Wer erkennt diesen Befall...

  • Es steht ein einsamer Holzbalken auf einer sehr feuchten Steintreppe und hat ein interessantes Gebilde entsehen lassen



    Wer weiß was das ist?


    Folgende Indizien:

    - Faserig

    - reinweiß

    - sehr nass

    - riecht nach Champignon


    Der Keller ist ansionsten zwar sehr nass aber ohne Auffälligkeiten

  • Hast du nicht einen lateinischen Namen oder so?

    Nein, ich selbst habe keinen lateinischen Namen, aber auch so meinen Spaß.


    Ernsthaft: Nein, wie der Pilz mit lateinischem Vornamen heißt, weiß ich nicht. Das lasse ich mir immer von Holzschutzgutachter*innen schreiben, die wissen das nämlich im Gegensatz zu mir.


    In diesem Fall würde ich die Art in jedem Fall vor Ort untersuchen und feststellen lassen. Es könnte sich der Optik nach dabei vielleicht um einen jungen wilden Hausschwamm handeln. Der wäre weniger schlimm als echter Hausschwamm, aber auch nicht ohne. Der Ort und die vermutliche Temperatur sprechen aber dagegen. Kurz, ich weiß es wirklich nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hast du nicht einen lateinischen Namen oder so?


    Hier kriegt man ja wirklich gar nix umsionst... :(

    Doch: serpula lakrimans

    echter Hausschwamm


    Als "Tischler" sollte man den erkennen - trotzdem Glückwunsch ;)


    P.S.: Noch nicht klassisch. Es fehlt der Zuwachsrand. Ein wenig Zugluft und er wird sich verkriechen (nicht verschwinden).

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Das scheint mir der reinweiße faserige Holzchampignon zu sein, Agaricus fibrosus albus.

    wirklich? hat der nicht einzelne "Köpfe" wie Speisechampignions?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hausschwamm Serpula lacrymans ist es nicht...

    Auch nicht der Coniophora puteana Brauner Kellerschwamm 🤨


    Ich denke ein eher harmloser Vertreter, der vermutlich schon vorher im Holz war...

    Der Holzständer fliegt raus, wird nicht gebraucht, da unten ist sonst kein Holz.

  • Töten Sie es, bevor es Eier legt!


    Kleiner Spaß am Rande. Wenn es an der Bausubstanz ist, würde ich es schon untersuchen lassen oder das Bild an einen Holzgutachter schicken. Und umsonst ist der Tod. Aber hier gibt es doch viele Infos kostenlos.

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • Erster Grundsatz ist immer die Ursache des Pilbefalls abzustellen. Es sind nicht einal die umgebungsvariablen bekannt, also Temperatur, Luftfeuchte, Holzfeuchte und Art des Pilzes.

    Mit dem entfernen des Holzes allein ist es leider noch nicht getan. Ist das Holz weg und ist der Pilz bereits im Mauerwerk angelangt, oder seine Sporen, so machen sich viele Pilzarten auf den Weg zur Nahrugssuche, hierbei wird auch Mauerwerk und Putz durchwachsen.

    Ich würde also im Nachgang trotzdem noch einml einen Sachverständigen hinzuziehen

  • Danke für den Tipp.

    In dem Keller habe ich sowieso noch 2 rettende Maßnahmen vor, der Durchgang zum Gewölbe, unter der Holztreppe ist schwach gemauert und muss grettet werden, im Gewölbe selbst ist ein Durchbruch für die Hauptwasserleitung...einfach rausgebrochen. Da muss ich mal ran und das sauber vermörteln.

    Dieses Gewölbe ist, nach Vermutung meines Nachbarn, über 200 Jahre alt, das kann ich nicht so verwundet stehen lassen...

  • Danke für den Tipp.

    ... und auch von dem Tipp nichts verstanden.

    Wer aber einen echten Hausschwamm (riecht nach Champion) im Erscheinungsbild mit dem Kellerschwamm vergleicht und sich dermaßen sicher ist ...

    ... der braucht wohl keine Hilfe.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ich habe die komplette Holzfraktion aus dem Keller entfernt und eine Edelstahl-Aluminium Klappe gebaut. Jetzt ist Schluss mit Pilz.


    Dass tatsächlich jetzt Schluss ist, darf ernsthaft bezweifelt werden, denn der Wandsockel ist offensichtlich weiterhin stark feucht und die hölzerne Treppe sehr nah. Und eine 1a-Stolperkante gibt es jetzt auch. Begeisterung löst man damit kaum aus!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dass tatsächlich jetzt Schluss ist, darf ernsthaft bezweifelt werden, denn der Wandsockel ist offensichtlich weiterhin stark feucht und die hölzerne Treppe sehr nah. Und eine 1a-Stolperkante gibt es jetzt auch. Begeisterung löst man damit kaum aus!

    Begeisterung wird auch nicht erwartet. Der Wandsockel ist aktuell nicht feucht, nur verfärbt. Und die Stolperkante war vorher sogar noch höher.

    Außerdem wird die Treppe sowieso ersetzt und das Ganze vermutlich später verkleidet. (Natürlich nicht mit Holz)

    Jetzt nochmal ein paar Infos falls es interessiert:

    - Der Keller mit Gewölbe ist mit Lehm und Schiefer gemauert, der ist nicht feucht, der ist nass und da läuft sogar, wie ortsüblich, ein Rinnsal hindurch.

    Wenn man den trockenlegt stürzt er irgendwann ein, keine Option.

    - Die Bekämpfung eines solchen Holzschädigenden Pilzes ist sowieso klar, Holzbauteile sind trocken zu halten.

    Was bringt es mir für einige hundert Euro einen Sachverständigen zu engagieren, der mir dann den Pilz bestimmt? Gar nix außer Kosten.

    - Bei dieser Aktion ging es nur darum die alte vermoderte vom Pilz befallene Kellerklappe zu ersetzen, durch Eine, die nicht befallen werden kann und den Keller einigermaßen abdichtet. Eine bauerhaltende Maßnahme.

    - Die Sanierung diese Gebäudebereichs hat ja noch gar nicht begonnen und gewohnt wird da momentan auch nicht.

  • OK, also einmal anders formuliert. Sitzt der Pilz noch im Mauerwerk, oder hinter dem Putz und ihm wird die derzeitige Nahrungsquelle entzogen, dann geht er auf die Suche und durchwächst sogar Mauerwerk. Diese Suche kann sich über viele Meter ziehen, genau das macht viele der Pilze so gefährlich. Wenn ein Sachverständiger zu viel Geld kostet, dann würde ich zumindest eine Behandlung des umgebenden Mauerwerks empfehlen. Mach sich der Pilz einmal auf den Weg, dann explodiern die Kosten schlagartig.

  • Der Pilz war nicht im Mauerwerk, sondern nur am unteren Stirnholzende dieses Pfostens. Also etwa 1,5 Meter unter Bodenniveau und auf einer massiven Natursteintreppenstufe. Vielleicht etwas Kontakt zur seitlichen Natursteinmauer, Putz gibt es da nicht. Es gab und gibt im ganzen Bereich keine konstruktiven Hölzer im Mauerwerk, auch das EG ist komplett Naturstein. Ich bezweifle, daß der von da unten 4,5 Meter durch diese Mauern nach oben wächst, ohne Nahrung und ohne Nässe.