Beiträge von Thomas T.

    Je nach Definition gehört auch die urbane Landschaft zur Kulturlandschaft. In D ist fast alles Kulturlandschaft. Selbst die meisten sog. Wälder sind seit Jahrhunderten keine mehr, sondern eher Plantagen (ja, auch der "vielgeliebte" Hambi ist ein Forst und kein Urwald).


    Es wird sehr viel Geld in die Hand genommen, um große Teile der Kulturlandschaft zu erhalten. Z.B. wären Berg- und Almwiesen mangels ökonomisch sinnvoller Bewirtschaftung schon längst verschwunden, wenn man diese nicht subventionieren würde.


    Eingriffe in die Natur sind das,was den Menschen ausmacht und erst zur Menschwerdung geführt hat. Welche Eingriffe nun gesellschaftlich gewünscht oder vertretbar sind, unterliegt einem ständigen Wandel, wie man am Beispiel Hambi sehen kann.


    Jahre- oder jahrzehntelange Genehmigungsverfahren für Kiesgruben sind in D ein Hauptgrund für die Verknappung von Sand und Kies. Das wird bei Steinbrüchen wohl ähnlich laufen.

    Mal was gehaltvolles zu Sand und Kies: hier und hier .


    Sand gibt es in D in Hülle und Fülle, nur ist es mit neuen Genehmigungen schwieriger als früher. Eine Bürgerinitiative ist schnell gegründet, und schon beginnt der Hickhack durch alle Instanzen. Das dürfte bei Brechsand nicht anders sein, weil der auch aus dem (endlichen) Steinbruch kommt.


    Es sind auch nicht alle Qualitäten des Sandes für den Betonbau geeignet. Wüsten- und Strandsand schon gar nicht. Was auch knapper ist als Sand, ist Kies.


    die verwendeten Rohstoffe sind praktisch unbegrenzt vorhanden.

    Nur nicht ohne weiteres verfügbar.

    Hiermit kann sich JoachimAlu Pfingsten ja mal beschäftigen und die Zahlen auf seinen Zaun anpassen.


    Um überschläglich einen Querschnitt für den Pfosten zu ermitteln (die Hebelwirkung vom eingegossenen zum übergestülpten kann erst einmal vernachlässigt werden), kann nach alter Normung vor EC mit der einfachen Formel

    Sigma = M/W

    gerechnet werden.

    Sigma ist die zulässige Biegespannung für den Werkstoff

    M ist das Biegemoment an der Einspannung

    W ist das Widerstandsmoment des Querschnitts.


    Umgestellt zur Bemessung ergibt sich:

    erf. W = M/Sigma


    W und Sigma stehen im Netz. Bitte die Umrechnung in die richtigen Einheiten beachten; am besten alles in N und mm eingeben.

    ...Amsterdam (anscheinend nach Thomas T. auch eine "failed city")...

    Zum Tonfall:

    Wenn Dir die Argumente ausgehen, wirst Du wiederholt schnell persönlich und fast unverschämt. Das Zitat ist wieder ein Beispiel für einen skeptikerschen "Pappkameraden", nämlich jemandem etwas in den Mund zu legen, was dieser nie auch nur andeutungsweise gesagt hat. Das finde ich weder Deiner Funktion als Mod noch als Vorstandsmitglied angemessen.


    Zur Sache:

    Wie im verlinkten Artikel zu Amsterdam zu lesen, versucht die Stadt, durch Verhinderung (Schließung, keine neuen mehr) reiner Touristenläden den ungebändigten Strömen etwas gegenzusetzen.

    Dagegen ist man in Berlin kurz vor Nazi, wenn man wie der grüne (!) Bürgermeister von Mitte nur daran denkt, Spätis am Sonntag zu schließen. Zitate:

    "Mit seinem Vorstoß stellt sich der Grünen-Bezirksbürgermeister gegen die Linie seiner eigenen Partei. Die Grünen setzen sich dafür ein, die sonntägliche Öffnung für Spätis gesetzlich zu sichern und hatten dies im vergangenen Jahr auf einem Parteitag beschlossen. "

    "Zu weit geht von Dassels Vorstoß auch der SPD im Bezirk Mitte. ... „Spätis sind häufig ein Teil der Kultur in den Kiezen.“ ... Häufig seien die Kioske kleine Läden, die von Familien mit Migrationshintergrund betrieben würden. ... Von Dassels Vorstoß wertete sie dennoch als einen Versuch, „bei rechtskonservativen Wählern zu punkten“."


    So wird jedenfalls das Problem nicht angegangen, geschweige gelöst.

    Aber in vielen der angesagten Städte nervt die Bewohner auch der Verlust von (günstigem) Wohnraum zu Gunsten der AirBnB-Vermieter, der nun von ständig wechselnden Partysuchern genutzt wird.

    Auch ein altbekanntes Problem, das Berlin als failed state genauso wenig lösen wird wie z.B. den Drogenhandel im Görlitzer Park. Eigentlich herrscht in weiten Teilen schon Anarchie.

    Berlin nimmt für sich in Anspruch, besonders weltoffen und tolerant (dt. "duldsam") zu sein - da muss man auch die Auswüchse erdulden. Letztlich ist der Partytourismus die Antwort auf Wowereits "Berlin ist arm, aber sexy".


    Andere Städte haben Sperrstunden und sind teuer, im Falle Venedigs aber andere Probleme. Die Kreuzfahrer lassen z.T. keinen Ct. in der Stadt, weil sie sich da nur ein paar Stunden aufhalten und auf dem Kahn all inclusive oder billiger ist. Zumindest lassen andere Tagestouristen da noch Geld.


    Großstädte sind m.E. gar nicht in der Lage, den Tourismus bis ins Einzelne zu regulieren. Warum "Spätis" offiziell bis 30 Sitzplätze auf dem Gehweg haben dürfen, ist mir aber ein Rätsel. Das scheint mir wieder ein Fall von Berliner Verwaltungsversagen zu sein. (Spätis wurden übrigens in der DDR "erfunden" und hatten genau diesen Zweck - nach Schließung der üblichen Läden eine Möglichkeit für Schichtarbeiter usw. zu bieten, noch Lebensmittel einkaufen zu können. Aber es gibt nichts, was nicht übertrieben oder pervertiert werden kann.)

    Bei uns zahle ich den Gaststätte (je nach nachdem) zw. 2,50 und 3,80 Euro.

    Franken ist Niedrigpreisidylle, was einheimisches Bier angeht. Deshalb werden sich in der Mehrzahl kaum Franken in B. zum Saufen einfinden. Dort wird mehrheitlich nicht deutsch gesprochen.


    In Rom hat vor Jahren in der City ein 0,3er Bier schon mal 5 € und mehr gekostet (und es gab keinen Späti oder Imbiss in der Nähe). Solche Länder würde ich zum Vergleich heranziehen. Außer in Osteuropa ist Alkohol wahrscheinlich überall in Europa und Nordamerika um einiges teurer als in D. Sauftourismus auf den Fähren ab Schweden gibt es schon länger.

    Die Frage wäre besser vor der Entfernung der aussteifenden Beplankung gekommen...


    Ich vermute zu 99,9 %, dass die Innenwand zur Aussteifung der Außenwand herangezogen wird.


    Bitte mit der Statik den Gang zum Statiker machen und dort prüfen lassen, unter welchen Voraussetzungen die Wand entfernt werden kann bzw. was stehen bleiben muss, um die Aussteifung wieder herzustellen.


    Falls meine Vermutung stimmt, ist evtl. die Standsicherheit des Gebäudes in Gefahr, z.B. beim nächsten Tornado/Windhose oder Fallwind, was von den Auswirkungen aber ziemlich wurscht ist.

    Welches Kaltgetränk darf man sich denn da vorstellen, welches diesen "Umweg" recht fertigt. Berlin ist m.W. weder für delikates Bier oder Wein bekannt.

    Hier ein willkürlich herausgesuchtes Beispiel für einen "Späti", d.h. kneipenähnlicher Betrieb zu Billigpreisen bis in die Morgenstunden, und das in bester Citylage und kein Einzelfall.


    Da hast Du schnell den Flug wieder raus.


    Ich vermute, das ist nicht das Publikum, das Du mit höheren Eintrittspreisen vom Besuch des Pergamonmuseums abhalten könntest...


    Ergänzung: Delikates Bier gibt es in Berlin in Hülle und Fülle. Die Anzahl der Mikrobrauereien konnte ich so schnell nicht finden. Es werden aber immer mehr.

    Gibt es eine moralische Verpflichtung, Kunstschätze für alle interessierten Besuchenden zugänglich zu halten oder ist es angemessen, den Zugang zu limitieren, im Zweifel mit dem Regulativ des Marktes, dem Geld, das zwischen Angebot und Nachfrage bei zu viel Nachfrage einen Ausgleich schaffen kann?

    Es sind zu viele Fragen, als dass ich die jetzt alle beantworten möchte. Nur zum Zitat:


    Kunstschätze nur noch für viel Geld zugänglich zu machen, halte ich für asozial. Wenn Beschränkungen zum Schutz der Exponate, dann über die Anzahl der Besucher. So etwas passiert aber an vielen Stellen schon längst.


    Dem Suff- und Partytourismus wird man damit nicht begegnen können.


    M.E. gab es nie eine völlige Reisefreiheit, zumindest nicht in dem Sinne, dass jeder beliebig oft zu beliebigen Zielen reisen kann. Die verfügbaren finanziellen Mittel haben schon immer die Reisefreiheit eingeschränkt.


    Betrachtet man noch den CO2-Ausstoß bei Reisen, gehören Flugreisen viel stärker besteuert. Gerade nachgesehen: Ein Flug Berlin-London Hin und zurück kostet mit etwas zeitlichem Vorlauf etwas mehr als 70 €. Kein Wunder, wenn sich die halbe Welt in Berlin zum Saufen trifft. 1 ausgiebiger Abend, und der Flugpreis hat sich bezahlt gemacht.

    Wenn man sich diese Charts ansieht, kann man das durchaus nachvollziehen: Exportiert wird fast immer und rund um die Uhr. Natürlich zukünftig ohne fossile und Atom-Energie.

    Hier hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Charts zu interpretieren.

    Besonders cool wird es, wenn es in ein paar Jahren in D weder Kern- noch Kohlekraftwerke gibt, die (individuelle) E-Mobilität aber zwangsläufig darauf aufgelegt ist, dass über Nacht aufgetankt wird, wo es kaum Wind- und keinen PV-Strom gibt. Zwar streiten die Lobbyisten Engpässe ab, plausibel ist das für mich nicht.

    In meiner Heimat (Thüringer Wald/Schiefergebirge), genauso im Frankenwald, ist Schiefer immer noch sehr präsent.


    Früher war das allerdings ein Allerweltsbaustoff, der regional gewonnen wurde und langlebig war. Begrenzend für die Lebensdauer waren die Nägel.


    Heute wird fast ausschließlich spanischer Schiefer verwendet. In Thüringen wurde der letzte Dachschieferbruch 2008 geschlossen. Der spanische Schiefer ist allerdings sehr gleichmäßig "hellschwarz" im Vergleich zu älteren Deckungen und wirkt weniger "lebendig".


    Schieferdeckerbetriebe gibt es da auch massenweise. Ohne Kenntnis in Schiefer braucht da kein Dachdeckerbetrieb zu eröffnen.

    Der Ducato war/ist angeblich sehr beliebt und zuverlässig. Praktische Erfahrung habe ich damit aber nicht...

    Ich ja, als Kastenwagen-Wohnmobil, mittlerweile das dritte. Ich fahre den als Erstwagen und kann nichts ausufernd negatives berichten, fahre jetzt aber auch nicht 30 Tkm im Jahr. Die Dinger fahren auch massenweise als Transporter rum, scheinen also auch einigermaßen standfest zu sein.


    Aber definitiv ist er nicht tiefgaragengeeignet mit Mindesthöhe knapp 2,26 m. Da wäre der Transit besser.

    Ich verstehe nicht, weshalb der Statiker nicht einfach gefragt wird, ob es so hält.

    Ein Rähmchen von 10/8 hält kein ziegelgedecktes Gaubendach auf 2,30 m Stützweite. Den Gang zum Statiker würde ich mir sparen. Ins Boot sollte der m.E. erst, wenn der Umbau beschlossen ist.


    Was an Verstärkungen kommen müsste, ist nicht in 10 min gerechnet und zu Papier gebracht.


    Ganz ehrlich, als Bauherr würde ich für den entfallenden Stiel nicht so einen Aufwand betreiben. Den nimmt hinterher keiner mehr wahr.

    Wusstest Du, dass 1kg Huhn bei uns im Supermarkt billiger ist als 1kg ghanaisches Huhn dort auf einem lokalen Markt? Da muss man sich nicht wundern, wenn die Menschen dort das billig importierte Hühnerfleisch kaufen, das nur in etwa ein Drittel kostet, schließlich müssen die auch eine Familie ernähren.

    Ist zwar OT, passt aber zur Preisdiskussion:


    Der Erzeuger (frühere Berufsbezeichung: Bauer) bekam in D 2018 87 Ct./kg Masthähnchen. Und das bei hiesigen Löhnen, Steuern, Energiekosten usw.


    Zu Ghana siehe hier. Erstens finde ich es bigott, in der EU das Wort von der Fluchtursachenbekämpfung dauernd zu wiederholen und auf der anderen Seite die Resteexporte in die 3. Welt zu subventionieren. Zweitens ist aber mit landwirtschaftlichen Methoden aus dem 19. Jhd. kein Blumentopf mehr zu gewinnen.


    Zitat: "Unsere Farmen hier haben im Schnitt vielleicht 50 Vögel, haben hohe Produktionskosten und sind daher nicht profitabel. Ich verkaufe um die 1.000 Vögel pro Monat. Selbst die decken kaum meine Kosten ..."


    Was die Industrie angeht, ist China bereits dabei, die Maßstäbe zu setzen. Dort werden Industriebetriebe in kurzer Zeit aus dem Boden gestampft, die mindestens das können wie die 1. Welt. Für die Autoindustrie ist ohnehin China der wichtigste Markt. VW verkauft mittlerweile jedes 4. Auto in China.


    Um den Bogen zu Armaturen usw. zu spannen: Wenn es für chinesische Produzenten lukrativ ist, werden sie sich eine EU-Zulassung besorgen. Dann ist auch dieses Argument aus der Welt.

    Ich halte 1,20 m lange Granitstelen 12x12 für gänzlich ungeeignet, um einen Zaun daran zu befestigen. Die Biegezugfestigkeit liegt lt. Wiki mit >13 N/mm² etwa beim gut doppelten von unbewehrtem Beton. Und keiner käme auf die Idee, aus unbewehrten Betonstützen 12x12 Zaunpfähle von 1,20 m Länge herzustellen.


    Evtl. ist die Stele schon durch Wind auf den Zaun gebrochen. Granit ist immerhin ein relativ poröses Gestein.

    Entweder gibt es zwei verschiedene Messstellen "Berlin-Tegel", oder Deine Auswertungen zeigen den Mittelwert von Berlin oder Berlin-Brandenburg.

    Die letzten Tabellen waren in der Tat der Mittelwert Berlin-Brandenburg. Steht auch so drin.


    Die Unterschiede zwischen den Messstationen in Berlin und Umland werden bezüglich Niederschlägen auch nicht so gravierend abweichen. Selbst Cottbus, wo die Abweichungen höher sind, passt ins Schema.

    Bezogen auf 1961-1990 gab es letzten Winter ein leichtes Plus:



    Ist aber auch wurscht, insgesamt ist im Jahresmittel eine Tendenz zu mehr Niederschlägen zu erkennen.

    Mal sehen, wie es weitergeht. Viel Niederschlag ist in den nächsten Tagen hier nicht zu erwarten.

    In der von mir genannten Station Berlin-Tegel war es eben gerade nicht so...

    Hast Du andere Zahlen als der DWD? Dez. + Jan. leicht über dem Schnitt, Februar darunter, März darüber.


    Erstaunlicherweise lagen sogar April und Juli 2018 leicht über dem Mittelwert.


    Dafür war der Winter niederschlagsreicher als im langjährigen Mittel 1961-1990.


    Wer mehr wissen will: DWD, sehr gut aufbereitet, viele Parameter wahlweise auch nach Bundesländern

    Wir haben einen positiven Bescheid vom Bauamt mit Aufforderung zum begleichen der Gebühr. ... Dieser Positive Bescheid ist nichts Wert da man uns von der Baubehörde mitteilte das wieder Unterlagen fehlten. (Statiksnachweis, Eintragung des Statikers im Listenverzeichnis, Dichtigkeitsnachweis).

    Dieser positive Bescheid ist schon etwas wert, weil es eine schwebend unwirksame Baugenehmigung ist. Schwebend unwirksam bedeutet, dass mit dem Bau erst begonnen werden darf, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. In Brandenburg enthalten die Baugen. z.B. so einen Satz:

    "Die Erklärung zum Standsicherheitsnachweis (Anlage 8.5) der Nachweiserstellerin / des Nachweiserstellers nach § 66 Abs. 2 Satz 1 BbgBO ist gemeinsam mit der Baubeginnanzeige spätestens eine Woche vor Baubeginn vorzulegen (B)."


    Das (B) bedeutet Bedingung. Die Erklärung zum Standsicherheitsnachweis ist durch einen gelisteten Tragwerksplaner oder einen Prüfing. zu unterschreiben.


    Was mit Dichtigkeitsnachweis gemeint ist, kann ich mir nicht erklären. Dieses Wort taucht m.E. nicht in der Baugen. auf.


    Das die vollständige Ausführungsstatik erst zu Baubeginn vorliegen muss und anderes erst zur Fertigstellung ist durchaus sinnvoll und üblich. Was genau fehlt denn noch?

    Die vollständige Ausführungsstatik muss nicht zu Baubeginn vorliegen, nur die o.g. Erklärung. (Gilt bis Gkl. 2, bei Gkl. 3 gibt es eine andere Erklärung, ab Gkl. 4 wird die Statik geprüft).

    Zynismus...

    Schade, dass Dir der Unterschied zwischen Zynismus und Sarkasmus/Ironie nicht geläufig ist. Zynisch ist, Wohnungsbau zu erschweren (von verhindern hatte ich übrigens gar nicht geschrieben, diese Interpretation stammt aus Deinen Gedankengängen).


    Ein Beispiel aus jüngster Zeit (ich habe jetzt keinen Bock mehr, noch mehr rauszusuchen, das kann jeder selbst): Greifswalder Straße


    Und allseits frohe Ostern!