Beiträge von bauliesl

    der wandaufbau ist für [definition=36,0]KfW[/definition] 55 nicht allein entscheidend, da zählt nur die gesamtsumme.

    Das ist so nur noch bedingt richtig - es gibt ja seit 1.4. auch das KfW55-Haus nach Referenzwerten. Da muss jedes einzelne Bauteil einschl. Haustechnik einen bestimmten Mindeststandard erreichen. Ob der Wandaufbau ausreicht muss Dir der Anbieter nachweisen, anhand des ermittelten U-Wertes und der Tabelle der Mindestanforderungen der [definition=36,0]KfW[/definition].

    Du musst Dich nicht für ein großes Auto rechtfertigen - ich habe auch eins und das sehr bewusst:
    - ich fühle mich und meine Familie darin sehr viel sicherer aufgehoben als in einer kleinen Schüssel
    - ich verbrauche deutlich weniger Sprit als so mancher Kleinwagen
    - Statussymbol...... ne!


    ....insofern alles fein ;-)

    Auch ich würde mich hier auf die Hinterbeine stellen und nichts weiter bezahlen. Inkl. der erforderlichen Erdarbeiten heißt inkl. aller erforderlichen Erdarbeiten.
    Jetzt mal ehrlich, wer schreibt denn wegen jeder Kleinigkeit einen LV-Roman....?
    Ich denke, Du hast hier gute Karten.

    Ich bin mal so 1992 ca. in einer Bäckerei in Friedrichshagen und habe die Bäckerin freundlich um vier Brötchen gebeten. "Ich hätte gerne vier von den Brötchen". Mit dem Finger draufgezeigt.
    Antwort (etwas gereizt) "Det sind keene Brööötchen, det sind Industrieschripp´n".
    Ok - nehm ich halt die ;-)
    Ich will mir gar nicht ausmalen, was sie mit mir gemacht hätte, wenn ich stattdessen vier Berliner verlangt hätte. Uffz, gerade nochmal Glück gehabt...


    .. ach und zum Thema Pfannkuchen:... es gibt Regionen, da heißen die Dinger Flädle... ;-)

    Man kann Dein Vorhaben nicht gesundbeten. Und ich habe den Eindruck, dass das genau das ist, was Du möchtest.
    Das was Du vorhast ist nach Meinung vieler Experten hier zum Scheitern verurteilt. Keiner von uns verdient mit den Ratschlägen Geld, es geht nur darum, Dir die Schwierigkeiten aufzuzeigen. Wenn das nicht ausreicht um Dich zur Notbremsung zu veranlassen - dann weiß ich auch nicht weiter.


    Du musst es ja nicht einstampfen - aber lass die Unterlagen in Ruhe, ohne Zeitdruck sichten. Überarbeitet die Planung so, dass Ihr einen Puffer habt (und nicht schon mit der Planung an der absoluten Kante seid). Dann muss es halt kleiner werden, daran führt meiner Meinung nach kein Weg vorbei. Und wenn Ihr dann sagen könnt, "wir liegen dicke drin im Budget", dann könnt Ihr loslegen. Ihr müsst nicht jetzt, sofort loslegen. Man ist beim Bauen schnell an einem Punkt, wo man nicht mehr zurückkann..... Und dann...? Noch seid Ihr in der Planung, also habt Ihr noch fast alle Optionen.


    Hättest Du 50T€ im Portokästchen, okay - no risk no fun. Aber die hast Du nicht.

    Zum Thema Nachträge der Gewerke hat er folgendes gesagt:


    Er ist sich sehr sicher das er seine Werkbeschreibungen und Leistungsbeschreibungen korrekt hat. Darüber hinaus hat er die Angebote überprüft ob sie alles enthalten. Weiter wird es am Montag auch nicht nur eine Unterschrift unter dem Angebot geben, sondern es wird mit jedem Gewerk ein richtiger Vertrag gemacht, mit Bedingungen. Unter anderem steht darin, dass das Gewerk die Arbeiten voll funktionstüchtig zu übergeben hat.


    Er sagte auch, dass es schon mal vorkommt das ein Gewerk mit Absicht Dinge weglässt , dann ein günstiges Angebot abgibt und anschliessend Nachträge verlangt. Das wäre so eine Masche auf dem Bau die erlaubt sei. In unserem Fall bräuchte ich mir da aber keine Sorgen zu machen, weil die Gewerke ja unterschreiben dass sie nur vollständige und funktionstüchtige Arbeit abliefern.

    Oh Mann - wenn es so einfach wäre, im Voraus eine "Nachtragssperre" einzubauen, dann hätten wir auf dem Bau viele Probleme nicht. Das ist Nonsens. Ganz einfach.

    Vor allem - was bringt Dir in Deiner Situation eine Baukostengarantie des Planers?


    - Du schließt die Verträge mit den ausführenden Firmen
    - d.h. wenn es während der Arbeiten zu Mehrkosten kommt, werden die Handwerker Ihre Nachträge an Dich richten
    - wenn Du sie nicht zahlst, stellen sie irgendwann die Arbeiten ein
    - ergo wirst Du sie bezahlen müssen um Dir dann im Nachgang über Anwalt und Gericht die Kohle vom Architekten zurückzuholen
    - d.h. vorausgesetzt er sagt nicht gleich "Klar geht alles auf meine Kappe, Moment mal eben, ich zahl das sofort" wirst Du klagen müssen (d.h. Gerichtskosten, RA-Kosten, Sachverständigenkosten)
    - dafür gibt´s meines Wissens keine Rechtschutzversicherung - ergo wirst Du das aus Deiner, bis dahin wahrscheinlich klammen, Tasche finanzieren müssen.....
    - es kann sein, dass Du vor Gericht zu Deinem Recht kommst... oder aber auch nicht....


    Ich weiß, das ist ein Schreckensszenario, dass ich hier gerade aufbaue. Aber ich glaube nicht, dass das so abwegig ist.


    Zudem: Jetzt hast Du Dich geoutet ;-)
    Du hast so ein Ding!

    Ne - ich hab sogar zwei :-)
    Die kommen regelmäßig in die Waschmaschine und immer mal wieder gibt´s auch neue - je nach Farblaune.
    Richtig schöne Türen sind mir einfach zu teuer gewesen und die erschwinglichen haben mir nicht gefallen. Ergo gab´s Vorhänge..... ;-)

    Solange sie nicht benutzt werden! Die Seifenreste bekommst Du vom Vorhang noch viel schwerer ab als von der Glastür.
    Ich hatte jahrelang einen Duschvorhang, deshalb käme mir so ein Ding nicht mehr ins Haus.

    Ich schmeiße unsere regelmäßig in die Waschmaschine und feddich.

    Ganz fieser Vorschlag: Duschvorhang


    Geht nichts kaputt, sieht halt nicht soooooo hübsch aus

    Ach, ich weiß nicht.... Ich finde Duschvorhänge eigentlich auch ganz schön. Vorausgesetzt die Dusche ist groß genug, damit der Vorhang nicht an einem dran klebt. Und das sollte hier ja der Fall sein.


    (...hab mich aber nicht getraut, das vorzuschlagen... ;-) )

    Ihr kommt ohne Schulden nicht raus. Die Frage ist nur, ob Ihr Euch komplett überschuldet.... Und ich befürchte, Ihr seid auf dem besten Weg dahin....
    Ihr müsst Euer Projekt verkleinern und zwar deutlich - sonst fahrt Ihr mit der Nummer voll vor die Wand.
    Was nützt es Euch, jetzt vermeintliche Festpreise zu vereinbaren, wenn es nachher (unter Umständen völlig berechtigte) Nachträge gibt....?
    Zurück auf Null, bauen kann man auch in 2-3 Monaten noch.

    Dann würde ich eine Falttür nehmen, die rechts angeschlagen wird und die nach innen geklappt werden kann. Sonst steht Dir die Tür beim Lüften immer im Weg und kollidiert mit der Badtür..... Wer hat das eigentlich geplant....? Über so etwas muss man sich doch vorher Gedanken machen...

    Grundsätzlich stimmt das zwar, aber in diesem speziellen Fall gab es ja bereits die Ausschreibung und die Angebote liegen vor. Vorausgesetzt die vom Architekt erstellten LVs sind soweit vollständig, dürfte doch da spätestens jetzt einigermaßen Kostensicherheit herrschen.

    Hast Du bislang etwas von Werkplanung gelesen? Ich nicht... Wie soll es dann so detaillierte Angebote und Kosten geben...?

    Ihr wollt in 2-3 Wochen loslegen? Oh wow.....
    Was wollt Ihr denn noch verhandeln? Kommen mindestens zwei Bieter von jedem Gewerk? Sonst hat sich das mit dem Verhandeln schnell erledigt.....
    Nie und nimmer würde ich unter diesen Randbedingungen loslegen. Du hast auch hier im Forum jetzt mehrfach gehört, dass das Harakiri ist. Und Ihr wollt es trotzdem durchziehen....? Und das unter der Prämisse, dass es keinen Puffer gibt...? Ich kann Euch nur dringend abraten von Eurem Vorhaben. Alles auf Null und dann soll der Planer erstmal seine Hausaufgaben (sprich seine vertraglich geschuldeten Leistungen) erbringen.

    Also nochmal ganz langsam zum Mitschreiben:
    - Ihr habt einen eigenen, freien Archi mit Leistungsphase 1 bis 8 beauftragt?
    - das Ganze ohne schriftlichen Vertrag
    - es gab einen Entwurf... mit einer Größe von ca. 80qm
    - dafür hat er Euch gesagt "Kriegen wir schon hin mit Eurem Budget"
    - es gibt einen Bauantrag
    - es gibt eine Werkplanung
    - auf der Grundlage hat er Ausschreibungen gemacht
    - und Angebote eingeholt
    - diese Angebote liegen zusammen bei 80T€ brutto
    - und auf Grundlage dieser Angebote wollt Ihr mit allen Gewerken am Montag verhandeln (Rohbau, Zimmerer, Fenster, Estrich, Heizung, Sanitär, etc. pp)


    Das kann doch alles nicht wahr sein.......

    Das heißt, Ihr wollt tatsächlich versuchen, den 80qm-Anbau für 64T€ zu bauen....? Das nenne ich ein Wagnis. Ein sehr großes um genau zu sein.


    Was hättet Ihr denn gemacht, wenn er gesagt hätte "Sorry Leute, für 60T€ gibt´s nur 30qm".....?

    Stimmt. Ok. Aber dass das hinten und vorne nicht reichen kann muss doch früh klar gewesen sein.... Und der Kollege hat tatsächlich einen 80qm-Anbau geplant und gemeint, da kommt man mit 60T€ hin? Wow.


    Und sorry, aber ich hab nicht alle Vorhaben im Kopf. Ein kurzer Verweis auf den anderen Strang wäre gut gewesen.

    Manfred , das ist der Punkt den ich nicht verstehe, bzw. nachvollziehen kann.
    Wenn ich Architekt wäre..und es käme jemand zu mir der ein denkbar knappes Budget hat....und ich meine...man kennt doch die eigenen Preise!....dann kann man überschlägig rechnen...Budget ist 80 all in...ich nehme knapp 14 T brutto...rechnet man das runter ergibt das noch eine Summe von 66T brutto...dafür kann man nicht bauen. PUNKT.

    Na ja, wenn man das Vorhaben für 66 nicht verwirklichen kann, dann wird es für 70 wahrscheinlich auch nicht klappen... oder? Insofern machen die 1-2T€ am Honorar nicht viel aus.

    Was wollt Ihr denn genau bauen? Wenn man mal eine ungefähre Vorstellung davon hätte, was Ihr vorhabt, dann könnte man das besser beurteilen.
    Den Umbauzuschlag bekommt der Architekt für den erhöhten Planungsaufwand, wenn er im Bestand umbaut bzw. an einen Bestand anbaut. Ist ja aufwendiger als ein Neubau auf der grünen Wiese.

    Mindestsatz plus 20% Umbauzuschlag wenn nichts schriftlich vereinbart ist, oder nicht?

    Grundlage für das Architektenhonorar sind die Kosten, die in der Leistungsphase 3 (Entwurf) ermittelt werden. Nicht Eure "Vorstellung".


    Wenn die Kosten dafür schon zu hoch sind, dann müsst Ihr abspecken.
    80T€ all in haut doch hin, oder habe ich etwas überlesen.


    Der Dreiviertelsatz kann durchaus gerechtfertigt sein, bzw. ein Umbauzuschlag oder die Anrechnung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz. Um das beurteilen zu können, müsste man etwas mehr wissen.
    Das Thema ist hier ganz gut erklärt:
    Merkblatt52-Architektenhonorar-2013.pdf

    Sorry, hatte die Punkte überlesen...
    - Die Dachterrasse wird deutlich kleiner evtl. nur ein kleiner Austritt aus dem Schlafzimmer.
    - Wieso versetzt? Wohnen/Essen und ein Teil der Küche wird Flachdach, das Haupthaus bekommt ein klassisches Satteldach.
    - Budgetvorstellung hast Du um grünen Forum selbst angesprochen. Laut der ersten Kostenschätzung liegen wir drinne, ohne Abzug der geplanten Eigenleistungen.

    Ihr habt doch an drei Seiten des Hauses Flachdachflächen.... Und dann kommt obendrauf ein Satteldach?
    Auf die Ansichten bin ich wirklich gespannt.