Empfehlung für Fußbodenaufau mit FBH (Trittschall, Dämmung, Estrichart)

  • Hallo zusammen,


    ich lasse mir aktuell Angebote von Estrichlägern einholen. In den Stockwerken haben teilweise Einschränkungen, aber 4cm Estrich können wir vorerst problemlos einbringen. Es handelt sich um eine massive Hohlkörperdecke. Der Keller ist ebenso beheizt. Der Kellerboden wurde zudem unterfangen und auch gleich gedämmt (14cm Styrodur). Die Kernsanierung wird Richtung KfW-55 durchgeführt. (Tendenziell liegen wir zwischen KfW40-55)


    Stockwerk EG (Einschränkungen Höhe 8-9cm + maximal 4cm Estrich)


    Idee 1:

    • 15/20 mm Trittschall- u. Wärmedämmplatten
    • 4mm Flüstermatte zusötzlich (Alternativ)
    • 150 my PE-Flachfolie als Trenn- und Gleitlage
    • 11mm Uponor Tecto Noppenplatte ND 11 (Für Rohre zw. 14 und 17 mm)
    • CA-C30-F7-H40 (Rohrüberdeckung von nur 22mm möglich)
    • Gesamtaufbau = Wäre dann etwa 70mm + Bodenbelag

    Idee 2:

    • 15-20mm Dämmung
    • 20mm Tackerplatte (oder PUR-Alu - (WLG 024) wo man wohl direkt darauf tackern kann)
    • 4cm Anhydrit-Estrich
    • Gesamtaufbau = 75-80mm + Bodenbelag

    Stockwerk OG (Einschränkungen Höhe keine. Ideal wäre <12cm, dann müssten die 2,11'er Zimmertüren nicht gekürzt werden). Wohnungstür kann angepasst werden. Einzige Einschränkung: 75er Lüftungsrohr sollten in den Fußbodenaufbau gelegt werden)

    Idee 1:

    • 60mm Dämmung
    • 20mm Tackerplatte (wird an der Unterseite entsprechend der Lüftungsrohre ausgespart)
    • 4cm Anhydrit-Estrich
    • Gesamtaufbau = 120mm + Bodenbelag (Alternativ 80'er statt 60'er Dämmung und die Türen müssten um 2cm gekürzt werden.

    Stockwerk DG (keine Höheneinschränkung und keine Gewichtseinschränkg, da Dach komplett inkl. Geschossdecke neu aufgebaut wurde)


    Zwei weitere Estrichleger sollen noch kommen.

    1. Was meint ihr zu den Aufbauten? Lohnt sich eine Flüstermatte? Was würdet ihr für Dämmungen vorschlagen? (Isover Acustic?)...
    2. Was haltet ihr von weber.flor 4955 (Trittschallverbessernde, dünnschichtige Trennlagenbahn)
    3. Von Anhydrit habe ich immer wieder gelesen, dass dieser bei Wasserkontakt aufquellen kann. Alle Estrichleger schwören bisher aber auf Anhydrit. Daher, lieber bei Anhydrit bleiben oder auf Zementestrich bestehen? Anhydrit würde wohl besser aufheizen und würde sich nicht wie bei Zementestrich an den Rändern etwas absacken.
    4. Beim OG sind wir ebenso am Überlegen, ob wir Fliesen oder Vinyl/Laminat (o.Ä) nehmen sollen, um ggf. nochmal das Trittschallthema zu verbessern. Hier stehen wir daher zwischen der Entscheidung, ob die FBH effektiver werden soll (Fliesen) oder wir mehr Wert auf Trittschal legen. (Müsste daher meinen Heizungsbauer auch informiere, da er entsprechend wohl die FBH darauf auslegt)

    Über Tipps, Anregungen oder Vorschläge würde ich mich freuen, um mir eventuell von den Estrichlegern nichts aufqaustchen zu lassen, auch wenn unsere Baustellenbedingungen nicht wirklich toll sind.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Umbrüche entfernt

  • Was soll man da Scheiben? Das muss man halt planen ...


    Ein paar Punkte sind mir nebenbei aufgefallen:

    Es handelt sich um eine massive Hohlkörperdecke.

    Das ist paradox: Eine Hohlkörperdecke ist gerade nicht "massiv", was ich hier als "monolithisch" + "schwer" verstehen würde. Sie ist beides nicht!

    Der Kellerboden wurde zudem unterfangen und auch gleich gedämmt (14cm Styrodur).

    Weshalb Styrodur? Das Zeug ist im Nassen, also außerhalb der Abdichtung, dort sinnvoll, wo hohe Druckfestigkeit benötigt wird. Das Material ist feuchtesbeständig. Das ist bei Kellerfußboden beides regelmäßig innenseitig nicht notwendig. XPS ist als Trittschalldämmung ungeeignet, dafür aber ziemlich teuer.

    Einzige Einschränkung: 75er Lüftungsrohr sollten in den Fußbodenaufbau gelegt werden)

    Das kann man tun, aber ausdrücklich unterhalb der durchlaufenden Trittschalldämmung bspw. in einer Ausgleichsschüttung mit mind. dieser Schichtstärke. Die Tackerplatte wird also an den Lüftungsleitungen gerade nicht ausgespart - kjedenfalls, wenn diese als Trittschalldämmung dienen soll. Und das nehme ich jetzt einfach 'mal an, weil es sonst keine gibt.


    Ich habe den Eindruck, die Erfordernisse von Bodenaufbauten bei Aufenbthaltsräumen mit Anforderungen an den Schallschutz wurden hier noch nicht verstanden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das ist paradox: Eine Hohlkörperdecke ist gerade nicht "massiv", was ich hier als "monolithisch" + "schwer" verstehen würde. Sie ist beides nicht!

    Ja mit der Begrifflichkeit habe ich mir auch schwer getan, aber in irgendwelchen Bauakten in der Gemeinde (ich glaube sogar auch im Gutachten), hat man diese Form von Fertigbalkendecke = Massivdecke genannt. Fertigbalkendecke hört sich auch irgendwie Richtung "Holz" an.


    Weshalb Styrodur? Das Zeug ist im Nassen, also außerhalb der Abdichtung, dort sinnvoll, wo hohe Druckfestigkeit benötigt wird. Das Material ist feuchtesbeständig. Das ist bei Kellerfußboden beides regelmäßig innenseitig nicht notwendig. XPS ist als Trittschalldämmung ungeeignet, dafür aber ziemlich teuer.

    Ich habe nochmal nachgeschaut, welche Dämmung genutzt wurde: Jackon Jackodur KF 300 Standard SF. Ist unter der Betonplatte.



    Die Tackerplatte wird also an den Lüftungsleitungen gerade nicht ausgespart - kjedenfalls, wenn diese als Trittschalldämmung dienen soll.

    Verstehe, damit macht man sich das ganze Trittschallthema kaputt.



    Ich habe den Eindruck, die Erfordernisse von Bodenaufbauten bei Aufenbthaltsräumen mit Anforderungen an den Schallschutz wurden hier noch nicht verstanden.

    Gut. Ich bin ja selber Laie und vertraue einfach mal den Estrichlegern, die auf die Baustelle kommen, sich das ganze Anschauen und mir Vorschläge und Angebote machen. Also Laie denkt man, dass evtl. diese flüstermatte oder ähnliches "etwas" bringt. Oder die 60mm Dämmung evtl. auch als Trittschall fungieren kann (wobei dies ja auch nicht geht, wenn dazwischen Lüftungsrohre liegen).

  • Ich habe nochmal nachgeschaut, welche Dämmung genutzt wurde: Jackon Jackodur KF 300 Standard SF. Ist unter der Betonplatte.

    "Betonplatte" = "Bodenplatte" ? Dann passt das!

    Ich bin ja selber Laie und vertraue einfach mal den Estrichlegern, die auf die Baustelle kommen, sich das ganze Anschauen und mir Vorschläge und Angebote machen.

    Das Thema "Planung durch ausführende Firmen" ist ein weites Feld, juristisch wie praktisch. Einige Gewerke können das ganz gut, andere nicht so. Bei den Estrichlegern ist mir bisher fundierte Fachkompetenz eher selten begegnet. Es gibt sie, aber seltener, als in anderen Gewerken.

    Also Laie denkt man, dass evtl. diese flüstermatte oder ähnliches "etwas" bringt.

    Die Leistungsfähigkeit von Trittschalldämmungen lässt sich messen. Und Wunder gibt es in der (Bau-) Physik einfach nicht, also auch keine wundertätigen Baustoffe - sagt die Bauakustikerin meines Vertrauens. Und ich habe schon ihrem Vater vertraut.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Gut,

    ich habe noch einen Energieberater/Baubegleiter. Ihn könnte ich noch fragen. Oder ich warte erstmal ab, was die anderen Estrichleger so vorschlagen. Dann könnte ich schauen, wohin ich mich mit den Informationen werde :)


    Wenn ich das so richtig verstehe, macht Trittschallmäßig eine Flüstermatte/Weber.floor 4955 als Untergrund und dann zum Beispiel Isover Akustic EP 1/ EP 3 (WLG 032 oder 040) mit eingelassenen Lüftungsrohren keinen Sinn.


    Wäre dann vermutlich so, als hätte man eine Schallmauer mit einem Loch. In dem Loch hätte man dann praktisch ein Megaphon

  • ich habe noch einen Energieberater/Baubegleiter. Ihn könnte ich noch fragen. Oder ich warte erstmal ab, was die anderen Estrichleger so vorschlagen. Dann könnte ich schauen, wohin ich mich mit den Informationen werde :)

    An jemanden, der etwas davon versteht: Eine/n Bauakustiker/in bzw. Bauphysiker mit ausreichender Erfahrung in der Bauakustik (die denken nämlich bei der Arbeit fast ausschließlich akustisch) und / oder eine/n Architektin/en mit entsprechend vertieftem Wissen.

    Wenn ich das so richtig verstehe, macht Trittschallmäßig eine Flüstermatte/Weber.floor 4955 als Untergrund und dann zum Beispiel Isover Akustic EP 1/ EP 3 (WLG 032 oder 040) mit eingelassenen Lüftungsrohren keinen Sinn. Wäre dann vermutlich so, als hätte man eine Schallmauer mit einem Loch. In dem Loch hätte man dann praktisch ein Megaphon

    Ob ich die Analogie wirklich verstanden habe, weiß ich nicht. Akustische Entkoppelungsschichten müssen jedenfalls ohne jedes "Loch", also ohne jede Unterbrechung und in gleicher Schichtstärke durchlaufen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ob ich die Analogie wirklich verstanden habe, weiß ich nicht. Akustische Entkoppelungsschichten müssen jedenfalls ohne jedes "Loch", also ohne jede Unterbrechung und in gleicher Schichtstärke durchlaufen.

    Ja, diese weber.floor ist ja "relativ dünn", die vollflächig ganz unten sitzt, ohne Aussparung. Erst darüber kommt die ausgesparte Isover Acustic EP

  • Ja, diese weber.floor ist ja "relativ dünn", die vollflächig ganz unten sitzt, ohne Aussparung. Erst darüber kommt die ausgesparte Isover Acustic EP

    Das verstehe ich nicht. Eine Zeichnung würde ggf. weiterhelfen.


    Ich zitiere 'mal aus https://www.de.weber/bodenverl…terlagen/weberfloor-4955:

    Das angegebene Tritschallminderung (sic!) ergibt sich aus unseren labortechnischen Ermittlungen und den Messungen bei externen Prüfinstituten. Die tatsächliche Trittschallminderung im Objekt ist abhängig von den jeweiligen spezifischen Baustellenbedingungen. Im Zweifelsfall sind vor Ort Probeflächen anzulegen und schalltechnische Messungen durchzuführen.

    Da verstehe ich ehrlich gesagt schon das (grundsätzliche) Misstrauen meiner Akustikerin gegenüber derartigen "Wunderprodukten", die es ja auch von anderen namhaften Herstellern gibt.

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  • Idee 2:

    15-20mm Dämmung
    20mm Tackerplatte (oder PUR-Alu - (WLG 024) wo man wohl direkt darauf tackern kann)
    4cm Anhydrit-Estrich
    Gesamtaufbau = 75-80mm + Bodenbelag

    Ich bezweifle, dass das funktionieren wird. Wie schon geschrieben, die FBH Rohre haben einen Außendurchmesser von typ. 16mm, und das ergäbe bei Deinem Beispiel nur noch eine Rohrüberdeckung von 24mm. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass ein Fachmann dafür den Kopf hinhält, zumindest nicht ohne weitere Maßnahmen um Risse etc. vorzubeugen.


    Bei einer Noppenplatte wirkt diese wie eine Art Bewehrung, deswegen sind hier geringere Höhen möglich.


    Alle Estrichleger schwören bisher aber auf Anhydrit. Daher, lieber bei Anhydrit bleiben oder auf Zementestrich bestehen?

    Ich wüsste jetzt nicht, was bei einem EFH gegen diesen Estrich spricht.


    Beim Bodenaufbau darf man nicht nur auf Trittschall schauen, auch Wärmedämmung ist ein Thema (EN1264 etc.). Luftschall wird durch die Hohlsteindecke schon ordentlich gedämmt.

    Was hier wirklich erforderlich ist, das hängt auch von Deinen Ansprüchen ab.

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  • Mir wurde von diversen Energieberater/Baubegleitern nahegelegt, am Besten bei den Fachfirmen/Ausführenden Firmen das jweilige Gewerb abzustimmen, da diese Jahrelang damit arbeiten und "eigentlich" sehr gute Erfahrungen haben sollten.


    Daher würde ich das Gewerk "Estrich" selber beauftragen. Bin am Überlegen, ob ich einen Generalunternehmer für einige Pakete beauftrage. Aber auch diese, wird dann mit irgendeinem Estrichleger zusammenarbeiten.


    Von meinem Baubegeleiter habe ich ein Tipp bekommen bzgl. Überdeckung:

    Leistungen – Bozic Estriche – Website

  • Von meinem Baubegeleiter habe ich ein Tipp bekommen bzgl. Überdeckung:

    Haftet der auch, wenns schief geht???


    Wenn es denn unbedingt eine Flächenheizung sein muss, warum dann nicht eine Wand- oder Deckenheizung, bevor solche Experimente gemacht werden?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Haftet der auch, wenns schief geht???

    Weiß nicht, ob mans ich einfach so aus der Verantwortung drücken kann. (indem man zum Beispiel dann auf andere Gewerke oder Grundsubstanz die Schuld verlagert)


    Bzgl. Gewicht bringt die Deckenheizung kein Vorteil. Bei den Wänden wiederum sieht es vermutlich anders aus. Wäre natürlich eine Alternative. Ob wir von den Wänden die nötige Fläche zusammenkriegen, bezweifle ich. Müsste ich meinen Heizungsbauer mal rechnen lassen.


    Bei der Decke wäre es interessant, ob man hier auf fertige Systeme geht (habe da mal was von Unipor glaub gesehen oder war es Zehnder. Müsste ich nochmal suchen). Hier wäre es interessant, wie hoch die Aufbauten sind, auch hinsichtlich Dämmung nach oben (sicherlich notwendig).


    Eine Deckenheizung (vorausgesetzt man verliert nicht extrem an Höhe) wäre bzgl. Trittschall dann sehr interessant, da man sich beim Fußbodenaufbau dann hauptsächlich auf Trittschall konzentrieren kann.)

  • Müsste ich meinen Heizungsbauer mal rechnen lassen.

    Hier habe ich meinen Heizungsbauer bzw. auch noch separat ein Ingenieurbüro beauftragt.

    Rechnet dann zuerst der Heizungsbauer und der Ingenieur dann nochmals hinterher oder wie darf man sich das Konstrukt vorstellen?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Weiß nicht, ob mans ich einfach so aus der Verantwortung drücken kann. (indem man zum Beispiel dann auf andere Gewerke oder Grundsubstanz die Schuld verlagert)

    Kommt darauf an was beauftragt war. Ein Bau"begleiter" hat mit der Planung nichts zu tun, er hat eher die Aufgaben eines Bauleiters. Wenn es dabei um die Umsetzung der Maßnahmen zur Einhaltung des GEG (oder irgendwelcher Förderprogramme) geht, dann wird er sich beispielsweise darum kümmern, dass die korrekte Dämmstärke (WDVS o.ä.) eingesetzt wird, aber es ist nicht seine Aufgabe jedes Detail für jedes Gewerk zu planen und zu überwachen.


    Also, genau darauf achten, wer mit was beauftragt wird.


    Übrigens, für "Schall"dämmung fühlt sich üblicherweise niemand zuständig. ;)


    Bei der Decke wäre es interessant,

    Deckenheizung ist wieder etwas ganz anderes als eine FBH, Stichwort Temperaturverteilung im Raum. Vereinfacht gesagt, eine FBH generiert eine Art "Warmluftpolster" in Bodennähe, also dort wo man sich üblicherweise aufhält. Einen ähnlichen Effekt (Temperatur) erreicht man mit einer Deckenheizung nur unter Einsatz höherer Oberflächentemperaturen. Hier ist dann die spez. Heizlast der Räume entscheidend, ob sich das bemerkbar macht, oder ob wir die Unterschiede nicht spüren.

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  • Deckenheizung ist wieder etwas ganz anderes als eine FBH, Stichwort Temperaturverteilung im Raum. Vereinfacht gesagt, eine FBH generiert eine Art "Warmluftpolster" in Bodennähe, also dort wo man sich üblicherweise aufhält. Einen ähnlichen Effekt (Temperatur) erreicht man mit einer Deckenheizung nur unter Einsatz höherer Oberflächentemperaturen.

    Naja, sind nicht beide Flächenheizungen primär Strahlungsheizungen? Ein "Warmluftpolster" in Bodennähe gibt es jedenfalls aus physikalischen Gründen nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Naja, sind nicht beide Flächenheizungen primär Strahlungsheizungen?

    Theoretisch ja, praktisch erfolgt aber ein nicht unwesentlicher Anteil der Energieübertragung über dier Oberflächentemperatur direkt an die Raumluft.


    Ein "Warmluftpolster" in Bodennähe gibt es jedenfalls aus physikalischen Gründen nicht.

    Deswegen hatte ich "eine Art" Warmluftpolster geschrieben. Die Bodenoberfläche erwärmt die Luft, die aufsteigt, aber bei niedrigen Temperaturdifferenzen auch schnell wieder abkühlt. Es entsteht also in Bodennähe eine etwas höhere Temperatur als unter der Decke.


    Betreibt man eine FBH mit hohen Temperaturen, dann sieht die Welt wieder anders aus.


    Bei einer Deckenheizung ist der Effekt ähnlich, nur dass die Oberfläche die Luft im Deckenbereich erwärmt, die erst langsam nach unten "gedrückt" wird. Der Boden erwärmt sich erst durch den Strahlungsanteil, und sobald die Luft erwärmt ist, auch durch den Kontakt mit der Luft. Deswegen werden Deckenheizungen auch gerne mit höheren Temperaturen betrieben (Strahlungsanteil erhöht sich).


    Irgendwo habe ich vielleicht noch einen Bericht dazu, da wurden Personen befragt wie "behaglich" es in den Räumen ist. Die Mehrzahl empfand die FBH als behaglicher.

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  • Die Mehrzahl empfand die FBH als behaglicher.

    Das kann ich bestätigen.

    Off-Topic:

    Wir haben in Frankfurt mal ein Versicherungsgebäude mit Deckenheiz- und Kühlsegeln ausgestattet. Hauptsächlich die Damenwelt beklagte sich hinterher über kalte Füße.

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    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Rechnet dann zuerst der Heizungsbauer und der Ingenieur dann nochmals hinterher oder wie darf man sich das Konstrukt vorstellen?

    Der Heizungsbauer arbeitet mit Außendienstlern bsp. Viessmann, Bosch-Junkers zusammen, wo ein Verlegeplan der FBH mitgemcht wird.

    Ansonsten hat mein Energieberater mit den ganzen Bauteilen/Umsetzungen eine Heizlast ermittelt.


    Zur Sicherheit habe ich extern ein Ingenieurbüro beauftragt, um die Heizlast zu ermittelt (raumweise betrachtet).

    Diesen Ingenieurbüro würde ich dann ebenso für die Auslegung der FBH beautragen, an den sich dann mein Heizungsbauer auch hält. (Vom Heizungsaufbau an sich, bin ich ohnehin noch nicht ganz überzeugt, Wohnungstation vs. Frischwasserstation. Das ist aber ein anders Thema)



    Einen ähnlichen Effekt (Temperatur) erreicht man mit einer Deckenheizung nur unter Einsatz höherer Oberflächentemperaturen.

    Dürfte jetzt sicherlich nicht viel ausmachen. Aber desto geringer die Vorlauftemperaturen bei einer Wärepumpe sind, desto effektiver soll ja das ganze Syste sein.


    Bei der Deckenheizung habe ich bisher über Google noch nichts sinnvolles bzw. dünnes System gefunden auf die Schnelle. Ich schaue aber noch weiter und rufe hierzu auch den Heizungsbauer naher an.


    Update:

    Wenn ich bei argillatherm schaue, wäre der Aufbau wie folgt:

    • OSB 3 / ESB-Plus P5 (22 mm)
    • Hochleistungs-Lehmmodule (25mm) - Darin Polybutenrohr PB 12 x 1,3
    • Lehmputz oder Naturkalk-Grundputz mit Gewebe (5-8mm)

    Das wäre ein Aufbau um die ~50mm.

  • Kann meinen vorherigen Beitrag nicht mehr editieren. Von Quick-Tec gibt es noch folgendes, wobei ich nicht weiß, wie gut Trockenbauplatten zwecks Heizung sind. (Ebenso sehen die Verlegeabstände groß aus)


    • QuickTherm Systemplatte + Heizrohr MVR 30 mm
    • 2 Konterlattung (30 mm x 50 mm) - Zwischen den Systemplatten
    • + Trockenbauplatte 12,5mm
    • Gesamtaufbau wohl bei 42,5mm
  • Dürfte jetzt sicherlich nicht viel ausmachen. Aber desto geringer die Vorlauftemperaturen bei einer Wärepumpe sind, desto effektiver soll ja das ganze Syste sein.

    Bei einer WP als Wärmeerzeuger sollte man auf möglichst niedrige Heizwassertemperaturen optimieren., denn im Gegensatz zu Holz, Öl oder Gas, verschlechtert sich der COP einer WP deutlich mit steigender Heizwassertemperatur (genauer gesagt steigender Differenz zwischen Quellentemperatur und Heizwassertemperatur).


    Leitungskurven finden man in den Datenblättern, wobei man beachten sollte, dass diese unter Laborbedingungen ermittelt werden. In der Praxis hat man es eher mit schwankenden Temperaturen zu tun. Die Heizwassertemperatur wird mit Toleranz geregelt, und die Quellentempertur (Luft?) verändert sich sowieso.

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  • Darin Polybutenrohr PB 12 x 1,3

    Also ein Rohr mit gut 9mm Innendurchmesser. Das bedeutet viele kurze Kreise, ansonsten ist der Druckverlust sehr hoch. So ein Röhrchen hat bei 100m und gerade mal 2Liter/min. bereits 0,5bar Druckverlust bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,5m/s (Geräuschentwicklung beachten).


    Technisch machbar ist fast alles, ich würde aber versuchen mich am "Standard" zu orientieren damit die Kosten nicht davonlaufen.

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  • Zitat

    Bei einer WP als Wärmeerzeuger sollte man auf möglichst niedrige Heizwassertemperaturen optimieren

    Genau. Das darf dann der Heizungsbauer bzw. mit Unterstützung des Ingenieurbüros auskaspern :)


    Habe mir soeben auch die Deckenheizung (Klimadecke) von Zewotherm angeschaut. Wenn ich von 3km Rohrlänge ausgehe, kostet nur das Rohr + Zewo Wärmeleitblech ~ 74.000€

    Da fehlen noch viele andere Komponenten. Vielleicht ist der Preis sogar noch ohne MwST.


    Interessant fand ich auch den ZEWO Klimaboden. Da ist wohl nur eine Systemtemplatte mit 18mm, wo darauf nur eine Spachtelmasse von 2mm draufkommt, die man wiederum direkt verfleisen kann. (Da fehlt dann zwar etwas Gewicht und Speichermasse, trotzdem interessant, dass sowas auch geht.)

  • Interessant fand ich auch den ZEWO Klimaboden. Da ist wohl nur eine Systemtemplatte mit 18mm, wo darauf nur eine Spachtelmasse von 2mm draufkommt, die man wiederum direkt verfleisen kann. (Da fehlt dann zwar etwas Gewicht und Speichermasse, trotzdem interessant, dass sowas auch geht.)

    Gehen geht viel. Nur wird kein Verkäufer über die Abweichungen von den a. R. d T. oder über die Risiken und Nachteile informieren. :D

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Genau. Das darf dann der Heizungsbauer bzw. mit Unterstützung des Ingenieurbüros auskaspern :)

    Man darf aber keine unlösbaren Aufgaben stellen. ;)



    Wenn ich von 3km Rohrlänge ausgehe, kostet nur das Rohr + Zewo Wärmeleitblech ~ 74.000€

    Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Deswegen hatte ich ja geschrieben


    Technisch machbar ist fast alles, ich würde aber versuchen mich am "Standard" zu orientieren damit die Kosten nicht davonlaufen.

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  • Zitat

    Technisch machbar ist fast alles, ich würde aber versuchen mich am "Standard" zu orientieren damit die Kosten nicht davonlaufen.

    Diesen "Standard" muss ich ersteinmal ausfindig machen :)

  • Gehen geht viel. Nur wird kein Verkäufer über die Abweichungen von den a. R. d T. oder über die Risiken und Nachteile informieren. :D

    Eine Abweichung von den a.R.d.T. ist ja in diesem nicht verboten, sondern dann zulässig - wenn der AG vom AN über alle möglichen Risiken nachweisbar informiert wurde und sich in deren Kenntnis bewußt für die Risikoübernahme entschieden hat. Oder wenn der AN die volle Haftung für wegen Abweichung von den a.R.d.T. auftretende Mängel von vornherein übernimmt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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