Beiträge von Rose24

    Rose24 - und wie ist der Stand in eurem Prozess, geht es weiter?

    Ja, es gibt demnächst eine Zeugeneinvernahme zu ein paar Randthemen, welche vom GÜ in das Verfahren eingebracht wurden.

    Die letzte Beweisaufnahme mit den SV ging tendenziell für uns gut aus und laut Gericht ist die Beweisaufnahme zu den dort behandelten Themen abgeschlossen.

    Unser Nachbar ist inzwischen in der zweiten Instanz - der hat aber auch keine Widerklage erhoben.

    ...wer lang fragt, geht lang irr. Ich würde das Ding bauen - dann sollen die bei der Gemeinde doch dagegen vorgehen, wenn sie nichts besseres zu tun haben.

    Baurechtlich ist die Ablehnung nach allem, was hier geschildert wurde, eher zweifelhaft. Und eine Beseitigung durchzusetzen, ist noch einmal eine ganz andere Nummer.

    Nein - vom Grillen alleine könnte ich nicht leben. Aber ich brauche auch keine teuren Töpfe, Pfannen oder Herde, damit ich Genuss am Essen haben kann.

    Und welcher Schaden ist der Klägerin ansonsten entstanden?

    Wie kann ich beziffern, wie hoch der Schaden ist, der mir dadurch entstanden ist, dass sich die Klägering seit 2011 manchmal ganze Wochenenden lang mit den Prozessen, Gutachten, Studium von Gesetzen, Vorschriften befasst hat? und ich neben meinem Job den Rest mit Familie, Kindern, Schule, Garten, Mängelbeseitigung am Haus so weit, dass man zumindest drinne Wohnen könnte usw.

    Wie kann ich beziffern die ganze Zeit und die Kosten, die der Klägerin durch die tagelangen Telefonate, Diskussionen, Vorbereitungen von Schreiben für private Sachverständige, Berater, Fachanwälte, Reisen dorthin und dahin, zu Bibliotheken, Gerichtsverhandlungen usw. die praktisch umsonst waren,


    Wenn ICH das alles beziffern sollte, dann bin ich ziemlich sicher, dass so viel Geld der nun als befangen erklärte gerichtlich bestellte "Sachverständige" nicht besitzt ...


    OK er zahlt dann also irgendwann sein Honorar zurück, aber wer will und wie den ganzen Zeit- und Materialaufwand der Klägerin beziffern, welcher für die Beschäftigung mit seinen sinnlosen Gutachten aufgewandt wurde? Mit Unsinn verlorene Wochenenden, Urlaubstage usw.


    Von der psyschischen Belastung des Familienlebens durch den Lügner und Betrüger rede ich jetzt gar nicht ... so viel Geld hat er nicht.


    Genau so geht es uns auch. Über all das ist mein Mann jetzt sehr krank geworden und vielleicht erlebt er das Ende des Prozesses gar nicht mehr. Eigentlich haben wir das Haus gebaut, damit er seine letzten Jahre nicht in der alten Schimmelburg verbringen muss. Nun hat der Prozess ihm zu einem nicht unerheblichen Teil die letzten schönen Jahre geraubt.


    Ich kann das so gut verstehen, was Du da oben schreibst. Nein - niemand - wirklich niemand kann Dir Deinen Schaden bezahlen, denn Zeit und Gemeinsamkeit ist unbezahlbar.

    Das OLG hat erst einmal beschlossen, dass der bisher tätige gerichtlich bestellte Sachverständige befangen war. Die in den Jahren 2011-2019 von diesem gerichtlich bestellten Sachverständigen angefertigte "Gutachten" und seine mündlichen Aussagen in den "Gerichtsverhandlungen" sind somit "unverwertbar" geworden.

    Wahnsinn - nach acht Jahren die Erkenntnis, die offen auf der Hand lag.

    die Staatsanwaltschaft ermittelt schon gegen ihn in 2 Fällen ...

    Toll. Die sind aber schnell aufgewacht. Ich drücke Deiner Frau die Daumen, dass jetzt endlich etwas in eurem Sinne vorwärts geht. Das ganze ist eine wahre Horrorshow. :rb:

    Ne gusseiserne Pfanne ist nicht zu verachten. Nirgendwo sonst gelingen Pfannkuchen oder Kurzgebratenes so gut - aufgrund der Wärmespeicherung.

    ...und wenn man mal zuschlagen muss, wirkt das auch ganz anders als bei diesen modernen Leichtbaupfannen... :thumbsup:

    Hallo,

    keine Ahnung wie hoch die Gerichtskosten sind, aber wenn man erstmal sich selbst vertritt, dürften sich die Kosten bei einer kleinen PV-Anlage doch stark in Grenzen halten. Zudem: verliert die Gemeinde, trägt sie die Kosten. Kommt halt drauf an: wer sein Recht durchsetzen will, der muss das Risiko eingehen. Hier geht es doch um reine Rechtsauslegung vor dem Verwaltungsgericht, oder? Es sind keine Beweissicherungsverfahren oder aufwändige Gutachten nötig. Woher also das riesige Kostenrisiko?

    Stimmt. Hier dürften sich die Gerichtskosten deutlich unter 1000 € halten. Es gibt beim Verwaltungsgericht keine Rechtsanwaltspflicht und die Richter unterliegen dem Untersuchungsgrundsatz - das heißt, du musst nichts beweisen, sondern das Gericht muss aufklären. Es läuft also ganz anders ab, als vor dem Zivilgericht. Ich würde es riskieren und die PV-Anlage bauen. Wenn es die Gemeinde mit V vorne ist, liegen die öfter mal falsch. Und einfach zu sagen, PV wollen wir nicht, reicht als Begründung wirklich nicht aus. Ob die dann tatsächlich soweit gehen, die Beseitigung anzuordnen, würde ich auch bezweifeln - und wenn man die Anlage nachher eh kaum sieht... Die 9. Kammer des Verwaltungsgerichts München macht ungerne wegen solcher Lappalien ein Urteil.

    Auch hier ist es ziemlich trocken - aber immerhin ist wieder Wasser im Brunnen. Mein Garten sieht inzwischen so aus, wie ich ihn haben wollte: wie eine aufgelassene Kiesgrube :thumbsup:. Trotzdem wäre Regen nicht schlecht - und wärmer dürfte es auch endlich werden.

    [...]


    ich würde mit einem sv mit schwerpunkt holz/luftdichtigkeit anfangen, wenn das nicht hilft: ab zum anwalt (baurecht!)

    Dein Tipp in allen Ehren - aber der TE ist nur der Mieter! Zunächst wäre eigentlich der Vermieter gefragt. Der sollte eigentlich Interesse daran haben, dass seine Bude nicht restlos dafeit...

    [...]


    Vielleicht kann man ja auch das ganze Haus anheben?

    Off-Topic:

    Ihr werdet lachen - aber so einen Fall habe ich gerade... Es handelt sich um ein Baudenkmal, das auf einer Seite um ca. 30 cm angehoben werden soll, weil es total schief steht (im Überschwemmungsgebiet und auf Moorboden). Ein verrückter Architekt hat uns letztes Jahr sein Konzept vorgestellt - ich bin gespannt, ob das wirklich gemacht wird - und falls ja, ob es klappt.

    Der Einfluss mag gering sein, aber zusammen mit anderen Einflüssen eben dann doch vielleicht nicht unerheblich. Aber egal - ich wollte hier keine Grundsatzdiskussion anzetteln. ;)

    Das Ganze ist eben komplex. Und ja - ich denke schon, dass auch das Wasser im Boden und die daraus resultierende Verdunstung einen Einfluss auf das Wetter haben.

    Sowas könnte ggf. auch für den Bestand gelten, so dass diese Gebäude auf die 15m evtl gar nicht anzurechnen sind.

    Auch die Wohngebäude sind ja granzständig... alles nicht so einfach in deinem Fall.

    Nur dass Wohngebäude keine Nebengebäude sind - deshalb rechnet man diese nach Art. 6 Abs. 9 BayBO auch nicht mit.

    aemilio : Nochmal - der Bruttorauminhalt (75 m³) ist die Grenze für die Genehmigungsfreiheit. Dein Gebäude braucht also eine Baugenehmigung - kann aber möglicherweise an der Grenze stehen. Wenn es keinen Bebauungsplan gibt, müsste die Genehmigung möglich sein.

    Die 3 m Wandhöhe und 9 m Länge sind die Grenze dafür, wann eine Grenzbebauung (Garagen und Nebengebäude) im Bereich von 0 bis 3 m zulässig ist.


    Auf dem Luftbild sieht man, dass es wohl schon ein Nebengebäude im Grenzbereich gibt. Vermutlich bist Du also insgesamt schon bei mehr als 9 m Grenzlänge. Es gibt dann noch eine Klausel für überlange Grundstücksgrenzen - da darf dann zusätzlich ein Gebäude mit 5 m Länge, 3 m Höhe und max. 50 m² Grundfläche errichtet werden. Gesamt darf diese Grenzbebauung nicht länger als 15 m werden.


    So einen Mist können sich nur Juristen ausdenken - die Vorschrift ist für den Laien leider nur schwer lesbar: Art. 6 Abs. 9 BayBO


    R.B. : Für die Prüfung der Abstandsflächenvorschriften ist in Bayern ausschließlich das Landratsamt zuständig. Gerade kleine Gemeinden haben i.d.R. nicht das Personal dafür, um kompliziertere baurechtliche Fragen zu beurteilen.

    Der Dachüberstand >1,50 m zählt bei den Abstandsflächen mit - beim BRI nur dann, wenn Stützen vorhanden sind.

    Hallo,

    ja - die Überdachung zählt mit. Überdachungen über 1,50 m Dachvorstand und vor allem Überdachungen, die Stützen benötigen, werden zum Volumen gezählt - es wird praktisch eine "fiktive" Wand gebildet. Es handelt sich also um eine betretbare, überdeckte bauliche Anlage - mithin ein Gebäude. Sonst wäre auch kein Carport ohne Seitenwände ein Gebäude.

    Du kannst nachträglich einen Bauantrag stellen. Für den zu geringen Grenzabstand (Minimum wären 3,0 m) benötigst Du eine Abweichung. Ob die zugelassen wird, hängt von der Begründung ab. Du musst die Abweichung von Art. 6 BayBO gesondert beantragen und begründen. Außerdem brauchst Du die Unterschrift Deines Nachbarn. Wenn die Behörde das nicht mitmacht, brauchst Du eine Abstandsflächenübernahme. Dafür gibt es Formulare - allerdings wird Dein Nachbar dabei in seinen Rechten eingeschränkt. Das würde bedeuten, dass die Abstandsfläche mit 1,0 m Tiefe auf sein Grundstück fällt und es wirkt sich quasi für ihn wie eine Grenzverschiebung aus.

    Ich traue mich gar nicht zu schreiben, dass mein "Rasen" noch nie Dünger gesehen hat.

    Damit hast Du Dich jetzt getraut. :D


    Wozu Geld für Dünger ausgeben - bei uns ist das Grundwasser mit dem wir gießen schon so nährstoffreich, dass wir es trotz jahrzehntelangem Verzicht auf Düngung nicht geschafft haben, einen Magerrasen herzustellen... Trotz kiesigem Untergrund!