Wärmebrückendetail Fenster-Geschossdecke-Fenster -->psi-Wert OK? -0,13

  • der psi-Wert ist doch eigentlich die Korrektur des Wärmeschutznachweises um die Differenz zwischen Ansatz im Wärmeschutznachweis und tatsächlichem Wärmestrom.

    Also kann man das nicht beurteilen, wenn man nicht die U-Werte, die Flächenansätze aus dem Wärmeschutznachweis und die rechnerisch ermittelten Wärmeströme kennt.

    Bei den psi-Werten sind dann noch die Randbedingungen der 4108 Bbl. 2 zu berücksichtigen.


    Physikalisch ist ein psi-Wert also untrennbar mit dem Ansatz im Wärmeschutznachweis verbunden. Eine isolierte Ausweisung eines psi-Werts ist physikalisch nicht vollständig.

    Ich weiß aber wohl und äußere zumindest die Vermutung, dass die Ausweisung von psi-Werten in diversen Wärmebrückenkatalogen genau mit diesem Wissen "geschönt" werden, in der Hoffnung, dass der übliche Nachweisersteller dies nicht erkennt.


    Soll heißen: wenn Du z.B. die Rollladenkästen im EnEV/GEG-Nachweis mit Ihrer Fläche und Ihrem U-Wert separat berücksichtigt hast, kommt ein anderer psi-Wert heraus als wie wenn Du die Rollladenkästen "übermessen" hast, also ohne separaten Ansatz mit dem U-Wert der Wand.


    Was mir auffällt: warum bindet das Fenster bis an die Rohdecke in den Fußboden ein bzw. warum ist die Deckenstirnabmauerung/Wand bis Oberkante Fußboden gezeichnet. Warum hat die Deckenstirn/Wand keinen eigenen U-Wert?


    Ich persönlich gehe an solche Details anders ran: ich trenne die Wärmebrücken von Fenstertür-Bodenanschluss, Deckenstirn und Fenstersturz mit Rollo auf.

    Bei mir wären es also im Falle Deines Details drei unterschiedliche psi-Werte, je nach Anschlussart.

  • Zitat

    der psi-Wert ist doch eigentlich die Korrektur des Wärmeschutznachweises um die Differenz zwischen Ansatz im Wärmeschutznachweis und tatsächlichem Wärmestrom.

    Also kann man das nicht beurteilen, wenn man nicht die U-Werte, die Flächenansätze aus dem Wärmeschutznachweis und die rechnerisch ermittelten Wärmeströme kennt.

    Bei den psi-Werten sind dann noch die Randbedingungen der 4108 Bbl. 2 zu berücksichtigen

    Sozusagen fast richtig. Der psi-Wert dann auf die Länge der 2d-Wärmebrücke bezogen und die Summe dann nochmal auf die Fläche der Gebäudehülle...somit bekommt man dann den Korrekturwert Delta-U-wb für den Wärmebrückenansatz. Dieser ist dann in Relation zum Wäemwschutznachweis anzusetzen.


    Der psi-Wert kann für sich stehen, lediglich sind die U-Werte für den ungestörten Wärmedurchgang identisch zu denen im Wärmeschutznachweis anzusetzen, beim Ersatzbauteil Fenster oder Tür nimmt man den U-Wert der Rahmenanteils.


    Ich orientiere mich immer gern am Handbuch von ZUB Argos. Wobei genau dieses Detail so halt nirgends als Vorlage zu finden ist. Der Zwischendecke könnte man höchstens noch als U-Wert den ungestörten Wand U-Wert zuweisen. Warum drei unterschiedliche psi-Werte. Solange die zu betrachtenden Elemente nicht weiter al1m von einander entfernt sind, ist da ein gemeinsames Wärmebrückendetail und somit auch ein psi-Wert anzusetzen nach meinem Verständnis.

    Selber...

  • Henkel ,

    Du startest eine Anfrage hinsichtlich einer fachlichen Detailauskunft.


    Dann wischst Du aber die Antwort von Alfons Fischer mit einem Federstrich weg.


    Soweit ich es beurteilen kann, ist Alfons Fischer einer der wenigen, die das Thema hier wirklich durchsteigen können.


    Denke bitte nochmals nach.


    P.S.: Ich kann den Ausführungen nicht folgen, weil ich mich in dem Thema nicht wirklich bewege und "zu faul" bin, mich da reinzuarbeiten.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Doch, das waren schon genau meine Fragen: Wo sind die jeweiligen Bezugslängen anzusetzen und mit welchen U-Werten.


    Im ZUB-Argos Handbuch sind ja die Details aus 4108 BBl2 dargestellt mit den anzuwendenden Bezugslängen. Insofern würde ich davon einmal eher nicht abweichen. Da ich nicht den Rechenalgorithmus nicht kenne, ich aber ein Matching der Vorlagen aus einer Softwaredokumentation und dem Algorithmus annehme, gehe ich mal entlang der Vorgaben dort. Die Zwischendecke hier als mit separatem U-Wert zuzuweisen, ist nicht vorgesehen.


    Wirklich hilfreich wäre eine sehr große Bibliothek an Referenzen, da sich einzelne zu findende Berechnungen auf diversen Quellen im Netz immer wieder in Kleinigkeiten unterscheiden und per Definition sicherlich nicht allzu viel Ermessensspielraum gegeben ist beim Ansatz von ungestörten U-Werten und den zugehörigen Wirklängen.


    Evtl ist das Werk von Hauser et also eines? Kennt es einer?

    Selber...