Beiträge von Thomas B

    Ich persönlich würde aus dem Stand bei einer EW eine größenmäßige Unterordnung der EW unter die Hauptwohnung erwarten, nicht unbedingt den Zugang über die Hauptwohnung.

    Ich habe es genauso wie Rose es sagt auf dem Radar. Der "Witz" bei einer ELW ist eben (so mein Verständnis), dass diese eben nicht ein vollwertige, eigenständige Wohnung ist. Dann wäre es ja ein ZFH. Sondern eine Wohnung in der Wohnung.

    Eher Märchen.

    Glaube ich auch...oder schön gerechnet.


    Nun, ein Grundstück für EUR 25.000 gibt es bei uns hier sicherlich auch. Es hätte dann aber leider nur um 35 m²....:rb:


    Das mag in der Eifel günstiger sein.


    Viel günstiger.


    Bleiben EUR 175.000 für ein 175 m² Haus.


    Das wären dann ca. 215 m² BGF. 215 x 1.500 = 322.500. Plus Planung, Anschluss usw. usf.


    Das mag mit Eigenleistung und Schaumstofflegosteinen günstiger gehen, aber sicherlich nicht zum knapp halben Preis.


    Der baulich Interessierte wäre sicher neugierig auf das Sockeldetail (Thema Abdichtung).

    Mir erschließt sich die Idee hinter dieser speziellen Treppenlösung einfach nicht.


    Einerseits Treppe im Wohnraum (vom Wohnraum aus sichtbar, die Wege via Wohnraum nach oben), andererseits dann sehr versteckt, schachtartig, nicht offen, luftig, sondern schamvoll in Wände eingepackt. Da wäre ich eher vom Eingang gleich rechts abgebogen und L-förmig nach oben gestiefelt. Hier bringt der Umweg über das Wohnzimmer keinen Mehrwert (meine Meinung). Meines Erachtens "schadet" er eher. Alle müssen durch den Wohnbereich. Kann toll sein, wenn dann da eine tolle Treppe (evtl. mit Galerie?) als Wohnerlebnis auf einen wartet...


    Naja egal...hatten wir im ursprünglichen Strang ja recht intensiv beackert. Ist dann wohl bewusst so gewollt. Dann soll es auch so sein dürfen.


    OG insgesamt OK (das Bad geht sicher noch pfiffiger). Und nun wieder die Treppe. Ein großer Raum daneben. Mit angedeutetem Teppich und Yucca-Palme? Irgendwie übrig geblieben. Sonst die m² maßvoll, ja reduziert verteilt. Das spart! Dann aber in Summe Treppe/ Diele als größter Raum im OG. Schadet nicht! Keine Frage. Aber bringt jetzt auch nicht Mehrwert.

    Ich halte diese Sichtweise nicht für nachvollziehbar.


    Zwar ist in der Nachbarschaft der Kita tatsächlich Wohnen angesiedelt, es entsprächen Wohnungen/ Wohnhäuser hier also durchaus dem Charakter der Umgebung, jedoch findet §34 immer dann Anwendung, wenn es keinen B-Plan gibt. Dann darf/ muss man die Umgebung als Bewertungsmaßstab mit einbeziehen.


    Hier aber gibt es einen B-Plan und der weist diese Parzelle als Fläche für den Gemeinbedarf aus und eben nicht als Wohnbebauung. Der Hinweis auf §34 verfängt daher m.E. so gar nicht.


    Und: Folgt man dieser Betrachtungsweise der Stadt, so wäre die nahe gelegene "öffentliche Grünfläche" wohl auch voll überbaubar. Mit dem Hinweis auf §34...


    Die Parzelle ist, abweichend von dem Allg. Wohngebiet (WA) auch durch eine Linie mit Punkten getrennt. Das ist eine Begrenzungslinie für Gebiete unterschiedlicher Festsetzungen. Diese Unterscheidung ist also wirklich bewusst getroffen und so gewollt. Hiervon abweichend den Bezug zu Nachbarparzellen herzustellen erscheint mir widersinnig.


    Es mag dennoch sinnvoll sein aufzustocken um Wohnraum zu schaffen. Vom B-Plan oder §34 (der wg. des rechtskräftigen B-Planes mE aber keinerlei Anwendung finden darf) sehe ich dies aber nicht gedeckt. Im Gegenteil.

    Ja...das sieht schon schön aus...muss man halt mögen. Insgesamt sind mir unbehandelte Filigrandecken immer zu fehleranfällig. Da gibt es mal Risse weil beim Verlegen irgend jemand irgendwo gegen gedöngelt ist, die Fugen verlaufen auch nicht immer 100-%-ig parallel (also die platten zueinander meine ich), da gibt es mal Fehlbohrungen vom Eli usw. usf. Wenn roh belassen, dann wäre ich wohl eher für eine Ortbetondecke.

    Das seh ich nicht so.

    Ist o.k., Katja, aber 390k EK ist schon mal ein Wort.


    Die 1 Mio von TausT sehe ich auch nicht als "Zielhorizont", denn eine solche Verschuldung mag nicht jeder mögen. Aber ein Gesamtbudget von EUR 700 - 800 ist da sicher locker-flockig drin.


    Ich erlaube mir mal mich selber zu zitieren, wenngleich das Grundstück am Ende nicht goutierte.

    Nehmen wir also mal das Hanggrundstück mit lässigen 1.400 m². Erschließung (Abwasseranstich, Zuwasser usw....) Keine Ahnung was das da kosten könnte...aber sagen wir doch der Einfachheit halber mal 35.000 (was ich für fast schon unseriös viel hielt, aber das addiert sich so schön zu) EUR 150.000


    Bleiben also noch 500k für Haus und Hof.


    Bei den irgendwann mal angepeilten 140 - 150 m²...á 3.000 (inkl. Planung) ...145 x 3000 = 435.000 + Garten + Küche. Könnte klappe(r)n.

    Hier war das Gesamtvolumen ca. EUR 600 - 620k (je nachdem was Grundstück einem noch an Maßnahmen finanziell abverlangt hätte).


    Und das mit 390k EK? Locker! Aber so was von.


    Aber auch 100k mehr dürften kein Thema sein.

    Eine solche Begründung setzt viel Analysearbeit und Arbeitsinvestition in Textformulierung voraus...

    Ich würde aber schon im Vorfeld sagen, dass ein Befreiung bzw. deren argumentative Unterfütterung äußerst schwierig sein dürfte. Eher unmöglich.


    Welche Argumente könnte man ersinnen?


    Zu klein? Ist kein Argument. Wenn 200+ m² Wohnfläche nicht genügen sollten, hätte man das Grundstück eben nicht kaufen dürfen.

    170m² EG-Fläche, weil man eher Bungalowstil möchte, kein OG? Auch das hätte dann ja bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden können (müssen).


    Grundsätzlich muss man also den Nachweis führen, dass die "Grundzüge der Planung" nicht berührt werden. Ein solcher Grundzug der Planung ist aber die Festsetzung der max. BGF. Man will hier -aus welchen Gründen auch immer- keine größeren Bebauungen.


    Auch das Argument der Grundstücksgröße verfängt nicht. Wenngleich hier große Einzelgrundstücke von 700 - 800 m² angedacht sind, kann es eben zu noch größeren Parzellen kommen (hier 1.400 m²). Daraus kann sich, bei Grundstücksteilung die Möglichkeit eines weiteren Baurechts ergeben, nicht jedoch einer großzügigeren/ größeren Planung auf einem einzelnen Grundstück.


    Mein Fazit: es dürfte extrem schwierig werden hier stichhaltige Argumente zu finden. Natürlich könnte eine Umfeldanalyse gemacht werden und -wenn man Glück hat- findet sich einer, dem das bewilligt worden ist, wodurch man hierauf abzielen könnte.


    Ich könnte mir auch vorstellen, dass die Behörde einer geringfügigen Überschreitung (zB erlaubt 150 m², geplant 155 m²) unter Hinweis, dass es sich um ein sehr großes Grundstück handelt, die Zustimmung nicht versagen würde. Aber 13% ist schon recht viel. Zumal wir hier ja noch nicht wissen, ob der TE 170 Geschoßfläche wünscht oder 170 m² Wohnfläche im EG.

    Ich lese da 2 Vollgeschoße und 150 m² BGF/ Geschoß (Bruttogeschoßfläche). Bei einer Traufhöhe von 3,50m und einem DG mit einer DN von 41 - 48° lassen sich dort -ganz grob- 150 x 0,8 x 1,75 = 210m² Wohnfläche erzeugen.

    Allerdings würden wir gerne etwas größer bauen nämlich 170qm Geschossfläche.

    Ist das die Zahl für Eure gewünschte Wohnfläche? (Geschoßfläche ist nämlich formal etwas anderes...naja...egal)


    Hier sind wohl typisch fränkische Häuser, eingeschoßig + Dach, mit einer entsprechenden Dachneigung gewünscht, wobei aber auch Flachdächer zulässig sind, was mich etwas wundert.


    Grundsätzlich sehe ich daher dem Verlangen nach einer ausreichend großen Wohnfläche kaum Grenzen gesetzt.


    Mag sein, dass die Intention dieses B-Planes sich nicht so ganz in das sich ändernde Verständnis von Flächenverbrauch einfügt, also dem Wunsch eher dichter zu bauen, nicht so viel Fläche / Einwohner zu "verbrauchen".


    Das auszuhebeln wird eher schwierig, wenngleich eine etwas größere Bebauung, gerade bei derart großen Grundstücken, wohl kaum den Charakter der Siedlung beeinflussen würde. Der B-Plan ist noch sehr jung, quasi neu. Da werden Befreiungen vom B-Plan sehr ungern bewilligt, weil man -zu Recht!- Präzedenzfälle fürchtet. Ist der Damm erst einmal gebrochen....bei alten B-Plänen ist es häufig leichter eine Befreiung zu bekommen.


    Und: eine Befreiung bedarf einer Begründung, die es der Behörde ermöglicht eine Befreiung zu erteilen. Das wird hier m.E. äußerst schwierig bis unmöglich. Das Argument: zu klein, wir benötigen mehr Platz wird nicht verfangen, da ihr ja groß genug bauen könnt und zudem das Grundstück aus freien Stücken erworben habt (ist es zu klein, hätte man es ja nicht kaufen müssen).

    Präsenz - Wechsel - HomeSchooling...ein Irrsinn.


    Präsenz ist zweifelsfrei das allerbeste. Wenn es nicht geht von mir aus viiiel Video. Mein Sohn ist da mittlerweile recht eingespielt. Läuft (Aufstehen 07.30 Uhr, um 8.00 mit Café vor dem Bildschirm....in U-Hose....cooooool)


    Aber. Letztens: Nach Wochen von Homeschooling, ging es zurück in den Wechselunterricht (1 Tag Schule, 1 Tag Arbeitsblätter ohne Feedback, weil der Lehrer dann ja gerade die andere Klassenhälfte unterrichtet). War eine Woche, dann ging es wieder ins Homeschooling. Ehrlich: Die Lehrer tun mir da auch echt leid.


    Ich teile Annettes Frust. Aber anscheinend ist die Schule mittlerweile eine zentrale Virenschleuder. Dann lieber HS.

    Habe mir mal erlaubt die Flächen, an denen die Fliesen offenkundig Kontakt mit dem Kleber hatte, zu markieren....



    Da kann man es den Fliesen nicht wirklich übel nehmen, dass sie da einfach runterplumpsen.

    Naja...sieht ja irgendwie stylisch aus.


    Ob es an euren Wedi-Platten lag? Mag ich nicht recht glauben, denn an denen haftet der etwas lustig aufgebrachte Kleber augenscheinlich sehr gut.


    Frage: welchem Beruf geht denn der Fliesenleger im echten Leben nach?


    Das Werk ist jedenfalls recht offenkundig mangelhaft. Einmal neu, bitte.

    So etwas sollte eigentlich jede Baufirma können! Ist ja kein Hexenwerk.


    Ein paar Punkte gilt es natürlich zu beachten. Genannt sei hier die Statik (nicht nur, dass das Teil nicht einstürzt, sondern, dass es auch möglichst wenig Risse bekommt; Thema Zugstützen? Viellicht auch komplett in Beton --> Halbfertigteile mit Verfüllbeton). Gute Planung (auch kein Hexenwerk), so dass ein Standardgaragentor der Firma XY da auch reinpasst.


    Garage gedämmt? Wozu? Wenn's draußen kalt wird und die Garage ist unbeheizt, dann wird es da drinnen auch kalt. Das macht dem Auto idR nichts.

    2) es waren beides Bauvoranfragen.

    Nochmals: Waren es Formlose Bauvoranfragen oder "Antrag auf Vorbescheid" (mit allem klimbim wie z.B. Lageplan, Bauzeichnungen/ Skizzen und Formblättern). Wenn genehmigter Antrag auf Vorbescheid, so entwickelt dieser eine Rechtskraft. Ist es genehmigt, so besteht dann auch ein Anspruch auf eine (spätere) Baugenehmigung, was die angefragten Punkte anbelangt.


    Bei einer formlosen Bauvoranfrage sieht das anders aus.


    Warum gibt es zudem 2 Bauvoranfragen?

    Zum Thema Planung: wir haben mit dem Planer der Montagefirma die Höhen festgelegt und haben auf sein Anraten die ursprüngliche Höhe beibehalten.

    So wurde es festgelegt und so wurde es dann wohl auch geliefert und verbaut. Insofern kann ich keinen Mangel erkennen (Mangel = Abweichung vom Soll). Dass Sie nun im Nachgang festgestellt/ erkannt haben, dass man es auch anders hätte machen können ist ärgerlich aber sicherlich kein Mangel. Was anderes wäre es gewesen, wenn die Tür 2,00m hoch sein sollte, aber nur 1,90 m hoch geliefert worden wäre.

    Wir haben Kunststoff/Alu Fenster in innen grau und außen Alu anthrazit bestellt - es wurde jedoch NIE erwähnt das der Grundkörper weiß ist - auch nicht auf der AB ersichtlich. (Hinweis: im Showroom war das Fenster weiß und der Farbunterschied nicht ersichtlich bzw. erkennbar) Ich bin nun total schockiert, das wir im Falz weißes Kunststoff haben - ist das ein Beratungsfehler? Mangel?

    Normalerweise wäre der Hinweis, dass dies nur die Innen- u. Außenseite betrifft schon richtig gewesen. Habt Ihr einen Prospekt/ technisches Datenblatt erhalten. Da müsste man das ansonsten auch ersehen können. Problem: selbst wenn Mangel (darüber kann man trefflich streiten, da man auch argumentieren kann, dass Ihr das einfach nur nicht richtig hinterfragt habt oder dass man das ja alles gesagt hätte....), so bliebe nur ein optischer Mangel. Dieser wird, anders als bei einem technischen/ funktionalen Mangel, anders bewertet. Ein zu öffnendes Fenster, welches sich nicht öffnen lässt: Mangel; ggf. austauschen.

    Wir haben sehr viele feststehende Elemente - hier kann man nur mit Glasleiste montieren - wurde uns aber vorher nie gesagt und wir haben uns für das teurere Fenster Modell entschieden um keine Glasleiste zusehen - ist das ein Beratungsfehler bzw. Mangel?

    Wie sonst sollte man die Glasscheibe befestigen? Irgendeinen Art der Halterung muss da ja sein. Oder hatte man Euch versprochen, dass es eine solche Glashalteleiste nicht geben würde (was mich wundern würde)?



    ....oder anzunehmen das man die Türen für den Garten auch "eben" nutzen möchte.

    Ohne besondere Maßnahmen (zB eine Entwässerungsrinne vor der Tür) sind hier gewisse Mindesthöhen einzuhalten.

    - Im Kellergeschoss wollten wir ebenfalls die Terrassentüren (Souterrain) vergrößern. Ich hatte dann den Einwand, dass es wahrscheinlich baulich sehr schwierig werden würde, da wir dann überall neue Stürze setzen müssten. Wir hatten auch eine neue Eingangstüre geplant - diese wurde in unserer Wunschhöhe geliefert und eingebaut - ohne Sturz. Der Rest niedrig H 195cm. Der ausführende Monteur meinte beim Einbau wir haben eine Betondecke und da braucht man keinen Sturz??? Wir ärgern uns so sehr, dass wir die Fenster in der ursprünglichen Höhe bestellt haben und nicht nach oben erweitert haben. Ist das ein Mangel?

    Wer hat die Türhöhen geplant/ festgelegt/ definiert. Ich lese da, dass IHR die festgelegt habt und der Monteur Euch dann aufgeklärt hat, dass es diesen Sturz ja gar nicht bräuchte. Das hat die ausführende Firma aber wohl erst erkannt als sie vor Ort zum Montieren war. Die Planung habt Ihr also, so scheint es, selber gemacht. Dann liegt hier evtl. ein Planungsmangel vor, den Ihr zu verantworten habt.

    Hallo Julia,


    gibt es einen Lageplan dazu, der das Beschriebene graphisch nachvollziehbar macht?


    Grundsätzlich: Das Einfügungsgebot umfasst nicht Baugestaltungen der anderen Häuser, die man übernehmen muss. Das Einfügungsgebot besagt, dass man sich an der Umgebung zu orientieren hat, was das Maß der baulichen Nutzung anbelangt!


    Wenn also -beispielsweise- in der Umgebung 30%, 32%, 28%, 35% usw. des Grundstücks überbaut haben, solltest Du jetzt nicht mit 40% daherkommen.


    Was die Orientierung/ Situierung auf dem Grundstück anbelangt, so habe ich es (hier bei uns) auch schon öfter erlebt, dass man gerne eine sog. "fiktive Baulinie" definiert. Das ganze eben um eine nicht zu uneinheitliches Straßenbild sicherzustellen. Dass man sich dabei aber an einzelnen Häusern orientieren müsse, wäre mir neu. Von daher...Lageplan?

    Demnach könnte man ja das Forum schließen 😉

    Warum sollten wir das tun?


    Um beim Arztvergleich zu bleiben, den ich gestern bemühte.


    IN einem Gesundheitsforum kannst Du beim Zwicken in der Leistengegend natürlich auch online alle möglichen Leute befragen. Man wird vermuten können. Blinddarm? Leistenbruch? Darmverschlingungen? Nervenleiden/ Phantomschmerzen? (weiß nicht was es alles geben könnte....muss ich auch nicht).


    Viele werden dann Vieles vermuten können.


    Am Ende aber solltest Du zum Fachmann (Arzt) gehen.


    Werden die Schmerzen größer, kommt man meistens schon selber auf den Trichter.


    Beim bauen kommen die Schmerzen häufig erst später. In Form von viel zu viel ausgegebenem Geld. In Form von vergeigten Grundrisslösungen. In Form von verpfuschter Planung.


    Ein Fachmann kostet hier natürlich und muss, anders als beim Arztbeispiel, selber gezahlt werden. Das fördert den Wunsch des Sparens.


    Aber das ist schnell widerlegt.


    Nehmen wir Deinen Grundriss. Ich sehe hier ein sehr schnelles Einsparpotential (ohne Qualitätsminderung, nein sogar Qualitätsverbesserung) von 20 - 30 m² Wohnfläche, die derzeit sinnfrei generiert werden in Form von Verkehrsflächen, Galerien und falsch proportionierten Räumen, zu langen Wegen usw.


    Ein wenigstens mittelmäßig begabter Planer könnte dies locker flockig einsparen. 25m² x EUR 2.500 = 62.500 EUR (reine Baukosten). Das Honorar für den Entwurf bis einschl. Bauantrag (wofür da ja ohnehin einen Planer brauchst, Du kommst also ohnehin nicht um Kosten herum), dürfte irgendwo bei 15.000 - 20.000 liegen (gaaanz grob). In der Gesamtbilanz hättest Du jetzt also schon einen besseren, qualitativeren Grundriss und gleichzeitig ca. 40k Euro eigespart.


    Ich sehe aber hier den Wunsch die ganzen 62.500 EUR durch Online-Planung einzusparen. das wird nicht gelingen, denn entwerfen ist mehr als nur Wände schieben. Man muss das großes ganze durchdringen. Wünsche des Bauherren erkennen, umsetzen, evtl. auch in Frage stellen (2 Büros?); seine Wohnvorstellungen verstehen und anhand dieser Erkenntnisse planen (offen/ geschlossen/ hell/ zurückgezogen/ privat/ öffentlich/...). Und letztendlich muss man sich intensiv mit dem Grundstück auseinandersetzen (Hanglage, Flachland, Ausblicke, Erschließung, Baumbestand, angrenzende Grundstücke, Nachbarschaft,...)


    Das kann ein Forum nicht leisten.

    Welche Funktion hat eigentlich der angeblich involvierte Architekt? Ein "besserer Bauzeichner"?


    Gerade bei solchen Punkte, wenn es um die kluge/ effiziente/ sinnvolle/ funktionale/ funktionstüchtige/... Entwicklung eines Entwurfs geht, verzichtet man auf die, die das können (sollten) und macht es (selber nicht könnend) selber? Muss man nicht verstehen, oder?




    Oh....mich zwickt's in der Leiste. Könnte Blinddarm sein....hole schon mal ein scharfes Messer, ein Beißholz und etwas Nadel und Faden...wäre doch gelacht....

    Wie gesagt erster Entwurf und genau treppe eben noch zur Diskussion.

    Oh.....ich sehe da aber noch sehr viel mehr diskussionswürdige Punkte!


    Soll ich? Ich mach' mal....


    Grundsätzliches: Geld spielt offenkundig keine allzu große Rolle. Das freut mich (ehrlich!). Da plant es sich natürlich erst einmal recht viel freier, als wenn da ein finanzielles Korsett die Phantasie einengen würde. Wenngleich: allzu üppig scheint es mit der Phantasie dann doch nicht bestellt zu sein.


    Erdgeschoß:

    Großer...ich meine GROßER...Eingangsbereich. Finde ich erst einmal nicht schlecht, wenn man sich frei bewegen kann. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Letztendlich sollte man ein gutes Mittelmaß (nicht mittelmäßig!) zwischen Kosten-Nutzen finden. Nicht zu beengt, aber auch nicht den Charme eine Bahnhofshalle. Hier ist einfach viel....Luft. Die Galerie macht es m.E. nicht besser. Im Gegenteil. Eine Galerie kann schon schön sein. Wenn es die Kommunikation zwischen unten und oben fördert. Hier seien offene Wohnräume oder Galerien über Essplätzen genannt.


    Gästebereich. Kann man machen und wenn man tatsächlich des Öfteren Gäste beherbergt ist das evtl. eine überlegenswerte Option. Kommen aber nur 3 o. 4 mal im Jahr Gäste, ist es ein geplanter Leerstand. Und: Gästeklo immer in diesem Bereich. Ein Tagesgast (Abendessen?) muss erst einmal ein paar Stufen nach oben, durchmisst dann in großen Schritten die Halle, schlüpft dann in einen engen Flur und kommt dann ins Gäste-WC....naja....


    Wohnen/ Essen: O.K.


    Küche: Nicht O.K.! Ich verstehe diese Küche nicht. Klingt komisch? Nun, es ist eine offene Küche. Das ist erst einmal eine grundsätzliche Entscheidung. Will man das oder eben nicht. Aber wenn offen, dann sollte da auch ein räumlicher Bezug sein. Zum Beispiel Essen direkt daneben. Gemeinsames Kochen und Essen. Hier aber ist die Küche sehr weit ab vom Schuss, man verzichtet also auf den Vorteil einer zentralen Küche, schiebt sie an den Rand und lässt sie dennoch offen? Die Küche an sich ist riesig (ü. 20 m²), dennoch wenig Arbeitsflächen. Richtung Essplatz ist...ja was ist da...nichts?


    Obergeschoß:

    Ein riesiges Loche klafft dort in der Decke. Erinnert mich spontan an einen Laubengang. Schmal und eng und lang, daneben der jähe Abgrund. Kommunikation? Blickkontakt? Ja, aber nicht zum Wohnbereich, sondern ins Foyer. Man bekommt oben unter Garantie jeden Besuch, jedes Müll raustragen, jedes zu spät heimkommendes Familienmitglied usw. mit. Man kommuniziert mit Gästen, die aufs Gästeklo rennen. Oder wenn Jemand in den Hauswirtschaftsraum geht. Wenn Galerie, dann deutlich (!) kleiner oder (besser!) in den Wohnbereich orientiert.


    KiZi sind absolut ausreichend groß, wenngleich mich die komische Zick-zack-Wandführung stören würde. Immerhin bekommen die Kinder soviel Platz, wie es im Bad gibt. Da scheinen mir die Prios etwas falsch gesetzt. Habe gerade ein Bad umplanen dürfen. Für eine Familie mit einem Kind. Badgröße: knapp unter 15m² Grundfläche (abzüglich Dachschrägen....habe jetzt die Wohnfläche nicht parat). Alles drin: Badewanne, große (!) Dusche (1,00 x 2,00 m), Waschtisch, WC und (Trommelwirbel...) Sauna. Also eine größere Sauna als hier dargestellt und eine größere Dusche. Dennoch ein deutlich kleineres Bad. Größe bedeutet nicht automatisch großzügig.


    Dachterrasse: Braucht man das? Bei einem EFH? Aus meiner Erfahrung heraus bleiben solche Flächen idR ungenutzt (Sieht beim Geschoßwohnungsbau natürlich anders aus).


    Ich würde alles deutlich kleiner machen (nicht die Wohnräume, aber die unnützen Flächen). Das verkürzt die Wege, schont das Portemonnaie und ist letztendlich auch pflegeleichter. Der Optimierungsbedarf ist hier m.E. riesig!