Geschossdecke dämmen,ein paar Fragen

  • Hallo


    Also ich wollte meinen Dachboden Dämmen. Die Oberste Geschossdecke ist Quasi wie eine Holzbalkendecke. Also Sparren und da drunter so Art Heraklith.

    Das Haus ist von 1981 und es ist dort schon 10cm Glaswolle zwischen den Sparren.

    Ich habe vor 10 Jahren schon den Boden Nachträglich gedämmt mit Rockwool Platten. Welche genau weiß ich leider nicht mehr. Und da drüber dann OSB Platten.


    Jetzt wollte ich den rest machen. Damals hatten wir das nicht gemacht weil wir die stellfläche einfach nicht brauchten und dananch hatte ich es einfach "vergessen"


    Ich wollte jetzt quasi wieder genauso vorgehen. Meine frage einmal: Ist es quasi bei dem vorhaben egal was man nun an Dämmung rein macht? Also die Sparren sind 70cm auseinander. Und die gesammthöhe ist 20cm.

    Daher auch die frage , wie weit lässt sich das Zeug quetschen? Nimmt man das genau passend oder immer etwas breiter/höher)


    Vor allem fragen woltle ich wegen einer anderen sache. Wir haben einen Balkon und da drüber ist quasi das Ende vom Dachboden. Ich füge mal Fotos an. Da wo die eine alte Schicht Dämmung mit dem Silberpapier ist. Da ist ja Qausi direkt nur Holz drunter und dann ist ja schon der Balkon da. Muss ich da was beachten? Muss da eine Folie oä drunter bevor ich da Dämmung auf das Holz lege (da wo nun schon was altes ist....das kann ja wieder weg )

    Oder evtl eine spezielle Dämmung in dem Bereicht. Das ist circa 1,2 meter x2,2 meter. (der bereich)


    Ich habe auch noch einige von diesen Styrodur Platten heißen die Glaube ich. Die sind so Grün. 60cm Breit. 220cm Lang. Eignet sich sowas auch für die Dämmung von der Geschossdecke?


  • Daher auch die frage , wie weit lässt sich das Zeug quetschen? Nimmt man das genau passend oder immer etwas breiter/höher)

    Man kann die Dämmung klemmen, aber man sollte sie nicht "quetschen". Bei einer Zwischensparrendämmung schneidet man die Platten etwas breiter als der Zwischenraum und klemmt sie rein. Wird die Dämmung gequetscht, dann reduziert sich die Dämmwirkung.


    Muss ich da was beachten? Muss da eine Folie oä drunter bevor ich da Dämmung auf das Holz lege

    Von außen kann kein Wasser ran, und innen ist unbeheizt, also wüsste ich jetzt nicht, warum man hier eine Folie mit einbauen sollte.

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  • Dankeschön.


    Hast du eine direkte Empfehlung für einen Dämmstoff?

    Es gibt ja so viele.

    Also ich würde jetzt Mineral oder Steinwolle nehmen.

    Muss mich nur noch durchkämpfen bei dem ganzen Angebot was es gibt

  • Die bestehende Wärmedämmung ist ziemlich sicher KMF und muss mit angemessenen Schutzmaßnahmen bearbeitet werden. Die Aluminiumschicht sollte eine Dampfsperre sein und auf der warmen Seite der Wärmedämmung eine lückenlose wasserdampfundurchlässige Schicht bilden. Das tut sie hier offensichtlich nicht. Die KMF sollte deshalb vollständig ausgebaut und die Wärmedämmebene neu gebaut werden. Dabei kann man dann auch eine (Wasser-) Dampfbremse / (Wasser-) Dampfsperre neu und diesmal richtig einbauen.


    Für diesen Einsatzfall eignen sich alle Faserdämmstoffe, egal ob als Bahnenware oder lose eingeblasen, in jedem Falle aber dicht und lückenlos. Schaumkunststoffe sind deshalb hierfür wenig bis ungeeignet. Sie haben Eigenschaften, die hier nicht benötigt werden. Auf der kalten Seite der Wärmedämmung, also der Oberseite sollte wegen deren Wasserdampfdichtigkeit keine OSB-Platten über dem Dämmstoff liegen. Eine einfache Brettschalung ist hier sinnvoller.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also das was du auf dem Foto siehst mit der Alu schickt das ist neue Glaswolle. Die ist von Knauf, das ist ein Reststück was ich Mal reingelegt Habe.


    Wie gesagt habe ich damals schon ein Großteil so gemacht mit OSB drüber, iund ich habe nicht vor den ganzen Kram nun wieder raus zu schmeißen. Das sind einige m2.


    Macht es hier einen großen Unterschied ob nun OSB oder Bretter?


    Die ganze alte Dämmung die man im Vordergrund sieht, das gelbe, bist du dir sicher dass das Asbest etc ist?

    Also ich bin da bisher immer Recht unbedacht mit umgegangen ,weil ich dachte das wäre Glaswolle.

    Hat man das in den 80gern denn noch genutzt

  • Nur ist es mit dem Dampfsperre wieder so, einer sagt ja ,der andere sagt nein ?!?

    Eine Dampfsperre wird benötigt wenn Wasserdampf diffundieren, und aufgrund Temperaturunterschied kondensieren kann. Typischerweise zwischen warmen (beheizten) und kalten (unbeheizten) Bereichen eines Gebäudes. Dein Dachboden ist unbeheizt, nicht bewohnt, es gibt keine Feuchtigkeitsquelle. Warum sollte dann zur Decke des Balkons eine Dampfsperre erforderlich sein?


    Wenn hier eine Dampfsperre sinnvoll ist, dann zwischen den beheizten Räumen darunter und dem Dachboden, wobei man diese dann raumseits der beheizten Räume anbringt.


    Die Alufolie auf der alten Wolle hatte die Aufgabe die Dämmwirkung zu verbessern, indem sie die Wärmestrahlung (IR) in den Raum reflektiert hat. Zugleich ist Alufolie wasserdampfdiffusionsdicht.

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  • Zitat

    Wenn hier eine Dampfsperre sinnvoll ist, dann zwischen den beheizten Räumen darunter und dem Dachboden, wobei man diese dann raumseits der beheizten Räume anbringt.

    Wie man auf dem Foto vielleicht erkennt, sind die Behizten Räume ja logischerweise auch dadrunter. Also da , wo die gelbe Mineralwolle ist, dort sind Beheizte Räume. aber lont es sich danun extra was neu zu machen. Bisher hatte ich auch keine Probleme. Ich würde ja nur Nachdämmen. Und Luftdicht mache ich das ja auch nicht. Dann sollte es ja keine Probleme geben

  • Also das was du auf dem Foto siehst mit der Alu schickt das ist neue Glaswolle. Die ist von Knauf, das ist ein Reststück was ich Mal reingelegt Habe.

    Das mit der Aluschicht ist sicher keine "neue" Glaswolle, sondern - wie ich bereits schrieb - "alte" künstliche Mineralfaser, also "KMF". Für sie gilt, was ich im verlinkten Post schrieb. Kauf produziert schon lange keine Alu-kaschierte Faserdämmung mehr.

    Wie gesagt habe ich damals schon ein Großteil so gemacht mit OSB drüber, iund ich habe nicht vor den ganzen Kram nun wieder raus zu schmeißen. Das sind einige m2.

    Sorry, ich habe Dir die baupysikalischen und gesundheitswirksamen Eigenschaften der vorhandenen Baustoffe ohne Berücksichtigung Deines persönlichen Willens beschrieben, denn sie sind unabhängig davon. OSB ist - je nach Qualität - wasserdampfbremsend und das ist auf der kalten Seite einer Wärmedämmung eher schlecht.

    Macht es hier einen großen Unterschied ob nun OSB oder Bretter?

    Ja. OSB3 sind eine (Wasser-) Dampfsperre, eine Schalung ist offen für Wasserdampf.

    Die ganze alte Dämmung die man im Vordergrund sieht, das gelbe, bist du dir sicher dass das Asbest etc ist?

    Nein, von Asbest und von etc. habe ich nichts geschrieben. Ich schrieb "KMF". Was das ist, steht im oben verlinkten Post. Ja, das ist nach Baujahr des Hauses und Aussehen (aufkaschierte Alu-Pappe) ziemlich sicher KMF. Bei in Trockenbauwänden dicht eingebauter KMF würde ich mir keine Sorgen machen, bei frei herumliegender schon.

    lso ich bin da bisher immer Recht unbedacht mit umgegangen ,weil ich dachte das wäre Glaswolle. Hat man das in den 80gern denn noch genutzt

    "Glaswolle" ist "KMF". Ja, die hat man in den 1980er Jahren noch benutzt. Ich habe sie im Praktikum 1989 selbst noch eingebaut.

    Nur ist es mit dem Dampfsperre wieder so, einer sagt ja ,der andere sagt nein ?!?

    Das lässt sich für jeden Fall ausrechnen. Dafür gibt es Online-Rechner und Bauphysiker, die das gegen Geld machen.

    Die Alufolie auf der alten Wolle hatte die Aufgabe die Dämmwirkung zu verbessern, indem sie die Wärmestrahlung (IR) in den Raum reflektiert hat. Zugleich ist Alufolie wasserdampfdiffusionsdicht.

    Auf der kalten Oberseite einer Holzbalkendecke tut sie weder das eine noch das andere. Das mit der Reflexion funktioniert sowieso nur mit einer Luftschicht auf beiden Seiten der Folie. Eine auf Pappe kaschierte Alufolie hat aber nur auf einer Seite eine Luftschicht. Von dort kommt in diesem Fall keine erwünschte IR-Strahlung! Und dort sollte die WäDä diffusionsoffen sein!

    Wie man auf dem Foto vielleicht erkennt, sind die Behizten Räume ja logischerweise auch dadrunter. Also da , wo die gelbe Mineralwolle ist, dort sind Beheizte Räume. aber lont es sich danun extra was neu zu machen. Bisher hatte ich auch keine Probleme.

    Lungenschäden durch KMF treten erst sehr lange Zeit nach intensivem Kontakt (Inhalation) auf. Die Dämmschicht sieht sehr dünn aus, tendenziell zu dünn.

    Luftdicht mache ich das ja auch nicht. Dann sollte es ja keine Probleme geben

    nochmal:


    - oben / kaltseitig sehr wasserdampfdiffusionsoffen

    - unten / kaltseitig je nach Berechnungsergebnis weniger wasserdampfdiffusionsoffen bis wasserdampfdiffusionsdicht

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Dämmschicht sieht sehr dünn aus, tendenziell zu dünn.

    Ich meinte damit nicht, ob man neue dickere Dämmung rein machen sollte, sondern ob es Überhaupt zwingend Notwendig ist hier nun unter dem ganzen alten KMF dort wo Beheizte Räume drunter sind , extra eine Dampfsprerrfolie zu verlegen. Oder ob es wie vorgeschlagen Theretisch ausreicht einfach Nachzudämmen. Ich meine nur mal Theoretisch. Ob man das nun macht ist ja was anderes-.

    Die jetzige dicke der Dämmung ist 100mm. 200mm würden reinpassen.

    Ja. OSB3 sind eine (Wasser-) Dampfsperre, eine Schalung ist offen für Wasserdampf.

    Das wusste ich wirklich nicht. Danke für den Hinweis. Wie gesagt, wo wir damals in Jungen Jahren eingezogen sind, habe ich einfach mal gemacht. Wie das eben so ist.


    Trotzdem muss ich ehrlich zugeben das ich mich auch mit dem ganzen Thema etwas schwer tue das zu verstehen.

    So wie das hier .....



    nochmal:


    - oben / kaltseitig sehr wasserdampfdiffusionsoffen

    - unten / kaltseitig je nach Berechnungsergebnis weniger wasserdampfdiffusionsoffen bis wasserdampfdiffusionsdicht


    Was ist nun oben und was ist unten. Und was ist Kaltseitig?


    Ich frage mal so. Wie muss es denn aussehen in meinem Fall. Also auf dem Dachboden mit dieser dünnen Geschossdecke. Und wie unterscheiden sich die Anforderungen zwischen den beheizten Räumen und dem Stück um das es eigentlich in der frage ging. Nämlich dem wo der Balkon drunter ist.

  • Was ist nun oben und was ist unten. Und was ist Kaltseitig?

    Die Decke har eine untere und eine obere Seite, Unterseite und Oberseite. "Oben" und "unten" sollten klar sein. Die obere Seite der Decke ist ihre Oberseite. Einfacher kann ich es nicht beschreiben.


    Bei Wärmedämmungen unterscheidet man die Seite der Wärmedämmung auf der es kalt und die, auf der es warm ist. In Mitteleuropas sind damit die Zustände während der kalten Wintermonate gemeint, wenn außen die tiefsten Temperaturen auftreten. Bei einem ungeheizten Dachboden ist die gedämmte Decke darunter im Winter auf ihrer Oberseite kalt, auf ihrer Unterseite warm. Die Wärmedämmung muss hier also auf der Unterseite vor eindringender warmer Luft geschützt werden, um deren Kondensation im kalten Teil der Wärmedämmung (also oben) zu verhindern. Kondensat hebt die Wärmedämmwirkung nämlich auf und nasses Holz wird von holzzerstörenden Pilzen zersetzt. Beides gilt es, zu verhindern.


    Wenn eine Decke beidseitig - unten wie oben - ungeheizt, also kalt ist, braucht sie keine Wärmedämmung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für die super Erklärung ja das war mir dann wohl doch schon klar, ich wusste nur nicht dass es so einfach ist.

    Also ist mit unten quasi die Decke gemeint ,die man in den Zimmern die beheizt sind oben auch sieht.


    Also heißt das da die Räume ja jetzt beheizt sind könnte der Fall theoretisch die ganze Zeit schon auftreten, dass dort Feuchtigkeit nicht mehr richtig entweichen, kann dort wo ich die OSB-Platten schon überall verlegt habe?


    Ich muss mir das heute noch mal genauer anschauen, ich habe das auch nicht so komplett super dicht und stoß Anstoß überall verlegt und die Ränder sind ja auch nicht bis zum Ende durchverlegt, würde es vielleicht auch schon reichen dort wo es schon verlegt ist in regelmäßigen Abständen einfach Schlitze reinzusägen anstatt alles rauszureißen und neu zu verbrettern?


    Eignet sich für das verbrettern außer rauspund irgendein bestimmtes Holz?

  • Und noch mal eine Frage zu dem Bereich wo der Balkon ist, die Dämmung kann dort also direkt aufgebracht werden auf das Holz,? macht es denn nichts wenn in diesem Bereich die Dämmung durch die kleinen eventuell vorhandenen Schlitze und Löcher feucht wird?

  • Eine „Decke“ ist im Bauwesen das waagerechte und begehbare Bauteil, welches zwei übereinander liegende Räume von einander trennt. Die Oberseite der Decke bildet dabei den Fußboden des oberen Raumes, die Unterseite die „Decke“ des unteren Raumes.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke.


    Ich hatte das gedanklich wahrscheinlich durcheinander gebracht weil in diesem Fall die Decke ja wie eine holzbalkendecke aufgebaut ist also nur so eine dünne Verkleidung unter den Sparren.


    Vielleicht hättest du zu den anderen Fragen im vorherigen Post ja auch noch einen Rat, was ich vielleicht auch noch dachte wäre ,ob es was bringt mit einem großen holzbohrer einfach Löcher in die oSB-Platten zu bohren, damit die Feuchtigkeit und Luft dort etwas entweichen kann.

    Also ich meine bei dem vorhandenen was schon alles verlegt wurde.