Anpassungen in der Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG)

  • Es gibt mal wieder Neuigkeiten bezüglich der Förderlandschaft die mich sprachlos hinterlassen:


    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima­schutz (BMWK) wird die Bundes­förderung für effiziente Gebäude zum 28.07.2022 anpassen:

    • Bei Sanierung entfällt die Förderung der Effizienz­haus-Stufe 100 / Effizienz­gebäude-Stufe 100 und der individuelle Sanierungs­fahrplan (iSFP-Bonus).
    • Die Kredit­förderung der Einzel­maßnahmen bei der KfW wird eingestellt. Die Zuschuss­förderung der Einzel­maßnahmen beim BAFA bleibt bestehen.
    • Die Förderung von gas­betriebenen Anlagen und den damit einher­gehenden Umfeld­maßnahmen wird gestrichen.
    • Bei Sanierung, Neubau und Kauf werden Kredit­höchst­beträge und Tilgungs­zuschüsse angepasst.
    • Wichtig für Privatpersonen und Unternehmen: Die Zuschüsse für die Sanierung von Wohngebäuden (461) und Nichtwohngebäuden (463) können noch bis zum Ablauf des 27.07.2022 beantragt werden.


    Für eine Sanierung zum Effizienzhaus gibt es jetzt noch magere 5 % bzw. 6000,- € pro Wohneinheit.

  • Weitere Informationen:


    Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)


    Auch die Zuschüsse über die BAFA für Sanierungen werden drastisch gekürzt. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle gibt es jetzt noch 15 % Bonus bzw. 20 % mit Sanierungsfahrplan. Gasheizung sind komplett raus. Maximale Förderung bei Heizungen ist jetzt 40 %.


    Insgesamt ist meine Einschätzung, dass die Sanierung auf ein Effizienzgebäude jetzt tot ist, da sich das überhaupt nicht mehr rechnet. Förderungen für Heizung und Gebäudehülle wird wahrscheinlich weiterhin laufen, vor allem bei den Bauherren die sowieso was machen müssen.

  • Sitze gerade noch bei einem ISFP, damit der rausgeht

    Ironischerweise kam heute früh eine Meldung im BR, dass die Bundesregierung Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Gebäude merh fördern will als den Neubau.


    Ja, so kann man es wohl auch ausdrücken

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Wobei: Komplett sanierte Gebäude hatte ich als Energieausweis sehr selten. Die meisten haben doch eh nur Geld für Einzelmaßnahmen.

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  • Ich hatte relative viele Effizienzgebäude und fand das auch immer Sinnvoll. Oft aus dem Sanierungsfahrplan entstanden, entschieden sich die Bauherren für eine Komplettsanierung in einem Zug. Ich finde die Komplettsanierung besser, da Einzelmaßnahmen viel zu oft nur Fenster oder Dach waren und die Gesamteffizienz des Gebäudes nur minimal verbessert wurde. Die Umsetzung von weiteren Maßnahmen war oft nicht einmal angedacht. Gerade bei den Effizienzhäusern brauchte man schon aufeinander abgestimmte Systeme die dann sinnvoll waren.


    feelfree Jo, den Punkt kann ich auch nachvollziehen. Wobei die Anforderungen immer renewable ready gewesen sind. Jetzt kann man sich in Zukunft die teure Forschung im Bereich grünen Wasserstoff sparen ;) .


    Grundsätzlich ist es ja nicht verkehrt sich auf eine Technologie zu fokussieren, ob sich dann immer die sinnvollste durchsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt.

  • Ironischerweise kam heute früh eine Meldung im BR,d ass die Bundesregierung Maßnahmen zur energetischen Modernisierung von Gebäude merh fördern will als den Neubau.

    Mich würde nicht wundern, wenn da in ein paar Monaten wieder nachjustiert wird.


    Andererseits muss man sich auch fragen, ob es sinnvoll ist Maßnahmen zu beschließen, die nur mit massiver Förderung umsetzbar sind. Die Erfahrung zeigt doch, dass mit jeder Förderung auch die Preise steigen. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn die Preise mal wieder auf ein vernünftiges Niveau runter kommen.


    Einfaches Beispiel. Schau Dir mal die Preissteigerungen bei WDVS an, die sind durch gestiegene Materialpreise niemals zu erklären. Oder Wärmepumpen, Pelletkessel usw. usw.

    Oder andere Branche, Automobil. Wie kann es sein, dass ein E-Auto x in Nachbarländern genau um den Betrag der Förderung billiger ist als hier in Deutschland?

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  • Da hast du nicht ganz unrecht. Ich bin gespannt, ob die Kosten für WDVS und Wärmepumpen ab dem Herbst um 10 % nachlassen werden. Kann mir das aber nicht so recht vorstellen.


    Im Sinne der CO2 Einsparung sind die Sanierungen zu Effizienzhäusern sicher sinnvoller als durch Amortisation der Heizkosten. Für die meisten Bauherren wäre aber zweiter Punkt entscheidend. Wer weiß ob in Zukunft die Preise für Sanierungen so weit fallen, oder die Heizkosten im fossilen so weit steigen, dass das in Zukunft wieder wirtschaftlich darstellbar wird.


  • Einfaches Beispiel. Schau Dir mal die Preissteigerungen bei WDVS an, die sind durch gestiegene Materialpreise niemals zu erklären. Oder Wärmepumpen, Pelletkessel usw. usw.

    Oder andere Branche, Automobil. Wie kann es sein, dass ein E-Auto x in Nachbarländern genau um den Betrag der Förderung billiger ist als hier in Deutschland?

    Genau deswegen finde ich diese ganzen Förderungen falsch. Jeder will immer irgend welches Geld sehen, wenn er was beschafft. Irgend jemand soll ihm Geld dafür zahlen wenn er was kauft oder baut. Das finde ich ich nicht richtig.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich bin gespannt, ob die Kosten für WDVS und Wärmepumpen ab dem Herbst um 10 % nachlassen werden. Kann mir das aber nicht so recht vorstellen.

    Tja, das dürfte wirklich interessant werden. Erfahrungsgemäß geht es mit den Preisen eher zäh oder gar nicht nach unten, die Kunden sind ja irgendwie daran gewöhnt.


    Ich halte die Sanierung der Gebäudehülle auf jeden Fall für sinnvoll. Jede kWh die man zum Heizen nicht braucht spart man die nächsten Jahrzehnte. Durch Effizienzsteigerung bei der Anlagentechnik kann man zwar auch Einsparungen erzielen, aber nicht in dieser Größenordnung. Selbst der schlechteste Ölkessel bietet hier nur begrenztes Einsparpotenzial, und in x Jahren muss der sowieso ausgetauscht werden.

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  • Genau deswegen finde ich diese ganzen Förderungen falsch.

    Förderungen sind nichts anders als eine Umverteilung, ich nenne das Wirtschaftsförderung. Das eigentliche Ziel hat mehr Alibi Funktion.

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  • Förderungen sind nichts anders als eine Umverteilung, ich nenne das Wirtschaftsförderung. Das eigentliche Ziel hat mehr Alibi Funktion.

    Und deshalb ist es richtig, wenn manche Förderungen eingestellt werden.


    z.B. Wärmepumpen sind mehr nachgefragt, als der Markt hergibt. Wozu die also noch fördern? Gestern hat mir ein bekannter Unternehmer erzählt, dass er ein Angebot für Erdsonden für WP für ca. 40 T€ bekommen hat, die vor 10 Jahren etwa 1/4 gekostet haben. Und wenn die Heizkosten durch die Decke gehen, wird die alte Butze auch ganz ohne Zuschuss gedämmt.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Und deshalb ist es richtig, wenn manche Förderungen eingestellt werden.


    z.B. Wärmepumpen sind mehr nachgefragt, als der Markt hergibt. Wozu die also noch fördern? Gestern hat mir ein bekannter Unternehmer erzählt, dass er ein Angebot für Erdsonden für WP für ca. 40 T€ bekommen hat, die vor 10 Jahren etwa 1/4 gekostet haben. Und wenn die Heizkosten durch die Decke gehen, wird die alte Butze auch ganz ohne Zuschuss gedämmt.

    Eine / mehrere Bohrungen für 40K€? Krass. Wie dein bekannter Unternehmer erzählt, habe ich vor 14 Jahren für 4*70m Simplex (Bohrung + Material) 12,5K € gezahlt. Ich fand das damals sehr viel. Vielleicht jedoch sollte ich mal an den Austausch der WP denken. Die ist ja auch schon 14 Jahre alt und eh überdimensioniert.

  • Und wenn die Heizkosten durch die Decke gehen, wird die alte Butze auch ganz ohne Zuschuss gedämmt.

    Klares Jein.

    Viele Menschen leben auch in viel zu großen Häusern. Klassisch die 70er Jahre, einst für die Familie, nur alleistehend in 200qm und mehr. Aber halt noch bezahlbar, da abbezahlt. Woanders könnte es teurer werden. Bekanntes Problem.


    Wer Geld hat, kann es sich leisten, in Zukunft weniger Geld auszugeben. Das hat schon Terry Pratchett mit Samuel Mumm schön beschrieben: Gute Stiefel kosten 50 Dollar, schlechte 10 Dollar. Gute halten 10 Jahre, schlechte 1 Jahr. ein armer kann sich nur schlechte Stiefel leisten, zahlt deshalb in 10 Jahren 100 Dollar für Stiefel , also doppelt so viel wie der Reiche (und hat trotzdem immer nasse Füße)


    J.B. Ich finde es interessant, dass Du viele KfW Häuser (Sanierung) gemacht hast. Wie schon geschrieben, mir ist im Bestand kaum eines untergekommen.

    Am häufigsten sehe ich Anlagentausch (logisch, weil die Heizung irgendwann die Grätsche macht), Sehr oft auch Dachdämmung, zumeist in Verbindung mit einem Dachausbau. Den haben übrigens sehr viele selbst gemacht, gerade in den 70er und 80ern.

    Als nächstes Fenstertausch, der ist eher von Firmen erledigt worden.

    Am seltensten ist die Bude tatsächlich gedämmt an den Aussenwänden, ebenso selten (und DAS verstehe ich nicht) ist die Dämmung der Kellerdecke.


    Was ich ja beim Rechnen immer wieder interessant finde, dass Keller, sobald sie unbeheizt sind aus der Rechnung rausfallen. in der Realität spielt es aber eine große Rolle, ob dort beispielsweise auch Fenster getauscht wurden oder nicht.

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  • Off-Topic:

    Vor 10 Jahren haben wir für 2x 95 m incl. geophysikalischer Messung gute 10 T€ brutto bezahlt, habe nochmal in der Rechnung nachgesehen.


    Ich hoffe, unsere WP hält noch lange. So ineffizient im Verglich zu einer neuen kann die gar nicht sein, dass sich vermutlich heute zig Tausende für eine Umrüstung lohnen würden.

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    Thomas

  • Was ich ja beim Rechnen immer wieder interessant finde, dass Keller, sobald sie unbeheizt sind aus der Rechnung rausfallen. in der Realität spielt es aber eine große Rolle, ob dort beispielsweise auch Fenster getauscht wurden oder nicht.

    Die EnEV bzw. jetzt GEG sind politische Instrumente. Dass dort nicht unbedingt die Realität abgebildet wird, ist bekannt. Schon die Rechnerei mit Wärmebrücken (pauschale Zuschläge oder detaillierte Nachweise) macht nur auf dem Papier einen Unterschied. In Wirklichkeit ändert sich gar nichts, ob ich mit WB-Zuschlag 0,1 rechne oder beim detaillierten Nachweis nur z.B. 0,02 ansetzen muss. Das Gebäude ist das gleiche, der tatsächliche Heizwärmebedarf selbstverständlich auch.

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    Thomas

  • Das Gebäude ist das gleiche, der tatsächliche Heizwärmebedarf selbstverständlich auch.

    und der "praktische" Heizwärmebedarf ist wieder völlig anders. Wenn ich mir meine Aufzeichnungen aus den letzten 20 Jahren so anschaue, dann sind Toleranzen um die +-10% gar nicht so selten, egal wie genau ich rechne und Daten erfasse. Wärmebrücken kann man dabei ignorieren, so lange nicht das ganze Haus eine Wärmebrücke ist.


    Das dürfte auch der Grund sein, warum die von Anda erwähnten Personen kein Problem damit haben ein 200m² Haus zu bewohnen, und dieses Haus auch beheizen können, denn praktisch werden nie die kompletten 200m² nonstop beheizt. Auch wenn das Haus theoretisch 50.000 oder 80.000kWh p.a. benötigen müsste, so sind es praktisch doch nur 30.000kWh oder auch noch weniger. So bleibt die Hütte trotzdem bezahlbar.

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  • der "praktische" Heizwärmebedarf ist wieder völlig anders

    als der im GEG-Nachweis. Deshalb sind GEG-Nachweise auf Verbrauchsbasis das bedruckte Papier nicht wert. Merken die Käufer nur später...

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • als der im GEG-Nachweis. Deshalb sind GEG-Nachweise auf Verbrauchsbasis das bedruckte Papier nicht wert. Merken die Käufer nur später...

    Also auch hier - der GEG Nachweis, welcher vor meiner Kernsanierung angefertigt wurde, passt erschreckend genau. Der "Endenergiebedarf" entspricht auf den m² runtergerechnet fast genau dem Stromverbrauch pro m² der WP pa.....

  • Ich würde sagen: komme aufs Gebäude an. Bei älteren Häusern (bis Ende 70er schätze ich) sind die Bedarfsausweise regelmäßig deutlich schlechter als der tatsächliche Verbrauch.

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  • Achtung, der Thomas schrieb


    Deshalb sind GEG-Nachweise auf Verbrauchsbasis

    Ich gehe mal davon aus, er meinte den Verbrauchsausweis und nicht einen Bedarfsausweis. Oder bringe ich das jetzt auch schon durcheinander? :eek:

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  • Achtung, der Thomas schrieb


    Ich gehe mal davon aus, er meinte den Verbrauchsausweis und nicht einen Bedarfsausweis. Oder bringe ich das jetzt auch schon durcheinander? :eek:

    Ich glaube Du hast Recht. Ich hab ne Themaverfehlung in meinem Beitrag fabriziert.....

  • der GEG Nachweis, welcher vor meiner Kernsanierung angefertigt wurde, passt erschreckend genau.

    Das mag auch vorkommen. Trotzdem ändert es nichts am Gebäude und am Wärmebedarf, mit welchem Wärmebrückenzuschlag gerechnet wird. So ist bei mir in der Vergangenheit öfters der Nachweis mit WB-Zuschlag 0,1 nicht annähernd eingehalten, mit aus detaillierten WB berechnetem Zuschlag ist jede Menge Luft nach oben.

    Ich gehe mal davon aus, er meinte den Verbrauchsausweis

    :thumbsup:

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    Thomas

  • ERGO. kann ich ab morgen nun vollends mein Telefon abschalten......

    Alle die noch auf ein Angebot warten werden Sturm klingen, und die die noch eins wollen, werden vor der Tür stehen.....


    ORRR ;(;(;(;(


    Hätte das nicht noch Zeit gehabt bis alle im Urlaub sind..... <x


    Was heist den eigentlichen "NAch Austausch darf das Gebäude nicht mehr mit fossilen Brennstoffen im Gebäude oder gebäudenah beheizt werden?

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ich fand den ISFP so schlecht nicht. Auch wenn bei uns im Endeffekt keine Komplettsanierungen durchgeführt wurden, sondern nur Einzelmaßnahmen.

    Ich hatte beispielsweise einen Kunden, Haus BJ 60er, OGD=Betondecke. Nur Betondecke, kein Estrich, keine Dämmung, nüscht. Haus mit riesen Grundfläche. Da dann dem Kunden empfehlen, dass er selbst EPS und OSB draufschmeißen kann. Das ist m.E. die allergünstigste Art Energie zu sparen, in einem Haus dieser Bauart und Form.

    Ohne ISFP hätte ihn wohl niemand darauf hingewiesen, dass hier Energie in Massen abhaut.


    Den Energieausweis schaut doch so gut wie kein Mensch wirklich an. Das ist für mich echt überflüssiges Papier (obwohl ich damit mein Geld verdiene und das wirklich sehr sehr gerne mache)

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Zum Thema gibt es einen Artikel in der MAZ von heute.


    Zitat: "Auf Kritik stößt vor allem, dass die Fördersätze verringert werden. Um 5 bis 10 Prozentpunkte sollen sie bei den verschiedenen Sanierungen sinken. Das Wirtschaftsministerium nennt Beispiele: Bekam man früher für den Einbau einer Wärmepumpe bis zu 30.000 Euro Förderung, wären es künftig nur noch 24.000 Euro."


    Wahnsinn, vor 10 Jahren haben wir für WP incl. Einbau und Ausdehnungsgefäße, Pumpen usw. + Erdsonden knapp 20 T€ bezahlt. Jetzt wird gejammert, dass es nur noch 24 T€ Förderung gibt. Da haben sich wohl Einige schön auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen voll gestopft.

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    Thomas

  • Jetzt wird gejammert, dass es nur noch 24 T€ Förderung gibt. Da haben sich wohl Einige schön auf Kosten der Allgemeinheit die Taschen voll gestopft.

    :thumbsup:

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  • Die spannende Frage dürfte doch vor allem sein, wieviel die WP inzwischen kostet.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • wieviel die WP inzwischen kostet.

    Da kann ich nicht direkt dienen, nur indirekt:


    Zitat:

    "Neue BEG-Förderbedingungen bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen

    Bei den Einzelmaßnahmen liegen die neuen Fördersätze zwischen bis zu 20 % bei Dämmmaßnahmen und bis zu 40 % bei Wärmepumpen.

    Beispiel Wärmepumpe: Früher lag der Fördersatz bei maximal 50 %. Jetzt liegt der maximale Fördersatz beim Einbau einer Wärmepumpe bei 40 % auf die Höchstgrenze von 60.000 Euro je Wohneinheit, dies entspricht einer Fördersumme von bis zu 24.000 Euro. Früher bekam man bis zu 30.000 Euro, nach der Reform bis zu 24.000 Euro für die Wärmepumpe.

    Besonders effizient arbeitende Wärmepumpen mit Wasser, Abwasser oder Erdwärme als Wärmequelle bekommen jedoch einen extra BEG-Bonus von 5%, sodass ihre Förderung letztlich unverändert bleibt! Somit sind lediglich Luftwärmepumpen von der neuen BEG-Förderkürzung betroffen."


    Anscheinend werden Preise von 60 T€ für WP je Wohneinheit aufgerufen, sonst wäre das Förderinstrument sinnlos. Nur für LWP wird die Förderung gekürzt, wenn das Zitat stimmt. Wundert mich bei 40 T€ nur für Erdsonden für ein EFH nicht.


    Für die Umwelthilfe ist die Änderung der Förderung eine Katastrophe.

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