Beiträge von Scoundrel

    Dann zitiere ich hier mal aus dem oben verlinkten BGH Urteil.

    Ausser aus Kulanz, wird die WEG wohl nicht zur Zahlung zu uebereden sein.


    BGB § 687 Abs. 1, § 812, § 951; WEG § 21 Abs. 4


    a) Dem Wohnungseigentümer, der eigenmächtig Instandsetzungs- und Instandhaltungsarbeiten am Gemeinschaftseigentum durchführt, steht kein Ersatzanspruch aus Geschäftsführung ohne Auftrag oder Bereicherungsrecht zu. Das gilt auch dann, wenn die von dem Wohnungseigentümer durchgeführte Maßnahme ohnehin hätte vorgenommen werden müssen (insoweit Aufgabe von Senat, Urteil vom 25. September 2015 - V ZR 246/14, BGHZ 207, 40 Rn. 12 f.).


    b) Auch wenn der Wohnungseigentümer eine Maßnahme zur Instandsetzung oder Instandhaltung des Gemeinschaftseigentums in der irrigen Annahme durchführt, er habe diese als Sondereigentümer auf eigene Kosten vorzunehmen (hier: Fenstererneuerung), besteht ein solcher Anspruch nicht.
    BGH, Urteil vom 14. Juni 2019 - V ZR 254/17 - LG Hamburg AG Hamburg-Barmbek

    ich denke es muss erstmal geprüft werden ob der Art. 43 Fensterrecht greift. Du schreibst 0,5m Abstand der Grenze zur Fassade dann kann es gut sein das die Fenster über 0,6m Abstand zur Grenze haben. Und schon greift der nicht mehr.

    Ich lese aus dem zweiten Absatz etwas Anderes heraus.


    Die Entfernung wird von dem Fuß der Wand, in der sich das Fenster befindet, unterhalb der zunächst an der Grenze befindlichen Außenkante der Fensteröffnung ab gemessen.

    Erstens das und auf die Baugenehmigung... Wenn die Pläne schon nicht dem ist Zustand entsprechen, bezweifle ich, dass das so genehmigt ist.


    Also was ist es nun? Garage einfach 420mm höher gesetzt um die lästigen Stufen zu umgehen dafür aber die eh schon sehr Steile Rampe noch viel steiler machen? :eek:

    Ihr sitzt dann ja mit der Terrasse an der Straße. Ist die stark frequentiert?

    Habe mir das Grundstück gerade mal auf Google angeschaut. Nein, ganz sicher nicht. Und die Aussicht wird sicherlich auch richtig toll.

    Mir gefällt der Entwurf sehr.

    Momentan ist das Grundstück ja eher noch ein Wald. :eek:

    (...)weil das Amt einen Heiratsschein verlangt, aus einem Land wo es solche nicht gibt.

    Oh ja, Ich habe Deutschen Behörden und Banken etc. teilweise 10 Mal erklären müssen, dass ich Ihnen keine Meldebescheinigung zukommen lassen kann, weil es diese hier schlicht und einfach nicht gibt. Da wird nach Schema F gearbeitet. Dokument X fehlt, also wird Dokument X sooft angefordert, bis es da ist.


    Wenn die Behörde hier konsequent wäre, müsste sie nicht eigentlich auch die Nutzung als Ferienwohnung untersagen? (Das wäre natürlich nicht zu hoffen)

    Jetzt liegt ein Ei drin, mal sehen.

    Womit hast du denn das Ei angelockt? Lässt du es auch wieder frei? :D


    Sorry, wollte eigentlich nur viel Erfolg wünschen. Hatte auch mal einem Wohnort ein Marder Problem, dass ich nicht lösen konnte. Jetzt habe ich ein (Nachbars-) Katzen Problem, die auch denken, dass unser Grundstück das weltbeste Katzenklo ist... :motz2:

    Hier zwar ein Baumhaus, Aber das ist es ja eigentlich auch, was du bauen möchtest.



    Baumhaus Abstand


    Die Regelungen des deutschen Baurechts sind vielfältig und unübersichtlich.

    In den Bauordnungen der Länder gibt es zudem ein Abstandsgebot, das verhindern soll, dass man mit seinem Anbau dem Nachbar zu sehr auf die Pelle rückt.

    Diese Regelung hatte ursprünglich den Zweck, ein Ausbreiten von Bränden zu verhindern.

    So verklagte ein Grundstückseigentümer seinen Nachbar, da dieser unmittelbar an der Grundstücksgrenze ein massives Baumhaus für seine Kinder gebaut hatte.

    Das Landgericht Dortmund entschied, dass auch für ein Baumhaus der gesetzlich vorgeschriebene Abstand zum Nachbargrundstück gilt.

    Die Spielstätte musste daher abgerissen werden (Az.: 1 S 109/06).



    Quelle: Baumhaus Abstand: Baurecht – Bauordnung - Abstandsgebot – Nachbar - Grundstücksgrenze


    Hier das Urteil:

    LG Dortmund, Urteil vom 20.02.2007 - 1 S 109/06 - openJur


    Auszug:

    Das Baumhaus ist zwar nicht als ein Gebäude i.S.d. NachbG NRW anzusehen. Es stellt jedoch eine unzulässige Anlage im Bereich der Grenze gem. § 31 Abs. 1 NachbG NRW dar. Dem NachbG NRW ist zu entnehmen, dass an der Grenze von den jeweiligen Nachbarn eine besondere Rücksichtnahme gefordert wird. Nach § 31 NachbG NRW sind Aufschichtungen und sonstige Anlagen nur eingeschränkt zulässig. Das Baumhaus ist als sonstige Anlage i.S.d. § 31 NachbG NRW anzusehen. Damit ist gem. § 131 NachbG NRW abhängig von der Höhe der Anlage ein bestimmter Abstand einzuhalten. Diesen Abstand haben die Beklagten mit dem Baumhaus nicht gewahrt. Wie der in erster Instanz durchgeführte Ortstermin ergeben hat, ist das Baumhaus in einem Abstand von nur 20 cm zur Grenze und in einer Höhe von 2,20m bis 2,50 m von den Beklagten errichtet worden. Gem. § 31 NachbG NRW ist bei dieser Höhe ein Abstand von 20 cm jedenfalls unzureichend.

    Die Kläger können daher Beseitigung des Baumhauses verlangen.

    Habe ich es im Ergebnis richtig verstanden, dass gemäß der Höhenangaben im Lageplan kein seitlicher Nachbar sein Grundstück komplett waagerecht aufschütten lassen dürfte, da gemäß Lageplan von der Straßenfront zu den rückseitigen Grundstücken ein leichtes Gefälle sein müsste?

    Kann man so pauschal nicht sagen. Was steht dem im Bebauungsplan zu Abgrabungen und Aufschüttungen?


    Aber ganz ehrlich, 10-20cm ist ja wirklich nichts. Aber ich verstehe auch nicht warum man einen 100% flachen Garten braucht.


    Uns stellt sich zurzeit noch die Frage, was die "natürliche Geländeoberfläche" ist. Könnten A und C nicht argumentieren, dass sie ihre Grundstück waagerecht/als Verlängerung zur Straßenhöhe gezogen haben?

    Die natürliche Geländeoberfläche ist der gewachsene Boden. Also nicht künstlich durch Abgrabungen oder Aufschüttungen verändert worden.


    A und C können argumentieren wie sie wollen, aber den natürlichen Geländeverlauf haben sie verändert...

    Ich glaube der Bauherr hat nicht mit 'ja' sondern mit 'alle' geantwortet.

    Ich finde ja nicht nur die Fassadengestaltung sondern auch die Proportionen des Doppelhauses sehr gelungen. X/

    Kann mich Skeptiker nur anschließen. Die Masse sind kein Problem.

    Wenn Budget vorhanden kann man auch gerne so etwas verbauen:

    Slim Frame Aluminium Sliding Doors - Fineline

    Da kann jedes einzelne Element bis zu 3.8m hoch und 4.0m breit sein und das bei 22mm sichtbarem Rahmen.


    Habe ich schon geplant. Da lag die Türe (ein fix Element und ein Schiebeelement) mit den Gesamtmassen 2.8m x 5.0m umgerechnet bei ca 15K Euro inklusive Einbau.


    Edit: Preis nochmal nachgeschaut und angepasst.


    interessant wäre die Theorie das sämtliche Hecken und Zäune im Vorgarten verboten sind 😂 weil der der sich beschwert hat jeden Monat seine 1m hohe Hecke mm genau schneiden lässt. Auf einer Länge von ca. 60m 😅.

    Ich halte dies auch nicht für eine Theorie.


    Ich würde abwarten, was genau denn schriftliches kommt.


    Aber würde ich meinen Zaun/Sichtschutz rückbauen müssen, wüsste ich wer seine 60m Hecke auch demnächst los wäre. :P

    Sehe ich auch so. Das "ansonsten" werte ich hier, als "außerhalb der Vorgärten".


    Innerhalb der Vorgärten sind ausschließlich einzelne Ziersträucher und kleinkronige Bäume erlaubt.


    Das könnte ja lustig werden, wenn da etliche Nachbarn plötzlich alle ihre Hecken und Zäune entfernen müssten.

    Das kann auch jeder Student. Das Gebäude sieht nicht komplex aus. Die Innenwände kann man sich also auch sparen, wenn nur eine Ansicht gebraucht wird.

    Ich würde mal denken, dass ich in Revit da in 1-2h durch wäre die Hülle in 3D zur erstellen.

    Da könnte man dann auch aus Enscape einen Link erstellen und jeder der diesen hat, kann sich das Gebäude in 3D ansehen und sich frei bewegen.



    Da freut sich doch jeder Student, wenn er für so etwas noch ein wenig Taschengeld bekommt.

    sicher?

    was prüft die behörde im freistellungsverfahren? bspw. die notwendigkeit eines brandschutzkonzeptes? dessen vorliegen?

    Eben. Deswegen auch meine ursprüngliche Frage. In Ba-Wue war es zumindest so, dass die Behörde Inhaltlich (zumindest offiziell) nicht prüft und der Planer somit in der Verantwortung ist. Hat er geschlampt, ist er auch haftbar.

    Ich sehe da noch weitere baurechtliche Probleme? Habt ihr denn überhaupt eine Genehmigung für die geänderte Garage? Das ist ja zusätzlich noch eine Grenzbebauung. Einfach so mal die Dachform ändern und die Grundfläche fast verdoppeln ist nicht drin.

    Ich habe ganz konkrete Fragen zum Bodenaufbau eines nicht ausgebauten Kellers in dem ich gerne krach machen möchte ohne die Mitbewohner des Hauses und die Nachbarn in den Wahnsinn zu treiben.

    Unter anderem mit einem Schlagzeug? Da ist der Bodenaufbau dein geringstes problem. Das bedarf einer guten (Fach)Planung. Es soll (Wenn Tonstudio und nicht nur Proberaum) ja nicht nur möglichst leise für die anderen Mitbewohner sein sondern auch gut klingen.

    Was spricht dagegen, für die zusätzliche neue Garage einen Bauantrag zu stellen (bzw. von einem dazu berechtigten Fachmann stellen zu lassen)?

    Wie immer, die Kosten. Bauvorlageberechtigter, Lageplanfertiger und Statiker müssen ja auch bezahlt werden. Das sind bei solchen Projekten wie Carport oder Garagen prozentual halt sehr hohe Kosten.

    Ich habe vor etlichen Jahren einen Bauherren bis zum Bauantrag begleitet. Dieser (selbst Zimmermann) hat das Haus dann mit Thoma (Österreichische Firma) Wänden/Decken/Dachelementen erstellt. Der Wandaufbau wird mechanisch mit Holzdübeln verbunden. Kein Leim, kein Metal, keine Chemie...

    Ist es so etwas worauf du hinaus willst?

    Interessantes Thema.
    Da das Treppenhaus nicht offen ist, ist der Kellerflur in meinen Augen keine Wohnfläche. Abgesehen von der lichten Höhe.


    Was mich wundert das hier sonst darüber diskutiert wird. Ist das Treppenhaus offen ist der Kellerflur/ das Treppenhaus immer Wohnfläche. Natürlich ist es kein Aufenthaltsraum.


    Auch die geringe lichte Höhe würde ich hier eigentlich außen vor lassen, weil kein Aufenthaltsraum. Darüber könnte man aber noch streiten.


    Hier sehe ich durch den Abschluss zum EG aber eindeutig eine Nutzfläche.


    Thomas B: Warum würdest du ein Vormauerung im WC abziehen, wenn diese nicht höher als 1,50m ist?

    Erstmal Danke fürs auslagern. Sehr löblich.


    Ja die Grundstückspreise und deren Anstieg sind schon brutal. Selbst in meiner Heimatgemeinde sind im aktuellen Neubaugebiet die Preise in einem vorgelagerten Kaff bei 180€/m².


    Es geht aber auch noch anders. Ich hab gerade für meine Cousine ein EFH geplant. Einzug schon erfolgt. Da lag der m² fertig erschlossen bei 46€. :D


    Wenn man dann schaut was der m² am Bodensee oder in anderen Klein-/Mittelstädten hier liegt, fragt man sich schon, wer sich das noch leisten können soll. ?(