Beiträge von Thomas B

    Einer meiner Lieblings"test" auf Baustellen ist die Frage,...

    … wobei ich mich tatsächlich immer wieder frage, was ich als Architekt alles nachzuprüfen habe!


    Bauleitung, den Bau leiten (oder leiden?), koordinieren, prüfen des gebauten. Soweit so spitzenmäßig.


    Aber wie weit geht die Kontrollpflicht?


    Zugegeben: Ich habe Ralfs Lieblingstest noch nie angewandt (außer natürlich ich hatte Zweifel an der Tauglichkeit eines Bauteils, dann schon). Wenn ich jetzt jedes Verbindungsmittel überprüfen wollte, würde dies m.E. einfach den Rahmen sprengen. IUch darf, so denke ich, vom Fachmann (Handwerker) schon erwarten, dass er die sein Gewerk betreffenden Dinge weiß und kann. Habe ich Zweifel, hake ich nach. Ich bohre aber nicht aufs Geratewohl nach....


    Sollte ich?

    Estrich ist keiner geplant, soll aber Option sein, falls sich in vielen Jahren evtl mal ein anderer Nutzungswunsch ergeben sollte.

    Wie kann das gehen? Wenn die geglättete Bodenplatte die fertige Höhe ist, kann man doch nicht irgendwann später diverse cm hinzugeben. Dann passt doch keine Tür und keine Treppe mehr.


    Da der Keller einige wirklich schwere Apparate auf Rollen (1,5t max) beherbergen soll ist eine absolut glatte und tragfähige Schicht unerlässlich.

    Da wäre natürlich eine sogenannte Hartstoffeinstreuung beim Flügelglätten schon eine gute Idee gewesen. Wurde das gemacht?


    Hätte ich den geglätteten Betonboden ebenfalls versiegeln müssen?

    Das ist nutzungsabhängig. Rollen da Gabelstapler herum, so wäre eine Industriebeschichtung sicher richtig. Hierfür wird der geglättete Boden kugelgestrahlt (=aufgerauht) und im Nachgang beschichtet.

    Daher die Überlegung ob Fassadendämmung ja oder nein.

    und

    Über die Fenster könnte man vllt. noch streiten aber würden eben auch wenn nur normal 2-Fach verglast mit Wärmeisolierung auch etwas Einsparung bringe

    wirkt sich ganz erheblich aufeinander aus! Neue Fenster und dann keine Fassadendämmung kann echt richtig in die Hose gehen.


    Balkone sind fällig

    Auch hier ist die Preisspanne von gering bis ganz viel gegeben. Hier interessant. FB-Aufbauhöhe auf dem Balkon (den Balkonen) bzw. Anschlusshöhe von Balkonbelag zur Balkontür. Hier gibt es zu beachtende Höhen aber auch Notwendigkeiten der Abdichtung gegen eindringendes Wasser von außen. Ist der Belag einmal weg, so kommt man da natürlich ganz prima ran....macht es dann nicht Sinn die Tür mit zu tauschen, weil -wenn man dies erst in 5 Jahren macht- man den Balkonbelag auch gleich wieder wird entfernen müssen (weil man ja sonst nicht an die Abdichtungseben herankommt, die unter dem Belag liegt). Womit wir beim Tausch dieser Bauteile dann auch wieder bei der Fassadendämmung wären....


    Nochmals zum Verstehen: Eine Sanierung ist kein einfaches Aufaddieren einzelner Leistungsposten und führt dann rein rechnerisch zu einem Wert X Euro, sondern es bedarf tatsächlich eines recht umfangreichen Konzeptes, welches die Auswirkungen der einzelnen Maßnahmen aufeinander berücksichtigt.

    wir holen uns aktuell Angebote von den Gewerken ein

    Aber das macht doch nur Sinn, wenn man weiß was man benötigen wird.

    Um bei einem meiner Beispiele zu bleiben:


    Neuer Estrich. Du kannst Dir nun natürlich ein Angebot eines Estrichverlegers einholen und der Bank gebündelt mit anderen Angeboten (neue Dachdeckung? Fliesenarbeiten?...) vorlegen.


    Dass der neue Estrich dann aber am Ende deutlich höher ist als der jetzige wird darin nicht "bepreist". Die Auswirkungen sind: Türhöhe passen nicht mehr (Türstürze höher setzen kostet, diese baulichen Veränderungen wirken sich dann wiederum auf den Innenputz aus). Treppe passt nun ggf. auch nicht mehr (erste Stufe zu niedrig, nach der letzten kommt eine Stolperfalle). Nun könnte man ggf. mit alternativen Maßnahmen dem entgegenwirken. Es gibt durchaus die Möglichkeit einen extrem dünnen Estrich auszuführen. So etwas aber muss am konkreten Fall durchexerziert werden. Am besten mit Estrichhersteller auf Baustelle und genauer Festlegung bis zu welcher Dicke der Estrichhersteller mitgeht. Aufbau ändern. Dämmung ggf. unter die Decke. spezielle Rohrleitungen (bei FB-Heizung, dünner als normal; dafür braucht's dann ggf. mehr Heizkreise. Oder Verlegung der Zuleitungen zu den Heizkörpern unter der Decke (gedämmt, versteht sich), was sich alles auf den Posten "Heizung" auswirkt)….


    Nur mal so als Beispiel.


    Was ich sagen will: So eine Sanierung ist mehr als nur die Summe verschiedener Angebote. Es ist idR ein sehr komplexes Gebilde mit sehr vielen Auswirkungen der einzelnen Gewerke aufeinander und zudem in einem baulichen Umfeld (gemauerter Rohbau), welches den heutigen Vorgaben (wieder mal das Beispiel Estrichstärke oder Dachkonstruktion....Sparrenstärke und hierin mögliche Dämmung...) zumeist nicht mehr gerecht wird, so dass man neben den einzelnen Posten (Gewerken) ganz sicher noch sehr viel mehr zu stemmen haben wird (stemmen im Sinne von finanziell stemmen aber auch im Sinne von Stemmarbeiten im Bau. Doppeldeutig, nicht wahr. Und vor allem: wahr!)

    Weiß ja nicht wie dein Banker so drauf ist (oder die Bankerin, natürlich).


    Aber ich kenne das so, dass man denen eine detaillierte und am besten auch plausible Kostenschätzung vorlegen muss um dort einen Haufen Geld zu bekommen. Einfach mal so sagen …

    dann wird das schon hinkommen

    ...kenne ich so nicht. Aber, nun gut, dann soll's so sein. Komisch.

    Moin in die illustre Runde!


    Seit einiger Zeit trägt sich unser Nachbar mit dem verwegenen Gedanken einen Pool in seinem Garten zu verwirklichen. Gesagt, getan,...der nächste Sommer kommt ja schließlich in absehbarer Zukunft.


    Flink wurde gegraben und heute Morgen betoniert.


    Aus beruflich bedingter Neugierde linste ich dann eben auch mal raus, nachdem der Betoniertrupp wieder gegangen war.


    Was ich irgendwie vermisste waren Anschlussbewehrungen für die Wände. Bei (geschätzten) 10 - 12m Länge würde ich hier einen nicht unerheblichen Erddruck erwarten und hätte eben entsprechende Anschlusseisen vorgesehen.


    Also, wenn man es erstmal richtig "eingewohnt",

    Mit einer guten Putzfrau (besser: einem Putzteam!), bekommt man das schon in den Griff. graue/braune Laufstraßen, auch auf der Treppe (erlebbare Lauflinie?) muss man hier täglich und energisch und dauerhaft bekämpfen....

    Bauliche Abhängigkeiten nicht vergessen!


    Beispiele:


    1. Neue E-Installation = ganz viele Schlitze, ganz viel Stemmarbeiten. Altes Huas, (60er Jahre?), häufig stark sandige Putze (= wenig Zementanteil), lassen sich schlecht anarbeiten --> möglicherweise komplett neuer Innenputz von Nöten.


    2. Neuer Estrich/ neue Böden. Alte Estrich sehr häufig ohne Dämmung (nur Schrenzlage/ Teerpappe, 4cm stark...was weiß ich), heute mit Wärmedämmung/ Trittschalldämmung, systembedingt stärkerer Estrich. Heißt: FB-Aufbau kann schnell mal 4 - 5 cm höher werden. Folge: Türhöhen passen nicht mehr. Alle Türstürze höher legen...kostet (wirkt sich dann natürlich auch wieder auf Innenputz aus, bzw. die Möglichkeit/ Sinnhaftigkeit IP erhalten zu wollen.

    Einmal fast komplett, heißt:..

    und

    Wir haben trotzdem schon die Kosten überschlagen und haben uns selbst gesagt das wir mit 200.000€ max. rechnen wollen.

    würde ich jetzt erst einmal kritisch überprüfen!


    Je nach Größe des Gebäudes und der vorhandenen Bausubstanz kann das vielleicht gerade so hinhauen. Oder es fehlen am Ende 50. - 100.000 Euro!


    Bein neuen Fenstern (3-Sch.-Verglasung? Dicht...naja...wahrscheinlich schon, schätze ich jetzt mal), sollte das Thema Fassadendämmung Prio haben.

    (Wenn neue Fenster besser dämmen als alte Fassade kann es zu Tauwasser/ Kondenswasserniederschlag auf dem kalten Bauteil (Mauerwerk) mit einhergehender Schimmelbildung kommen.)

    dass er Februar 2020 in Pension geht.

    Schön.


    Dennoch: Grundsätzlich haben sich die Sachbearbeiter an Gesetze und Vorschriften zu halten. Der alte, wie der dann neue (Sachbearbeiter).


    Beide müssen eine Ablenhung rechtskräftig begründen. Irgendwelche %-Sätze anzusetzen ist schön und gut. Diese müssen aber auch rechtliche Bestand haben (BauGB, LBO, BauNVO, örtliche Satzung, B-Plan...was auch immer.)

    eher vergleichbar mit einem normalen Haushalt

    Mag sein, das sehen die Bauämter aber sehr häufig sehr anders.


    Beispiel aus ER: Hier will man wissen was gekocht wird. bzw. ob gekocht wird. Pizza: Kein Problem. Schinken Baguette ebenso. Linguine al forno -> Fettabscheider. Usw. Sobald etwas fettiges anfallen könnte muss ein Fettabscheider daherkommen.

    oder was entgeht mir beim Thema Fettabscheider?

    … dass dieser, so er benötigt wird, deutlich teurer werden wird. Hängt aber von der konkreten Nutzung ab. Auch die Größe des Fettabscheiders. Mit EUR 1.500 kommst Du aber nicht weit.

    PS: Bild 19; Meine erste Überlegung war: Wenn das Fenster bergseitig bis zum Boden geht, dann sammelt sich da schön das Laub an.

    Du meinst Bild 9/18, oder?


    Ich dachte zu erst: Man schaut den Hang hinauf. Es regnet. Es regnet gar stark. Wasser fließt den Hang hinab.... Und dann dieser "Trichter", dieses Schwimmbecken. Nicht ohne....

    kann ich mir das deutlich besser im bewohnten Zustand vorstellen.

    Naja...ein paar Stühle, um diese in die Wohnlandschaft zu drapieren, haben sie ja schon.


    Ich kann es mir bewohnt nicht recht gut vorstellen. Also, ich kann es mir schon gut vorstellen, nur eben nicht das sich es gut fände.

    Die Reaktion auf die >Umgebung ist mir nicht nachvollziehbar.

    Ich hatte es so verstanden, dass man sich in einer Art Parklandschaft (Grundstücksgröße 5.000 m²) genüsslich hat austoben dürfen.


    Wenn man sich deren andere Projekte ansieht, so empfinde ich diese als irgendwie verstörend. Bei mir stellt sich das genaue Gegenteil von "Wohlfühlen" ein.


    Aber: Man kann/ muss es ja auch nicht jedem recht machen, sondern nach Möglichkeit den Bauherren

    Mal wieder ein Architektenhaus im SPON.


    Think Architecture Zürich: Haus in einem Park - SPIEGEL ONLINE


    Was mir auffällt: Die meisten der gezeigten Meisterstücke (siehe Thema "Backsteinromantik…") gefallen mir zwar als Skulptur, als Kunstwerk, jedoch nicht zum Bewohnen/ Leben.


    So auch hier.


    Die herbstlichen Farben (Farben????) tun das Übrige. Ich denke, dass man einen Menschen mit Hang zur Depression hier besser gar nicht erst hereinbittet.


    Durchdetailliere Möbel (finde ich echt schick) und die benötigen zum Wirken sicherlich auch gerade so eine Umgebung. Bücher in den regalen würden wohl stören. Menschen als Bewohner auch.


    Mich gruselt es ein wenig....ehrlich.

    der Lichtschalter ist innen, wenn man durch die Tür geht links an der Wand nach dem Anschlag der Tür.;)

    ähh….also quasi hinter der Tür, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?????


    O.K. auf der anderen Seite geht nicht wegen der Nähe zur Dusche, das ist technisch i.O.!


    Aber dann eben vor der Tür (außen, im Flur), aber doch nicht hinter der Tür, was ist denn das für ein Quatsch?

    dann gibt das schon eine ordentliche Pfütze

    Eben!


    und diese würde man natürlich recht leicht feststellen. Und zwar noch bevor das Wasser kapillar in den Wänden aufsteigt.


    Zumal auch die Sockelfliese eine begrenzte Abdichtung bildet (solange die Silikonfuge noch nicht abgerissen ist...).


    Ich tippe wirklich eher auf etwas "unterirdisches". Also eher im Bereich der Hauseinführungen oder einer Abwasserleitung, die durch die Bodenplatte geht.


    Ich habe da schon die tollsten "Abdichtungen" gesehen. Thema: Bauschaum!


    Gibt es vielleicht ein Foto der Hauseinführungen vor der Estrichverlegung?

    Die Breite des Bades ist mit 2,04m angegeben, die Zusätzliche Breite der Verblendung ist nicht im Plan Definiert, im Original trägt diese aber 24cm extra auf.

    ...das wären dann sogar 9cm mehr, als ich angenommen hatte. Und ich habe die 90er Dusche da auch reingefummelt (planerisch). Wieso sollte das bei einem 9cm breiteren Bad zu einer 14,5 cm kleineren Lösung führen??? Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht.

    Undichtigkeit bei einer Durchführungen durch die Bodenplatte wäre sehr gut möglich!


    Dazu passt auch, dass das Phänomen an allen Wänden auftritt (Bei einer Undichtigkeit an einer Stelle des Sockels/ Tür, würde ich an eben dieser Stelle das Auftreten als erstes bemerken, vielleicht wäre es dort auch am Stärksten). Hier scheint sich Wasser gleichmäßig auf der Bopla, unter dem Estrich auszubreiten und dann kapillar aufzusteigen. Innen wie außen.

    Weisst Du, was sowas kostet?

    Also ich habe für diese Skizze und die Ermittlung der notwendigen Maße ca. 5 - 10 Minuten benötigt. Bei einem horrenden Stundensatz von 100 EUR und dem Wunsch dies auch etwas aufwendiger (ansehnlicher) darzustellen, also nochmals 10 Minuten am CAD rumstricken,....Kosten somit (inkl. einem zwischenzeitlich verabreichten Café)...50 Euro (zzgl. MwSt.). Erscheint mir jetzt schon irgendwie hinnehmbar.


    Btw. plane gerade für und mit einem BT . Eine Wohnung hat jetzt bereits Version Nr. 7, weil die Erwerber so entscheidungsfreudig sind. Entscheiden sich auch immer wieder um... ;(

    O.K., jetzt mal Butter bei die Fische...Nach meiner bescheidenen quick-and-dirty Badplanung wäre eine deutlich größere Dusche problemlos möglich!


    Ja. ich weiß ….hätte, hätte, ….


    191206_Bad Maßprobleme_01.pdf


    Nun mag es sein, dass auf Grund von Barrierefreiheit eine breitere Tür geplant werden musste (sollte/ wollte/ könnte/ hätte/…).


    Dann würde, bei einer gleichzeitigen Reduktion des Türanschlags von 12,5 auf 6,5cm, der verbleibende Platz für die Dusche auch immernoch ca. 88 -90cm betragen, abzgl. Türzarge, also ca. 84 - 86cm.


    Nicht ideal, aber deutlich mehr als die realisierten 75,5cm.

    Beengt nur, wenn man eine Kabine drübersetzt

    Ja, aber ohne Spritzschutz wird es im Zugangsbereich zum Bad schon sehr feucht...äh...nass!


    (Selber jahrelang gehabt mit 4 Personen)

    ...das mag ja alles sein, aber darf man dies bei einem Neubau im Jahre 2019 erwarten?


    Meine Großmutter hatte nur ein innenliegendes WC, Waschbecken dazu (eines) in der Küche. Geduscht hatte sie im nahegelegenen öffentlichen Bad.....

    Vorwand von 10 cm? 100er Abflußleitung???

    Eine Dusche benötigt doch keine 100er Abflussleitung!


    Bad scheint ca. 1,95m tief zu sein. (Raumgröße geteilt durch ablesbare Breite! Btw: Alle Flächenmaße scheinen reine Rohbaumaße zu sein...naja...)


    Bei 1,94m und einer VM von 10cm (im Bereich der Dusche!) und einer Tür von 83cm (76 Türöffnung mit Umfassungszarge), etwas Luft zur wand zum SZ (5cm?), wären wir rechnerisch bei 96cm. Fliesenstärke uns evtl. Verputz weg...immernoch über 90cm. Es wäre also durchaus möglich gewesen.


    Bei einer breiteren Tür (Rohbauöffnung 88,5cm, also etwa 95cm Türzargenaußenmaß) wären es auch nur noch etwa 84cm gewesen.


    Anders herum:


    1,94m abzüglich Tür (83cm o. 95cm?), peppe an der Wand...naja...2cm?, tatsächliches Maß 78,5cm. Ergibt eine tatsächliche Vormauerungsstärke (je nach Größe der verbauten Tür) von 30,5 (sehr üppig!) bzw. 18,5cm (normal).


    Es dürfte also kein technisch unlösbares oder auch nur schwer lösbares Problem gewesen sein.