Beiträge von sarkas

    Es gibt zwei hauptsächliche Varianten.


    Die Eine ist auf Dispersions-/Acrylbasis. Ist mehr für kosmetische Dienste geeignet.


    Die Andere ist auf Bitumen- bzw. Bitumen/Latexbasis. Die ist dann schon eher um (zusätzlich) kleine Risse und abgewitterte Untergründe zu behandeln.

    Da reicht meistens einmal Streichen nicht aus.

    Da reicht meist zwei oder drei Mal streichen nicht aus.

    I. d. R. bedarf es da einer speziellen Nikotinfarbe oder eines Sperrgrundes.


    Die Bilder (oben) sind nicht so ganz deutlich, aber ich tippe auch entweder auf partiell durchschlagendes Nikotin oder die "Ausbesserungsfarbe" selbst ist der Übeltäter.

    Es ist aber auch schon passiert, dass sich gelbliche Mineralsalze eines alten, ausgetrockneten Wasserschaden bei einem Neuanstrich wieder auf dem Weg zur Oberfläche gemacht haben. (Erklärung "wie" auf Wunsch ;) )

    Es gibt im Handel einen sogenannten Isoliergrund oder auch Sperrgrund genannt.

    Der verhindert ein "Durchbluten" aus anderen Schichten. Das funzt.


    Er sollte für "außen" geeignet sein und "lösemittelhaltig". Die wässrigen taugen da (noch) nicht so viel.


    So was z. B. : https://www.koco24.com/lackfar…d-isoliergrund-high-solid


    Das wird klappen, aber man sollte wissen, dass das nicht nach den a. R. d. T. ist, da ein Bitumenanstrich wegen seiner Thermoplastizität eigentlich nicht zum überstreichen geeignet ist.

    Wie seht ihr die Chance, dass es hier bereits grossflächig zu Schäden gekommen ist?

    Das hängt im Wesentlichen davon ab, welches Material das nun wirklich ist.

    Um so poröser das Material (z. B.Holzfaser) um so höher die Wahrscheinlichkeit eines größeren Schadens (bzw. größerer Sanierungsaufwand)

    Franken in Oberpfalznähe noch ok.

    Selbstverständlich ist das ok.

    Ich wohne ja Luftlinie 5 km von der Oberpfalz weg. :P

    Pfühhh - grad noch rechtzeitig die Bremse gekriegt :thumbsup:



    Anmerkung:

    Fädd (Fürth) hat trotz kurzer nord-westlicher Entfernung auch einen Sonderstatus, den ich aber aus Gründen der Foren-Etikette nicht näher beschreiben will :rulez::P

    Alles (nach Norden) was nicht fränkisch spricht sind Preisn (Preußen) und alles was nicht fränkisch spricht (nach Süden und Osten) ist entweder Urwald (Südbayern) oder hou, hou (Richtung Oberpfalz).

    (Westen hat einen neutralen Sonderstatus)


    So einfach ist das :thumbsup::yeah:

    Oder reden wir über verschiedene Untersuchungen?

    Nein, das von der Schweiz war das schon. Hatte es anders in Erinnerung.

    Waren hier zumeist unter Hundert Fasern/Kubikmeter.

    Hab aktuell noch was im Hinterkopf, dass solche Messungen wieder ausstehen.

    (auch weil das in der Schweiz mit der Fa. Eternit schon rund 15 Jahre her ist)

    .... und es konnte bisher auch noch nicht belegt werden, dass hier Fasern freigesetzt würden.

    So lange man die Platten in Ruhe lässt passiert da nichts.

    Einspruch euer Ehren.


    Ob Fasern freigesetzt werden, hängt vom Zustand der Platten ab.

    In einem sehr guten Zustand mag das wohl stimmen

    Die meisten verbauten Platten (hier Welleternit) sind so abgewittert, dass ich nicht auf der Lee-Seite eines solchen Hauses (nicht Dieses - das kann ich so nicht beurteilen) wohnen wollte.


    Zitat UBA:

    „Deutlich mehr Fasern können durch Verwitterung aus verbauten Produkten freigesetzt werden in den alten Bundesländern schätzungsweise 500 Tonnen pro Jahr, pro Stunde im Mittel etwa 20 Millionen Fasern pro Quadratmeter Plattenfläche (F/m², Fasern größer als 5 μm, SPURNY 1986). Intakte Produkte sind meist unproblematisch, da die Abwitterung von Asbestzementplatten selbst in unmittelbarer Nähe nicht messbar war(BUNDESAMT FÜR UMWELT, WALD UND LANDSCHAFT 2005)


    In der Schweiz wurden diesbezüglich auch Tests gemacht. Das Ergebnis war auch hier eine " leichte, messbare Belastung" ohne tatsächliche Mengenangabe.

    Dies aber bei "normalen" klimatischen Bedingungen. Nicht bei stärkerem Wind.


    Fazit: Keine Panik, aber auch nicht unterschätzen.

    Du hast doch zu allen Problemen Antworten bekommen.


    Die waren nicht immer gewünscht, weil nicht möglich oder

    sie waren nicht gewünscht, weil nicht gewollt.


    Da darf doch noch ein bisschen philosophieren erlaubt sein ....

    Deine Bilder sind dafür nicht sehr aussagekräftig.


    Der Idealfall wäre, eine Probe in ein Labor zu bringen. Kostet zwischen 70 und 100 Euro.


    Über Internetlabore (sind nicht unbedingt meine Freunde) auch schon deutlich günstiger.

    Lass doch mal (in welchen üblen Zeiten auch immer) die Flut an genmanipulierten, geschmacklosen, schnellgezüchteten Tomaten oder was auch immer für Lebensmittel versiegen. Was meinst, wie begehrt dann jeder Winkel bepflanzbarer Boden wieder würde.

    Und jetzt fährst über das Land und siehst die ganzen Äpfel, Birnen und sonst was von den Bäumen fallen und verfaulen.

    Und weil der Apfel bei Aldi schöner aussieht, weiß keiner mehr wie ein guter Apfel schmecken kann.

    welche?

    Würde mich auch interessieren :)




    Eigentlich ist es müßig, aber wenn man Bedenken bei gipsbasierten Materialien hat, hätte es schon Alternativen, wie Putze auf Kalkbasis etc. gegeben.


    Da drauf wäre ein ordentliches Überarbeiten mit Innensilikat, Leimfarben, Kalkfarben oder sonstigen Sachen möglich.


    Von Kasein oder Lehmfarben bin ich nicht so der Fan. Entweder richtig reversibel (Leimfarbe) oder irreversibel (Silikat etc).


    Hätte, hätte Fahrradkette ....

    Und was macht man, wenn einem der Ton irgendwann nicht mehr gefällt?

    10x mit weiß drüber streichen ist ja auch irgendwie sinnfrei... anfeuchten und reiben? Da reibe ich ja dann den Feinputz wieder ab/weg

    Das mit 10x steichen ist wohl heftig übertrieben.


    Ich kann Dir nur sagen, was möglich ist/wäre.


    "Bio" hat halt nicht nur Vorteile.


    Und ja, man kann auch Wachs zum Hydrophobieren draufmachen, aber wenn da mal wieder streichen willst/musst, ist die Kacke erst richtig am dampfen.


    Es gibt halt schon Sachen, bei denen man sich vorher hätte Gedanken machen sollen.

    Intensivere Farbtöne gehen schon einige auf dieser Basis. Die muss man je nach Farbton ggf. selber anrühren.

    Zumeist auf Kaseinbasis (Käsestoff).


    Tadelakt "kann" übrigens auf Lehm wegen Reversibilität und Oberflächenspannung Probleme geben.


    Wenn man sich für diese "natürliche" Art zu leben entscheidet, hat man halt ein paar Einschränkungen.


    Wir haben übrigens bei Kunden mit ähnlichen Wünsch auch schon mal ein Acrylglas auf stark beanspruchte Stellen gemacht ....

    Cool! Und gar nicht so weit weg!


    Frag Deine Tante, ob sie Fuzzy Wuzzy kennt. Garantiert! Diese Sorte begeistert mich schon im 2. Jahr.

    Ich behaupte mal, dass es kein Sorte gibt, welche sie nicht kennt. ;)