Beiträge von sarkas

    Es gibt sehr gut funktionierende Absperranstriche.

    Jop, stimmt.


    Die waren bis vor einiger Zeit auf Spiritusbassis.

    Da haben sie noch richtig gut funktioniert und sind in kürzester Zeit zum Überarbeiten getrocknet.

    Seitdem die VOC-Vorschriften seit ein paar Jahren jedes gute Material zerstören, wirds ein bissl blöder, geht aber immer noch.


    Also tatsächlich ab in den Baumarkt und ein bisschen Isolier- oder Sperrgrund kaufen und ab geht die Lucy.

    (Heißt hier übrigens tatsächlich auch "Isolier"grund, obwohl kein Kranker und kein Strom isoliert wird :P)


    Für die Eiligen: Das gibts auch in Sprühdosen. Da gilt das VOC-Problem nicht und das haut richtig rein.

    Könnte aber mit dem Zielen schwieriger werden.

    Bei Alu ist die Haftung ebenfalls unproblematisch. Man muss es nur richtig machen.


    Bei verzinkten Untergründen, bei Alu oder auch bei Duroplasten (Kunststoff) macht man eine "Netzmittelwäsche". Link

    Diese macht man Ammonikbasiert, geht aber auch mit Multistar Link .


    Man hat tatsächlich verzinkte Untergründe wie Dachrinnen ein paar Jahre stehen lassen, um diese dann später zu beschichten.

    Dieses "Abwittern hat/hatte annähernd den gleichen Effekt, wie die Netzmittelwäsche.


    Beschichten kannst das 1Komponentig wie Acrylhaftprimern (gibts auch einige lösemittelhaltig) oder 2Komponentig (z. B.) mit Epoxid oder PU.


    Auf die Grundierung kannst eigentlich fast machen, was Du willst (außer bei Epoxid - da sollte man im System bleiben)

    Meine Frage: Was meinte "Sarkas" in dem anderen Thread mit Verspachteln.... Was würde man da benutzen ?


    -> älteres Thema, wo ähnliches diskutiert wurde hier im Forum <--

    Zementäre Bodenspachtelmassen, aber bitte im letzten Faden meine Beiträge nochmal lesen.


    Da steht sicher nichts drin von "nur spachteln".


    Ich wüsste auch nicht, was ich zu meinen damaligen Beiträgen hinzufügen könnte.

    Von Feuchtigkeit ist (soweit möglich) nichts zu sehen.


    Solche Stellen passieren immer wieder mal, wenn der Untergrund nicht in Ordnung war.

    Nicht ordentlich abgewaschen (Leimfarbe von früher)

    Reste von sonstigen alten Farbe (Kalk, Kasein oder anderes) vll. auch nicht richtig oder nicht grundiert.

    Unverträglichkeit von Farbmaterialien.


    Dazu "kann" noch kommen, dass an diesen Randbereichen irgendwann mal tapeziert wurde und dabei beim Zuschneiden mit dem Tapetenlappen oben, Kleister an die Decke geklatscht und nicht weggewaschen wurde (Trennschicht).


    Das kann, was weiß ich wie lange einfach irgendwie so halten und irgendwann (sehr oft duch Sorption) wurde der Stein durch den steten Tropfen gehöhlt (Metapher).

    Also es platzt dann halt mal etwas ab.




    Anm.:

    In Baustoffen sorgen Sorptionsvorgänge dafür, dass sich eine bestimmte relative Feuchte, die sogenannte Gleichgewichtsfeuchte, einstellt, die von der relativen Luftfeuchte und von der Temperatur abhängig ist.

    Kann von ............... bis Schimmel alles sein.

    Riecht er oder riecht es im Raum modrig, schimmlig, usw.?

    So ziemlich das Einzige, was man ausschließen könnte, ist Schimmelpilz.

    In einem so (frisch) alkalischem Milieu (Kalkputz - Mineralfarbe) wird sicher kein Schimmel entstanden sein.


    Wenn dieses "Grün" noch etwas Struktur hat, wäre es nicht das erste Mal, dass ein Farbroller eine grüne Fluse verloren hat, welche in der Farbe eingeschlossen ist.

    hohle Fliesen mit Epoxidharz auszuspritzen

    Das geht voll in die Hose.

    Um da irgendwas "auszuspritzen" müssen wieder Löcher gebohrt werden, welche die Fliesen noch labiler machen.

    Ein Epoxidharz könnte einen Hohlraum schließen und die Sache kurzfristig verkleben, aber

    wenn sich Fliesen hohl anhöhren, ist Kleber bzw. Mörtelbett gelöst oder zersetzt sich.


    Hält (wenn überhaupt) nur kurzfristig und du bist dann komplett aus jeder Möglichkeit zur Beanstandung raus.


    Wenn Du das dem "Bauunternehmen" machen lässt, wird sich dieser mit Sicherheit unterschreiben lassen,

    dass er mit dieser Aktion aus allen Ansprüchen raus ist.

    Die gehören BEIDE in den "Mercedes-Bereich" der Fassadenfarben.


    Da Skeptiker mit seiner Einschätzung über die Problematik ausbleichender Rotpigmente durchaus richtig liegt, wäre für mich hier das verwendete, einbindende Kunstharz ausschlaggebend.

    Und da ist bei mir das Siliconharz favoritisiert.


    Man kann sich da übrigens durchaus Empfehlungen bei den führenden Herstellern einholen.

    Brillux, Herbol, Sikkens, Sigma, Sto etc. (NICHT IM BAUMARKT)









    (Wenn mein Nachbar eine knallrote Fassade machen würde, würde ich ihn wahrscheinlich ermorden)

    Jo, das mit dem Streiflicht stimmt natürlich, aber vom Hocker reißt das einen nicht.

    Da wenn ich mir das Bild "IMG_9045.jpg" ansehe, sieht man einfach nur eine dicke Pampe,

    die in dieser Konsistenz aufgetragen wurde um sich einen weiteren Anstrich zu sparen.

    Verlauf --> Null. Unabhängig davon, ob das abgenommen wird oder nicht.


    Brösel entfernen - ja, aber bei dickeren Farbnasen etc. musst Du schon hoffen, dass beim Ausbessern keine Farbschattierungen kriegst.


    Muss ja jetzt nicht zwingend ein Beanstandungsgrund sein - die ganze Geschichte - aber eine tolle Leistung ist das nicht.

    ich sehe, ohne die Randbedingungen im Einzelnen zu kennen, hier erstmal keinen sicheren Beleg für einen Mangel...

    Ich sehe aber Hinweise, die auf einen erhöhten subjektiven Anspruch hindeuten könnten...

    Schlecht verarbeitete Tapete, Dreck im Anstrich, dicke Farbschwarten ohne Verlauf .....


    :lach: Euch möchte ich als Auftraggeber haben. :lach:


    Bei euch könnte man mit husch-husch-arbeiten ein schönes Geld verdienen. :yeah:


    Da hab ich als Ausführender schon komplett andere Ansprüche.

    Da muss nicht mal der AG kommen und was bemängeln.

    Abnahme und passt.

    Also nur mal so als Zwischeninfo.

    Wir haben tatsächlich noch zwei Angebote bekommen, die im im Kern preislich ähnlich dem Ersten hier schon besprochenen sind.


    Wir haben den Auftrag dann an jenen Erstgenannten vergeben.


    Aus drei Gründen.

    1. Er macht den kompetentesten Eindruck mit plausiblen Erklärungen UND hat das studiert.

    2. Der Firmensitz ist bei uns im (einem kleinem) Ort UND 300 m entfernt.

    3. Die Preise unterscheiden sich marginal.


    Jetzt im Herbst gibt es vorbereitende Arbeiten wie Verlegen des Leerrohres.

    Die Heizung selbst wird voraussichtlich Februar oder März eingebaut.


    Wenn fertig, berichte ich mal über die Ausführung und dann noch etwas später über die Funktion.

    Wir haben in der Praxis die Erfahrung gemacht, dass das Schlechteste hier eigentlich diese dünnen aufklappbaren Platten oder diese "PE-Frischhaltefolienschichten" sind.

    Ein besseres (natürlich subjektives Empfinden) ergibt eine satter aufliegende, etwas dickere Korkschicht.

    Kork ist aber leider nicht so der Freund der Bodenheizung .....

    Wichtiger ist da schon fast, dass sich über die Zeit von 3 Monaten nicht Handschweiß-/fett an den typischen Stellen angesammelt hat.

    Also die gefährdeten Stellen entfetten und den Rest mit einem (oder mehreren) Staubbindetüchern abreiben.


    Mit was Du dann darauf loslegen kannst, hängt von dem ab, was drauf soll.


    Eisenglimmerfarbe z. B. ginge blank ohne Grundierung.

    Ich habe eine "Lebendfalle" für Marder. Darf man eigentlich nicht, aber ich hab damit vor einigen Jahren einen gefangen, der gemeint hat, dass er unsere Aufsparrendämmung bekämpfen muss. Den hab ich dann 10 km weiter wieder ausgesetzt. Erfordert nur einiges an Geduld, weil die Kerlchen sind clever. Die Falle könntest haben ✌️ Sein Nachfolger im Revier war scheinbar ein etwas gemäßigter Typ.

    Nach der Aussage würde ich mir die Grundierung sparen, oder übersehe ich einen positiven Effekt der Grundierung & Verkieselung?

    Nein, wie schon gesagt, geht das auf fast jedem Untergrund.

    Eine Verkieselung spielt hier auch keine Rolle.

    Aber, wie auch schon geschrieben, muss ja nach Hersteller (der eine so der andere so) speziell grundiert werden oder auch nicht.

    Bei Gipsputz oder gipshaltigem Putz muss z. B. oft grundiert werden.

    Silikatfarbe wäre nur geeignet für den direkt gestrichenen Putz, nicht Vliese und Tapeten, stimmt das?

    Nein, stimmt nicht. Innensilikatfarbe (auch Dispersionssilikatfarbe oder Organsilikatfarbe genannt) geht auf nahezu allen Untergründen.

    Ggf. nach Herstellerangabe grundieren.


    Was ist aus deiner Sicht der Vorteil der Silikatfarbe?

    Ist i. d. R. besser in Bezug auf Sorptions- und Diffusionsfähigkeit des Untergrundes, wobei die Diffusion hier eine eher marginale Rolle spielt.

    Außerdem hat man das (vielleicht subjektiv) bessere Gefühl sich mehr mit mineralischen Bestandteilen statt mit Kunststoffen zu umgeben.

    Nach der Komplettrenovierung (Putz blieb drin, Holzdecken raus) und Komplettanstrich mit ner guten Kalkfarbe hat man nichts mehr gerochen...

    Solche Eindrücke sind bei STARKER Belastung in der Regel Wunschdenken


    Denn entweder war es:

    - nicht so schlimm wie oben beschrieben, oder ...

    - derjenige, der eingezogen ist, hatte ein Problem mit den Geruchsrezeptoren oder ...

    - der Gestank ist langsam und zeitversetzt wieder gekommen (passiert durchaus)



    Zumal Kalk überhaupt keine absperrende Wirkung gegenüber Nikotin/Teer hat und nur maximal vorübergehend Nikotingestank unterdrücken kann.

    Im Gegenteil, da Kalk wässrig ist, werden die Nikotinrückstände sogar angelöst und wandern an die Oberfläche. Da hilft die ganze Alkalität nix.

    Im übrigen braucht Kalk einen rein mineralischen Untergrund, was bei Nikotin/Teer nur sehr eingeschränkt gegeben sein kann.


    Also irgendwas stimmt da nicht ....

    Ich hatte das Problem "Nikotin im Auszugsfall" schon öfter und in jeder Qualität.


    Es gibt eine Reihe technischer Mittel um die Auswirkungen zu reduzieren, aber Keine um dies bezahlbar komplett zu sanieren.


    Die Reihenfolge der Bearbeitung sieht i. d. R. so aus:

    - Tapeten runter

    - Wände/Decken mit viel Wasser und teils agressiven Reinigern abwaschen

    - Bodenbeläge raus

    - I. d. R. zwei Anstriche mit wässrigen Grundierungen

    - + Ggf. noch ein Anstrich mit Isolierfarbe (weiß)

    - Ich habe selbst Ozongeräte, welche ich in solchen Fällen einsetzte (übrigens auch oft in Autos)

    - Fenster und Türen schrubben oder austauschen ist klar


    Trotz dieser ganzen Maßnahmen sage ich der Kundschaft trotzdem vorher, dass es zwar erheblich besser wird,

    man den Gestank aber nicht dauerhaft und komplett wegbringt.

    Dazu braucht es noch zusätzlich einige Jahre an "Zeit".

    Hört sich eigenartig an, aber ein Putz (egal welcher) hat tatsächlich einen gewissen Selbstreinigungseffekt durch eine Wechelwirkung von (auch geringer) Alkalität, Sorption und Einwirken "Neuer, normaler Geruchsmoleküle").


    Ansonsten tatsächlich tabula rasa und den Putz runter.


    Als Vermieter würde ich das Rauchen in meiner Wohnung verbieten, wenn ich es könnte.

    Ist mir zum Schreiben zuviel, aber hier wird ab Seite 60 ganz gut erklärt, wie das passieren kann: Hier


    Chlorbleiche ist zum Ausprobieren natürlich Unsinn, weils kein Chlor regnet.

    Hab gerade keine Zeit auf ALLES vollkommen einzugehen, aber ein paar kurze Anmerkungen vorab.


    - Der Unterschied der Sorptionsfähigkeit (so heißt die Feuchtigkeitsaufnahme und - abgabe) von Gipsputz und (z. B.) Kalkzementputz ist marginal und eher eine Frage der persönlichen Philosophie, deren Fan ich in Richtung Kalkzementputz schon auch ein bisschen bin.

    - Methylzellulose egal ob als klassischer Kleister oder Vlieskleber auf dieser Basis hat i. d. R. Fungizide. Das ist ziemlich das Einzige, woran man sich aufhängen könnte, wenn man denn möchte.

    - Setzrisse und Haarrisse sollten auch ohne Vlies nicht auftreten.

    - Warum keine Innensilikatfarbe als "weiße Wandfarbe"?


    Das wars mal für den Moment. Ich werd erst später mal wieder andere "Falschangaben" zerpflücken :lach: