Beiträge von Thomas T.

    Reicht das, um eine Wandscheibe von fast 10m Länge und 2,80 Höhe mit zwei Türen aus 17,5er HLZ S27 so zu überlasten? Oder ist es wahrscheinlicher, dass die unbekannte Lastabtragung da ebenfalls Asymmetrien einbringt?

    Um das eindeutig zu beurteilen, müsste man sehr ins Detail einsteigen. Erst mal die ganze Konstruktion untersuchen auf Tragfähigkeit der Anschlüsse, tatsächlichen Lastabtrag, planmäßige Durchbiegungen der Decke (auch die können in den Wänden oben zu H-Kräften führen) usw.


    Das ist nichts mehr für ein Forum.

    Duplo-Steine haben zudem mit den HLZ die Gemeinsamkeit, dass die Stoßfugen nicht "vermörtelt" sind und der Zusammenhalt nur über die Lagerfugen kommen.

    Coole Idee, Exmech hieß bei uns das Fach an der Hochschule! (Experimentelle Mechanik, ist aber zu lang zum sprechen.)


    Die rel. große Kraft musstest Du aufwenden, weil die Steine durch die Noppen ineinanderstecken. Realitätsnäher wären Steinklötzchen mit Tapetenkleister.

    Könnten nach dem optischen Eindruck auch Flechten sein. Bin aber schlecht in Biologie und würde mir für diese Einschätzung keine Hand abhacken lassen.


    Im Zweifelsfall hilft nur eine Laboranalyse, siehe #2

    Die Mittelpfetten sind ja mit den Kehlbalken über den Gauben verbunden... nach außen gerichtete H-Kräfte würden dann in der Tat den Ringanker der Gaubenwand "treffen".

    Wenn es eine kraftschlüssige Verbindung der Ringanker Innen-Gaubenwand gäbe, was ich bei diesem Höhenversatz ausschließe, wäre das so.

    Müsste letzteres nicht zu einem Abriss der Gaubenwand von der Innenwand führen?

    Vermutlich halten die Maueranker alles zusammen.

    Damit sollten sich doch symmetrische (!) Kräfte in Form von Zug im Ringanker neutralisieren.

    Wind auf die Traufe ist nicht symmetrisch, nur Wind auf den Giebel. Das ist der Sinn von Windrispen(bändern). Wind auf die Traufe muss anders abgeleitet werden.

    Lila sind die Risse... Passt das?

    Für mich schlüssig. Die Verzahnung von Ringanker und Mauerwerk trägt offensichtlich mehr als die Lagerfugen.

    Zwischen Mittelpfette und Ringanker befindet sich eine schwarze Zwischenlage (sieht aus wie Dachpappe), aber festgemacht ist das nicht an der Stelle. Nach unten kann die Mittelpfette natürlich nicht weg, zur Seite dagegen schon.

    H-Kraft am Auflager 2: Fy = 19,29 kN und eine Gleitschicht aus Bitumenpappe ohne Verankerung. Ich glaube, da ist schon eine Ursache gefunden. Die H-Lasten gehen bei Verschiebung des Auflagers sonstwo hin, aber nicht ins Auflager.


    Es gibt keine Drempelstützen, sondern nur die ominöse "Aussteifungsstütze" an der Gaube, in die der Ringbalken/Ringanker einbindet. In diesen werden die H-Lasten am Stützenfuß eingetragen. Wenn die Stütze nicht als Kragstütze berechnet ist, kann sie die H-Last, erst recht nicht die aus dem Auflager der Mittelpfette und Wind auf die Gaubenwand, nicht in die Decke ableiten. Zu wenig Einspannung, und es gibt wohl oder übel ein Gelenk am Stützenfuß. Das könnte eine weitere Ursache sein.

    Wir waren letztes Jahr in Papua-Neuguinea, haben u.a. die Henrichshütte Hattingen und die Kokerei Zeche Zollverein besucht und sind mal die wieder eröffnete Schwebebahn Wuppertal die volle Strecke hin und zurück gefahren. Auch sehr sehenswert! (In der Henrichshütte ist u.a. auch eine Thomasbirne aus der Maxhütte Unterwellenborn ausgestellt. Jetzt haben wir ein Foto, wo 2 Thomasbirnen thüringischen Ursprungs drauf sind.:))

    ohne horizontalfeste sparrenauflager an den traufwänden ist das konzept zum scheitern verurteilt.

    da die traufwände nicht hoch sind, klappen die nicht gleich weg, verformen sich aber doch.

    Es gibt hier keine Traufwände, die sich verformen können. Der Dachstuhl steht auf der Stahlbetondecke, die es sicherlich nicht zerreißen oder dehnen wird.

    die konstruktion sollte dringend wegen kollapsgefahr von einem **versierten** fachmann untersucht werden.

    Akute Kollapsgefahr sehe ich mit meiner Glaskugel derzeit nicht. Der Dachstuhl steht ja seit min. 6 Jahren, und seit 2017 hat sich nach Augenscheinnahme des TE nicht mehr viel an den Rissen geändert. Deshalb habe ich zunächst ein Rissmonitoring empfohlen. Untersuchen sollte man trotzdem, das ist richtig.


    Der SV soll kurzfristig in die Spur geschickt werden. Schau mer mal, was er feststellt.

    Warum denn nicht?

    Sieht man an diesem Beispiel. Soviel Klimmzüge, um ein Fenster auszuwechseln, und vor allem die Konstruktion der Krüppelwalme. Mit einem Pfettendach hätte man sich das erspart.


    Ein verschiebliches Kehlbalkendach heißt nicht nur so, es macht das auch. Bei kleinen Siedlungshäuschen aus den 30ern sicher nicht so sehr wie bei über 9 m Giebelbreite.

    Entfernung Amrum - Helgoland = ca. 61 km.

    Richtig. Auf die Idee mit der Sichtweite berechnen kam ich auch. Es ist unmöglich, Helgoland in ganzer Schönheit von mehr als ein paar km aus zu sehen.


    Aber als Fata Morgana geht wohl auch von Amrum aus.


    Ergänzung: siehe hier, Zitat:


    "Helgoland beispielswiese liegt mit mehr als fünfzig Kilometern Entfernung außerhalb des Sichtfeldes, wird aber ein, zwei Mal pro Jahr zum Beispiel von St. Peter-Ording aus sichtbar. Manchmal steht die Insel sogar auf dem Kopf."

    Was würde den für Abhilfe schaffen?

    Seit Ihr aus der Gewährleitung raus? Übergabe Sommer 2014 lässt darauf schließen. Ggf. RA überprüfen lassen, ob die Verjährung schon eingetreten oder noch zu hemmen ist. Wenn der Unternehmer noch haftbar ist, rechtlich und fachlich sauber die Mängel anzeigen.


    Unter der Voraussetzung, dass der Dachstuhl auch in allen Verbindungen und Anschlüssen standsicher und tragfähig ist, wird er natürlich da stehen bleiben. Das könnte anhand von statischen Unterlagen und/oder ggf. durch nicht zerstörungsfreie Bauteilöffnungen überprüft werden. Mit der mangelnden Gebrauchstauglichkeit werdet Ihr leben müssen.


    Ich bin kein SV, würde aber aus technischer Sicht erst einmal Rissmonitoring betreiben, und zwar nicht mit Gipsplomben, sondern richtig zum Ablesen. Wenn sich da über Jahresfrist so gut wie nichts mehr tut (bis ca. 0,3 mm) , Risse schließen und Vlies drauf. Dann werden zwar immer noch Haarrisse auftreten, Ihr seht sie aber nicht mehr. Falls da dauerhaft größere Bewegung im Dachstuhl ist, sollte man tiefer einsteigen, siehe Absatz 2.

    ...Bilder aus der Rohbauphase...

    Oh je, auch noch mit Wechseln, Krüppelwalm und Stummel"pfetten". Da hat wohl einer ein für den Zweck unpassendes statisches System gewählt.


    Ich hatte in meinem mittlerweile recht langen Berufsleben noch kein Kehlbalkendach im Neubau und käme auch nicht auf so eine Idee. Da ist durch die unterschiedlichen Lasten einiges an Bewegung bzw. Verformung drin, so dass mich die Risse nicht wundern.

    ...Verschiebliches Kehlbalkendach...

    Das schreibt ein Zimmermann:

    "Der Nachteil dieser Konstruktion: bei unterschiedlichen Belastungen der Dachflächen, kann es zu Verschiebungen kommen. Falls du einen ausgebauten Dachgeschoss haben möchtest empfiehlt sich diese Konstruktion nicht. Bei einseitiger Schneelast (z.b. durch Abtauen) kann das zu Rissen an Decken und Wänden führen."


    Vermutlich ist das ein Grund für die Risse, weil die Wände durch die Gk-Beplankung alle Bewegungen mitmachen müssen.


    Falls die Decke tätsächlich nur 20 cm dick ist, könnte auch die ggf. zu große Durchbiegung ihren Beitrag leisten.

    das problem ist die hirnlosigkeit

    Was mich nicht wundert. Für die ganze lange Pandemiedauer und die täglichen Neuinfektionen ist Hirnlosigkeit die Ursache.


    Im Übrigen ist es an den dt. Küsten wohl voller als sonst.


    Zitat:

    "Auch an der Nordseeküste sind die Betten der DPA zufolge zum großen Teil ausgebucht. "Wir hatten vermutlich den stärksten Juni der vergangenen Jahre, ..."

    Decken hängen typischerweise in Kurvenform durch, nicht mit klaren Knickpunkten.

    Stimmt absolut. Der Knick würde auch gar nicht zu einer Durchbiegung passen. Ich tippe auf etwas ungenau verlegte Filigranplatten.

    Deckendurchbiegung: Ist durchaus möglich, für mich aber zur Zeit eher unwahrscheinlich.

    Es gibt keine Decke ohne Durchbiegung.

    PS.: Zu den "Flachankern" in Hinblick auf die "räumliche Steifigkeit" mögen sich die ausgewiesenen Statiker äußern.

    Die sind zugelassen und verbinden das Mauerwerk zugfest. Druck muss nicht aufgenommen werden.


    Mir fehlt ein Ringanker im DG wenigstens auf den tragenden Wänden. Außerdem sollte überprüft werden, ob die zulässige Durchbiegung der Decke im Zustand II (gerissener Beton) eingehalten ist.

    Gerade in Kombination mit einer Tiefenbohrung würde ich empfehlen, über das Thema "Passivkühlung" nachzudenken.

    Das muss mit der wasserrechtlichen Erlaubnis bei der unteren Wasserbehörde beantragt werden und ist nicht überall zulässig, da der Wärmeeintrag ins Grundwasser unerwünscht ist!

    Hält man alles ein und kreuzt auf dem Bauantragsformular dennoch "Antrag auf Baugenehmigung" an, dann wird es wohl, Gebühren erzeugend, im Bauantragsverfahren bearbeitet.

    Das halte ich sowohl für Planer als auch für Bauherren für die bessere Lösung! Immerhin gibt es dann eine "echte" Baugenehmigung, auf die man sich immer wieder berufen kann.


    In Berlin und Brandenburg sind auch keine Nachträge oder Änderungen im Freistellungsverfahren möglich. Soll z.B. in der Bauphase irgend etwas geändert werden, ist der ganze Sermon neu einzureichen!