Wie sinnvoll ist ein Verbot von Heizungstechnik aus politischen Gründen?

  • In der aktuellen politischen Diskussion steht ja nun ein schnelles, generelles Verbot von Gas- und Ölheizungen im Fokus.

    ist es aus technischer und ökonomischer Sicht überhaupt sinnvoll so etwas zu tun?

    Wird das nicht zu unlösbaren Problemen in der Umsetzung führen?

    Was sind denn die Alternativen, gerade im Altbau, wie heize ich denn mit niedrigen Temperaturen ein altes System von Rohren und Heizkörpern?

    Wie steht ihr denn so zu Verbotspolitik?

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Verbot so wie derzeit kolportiert kommen wird. Weder gibt es nach Abschaltung von Kernkraft und Kohle ausreichend Strom noch Holz, in welcher Form auch immer, als Ersatz. Letzteres als Ersatz für Erdgas wäre sowohl von der Luftreinhaltung und vom CO2-Ausstoß eine Katastrophe.


    Es wird wohl auf irgendwelche halbherzigen "Hybridlösungen" hinauslaufen. Genügend Wärmepumpen gibt es auch kurzfristig nicht.


    Technisch machbar ist vieles. Sinnvoll nicht unbedingt.

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ich habe gehört, das Gasheizungen mitunter einen kleineren CO2 ausstoß haben als mit unserem Strommix betriebene Wärmepumpen...

  • 1) ist die Frage, ob das so absolut kommt. Bislang gabs auch jetzt im GEG immer noch Schlupflöcher (Unterstützung durch Solarthermie z.B. ) Muss man bloß genau lesen.


    2) Von sich aus werden sich die Menschen nicht unbedingt was ändern und Bauernschlaule gibts genug da draussen. Die Welt ändert sich und wenn wir zu langsam sind, wirds unangenehm.


    3) Krisen führen durchaus zu Innovationen. Ich bin dafür, nicht alles auf Strom zu setzen, sondern der Mix machts.


    4) Was bislang leider immer noch zu sehr vernachlässigt wurde, ist das energetische Modernisieren der Gebäudehülle. Leider haben Förderpolitik und Raffzähne vieles unbezahlbar gemacht. (Ich denke dabei an die satten Preissteigerungen bei PÜelletskesseln) Am besten ist es eigentlich jedoch immer noch, nicht so viel Energie zu verbrauchen (das auch strukturell -> die EFH Siedlungen sind energetisch eine Katastrophe, aber nunmal da)


    5) Das Tempo wird dennoch ein langsames sein. Wenn man jetzt ein neues Gasbrennwertgerät hat, wirst Du die nächsten Jahre erst mal keines brauchen


    Ich find unseren Wirtschaftsminister nicht schlecht. Von der FDP hätte ich mir echt mehr erwartet. Innovativer und hey- Bürokratieabbau wäre echt mal was! Aber die wirken wie festzementierte Greise in ihrem Denken.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich habe gehört, das Gasheizungen mitunter einen kleineren CO2 ausstoß haben als mit unserem Strommix betriebene Wärmepumpen...

    Hinrechnen kann man vieles. Klarer Fall von: Kommt drauf an. Wenn man sich aber anschaut, was alles aufgewendet werden muss, bis das Gas mal hier ist, dann ist das nicht sonderlich plausibel. Wo haste das denn her?

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  • Hinrechnen kann man vieles. Klarer Fall von: Kommt drauf an. Wenn man sich aber anschaut, was alles aufgewendet werden muss, bis das Gas mal hier ist, dann ist das nicht sonderlich plausibel. Wo haste das denn her?

    Genau. Und wo ist gerade das Problem von Verboten? Der Klimabericht der Bundesregierung unter Federführung unserem Wirtschaftsminister Habeck ist schlecht gelogen. Der Artikel ist hinter einer Bezahlschranke.

    Robert Habeck: Klimaprognose des Ministers – geradezu skandalös falsch - WELT
    Mit einer alarmistischen Studie über die Gefahren der Erderwärmung schwört Wirtschaftsminister Robert Habeck die Deutschen auf noch mehr Klimaschutz ein. Das…
    www.welt.de

  • In der aktuellen politischen Diskussion steht ja nun ein schnelles, generelles Verbot von Gas- und Ölheizungen im Fokus.

    Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Regierungen kommen und gehen, und wie allgemein bekannt sein dürfte, sind Politiker sehr vergesslich.


    Meine Befürchtung ist, dass es darauf hinausläuft, dass die alten Kisten im Bestand zwangsläufig so lange am Leben erhalten werden bis sie auseinanderfallen. Zur Not wird ein bisschen Tuning betrieben, evtl. auch noch ein bisschen nachgerüstet (Abgas-WT oder was auch immer), und dann macht die Kiste noch "gesetzeskonform" 5 oder 10 oder was weiß ich wieviel Jahre. Ob das wirklich besser ist daran habe ich so meine Zweifel.


    Einen Hype um E-Heizungen gab es schon einmal, Nachtspeicher, Wärmepumpen, alles schon einmal da gewesen.


    Ich bleibe dabei, oberste Priorität sollte ein geringer (Heiz)Energie"verbrauch" haben, und dann kann man über Technik reden. Wahllos überall Wärmepumpen einbauen bringt zumindest den Herstellern Umsatz, aber den Menschen steigende Kosten, denn irgendjemand muss das ja auch bezahlen. Fördermittel fallen nicht vom Himmel, sondern sie werden über Umverteilung und Neuverschuldung finanziert. Tja, und weil Neuverschuldung nicht besonders sexy klingt, nennt man das halt "Sondervermögen". Die EZB macht ja auch ständig neue Töpfe auf und druckt Geld dass die Druckerpressen glühen.

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  • ist die Frage, ob das so absolut kommt

    glaube ich nicht dran

    Wenn man jetzt ein neues Gasbrennwertgerät hat, wirst Du die nächsten Jahre erst mal keines brauchen

    genau .


    im bestand ist die wärmepumpenlösung sowieso nur bedingt umsetzbar , im neubau mit sicherheit die beste lösung.


    und als denkanstoss finde ich solche ideen durchaus in ordnung . das vorhaben ,wie es erstmal kommuniziert wird, dürfte aber an strommangel scheitern , zumindest im süden der republik , weil der bayerische weg in richtung windkraft und trassenausbau ist ja jetzt ein ziemlicher irrweg. :wall: BW ist auch nicht viel besser aufgestellt.

    die niedersachsen und eigentlich alle nördlich des weisswurschtäquators dürften sogar noch genug für ihre teslas überhalten :yeah:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ich bleibe dabei, oberste Priorität sollte ein geringer (Heiz)Energie"verbrauch" haben, und dann kann man über Technik reden. Wahllos überall Wärmepumpen einbauen bringt zumindest den Herstellern Umsatz, aber den Menschen steigende Kosten, denn irgendjemand muss das ja auch bezahlen. Fördermittel fallen nicht vom Himmel, sondern sie werden über Umverteilung und Neuverschuldung finanziert. Tja, und weil Neuverschuldung nicht besonders sexy klingt, nennt man das halt "Sondervermögen". Die EZB macht ja auch ständig neue Töpfe auf und druckt Geld dass die Druckerpressen glühen.

    Warum? Sonnenenergie ist vorhanden. Warum keine Photovoltaik Anlage und Solarthermie verwenden, um alte Häuser auf 20 Grad Raumtemperatur zu bekommen? Was hat das mit Umwelt zu tun?

    Für mich ist momentan der Begriff Umwelt = Verschwändung

    Das gilt doch im Bereich elektrisch Heizen doch nicht mehr.

  • Ich habe gehört, das Gasheizungen mitunter einen kleineren CO2 ausstoß haben als mit unserem Strommix betriebene Wärmepumpen...

    Ich habe dagegen gehört, dass bei Stromerzeugung rein mit Gas selbst die schlechtesten Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einer COP von 3 50% weniger Erdgas verbrauchen, als wenn direkt mit Erdgas geheizt werden würde. Läge wohl daran, dass die modernsten Erdgaskraftwerke aus einer Kilowattstunde Erdgas mehr Strom erzeugen als ein moderner Brennwertkessel Wärme.

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Warum keine Photovoltaik Anlage und Solarthermie verwenden,um alte Häuser auf 20 Grad Raumtemperatur zu bekommen?

    du beliebst zu scherzen .

    heizen muss im winter stattfinden. liegt am wetter. und da ist die solarausbeute an manchen tagen etwa null und an anderen tagen recht gering .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • du beliebst zu scherzen .

    heizen muss im winter stattfinden. liegt am wetter. und da ist die solarausbeute an manchen tagen etwa null und an anderen tagen recht gering .

    Nee, ich scherze da nicht. Der Mix macht es aus. Sonne Wind und Speicher. Und im Sommer wird gekühlt. In anderen Beiträgen im Forum wurde doch schon darüber geredet.

  • Hinrechnen kann man vieles. Klarer Fall von: Kommt drauf an. Wenn man sich aber anschaut, was alles aufgewendet werden muss, bis das Gas mal hier ist, dann ist das nicht sonderlich plausibel. Wo haste das denn her?

    Aktuell haben Wärmepumpen im Bestandsbau durchschnittlich um ca. 25 % geringeren CO2-Ausstoss als Öl- bzw. Gasheizungen.

    Meiner Meinung nach würde es mehr Sinn machen, in einem ersten Schritt die Gebäude energetisch zu ertüchtigen und wieder mit einer Öl- / Gasheizung zu bestücken (energetische Sanierung + Wärmepumpe dürfte die meisten Menschen finanziell überfordern), als eine Wärmepumpe in ein unsaniertes Gebäude einzubauen. Der sich erhöhende Anteil an regenerativen Energien wird durch immer mehr unwirtschaftliche Wärmepumen wieder zunichte gemacht. Und so wird eine mit Strom betriebene Heizung auch auf lange Sicht nicht besonders umweltfreundlich sein.


    Gruß

  • Ich habe dagegen gehört, dass bei Stromerzeugung rein mit Gas selbst die schlechtesten Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einer COP von 3 50% weniger Erdgas verbrauchen, als wenn direkt mit Erdgas geheizt werden würde. Läge wohl daran, dass die modernsten Erdgaskraftwerke aus einer Kilowattstunde Erdgas mehr Strom erzeugen als ein moderner Brennwertkessel Wärme.

    Wenn man den Differenzbetrag, was eine Wärmepumpe im Vergleich zu einer Gasheizung kostet in eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes investieren würde, wäre der Gasverbrauch auch deutlich geringer.

    Im nächsten Schritt (wenn die Gasheizung nach 15 Jahren ersetzt werden muss) wäre dann der Einbau einer Wärmepumpe deutlich sinnvoller.


    Gruß

  • Wenn man den Differenzbetrag, was eine Wärmepumpe im Vergleich zu einer Gasheizung kostet in eine energetische Ertüchtigung des Gebäudes investieren würde, wäre der Gasverbrauch auch deutlich geringer.

    Im nächsten Schritt (wenn die Gasheizung nach 15 Jahren ersetzt werden muss) wäre dann der Einbau einer Wärmepumpe deutlich sinnvoller.


    Gruß

    Weshalb ja auch, nach meinem Kenntnisstand niemand vor 2045 gezwungen werden soll, eine bereits bestehende Gasheizung auszutauschen. Und selbst wenn jetzt nich jemand eine Gasheizung einbaut, z.B. weil er sich eine Wärmepumpen aktuell nicht leisten kann, hat er im Prinzip bis zum Ende der Lebenszeit der neuen Heizung Zeit, sich um einen entsprechenden Ersatz zu kümmern und das Haus entsprechend vorzubereiten.

    Ich frage mich immer, was die Gegner des Gesetzentwurfes sich bzgl. Klimaschutz/-wandel vorstellen? Nochmal so weitermachen, wie die letzten 30 Jahre? Appelle, Energie zu sparen gibt es seit ich mich damit zumindest etwas beschäftige, also seit etwa 20 Jahren. Gefühlt ist seitdem nichts geschehen. Zwar wurden Autos und wahrscheinlich auch Heizungen immer effektiver, gleichzeitig werden Autos und auch Häuser/Wohnungen aber immer größer und verbrauchen trotz gestiegener Effizienz nicht weniger Energie bzw. erzeugen nicht weniger CO2. Freiwilligkeit hat also nicht wirklich geholfen. Dann kann doch wohl nur Zwang helfen...

    Der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen. Was stehen bleiben soll, muß recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit doch für geraume Zeit genügen. Man mag doch immer Fehler begehen, bauen darf man keine. (Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre)

  • Warum? Sonnenenergie ist vorhanden. Warum keine Photovoltaik Anlage und Solarthermie verwenden, um alte Häuser auf 20 Grad Raumtemperatur zu bekommen?


    Das ist so einfach gesagt, aber die Haushalte in Deutschland benötigen hunderte TWh an Heizenergie, und davon ein Großteil in den Monaten Dez. bis Februar. Dazu kommen Gebäude für Industrie, Gewerbe, Handel,

    Allein die Haushalte kommen mit Erdgas und Erdöl auf ca. 390TWh im Jahr, d.h. ca. 200TWh in den Monaten Dezember, Januar und Februar. Das sind 200.000.000.000.000Wh an thermischer Energie in diesen 3 Monaten. Was liefert die Sonne während dieser 3 Monate und welche Speichergrößen wären erforderlich um zumindest die "dunklen" Tage und Nächte zu überbrücken? Von den Investitionskosten mal ganz zu schweigen.


    Lösbar ist fast jedes Problem, die Technik steht uns eher selten im Weg. Schau Dir aber mal die Diskussionen zu Windkraft, Stromtrassen, oder riesigen Freiflächenanlagen an, und bezahlen muss man das auch noch.

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  • Das ist so einfach gesagt, aber die Haushalte in Deutschland benötigen hunderte TWh an Heizenergie, und davon ein Großteil in den Monaten Dez. bis Februar. Dazu kommen Gebäude für Industrie, Gewerbe, Handel,

    Allein die Haushalte kommen mit Erdgas und Erdöl auf ca. 390TWh im Jahr, d.h. ca. 200TWh in den Monaten Dezember, Januar und Februar. Das sind 200.000.000.000.000Wh an thermischer Energie in diesen 3 Monaten. Was liefert die Sonne während dieser 3 Monate und welche Speichergrößen wären erforderlich um zumindest die "dunklen" Tage und Nächte zu überbrücken? Von den Investitionskosten mal ganz zu schweigen.


    Lösbar ist fast jedes Problem, die Technik steht uns eher selten im Weg. Schau Dir aber mal die Diskussionen zu Windkraft, Stromtrassen, oder riesignen Freiflächenanlagen an, und bezahlen muss man das auch noch.

    Das ist richtig, ich hatte auf den Beitrag von wasweissich geanwortet. Da ging es ihm um Insellösungen. Wir mir auch.

  • Da ging es ihm um Insellösungen.

    wusste ich nicht , dass es mir darum ging , aber wenn du meinst :lach:


    mir ging es darum , dass dein vorschlag sich fantastisch liest , aber jenseits jeglicher vernünftiger machbarkeit liegt

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

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  • Ich habe gehört, das Gasheizungen mitunter einen kleineren CO2 ausstoß haben als mit unserem Strommix betriebene Wärmepumpen...

    Hören tut man viel, auch viel Unsinn.


    Wer es wissen will, guckt z.B. hier.


    Im Januar hatten die Erneuerbaren übrigens einen Anteil von über 50% an der Stromerzeugung.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Weshalb ja auch, nach meinem Kenntnisstand niemand vor 2045 gezwungen werden soll, eine bereits bestehende Gasheizung auszutauschen. Und selbst wenn jetzt nich jemand eine Gasheizung einbaut, z.B. weil er sich eine Wärmepumpen aktuell nicht leisten kann, hat er im Prinzip bis zum Ende der Lebenszeit der neuen Heizung Zeit, sich um einen entsprechenden Ersatz zu kümmern und das Haus entsprechend vorzubereiten.

    Ich frage mich immer, was die Gegner des Gesetzentwurfes sich bzgl. Klimaschutz/-wandel vorstellen? Nochmal so weitermachen, wie die letzten 30 Jahre? Appelle, Energie zu sparen gibt es seit ich mich damit zumindest etwas beschäftige, also seit etwa 20 Jahren. Gefühlt ist seitdem nichts geschehen. Zwar wurden Autos und wahrscheinlich auch Heizungen immer effektiver, gleichzeitig werden Autos und auch Häuser/Wohnungen aber immer größer und verbrauchen trotz gestiegener Effizienz nicht weniger Energie bzw. erzeugen nicht weniger CO2. Freiwilligkeit hat also nicht wirklich geholfen. Dann kann doch wohl nur Zwang helfen...

    Wenn mir nächstes Jahr (nach dem Gesetzesentwurf) meine Öl- / Gasheizung kaputtgeht und ersetzt werden muss habe ich ein Problem.

    Ich habe vor knapp 12 Jahren meinen Altbau saniert und wieder eine Ölheizung eingebaut und dadurch den Ölverbrauch um ca. 2/3 gesenkt. Die Sanierungskosten waren damals schon sehr hoch (aktuell müsste ich dafür

    bestimmt das doppelte bezahlen). Dann nochmal einen riesigen Batzen für eine Wärmepumpe würde wohl viele überfordern.

    Also werden sich viele künftig dafür entscheiden, das Gebäude nicht energetisch zu sanieren und trotzdem eine Wärmepumpe einbauen. Wenn das sehr viele machen, brauchen wird künftig unnötigerweise Unmengen an Strom.

    Das wird nicht immer so weiter machen können ist schon klar, nur der Weg des Herrn Habeck halte ich absolut für den falschen.


    Gruß

  • Der Strom ist doch emissionsfrei. Die erzeugte Wärme geht in keine Bilanz ein. Die Pohlkappen nehmen an Eis zu und wir können wieder im Mittelgebirge Skifahren.

  • Hören tut man viel, auch viel Unsinn.


    Wer es wissen will, guckt z.B. hier.


    Im Januar hatten die Erneuerbaren übrigens einen Anteil von über 50% an der Stromerzeugung.

    Nach meinem Kenntnisstand waren es 41 %. Und die sind noch relativ schöngerechnet.

    Gerade diese Woche kam ein Bericht über Biomasse und Pellets. In den Berechnungen wird immer davon ausgegangen, dass das alles bei uns nebenan wächst, in Wirklichkeit kommt ein ganz

    großer Teil vom Ausland.

    Und auch bei den Windrädern wird vieles einfach mal weggelassen, was die Ökobilanz verschlechtern würde (Fundamente, Kühlung der Elektrik mit SF6 usw.).


    Gruß

  • Im Januar hatten die Erneuerbaren übrigens einen Anteil von über 50% an der Stromerzeugung.

    Aber die PV nur 2,3%.


    Die Haushalte in DE benötigen ca. 2/3 ihres gesamten jährlichen Energiebedarfs für das Beheizen der Wohnungen/Gebäuden. je nach Alter des Gebäudes liegt der Anteil noch höher. in den Wintermonaten ist der "Haushaltsstrom" im Vergleich zur Raumwärme fast schon vernachlässigbar, da reden wir bei älteren Gebäuden vielleicht von 1/10 oder sogar nur 1/20.


    Nebenbei bemerkt, wenn wir alle Gebäude mit el. Strom beheizen würden, dann hätten wir nicht nur ein Problem mit der Verteilung innerhalb Deutschlands, sondern auch Ortsnetze würden da schnell an ihre Grenzen kommen.

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  • Biomasse und Pellets.

    ich habe letztens erschrocken mitbekommen , dass holzheizkraftweke unter erneuerbare energie fallen und dort im grossen (bau)brauchbares holz gefördert verfeuert wird :wall:

    Auch Cuxhaven auf dem Holzweg
    Die Stadt Cuxhaven liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee. Da es hier oft windig ist, ist die Stadt ein idealer Standort für den Ausbau von…
    www.robinwood.de


    (S+) Holzkraftwerk in Cuxhaven: Hier werden Windräder abgebaut – und stattdessen Bäume verfeuert
    Die Fichten kommen mit dem Schiff aus Skandinavien, nur um sie in Cuxhaven zu verbrennen. Klingt wie ein schlechter Witz, doch der Holzmeiler wird sogar…
    www.spiegel.de

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer