Altes Abluft-Loch in der Küche wieder verschließen?

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine neue Küche, diesmal aber Umluft, statt Abluft.


    Derzeit besteht das Mauerwerk aus 11,5 cm KSV, 1,8/250, 2cm Styropor 17,5 cm KSL 1,4/150. Jedoch eben noch dieses Loch für die Abluft.


    Wie verschließt man das jetzt am besten ohne Schimmel zu verursachen oder Energieverluft? Einfach Porenbeton (ytong) reinmauern? Oder was würdet ihr hier empfehlen?


    Vielen Dank!

  • Dir geht es um ein Loch in der Außenwand?


    Woraus ist die Wand hergestellt und welche Oberfläche hat sie außen? Wie war das Lüftungsloch bisher außen abgedeckt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich würde ein möglichst gut passendes (Abluft)-Rohr nehmen, es mit Bauschaum verschließen und in der Wand von innen mit ganz wenig Bauschaum fixieren. Außen bleibt der Auslass wie er ist. Dann ist das auch problemlos reversibel.


    Upps, habe ich jetzt tatsächlich Bausch*** geschrieben???

  • Ich würde ein möglichst gut passendes (Abluft)-Rohr nehmen,

    ich nicht .


    das rohr ist ja (normalerweise) noch drin (hoffentlich)

    zum verfüllen geht auch mineralwolle und von innen ein putzmörtel ....


    und ich würde schauen , ob die neue abzughaube nicht doch auch für abluft umstellbar ist .....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Dir geht es um ein Loch in der Außenwand?


    Woraus ist die Wand hergestellt und welche Oberfläche hat sie außen? Wie war das Lüftungsloch bisher außen abgedeckt?

    Zuvor wurde es mit einer Abluft-Dunstabzugshaube genutzt, daher war dort ein Rohr drin.


    Also, es gibt keine empfohlene Lösung? Hatte noch nie jemand das Bedürfnis so ein Loch zu schließen? Was ist wenn man die Küche umbaut und das Loch woanders haben will?


    Muss doch irgendwie eine vernünftige Lösung geben. Vllt mit Porenbeton zumauern? Oder auch nicht möglich?

    Das loch hat einen Durchmesser von ca. 10 cm, ist daher ohnehin zu klein für heutige Abluftsysteme.



  • So, jetzt möchte ich mich auch mal zu Wort melden. (Als Langzeitstudent, halber Tiefbaufacharbeiter & genau so langer stiller Mitleser lernt man ja auch dazu, Beitrag bzgl. eigenem Projekt und Fragen dazu folgt mit Vorstellung demnächst, wenn es weitergeht).
    Da es ja nicht erwünscht scheint, das Loch zu behalten, gehe ich auch nicht weiter darauf ein.
    Ebenfalls ignoriere ich hier jetzt mögliche Probleme, die sich durch fehlende Lüftung ergeben können.

    Die fast immer korrekte Variante, ein Loch in einer Wand zu schließen ist, genau das gleiche Material zu verwenden und korrekt anzuschließen.
    Wenn die Wand überall den gleichen Aufbau hat, verhält sie sich auch bauphysikalisch überall gleich, sprich es gibt keine Luftdurchlässe sowie Schall-/Wärmebrücken.
    In diesem Fall würde das heißen:
    Lüftungsdeckel ab, die geschnittenen Steine raus, damit man diese durch Ganze ersetzen kann.
    Innen soweit den Putz ab, dass man das Loch möglichst im gleichen Verband zumauern kann.
    Alles raus was keine Miete zahlt! Also sauber machen, keine Spinnen und Staub zurücklassen.
    Wenn Innen zu ist, von Außen die Dämmung wieder sauber, d.h. im Zweifel die Kanten nach schneiden, anschließen.

    Wenn noch schichten dazwischen sind, die erst dabei aufgefunden werden, sind die natürlich auch zu übernehmen.
    Von außen zumauern, Fugenübergänge werden in der Regel etwas weiter gefasst, damit es in der Fläche nicht auffällt.
    Innenputz drauf, Tapete, Streichen, was auch immer drumherum schon war.
    Und das alles mit genau dem gleichen Material (bei Außenwänden nicht vergessen, KSVm bzw KSVb, nur die sind bzgl. Frost geprüft).


    Normalerweise ist das für jeden Maurer ein kleines Stück Reparatur, wie es öfter gemacht wird (oder werden sollte), aber es ist teils schwierig und vor allem teuer für so kleine Aufträge einen guten Betrieb zu bekommen. Viele würden auch einfach alles mit dem KSV und Mörtel zumachen, Innen wie Außen, da dies nur eine Steinsorte braucht.
    Ob das hier oder woanders so in Anbetracht der Bauphysik geht, kann (und möchte ich ob der Haftung) nicht beurteilen, dafür gibt es niedergelassene Handwerksmeister und Ingenieure. Das Gleiche gilt natürlich für andere Steine und Materialien, wie den genannten Porenbeton, die haben auch einen anderen u-Wert als der Bestand.


    Mit gleichwertigem Material (da das ja bekannt ist, sollte es eine Leichtigkeit sein, das zu beschaffen) und den Einbauanweisungen der Hersteller (z.B. der Maurerfibel für den Kalksandstein) ist es, handwerkliche Begabung vorausgesetzt, durchaus machbar so eine Öffnung ohne "Pfusch" selbst zu verschließen.
    Da das hier aber keine Anleitung für DIY sein soll, habe ich die Handwerkstricks weggelassen und mich aufs theoretische beschränkt.

    Natürlich ist die Öffnung dann endgültig weg, da kann man dann an beliebiger stelle wieder eine neue Kernbohrung (!aber bei KS+Dämmung, bitte mit passendem Gerät, trocken!) setzen.

  • Ich würde die komplette Wand abtragen und neu machen. :wall:


    Noch einmal zur Erinnerung, es geht um eine kleine Öffnung mit gerade mal 10cm in einem zweischaligen Mauerwerk. Das kann man jetzt beliebig kompliziert machen.


    Bei diesen Abmessungen ist es völlig egal womit der TE die Öffnung verschließt. Hauptsache von außen vor eindringendem Wasser geschützt (Gitter verbleibt) und innen luftdicht. Ob er nun ein Stück PB passend feilt, damit er dieses Stück einkleben kann (umständlich) oder einfach MiWo in die Öffnung stopft (mein Favorit), das macht für die Wand keinen Unterschied.


    Ob man das Gitter außen belässt, darüber könnte man reden. Ich würde aus optischen Gründen eine andere Variante wählen, dadurch würde dann auch der Schutz vor Regen verbessert. So eine Wetterschutzhaube sieht an der Außenwand halt besser aus als Versuche das mit Putz zu verschließen. Letztendlich hängt das von den eigenen Ansprüchen ab. Wichtig ist nur, dass kein Regen in das Mauerwerk gelangt. Schutz vor Insekten kann auch nicht schaden.


    Wie verschließt man das jetzt am besten ohne Schimmel zu verursachen oder Energieverluft?

    Schimmel gibt es nur wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft, diese kondensiert, und organisches Material als Nahrungsgrundlage für Schimmel vorhanden ist. Wenn dann noch die Temperatur passt, sind die 3 wichtigsten Voraussetzungen für Schimmel gegeben.

    PB hat bereits einen deutlich besseren Wärmedämmwert als die bisherige Konstruktion, MiWo sowieso. Eindringende Kaltluft von außen, die bei entsprechenden Wetterbedingungen die Wandoberfläche (raumseits) auskühlen könnte, wird durch Dämmung und Putz ebenso verhindert. Ich wüsste nicht, wie dadurch Schimmel entstehen sollte.


    d.h. im Vergleich zum restlichen Wandaufbau ist der Energieverlust durch die verschlossene Öffnung sogar deutlich geringer (Uw ca. 1W/m²K vs. (PB)0,3W/m²K vs (MiWo)0,11W/m²K).


    Sollte man sich Sorgen über Schalldämmung machen, dann reicht das Verschließen bereits, um den Unterschied zur restlichen Wand zu reduzieren. Praktisch wird man das nur noch messtechnisch nachweisen können, weil diese kleine Öffnung nur einen kleinen Bruchteil der Wandfläche ausmacht.

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  • Ich würde die komplette Wand abtragen und neu machen. :wall:


    Noch einmal zur Erinnerung, es geht um eine kleine Öffnung mit gerade mal 10cm in einem zweischaligen Mauerwerk. Das kann man jetzt beliebig kompliziert machen.


    OK, also, von Außen einfach so lassen mit dem Gitter.


    Dann so viel Mineral-Wolle einfach reinstopfen, wie möglich.


    Dann von Innen einfach Blindkappe:



    Wenn irgendwann mal doch dazu entschlossen wird Abluft zu verwenden, dann einfach Kappe wieder und Wolle wieder raus etc.


    Muss ich etwas beachten beim Stopfen der Mineral-Wolle? Kann man das einfach im Baumarkt holen und rein stopfen per Hand oder gibt es da etwas zu beachten?


    Vielen Dank!

  • Ich würde die komplette Wand abtragen und neu machen. :wall:

    jetzt übertreib‘s doch nicht gleich! :D

    Bei diesen Abmessungen ist es völlig egal womit der TE die Öffnung verschließt. Hauptsache von außen vor eindringendem Wasser geschützt (Gitter verbleibt) und innen luftdicht. Ob er nun ein Stück PB passend feilt, damit er dieses Stück einkleben kann (umständlich) oder einfach MiWo in die Öffnung stopft (mein Favorit), das macht für die Wand keinen Unterschied.


    Ob man das Gitter außen belässt, darüber könnte man reden. Ich würde aus optischen Gründen eine andere Variante wählen, dadurch würde dann auch der Schutz vor Regen verbessert. So eine Wetterschutzhaube sieht an der Außenwand halt besser aus als Versuche das mit Putz zu verschließen.

    Dieses konkrete Gitter bringt keinerlei Regenschutz und warmseitig nicht dampfdiffusionsdicht abgesperrter Faserdämmstoff ist bauphysikalisch ziemlicher Unsinn. Zur raumseitig vorgesehenen Lamellenklappe fällt mir dann überhaupt nichts mehr ein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Innen darf er gerne noch ein Stück Folie einkleben bevor er verputzt, man darf aber nicht vergessen, dass diese "Fehlstelle" gerade mal 10cm Durchmesser hat. Wenn man es ganz genau machen möchte, dann müsste man auch die Wasserdampfdiffusion des umgebenden Mauerwerks mit einbeziehen. Dann könnte man zu dem Ergebnis kommen, dass dieses 10cm Stück Folie keinen großen Unterschied macht. Über den dicken Daumen gepeilt, müsste die Folie die Öffnung allseitig um ca. Mauerstärke überragen, erst dann wäre der direkte Weg durch´s Mauerwerk hinsichtlich Dampfdiffusion wieder maßgeblich.


    Etwas anders wäre die Betrachtung, wenn das ursprüngliche Abluftrohr noch vorhanden wäre.


    Die Lamellenklappe raumseits ergibt keinen Sinn, vielleicht als optisches Gimmick oder was weiß ich.

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  • OK, also diese Kappe gehört weg.


    Stattdessen einfach das Loch verputzen von Innen und Außen.


    Und da zwischen einfach Mineralwolle reinstopfen, oder wie macht man das am besten? Muss da noch etwas verklebt werden oder einfach Mineralwolle rein, dann von Innen verputzen und gut ist?