Beiträge von Lawrence

    An einer Grundierung würde ich nicht sparen wollen, lieber etwas mehr als hinterher den Ärger haben. Fällt doch geldmäßig kaum ins Gewicht, also warum groß diskutieren?!

    Diese gewerkeweise voneinander losgeloeste Planung schafft aber mehr Probleme, als die sie loest. Das faengt doch schon bei der Vorplanung an. Beispiel: Sanitaer haelt dezentrale WW-Bereitung fuer angebracht (wg.Lebensweise, Legionellen, Leitungsfuehrungen,...). Elektriker geht von zentraler WW-Bereitung aus, wg. Kosten und Anschlussleistung. Architekt "legt Layer uebereinander" und bei der Bauausfuehrung schauen sich alle entgeistert an, weil entweder der Platz fuer den WW-Speicher und die Rohre fehlt, oder die Anschlussleistung des HAK fuer 4 DLE 24kW hinten und vorne nicht reicht. Nur wer haette da jetzt was mit wem abstimmen sollen? Andere sehr beliebte Bruch- oder Schnittstellen sind dann FuBo-Aufbau und die vom jeweiligen Gewerk beanspruchten Hoehen. Oder irgendwelche ganz banalen Kleinigkeiten...Heizungsbauer bietet seine FuBo-HKV an, verlaesst sich darauf das der Elektriker die elektrischen Stellantriebe und elektrischen RTR mitbringt (ist ja was mit Strom und Leitungen). Elektriker geht davon aus, das der Heizungsbauer das alles in seinem angebotenen System mitliefert und installiert...die Liste laesst sich noch lange fortsetzen, ob nun Fensterbauer und Sonnenschutz und Elektriker oder Tuerbauer und Elektriker oder Heizungsbauer und Estrichleger oder was auch immer.Erfahrungsgemaess gibt es die wenigsten Probleme, wenn sich die an der Planung beteiligten (egal ob nun planender Bauherr, planendes Ingenieurbuero, planendes Unternehmen...) fruehzeitig und wiederkehrend gemeinsam an einem Tisch setzen und ihre Planungsansaetze, Planungsstaende und Ausfuehrungstaende fortlaufend abgleichen.

    Für deine aufgelisteten Beispiele braucht es keine TGA-Planer, sofern man als Bauherr sich in die Materie etwas einarbeitet und man miteinander redet.
    Bei mir gab letztlich Problemen weil wichtige Entscheidung, welche in den Bereich des Architekten fallen, einfach zu spät getroffen wurden.
    Weiterhin ist durch die Falschauskunnft meines örtlichen Versorgers die falsche Wärmequelle ausgewählt worden, das hätte ein TGA auch nicht verhindert.

    Und ´rausnehmen mit Entsorgung und Neubau wäre sicher deutlich billiger gewesen? Erst mauern und dann verkleiden ist nicht so toll, aber die drastisch teurere Lösung ist es auch nicht. Mir scheint, Du suchst die Haare in der Suppe!

    Habe jetzt nochmals drüber geschlafen. Die Minderkosten wären ca. 600-800 Euro gewesen und ich hätte das nach den a.R.dT. notwendige Dichtband gehabt. Tatsache ist, diese Lösung kam im allerletzten Moment (für mich zu spät), es gibt keine zeichnerische Lösung/Plan mit den 5cm weniger. Spätestens dann hätte man die kritische Situation erkennen können. Zu diesem Zeitpunkt waren die Angebote der Trockenbauausschreibung bereits da! Die Trockenbauausschreibung war 15.000 über Plan, nur als Randbemerkung.
    Wäre erkannt worden, dass der Platz kritisch eng wird, so wäre der Rückbau des Schornstein auf dieser Ebene realistisch notwendig gewesen. Schonrsteinproblematik allgemein war meinem Architekt bewußt, fand aber in der Kostenannahme keine Berücksichtigung = Mehrkosten.


    um jetzt wieder On-Topic zu werden, bei einer TGA-Planung hätte der Architekt Vorgaben für Leitungsführungen und den notwendigen Platz im Bad gehabt. Somit hätte er das miteinplanen müssen und er hätte zu einem viel früheren Zeitpunkt, als noch alle Optionen möglich gewesen wären, dies berücksichtigen müssen. So waren aber Handlungsalternativen massiv eingeschränkt, weil immer wieder alles in letzter Sekunde "gelöst" wurde.


    Achse, mein Architekt kennt keinen TGA-Planer, den ich hätte beauftragen können, nur als Randbemerkung

    Und ´rausnehmen mit Entsorgung und Neubau wäre sicher deutlich billiger gewesen? Erst mauern und dann verkleiden ist nicht so toll, aber die drastisch teurere Lösung ist es auch nicht. Mir scheint, Du suchst die Haare in der Suppe!

    Mag sein, aber für was zahle ich Planung wenn ich DIY-niveau bekomme, insbesondere bei diesem für mich wichtigen Raum. Das ist auch nur ein Beispiel von einer relativen Kleinigkeit, die mich ärgert.

    Ich erkenne nur eine nicht sinnvolle Maßnahme, nämlich das Ausmauern. Ob die Direktabhänger eine sinnvolle Maßnahme waren, kann ich erstmal nicht beurteilen. Aber was wäre die Alternative zu den 5 cm Raumverlust gewesen? Die Wand war doch offensichtlich so zerklüftet. Das löst Putz oder Trockenputz. Beides trägt einige Zentimeter auf, mindestestens aber das Maß der Unebenheiten. Man hätte nach Bestätigung durch den Statiker vielleicht noch etwas abfräsen können, hätte ich aber erstmal nicht weiter verfolgt. Was hättest Du getan? Zaubern kann der Kollege auch nicht!

    Sich vor dem Ausmauern festlegen, was wie gemacht wird und den Raumverlust auch zu berücksichtigen bei der Planung der restlichen Trockenbauwände in diesem Raum. Die Vorsatzschale war ne Spontanentscheidung. ich hätte die 8m2 ganz rausgenommen (davon 2 Heizkörpernischen mit 2,5m2 und 2 Fenster jeweils mit 1m2) und neu aufgemauert.

    Ist so schwer nachvollziehbar. Man müsste die örtliche Situation und die Lösung kennen.

    Die Lösung war, wir haben zuerst die Heizkörpernischen wie überall im OG teuer ausgemauert und oh Wunder die Aussenwand war noch immer zerklüftet und krumm und buckelig. Putzauftrag wären im Schnitt 5cm gewesen - viel Material, viel teure Arbeitszeit und lange Trocknungszeit. Machen wir nicht.
    Wir machen eine Vorsatzschale mit Direktabhänger. Blöde das dadurch ca. 5cm verloren gehen. Das Dichtband für die Duschwanne hat nicht mehr gepasst.
    Und ob das Feinsteinzeug dauerhaft auf der Vorsatzschale hält, werden wir sehen.

    Anderes Beispiel - BAD OG.


    Aussenwand (ca. 9m2) mit Heizkörpernischen und zeitgleich krumme Wände und durch Rückbau bzw. schlechte Bausubstanz zerklüftet.


    Problemstellung: daraus muß ne Wand werden, auf der im Duschbereich 30x120cm Feinsteinzueg drauf sollen. Und die Lösung sollte die wirtschaftlichste sein.


    Das gehört für mich gesamtheitlich vom Architekten geplant. Vor allem weil es auf jeden Zentimeter ankam in diesem Raum.


    Ist nicht geschehen. Die Lösung ist imho eines Architekten unwürdig. Was ich auch entsprechend kommuniziert habe.

    Es wurden Arbeiten ganz "vergessen" bzw. der Umfang nicht ansatzweise korrekt berücksichtigt.


    Kostenannahme ne grobe Schätzung Ende LP1 bzw. Mitte LP2. inkl. "Puffer". Die 40% beziehen sich auf diese "Schätzung"
    Kostenschätzung und Kostenberechnung im Sinne der [definition=25,0]DIN[/definition] 276 gab es nie, trotz vielfacher Ermahnung.

    Hmmm, das ist bedauerlich. Aber was am Brandschutz hat er denn vergessen?

    Das das nicht im vorbeigehen erledigt werden kann durch Sanitär und Elektriker, sondern jemand mit Sachverstand ausführen muss. So wurde 1000 Euro eingeplant und 5500 ausgegeben..... Zudem musste die Brandschutzfirma zurückbauen bzw. wurde die Durchführung erschwert, weil diese zu spät beauftragt wurde. Ständig konnte er sich nicht entscheiden, wie etwas ausgeführt werden soll. Oder Lieblingsfrage meines Architekten zum Handwerker - "wie würden sie das machen". Vieles musste auf Zuruf und auf Zeitvergütung vergeben werden = teurer. Ausschreibungen immer auf den letzten Drücker.
    Ich hatte drauf gedrängt, das [definition=50,0]WDVS[/definition] nach Fenstereinbau zu machen, unabhängig vom Estrich. Wollte er nicht. Damit sind wir in den Winter gekommen.......


    Problem war auch, dass mein Architekt keine Kostenschätzung und keine Kostenberechnung gemacht hat (habe natürlich drauf gedrängt). Die Kostenfortschreibung ist auch fehlerhaft......

    Es braucht als allererstes relativ maßgenaue Bestandspläne. Wer sie erstellt ist egal, aber irgendwer muss es tun. Ideal wäre, wenn es das entwerfende Architekturbüro macht, muss aber nicht sein. Diese Pläne sollten vorhandene Verformungen mit einer Genauigkeit von 2-3 cm zeigen. Die Genauigkeitsstufen habe ich grad nichts zur Hand. Darauf aufbauend sollten alle tragenden Bauteile möglichst früh auf ihre Erhaltungsqualität und bestehende Durchfeuchtungen untersucht werden und dabei jeder Raum einmal betreten werden. Dann sollten die wesentlichen Bauteilaufbauten durch Bauteilöffnungen geklärt werden - durch den Architekten gegen besondere Bezahlung oder durch von ihm vorgeschlagene Fachkundige.
    Wenn diese Daten vorliegen, kann der Entwurf begonnen werden. Aus diesem resultieren möglicherweise weitere Detailuntersuchungen. Der Architekt muss sagen, welche er wofür braucht.


    Ich würde inzwischen "Neubau"-maßnahmen eines Umbaus bzw. einer Modernisierung im Idealfall erst dann im Detail planen und ausschreiben, wenn alle geplanten Rückbauten bis auf die Dachhaut und die Fenster vollständig abgeschlossen sind. Es gibt sonst immer Überraschungen und Überraschungen führen zu Nachträgen und Mehrkosten.

    Das haben wir ja auch im Grunde gemacht. Problem Nr. 1 bei der Kostenananhme wurden Gewerke ganz ausgeblendet (Brandschutz, Blechner) bzw. Gewerke unrealistisch zu niedrig eingeschätzt (zB Rückbau und Entsorgungskosten, Trockenbau, Verputzarbeiten, Maurer). Zu diesem Zeitpunkt waren sicherlich 90-95% der notwendigen Arbeiten absehbar.

    Jupp, wenn das so einfach wäre. Du kommst noch aus der zeit als es galt: Kohle schaufeln oder leisten wir uns Öl.Neben den von R.B. schon aufgezählten unterschiedlichen Warmmachern kommt ja auch noch: wen bekommen wir unter, was kann man anschließen.


    Hatte ich auch erst letztes Jahr. Die sind durch alles durch. keine Ahnung was es nun geworden ist. Wärmepumpe, naja nicht genug Platz für Bohrungen - jo, gibt es bei Hanggrundstücken im Fels. Gas wollte man erst nicht wegen EnEV. Pellet - ging zuviel Platz drauf für Pelllets. dann doch auf Gas - alle Probleme gelöst, laut Auskunft liegt Gas in der Straße.... nur nicht die letzten 300m 8) auch wieder nix, denn die Buddelei ginge auf ihre Kosten. Vielleicht doch Öltank? nee, Flüssiggas wohin mit den tanks..., und wieder von vorne usw.
    Was soll da der Handwerker richten?


    Abstimmung mit WW Erzeugung ist auch wesentlich, wenn man keine Gas-Brennwerttherme einsetzt und keine alte Hütte hat, wo das untergeordnet ist.

    Was hätte da ein TGA-Planer besser machen können?! Ich hab das Thema mit Eb und Architekt (passive Rolle) durchgekaut, bedingt durch einen Falschinformation der Stadtwerke bin ich bei ÖL geblieben, ansonsten wäre Gas besser gewesen........ Letztlich hatte bei der Auswahl der Handwerker nichts mitzureden . Warum auch, nicht sein Job.


    Abwasser war quasi vorgegeben.


    Die Verteilung der dezentralen Lüfter in den einzelnen Räumen hat uns der Hersteller mitgeplant. Die notwendige Verrohrung nicht, wobei es keine fatale Folgen hatte - war aber pures Glück.


    Bei der Elektrik hat der Meister und Chef mit seiner Erfahrung eingebracht, und vieles habe ich mir im Vorfeld überlegt gehabt, ist im Ergebnis gut geworden. Details würde heute anders machen, aber nichts wesentliches.


    Brandschutz wurde einer Fachfirma überlassen, leider zu spät (Architekt schuld).


    Würde ich trotzdem einen TGA-Planer zukünftig beauftragen - wohl eher ja, obgleich es nur Bestand war.


    Aber - mein Architekt, so engagiert er auch war, hat mich deutlich mehr Lehrgeld gekostet......

    Oh so einen brauch ich. Du musst sicherstellen, dass der Roboter den Matsch u Wasser in der Rinne entfernt und dabei das Wasser nicht überlaufen darf. Keine leichte aufgabe!

    Meine Frage zielt eigentlich nur auf die Schlacke ab , ist diese evt Gefährlich ?

    Wenn es Schlacke ist, wirst du um eine Beprobung nicht herumkommen. und dann kann je nach Ergebnis die Entsorgung schwierig und teuer werden. Ich habe das Problem gehabt und nur mit großen Glück, aufgrund der geringen Menge (9 cbm), das Zeugs losgeworden. Sofern du abfallrechtlich korrekt arbeiten willst.

    Also man sollte schon die Kirche im Dorf lassen, neue Leitungen sind bei mir brandschutzkonform ausgeführt wurde (rechtzeitig eingeplant auch kein so großer Kostentreiber), alte (Steig)-Leitungen sind größtenteils zurückgebaut worden. Aber es schlummern sicherlich noch Leitungen im Gebäude, von denen ich nix weiß - und die brennen sicherlich im Zweifel wie Zunder. Ist halt Restrisiko.