Garagenboden: Beschichtung / Nivelierung / Ablauf

  • Hallo zusammen!



    Es geht um den Boden meiner Doppelgarage.


    Bodenplatte aus flügelgeglättetem Beton, DIY-Beschichtet mit Epoxy ( => geglätteten Boden schleifen?)



    Aktuell folgende Probleme bzw. Verbesserungswünsche:


    1) Bodenplatte ohne Gefälle geplant, tatsächlich Abweichungen von 1-2 cm => Tauwasser vom Auto sammelt sich an Stellen wo es stark stört und die manuelle Entfernung erschwert. (Laufwege, Abstellflächen)


    2) DIY-Beschichtung löst sich an Stellen mit hoher mech. Belastung ab.




    Ich würde mir eine dauerhafte, ordentliche Lösung wünschen und bin auch bereits ein paar € in die Hand zu nehmen.


    Wenn aber schon der Boden neu gemacht wird, will ich auf jeden Fall das Wasserproblem mit gelöst haben.



    In meiner Vorstellung müsste man mit einem geeignetem Material ein Gefälle herstellen, wobei hier aus der Erfahrung heraus 1-2cm schon ausreicht damit das Wasser geordnet abfließt (aktuelle Situation mit ungeplantem Gefälle). Man müsste nur sehr akurat arbeiten...


    Weiterhin sind Anschlusshöhen zu beachten - am Tor kann nichts verändert werden. Die Tür zum Haus hat sowieso eine volle Stufe, etwas weniger wäre hier kein Problem. Die Tür zum Garten muss eh neu, auch hier könnte man wohl etwas aufbauen.



    Und dann stellt sich die Frage - wohin mit dem Wasser. Es ist zwar nicht viel, aber zuviel zum verdunsten.


    Hätte man jetzt eine gepflasterte Fläche, würde das problemlos durch die Fugen versickern.



    Daher mein Gedanke, dass man mit 1-2 Bohrungen durch die Bodenplatte in die Kiespackung das Wasser unter der Garage versickert. Am Ende geht es um 1l am Tag oder sowas in die Richtung.


    Die Bohrung würde ich mit einem Kunststoffrohr auskleiden und entsprechend abdichten (lassen).



    Beim Gefälle dachte ich an zwei Linienentwässerungen jeweils mittig unter dem Stellplatz. V4A-U-Profil, in die bestehende Bodenplatte eingelassen (Nutfräse).



    2 konkrete Fragen dazu, aber offen für alle Anregungen und Gedanken.



    1) Mit welchem Material könnte man ein entsprechendes Gefälle herstellen? Der Materialverbrauch wäre doch erheblich, so dass man beim Arbeiten mit Epoxy wirklich hohe Kosten erzeugt.

    Es müsste beschichtbar sein, passende mechanische Belastbarkeit aufweisen und idealerweise auf 0 ausziehbar sein...


    2) Was ist von der Versickerung zu halten? Ich befürchte hier schon einen Aufschrei - wobei man mir schon erklären müsste warum eine Versickerung hier schädlich wäre, bei einer Pflasterung nicht.



     

  • ich glaube nicht, dass bei einer Garage dieser Größe ein Gefälle von 1-2cm ausreicht. Die Erfahrung zeigt vielmehr, dass auch 1% nicht genügt.


    Daher wäre in diesem Fall meines Erachtens der Invest in einen ordentlichen Wasserschieber mit Gummilippe vernünftiger...

  • ich glaube nicht, dass bei einer Garage dieser Größe ein Gefälle von 1-2cm ausreicht. Die Erfahrung zeigt vielmehr, dass auch 1% nicht genügt.

    Vielleicht genügt ein derartiges Gefälle nicht für einen vollständigen Ablauf. Aber Wasser fließt nicht bergauf, und wenn die Seiten der Garage 1cm höher sind als die Mitte wird das Wasser, das von den Autos tropft nicht nach hinten/ an die Seiten laufen.

    So wie das leider aktuell der Fall ist.


    Daher wäre in diesem Fall meines Erachtens der Invest in einen ordentlichen Wasserschieber mit Gummilippe vernünftiger...

    Ich hab einen ordentlichen Gummischieber. Es nervt trotzdem ! Ist ja nicht so, dass die Garage leer ist. Du fährst das Auto rein, Schneematch hängt überall. Du wartest eine Stunde, und das Wasser hat sich überall verteilt. Unter dem Auto - kommst nicht hin. Nach hinten, wo die ganzen Sachen stehen. Unter die Fußmatte etc. pp... Die Ecke wo es sich besonders sammelt hab ich eh freigeräumt, Ergebnis noch mehr Chaos...


     


    Aktuell bin ich sicher 3-4x täglich am Wasser rausschieben... I mog nimma !

  • und er müsste schnell in Deckung gehen wenn jemand in die Garage kommt, spätestens beim Motorengeräusch. ;)

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    .

  • Einen cm auf die Länge von den 7 Meter wirst Du nicht hinbekommen. So genau arbeitet keiner. Der Boden ist doch auch gleich Bodenplatte, oder? Oder hast Du nen Verbundestrich? Wenn ja, dann raus damit und neu machen, mit Gefälle. Die Frage ist aber, ob das mit den Schwellen der Türen passt. Du brauchst schon einen bis zwei Prozent Gefälle. Das bedeutet 14cm höherer Boden am Garagenende!


    Ist der Boden direkt die Bodenplatte, dann wird das nix, weil es am Ende gegen Null ausgeht und so dünn hält kein Beton. Also muss der Betonsanierer mit kräftigem Strahler kommen und der strahlt Dir die obere Betonschicht ab. Dann wird eine neue Lage Beton eingebracht und mit Gefälle ausgeführt.


    Danach kannst Du wieder beschichten mit was Du willst. Also, es ist schon ein Aufwand und kostet auch gehörig. Evtl ist der Schieber mit Gummilippe doch die bessere Lösung.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Umsetzbar ist es, wird aber Aufwändig.


    Boden anschleifen.

    Grundierung + Haftbrücke Epoxi mit Abstreuung im Überschuss. Beispiel KLB EP 52

    Aussenrum bis zu einer Kante von 15 mm Rheobond 007 (oder Rhoeplan) im Gefälle geglättet ca. 50-15 mm

    Innere Bereiche von 15 mm - null mit Epoximörtel

    Oberfläche danach komplett Beschichten mit einer OS8

    2 Punktabläufe unter den Fahrzeugen sollten genügen, wenn die Gefälle gut gemacht werden.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • TJa, jetzt wird teuer,


    A)Der alte Mist muss runter, inkl Oberschicht des Betons. (Kugelstrahlen)

    B) Dein Gefälle zu bauen bedarf nicht nur 1-2cm gefälle, sondern 3-4, da bisher ja ein Gegengefälle besteht. Idealerweise werden es wohl 5-6cm.

    C) Gleich wieder pfuschen anfangen machts wieder nur schlechter. Irgendwas irgendwie einzuflexen ist doch genau das was hier immer als VOLLkatastrophe genannt wird. Mit allen MItteln die Bewehrung zu zerstören muss man mögen.


    Ergo, wenn du Klug bist, dann rufst du jetzt mal bei einer Fachfirma an die sich damit auskennt und lässt dich mal beraten und dann darfst du die Kröte schlucken, oder wie oft willst du es noch halbherzig probieren?

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Der Boden ist doch auch gleich Bodenplatte, oder?

    ja


    das hört sich für mich plausibel an und ist in etwa das, war mir vorschwebt.

    Ggf. kann man auch im Bereich wo keine Fahrzeuge stehen komplett auf das Gefälle verzichten, schließlich fällt hier nie Wasser an. Sozusagen nur 2 "Wannen" ausbilden mit einem Ablauf in der Mitte... nach vorne, also zum Tor, können diese "Wannen" ja auch offen sein, denn da läuft das Wasser schadfrei ab.



    A)Der alte Mist muss runter, inkl Oberschicht des Betons. (Kugelstrahlen)

    eh klar.


    C) Gleich wieder pfuschen anfangen machts wieder nur schlechter. Irgendwas irgendwie einzuflexen ist doch genau das was hier immer als VOLLkatastrophe genannt wird. Mit allen MItteln die Bewehrung zu zerstören muss man mögen.

    Natürlich nicht in die Bewehrung ! Ich dachte an ein U-Profil 20x20 oder sowas...

    Aber Mileb meinte eh, Punktabläufe sollten rausreichen.


    Ergo, wenn du Klug bist, dann rufst du jetzt mal bei einer Fachfirma an die sich damit auskennt und lässt dich mal beraten und dann darfst du die Kröte schlucken, oder wie oft willst du es noch halbherzig probieren?

    ich wollte das eigentlich schon machen lassen, weiß aber gerne vorher Bescheid...

  • das hört sich für mich plausibel an und ist in etwa das, war mir vorschwebt.

    Ggf. kann man auch im Bereich wo keine Fahrzeuge stehen komplett auf das Gefälle verzichten, schließlich fällt hier nie Wasser an. Sozusagen nur 2 "Wannen" ausbilden mit einem Ablauf in der Mitte... nach vorne, also zum Tor, können diese "Wannen" ja auch offen sein, denn da läuft das Wasser schadfrei ab.

    Wie soll das bitte funktionieren? Willst du sowas wie Leisten auf den Boden Schrauben, nur aus Epoxit? Damit das Wasser nicht hinter den Stellplatz kommt?

    UND wenn doch? wie kommt das dann wieder raus? Stolperkanten inklusive? ;( ;( ;(

    Dann kannst du auch gleich alles auf ein Betonsockel stellen und nur die Autos bleiben auf dem Ur-Boden. :lach:

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Einen cm auf die Länge von den 7 Meter wirst Du nicht hinbekommen. So genau arbeitet keiner.

    Das ist auch nicht notwendig, denn das Gefälle würde man ja aus Sparsamkeitsgründen vermutlich so



    oder so ähnlich ausbilden. Damit ist die maximale Gefällestrecke längs 2,5 m lang, quer ungefähr die Hälfte. Mulitipliziert mit einem Gefälle von 2 % sind das vertikal 5 cm Versatz für die Außenkanten der beiden Auffangflächen. Dort würde ich das Abtropfwasser alle paar Tage kurz mit dem Nassauger aufnehmen. Beim Durchbohren nach unten hätte ich Sorgen die Bewehrung der Bodenplatte - so vorhanden - zu treffen und dabei deren Korrosionsschutz irreparabel zu schädigen. Die Überlegungen zur nachträglichen Ausbildung des Gefälles und der Beschichtung überlasse ich MiLeb .

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Durchbohren nach unten hätte ich Sorgen die Bewehrung der Bodenplatte - so vorhanden - zu treffen und dabei deren Korrosionsschutz irreparabel zu schädigen.

    korrosin könnte man u.u. mit einer beschichtung der bohrung umgehen , so sie gross genug erstellt wird (diamentbohrkrone 80-100 mm) . dagegen spricht wiederrum die mögliche schwächung der statik der BP...... :eek: (halte ich aber für vernachlässigbar )

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • so oder so ähnlich ausbilden

    genau - so ähnlich den die Anschlusshöhe am Tor muss unverändert bleiben.


    Und die anderen Flächen bleiben natürlich nicht auf dem alten Niveau, sondern werden mit Neobond 007 (im Dienste ihrer Majestät ?!) o.ä. auf die Höhe der Außenkanten gebracht.


    Beim Durchbohren nach unten hätte ich Sorgen die Bewehrung der Bodenplatte - so vorhanden - zu treffen und dabei deren Korrosionsschutz irreparabel zu schädigen

    Jaja klar, bewehrt !

    Du hast schon recht, die ablaufende Suppe ist ja dazu noch stark mit NaCl belastet und hochkorrosiv.


    Wie fein kann man Bewehrung denn orten? So dass man ggf. genau in eine Masche der Matten bohrt?

    Und zusätzlich mit einem eingeführtem und eingedichteteten Rohr arbeitet?

  • das wird hitec ohne erfolgsgarantie.

    eine bohrung kann man auf verschiedene arten abdichten - zB plasterohr mit dichtkragen an epoxy/os-x.

    die bohrung wird auch kaum erfolgversprechend mit homöopathischem qu. stattfinden, sondern -wenn schon- dann so, dass ein vertikales drainrohr bis in den kieskoffer unter bopl durchgesteckt werden kann.

    ob so ein kompliziertes verfahren funktioniert, hängt an unzähligen details. ich bin gespannt.

  • Die Frage ist, ob eine solche Bohrung und Verletzung einer Bewehrungsmatte in nennenswerter Zeit zu einer merklichen Schwächung der Konstruktion führen wird. Da hat in der Vergangenheit noch viel argeres sehr lange gehalten.


    No risk no fun... :)

    Mach es und berichte weiterhin wie es aussieht. Dann bist Du unser Versuchskaninchen.



    PS: Das Grinse-Smilie funktioniert noch immer nicht. ;(

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  • Die "korrekte" Lösung wäre wahrscheinlich eine große Kernbohrung, dann ein passendes Rohr einsetzen und den Zwischenraum vergießen - so dass die angebohrte Bewehrung nicht mehr korrodieren kann.

    Gibt es dafür eine geeignete "Vergußmasse" ?

  • Die Frage ist, ob eine solche Bohrung und Verletzung einer Bewehrungsmatte in nennenswerter Zeit zu einer merklichen Schwächung der Konstruktion führen wird.

    Nein, die Frage ist keine nach einer direkten lokalen Schwächung der Konstruktion, sondern die langfristige weitere Beständigkeit der Bewehrung, an welcher sich nach Eindringen von NaCl-haltigem Wasser die Korrosion sich mit Volumenvergrößerung immer weiter "entlangfressen" wird. Ohne den Zutritt von NaCl und Wasser wäre diese sonst sehr lange beständig. (Ich hatte schon mit der Chloridsanierung von einigen tausend Quadratmetern Tiefgaragenbodenplatten und -decken zu tun und weiß wie Stahlbeton nach einem oder zwei Jahrzehnten Chlorideinwirkung aussehen kann - ausgehend von winzigen Rissen im Oberflächenschutzsystem.

    Die "korrekte" Lösung wäre wahrscheinlich eine große Kernbohrung, dann ein passendes Rohr einsetzen und den Zwischenraum vergießen - so dass die angebohrte Bewehrung nicht mehr korrodieren kann.

    Mir scheint das mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich würde eher die Brühe - in den beiden kleinen Vertiefungen meiner Skizze sammeln und täglich / alle paar Tage einmal mit dem Nassauger entfernen, denn rein technisch hat mls zum eingeklebten Rohr ja bereits geschrieben:

    ob so ein kompliziertes verfahren funktioniert, hängt an unzähligen details. ich bin gespannt.

    Ich auch!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein, die Frage ist keine nach einer direkten lokalen Schwächung der Konstruktion, sondern die langfristige weitere Beständigkeit der Bewehrung, an welcher sich nach Eindringen von NaCl-haltigem Wasser die Korrosion sich mit Volumenvergrößerung immer weiter "entlangfressen" wird. Ohne den Zutritt von NaCl und Wasser wäre diese sonst sehr lange beständig. (Ich hatte schon mit der Chloridsanierung von einigen tausend Quadratmetern Tiefgaragenbodenplatten und -decken zu tun und weiß wie Stahlbeton nach einem oder zwei Jahrzehnten Chlorideinwirkung aussehen kann - ausgehend von winzigen Rissen im Oberflächenschutzsystem.

    Habe in letzter Zeit einiges mit TG Sanierungen zu tun. Aber dort ist das Problem meist größerflächig und hat auch mehrere vor allem längere Risse wo Salzwasser eindringt. Ein großes Problem ist meist, dass dort auch die Stützenfüße angegriffen werden und somit die Statik des Gebäudes bedroht ist. In nur extrem seltenen Fällen ging die Korrosion weiter als bis zur ersten Lage. Bei Sir Sydom ist es sehr begrenzt. Die Frage bleibt, wie lange es braucht, dass es sich so durch frisst, dass die Bodenplatte ihre Eigenschaften verliert. Es geht von einem Punkt in der Mitte aus. Wäre eine interessante Langzeitstudie.

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  • ...bei uns im Landratsamt musste das Parkdeck, wegen massiver Korrosion der Stützen und der Decke abgebrochen werden. Die Betonkonstruktion war oben nicht überdacht und wurde auch dort beparkt, unten war quasi eine Parkebene wie eine Tiefgarage.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Die "korrekte" Lösung wäre wahrscheinlich eine große Kernbohrung, dann ein passendes Rohr einsetzen und den Zwischenraum vergießen

    naja.

    kennst du den fachgerechten einbau von zB doyma-durchführungen?

    komponenten sind kernbohrung, "perlmut"anstrich, dichtungseinbau. eigentlich ein super verfahren.

    so wollten mal alle, ausser mir, eine wu-konstruktion in aggressivem wasser durchfahren.

    das war dann wohl nix und wurde gänzlich anders gelöst.

    ob in deinem fall eine ringraumvergusslösung sicher funktioniert, weiss ich nicht.

    eine, oben erwähnte, dichtkragenlösung habe ich schon mal gesehen - die bauteile schienen mir sehr konservativ bemessen und geschützt zu sein (entfernt ähnlich zu los-festflansch-lösungen).


    du beziehst dich auf die Entwässerungsbohrung oder auf die Aktion in Gänze?

    "fläche" ist oft nicht das grösste problem.

    die aktion in gänze lebt vom funktionierenden detail.

    insofern nagt meine skepsis am teil und daher auch am ganzen.

  • ...bei uns im Landratsamt musste das Parkdeck, wegen massiver Korrosion der Stützen und der Decke abgebrochen werden. Die Betonkonstruktion war oben nicht überdacht und wurde auch dort beparkt, unten war quasi eine Parkebene wie eine Tiefgarage.

    Wahrscheinlich hat man sie vergammeln lassen und nie etwas saniert, nachdem sich Spuren gezeigt haben. Hat niemanden interessiert, hat sich keiner zuständig gefühlt, was für eine Konstruktion die den Elementen ausgesetzt ist noch fataler ist. Und dann kommt es zu diesem Ergebnis. Hier sind es meist Hausverwaltungen von WEGs die aktiv werden wenn es in TG zu gammeln aussieht. Die meisten TGs waren schon 30 Jahre in Verwendung bevor man aktiv wurde. Die Schadensbilder sind oft sehr vergleichbar. Beim Sir würde es von den Trennflächen der Eisen anfangen zu rosten und das mitten in der Konstruktion und nicht die obere Lage wie in TGs üblich. Der Rostfraß würde sich beim Sir von nur einem Punkt verbreiten, wenn nicht sauber gearbeitet wird. Würde der Sir noch zu seinen Lebzeiten einen Schaden erleben? Das ist die Frage.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Wir reden über ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage. Nutzungsdauer 60 Jahre.

    steuerliche Nutzungsdauer 80 Jahre, reale Nutzungsdauer typischerweise bei Massivbauten über 100 Jahre, technische Lebenserwartung Stahlbetonbauteile 100 - 150 Jahre, typischerweise momentan wohl 120 Jahre. Hier zu erwartendes Schadensbild: Chlorideinwirkung durch Tausalz. Einziger potentiell schadensmindernder Aspekt: Es trifft nur eine Bodenplatte. Wäre sie tragend, also Teil der Flachgründung, sähe das anders aus, denn dann gäbe es das volle Risiko.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • steuerliche Nutzungsdauer 80 Jahre, reale Nutzungsdauer typischerweise bei Massivbauten über 100 Jahre, technische Lebenserwartung Stahlbetonbauteile 100 - 150 Jahre, typischerweise momentan wohl 120 Jahre. Hier zu erwartendes Schadensbild: Chlorideinwirkung durch Tausalz. Einziger potentiell schadensmindernder Aspekt: Es trifft nur eine Bodenplatte. Wäre sie tragend, also Teil der Flachgründung, sähe das anders aus, denn dann gäbe es das volle Risiko.

    Ist ja richtig. Der Alltag bei Einfamlienhäusern sieht anders aus. Die Kinder ziehen weg und die Eltern bleiben im Haus, bis es veräußert wird. Das sind im besten Fall 60 Jahre.

  • Wäre sie tragend, also Teil der Flachgründung

    Statik gibts (bis auf Deckenstatik vom Betonwerk) keine, ist ja nur ne Garage.


    Ob das eine Flachgründung ist... keine Ahnung. Streifenfundamente umlaufend (unbewehrt) wurden gemacht.


    Ich würde an den tiefsten Stellen bohren, damit das Ärgeniss Wasser weg ist.

    in meiner beruflichen Praxis würde ich das als "Dirty Hack" bezeichnen. Tut manchmal, manchmal fällt es dir aber auch auf die Füße... idealerweise dem Nachfolder :P

  • Die "korrekte" Lösung wäre wahrscheinlich eine große Kernbohrung, dann ein passendes Rohr einsetzen und den Zwischenraum vergießen - so dass die angebohrte Bewehrung nicht mehr korrodieren kann.

    Gibt es dafür eine geeignete "Vergußmasse" ?

    100er Kernbohrung, Bohrfläche trocknen und nit Epoxi grundieren

    80er PE Rohr einstellen und mit Epoxidmörtel vergießen. (zur Bohrwand hin, nicht das Rohr ;) )


    Das wird auf jeden Fall dicht genug, für eine Garage. Der Epoximörtel wird eh für die Bereiche 15-0 mm gebraucht. Also kein riesen Aufwand.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Wie viel Epoxi willst du da dran streichen?


    Nein, tut es nicht, wenn man es nicht völlig falsch macht.

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