Fugenmaterial...heller Klinker im Denkmal

  • Moin.

    Das Haus ist von ~1800 und der Klinker sicherlich eher weicher als heutig industriell gebrannter.

    Nun ist da rundherum immer wieder an kleinen Stellen ein materialkompetenter und ästhetisch begabter Mauerer drangewesen und hat die Fehlstellen der Fuge mit Zementmörtel neu verfugt.

    Sicherlich ruiniert man damit den Stein, weil der vermutlich zu weich ist und ausserdem schaut es antipornös aus und ist insofern einfach alles andere als fachlich ausgeführt.

    Ja, die Anforderung ans Material hat sich aufgrund der mittlerweile irgendwann erfolgten Innendämmung geändert, trotzdem sollte definitiv die Fuge die Sollbruchstelle bleiben, weil Klinker dieser Art sicherlich kaum zu kriegen sein werden. Welches Material würde man denn hier verwenden als nahezu weisse Fugenmasse, die Schlagregendichtheit gewährleistet, den Stein aber nicht ruiniert? Gibt es da ggf fertige Produkte, sodaß man sich nicht weiterhin mit der (ggf nicht vorhandenen) Kompetenz des irgendwo greifbaren Fachhandwerks rumärgen muss?

    Dank

    Bilder

    Angenommen, jemand wollte eine aus welchen Gründen auch immer so bezeichnete Fachperson fragen, würde er nicht hier schreiben.

    Die grundsätzliche Möglichkeit, auch ausserhalb dieses Forums an Informationen gelangen zu können, ist dem einfachsten Gemüt vermutlich doch vertraut!

  • Hat halt jeder so seinen Fetisch...

    Angenommen, jemand wollte eine aus welchen Gründen auch immer so bezeichnete Fachperson fragen, würde er nicht hier schreiben.

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  • der klinker wird in der art immer noch hergestellt , hätte ich gesagt.


    und jeder gescheite baustoffhändler sollte in der lage sein zu beraten oder einen kennen , den er emfehlen kann wg beratung

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ja, einen ähnlichen Klinker wird man schon irgendwoher bekommen. Das Denkmal ist aber rundherum und innendrinnen höchstwertig saniert, es geht in dem Fall halt einfach auch um die erhaltenswerte Bausubstanz wie sie ist.


    Zitat

    und jeder gescheite baustoffhändler sollte in der lage sein zu beraten oder einen kennen , den er emfehlen kann wg beratung

    Das würde ich schwer anzweifeln. Aber gut, selbst wenn. Das soll bitte keinen davon abhalten, hier noch sein bestens Wissen zum noch besseren zu geben.

    Bis ich den gefunden habe, der dann im konkreten Fall nur seine Perspektive darstellen kann..da wäre mir eine allgemeine Erörterung im Rahmen der Plattform hier deutlich mehr wert.

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  • .da wäre mir eine allgemeine Erörterung im Rahmen der Plattform hier deutlich mehr wert.

    ja dann entschuldige .....


    (für mich wäre "unser baustoffhändler" meine erste anlaufstelle .)


    Ja, einen ähnlichen Klinker wird man schon irgendwoher bekommen.

    und genau das wäre mein ansatz , ein dazu passender fugenmörtel wird es nämlich auch geben . das ist aber halt nicht digital genug ;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Zitat

    das ist aber halt nicht digital genug

    Das mag durchaus sein - gestehe ich dir definitiv zu.


    Nein, du wirst es nicht glauben: Ich habe schon die zwei Maurer meines Vertrauens gefragt. Der eine ist Stukkateur von Ausbildung her. Nun hätte ich halt gerne noch ne Meinung, die es vielleicht etwas konkretisiert über "hoher Kalkanteil" hinaus.

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  • Das Zeug lacht mich beim Googlen an. Deine Bedenken wiederum teile ich.

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  • Das von Dir favorisierte Produkt kann durchaus geeignet sein.


    Da es aber um eine hochwertige und den Denkmalschutz besonders berücksichtigende Sanierung gehen soll, würde ich einen Restaurator einbinden.

    Geeignete Restauartoren kann man z.B. über https://www.restauratoren.de/restauratoren-berufsregister/ finden oder mal bei der unteren Denkmalschutzbehörde nachfrgen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wollte ich diesen Weg gehen, würde ich nicht hier fragen.


    Analog, naja zumindest fast: Frage ich bei motor-talk, ob die Karre das Bremssystem vom LuK oder Bosch verbaut hat, dann will ich eine Antwort nicht, nämlich "da solltest du einen Fachmann fragen".

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  • Ja eben...dort wundert's mich nicht, hier schon.

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  • Wollte ich diesen Weg gehen, würde ich nicht hier fragen.

    Du wolltest fachkundige Antworten und hast die bekommen.


    Gleichzeitig wolltest Du höchstes Niveau, bezogen auf DEIN Objekt.


    Sorry, meine Glaskugel hat gerade Jahresurlaub. Ferndiagnosen sind damit nur eingeschränkt möglich.


    P.S.: Ich habe echte Zweifel, dass die Aussage zutrifft:

    Das Denkmal ist aber rundherum und innendrinnen höchstwertig saniert,

    ... zumindestens wurde die Sanierung dann nicht von Dir vorgenommen ;)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Richtig, wurde sie natürlich auch nicht. Aber es hat definitv mal beim Vorbesitzer einige hundert t€ verschlungen. Wie fähig der Planer war, wenn es einen solchen überhaupt gegeben hat, steht auf einem anderen Blatt. Aufgrund des überschaubaren Belegungsgrads führt die Nichtbeachtung anzuwendender Bauphysik in dem Fall bisher nicht zu Schäden. Daß die Aussenwand im Falle von Innendämung nunmal mehr leidet, ist Teil des Spiels und lässt sich auch dann nicht vermeiden, wenn sonst der gesamte Aufbau stimmt...ausser eben einer schlagregenfesten Fuge.

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  • der Klinker

    Ich bezweifle, das ein solcher ist.

    ein materialkompetenter

    Wenn er den so kompetent war/ist, warum fragst Du den dann nicht???

    einfach alles andere als fachlich ausgeführt.

    Ich denke,er ist SOO kompetent

    sollte definitiv die Fuge die Sollbruchstelle bleiben,

    Wieso sollte/ist eine Fuge NICHT eine Bruchstelle (sein)??

    Das Denkmal

    Ach guckemal guck. Wenn Denkmal -> Denkmalschutz fragen, weil DIE dann das sagen haben.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Kenne doch die Sachbearbeiterin ... "machen Sie mal!" ...


    gleich dann mal Anruf bei Otterbein ...


    Beim nächsten Mal schreibe ich für dann für absolut jeden verständlich...und integriere den Passus "bitte Hinweise, am besten eine Fachkraft zu befragen, stecken lassen!" Ach ne, ich integrier's gleich mal in der Signatur...

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  • Sehr wohl!

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  • Ich hatte das „kompetenter und ästhetisch begabter“ ironisch verstanden.


    Ansonsten kann ich Dir da leider nicht weiterhelfen. Ich habe mal vor Jahrzehnten eine denkmalgeschützte Mauer samt Treppenaufgang saniert, aber welches Material wir da verwendet hatten - phuuu. Das weiß ich nicht mehr.

    Nur noch, dass wir fürs Denkmalsamt verschiedene Probefugen angelegt haben, auch bzgl Zuschlägen drin etc.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Ich kann's mir als selbst sanguiner Bayer durchaus vorstellen.

    Zum großen Glück gibt es hierzulande, tief im Osten, eher eine praktisch orientierte Anwendung des Denkmalschutzes. Sowas, also zB verschiedene Vorlagen aufzubereiten zur Beurteilung durch das vermutlich aus einer Person bestehende Fachgremium - naja, evtl ist in Bayern auch die Kohle für ein paar mehr Hanseln da - habe ich hier bisher nicht mitbekommen. Vermutlich liegt es daran, daß die Mannen hier nicht verbeamtet sind und daher nicht anfällig für beamtliche Sponge Encephal...

    Na gut, ist mir schon klar, daß in dem Zusammenhang hier auch einfach vieles realisiert wird, was ansich aus der Definition des Denkmalschutzes heraus so nicht wirklich sein sollte. Andererseits trägt das auch irgendwie dem Rechnung, daß sonst mangels Kohle hier halt sonst Verfall die Alternative wäre, wenn nicht - also wieder andersherum ein westlicher Geldsack der Eigentümer des dörflichen Herrenhaus im östlichen Nirgendwo ist.


    Zurück zum Fachlichen: Mal schauen, was mit der Otterbein Vertrieb erklären wird. Ich gebe da nochmal Rückmeldung. Mache das hier eh nur stellvertretend für einen Geldsack irgendwo im Westen mit Herrenhaus irgendwo weit weg im Osten.

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  • Bei dem ganzen bayrischen Gegrantl komme ich nicht so ganz hinter das eigentliche Problem?!?!?! Wobei ich auch überlegt habe, ob ich überhaupt antworte. Ich muss schon sagen, das ich einen so aggressiv wirkenden Thread als Frage hier noch nie gesehen habe.


    Geht es darum, das die Ausbesserungen der Fugen aus Sicht des TE zu hohe Festigkeiten haben und er Angst hat, das sich deshalb die Steine auflösen oder geht es ihm darum, das durch die "sanierten" Fugen Wasser eindringt und so sich die Steine deshalb auflösen oder geht es ihm um die Farbe der Sanierungsfugen???


    Falls es um die Feuchtigkeit geht, könnte man die Fassaden auch wasserabweisend imprägnieren. Es gibt von einigen Herstellern Hydrophobierungscremes, die aufgesprüht oder aufgerollt werden und in die Steine und die Fugen einziehen und anschließend wasserabweisend sind. Dampfdiffusionsfähig bleibt es aber.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Echt jetzt? War jedenfalls nicht anfänglich beabsichtigt.


    Nun, habe gerade mit Otterbein telefoniert. Da wäre wohl deren Produkt MG2 fein das richtige, wenn auch farblich nicht weiß, sondern gelblich/gräulich. Als Zuschlagsstoff eignet sich wohl auf einen Sack maximal 300g TiO2. Wenn es sich nicht um Klinker handelt, wovon auszugehen ist bei dem Baujahr und der Art wie einzelne wenige Steine Beschädigungen aufweisen, sondern um Ziegelmauerwerk, dann wäre der Kalkmörtel jedenfalls das korrekte Material. Dazu müsste ich die Wasseraufnahme mal testen, bin aber nicht so zeitnah dort wieder vor Ort. Wichtig ist wohl definitiv die Zementfreiheit und damit eine nicht zu hohe Druckfestigkeit, um den Stein am Leben zu lassen – MG2 hat max 3,0 N/mm².

    Mal sehen, was mit dem Titanoxid zu reissen ist, hab dort mal um Fotos gebeten. Naja, ob dabei was rauskommt. Es eilt nicht.

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  • ..................................................................oder einen kennen , den er empfehlen kann wg beratung

    und du hast alleine einen gefunden , den du garnicht haben wolltest ... :yeah::thumbsup:

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    sie verliert eigentlich immer

  • Klaro. Die ganz große Show an bereits realisierten Projekten und verwendetem Fugenmaterial isses nicht geworden. Dann bleibt ja nur noch der Weg...

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  • Scheinbar ist das halt ein seltener Fall. War mir so nicht bewusst.

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  • Nun, habe gerade mit Otterbein telefoniert. Da wäre wohl deren Produkt MG2 fein das richtige, wenn auch farblich nicht weiß,

    Denkmalschutz und "weiße Verfugung eines historischen Verblendmauerwerks" beißen sich wie Feuer und Wasser.

    Ein atypisches Beispiel für Denkmalschutz = Schutz vorm Denken.


    Bitte auf keinem Fall fachkundige Hilfe "kaufen".

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    5.Mose 27:18

  • Weiß wird'S wohl auch nicht mit TiO2 Zuschlag, aber halt heller.

    Nachdem es keine Dokumentation gibt, wird halt möglichst nahe an dem bestehenden Bild wiederhergestellt.


    Oder wie würdest du es angehen. Deine versteckte Kritik lässt ja drauf schliessen, daß du möglicherweise die Fachperson bist...

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