Asbest im Estrich nachgewiesen

  • Hallo. Ich verfolge das Forum bereits seit längerem und konnte schon manche Fragen dadurch lösen. Tatsächlich stellt sich mir aktuell selber eine Frage um deren Rat ich bitte.


    Aufgrund beruflicher Tätigkeit kam ich in eine Firma, in dieser räumlich beschränkt der Asbestestrich entfernt wurde. Es handelt sich um einen roten Estrich und es wurde getestet mit positiven Ergebnis. Nun kam eine spezielle Firma hierfür und stellte auch eine Schleuse an die Eingangstüre. Direkt danach wurde mit den Arbeiten begonnen. Beim vorbeilaufen fiel mir dann auf, dass feiner Staub wohl unterhalb der Türe sowie an div. Stellen Austritt. Man hat beim vorbeigehen alleine nach kurzer Zeit ein komisches Gefühl auf den Lippen gehabt. Ich habe dann unverzüglich dort gerügt und die Firma nahm dann etwas Klebeband und besserte nach. Abend dann sah ich wieder eine Stelle, wo der Staub ausgetreten ist.


    So wurden jetzt drei Tage gearbeitet und seit gestern wird das Zeug in Bigpacks verstaut.


    Nun die Frage, ist bereits nach kurzer Exposition ein Arzt aufzusuchen oder bzw. was wäre jetzt richtig zu tun? Ich habe daheim kleine Kinder, habe die Kleidung gewechselt und geduscht. Bekommt man das wieder runter, auch aus den Haaren oder verkeilen sich die Fasern darin?

  • Vielen Dank. Der Staub der austrat war rötlich, zumindest den, den man mit Augenschein erkennen konnte. Natürlich habe ich den Ratgeber gelesen, aber ehrlich gesagt bin ich überfordert mir hier das Risiko abschätzen zu können. Und vor allem wie sich die Fasern auf Kleidung und den Haaren z. B. Verhalten wenn man diese mit nach Hause bringt

  • aber ehrlich gesagt bin ich überfordert mir hier das Risiko abschätzen zu können.

    kein Problem, da können wir die helfen:

    Das Risiko, dass du nächste Woche den Jackpot im Lotto gewinnst, danach aber den Lottoschein verlierst und du dich dann vor lauter Unglück von der nächsten Brücke stürzst, halte ich für deutlich größer. Also besser kein Lotto mehr spielen!

  • Die Informationen sind teils zwiespältig.


    Einerseits schreiben manche, bereits eine Faser reicht was auch für mich als Quatsch klingt. Dann findet man aber aus einer Zeitung einen seriösen Bericht, wo ein jetzt 39 jähriger einmal in seiner Pubertät kurzzeitig Fenster mit entfernt hat und jetzt ein Mesotheliom hat. Manche machen das langfristig und teils ohne entsprechend Schutz und hört man nichts. Daher meine Fragestellung das eurer Expertise.

  • Man kann da nichts sagen außer dass die Exposition vmtl vernachlässigbar war und dass ein Arzt absolut nichts machen kann.

    Kleidung waschen war richtig. Die wesentlichen Fasern sind so klein, dass sie sich nicht "verkeilen", sondern in der Luft schweben.

  • eine Faser reicht

    Das stimmt. Bloß welche die eine ist, dafür gibts keinen Code, Farbmakierung o.ä. Man kan 1.000 mal durch eine Staubwolke laufen und nix passiert. Und dann triffts einen.

    Vorhersagemmöglichkeit = 0,0

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Also wenn ich das richtig verstehe, sind das sehr leichte und kleine fasern. Können diese dann z. B. an den Haaren anhaften und man trägt diese dann ins Kopfkissen oder werden die mit Haare waschen wieder entfernt?


    Wie wird das denn bei Experten gemacht? Die Firma hat aktuell bis heute auch nicht erfasst, wie sie die Umgebungsluft dadurch verunreinigt. Müssen während solchen Tätigkeiten während der Arbeit Messungen im Umkreis stattfinden?

  • Vielleicht kann mir jemand die Frage beantworten, führen indirekt übertragene Asbest Fasern auch zu Erkrankungen also ich habe durch das vorbei laufen etwas in den Haaren und an der Kleidung. Daheim ziehe ich die dann um aber ein paar fasern werden ja hängen bleiben vermutlich. Können diese dann für die Angehörigen wieder gefährlich werden?

  • Derartige A-Fasern gehören zur natürlichen Umwelt. Sie sind in den Größenordnungen in denen es bei Dir unschädlicher als die Stickoxide aus den Fahrzeugabgasen.


    Die kannst einen Bonbon verschlucken, der aus versehen in die Luftröhre gerät. Sind Bonbons DESWEGEN lebensgefährlich?


    Wer war das nochmal mit der Dosis, die das Gift macht?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • das verstehe ich nicht. Was heißt zueinander finden? Ist es denn möglich, dass die Fasern über Kleidung und Haare in solchen Konzentrationen bestehen, dass diese nach dem Duschen z. B. noch im Kopfkissen verbleiben und dann wieder eingeatmet werden z. B. auch von jemanden anders?

  • Also kann ich zusammenfassend sagen, dass die Asbestfasern zu klein sind dass sich diese in den Haaren z. B. ablagern und wenn doch kann man diese wieder vollständig raus waschen? So dass dies keine Gefahr mehr für andere darstellt?


    Ich weiß es ist Kaffeesatzleserei aber gibt es einen Erfahrungswert wieviel Asbest in einem roten Magnesiaestrich aus den 1970 ist?

  • aber gibt es einen Erfahrungswert wieviel Asbest in einem roten Magnesiaestrich aus den 1970 ist?

    Was soll das helfen? Ob da 5% oder 10% drin sind das spielt doch keine Rolle.

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  • richtig. Mir geht es jetzt am meisten um meine Familie ob ich die gefährdet habe indem ich mich daheim umgezogen und dann geduscht habe und ob ich an den Tagen die fasern womöglich über die Haare im Bett und überall verteilt haben könnte

  • Nein. Du hast weder Dich noch Deine Familie gefährdet.


    Mit freundlichen Grüßen


    Prof. Dr. Faseros Asbestos

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  • Entschuldigung aber ich bin tatsächlich besorgt und nicht empfänglich für Späße ala Faseros Asbestos

  • Entschuldigung aber ich bin tatsächlich besorgt und nicht empfänglich für Späße ala Faseros Asbestos

    Es ist kein Spaß, wenn immer diselbe Frage wiederholt wird, obwohl immer die gleiche Antwort kommt.

    Sicher ist nur, dass Du und Deine Familie sterben wird. Wann und woran wird die Zeit zeigen. Asbestose wird es nicht sein.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • ich bin tatsächlich besorgt

    Nö, Du bist nicht besorgt, denn sonst hättest Du die vielen threads im Forum gelesen und verstanden. Alle Informationen wurden schon mehrfach geschrieben. Da Dir an Erklärungen anscheinend nichts liegt brauchst Du eben eine einfache Antwort, und die hat Dir der Herr Prof. gegeben.

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  • Wer war das nochmal mit der Dosis, die das Gift macht?

    Nein, genau das trifft hier nicht zu.

    Tatsächlich reicht eine einzige Faser, an der richtigen Stelle in der Lunge platziert, aus, um Auslöser für ein Karzinom zu sein. Nur die statistische Wahrscheinlichkeit tendiert gegen Null.

    Auch wenn der Meteorit nur mit einer verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit Deinen Kopf trifft, ist dessen Größe für Deine körperliche Unversehrtheit ziemlich egal.

    Also kann ich zusammenfassend sagen,

    Nein das kannst Du nicht. Du hast absolut nichts verstanden.

    Bitte geh zurück auf "Los" und studier die Erklärungen nochmal und versuche zu verstehen.


    Nur eines ist sicher, kein Arzt kann nach einer eventuellen Exposition etwas daran ändern. Du kannst nur alle 5 Jahre zum Lungenröntgen gehen und nachsehen lassen, ob sich etwas entwickelt.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasMD ()

  • Du kannst nur alle 5 Jahre zum Lungenröntgen gehen

    mit dem risiko , dass die strahlung eine bis dahin nicht vorhandene veränderung im lungengewebe auslöst ........ :eek:X/

    risiko noch deutlich geringer , aber man muss halt was haben , um sich zu fürchten :yeah:

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ok dann lasse ich mich in fünf Jahren untersuchen. Was würden sie für meine Familie vorschlagen?

  • Ok dann lasse ich mich in fünf Jahren untersuchen. Was würden sie für meine Familie vorschlagen?

    Ist das jetzt ironisch gemeint?


    Wenn Du Dich zu diesem Thema durchs Forum liest, wirst Du feststellen, dass oft darüber geschrieben wird, dass man täglich vielen Fasern und schädlichen Substanzen ausgesetzt ist.

    Eine Garantie kann Dir niemand geben. Du hast das menschenmögliche gemacht - um mehr musst Du Dir vermutlich aufgrund der geringen Menge keine Gedanken machen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Lieber Mark 77,

    das fühlt sich richtig blöd an wenn man so etwas ausgesetzt war, ich kann das 100% nachfühlen. Aber, Dein Risiko ist sehr klein und die Latenz einer möglichen Erkrankung ist zudem noch so lang, dass es jetzt nicht viel Sinn macht sich das Leben zu verkomplizieren. Du weißt im Übrigen ja auch gar nicht was du alles an Stoffen oder Strahlung unwissentlich schonmal aufgenommen hast, die vielleicht eine schlimmere Wirkung haben können...

    Wenn man berücksichtigt, das die schweren Lungenerkrankungen durch Asbest eigentlich hauptsächlich bei Menschen aufgetreten sind, die massive oder Dauerbelastung damit hatten, solltest Du versuchen diese Vorstellung beiseite zu drängen. So ein Mensch ist generell ein sehr zähes, stabiles und wehrhaftes System, eine so geringe mögliche Belastung bringt dich normalerweise nicht um.

  • Ich habe früher oft als Hilfe für die vergleichende Risikobewertung geschrieben, dass es schlimmer ist, wenn man einen Abend in der Raucherkneipe gesessen hat. Aber das gibts ja heute auch nicht mehr.