Beiträge von Thomas T.

    könnre man sich dann über einen Antrag zur Nutzungsänderung gedanken machen ?

    Könnte man, wenn Gemeinde und Bauaufsicht einer Abweichung von den Abstandsflächen zustimmen und der Nachbar seine Zustimmung gibt, ggf. mit Auflagen (z.B. Brandwand). Evtl. sind noch weitere Abweichungen von der Bauordnung zu beantragen.


    Ich empfehle, einen ortskundigen und erfahrenen Planer ins Boot zu holen, dessen Meinung einzuholen und ggf. eine Bauvoranfrage einzureichen. Kostet nicht die Welt und bringt Rechtssicherheit.

    Mein Hauptproblem ist, dass wenn ich lüfte die Luftfeuchtigkeit zunimmt. Sie reduziert sich auch wieder, aber gerade den Räumen über 60 % komme ich nie unter 60.

    Das ist beim schwülwarmen Wetter der letzten Tage nicht ungewöhnlich.


    Hier als Beispiel die Temperaturen für Ba.-Wü. vom 16.07. 22 Uhr, dazu der Taupunkt. In Freiburg waren es 17,3°C, der Taupunkt lag bei 16,2°C. Das entsprach einer rel. LF von ca. 95 %.


    Im Sommer ist das unproblematisch, falls es nicht deutlich kühlere Wand- oder Fußbodenoberflächen, z.B. in Betonkellern, gibt.


    (Schimmel mag keinen Durchzug, also immer schön für Luftbewegung sorgen.)

    Ferner sind die bauordnungsrechtlichen Vorgaben insbesondere die Abstandsflächen nach §LBO bei einer Bebauung zu berücksichtigen.


    Wir weisen ausdrücklich auf das eventuelle Erfordernis einer Baugenehmigung und eine Beteiligung der Nachbarn hin.

    Wieso verfahrensfrei? Wie werden die Abstandsflächen eingehalten?

    was bedeutet das dann im Klartext ? darf ich die Scheune zu Wohnraum ausbauen oder nicht ?

    M.E. nicht.

    das orange oder das blaue? Für ein BV das in rot eingezeichnet ist.

    Das Blaue ist zumindest die Grundstücksgrenze vom grünen Flurstück. Also 9 m an dieser Grenze. Wieviele Flurstücke da angrenzen, ist unerheblich.

    oder ist das gar ein Außenbereich im Innenbereich?!

    Könnte sein, erscheint mir aber nicht sehr wahrscheinlich. Das zuständige Planungsamt gibt Auskunft.

    Ich bitte Sie nur um das AKTUELLE Handbuch mit Zeichnungen. Ich denke, das ist die Aufgabe dieses Forums.

    Urheberrechtsgeschützte Planungsunterlagen weiterzugeben ist mit Sicherheit nicht die Aufgabe dieses Forums, sondern strafbar.


    In der Uni- oder Hochschulbibliothek gibt es bestimmt viele Unterlagen zur kostenlosen Ausleihe. Selbst suchen ist Deine Aufgabe.

    II BV kennt z.B. den pauschlen Abzug von 3 %, die WoFlVo nicht.

    Davon abgesehen, dass die II. BV seit Ewigkeiten ungültig ist, warum sollte jemand die Wfl. nach der II. BV angeben, wo regelmäßig nach WoflVO die Wohnfläche größer ist? Schon bei einem Raum mit 3x4 m käme nach II.BV 11,64 m² raus, nach WoflVO mit 1,5 cm Putz 11,79 m², bei größeren Räumen wird der UNterschied noch größer.

    Ich halte eine solche Vereinbarung für vollkommen sinnlos.

    ...

    Das ändert für den Bewohner nämlich genau: NIX.

    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Nach DIN 277 gibt es z.B. keine Abzüge für Dachschrägen, es werden auch der als Abstellraum nutzbare Spitzboden mit der gesamten Grundfläche und der Keller mit einbezogen. So könnte ein Bauträger mit 250 m² nutzbarer Fläche nach DIN 277 werben, obwohl die Wohnfläche nach WoflVO nur 130 m² beträgt. Das durchschaut nicht jeder Käufer, der mit der Beurteilung von Plänen durchaus überfordert sein kann.

    NUF 1 - Wohnen und Aufenthalt

    Taugt nicht zur Ermittlung der Wohnfläche, weil dann Flure, Abstellräume, Bäder und Küchen rausfielen.

    Darum (um die Frage der rechtssicheren Vereinbarung) dreht sich ja diese Debatte.

    Ich habe in den letzten 31 Jahren hunderte Wohnhäuser geplant bzw. war an der Planung beteiligt. Die Wfl. wurde und wird immer nach II. BV bzw. WoflVO berechnet. Mir ist kein Fall bekannt, wo um die rechtliche Grundlage der Berechnung gestritten wurde. DIN 277 interessiert bei reinen Wohngebäuden eigentlich niemanden.

    Ich glaube, es ist legitim mit der Bepflasterung, weil genau dort zwei Kfz-Stellplätze (laut Bauplan 2x5m) errichtet werden müssen.

    Die müssen aber nicht waagerecht sein.


    Im Ernst, Ihr habt ein "Gefälle" von 2,5 % von der Straße bis zum tiefsten Punkt hinten. 2 % werden für Terrassen empfohlen, und da schwappt wahrlich nicht der Kaffee aus der Tasse. Warum muss man das mit aller Gewalt ausgleichen?

    Wir würden dann ein paar Wochen später einen Doppelstabmattenzaun hinter die Randsteine auf unser Grundstück entlang unseres Gefälles setzen...

    Stabmattenzaun im Gefälle sieht allerdings wirklich geschossen aus. Sollen da alle Felder und Pfosten schief stehen? Sowas wird üblicherweise abgetreppt.

    Uns stellt sich zurzeit noch die Frage, was die "natürliche Geländeoberfläche" ist.

    Das sind die Höhen im Lageplan. Ich sehe da ca. 60 cm Höhenunterschied bei Euch (58.60 - 58.03 hinten). Mittlere Höhen interessieren hier nicht, falls nicht im B-Plan irgendwelche Vorgaben sind, außer für die Festlegung/Beurteilung der Gebäudeklasse.


    Ein ganzes Grundstück auffüllen sind auf jeden Fall mehr als 30 m² und genehmigungspflichtig, an den Grundstücksgrenzen mit Nachbarzustimmung. Das betrifft Alle!

    Ohne Lageplan ist das für mich etwas unverständlich.


    Grundsätzlich sind Aufschüttungen über 30 m² in Brandenburg genehmigungspflichtig (BbgBO § 61, 9.). Liegen die entsprechenden Baugenehmigungen der Grundstücke A-C vor?


    Für Bodenerhöhungen gilt außerdem das Brandenburgische Nachbarrechtsgesetz (BbgNRG), Zitat:

    "§ 26

    Bodenerhöhungen

    (1) Der Boden eines Grundstücks darf nicht über die Geländeoberfläche des Nachbargrundstücks erhöht werden, es sei denn, es wird ein solcher Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten oder es werden solche Vorkehrungen getroffen und unterhalten, daß eine Schädigung des Nachbargrundstücks insbesondere durch Absturz, Abschwemmung oder Pressung des Bodens ausgeschlossen ist.


    (2) Geländeoberfläche ist die natürliche Geländeoberfläche, soweit nicht gemäß § 9 Abs. 2 des Baugesetzbuches oder in der Baugenehmigung eine andere Geländeoberfläche festgesetzt ist."


    (Ich durfte erst kürzlich eine nachträgliche Baugenehmigung für einen ähnlichen Fall bearbeiten, wo der Nachbar die Abgrabungen und Aufschüttungen bei der Bauaufsicht angezeigt hat. Wo kein Kläger ist, ist kein Richter, aber das kann nach hinten losgehen.)

    Die Lösung von Bild 1 wird wegen des Fensters nicht funktionieren.

    Bilder 2 + 4 zeigen Notlösungen, die das Problem ggf. etwas lindern, aber nicht abstellen.

    Bild 3 funktioniert sicherlich und hat sogar eine Tür, d.h. der Treppenabgang ist vollständig eingehaust.

    Bild 5 geht auch, solange es nicht schräg regnet. Hier ist übrigens schön zu sehen, was ich mit zusätzlicher Austrittsstufe meine. Auch hier müsste Dein Geländer aber weichen oder umgebaut werden. Stützen neben den Kellerhals stellen geht wegen des fehlenden Fundaments nicht.


    Wichtig ist in allen Fällen die Abdichtung des Kellerhalsmauerwerks von oben.

    Im Gegensatz zu Bild #1 ist einiges passiert. Es gab eine Aufmauerung um einige cm, s. Bild.

    Ich finde es immer schade, wenn zuerst Geld für die Schönheit ausgegeben wird, die großen Baustellen aber liegen bleiben.


    Ob die Aufmauerung seitlich und von oben incl. der Geländerpfosten abgedichtet ist, weißt Du am besten. Wenn ja, funktioniert die. Was nicht funktioniert, ist die ebenerdige oberste Stufe. Unter dem Pflaster bzw. der Austrittsstufe dürfte weiter Wasser in den Kellerhals bzw. ins Mauerwerk laufen.

    Das alles wieder zurückzuabeuen würde erheblichen finanziellen Aufwand bedeuten.

    Dann musst Du Dich mit dem nassen Wandfuß arrangieren.

    Darüber eine Überdachung zu machen, wird gar nicht mal so leicht, s. Bild #2+3. Jemand eine Idee, wie man das umsetzen könnte, ohne das Fenster zu verbauen oder das Geländer rückbauen zu müssen?

    Nach dem Foto könnten es von der Fensterbank bis zur höchsten darunterliegenden Stufe deutlich mehr als 2 m sein. Eine Überdachung könnte hier waagerecht laufen und müsste dann hinter dem Fenster nach oben springen. Das Geländer ist allerdings im Weg.

    Oder ist das ein doch recht klarer Fall?

    Nach den Fotos zu urteilen für mich recht eindeutig. Interessant wäre noch, wohin das Fallrohr entwässert. Ein Gutachter kann alles vor Ort selbstverständlich genauer beurteilen als ein Forum nach ein paar Fotos, ggf. kommt aber das Gleiche raus.

    Aber die Schwelle ist ja auch irrelevant, wenn das Wasser unter den Fliesen durch ins Haus kommt?!

    Ja

    Achja. Verfärbung der Wand im Treppenabgang - aufsteigendes Wasser ebenfalls vom Podest?

    Vermutlich Ja. Zusätzlich vermute ich, dass Wasser von oben in das Kellerhalsmauerwerk eintritt (Fotos von oben in #1). Das läuft dann im Mauerwerk bis auf die Sohle.

    Oder sollte man vielleicht lieber überlgen besser den Kellerabgang zu überdachen (Südseite).

    Das wäre wohl das beste. Der Kellerhals sollte vorher bis min. 15 cm über geplantem Gelände aufgemauert und abgedichtet werden. Eine zusätzliche Stufe oben wäre analog auch sinnvoll.

    Mit Makler im Hintergrund geht’s definitiv besser.

    Da geht es wahrscheinlich immer um Bestandsgebäude. Dafür und für eine fachlich korrekte Modernisierungsberatung sind Energieberater, die nichts anderes machen und dafür tiefer in der Materie stecken als ich, die besseren Ansprechpartner.

    Vielleicht lohnt sich da ja dann die Weiterbildung eher?

    Im Umkreis von 50 km gibt es 360 Bafa-Energieberater. Ich muss bei dem Kosten- und Zeitaufwand nicht der 361. sein.

    Was meinst Du mit „ich benutze nur die kleinen“ ?

    Ich stelle Energieausweise nur für Neubau-Wohngebäude aus, wo ich die Planung oder wenigstens die Statik mache, also das, was in der EnEV die Bauvorlageberechtigten durften, jetzt §88 (1), früher auch KfW-Effizienzhäuser. Die sind sozusagen "Beifang", der in manchen Jahren aber immerhin auf so 20 Stück kam. Derzeit sind es weniger, von Nichtwohngebäuden habe ich mich gänzlich verabschiedet.


    In der Zeit hatte ich 3 Anfragen für Ausstellung von Energieausweisen...

    Allen habe ich ein moderates Angebot gesendet....Ergebnis...keiner hat sich widder gemeldet

    Das wollte ich vermeiden, deshalb die Energieausweise als "Beifang".