Sockel abdichten

  • Guten Morgen miteinander,


    in Kürze möchte ich mit der Arbeit am Sockel starten (wenn das Gerüst weg ist natürlich :) )

    Ein paar Infos noch, die vielleicht interessant sind:

    - ums gesamte Haus kommt ein 30 cm breiter Schotterstreifen

    - Fertiggelände zu Kante Haus wird überall mindestens 15 cm betragen


    Meine Vorstellung, die ich mit einem befreundeten Maurer diskutuert habe sieht folgendermaßen aus:


    1. Beton abschleifen (um Grate etc zu entfernen) und grundieren

    2. XPS mit Knauf SM 700 Pro ankleben

    3. XPS zusätzlich verdübeln

    4. Anputzleisten und Eckprofil mit Knauf SM 700 Pro einarbeiten

    4. Armierungsgewebe mit Knauf SM 700 Pro einarbeiten

    5. Nochmal ein Armierungsgewebe mit Knauf SM 700 Pro einarbeiten

    6. Oberputz mit Knauf SM 700 Pro (filzen)


    Was ich aktuell nicht ganz verstanden habe ist, ob zusätzlich noch eine Bitumenabdichtung erfolgen soll und vor allem wann.

    Mein Gefühl sagt, dass es nach dem grundieren erfolgen sollte - also noch bevor die XPS angeklebt werden.


    Nachdem der Oberputz drauf ist, braucht nichts mehr erfolgen, oder?


    Besten Dank für Euren Input.

  • Nachdem der Oberputz drauf ist, braucht nichts mehr erfolgen, oder?

    Doch: Nach Ausführungsanweisung des Systemgebers zu 99,99% ja. Sonst wirft die Obere Beschichtung bald Blasen!


    Ob der Betonsockel auch noch eine Abdichtung braucht, ist so nicht zu sagen - vermutlich ja. Und dann brauchst Du anderen Kleber und Dübeln wär ein Spaghettisieb bauen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wer kann mir sagen, ob der Beton auch eine braucht? Im Sockeldetail ist nichts davon zu lesen X/

    Das hängt von der Höhe des Bemessungswasserstandes und den Bodeneigenschaften ab. Das Bodengutachten sollte dazu eine Aussage treffen. Worauf wurden Kelleraußenwände bzw. die Bodenplatte ausgelegt und wie wurden sie tatsächlich errichtet?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Unterscheide: Bauwerksabdichtung auf den Kelleaußenwänden zur Verhinderung des Eintritts von Feuchtigkeit/Wasser in die Kellerräume und Feuchteschutz auf dem verputzen Haussockel im Spritzwasserbereich bis ca. 10 cm über OK Fertiggelände zur Verhinderung der Durchfeuchtung der Putzschicht mit Putzschäden bei anschließendem Frost. Beides muss vorhanden sein. Der Feuchteschutz ist nach unten an die Bauwerksabdichtung anzuschließen.


    Nach dem Bild ist offenbar ein Betonkeller ausgeführt worden, der das Urspungsgelände deutlich überragt. Haus liegt in einer Mulde und die Baugrube wurde mit Kies aufgefüllt. Wenn es sich bei dem Keller um eine WW im Sinne der WU-RiLi handeln sollte, dann bedarf es keiner Bauwerksabdichtung.


    Ist es keine WW, ist die erforderliche Bauwerksabdichtung nicht zu erkennen. Sie wird möglicherweis verdeckt durch die Kiesanfüllung. Dann wäre die Bauwerksabdichtung aber zu niedrig und müßte nach oben noch verlängert werden bis mindestens 15 cm über späterem Fertiggelände bzw. mindestens 30 cm, wenn das Fertiggelände noch nicht exakt definiert ist. Dazu müßte die Kiesschüttung und die Perimeterdämmung ( ? ) wieder um rund 15 cm entfernt werden, damit die fehlende Bauwerksabdichtung an die vorhandene Bauwerksabdichtung überlappend herangeführt werden kann ( Bauwerksabdichtung muss als geschlossene und löckenlose Haut die Außenseite des Kellers bis mindestens 15 cm über OK Fertiggelände umhüllen ).


    Nach einer WW scheint es eher nicht auszusehen, wenn ich mir Rohrdurchführungen in den Kelleraußenwänden ansehe. Kann aber auch täuschen.


    Bei der Beschreibung des Feuchteschutzes am Putzsockel fehlt mir noch die vorgestellte Schutzschicht zum Schutz gegen Beschädigungen des Feuchteschutzes, z.B. der Dichtschlämme mittels Drain- oder Bautenschutzmatte bis OK Fertiggelände, hier offenbar Kiesstreifen.


    Also zunächst einmal die Abdichtung der Kelleraußenwände unter Berücksichtigung des im Baugrundgutachten festgestellten Lastfalls klären und erst dann kann es mit dem gedämmten Putzsockel weitergehen.

  • Hi zusammen,


    danke für euer Feedback!


    Eric Es gibt keinen Keller. Was man hier sieht sind die Frostschürzen, die zusätzlich noch tiefer in den Boden ragen. Gilt dann trotzdem das gleiche?


    Skeptiker Morgen hab ich wieder Zugriff auf das Bodengutachten. Bin gerade im Urlaub im schönen Thüringen :)

  • Dann kommte es zur Beurteilung der Erforderlichkeit einer Bauwerksabdichtung darauf an,


    - wie hoch das muldenartige Gelände noch angefüllt werden soll,

    - auf welcher Höhe die EG-Bodenplatte im Verhältnis zur OK Fertiggelände liegen wird,

    - welche Qualität die EG-Bodenplatte hat,

    - welcher Lastfall mit welchem Bemessungswasserstand zu erwarten ist.


    >>> Gegebenenfalls noch Abdichtung der Stirnseite der Bodenplatte bis mindestens 15 cm über OK fertiges Gelände erforderlich. Die durch die Frostschutzschürze hindurchgeführten Entwässerungsrohre sollen ja wohl mit hinreichend Erdreich zum Schutz gegen Frost überdeckt werden.


    Ist ein ein nahezu schwellenloser Ausgang aus den bodentiefen Fenster-Türanlagen ( Terrasse ) beabsichtigt?


    Bestand der Aushub für die Frostschürze aus lehmig-bindigem Boden und warum wurde dort Kies angefüllt.

  • Das ist 0/45.

    Es gibt überall mindestens eine Stufe. Auf der linken Seite werden es zwei.


    Der Erdwall den man im hinteren Teil sieht ist Aushub und wird zum auffüllen des Grundstücks verwendet. Am Ende hat die Hauswand überall zwischen 15-30 cm Abstand zu OK Gelände.


    Die Bodenplatte ist aus WU Beton.


    Boden ist übrigens nicht versockerungsfähiger Lehm.


    Das ganze Gelände ist ein leichter Hang. Deswegen rechte Seite Bild 15 cm zum Haus und rechte Seite 30 cm Abstand Fertiggelände.


    Danke dir nochmal :)

  • Zitat

    Boden ist übrigens nicht verso(i)ckerungsfähiger Lehm.

    Dann ist der Lastfall " Stauwasser " und nach DIN ist dann mit Wasser in flüssiger Form bis OK Gelände zu rechnen. Bei Hanglange kann Schichtenwasser hinzukommen.


    Zitat

    Deswegen rechte Seite Bild 15 cm zum Haus und rechte Seite 30 cm Abstand Fertiggelände.

    Also ein umlaufender Graben nach Welzel oder was ist gemeint?


    Bodenplatte WU-Beton sagt gar nichts.


    Es kommt nicht auf die Hauswand, sondern auf die Höhe der Bodenplatte über Fertiggelände an. Denn auch eine Bodenplatte aus WU Beton ist gegen Feuchtigkeit zu schützen.

  • Die Bodenplatte ist aus WU Beton.

    Ist da nur ein (vermeintlich) „besserer Beton“ eingesetzt worden oder die Bodenplatte mit Durchdringungen und Anschlüssen an aufgehende Bauteile insgesamt nach der WU-Richtlinie geplant und gebaut worden?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Habt ihr keinen SiGeKo auf dem Bau? Dieses Gerüst hätte bei uns einer vom Gewerbeaufsichtsamt gleich sperren lassen, wenn der zufällig mal vorbei gekommen wäre, was in unserer Gegend recht oft passiert. Und der von der BG Bau hätte sich eh aufgeregt.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Habt ihr keinen SiGeKo auf dem Bau? Dieses Gerüst hätte bei uns einer vom Gewerbeaufsichtsamt gleich sperren lassen, wenn der zufällig mal vorbei gekommen wäre, was in unserer Gegend recht oft passiert. Und der von der BG Bau hätte sich eh aufgeregt.

    Doch, habe / hatte ich.

    Gerüst ist nun weg und Rechnung des SiGeKo liegt nun auch vor