TGA-Fachplanung für freistehendes Werkstattgebäude in B gesucht

  • Für den Neubau eines kleinen Ergänzungsbaus einer Privatschule in B suchen wir für den Bauherrn dringend eine TGA-Fachplanung.


    Das freistehende Gebäude umfasst zwei Klassenräume als Werkräume und bedarf der Medienerschließung aller üblicher Medien über etwa 50 m vom HAR des Hauptgebäudes. Alle anderen Fachplaner (Statik, Brandschutz) sind an Bord und arbeiten, nur für die TGA findet sich keine Planerin, kein Planer. Einerseits sagen alle angefragten freien Büros ab (Aufgabe zu klein und zu komplex) andererseits fand sich auch noch keine ausführende Firma, die gegen Honorar planen möchte - auch nicht bei Bevorzugung in der Vergabe.


    Der Planungsaufwand der eigentlichen TGA im Objekt ist aus unserer Sicht überschaubar (Heizung als Anbindung an bestehendes BHKW, Ausguss mit TW-Zuleitung und Abwasser, Elt-Anbindung inkl. 400 V). Wir sehen den Hauptaufwand in der nicht geradlinigen Medien-Erschließung auf dem Grundstück bis zum HAR / Bestandsleitungen. Es geht um die Grundleistungen aller LP nach HOAI, ggf. außer (kompletter) 8 / 9.


    Anyway, mag jemand selbst oder kennt jemanden oder kennt jemanden der jemanden kennt?


    Kontaktaufnahme bitte bevorzugt per Konversation!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für die direkten Kontaktaufnahmen!


    Nach erneut knapp 14 Tagen und mehreren interessanten Gesprächen auch mit Büros aus dem weiteren Umland und benachbarten Bundesländern deren kurze vorläufige Zusammenfassung:


    Aus wirtschaftlichen Gründen findet sich für diese Kombination von

    • eher einfacher und vor allem kleiner Bauaufgabe (reine Baukostenkosten zusammen errechnet um 0,5 Mio €, Schule)
    • typischerweise sparsamer Ausstattung und Bauherrschaft (generell bei Schulen, besonders aber bei Privatschulen oder anderen (halb-) öffentlichen Trägern)
    • gegenwärtig guter Marktsituation für Fachplanungsbüros

    Bei rund einem Dutzend Anfragen aus rein wirtschaftlichen Gründen kein einziges Angebot für die Planung der gesamten TGA und nur ein einziges in Aussicht stehendes Angebot ausschließlich für die mechanischen Gewerke (vielleicht aus freundschaftlicher Verbundenheit oder Gefälligkeit.), aber kein Angebot für die Elektroplanung.


    Off-Topic:

    Da der Leistungsumfang der Bau- wie auch der Planungsleistungen ungefähr dem eines (einfachen bis mittleren) EFH in D entspricht, ist dies für mich ein Beleg dafür, dass es momentan in D zumindest in Regionen mit guter Baukonjunktur praktisch nicht möglich sein dürfte, eine TGA-Fachplanung für ein EFH überhaupt nur angeboten zu bekommen. Ja, mir ist schon klar, dass ich mich hier jetzt nur auf einen Einzelfall beziehe. Aber ich tue dies hier öffentlich nur deshalb, weil dieser Fall bei mir repräsentativ für weitere andere steht, über welche es hier aber nichts zu berichten gab Ja, mir ist auch klar, dass Schulen und andere öffentliche Einrichtungen in D ein besonderes Thema sind und insofern dieser Faden auch etwas über die Wertigkeit von Schulbildung in D sagt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • TGA Fachplanung muss ja nicht im Ort sein. Ich würde den Suchradius erweitern. Auch bei uns kommen die TGA Planer selten aus dem Ort, eher aus einem Umkreis von 50 Km, manchmal auch 100 Km.


    Wenn es nur um Elektro geht, dann machen das auch einige Meister in Meisterbetrieben. Für relativ einfache Gebäude braucht es keinen Fach-Ingenieur.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • TGA Fachplanung muss ja nicht im Ort sein. Ich würde den Suchradius erweitern. Auch bei uns kommen die TGA Planer selten aus dem Ort, eher aus einem Umkreis von 50 Km, manchmal auch 100 Km.


    Wenn es nur um Elektro geht, dann machen das auch einige Meister in Meisterbetrieben. Für relativ einfache Gebäude braucht es keinen Fach-Ingenieur.

    Danke für die Hinweise, aber schon ab einem Suchradius von 50 km wird auf die zu große Entfernung verwiesen. Ich habe bis 200 km Entfernung in „wirtschaftlich schwächeren Regionen“ gesucht. Mehrere Meisterbetriebe haben eine Angebotserstellung ohne Fachplanung abgelehnt, eine bezahlte Fachplanung auch und würden im Übrigen auch keine 100 km für diese Aufgabe fahren, ich übrigens auch nicht. Meine bevorzugten Baustellen liegen in 5, max. 10 km Entfernung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Na, hier passt aber was nicht...


    Das hier:

    Das freistehende Gebäude umfasst zwei Klassenräume als Werkräume und bedarf der Medienerschließung aller üblicher Medien über etwa 50 m vom HAR des Hauptgebäudes.

    klingt ganz anders als das hier:

    Da der Leistungsumfang der Bau- wie auch der Planungsleistungen ungefähr dem eines (einfachen bis mittleren) EFH in D entspricht,

    Beim ersten denkt derjenige, der sowas schon mal gemacht hat, an Bildungswürfel, inkl. SchulBauR (Hausalarm, SiBe, Blitzschutz, ELA, Amok...) , an die Ausstattungsvorschriften der Räume (DIN VDE 0100-723), an endlose Diskussionen mit Einrichtungsplanern zu Werkbankanschlüsse, Versorgungsampeln, Medienversorgung der Arbeitsplätze, an plötzlich auftauchende Bestandsgeräte, die wieder anzuschliessen sind, an zeitraubende Verhandlungen mit der haus-/traegereigenen IT zu Digitalpaktausstattung usw. Natürlich immer inkl. dem Erklärdruck dem Bauherr gegenüber (brauchen wir wirklich solche blauen oder roten Taster? Warum denn Blitzschutz, da drüben die Schuleiche steht seit 100 Jahren und ist viel höher...)


    Off-Topic:

    Manche, die so was regelmäßig machen, kennen auch das Märchen vom süssen Brei. Man kommt in die Schule wegen einer Kleinigkeit ("da müssen mal ein paar Datenkabel verlegt werden, wir kriegen so ein Multimediadingsbumstafel...können wir uns mal schnell anschauen") und dann kommt der Hausmeister angeschlendert, fragt, ob denn nun der Austausch BMA endlich losgeht ("ach, ja, also wenn sie grad hier sind...") , der Direktor bringt ein paar engbedruckte Blätter vorbeigetragen ("da war jemand da vom DGUV oder so, die haben mir ein paar Protokolle geschickt, können sie nicht mal kurz schauen, da ist auch irgendwas elektrisches mit drauf...") und die Dame vom Schulamt verkündet freudestrahlend, das man ja in den nächsten Ferien sowieso die Fachkabinette neu möblieren möchte und da wäre es ja gut, das jetzt gleich und sofort mit auszuschreiben, man hat ja die Tische schon bestellt...