Fußbodenaufbau mit Dämmung, FBH über Gewölbedecke

  • Hallo,


    wie sanieren derzeit unser rund 120 Jahre altes EFH zum Effizienzhaus. Hierzu sind in zwei Räumen auch Dämmaufbauten von 12 cm PUR alukaschiert nötig. Unter diesen Räumen ist eine Gewölbedecke des Kellers, welche mit Sand aufgefüllt ist, in welchem lose Holzbalken liegen, auf die Holzdielen aufgenagelt sind als Bodenbelag.

    gedacht ist nun, die Dielen, die Balken sowie einige Zentimeter Sand (um die Aufbauhöhe zu reduzieren) zu entfernen, in diesen Sand (optimalerweise direkt?) alukaschiertes PUR aufzubringen und darauf dann ein Dünnschichtsystem für die Fußbodenheizung, beispielsweise inteca therm als 20 mm MDF-Fräsplatte, auf welche dann wiederum direkt der Fußbodenbelag (vermutlich Laminat) aufgebracht werden kann.


    Geht der Aufbau so? Muss auf der Sandschicht eventuell doch noch ein Estrich gegossen werden, um den Platten (1,2 x 0,6 m) genügend Untergrundfestigkeit zu geben? Oder müssen die Platten eventuell sogar noch mit Estrich übergossen werden, bevor die FBH-Platten darauf aufgebracht werden können? Unser Sanitärdienstleister ist da leider auch nicht ganz sicher und würde daher lieber eine Estrichschicht mehr als zu wenig einbringen wollen, wodurch aber unser Gesamtaufbau wieder höher werden würde.



    Beste Grüße und vielen Dank schon einmal!

  • Geht der Aufbau so? Muss auf der Sandschicht eventuell doch noch ein Estrich gegossen werden, um den Platten (1,2 x 0,6 m) genügend Untergrundfestigkeit zu geben? Oder müssen die Platten eventuell sogar noch mit Estrich übergossen werden, bevor die FBH-Platten darauf aufgebracht werden können? Unser Sanitärdienstleister ist da leider auch nicht ganz sicher und würde daher lieber eine Estrichschicht mehr als zu wenig einbringen wollen, wodurch aber unser Gesamtaufbau wieder höher werden würde.

    Off-Topic:

    Beim Bauen hast Du es typischerweise nicht mit Dienstleistern zu tun, sondern mit Auftragnehmern, die Werke errichten. Es handelt sich folglich um Werkverträge. Der wesentliche Unterschied ist, dass ein geliefertes Werk mangelfrei zu sein hat. Beim Dienstleister genügt das Bemühen um die Erbringung des Dienstes, habe ich 'mal in der Berufsschule gelernt.


    Ob der gewünschte Aufbau in konkreten Fall funktioniert, sollte Dir der Systemanbieter des vorgesehenen Trockenestrichsystems verbindlich sagen können. Die Systemplatten werden bei schwimmender Verlegung immer entweder direkt fest miteinander verbunden (Schrauben, Kleber) oder mit einer aufgegossenen Schicht. Wie es bei Dir funktionieren soll, hängt - wie geschrieben - vom System ab.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nur als Anmerkung am Rande:

    Lass dich im Eifer nicht dazu hinreißen, den Sand im Zwickelbereich des Gewölbes zu entfernen. Dessen Auflast wird gebraucht, um den Bogen von beiden Seiten zur Mitte hin "zusammen zu drücken". Ohne diese Auflast kann es passieren, dass das Gewölbe einstürzt.