Beiträge von Lawrence

    Antwort vom Bürokollegen meines Statikers nach 2,5 Wochen:


    Zitat

    ohne genaue Maße (Schnitt, Grundriss mit Darstellung der Stützweiten, Profilquerschnitte der Stahlträger, vorh. Dachaufbau etc.) und ohne Angaben was an

    Deckenverkleidung abgebrochen wurde ist eine Nachberechnung und Bewertung leider nicht möglich.

    Hinweis: aufgrund unserer derzeitigen Auftragslage und der Urlaubszeit kann ich Ihnen leider derzeit keine zeitnahe Bearbeitung Ihres Anliegens in Aussicht stellen.

    Eine Bearbeitung würde vermutlich erst ab der KW 39 erfolgen können.




    Schön! Schnitt, Grundriss mit Darstellung der Stützweiten, Profilquerschnitte der Stahlträger, vorh. Dachaufbau etc. gibt es nicht, hatte ich in der Anfragemail bereits mitgeteilt gehabt. Die Deckenbekleidung - eine Art Gips-Sandwich-Sauerkraut-Platten. Gewicht im Bereich von 10-15kg/m2 - wurde vollständig entfernt - so auch in meiner Anfragemail mitgeteilt.


    Mir ist zu warm um mich gerade zu ärgern.





    Traufseite geht auch nicht. Rechts ist ein 70cm hoher und 5m langer betonierter unterzug. Davon ab, wie bekommt so einen schwere Träger ins Gebäude..... von den Kosten abgesehen.


    Ob die 2 äußeren Träger relevant für Dach sind. Ich weis es nicht. Die Sparren sind nur im Bereich der linken bzw. Rechten eckes eines stahlträgers anliegend. Ob das zum statischen lastabtrag langt - muss ein Statiker entscheiden.

    1 x Durchbruch 1 x Maueschlitz, 2 x Auflager, 1 x Träger HEB/HIB . Damit hast du die Spannweite deutlich reduziert und kannst fortfahren, ohne dein Dach zu belasten und davon abhängig machen was du da dran hängst an (Brandschutz)decke

    du möchtest einen 9m langen HEB-Träger einziehen? Der dürfte so um 500-700kg wiegen. Respekt. Davon ab, sind beide Giebelseiten nicht geeignet.


    Zur Not könnte ich die Decke auch an die beiden äußeren Träger hängen.

    F30 von oben funktioniert nicht, denn dann muss die Decke von der Abgehängt wird mindestens die gleiche Feuerwiderstandsfähigkeit haben.

    F30 von oben mit einer frei gespannten decke ist auch nicht ohne weiteres möglich da die Decke im Brandfall nicht belastet werden darf (Dachstuhl brennt ab und stürzt schon vor den 30 min auf die Decke)

    Die neue Decke muss nicht tragend sein und somit dürfen auch Trümmer auf die Decke fallen und ggf. zum Einsturz bringen. Der Brandschutz der obersten Decke (ohne Möglichkeit von Aufenthaltsräume darüber zu errichten) ist stark vereinfacht. Deshalb müssen die Stahlträger auch nicht brandgeschützt sein.

    Das Thema kommt bei mir auch nur auf, weil ich einen notwendigen Flur i.S. der LBO BW derzeit im Plan habe und an der 200qm Grenze zwacke. Der Normzweck ist die Brandlast zu verringern und nicht gänzlich für 30 Minuten auszuschließen.......

    Die mir bekannten Weitspannsysteme z.B. von Knauf haben einerseits nur eine freitragende Spannweite von ca. 5 m und sind - wie der Name schon sagt - völlig freitragend, werden also nicht irgendwie abgehängt. Ich bin mir nicht sicher, dass Deine Idee systemkonform umsetzbar ist. Hast Du verfügbare Unterlagen z.B. von Knauf schon geprüft?

    Mittelabhängung ist sowohl bei Knauf, Rigips als auch Protektor systemkonform. Bei allen etwas unterschiedlich ausgeführt.


    Moin,


    die letzten 65qm meines Gebäudes stehen zur Vollendung an. Diese "Halle" befindet sind im ersten Stockwerk und wurde 1976 nachträglich errichtet. Statikpläne sind nicht mehr vorhanden (Bauamt stand in den 90er unter Wasser).

    Der Firstbalken aus Stahl befindet sich in 5,45m Höhe. Diese Halle hat als Musikzimmer gedient und war ursprünglich eine Terrasse. 24cm Hohlblocksteine.

    Von den Sparren haben wir Art Gips-Sandwichplatten entfernt, ca. 8-10kg/qm. So jetzt soll die Halle mit einer Decke abgehängt werden. Aus Brandschutzgründen und wegen der Dämmung liegt diese Decke bei runden 45kg/qm oder runden 3000kg auf die Gesamtfläche. Der Trockenbauer will abhängen (an den Sparren), da sage ich - ohne Statiker heikel, oder?! Ich bevorzuge eher eine Weitspannträgerdecke mit Mittelabhängung am Firstträger.


    Würde mich über Meinung wie immer freuen......

    An einer Grundierung würde ich nicht sparen wollen, lieber etwas mehr als hinterher den Ärger haben. Fällt doch geldmäßig kaum ins Gewicht, also warum groß diskutieren?!

    Diese gewerkeweise voneinander losgeloeste Planung schafft aber mehr Probleme, als die sie loest. Das faengt doch schon bei der Vorplanung an. Beispiel: Sanitaer haelt dezentrale WW-Bereitung fuer angebracht (wg.Lebensweise, Legionellen, Leitungsfuehrungen,...). Elektriker geht von zentraler WW-Bereitung aus, wg. Kosten und Anschlussleistung. Architekt "legt Layer uebereinander" und bei der Bauausfuehrung schauen sich alle entgeistert an, weil entweder der Platz fuer den WW-Speicher und die Rohre fehlt, oder die Anschlussleistung des HAK fuer 4 DLE 24kW hinten und vorne nicht reicht. Nur wer haette da jetzt was mit wem abstimmen sollen? Andere sehr beliebte Bruch- oder Schnittstellen sind dann FuBo-Aufbau und die vom jeweiligen Gewerk beanspruchten Hoehen. Oder irgendwelche ganz banalen Kleinigkeiten...Heizungsbauer bietet seine FuBo-HKV an, verlaesst sich darauf das der Elektriker die elektrischen Stellantriebe und elektrischen RTR mitbringt (ist ja was mit Strom und Leitungen). Elektriker geht davon aus, das der Heizungsbauer das alles in seinem angebotenen System mitliefert und installiert...die Liste laesst sich noch lange fortsetzen, ob nun Fensterbauer und Sonnenschutz und Elektriker oder Tuerbauer und Elektriker oder Heizungsbauer und Estrichleger oder was auch immer.Erfahrungsgemaess gibt es die wenigsten Probleme, wenn sich die an der Planung beteiligten (egal ob nun planender Bauherr, planendes Ingenieurbuero, planendes Unternehmen...) fruehzeitig und wiederkehrend gemeinsam an einem Tisch setzen und ihre Planungsansaetze, Planungsstaende und Ausfuehrungstaende fortlaufend abgleichen.

    Für deine aufgelisteten Beispiele braucht es keine TGA-Planer, sofern man als Bauherr sich in die Materie etwas einarbeitet und man miteinander redet.
    Bei mir gab letztlich Problemen weil wichtige Entscheidung, welche in den Bereich des Architekten fallen, einfach zu spät getroffen wurden.
    Weiterhin ist durch die Falschauskunnft meines örtlichen Versorgers die falsche Wärmequelle ausgewählt worden, das hätte ein TGA auch nicht verhindert.

    Und ´rausnehmen mit Entsorgung und Neubau wäre sicher deutlich billiger gewesen? Erst mauern und dann verkleiden ist nicht so toll, aber die drastisch teurere Lösung ist es auch nicht. Mir scheint, Du suchst die Haare in der Suppe!

    Habe jetzt nochmals drüber geschlafen. Die Minderkosten wären ca. 600-800 Euro gewesen und ich hätte das nach den a.R.dT. notwendige Dichtband gehabt. Tatsache ist, diese Lösung kam im allerletzten Moment (für mich zu spät), es gibt keine zeichnerische Lösung/Plan mit den 5cm weniger. Spätestens dann hätte man die kritische Situation erkennen können. Zu diesem Zeitpunkt waren die Angebote der Trockenbauausschreibung bereits da! Die Trockenbauausschreibung war 15.000 über Plan, nur als Randbemerkung.
    Wäre erkannt worden, dass der Platz kritisch eng wird, so wäre der Rückbau des Schornstein auf dieser Ebene realistisch notwendig gewesen. Schonrsteinproblematik allgemein war meinem Architekt bewußt, fand aber in der Kostenannahme keine Berücksichtigung = Mehrkosten.


    um jetzt wieder On-Topic zu werden, bei einer TGA-Planung hätte der Architekt Vorgaben für Leitungsführungen und den notwendigen Platz im Bad gehabt. Somit hätte er das miteinplanen müssen und er hätte zu einem viel früheren Zeitpunkt, als noch alle Optionen möglich gewesen wären, dies berücksichtigen müssen. So waren aber Handlungsalternativen massiv eingeschränkt, weil immer wieder alles in letzter Sekunde "gelöst" wurde.


    Achse, mein Architekt kennt keinen TGA-Planer, den ich hätte beauftragen können, nur als Randbemerkung

    Und ´rausnehmen mit Entsorgung und Neubau wäre sicher deutlich billiger gewesen? Erst mauern und dann verkleiden ist nicht so toll, aber die drastisch teurere Lösung ist es auch nicht. Mir scheint, Du suchst die Haare in der Suppe!

    Mag sein, aber für was zahle ich Planung wenn ich DIY-niveau bekomme, insbesondere bei diesem für mich wichtigen Raum. Das ist auch nur ein Beispiel von einer relativen Kleinigkeit, die mich ärgert.

    Ich erkenne nur eine nicht sinnvolle Maßnahme, nämlich das Ausmauern. Ob die Direktabhänger eine sinnvolle Maßnahme waren, kann ich erstmal nicht beurteilen. Aber was wäre die Alternative zu den 5 cm Raumverlust gewesen? Die Wand war doch offensichtlich so zerklüftet. Das löst Putz oder Trockenputz. Beides trägt einige Zentimeter auf, mindestestens aber das Maß der Unebenheiten. Man hätte nach Bestätigung durch den Statiker vielleicht noch etwas abfräsen können, hätte ich aber erstmal nicht weiter verfolgt. Was hättest Du getan? Zaubern kann der Kollege auch nicht!

    Sich vor dem Ausmauern festlegen, was wie gemacht wird und den Raumverlust auch zu berücksichtigen bei der Planung der restlichen Trockenbauwände in diesem Raum. Die Vorsatzschale war ne Spontanentscheidung. ich hätte die 8m2 ganz rausgenommen (davon 2 Heizkörpernischen mit 2,5m2 und 2 Fenster jeweils mit 1m2) und neu aufgemauert.

    Ist so schwer nachvollziehbar. Man müsste die örtliche Situation und die Lösung kennen.

    Die Lösung war, wir haben zuerst die Heizkörpernischen wie überall im OG teuer ausgemauert und oh Wunder die Aussenwand war noch immer zerklüftet und krumm und buckelig. Putzauftrag wären im Schnitt 5cm gewesen - viel Material, viel teure Arbeitszeit und lange Trocknungszeit. Machen wir nicht.
    Wir machen eine Vorsatzschale mit Direktabhänger. Blöde das dadurch ca. 5cm verloren gehen. Das Dichtband für die Duschwanne hat nicht mehr gepasst.
    Und ob das Feinsteinzeug dauerhaft auf der Vorsatzschale hält, werden wir sehen.

    Anderes Beispiel - BAD OG.


    Aussenwand (ca. 9m2) mit Heizkörpernischen und zeitgleich krumme Wände und durch Rückbau bzw. schlechte Bausubstanz zerklüftet.


    Problemstellung: daraus muß ne Wand werden, auf der im Duschbereich 30x120cm Feinsteinzueg drauf sollen. Und die Lösung sollte die wirtschaftlichste sein.


    Das gehört für mich gesamtheitlich vom Architekten geplant. Vor allem weil es auf jeden Zentimeter ankam in diesem Raum.


    Ist nicht geschehen. Die Lösung ist imho eines Architekten unwürdig. Was ich auch entsprechend kommuniziert habe.

    Es wurden Arbeiten ganz "vergessen" bzw. der Umfang nicht ansatzweise korrekt berücksichtigt.


    Kostenannahme ne grobe Schätzung Ende LP1 bzw. Mitte LP2. inkl. "Puffer". Die 40% beziehen sich auf diese "Schätzung"
    Kostenschätzung und Kostenberechnung im Sinne der [definition=25,0]DIN[/definition] 276 gab es nie, trotz vielfacher Ermahnung.