Überbauten Eingangsbereich offener gestalten

  • Guten Morgen zusammen,


    Wir haben uns vor kurzem ein Haus mit Anbau (BJ 1977) gekauft und Planen eine Kernsanierung.


    Ein örtlicher Statiker ist bereits involviert, jedoch sind wir mit der statischen Einschätzung des Eingangsbereiches noch nicht ganz zufrieden.

    Der Statiker sieht keine Möglichkeit die im Bild markierte Stütze zu entfernen.


    Deshalb möchten wir gerne hier nochmals nach einer Expertenmeinung fragen, evtl. hat ja doch noch jemand eine praktikable Lösungsidee.


    Gibt es eine Möglichkeit die Gestaltung des Eingangsbereiches zu verbessern?

    Wir würden gerne die Stütze (im Bild markiert) entfernen. Kann man diesen Überbau statisch auch anders Abfangen?




    Vielen Dank im Voraus


    VG

    Stefan

  • evtl. hat ja doch noch jemand eine praktikable Lösungsidee.

    Die Idee ist nicht das Problem. Die Menscheit fliegt zum Mond, da wird sich wohl dafür ne Lösung finden.


    Das Problem ist, ob Ihr diese Ideedann auch bezahlen wollt/könnt. ;)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Presslufthammerbernhard und dann alles darüber neu aufbauen.


    Den Lastfluss derartig zu verbiegen ist in der Regel mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand nicht möglich.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • ich fände die stütze weiter außen, also am Eck, deutlich harmonischer.

    So wie es auf den Bildern scheint, wäre die Stütze bzgl. der Garageneinfahrt dort auch nicht im Weg. Der Plan sieht da aber ganz anders aus.

    Evtl. kann man die Stütze auch deutlich schlanker gestalten?

  • Der Plan sieht da aber ganz anders aus.

    Anscheinend gab es zum Zeitpunkt der Errichtung noch ein angrenzendes Gebäude (oder es war eins geplant), das die nutzbare Einfahrt der Garage massiv eingeschränkt hätte? Wie es zu dem nun freien und begradigten Grundstück samt Garage an dieser Seite kam, wäre auch interessant zu wissen...

  • Wie es zu dem nun freien und begradigten Grundstück samt Garage an dieser Seite kam, wäre auch interessant zu wissen...

    Ich glaube, das Foto täuscht etwas. Wenn ich mir die schräge Pflasterung ansehe, könnte die Einfahrt tatsächlich noch so sein wie auf dem Grundriss dargestellt.


    Technische Möglichkeiten gibt es bestimmt. Ich sehe aber keine einfache Lösung.


    Den Pfeiler ganz weg zu bekommen, halte ich für unmöglich, wenn man nicht das halbe Haus einreißen will. Die Lasten aus der EG-Decke und dem Dach müssten irgendwo angehängt werden. Das ist nicht trivial. Nachträglich einen Kragbalken einzubauen wäre sehe aufwändig. Und nach außen setzen ist auch nicht ohne.


    Viel Planungsaufwand, hohe Baukosten für wenig Ergebnis. Ich würde empfehlen, damit weiterzuleben. Die Kohle wäre z.B. in einer schönen PV besser "verbrannt".

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.


    da es sich nicht ausschließlich um eine optische Maßnahme handeln würde sondern vor allem der Zugänglichkeit von Garage, Haustür und Hof dienlich wäre, ist die finanzielle Schmerzgrenze natürlich etwas höher angesetzt (ganz grob aus dem Bauch geschätzt Koste/Nutzen hätten wir 15-20k verkraftet). Aber ich höre schon heraus, dass das wohl bei weitem nicht reichen würde?


    Ich als totaler Laie habe mir das in etwa so vorgestellt.




    Die Ausrichtung von Garage und Anbau ist der Ausrichtung des Grundstückes zu Haupthaus und Straße geschuldet.

    Ja, das Foto täuscht die Einfahrt zur Garage ist sehr schräg.


    Anbei ein Bild vom Katasterauszug zur besseren Orientierung in dem der Überbau allerdings nicht ersichtlich ist.


    Luftbild aus BayernAtlas zur besseren Orientierung.


    Die Stütze nach außen zu verschieben ist leider keine Option, da die Garage sonst nicht mehr zugänglich wäre.

    Ja die Garage wird zum Ein und Ausfahren benutz.


    Augenscheinlich ist die gesamte Stütze mit einer Dämmung eingepackt.

    Evtl. gäbe es hier dann noch die Möglichkeit durch entfernen der Dämmung, das ganze etwas zu entschärfen.



    VG

    Stefan

  • könntet Ihr nicht mit dem Eigentümer/den Eigentümers des Privatwegs eine Überfahrt vereinbaren?

    Dann könntet Ihr die Gartenmauer von der Straße bis zur Garage rückbauen und hättet mehr Rangierfläche...

  • Wenn man die Dämmung entfernt, dann dürfte es eine Wärmebrücke ergeben. Raus stellen bis an die Ecke geht nicht, weil man dann nicht mehr in die Garage kommt. Das einzige was man machen könnte, wäre eine schlankere Stahlstütze. Wäre Aufwand, kostet einiges und es muss auch statisch passen. Wenn Dir es das Geld wert ist kannst ja mal in die Richtung anfragen. Wenn nicht, dann wird man wohl damit leben müssen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Vielleicht könnte man die Dämmung im oberen Bereich als schmückendes Kapitell gestalten? Muss ja nicht gleich dorisch oder ionisch sein. ;)

    Nach unten könnte die Stütze ungedämmt schlank auslaufen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vielleicht könnte man die Dämmung im oberen Bereich als schmückendes Kapitell gestalten? Muss ja nicht gleich dorisch oder ionisch sein. ;)

    Nach unten könnte die Stütze ungedämmt schlank auslaufen.

    ja, die Stütze sollte "schlanker" werden. Sie erschwert den Blick auf den Eingang. Bleibt das Steinpflaster?

    Ich selbst würde sie mit einer schlanken öfterblühenden Kletterrose o.ä. bewachsen lassen, deren Triebe ich oben nach links und rechts ziehen würde. wasweissich ???

  • Kletterrose an einer Stütze an der man sich täglich vorbeischlängelt oder sogar daran festhält, während man beschwipst den Hausschlüssel sucht? :bier: Oder gibts die jetzt auch stachellos?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Kletterrose an einer Stütze an der man sich täglich vorbeischlängelt oder sogar daran festhält, während man beschwipst den Hausschlüssel sucht? :bier: Oder gibts die jetzt auch stachellos?

    Ja, gibt es. Allerdings eher einmalblühend.

    Toll wäre auch eine Vigna Caracalla (Schneckenbohne), die im Topf gehalten und im Keller überwintert wird.

  • Nach unten könnte die Stütze ungedämmt schlank auslaufen.

    Die neue Stütze wäre vermutlich etwas 20 x 20 cm, die alte ca. 40 x 40. D.h. Richtung Eingang 10 cm gewonnen bei einer Stütze an der gleichen Stelle. Ob sich dafür der Aufwand lohnt?

    ja, die Stütze sollte "schlanker" werden.

    Man könnte sie auch anthrazit streichen. Schwarz macht schlank!


    Und dann beranken, womit auch immer. Am besten mit einer hell blühenden Pflanze, dann verschwindet optisch der Pfeiler noch mehr.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ob sich dafür der Aufwand lohnt?

    Und dann beranken, womit auch immer. Am besten mit einer hell blühenden Pflanze, dann verschwindet optisch der Pfeiler noch mehr.

    Der Eingang und der Vorgarten sind die Visitenkarte, heißt es immer so schön. Da lohnt sich der Aufwand, finde ich jedenfalls.

    Der Gartenberater vom Landratsamt hat die Schneckenbohne in höchsten Tönen gelobt, auch zum Bewachsen von Zäunen oder Pergolen.

  • Kann es sein, dass Ihr das Anliegen des TE, für etwas mehr Platz rund um die Stütze zu sorgen, etwas aus den Augen verloren habt?

    Was gewinnt er, wenn die schlankere Säule mit Topfpflanzen und wuchernden Ranken, ob mit oder ohne Stacheln, aufvoluminiert wird?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Kann es sein, dass Ihr das Anliegen des TE, für etwas mehr Platz rund um die Stütze zu sorgen, etwas aus den Augen verloren habt?

    Ok, dann schwarz streichen ohne Bepflanzung. :D


    Ich fasse zusammen:

    1. Stütze Richtung Einfahrt geht nicht.

    2. Stütze austauschen an gleicher Stelle bringt evtl. ca. 10 cm, kostet aber vermutlich mindestens 5-stellig ohne 1 als 1. Ziffer. Alles, was auf der Stütze aufliegt, muss für die Bauzeit an anderer Stelle abgefangen werden. Schon das stelle ich mir herausfordernd vor.

    3. Stütze entfernen bedeutet Umbau eines großen Teil des Gebäudes, weil ein Kragbalken her müsste, der die Lasten auf die Stütze abträgt. Kosten vermutlich 6-stellig. Ob da noch eine 1 die 1. Ziffer ist, wäre ich mir nicht sicher.


    Ich stelle mal wieder meinen alten Spruch ein: "Wer viel Geld hat und ist dumm, kauft ein Haus und baut es um!"

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • eigentlich gabz einfach.


    die innenecke im dachgeschoss im verlauf der aussenmauer aufmauern , dann ist das dach abgestützt , traufe neu ausbilden (sparren passend abschneiden , die auskragung abschneiden lassen und schwupp , ist der pfeiler überflüssig , :yeah: .


    wie man dann den eingangsbereich überdacht ........ das dürfte auch irgendwie lösbar sein ,

    unter umständen könnte das dach sogar etwas ertüchtigt so lang bleiben :eek:


    ist aber auch fies , nach dem verkauf des hauses auf die schnelle einfach so einen doofen pfeiler hinzupappen ;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wie siehts damit aus:

    Zwei Säulen, eine links der Auffahrt (auf die Grundstücksgrenze) und den bestehenden Pfeiler wegnehmen und rechts neben die Treppe hin. Über beide Säulen einen fetten Doppel-T-Träger und darauf ruht die obere Hausecke.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes