Beiträge von Thomas B

    Beispiel: Es wurde ein Mauerwerk vereinbart mit Ziegeln der Marke X die bestimmte Eigenschaften haben, ausgeführt wurde ein Mauerwerk mit Ziegeln Y mit ähnlichen (nicht gleichen) Eigenschaften ...

    Ist das ein zentrales Thema?


    Grundsätzlich schreibe ich zB niemals bestimmte Ziegel Typ A der Marke X vor. Ich schlage welche vor (mit den benötigten Spezifaktionen, wie Druckfestigkeitsklasse, Wärmedämmung usw. mit dem Zusatz "oder gleichwertig".


    Wie ähnlich sind denn die Eigenschaften? Oder wie unähnlich? Sind diese schlechter oder gar besser?

    Wir können weiter raten ;)


    Letztendlich fehlen hier einfach zu viele Informationen. @TE bitte mal Fotos, Skizze und so weiter einstellen. Dann könnten wir weiter kommen.

    Naja...bei der GRZ geht es ja im Wesentlichen um Bodenversiegelung (Haus, Garage, Terrassen, Zufahrten). Das aber muss ja hier nicht das Problem sein.


    Allerdings sehe ich das "Einfügungsgebot" als problematisch. Sind alle anderen Häuser brav auf Höhe "X" errichtet und dann kommt einer und will den Feldherrenhügel dazu oder eine nordfriesische Warf, dann sehe ich da schon ein Problemchen. Allerdings stellt dieses Einfügungsgebot (leider) nicht auf Dachform usw. ab, sondern auf das Maß der baulichen Nutzung; meines Wissens aber auch Gebäudehöhen. Eine Gebäude, das schon mal 3,85m Höhenvorsprung hat, dürfte schnell an der ortsüblichen Firsthöhe kratzen.


    Btw....ortsüblich....häufig gibt es neben B-Plänen auch noch örtliche Gestaltungssatzungen. Hier mal recherchieren.

    Aufböschen darf man so hoch wie man möchte im 45 Grad Winkel.

    Hat man ein ausreichend großes Grundstück, so wäre also auch eine Art Burganlage möglich? Eine Aussichtsplattform? Ich kann mir das so nicht vorstellen.


    Wenn der Nachbar erstmal 2m aufschüttet und dann nochmals 1,85m, dann frage ich mich wie denn die Anbindung an die öffentliche Straße aussieht.


    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass wir nicht mal ansatzweise alles wissen. Evtl. fehlen gerade die wesentlichen Informationen? Ein (oder mehrere) Foto(s) von der Straße wären hilfreich. Vielleicht.

    die Aufschüttung steht doch im direkten Zusammenhang mit dem Bauvorhaben (dem Haus).

    Ja eben. der Nachbar schüttet selbständig auf, weil er das eben ganz prima findet. Du meinst aber, dass dies eben keine selbständigen Aufschüttung ist. Und das verstehe ich eben nicht so ganz....

    Zwei Meter Mauer und dann ein Zaun (darf nicht geschlossen sein, also Machendraht).

    Ein Zaun stellt aber keine Absturzsicherung dar! Der ist dafür geeignet eine Grundstücksgrenze sichtbar, fühlbar, wahrnehmbar werden zu lassen. Hast Du schon mal einen Maschendrahtzaun als Absturzsicherung gesehen?


    §62 Genehmigungsfreie Bauvorhaben....


    "....

    Einfriedungen, Stützmauern, Brücken, Durchlässe

    a)Einfriedungen; ausgenommen sind Einfriedungen im Außenbereich sowie in der Umgebung von Kultur- und Naturdenkmälern,

    b)Stützmauern bis zu 2 m Höhe über der Geländeoberfläche,..."


    Das klingt erstmal nach: Ist erlaubt!


    Ganz so einfach sehe ich das aber nicht.


    Klar, ist das Gelände sehr steil und ich muss etwas tun um dieses steile Gelände zu sichern, so sind Stützmauern manchmal das einzige Mittel der Wahl und hier eben genehmigungsfrei.


    Es geht hier aber mE nur im Nachgang um die Stützmauer. Denn deren Notwendigkeit entsteht ja erst durch das Aufschütten als solches, wäre im Normalfall, so hatte ich es zumindest verstanden, gar nicht notwendig. Es wäre wohl auch zu klären inwieweit das Aufschütten zulässig ist.


    Aufschüttungen von 3,85m sind bei uns nicht einfach so zulässig, denn im selben § steht auch...


    "...sonstige bauliche Anlagen und Teile baulicher Anlagen

    a)selbständige Aufschüttungen oder Abgrabungen bis zu 300 m² Grundfläche und bis zu 2 m Höhe oder Tiefe;..."


    Und damit wäre nach meinem Verständnis bei 2m Ende Gelände. Und nicht bei 3,85m.

    Insofern dürfte das Geländer noch kommen,...

    ..und damit ist kein labberiger Maschendrahtzaun gemeint, sondern ein Geländer!


    Macht die Sache für den TE aber auch nicht besser!


    Auch interessant: So ein Gefälle (1,85m auf der Nachbarseite) will natürlich auch fachgerecht gesichert werden und das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser darf nicht, dem Hang folgend, zum Nachbarn entwässert werden. Obgleich so ein kleiner Wasserfall ja durchaus etwas hübsches sein kann.


    Der Aufschüttende hat jedenfalls so einiges einzuhalten. Natürlich auch die Abstandsflächen....

    Kurz mal gegoogelt.....hosssa....die Rheinland-Pfälzer....


    "...

    (9) Gegenüber Grundstücksgrenzen dürfen ohne Abstandsflächen oder mit einer geringeren Tiefe der Abstandsflächen

    ...

    a)

    eine mittlere Wandhöhe von 3,20 m über der Geländeoberfläche nicht überschreiten,..."


    Von daher würde es dann mit Wand + Geländer schon wieder fast passen. Krass!


    Was ich nicht glaub

    Es kommt kein Geländer drauf.

    Das erscheint mir dann aber schon recht gefährlich. Erst geht es mit einem saloppen Böschungswinkel von 45° 1,85m talwärts, gefolgt von einem jähen Abgrund von weiteren 2m Höhe?


    Das kann ja wohl nicht stimmen.

    Er macht auf die Grenze eine 2 Meter hohe Mauer und dann böscht er noch 1,85 in 45 Grad Winkel auf.

    Glaube nicht, dass dies zulässig ist!


    (9) 1In den Abstandsflächen eines Gebäudes sowie ohne eigene Abstandsflächen sind, auch wenn sie nicht an die Grundstücksgrenze oder an das Gebäude angebaut werden, zulässig
    ....

    3.Stützmauern und geschlossene Einfriedungen in Gewerbe- und Industriegebieten, außerhalb dieser Baugebiete mit einer Höhe bis zu 2 m.


    Der Nachbar wird aber wohl auf der Mauer eine Absturzsicherung (Geländer) montieren müssen. Ansonsten wird es schon sehr gefährlich. Diese ist mW hinzuzählen. Die Wand inkl. Geländer dürfte dann wohl 3m hoch sein.

    @Rose: Was meinst Du?

    Die Abstandsflächen des Hauses beziehen sich aber auf das natürliche Gelände vor der Bebauung.


    Die 2m Mauer + 1,85m müsste man also zu der Haushöhe hinzu zählen.

    Laut Plan sollten es 24cm Decke + 46cm Dachaufbau und Dämmung sein, also 70cm von Unterkante Decke bis Oberkante Dach. An der Dachluke hatte ich allerdings nur ca. 40 cm gemessen.

    Das kann eigentlich gar nicht stimmen!


    24cm Decke

    10 - 12cm Wärmedämmung (mal eben geschätzt) (Achtung Gefälle muss da ja auch irgendwie irgendwo sein)

    10 - 12 cm ext. Dachbegrünung.


    Da bin ich jetzt schon bei 44 - 48cm.


    Was war denn geplant? KfW 55 kann ja nicht zu allzu schlanken Dachaufbauten (Wärmedämmung) führen.


    Etwas nachteilig ist sicherlich die leichte Bauweise, die kaum Speichermasse besitzt. Erwärmung durch eingetragene warme Luft (Lüftung) kann so kaum weggepuffert werden.

    Für alle Dachneigungen gibt es "richtige" Dachdeckungen.


    Steildach: geschuppte Dacheindeckungen, wie Tonziegel o. Betondachsteine, Schiefer,...

    flach geneigtes Dach: Stehfalzverblechung verschiedener Ausführungsarten, ggf. FD-Abdichtung + Begrünung

    Flachdach: FD-Abdichtung (bituminös oder Foliendach), ggf. mit ext. Begrünung.


    Warum aber deckt man ein flach geneigtes Dach mit einer Dachdeckung für Steildächer ein???


    Letztendlich wird die Regensicherheit durch ein verstecktes Unterdach sichergestellt.

    Diese ist 8cm dick lässt sich unter Freisetzung von hellgrauem Staub (s. Bild) weich bohren

    Es könnte sich um eine Porenbetonwand handeln (zB Ytong), die gibt es in Formaten von 5, 7 und 10cm. Bei einer verputzten, 8cm dicken Wand, würde ich mal von max. 7cm "echter Wand" ausgehen. Das ist nicht eben viel.


    Ist die Wand nachträglich reingekommen ("...wurde Ende der 90er konkret saniert..."), ist auch die Frage inwieweit diese einen kraftschlüssigen Verbund zum anschließenden Mauerwerk hat.


    Insgesamt eine eher fragile Angelegenheit.

    Kleiner Tipp vom "Hobbystatiker" (= von mir). Die Decke wird sich durchbiegen. das macht jede Decke, ist also erst einmal kein Problem. Zum Problem kann es werden, wenn sie sich zu sehr durchbiegt. Dann stürzt da noch nichts ein, es kann aber Risse geben.


    Normalerweise stabilisiert ein darauf folgendes Dachgeschoß oder Obergeschoß die kritischen Punkte. Man bringt Last auf die Außenecke der Decke, die Fuge wird daran gehindert aufzureißen (Skizze).


    Fehlt diese Auflast, so kann es zu Rissbildungen kommen. Innen und außen.


    Hier mal ganz vereinfacht und etwas "überdeutlich" dargestellt.


    Steht nun auf den Außenwänden etwas drauf, stabilisiert dies die Fuge.


    Bei Dir ist es aber nun anders: Es steht nichts drauf und es steht etwas auf dem ohnehin durchhängenden Deckenfeld.


    Was tun?

    1. Zugstützen, die die Decke nach unten verankern, quasi nach unten ziehen.

    2. Attika des Balkons betonieren (wirkt aussteifend, verringert Verformungen).


    Jetzt sollte das aber ein echter Statiker und kein Hobbystatiker beurteilen...

    Das wird der GU/Ü aber nicht kalkuliert haben und sich nun mit Händen und Füssen dagegen wehren

    Warum? FB-Aufbau außen höher als innen, wegen WD auf Flachdach + Abstand Fensterstock - Abdichtungsebene.....da wäre schon etwas Platz. Allerdings nicht viel. Vielleicht 20 - 25cm (somit statisch also 46 - 51cm). Brächte natürlich dennoch was und wäre auch hinreichend vernünftig und klug. Würde ich haben wollen.

    Und bedenke...

    Unser freier Architekt hatte ursprünglich eine 24 er Kalksandsteinwand in die Mitte eingezeichnet. Nun braucht der vom GU/GÜ beauftragte Statiker nur eine 17,5er Wand.

    was für Dich erstmal aussieht wie "hey...jetzt spart der GÜ Mauermaterial" bedeutet für Dich aber auch "Oh, ich bekomme 6cm mehr Platz! Kostenfrei!"


    Eine 26cm starke Stahlbetondecke ist wiederum schon recht viel. Im Bereich EFH &Co. kann ich mir so etwas nur bei sehr großen Deckenspannweiten oder einer extrem schlechten Grundrisslösung (viele Wände auf Deckenfeld) vorstellen. IdR hat man da 20cm (+/-). Wodurch entsteht die große Deckenstärke?

    Ich will da jetzt gar nicht ins Detail gehen...nur soviel: Ich würde den neuen Baukörper ganz klar vom alten Baukörper trennen. Eine echte Zäsur, kein sanftes Andocken (Fortführen der ursprünglichen Struktur). Damit meine ich jetzt nicht, dass man dem Anbau eine andere Farbgebung gönnt. Ich würde viel weiter gehen.


    Zum Beispiel:

    - andere Fassadenstruktur: Altbau: Lochfassade --> Anbau: aufgelöste Struktur

    - Baukörper loslösen. Ein schlankes Verbindungsgelenk einplanen, abrücken vom Bestand.

    - Baukörper absetzen. Verdrehen, nicht linear weiterführen. Bei beiden genannten Punkten auf den Bestand achten (Dachüberstand, hier kommt es sonst schnell zu Kollisionen)

    - Umstrukturieren: ich würde schlafen usw. eher im Altbau lassen (kleine Fenster!), den Wohntrakt im Neubau (große Fassadenflächen öffnen; siehe Punkt 1 meiner Aufzählung).

    - ...


    Es besteht Planungsbedarf :)

    Bei Grenzbebauungen ist penibel auf die Fuge zu achten. Diese ist nach Möglichkeit mit einer zweilagigen Schicht aus Mineralwollematten auszuführen, die versetzt angeordnet werden (also mit versetzten Stößen). Dadurch soll verhindert werden, dass es zu Fehlstellen kommt. Wenn also Mörtelbrocken in die Fuge geraten, können diese einen Schallbrücke erzeugen.


    Beispiel:


    Da nun der Nachbar nach Euch gebaut hat, kann es sicherlich nicht an Eurer fehlerhaften Fugenausbildung liegen, denn die hat ja er, der Nachbar erstellt.

    Denn: Was nutzt mir ein schönes Bild, das man nicht in die gebaute Realität übernehmen kann.

    Ganz genau diesen Fall habe ich gerade. Kollegen haben eine Wohnanlage entworfen (LP 1 - 4) und wussten schon im Vorfeld, dass man LP 5-8 nicht machen werde. Da entwirft es sich natürlich sehr entspannt....viele Dinge funktionieren nicht und ich darf dem BH immer wieder erklären, dass dies nicht geht, dass das nicht geht....