Baufenster durch Grundstückskauf erweiterbar, Baugenehmigung sicher?

  • Hallo zusammen,


    als langjähriger stiller Mitleser dieses Forums hätte ich jetzt zum ersten Mal eine Frage und hoffe, dass Ihr mir behilflich sein könnt.


    Kurz zum Hintergrund: Meine Familie und ich leben seit 2014 in einem alleinstehenden Einfamilienhaus in Düsseldorf (NRW). Das Haus ist Baujahr 1949 und schon beim Kauf war der Plan, das Haus mittelfristig durch einen Neubau an gleicher Stelle zu ersetzen. Einerseits haben wir zu wenig Platz und andererseits haben wir auch ziemlich viele Instandhaltungsmaßnahmen (insb. Heizung, Dämmung) aufgeschoben, um sie mit dem Neubau umzusetzen. Wir sind aber nicht in Eile und hoffen die gegenwärtigen Probleme mit Lieferketten und Handwerkern, Corona und allgemein mit der geopolitischen Lage aussitzen zu können, bevor wir konkret beginnen.


    Der Neubau soll dann mit Hilfe eines Architekten und auf dem aktuellen Stand der Technik (Keller, 2 Vollgeschosse, Flachdach, vorgehängte hinterlüftete Fassade, Sole-WP, zentrale KWL, Fotovoltaik, KNX usw.) entstehen. Es gibt keinen Bebauungsplan, es gilt §34 BBauG. Laut Nachbarn ist die maximale Bautiefe 14m. Das Grundstück (Flurstück 188) ist 811 qm groß und zur Straße 16m breit. Abzüglich der Abstandflächen zu den Nachbarn rechts und links von je 3m würde sich damit ein Baufenster von 10mx14m ergeben.


    Ohne die Arbeit des Architekten vorab selber machen zu wollen haben wir trotzdem relativ konkrete Vorstellungen für Teile des Grundrisses unseres zukünftigen Hauses und uns würde jeder Meter Breite des Baufensters helfen, diese auch umzusetzen. Im Gespräch mit unserem linken Nachbarn (Flurstück 189) hat dieser generell seine Bereitschaft signalisiert, uns einen Streifen seines Grundstücks zu verkaufen. Sein Haus ist 6m von unserer jetzigen Grundstücksgrenze entfernt. Die einzige bauliche Anlage zwischen seinem Haus und unserer Grenze ist eine Außen-Kellertreppe mit ca. 2 m Breite (grün). Die Tiefe seines Grundstücks habe ich nicht genau gemessen, sollte aber mindestens 30m betragen und damit sicher weiter als 3m von einem zukünftigen Baufenster entfernt sein. Damit müsste er uns m.E. bis zu 3m seines Grundstücks verkaufen können, ohne dass wir beide in Konflikt mit bestehenden oder zukünftigen Abstandsflächen geraten. Konkret geht die Diskussion um einen 1-1,5m breiten Streifen (rot).



    Der Kauf macht natürlich nur dann Sinn, wenn wir dadurch das Baufenster tatsächlich auf 11x14 oder 11,5x14 vergrößern können. Dazu hätte ich folgende Fragen:


    1. Kann ich nach dem Kauf mit der gleichen Sicherheit wie vor dem Kauf des Streifens davon ausgehen, dass mir auf Basis der bestehenden Gesetze und Verordnungen unter Beachtung der sonstigen Vorgaben durch §34 eine Baugenehmigung für das maximale Baufenster erteilt wird?


    2. Falls nein, warum nicht, und welche Möglichkeiten habe ich, diese Sicherheit z.B. durch Anfrage beim Bauamt, Bauvoranfrage o.ä. vor dem Kauf zu erlangen? Kann ich dies jeweils selbst in die Wege leiten oder bräuchte ich jemanden mit Bauvorlageberechtigung?


    Falls weitere Informationen benötigt werden, liefere ich diese gerne nach.


    Danke für Eure Hilfe!


    Viele Grüße

    tes_vortex

  • als langjähriger stiller Mitleser dieses Forums hätte ich jetzt zum ersten Mal eine Frage und hoffe, dass Ihr mir behilflich sein könnt.

    Als langjähriger stiller Mitleser sollte Dir der Trick schon in den Sinn gekommen sein, Escroda in Deinen Thread einzuladen. Nach flottem Querlesen Deiner Fragestellung halte ich das Vorhaben für so wie angedacht umsetzbar.

    in einem alleinstehenden Einfamilienhaus

    *ROTFL* *SCNR* Danke für die Erheiterung. Ich überlege gerade, ob man eine hinterbliebene Hälfte eines halb abgerissenen Doppelhauses in diesem Sinne dann wohl "geschieden" oder "verwitwet" nennen würde. Du meinst vermutlich "freistehend" :)

  • Hallo 11ant, danke für Deine Antwort.

    Als langjähriger stiller Mitleser sollte Dir der Trick schon in den Sinn gekommen sein, Escroda in Deinen Thread einzuladen. Nach flottem Querlesen Deiner Fragestellung halte ich das Vorhaben für so wie angedacht umsetzbar.


    Ich hatte das tatsächlich erwogen, wollte aber als jemand mit nur einem Beitrag nicht so vermessen sein, den Geist selbst aus der Flasche zu lassen. Danke, dass Du das erledigt hast :thumbsup: .


    *ROTFL* *SCNR* Danke für die Erheiterung. Ich überlege gerade, ob man eine hinterbliebene Hälfte eines halb abgerissenen Doppelhauses in diesem Sinne dann wohl "geschieden" oder "verwitwet" nennen würde. Du meinst vermutlich "freistehend" :)

    Ich habe die Stelle tatsächlich 4-5 gelesen, ohne es zu kapieren, bis schließlich der Groschen bei mir gefallen ist. Ja, freistehend, nicht alleinstehend :grinning_squinting_face:. Ich werde das jetzt mal nicht korrigieren, damit die anderen Mitleser sich auch amüsieren können :lach: .


    VG, tes_vortex

  • Rechtssicherheit erhältst Du durch einen Antrag auf Bauvorbescheid.

    Sollten andere Gründe nicht entgegenstehen, denke ich, dass das Vorhaben aber durch reale Grundstücksvereinigung oder durch Vereinigungsbaulast möglich sein sollte...

  • Ja, ich würde vor dem Grundstückskauf auch einen Vorbescheid beantragen. Und damit das Ganze auch rechtssicher ist (und die richtigen Fragen gestellt werden), würde ich auch damit einen Architekten beauftragen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • 1. Kann ich nach dem Kauf mit der gleichen Sicherheit wie vor dem Kauf des Streifens davon ausgehen, dass mir auf Basis der bestehenden Gesetze und Verordnungen unter Beachtung der sonstigen Vorgaben durch §34 eine Baugenehmigung für das maximale Baufenster erteilt wird?

    Ja.


    Kann ich dies jeweils selbst in die Wege leiten

    Das kommt auf die Mitarbeitenden bei der Genehmigungsbehörde an. Streng genommen müsstest Du nach §3 Abs. 3 Nr. 1 BauPrüfVO einen amtlichen Lageplan vorlegen. Die meisten Behörden verzichten bei Bauvoranfragen aber darauf. Nach §77 Abs. 2 Satz 3 BauO NRW 2018 brauchst Du keine Bauvorlageberechtigten. Wie Rose24 empfehle ich aber einen, trotz Unkenntnis Deines baurechtlichen Kenntnisstandes.

  • Escroda, Rose24, Alfons Fischer: Vielen Dank für Eure Antworten, das hilft mir tatsächlich sehr weiter.


    Ich würde jetzt mit meinem Nachbarn in die konkreten Verhandlungen gehen und wenn absehbar ist, das wir uns einigen können mich nach einem Architekten umsehen. Ich habe jetzt beim Googeln nach der Grundstücksteilung noch rausgefunden, das diese in Düsseldorf vorab durch die Stadt genehmigt werden muss. Wenigstens scheint die gleiche Stelle wie für die Bauvoranfragen zuständig zu sein, so dass man hoffentlich beides in einem Aufwasch machen kann.


    Ich hoffe dann mal, dass mit der Aussicht auf einen mittelfristigen Folgeauftrag für die Planung eines architekturell anspruchsvollen Eigenheims die Motivation für einen Architekten gegeben ist, sich vorab mit solchem Kleinkram (selbstverständlich gegen Bezahlung) zu beschäftigen ;) .

  • Kannst gerne berichten, wie es dann gelaufen ist mit den Grundstücken. Würde mich interessieren.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich habe jetzt beim Googeln nach der Grundstücksteilung noch rausgefunden, das diese in Düsseldorf vorab durch die Stadt genehmigt werden muss.

    Das ist nicht nur in Düsseldorf so, sondern in ganz NRW, da das Grundstück bebaut ist.

    §7 Abs. 1 BauO NRW 2018:

    Die Teilung eines Grundstücks, das bebaut oder dessen Bebauung genehmigt ist oder das aufgrund einer Genehmigungsfreistellung bebaut werden darf, bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde. Die Genehmigung ist bei der Bauaufsichtsbehörde zu beantragen.

    Wenigstens scheint die gleiche Stelle wie für die Bauvoranfragen zuständig zu sein, so dass man hoffentlich beides in einem Aufwasch machen kann.

    Zum einen wäre für die Teilungsgenehmigung Dein Nachbar der Antragsteller und für die Bauvoranfrage Du, zum anderen würden für die Teilung schon Kosten entstehen, obwohl die Bauvoranfrage noch gar nicht beschieden ist.

    Ich würde jetzt mit meinem Nachbarn in die konkreten Verhandlungen gehen und wenn absehbar ist, das wir uns einigen können mich nach einem Architekten umsehen.

    Ich denke, es lohnt sich, nochmal über die Reihenfolge nachzudenken. Vielleicht entwickelt die Architektin auch brauchbare Ideen, die ohne Teilung umzusetzen sind, oder eröffnet weitere Optionen für die Verhandlungen mit dem Nachbarn, z.B. statt Kauf eines Streifens die Eintragung einer Abstands- und / oder Freiflächenbaulast. Außerdem könnte ihre Einschätzung zur maximalen Bautiefe verbindlicher ausfallen als die Aussage von Nachbarn.

  • Off-Topic:

    Aus wirklich eigener Erfahrung:

    Man sollte sich nicht zu sehr auf einen Entwurf festbeissen.

    Es gibt sicher zig Möglichkeiten ohne Zulauf des Streifens, Eure Wünsche und Bedürfnisse in einen Entwurf zu entsprechen.

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  • Kannst gerne berichten, wie es dann gelaufen ist mit den Grundstücken. Würde mich interessieren.

    Ja, werde ich gerne machen, wird aber naturgemäß etwas dauern.


    Zum einen wäre für die Teilungsgenehmigung Dein Nachbar der Antragsteller und für die Bauvoranfrage Du, zum anderen würden für die Teilung schon Kosten entstehen, obwohl die Bauvoranfrage noch gar nicht beschieden ist.

    Lt. der Website der Stadt Düsseldorf sollte ich den Antrag auch stellen können:


    Der Antragsteller muss Eigentümer oder Teilungserwerber des Grundstücks sein.


    ... z.B. statt Kauf eines Streifens die Eintragung einer Abstands- und / oder Freiflächenbaulast...


    Was aber bedingen würde, dass man keine Garage als priviligiertes Gebäude in die Abstandsfläche zum Nachbarn bauen könnte, da sie dann auf seinem Grund stehen würde, oder?

  • Außerdem könnte ihre Einschätzung zur maximalen Bautiefe verbindlicher ausfallen als die Aussage von Nachbarn.


    Unser Nachbar zur rechten Seite (die Karte oben zeigt noch das vorherige Gebäude) hat vor ca. 10 Jahren neu mit einer Gebäudetiefe von 14m gebaut.


    Vielleicht entwickelt die Architektin auch brauchbare Ideen, die ohne Teilung umzusetzen sind


    Off-Topic:


    Aus wirklich eigener Erfahrung:

    Man sollte sich nicht zu sehr auf einen Entwurf festbeissen.

    Es gibt sicher zig Möglichkeiten ohne Zulauf des Streifens, Eure Wünsche und Bedürfnisse in einen Entwurf zu entsprechen.

    Als wie gesagt langjähriger stiller Mitleser des Forums habe ich mit großem Interesse auch immer die Fäden zu Grundrissdiskussionen mitverfolgt. Deshalb habe ich mir beim Schreiben der Frage schon gedacht, das Hinweise in diese Richtung kommen werden ;). Und ich stimme Euch auch 100%tig zu.

    Allerdings kann es ganz unabhängig von einem konkreten Entwurf eine gute Idee sein, dass Angebot unter Berücksichtigung von Kosten und Nebenkosten zu bewerten. Das wäre dann auch die Basis für meine Entscheidung.

  • Hallo zusammen,


    wie versprochen wollte ich Euch auf den aktuellen Stand bringen, da jetzt fast alles in trockenen Tüchern ist:

    Wir haben uns mit unserem Nachbarn auf den Kauf eines 1m breiten Streifens, 32 m², geeinigt.

    Dann haben wir uns zuerst einem Architekten gesucht, mit dem wir bis jetzt auch sehr zufrieden sind. Er hat direkt Angebote für die Vermessungsleistungen für Teilung und Bau ausgeschrieben, wobei wir den von ihm empfohlenen öffentlich bestellten Vermesser gewählt haben. Der Architekt hat dann in Rücksprache mit dem Vermesser entschieden, dass unsere Situation so eindeutig ist, dass ein Bauvoranfrage nicht unbedingt nötig ist.

    Der Vermesser ist dann an zwei ganzen Tagen mit drei Mann angerückt und hat sowohl unser als auch das Nachbargrundstück vermessen. Hätte nicht gedacht, dass das so aufwändig ist. Parallel haben wir mit dem Architekten die Entwurfsplanung gemacht, bei der ein sehr schöner Entwurf, der alle unsere Anforderungen umsetzt, herausgekommen ist.

    Der Vermesser hat dann für uns die Genehmigung für die Grundstücksteilung bei der Stadt beantragt, die problemlos durchging. Dann gab es noch einen Termin zum Setzen der Grenzsteine vor Ort. Grundbuch und Kataster hat dann ewig gedauert, mit der neuen Flurstücknummer gings dann direkt zum Notar für den Kauf.

    Wir warten jetzt auf die Zuschreibung des Streifens zu unserem Grundstück im Grundbuch, damit sparen wir uns die aufwändigeren Eintragungen von Baulasten auf dem Streifen für die Baugenehmigung. Wenn das passiert ist, reicht unser Architekt die Genehmigungsplanung ein.

    Wenn nichts dazwischen kommt und alles organisiert ist, planen wir mit einem Baubeginn ab Sommer/Herbst nächsten Jahres.


    Danke nochmal für Eure Hilfe, besonders an Escroda

  • Das klingt doch schon mal sehr gut. Danke für den aktuellen Stand.

    Gutes Gelingen.

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  • So, nochmal ein kurzes Update, wir haben jetzt auf den Tag genau nach einem Jahr Wartezeit die Baugenehmigung für unser Haus erhalten. Bis auf ein paar kleine Nachforderungen gab es keine Beanstandungen in der Genehmigungsplanung. Nächster Schritt ist der Abriss der Bestandsimmobilie in ca. 4 Wochen.

  • Und hier die Außenansichten:






    Wir planen wie oben geschrieben mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, mein Favorit ist Equitone Tectiva mit Hinterschnittankern zur Befestigung.

  • Mir fehlen etwas die Worte und habe des Thread nochmal quer gelesen.

    Ich wollte nachfragen, wie lange man an der Planung sitzt und ob sie jetzt wieder aufgenommen wird. Aber es gibt für diesen Entwurf eine Baugenehmigung?!


    Über Geschmack lässt sich nicht streiten, über Ästhetik schon eher, über einen flüssigen Grundriss auf jeden Fall.

    Für mich sind da einige Fauxpas wie falsch gesetzte Sichtachsen (auch zum SZ), mehrere Wände, die Tageslicht im Raum sperren, Funktionalität der Küche und Ausrichtung von SZ/Kizis. Und wenn man mich um konkrete Beispiele fragen würde, würde ich beim Eingang anfangen, wo man gegen eine Wand läuft und aufhören, wo man vom Flur aus in das SZ schauen kann.

  • Ein Jahr für die Erteilung der Baugenehmigung, ist schon ein Schnack. Da wiehert der Amtsschimmel.


    Die Bilder sind a bisserl klein für meinen großen Monitor. Prinzipiell interessant. Man scheint viel Platz zu haben. Ein vom Entree getrennte Garderobe, die auf dem Weg zum Wohnbereich ist, ist auch sehr großzügig, weil das Entree ohne weitere Funktion bleibt, außer nur Platz zu haben bevor man das Haus verlässt oder betritt. aber ich vermute ihr nutzt die Wand zum Gästezimmer auch als Garderobe. Die Sichtachse vom Essbereich bis zum Entree finde ich gut, so kann man gleich sehen wer vor der Tür steht. Hat aber auch den Nachteil, dass jeder von außen sehen kann was innen läuft.


    Endlich mal eine Kochinsel die nicht in einen viel zu kleinem Raum rein gequetscht wird. So macht es auch Sinn. Gut finde ich, dass der Essbereich großräumig ist, dort wo tagsüber die Familie herum schwirrt und sonst die Gäste Platz nehmen. Abends fläzen sich meist nur die Eltern auf der Couch und der Platz kann kleiner ausfallen. Kiddies sind meist in ihren eigenen Zimmern. Gemeinsames TV Gucken ist ja eh seit dem Internetzeitalter out.


    Sinn machen auch die getrennten Sanitärbereiche für Eltern und Kinder, dazu noch über der Küche und der größte Teil der Wassergeschichte bleibt zusammen in einem Bereich. Naja, das nahezu bodentiefe Fenster neben der Kloschüssel, damit jeder der Nachbarn sehen kann wer auf dem Thron sitzt, mag gewöhnungsbedürftig sein. Die Verbindung des Schlafzimmer, Ankleide und Bad an der Fassade entlang finde ich schlüssig, Wurde früher auch so gemacht. Die dunklen Zimmerteilen wurde mit Schränken voll gestellt an den hellen Außenwänden, die man für Fenster verwenden konnte, wurden die Durchgänge gelegt und konnte so großzügige Fenster realisieren mit viel Licht. Eigentlich logisch. Die funktionale Abfolge der Räume ist auch logisch. Einzig der kleine Luftraum zum Schlafzimmer hin wäre für mich fraglich. Aber gut, wenn das ein Bauherrenwunsch ist, mag man das so machen. Man bekommt dann nur alles mit wenn jemand abends noch an den Kühlschrank geht. Und wenn der eine noch was schauen will und der andere schlafen, dann ist auch Ärger in der Luft. Fußball WM am anderen Ende der Welt, Frau will schlafen, Mann schaut TV (oder umgekehrt) und jubelt bei jedem Tor, da hilft auch der Kopfhörer nix... :)


    Der Einschnitt in der Fassade wäre für mich Verschwendung. Die Fläche hätte man den Kinderzimmern zuschanzen können.



    Jetzt bin ich auf die Bauausführung gespannt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • würde ich beim Eingang anfangen, wo man gegen eine Wand läuft

    Das könnte durchaus gewollt sein. Könnte! Ich hätte den Zugang auch eher in die Flucht des folgenden Flurs gesetzt, würde aber bedeuten, dass jeder auch gleich bis zur anderen Seite des Gebäudes quasi hindurchsehen kann. ich würde das gut finden, kann aber bei anderen Menschen genau gegenteilig empfunden werden.


    Ich hätte bei anderen Punkten Bauschmerzen. Bei einigen Punkten eher Unverständnis, ob der gesetzten Prioritäten, aber auch mal Bauchschmerzen.


    Unverständlich sind mir -nicht nur hier, sondern generell- übergroße Bad-...oder Wellness-Bereiche. Ich kennen tatsächlich Niemanden, der sich hier stundenlang aufhält (mag bei TE natürlich genau anders sein!). Insofern würd e ich dort versenktes Geld (und da wird hier viel versenkt) als für mich unsinnig ansehen. Der Elternbereich mit Elternbad umfasst etwa 36m² (+/-), das ist schon gewaltig.


    Bauchschmerzen, ob der Wirkung bereitet mir der Luftraum. Für mich ist ein Luftraum, eine Galerie immer auch ein Ort der Kommunikation, des Blickkontakts, aber auch ein rau, der sich nach oben öffnet, sich weitet. Hier ist es aber ein etwa 110cm breiter Schacht, der zwar auf einer Seite ein hohes Fenster hat, im OG aber beidseitig von raumhohen Wänden eingefasst ist. Ob ich das jetzt würde sitzen wollen? Eher nicht. Die Raumwahrnehmung würd e mich hier eher bedrücken. Ein übergroßer Lichtschacht. Weiß nicht....das muss man schon echt wollen....

  • Ich hätte den Zugang auch eher in die Flucht des folgenden Flurs gesetzt, würde aber bedeuten, dass jeder auch gleich bis zur anderen Seite des Gebäudes quasi hindurchsehen kann.

    die Bedenken wären hier obsolet, da die Tür als eine geschlossene Ausführung geplant ist, die Sicht von außen in die Flucht nach hinten durch das Haus durch das große Fenster gewährleistet ist. Da kann man bei der Hauslage Nähe Straße schon ganz gut das Geschehen im Haus beobachten - genauso wie die Kinder vom Flur aus auf das Elternbett schauen können.

    Der Elternbereich mit Elternbad umfasst etwa 36m² (+/-)

    Ehrlich? Ich finde das schon mega - wenn man sich das leisten kann und der Rest auch im Verhältnis steht. Den Spruch „ist doch nur zum Schlafen da“ kann man schnell wegschlafen. Man bekommt bei der Raumgrösse ordentlich Luft. Hier allerdings sind ja überall irgendwie kleine Wandstummel, die mir recht piefig kommen und einengen, Überall schaut man in eine dunkle Ecke - Blick in die Ankleide engt das Sichtfeld ein, was ja eigentlich durch den Flur und Fenster im Süden großzügig gewollt ist. Bad sind auch die Wände too much, zumindest würde ich auf diese Nasen verzichten. Das hat das Haus gar nicht nötig.

  • Oha, zuerst die Ruhe vor dem Sturm und dann die geballte Rückmeldung. Ok, bei dem Entwurf hätte ich auch eher mit Feedback als mit stillschweigender Zustimmung gerechnet ;).


    Zum Glück für mich haben wir zu allen! vorgenannten Punkten eine Diskussion mit dem Architekten gehabt und es sind alles ganz bewusste Entscheidungen gewesen. Ich versuche mal, auf einige Eurer Punkte in passender Reihenfolge in mehreren Beiträgen einzugehen.


    Ein Jahr für die Erteilung der Baugenehmigung, ist schon ein Schnack. Da wiehert der Amtsschimmel.

    Ich drücke mich mal diplomatisch aus wenn ich sage, dass es für meinen Geschmack auch etwas lange gedauert hat. Es ist nicht meine Art wahllos auf angestellten im öffentlichen Dienst rumzuhacken, die arbeiten auch oft hart und unter widrigen Bedingungen, aber für so eine unkontroverse 08/15 Genehmigung muss das eigentlich schneller gehen. Das ich jetzt ob der verstrichenen Zeit relativ relaxt bin liegt daran, dass wir es wegen der Umstände (Suche eine Mietwohnung, Umzug, Medientrennung usw.) wahrscheinlich bei einer zügigeren Genehmigung auch nicht sehr viel schneller geschafft hätten. Ist wohl übrigens guter Düsseldorfer Durchschnitt, das Jahr.

    Die Bilder sind a bisserl klein für meinen großen Monitor.

    Ja sorry, die Entwürfe wollte wegen Datenschutz nicht als pdf einstellen und auch nicht die Bemaßung ganz wegschneiden. Für Details kann ich da wo es nötig ist nur den Baukörper nochmal einstellen.

    Man scheint viel Platz zu haben. Ein vom Entree getrennte Garderobe, die auf dem Weg zum Wohnbereich ist, ist auch sehr großzügig, weil das Entree ohne weitere Funktion bleibt, außer nur Platz zu haben bevor man das Haus verlässt oder betritt. aber ich vermute ihr nutzt die Wand zum Gästezimmer auch als Garderobe.

    Ja, aber wir brauchen den auch :face_with_tongue:. Wie man an den 3 Kinderzimmern erkennt, haben wir derer 3. Mein Schwager hat auch 3 Kinder, und die haben eine Garderobe von 3 m², das ist eine mittlere Katastrophe. Im alten Haus hatten wir so 5 m², das war auch zu eng. Wir haben tatsächlich ziemlich viele Zeitpunkte wo wir uns zu dritt oder zu viert oder sogar zu fünft gleichzeitig fertig machen oder ankommen. In das Entree kommt an die Wand zur Treppe eine Bank, wo mehrere gleichzeitig sich die Schuhe anziehen können.

    Und richtig, an die Wand zum Gästezimmer kommt die Garderobe, aber da haben wird nur Platz für 2 Paar schuhe und 2 Jacken für jeden sein. 2 mal im Jahr findet dann der große Jacken/Schuhe-Tausch Sommer/Winter von der Garderobe zum Entree und umgekehrt statt. Und Turnbeutel, Tennisrucksack, Ersatzschläger, Roller-Skates, Fahrradhelme usw. usw. müssen auch irgendwo hin. Hatte ich schon erwähnt, dass wir den Platz brauchen?

    Für mich sind da einige Fauxpas wie ... (die) Funktionalität der Küche

    Und wenn ich Dir jetzt erzähle, dass die auch noch sehr clean, komplett grifflos und mit Muldenlüftung im Kochfeld werden wird, damit uns nichts in Kopfhöhe rumhängt? Und wir gedenken, sie auch regelmäßig zum Kochen zu gebrauchen? :face_with_tongue: Ganz bewusste Entscheidungen. Dafür wird das Arbeitsdreieck für die Aufteilung von Spüle, Herd und Kühlschrank perfekt werden. Es wird genau die ergonomisch richtige Fläche zur Zubereitung von Speisen zur Verfügung stehen. Alles, was man fürs tägliche Kochen und Essen braucht ist leicht zu erreichen und auch leicht zu verstauen. Der Geschirrspüler wird so angeordnet, dass 90% des täglichen Bedarfs ohne einen Schritt zu gehen eingeräumt werden kann. Muss halt nur ordentlich geplant werde. Ich glaube, Frau Maier sieht das auch so ;):

    Endlich mal eine Kochinsel die nicht in einen viel zu kleinem Raum rein gequetscht wird. So macht es auch Sinn. Gut finde ich, dass der Essbereich großräumig ist, dort wo tagsüber die Familie herum schwirrt und sonst die Gäste Platz nehmen

  • beim Eingang anfangen, wo man gegen eine Wand läuft

    Das könnte durchaus gewollt sein. Könnte! Ich hätte den Zugang auch eher in die Flucht des folgenden Flurs gesetzt, würde aber bedeuten, dass jeder auch gleich bis zur anderen Seite des Gebäudes quasi hindurchsehen kann. ich würde das gut finden, kann aber bei anderen Menschen genau gegenteilig empfunden werden.

    Der Einschnitt in der Fassade wäre für mich Verschwendung. Die Fläche hätte man den Kinderzimmern zuschanzen können.

    Der Nordpfeil hat die Copy&Paste-Aktion nicht überstanden. Also, die Haustür liegt in Nordwestlicher, Esszimmer mit Hebe-Schiebtür und Terrasse in Südöstlicher Richtung. Das Haus ist in der Stadt, ist aber ein eher dörflicher Stadtteil. Es liegt an einer breiten Kastanien-Allee mit Grünstreifen zwischen Asphalt und Gehweg. Es gibt eher wenig Fußgänger auf dem Gehweg.

    Ziel war tatsächlich, die Sichtachse zu öffnen und ein wenig mit Offenheit vs. Privatheit zu spielen. Man soll im vorbeigehen kurz den Blick durchs Haus in den Garten erhaschen können. Dass die Fenster etwas in den Baukörper zurückverlegt sind, verkürzt diese Zeit für den Blick beim Vorbeigehen.

    Die Position der Haustür macht an keiner anderen Stelle Sinn, da der Überzug im 1.OG gleichzeitig auch der Regenschutz ist. Mit der Tür in der Sichtachse würde man beim Aufschließen nass werden.

    Und sorry, für mich ist die Anforderung , dass sich die Haustür in die Sichtachse öffnen muss bis zu dem Post oben gänzlich unbekannt gewesen und auch jetzt nach etwas Durchdenken für mich nicht relevant.


    Übrigens ist für beide Fenster das hier geplant: Rehau Smart Privacy. Das heißt, dass wir zu jederzeit den Schalter umlegen können, wenn wir keine Blicke haben wollen.


    Man wird übrigens vom Gehweg an die Decke der Treppe sehen können, da freue ich mich jetzt schon, da eine auffällige Lampe dranzuhängen ;).

    Ausrichtung von SZ/Kizis

    Bei Verkehrszonen spiele ich gerne mit der Offenheit, bei den privaten Zimmern eher nicht. Die Nachbarhäuser auf beiden Seiten haben wenig bis keine Fenster zu unserem künftigen Haus. Daher war es die bewusste Entscheidung die Fenster der Kinderzimmer an die Längsseiten und nicht zur Straße zu legen. Dafür fast bodentief und groß und damit hell.

  • Unverständlich sind mir -nicht nur hier, sondern generell- übergroße Bad-...oder Wellness-Bereiche. Ich kennen tatsächlich Niemanden, der sich hier stundenlang aufhält (mag bei TE natürlich genau anders sein!). Insofern würd e ich dort versenktes Geld (und da wird hier viel versenkt) als für mich unsinnig ansehen. Der Elternbereich mit Elternbad umfasst etwa 36m² (+/-), das ist schon gewaltig.

    Can we agree to disagree?


    Ich habe gerade gesehen, das in der letzten Planversion auch ein paar Raumbezeichnungen und die Schränke in der Ankleide verloren gegangen sind. Der erste Raum im Elternbereich ist der begehbare Kleiderschrank, da kommen auf beiden Seiten 3m Schrank hin, die wir brauchen werden. Mit Flachdach haben wir keinen Speicher und nur einen wirklichen Lagerraum im Keller.

    Das Bad könnte ich nicht kleiner machen, ohne auf die Badewanne zu verzichten und um das Bett ist jeweils 1m Raum zum Laufen. Da passt noch nicht mal ein freistehender Sessel rein. Auch hier kann ich eigentlich keine Abstriche machen.

    Ehrlich? Ich finde das schon mega - wenn man sich das leisten kann und der Rest auch im Verhältnis steht. Den Spruch „ist doch nur zum Schlafen da“ kann man schnell wegschlafen. Man bekommt bei der Raumgrösse ordentlich Luft.

    Danke, da stimme ich Dir gerne zu!

    Hier allerdings sind ja überall irgendwie kleine Wandstummel, die mir recht piefig kommen und einengen, Überall schaut man in eine dunkle Ecke - Blick in die Ankleide engt das Sichtfeld ein, was ja eigentlich durch den Flur und Fenster im Süden großzügig gewollt ist. Bad sind auch die Wände too much, zumindest würde ich auf diese Nasen verzichten. Das hat das Haus gar nicht nötig.

    Point taken, Badplanung ist aber auch noch nicht gestartet, die Wand zur Dusche wird vielleicht auch eine Scheibe und der Waschtisch links ohne Wand. Der Ankleidebereich ist schon ein Kompromiss zwischen der Notwendigkeit von Schränken und dem Eindruck von Großzügigkeit. Ich denke, dass der Ausblick auf die Fensterfront über die Enge der Schränke links und rechts weghelfen wird.

  • Ich habe keine Ahnung von Architektur - aber immer eine Meinung 😉


    Große Küche find ich gut - ich kann zwar kaum Kochen aber ich find große Küchen Kult.


    Muldenlüftung hab ich auch - möchte ich nie wieder hergeben! Ist eine super Sache und unglaublich einfach zu reinigen. Und funktioniert einfach. Grifflose Küche auch vorhanden - Meine Erfahrung eher so semi. Die Fronten versauen leicht mit / wegen Kindern. Putzt man sich kaputt - aber so wie Du Deine Küche platziert hast, macht das mit dem Grifflos sehr viel Sinn - bleibt man beim Rumlaufen nicht hängen!


    Großes Bad muss man mögen - ihr merkt - ich betrachte die Dinger meist aus „Putzsicht“. Muss man halt viel Putzen. Wenn man eine Hilfe hat die das für einen tut ist ein großes Bad cool. Im Alter der Kinder von 6 bis 14 oder so, war bei uns häufig das Bad Abends ein schöner Versammlungsraum wo sich alle fertig machen konnten und man sich entspannt dazu gesetzt hat (zb vor die Wanne auf den Boden) und den ganzen Tag mit den Kindern nochmals in witziger Unterhaltung Revue passieren lassen konnte. Das hat den Stress aus dem „Bett fertig machen“ rausgenommen und kurzweilig gemacht. Gelegentlich saß ich da auf dem Boden vor der Wanne mit einem Glas Rotwein und wir haben uns alle gut unterhalten - fast schon kitschig….

    Geht auch in kleinen Bädern aber in großen isses cooler…


    Ich find viel Platz schön, wenn es das Budget zulässt.


    Also hab Spaß dran!


    Lg

  • Bauchschmerzen, ob der Wirkung bereitet mir der Luftraum. Für mich ist ein Luftraum, eine Galerie immer auch ein Ort der Kommunikation, des Blickkontakts, aber auch ein rau, der sich nach oben öffnet, sich weitet. Hier ist es aber ein etwa 110cm breiter Schacht, der zwar auf einer Seite ein hohes Fenster hat, im OG aber beidseitig von raumhohen Wänden eingefasst ist. Ob ich das jetzt würde sitzen wollen? Eher nicht. Die Raumwahrnehmung würd e mich hier eher bedrücken. Ein übergroßer Lichtschacht. Weiß nicht....das muss man schon echt wollen....

    Also, wir hatten die Bedenken auch. Unser Architekt baut die Geschichte tatsächlich öfter mal ein und wir hatten die Gelegenheit, uns genau das gleiche Setup in einer Sanierung/Erweiterung live anzuschauen. Sogar noch etwas schmaler, aber mit Fenster in gleicher Höhe. Es hat nicht den Anspruch, eine Galerie zu sein, die hier sowieso nicht genügend Platz hätte, sondern soll EG und OG sichtmäßig verbinden und für Helligkeit sorgen. In Live hat uns das tatsächlich gut gefallen. Und auch hier freue ich mich schon darauf, eine passende Lampenlösung auszusuchen.


    Statt des Lichtschachts könnte man hier nur den Deiner Meinung bereits jetzt schon

    übergroßen Bad-...oder Wellness-Bereich

    noch weiter anschwellen zu lassen :yeah: .

  • genauso wie die Kinder vom Flur aus auf das Elternbett schauen können.

    Ok, die Idee von dem Fernster an der Stelle kam von meiner Frau und mir, inspiriert vom Architekten, bei dem ich etwas vergleichbares in einem anderen Setup gesehen hatte. Er fand die Idee Klasse.

    Wir erwarten uns mehr Licht und mehr Raumgefühl am Tag, wenn das Schlafzimmer nicht in Benutzung ist.

    Aber zur Beruhigung aller, da ist ein blickdichter Vorhang mit Schiene, Motor und KNX-Steuerung vor dem Fenster vorgesehen. Wenn man will kann man auf Knopfdruck innerhalb von 10s alle neugierigen Blicke aussperren.


    p.s. Unsere gegenwärtige Übergangs-Miet-Wohnung ist ein Split-Level Bau aus den 70er Jahren. Wir haben unseren 3 Kindern jeweils die 3 abgeschlossenen Zimmer gegeben. Für unser Schlafzimmer ist da nur noch eine offene Ebene über Wohnzimmer, Küche und Esszimmer übrig geblieben. Soll keiner behaupten, wir wissen nicht, worauf wir uns einlassen :grinning_face_with_sweat: .

  • Sinn machen auch die getrennten Sanitärbereiche für Eltern und Kinder, dazu noch über der Küche und der größte Teil der Wassergeschichte bleibt zusammen in einem Bereich

    Ja, war auch ein expliziter Wunsch von mir an den Architekten: Großzügiger Raum für Installationen, da wird mit Netzwerk und KNX einiges an Kabel-km zusammenkommen. Außerdem kurze Wege für die Wasser und Heizungs-Installation für energetisch sinnvolle Wassererwärmung und gering Legionellengefahr.

    Gemeinsames TV Gucken ist ja eh seit dem Internetzeitalter out.

    Vorsicht, wir haben regelmäßige Film-Abende mit der ganzen Familie. Ok, ist Streaming und kein lineares TV, aber immerhin. Die Idee ist schon, das neben dem Fernseher auch ein Beamer mit Leinwand und einer schönen Surroundanlage ins Wohnzimmer kommt.

    Naja, das nahezu bodentiefe Fenster neben der Kloschüssel, damit jeder der Nachbarn sehen kann wer auf dem Thron sitzt, mag gewöhnungsbedürftig sein

    Ich ziehe mein Frau immer damit auf, dass ich in das Klofenster ebenfalls die Smart Privacy Schalterlösung von oben einbaue und wenn sie da auf dem Pott hockt den Schalter umlege... :yeah:

  • Naja, Spa ist heute in aller Munde. Aber ich sehe immer nur Mini-Bäder, wo man sich kaum umdrehen kann. Da kommt man schon ins zweifeln wo dieser angebliche Trend sein soll. Eine Kollegin im nahen Vorarlberg hat aus einem Granitstein eine Badewanne meißeln lassen. Dazu noch schmale Fensterbänder auf Fußbodenhöhe. Das ganze Haus einen auf cool gemacht, fast schon zu kalt, aber die Bauherren standen darauf. Im Prinzip ist das Haus eine Skulptur an sich. Aber was ich sagen wollte ist, dass die Badewanne in einem großen Bad auch was besonderes sein muss, nicht einfach was von der Stange.


    Grifflose Kücheneinrichtung finde ich auch nicht schlecht. Bekannter in Vorarlberg hat Tipbeschläge. Einfach die Fläche etwas eindrücken und die Schublade geht auf. Das kennen viele gar nicht. Aber ich finde die glatten Flächen, die nur durch das geometrische Muster das die Flächen der einzelnen Türen und Schubladen trennt, das hat was. Und dann stehen die Gäste davor wie ein Ochs vor dem Berg wenn Du ihnen sagst sie sollen doch mal in der obersten Schublade das und das raus holen...


    Der lange Flur im EG ist von Vorteil wenn die Kinder noch klein sind. Da haben die eine lange Fläche zum austoben.



    Sicher, nicht alles mag perfekt sein, aber ich denke wir hatten hier schlimmere Grundrisse. Aber das mit dem Spalt zum OG, damit kann ich mich nicht anfreunden. Wenn ich so etwas gemacht hätte, dann um das ganze Haus durchzuschneiden.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...