Mauersperrbahn unter Schwellenholz

  • Hallo liebes Forum,


    bei der Erstellung eines größeren Schuppens in Holzständerbauweise auf einem Streifenfundament stoße ich an meine Grenzen.

    Die fertige Holzwand wird auf das Fundament aufgesetzt und mit Klötzen ausgerichtet. Der entstehende Hohlraum wird mit Quellmörtel unterstopft. Nun gibt es unterschiedliche Auffassungen, ob nun eine Mauersperrbahn zwischen Quellmörtel und Schwellenholz verwendet werden muss oder nicht.

    Ich würde gerne eine verwenden, bin jedoch nicht sicher, welche zu verwenden ist und ob ich sie von unten an die Schwelle tackern darf.

    Bitumenbahn und PE-Bahn sollen für diesen Anwendungsfall ja nicht so sinnvoll sein.

    Die maximale senkrechte Last beträgt: 0,1 N/mm2


    Könnt Ihr mir sagen welche Mauersperrbahn hier sinnvoll ist und wie ich sie am besten an der Schwelle von unten befestige?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Mein meistgeschätzter Tragwerkplaner mit inzwischen umfangreicher Holzbauerfahrung empfahl mir vor Kurzem in einem vergleichbaren Fall:

    1. Punktfundamente
    2. Feuerverzinkte Stützenfüsse aus einem Sortiment wie diesem.

    Das funktioniert deutlich einfacher und schön luftig ist es auch im Schuppen! (Okay, es ist ein Müllstandplatz, da ist das noch wichtiger).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,

    Danke für die schnelle Antwort. Die Stützfüße waren mal Teil der Planung. Der Schuppen soll allerdings dicht sein, damit ich im Winter darin werkeln kann. Daher bin ich nun bei einer geschlossenen und auch leicht gedämmten Holzständerkonstruktion. Die Belüftung stelle ich über Fenster und Lüftungsrohre sicher, die ich dann bei Bedarf schließen kann.

  • Dir ist klar, dass das Holz vertikal 15 cm über dem Boden aufhören muss um nicht in Nullkommanix zu vergammeln?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich würde gerne eine verwenden, bin jedoch nicht sicher, welche zu verwenden ist und ob ich sie von unten an die Schwelle tackern darf.

    Bitumenbahn und PE-Bahn sollen für diesen Anwendungsfall ja nicht so sinnvoll sein.

    Eine Mauersperrbahn aus besandeter Bitumenpappe oder auch aus PE-Material ist hier sehr wohl geeignet.

    Die kann auch unter die Schwelle getackert werden. Sie hat lediglich die Funktion, kapillar aufsteigende Feuchte aus dem Fundament zu blockieren. Da kommt es auch auf ein paar Perforationsstellen durch Befestigungsmittel nicht an.

    Mir persönlich sind PE-Mauersperrbahnen lieber, da Bitumenbahnen teilweise sehr starr sind. Wenn diese etwas wellig sind besteht die Gefahr, dass der Mörtel nicht satt zwischen Fundament und Schwelle eingebracht werden kann und Hohlräume entstehen.

    Das passiert weniger mit weichem, dünnen PE-Material.


    Gegen Feuchtigkeit in Form von Spritzwasser nützt die Mauersperrbahn aber nichts, da ist zu beachten was Skeptiker schrieb.

    Das Holz muss aus dem Spritzwasserbereich ausreichend hoch herausstehen.

  • Ja, danke für den Hinweis.

    Nur um evtl. Missverständnissen vorzubeugen.

    Es wurde ein Streifenfundament in Frosttiefe gegossen, auf diesem wurden durch eine Anschlussbewehrung verbunden Schalungssteine gesetzt, die mittlerweile auch ausbetoniert sind. Deren Oberkante ist knapp 30 cm oberhalb des Pflasters. Leider haben die Handwerker beim setzen der Steine nicht präzise genug gearbeitet, um die Schwelle dort direkt aufzusetzen. Deshalb muss ich unterklotzen und den entstehenden Spalt mit Mörtel unterstopfen. Das sollte alles soweit dem Stand der Technik entsprechen.

    Die Frage ist nur welche Horizontalsperre unter der Schwelle sinnvoll ist und wie ich sie befestige, damit keine zu großen Hohlräume zwischen Sperre und Schwelle entstehen.

  • Gibt es einen Detailschnitt im Maßstab (1:5 oder 1:10) durch den Sockel?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die Frage ist nur welche Horizontalsperre unter der Schwelle sinnvoll ist und wie ich sie befestige, damit keine zu großen Hohlräume zwischen Sperre und Schwelle entstehen.

    Und die ist noch nicht hinreichend genau beantwortet worden?

  • So, es hat einen Moment gedauert. Nun ist der Auszug aus dem Modell mit angehängt. Das Schwellenholz soll mit Bolzenankern in den ausbetonierten Schalungssteinen verankert werden.