Beiträge von Thomas T.

    Richtig! Erstens kommen viele der ursprünglich einheimischen Pflanzen heute auch in zufällig mutierter oder gezüchteter Form vor, zweitens müsste man alles mögliche auf die schwarze Liste setzen, z.B. Pflaume und Kastanie.

    "Heimische Äpfel kaufen und einlagern! Das ist in jedem Fall die beste Möglichkeit die CO2-Bilanz für Äpfel aus der Region konstant niedrig zu halten."

    Das wird aber keiner schaffen, die ohne Strom bei 1-2°C zu Hause einzulagern, so dass sie relativ lange frisch bleiben. Und selbst die begasten Lageräpfel verlieren zum großen Teil ihre Vitamine. Eingekellerte Äpfel hatte ich knapp 30 Jahre lang bis zur Wende. Das Hutzelzeug brauch ich persönlich nicht mehr.


    Ein Schiffstransport setzt sicher Grobruß und Schwefel frei. Dem wäre mit technischen Auflagen beizukommen. Einheimischer Kohlestrom oder französisch-belgisch-tschechische Kernkraft sind bekanntlich auch nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen.

    Nach deiner Logik dürfte man also auch keine sonstigen Waren aus Übersee kaufen.

    Wieso nach meiner Logik? Ich habe das Fass nicht aufgemacht.


    Erdbeeren aus (Süd)amerika gibt es übrigens bei uns nicht. Und Äpfel aus Neuseeland können eine bessere Ökobilanz aufweisen als einheimische. Das 50er-Jahre-Essen war weder gesünder noch ökologischer als heute.

    Wir müssen so langsam wieder lernen unsere Essgewohnheiten dahin zu führen, wo wir vor diesem Fleischwahn waren, also so wie es noch in den 50er Jahren war.

    Da macht wohl kaum jemand mit. Es wäre ja nicht nur der Fleischkonsum betroffen. Bei Missernten wäre das Angebot ganz dünn.


    Außerhalb der Erntesaison gäbe nur Eingewecktes (Dosen sind iiihbäh) oder die Kartoffeln aus der Miete, nix mit exotischen Gewürzen (außer evtl. etwas Pfeffer), keine Bananen, keine Ananas (kann beliebig weitergesponnen werden), keine frischen Gurken, Ananas, Tomaten - das alles und noch viel mehr wär'n die Folgen, wenn es wie in den 50ern wär'...


    Mit ein bisschen weniger Fleischkonsum ist die Welt nicht zu retten.

    Aktuell liegt in D. der Milchpreis bei ca. 33 Ct./l netto. Bei 800 l (Max.-wert lt. Link) wären das Einnahmen von 264 €/d, im besten Fall jährlich also 96.360 €. Alleine die Betriebskosten und Löhne (trotz Melkroboter werden dort Menschen arbeiten) dürften die Einnahmen auffressen. Wer bezahlt dann die 3 Mio Investition?

    Ist dieses Modell einer verbrauchernahen intensiven Milchviehhaltung zukunftsweisend, fragwürdig oder schlicht unsinnig?

    Unsinnig in Abhängigkeit von den Randbedingungen vielleicht nicht, aber zukunftsweisend auch nicht. M.E. ist es ein für die Niederlande passendes Nischenprojekt. Dort hatte schon immer die Landgewinnung eine große Bedeutung. Und letztlich ist es nichts anderes.


    Für D. wäre es zumindest fragwürdig bis unsinnig. In der näheren Umgebung großer Städte gibt es kein Meer, aber heute schon landwirtschaftlich genutzte Flächen. Dort wachsen aber zum großen Teil Energiepflanzen. Diese Flächen könnte man auch zur Milchviehhaltung nutzen.

    Ich finde, dass man hier des Guten zu viel getan hat.

    Kommt drauf an.


    Wir haben Bauhaus-Jubiläum. Da bietet sich ein Besuch in Dessau an, z.B. hier:


    Zitat: "Die Siedlung war vom Bauhaus als Lösung für einen preisgünstigen Massenwohnungsbau konzipiert worden.

    Die von Walter Gropius entworfene und in drei Bauabschnitten errichtete Reihenhaussiedlung umfasste 314 Reihenhäuser mit Wohnflächen von 57 bis 75 m2. "


    Die Häuser sind heute noch in der Urgröße komplett bewohnt, nur die Fassaden haben die Zeit größtenteils nicht überlebt.


    Jeder kann sich vorstellen, dass in einem Reihenhaus von 57 m² der Begriff "Enge" durchaus verschärfter erlebbar wird als bei allem, was heute so am Markt ist.

    Hier müssen die Höhen über NHN2016 angegeben werden

    Hier gibt es schon ewig DHHN/NHN. Dass irgendwo noch NN-Höhen verwendet werden, wundert mich.

    Wenn da "Büro" steht, könnte das ein öffentlich zugängliches sein mit Publikumsverkehr oder ähnliches. Deswegen muss man hier bestätigen, dass nur privat genutzt.

    Diese Diskussionen hatte ich auch schon. Seitdem seht da immer etwas unverfängliches.

    Wusstest Du, dass man auch immer zwingend Fertigmaße mit Putz angeben muss?

    Im Lageplan hier auch schon immer, für die Nutzungsberechnung (GRZ, GFZ) auch. Allerdings bezieht sich das nur auf die Außenmaße.

    Es gibt also nur wenige Wege:

    ...

    Es gibt durchaus mehr Wege, wie z.B. den in #209 beschriebenen. Ich behaupte, dass 98 % der privaten Bauinteressenten noch nie etwas von der HOAI gehört haben. Mit jedem AG kann man ab sofort unabhängig von irgendwelchen Honorarlisten und Grund- oder Teilleistungen Leistungen vereinbaren, wie z.B. "Baugenehmigung". Ich sehe es als nicht unwahrscheinlich an, dass den Zuschlag dann bei mehreren Angeboten, die sich nicht auf die HOAI beziehen, der bekommt, der am meisten im Angebot vergessen hat. Unten rechts zählt. Die Analogie zu Hausverträgen drängt sich geradezu auf.


    M.E. ist mit dem Kippen der Mindest- und Höchstsätze die ganze HOAI unverbindlich. Es kann also beliebig abgerechnet werden, da ohne Mindest- und Höchstsätze die Zwischenwerte auch sinnfrei sind. Die Zukunft wird spannend.

    Wenn z.B. ein HB schon zu 80% fürs nächste Jahr ausgelastet ist, dann kann er natürlich auch ein Angebot machen das 20% über dem Markt liegt und hoffen, dass er es trotzdem bekommt. Wenn er aber erst noch seine Bücher für die sichere Seite voll kriegen muss, dann wird er sich das überlegen.


    So funktioniert sauberes wirtschaften.

    Ersetze "HB" durch "A.". Dann weißt Du, wie das Leben auch ohne HOAI weitergehen wird.


    Ich kann mir vorstellen, dass es für manche Aufträge sogar einfacher wird, Geld zu verdienen. Ich muss für eine Baugen., also LP 1-4, gar kein detailliertes Angebot mehr machen, sondern z.B. nur noch schreiben: "Entwurf + Baugen. 7.000 €, Grundlage ist Skizze des Bauherren, Wfl. ca. 150 m²)". Wäre nach HOAI bei anrechenbaren Kosten 250 T€ netto ca. 11 T€ brutto. Juhu, 4000 € billiger als vorher!


    Dann kommt die Anfrage des Bauherren: "brauche Kostenschätzung für die Bank". Antwort A.: "kostet extra". Zu recht, war nicht beauftragt.

    Anfrage BH: "Installateur braucht diese und jene Änderung". Antwort A.: "kostet extra". Zu recht, weil Abstimmung und Koordination war nicht beauftragt.

    usw.


    Genauso, wie eine nicht unerhebliche Zahl Baufirmen über Nachträge Geld verdient, kann es ohne Vereinbarung konkreter Teilleistungen laufen.

    In Wismar sah ich den Spruch an einer Hausfassade in der Altstadt (sinngemäß): Wer Geld verbrennen will und weiß nicht wie, der kaufe alte Häuser und saniere sie.

    Mein Lieblingsspruch dazu: "Wer viel Geld hat und ist dumm, kauft ein Haus und baut es um!"


    Grob gesagt: Alte Häuser müssen billig oder Liebhaberobjekte (und sei es die Lage) sein.

    Man könnte ihn ja mal fragen, ob er ein 8er Loch jetzt schneller in die Wand bohrt, weil er das ja schon tausend Mal gemacht hat. Der Dübel und die Stockschraube werden dadurch ja nicht unbedingt billiger.

    Der Materialpreis natürlich nicht. Der Arbeitslohn schon, weil die paar Stellen schon zig mal die gleichen waren und keiner mehr überlegen oder suchen muss, der Materialauszug auch, weil keiner mehr überlegen muss, wieviel an welche Stelle usw.

    Ein "Fertighaus" ist nicht deswegen günstiger weil es billig gebaut wird, sondern weil die komplette Kette, angefangen bei der Planung bis zur Übergabe an die Bauherren, optimiert wurde.

    Ein Fertighaus ist überhaupt nicht günstiger, was regional anders sein kann, das weiß ich nicht.

    die HOAI regelt doch nicht, was für den einzelnen auskömmlich ist oder wieviel Gewinn er erwirtschaftet. Das sollte doch bitte jeder Anbietende selber festlegen dürfen wieviel das sein soll/muss.

    Da bin ich sofort dabei. Wie schon oft geschrieben: Die "Grauzone" min Mindestsatzunterschreitung gab es schon immer. Alles andere wird die Zukunft zeigen. Gleiche oder annähernd gleiche Planungen für den GU werden auch in Zukunft weniger kosten als individuelle Projekte. Wer Erika 120 wollte, ist doch ohnehin nie beim Architekten gelandet.

    Off-Topic:


    ist nicht soo daneben, wie es zuerst klingen mag: vorschriften und erkenntnisse drehen immer schneller, kunden werden (zu recht) immer kritischer, die technische qualität alter planungen ist .. hmm .. naja

    Deshalb schrieb ich oben, dass 2 gleiche Planungen noch nie vorgekommen sind, auch bei AG GU nicht. Selbst bei scheinbar gleichem Grundriss war da der Übergang der Bemessungsnormen auf EC, neue Stufe EnEV mit größerer Rohbauhöhe wegen dickerem Fb-Aufbau (kann beliebig fortgesetzt werden).


    Warum argumentiert eigentlich keiner mit der gleichen Intention Richtung Handwerker? "Du hast doch das gleiche Haus schonmal so ähnlich gebaut. Also verlange ich einen Nachlass, da schon alle Materialen ermittelt bzw. abgerechnet wurden. Damit fallen doch fast gar keine Gemeinkosten mehr an! Also min. 30 % Nachlass verlange ich schon."


    mögliche Antworten: :haue: , :lol:oder :hä:

    2 Jahre später kommt Bauherr B zu Architekt Muster und sagt: ich will 1zu1 das gleiche Haus wie mein Nachbar A, was kostet das?

    Das ist ein Beispiel, was bei mir seit 1990 in verschiedenen beruflichen Konstellationen und zig- bis hunderten (selbst)geplanten oder als Statiker beteiligt EFH noch NIE vorgekommen ist. Ich würde sagen völlig realitätsfremd.


    Irgendwas ist immer anders. Und wenn mal etwas weitgehend übereinstimmt, haben sich Normen (z.B. EnEV) und damit Bauteilaufbauten usw. geändert.


    Aber der Planungsaufwand kann natürlich geringer sein, wenn die gleiche Baufirma mit ihren hauseigenen Standarddetails und -bauteilen baut (z.B. GÜ). D.h., die Teilleistung "Detail Dann war es schon immer zulässig, weniger als die volle Summe der Grundleistungen bei LP 5 zu verlangen.


    Beispiel LP 5, Simmendinger

    "b) Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen nach Art und Größe des Objekts im erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad unter Berücksichtigung aller fachspezifischen Anforderungen, zum Beispiel bei Gebäuden im Maß- stab 1:50 bis 1:1, ..." Dafür gibt es 14 % des Grundhonorars.

    Es wird nur mit 1:50 beauftragt; die Detaillierung bis M 1:1 entfällt, weil das den ausführenden Firmen "übergeholfen" wird. Da war es schon immer zulässig, weniger als 14 % zu verlangen. Das verstehe ich unter "weniger Geld für weniger Arbeit".


    Mir ging es mehr um das Argument mit der Bauqualität, das man ja oft zu bekommt.

    und das ich noch nie nachvollziehen konnte. Durch das Werksvertragsrecht schuldete schon immer jeder der am Bau Beteiligten ein mängelfreies Werk, egal zu welchem Preis.


    Derzeit sehe ich keine Gefahr für einen Preisverfall. Falls die viel beschworene Immobilienblase eine ist und platzt, die dt. Industrie anfängt zu schwächeln, die nächste Finanzkrise kommt (DB und europ. Rettungsschirm lassen grüßen) und es zu einem Nachlassen der Nachfrage kommt, könnte es anders kommen. Aber in schlechten Zeiten taugte die HOAI auch nicht so recht als Rettungsanker.

    Warum führt die bisherige HOAI zu mehr Qualität? Nur weil Mindestsätze festgeschrieben sind?

    Das habe ich nicht behauptet; überhaupt scheinst Du mich hier missverstanden zu haben. Ich habe kein Problem damit, dass die Mindestsätze gefallen sind. Nur wird sich die Qualität durch den Entfall auch nicht erhöhen.


    Zu mehr Qualität am Bau für die 0815 EFH/DHH/RH kann das führen, wenn eben mehr BH diese 0815 Sachen mit Architekt bauen als mit mittelmäßigem/schlechtem GU. ...

    Dazu müssten sich sich erst mal in nennenswerter Zahl Architekten finden, die weit unterhalb der Mindestsätze arbeiten wollen. (In der Vergangenheit gab es die übrigens auch schon.)


    Weit unterhalb deshalb, weil für Architekten und Statiker bei anrechenbaren Kosten von 300 T€ derzeit für alle Grundleistungen außer LP 9 ca. 56 t€ fällig würden, 30 % weniger immer noch an die 40 T€ wären, und die GUs/BTs immer noch mit dem Argument "Das ist bei uns alles umsonst mit drin" erfolgreich auf Kundenfang gehen. Das war so und wird so bleiben.


    Meine Prognose: Am privaten Markt wird sich kurzfristig gar nichts bis wenig ändern, weil hier ohnehin Marktpreise bezahlt wurden. Wie sich die öffentliche Hand verhält, wird man sehen.

    Und ich glaube/hoffe, dass der Entfall der starren HOAI Grenzen dazu führt, dass es mehr A gibt die diese Leistung anbieten zu einem Gesamtpreis und Gesamtqualität die auf Niveau der guten GU´s liegen, ...

    Was meinst Du, wie könnte der Entfall der Mindestsätze (alles darüber entspräche der HOAI in derzeitiger Fassung) zu mehr Qualität führen? Werden die Planer jetzt vom Joch der Mindestsätze befreit für Gotteslohn zu Höchstform auflaufen?


    (Die spätere Diskussion hat nicht mehr viel mit dem Thema zu tun und wurde auch schon x-mal durchgekaut. Langweilig...)