll. (Sonderfälle, wie Sonderwünsche beim Wiederaufbau der Garage oder einen Rechtsstreit lasse ich mal außen vor.) Hier lasse ich mich aber gerne eines Besseren belehren.

    So pauschal würde ich das mit nicht entstehenden Kosten nicht stehen lassen.

    Das Kammergericht Berlin z. B. hat in einem Urteil den Schadensersatz auf Grund von zuvor erlittenen Kriegsschäden um 15% reduziert.

    Deshalb sollte man vor Beginn der Bauarbeiten auf dem Nachbargrundstück ein Beweissicherungsverfahren durchführen, um den IST-Zustand der vorhandenen Gebäude festzustellen, wodurch sich eventuell durch die Baumaßnahme entstehenden Schäden leichter feststellbar sind...

    Nein, das ist er nicht zwingend, dass "soll" er nur sein. Die Bestellung erfolgt auch nicht vom Gericht, sondern von den Bestellungskörperschaften in dessen Bezirk. Wenn im jeweiligen Sachgebiet und Gerichtsbezirk von den Bestellungskörperschaften niemand bestellt wurde, muss man sich anderweitig behelfen: Auswärts oder ohne Bestellung oder ... Hochschullehrende ("Professoren") der jeweiligen Fachrichtungen sind grundsätzlich auch immer geeignet.

    Danke, wieder etwas gelernt...

    Wobei ich das mit den Professoren ja noch nachvollziehen kann. Hier könnte man ja schließlich argumentieren, dass sie auf Grund ihrer Stellung die entsprechende Sachkunde nachgewiesen haben...

    Vor allem frage ich mich, WAS da wie beschädigt sein muss, dass der Abriss incl. ins angrenzede Gebäudeteil eingreifender Bauteile die EINZIIGE Lösung ist. :eek:

    Es reicht doch schon, wenn das zur Baugrube hinweisende Streifenfundament der Garage - und damit verbunden die aufgehende Wand - nicht mehr tragfähig ist und die Decke der Garage rechtwinklig zur Hauswand spannt, worauf die Beschreibung des TE hindeutet. Dann wäre die Garage abbruchreif, alleine schon, weil die Sanierungskosten u. U. den Zeitwert der Garage deutlich überschreiten...

    P.S.: Ein "Sachverständiger" ist was anderes als ein "öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger" und das ist was anderes als ein "vom Gerichte bestellter Sachverständiger".

    Wobei ein vom Gericht bestellter Sachberständiger immer öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ist...

    Inhaber eines Dachdeckerunternehmens....

    Meine Oma hätte dazu gesagt...den Bock zum Gärtner gemacht. Aber er muss ja auch was von diesem Handwerk verstehen 😉

    Zur Verteidigung der Sachverständigenehre: Nein, hier wird nicht der Bock zum Gärtner gemacht. Wie Du im letzten Satz schon zutreffend anmerkst (den Zwinkersmile hätte man sich auch sparen können), muss der Sachverständige von der zu begutachtendem Materie Ahnung haben, er kommt daher zwingen immer aus dem gleichen Metier. Ohne dem Maurer erster zu nahetreten zu wollen, aber er wird wohl kaum beurteilen können, ob die Arbeiten eines Dachdeckermeisters fachgerecht ausgeführt worden sind, genauso wenig wie der Dachdeckermeister umgekehrt beurteilen kann, ob die Arbeiten des Maurermeisters fachgerecht ausgeführt wurden. Oder ein Architekt ob die statischen Berechnungen eines Bauingenieuren fachlich richtig sind.

    Der öffentlich bestellte und vereidigter Gutachter ist per Gesetz dazu verpflichtet, seine Gutachten unabhängig und unparteiisch zu erstatten. Das zu überwachen ist Aufgabe der Richter und Anwälte, ggfs. wäre der Sachverständige wegen Befangenheit abzulehnen, wobei die Hürden, um dies zu erreichen, relativ hoch sind...

    Innenseitig aufgenagelte Bretter als Diagonalversteifung kenne ich aus den 60ern und 70ern. Als ich zu Anfang der 1980er Jahre gelernt habe, waren Metal-Rispenbänder mit Rillennägeln bereits normaler Standard, Diagonalbohlen altmodisch: selbst "auf dem Lande"

    "Altmodisch" vielleicht, aber zulässig durchaus, auch heute noch...

    Hat sogar Vorteile: da die Holzbohlen nicht druckschlaff sind, braucht es kein gekreuztes Paar...

    Für das "wie tief" gibts ne Norm (Nummer hab ich grad nicht parat

    Norm ist DIN EN 1997-2

    Und für das "wie tief" wird die Gebäudeabmessung bzw. die Fundamentabmessungen benötigt:

    Zitat von Schneider Bautabellen für Ingenieure, 25. Auflage, Seite 11.0

    Aufschlusstiefe za muss alle Schichten, die durch das Bauwerk beansprucht werden, und die hydrologischen Verhältnisse erfassen. Bezugsebene für za ist Bauwerks- oder Bauteilunterkante, Aushub- oder Ausbruchsohle. Es gilt jeweils der größere Wert für za.

    • Hochbauten und Ingenieurbauten [flachgegründet]
      • a) za >/= 3*bf; za >/= 6 m (bf kleineres Fundamentmaß) [bei Gründung auf Einzel- oder Streifenfundamenten]
      • b bei Plattengründungen, Bauwerke mit mehreren Gründungskörpern, deren Einflüsse sich überlagern: za >/= 1,5*bB (bB kleineres Bauwerksmaß)

    Ich würde das also auch so sehen wie Skeptiker: Ein Baugrundgutachten kann erst in Auftrag gegeben werden, wenn Architekt und Tragwerksplaner LPH 2 abgeschlossen haben und die wesentlichen (äußeren) Abmessungen des Gebäudes und insbesondere der Gründung feststehen.

    Der Ausleger darf nicht fixiert werden und ein Kran muss regelmäßig durch den TÜV (o.ä.) überprüft werden.

    Das ist in dieser Absolutheit nicht ganz richtig. Grundsätzlich werden Krane in Arbeitspausen windfrei gestellt, so dass sie sich selbst aus dem Wind drehen können, wodurch die Standsicherheit im Sturmfall erhöht wird. Das muss aber nicht unter allen Umständen gemacht werden, z. B. wenn es aus Platzgründen (hoher Baum, hohes Gebäude im Schwenkbereich) nicht möglich ist, dass der Kran frei drehen kann. Nach DGUV-Vorschrift 52, §30 (6), Nr. 2 muss der Kranführer in diesem Fall bei Verlassen des Steuerstandes die Maßnahmen, die vom Unternehmer zur Sicherung des Krans festgelegt worden sind, durchführen.

    Ob das im konkreten Fall korrekt durchgeführt wurde, kann ich natürlich nicht sagen, dazu ist der Bildausschnitt zu klein, ich vermute aber, dass keine (eigentlich für so einen Fall vorgesehene) V-förmige Abspannung des Auslegers vorhanden ist.


    Davon aber mal unabhängig: Liebherr lässt bei Mobilkranen (habe ich auf die schnelle gefunden) einen Betrieb des Krans unter Last bis zu einer Windgeschwindigkeit von 16,8 m/s (entspricht Windstärke 7 (Bft)) zu, in Abhängigkeit von der Hublast und der Windangriffsfläche der Last.

    Genau, es gibt zu viele "träge Sicherungen" in den Führungsebenen! Wie bekommt die ausgetauscht zu "flinken"?

    Nun, Forderungen zu einer Energiewende hin zu eneuerbaren Energien gibt es seit den 1970er Jahren, angeführt durch den us-amerikanische Physiker Amory Lovins und den dänischen Physiker Bent Sorensen.

    Das Kyoto-Protokoll trat 2005 in Kraft, dort wurden erstmals verbindliche Ziele zur Treibhausgasreduktion festgeschrieben.

    Wie würde Du die Branche denn sonst nennen als "träge", wenn sie seit 40 Jahre entsprechende Forschungen und die daraus resultierende Konsequenzen für die Stromnetze ignoriert/verschläft?

    Der Transportbeton kann auf Borkum gemischt und "lokal" geliefert werden. Und zur Herstellung benötigten schweren Massengüter wie Kies und Sand transportiert man sinnvollerweise nicht in kleinen Portionen per LKW, sondern direkt per Schiff an, so dass im konkreten Fall die Kosten deutlich anders aussehen dürften. Das Anmacjwasser muss dann auch nicht mit transportiert werden. Natürlich ist der Transport zu den Inseln der deutschen Küsten immer aufwändiger, als der ausschließlich über Land.

    Okay, Borkum hat also ein Betonwerk, dann ist mein Beitrag hinfällig. Wangerooge aber ziemlich sicher nicht.


    (Ich darf aber nebenbei daran erinnern, dass Du die Inseln als krasses Beispiel hoher Baukosten angeführt hattest!)

    Schon klar, ich wollte nur darauf hinaus, dass die höheren Transportkosten ein Faktor sein könnten, abhängig von der Insel.

    Vergessene Eisen bekomme ich übrigens nirgends meines Wissens innerhalb weniger Stunden auf die Baustelle, ganz sicher nicht einmal in B und Umgebung. Hier gibt's nämlich nur noch einen Anbieter und der liefert, wann er mag.

    Ich würde sagen, kommt auf die Beziehung der Baufirma zum Lieferanten hin. Ich hatte vor ein paar Jahren mal den Fall, dass der Bauleiter fehlende Eisen selbst abgeholt hat...

    a, dass die Arbeitskosten dort höher sind, ist unstrittig, aber deren Anteil liegt vielleicht insgesamt bei der Hälfte aller Baukosten und müsste dann um den Faktor 4 höher sein, als in den strukturschwachen Regionen um die Differenz zu erklären. Das sind sie aber sicher nicht!

    Laut "baupreislexikon.de" beträgt der Faktor München (Stadt) zu Emden (Stadt) beim Lohnanteil ca. 1,32.

    Zwischen beiden Bereichen des Landkreises liegt eine Fährfahrt von 2 Stunden, aber diese erhöht die Baukosten sicher nicht um den Faktor 1,4 welcher sich aus 1,049 und 0,749 errechnet

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich meine, über diese Fährverbindung muss alles an Material auf die Insel geschafft werden. Ein voll beladener LKW (40t, 14 m) kostet pro Überfahrt EUR 995,26 (netto) bzw. EUR 1.184,36 brutto, ein 7,5 m³-Betonfahrmischer kostet EUR 639,81 (netto), bei einer 100 m², h = 25 cm starken Decke macht das Zusatzkosten von EUR 2.559,24 (netto) je Decke, nur für das Betonieren. Laut "baupreislexikon.de" kostet 1m³ Beton einer durchschnittlichen Decke deutschlandweit ca. EUR 215,- netto, macht bei 100 m² und h = 25 cm ca. EUR 5.375,- (netto), da würden die Zusatzkosten für die Fähre nach Borkum 50% der Betonkosten ausmachen, vorausgesetzt natürlich, es gibt auf Borkum kein Betonwerk, was ich nicht weiß. Auf Wangerooge z. B. gibt es aber ganz sicher keins.

    Ich glaube, dass gerade auf den Inseln die Transportkosten nicht zu vernachlässigen sind. Überhaupt die Logistikkosten. Mal eben zum nächsten Großhändler fahren, weil eine Eisenposition vergessen wurde, ist wahrscheinlich nicht möglich. Auch nicht, dass diese die Eisenposition mal eben liefert, da er an den Fahrplan der Fährverbindung gebunden ist.

    Verblüffender Weise gelten überall in D nahezu die selben bzw. sehr sehr ähnliche Bauregeln. Dies zeigt sehr deutlich, dass die Baukosten eben gerade nicht primär von den Gesetzen und den technischen Regeln herrühren!

    Besonders gut zu erkennen an der ersten Grafik, die sich mit Ostfriesland beschäftigt.

    Während der Teil Landkreises "Friesland", der auf dem Festland liegt, bei 85% liegt, liegt Wangerooge, das ebenfalls zum Landkreis "Friesland" gehört, bei 165%. Es ist davon auszugehen, dass in beiden Teilen des Landkreises die absolut gleichen Vorschriften, nämlich die des Bundeslandes Niedersachsen, gelten. Auf der Insel, ohne "fester" Verbindung zum Festland und mit stark eingeschränktem Verkehr, ist es halt deutlich schwerer zu bauen, als auf dem Festland...

    Ich weiß nicht, was ich insbesondere von der zweiten Quelle halten soll. Ich zweifle die Zahlen gar nicht mal an. Aber haben sich die Verfasser des Artikels vom "IWD" tatsächlich mit dem Bauwesen in Deutschland befasst? Als Ansatzpunkt, um die Baukosten zu senken, wird gefordert, die 16 Landesbauordnungen zu überprüfen und nicht mehr benötigte Regelungen zu streichen - soweit so gut. Dann aber:

    Idealerweise wird eine Musterbauordnung für ganz Deutschland entwickelt.

    Selbst mir als Brückenbauer ist nicht entgangen, dass es eine Musterbauordnung in Deutschland seit etwa 1959 gibt. Sofern der IWD hier also mit "Musterbauordnung" nicht etwas anderes meint, als das was es bereits gibt, glaube ich nicht, dass die sich ernsthaft mit dem Thema auseinander gesetzt haben...